DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.03.2020 11:23

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Jarra nimmt das nachgeschobene Kompliment würdevoll entgegen und grinst. Grimrig mustert ihn erstaunt, dann lacht er und klopft ihm auf die Schulter. „Du warst echt länger nicht in der Gilde, Rabe. Erwischt hat es die beiden. Die Hundvötter, Kor soll sie an ihren Eiern in die Niederhöllen schleudern, sind der kleinen Heilerin von den Crocodileros hinterher, dem Blondschopf mit den tollen Möpsen. Die mir gerade mal bis zur Schulter reicht. Au!“ „Verdient.“ Netta lächelt freundlich, aber unbarmherzig, und nimmt ihren Stiefelabsatz von seinem Fuß. Jarra übernimmt, während Grimrig amüsiert seinen Fuß ausschüttelt. „Die beste Heilerin der Gilde. Eigentlich die einzige. Alle anderen, auch Bendo oder Ranica sind nur Feldscher. Aber sie ist eben bei den Crocodileros... Also die Schweine sind denen hinterher, sogar zu dritt, als sie auf Jagd gegangen sind. Aber die haben Lunte gerochen und sie in einen Hinterhalt gelockt.“ Grimrig nickt. „Im offenen Kampf hätte sogar ich gegen Sliff so meine Schwierigkeiten gehabt. Aber sie haben sie erledigt, alle drei.“ Er zieht den Zeigefinger über die Kehle. „Krrrk!“ Netta nickt. „Ein. Segen. Die. waren. wirklich. unheimlich.“ Jarra bestätigt das. „Rodel hatte in jedem einzelnen Bordell der Stadt Hausverbot.“ Das ist schon eine Leistung, wenn man es so nennen will. Grimrig beendet das unerquickliche Thema. „Wir feiern wohl hauptsächlich auf dem Platz der Helden. Da steht nicht gleich ein Gardist neben Dir, wenn Du mal ein Argument mit vier Fingern und dem Daumen unterstützt.“ Er nimmt die Blicke seiner weiblichen Partidamitglieder wahr. „Keine Sorge, ich fange nicht grundlos Streit an, weil mir langweilig ist!“

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suetre (Capitan)
Georgios, Herr über etwa zwanzig Sklaven, zwei Aufseher und eine Schreiberin, freut sich tatsächlich, sie zu sehen, und bittet sie auf die an das Kontor frisch angebaute Veranda. Es hat sich schon einiges getan. Die Gebäude sind allesamt in Schuss gebracht, die Wege und der Platz geräumt, und die Mine geöffnet worden, so dass man den etwa fünfzig Schritt entfernten Stolleneingang jetzt mühelos erkennen kann. In den Werkstätten wird schon eifrig gearbeitet, aber die Schmelze ist offenbar noch im Anlaufbetrieb. Der Capitan ist kein Fachmann, aber auch er weiß, dass Hüttenkunde ein komplexes Handwerk ist, das längst nicht jeder Schmied beherrscht, und Georgios will sicher vermeiden, dass ihm der Schmelzofen platzt.. Ebenso, wie er belustigt anstatt eifersüchtig wahrnimmt, freut Georgios sich recht deutlich, Vecna zu sehen.
Sie reden etwas übers alltägliche, dann streift der Capitan vorsichtig das Thema, das sie hierher gelockt hat. „Vecna sagte mir, in der Mine gäbe es was Interessantes zu sehen? Ich bin ja ein alter Haudegen“, er klopft auf den Knauf seines Säbels, „und ich schau mir sowas immer gerne an.“ Georgios ordnet das richtig ein. „Offen gesagt, das käme mir gut zupass. Piro und Meto sind ein wenig abergläubisch. Nicht, dass wir auf was gestoßen wären, was Grund zur Beunruhigung gäbe. Halt...“ Er tippt seitlich gegen seine Nase.
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.03.2020 10:35

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suetre, Kupfermine (Capitan)
Der Flöz, wo sie tatsächlich gerade abbauen, ist recht nah an der Oberfläche, und obwohl die Männer mit nackten Oberkörpern arbeiten, sind sie alle mit Mundtüchern, Tellerhelmen, Lampen am Gürtel sowie ordentlichen Schuhen und Handschuhen ausgestattet. Dieser Teil ist schnell besichtigt.
Dann allerdings wird es tatsächlich interessant. Ein älterer, größerer Stollen, mit einem Holzgatter verschlossen, durch das es wie Hechtsuppe zieht, führt nach unten. Georgios begleitet sie als einziger, und er hat einen Vogelbauer mit einem Kanarienvogel dabei, zusätzlich zu den Laternen, die jeder von ihnen hat, und auch der Capitan fühlt die ungewohnte Enge und die umgebende Dunkelheit. Nur die Tatsache, dass unwillkürlich auch Vecna und Emilia an ihn heranrücken gibt ihm genug Bravado, sich nichts anmerken zu lassen. Der Stollen öffnet sich in eine größere Höhle, rechterhand geht es einen Hang hinunter. Intakte Gerüste und Abraum deuten auf nicht allzu lange zurück liegende Tätigkeit hin. Georgios entzündet ein paar Laternen an der Wand, nachdem er Öl nachgefüllt hat. „Das hier ist wohl der Hauptflöz gewesen. Keine Ahnung, warum sie hier abgebaut haben und nicht oben, oben scheint mir das Erz reichhaltiger, hat wahrscheinlich seinen Grund.“ Er zuckt mit den Schultern, aber der Capitan kann ihm nicht helfen, und auch Vecna und Emilia haben keinen Hintergrund im Bergbau. „Geradeaus und unten geht der Flöz weiter. Aber über das Gerüst da geht es auf die andere Seite, und da gibt es eine Höhle. Und die ist das, was ich meine.“
„Schauen wir mal.“ Der Capitan geht voran. Ein Geländer hat man sich hier gespart, aber als alter Seemann braucht er auch keines. Die Höhle ist anscheinend natürlichen Ursprungs, jedenfalls erkennt er im Licht ihrer Funzeln kaum Marken von Hacke oder Stemmeisen. Sie verbreitert sich ewas und führt aufwärts, was ihn unwillkürlich erwarten lässt, dass sie Richtung Tageslicht gehen, aber dann versperrt eine Palisade und darin ein hölzernes Tor den Weg. Ein kleines Rinnsaal tröpfelt ihnen durch die Ritzen und Spalten entgegen, aber die Palisade ist nicht dicht genug, um als Wehr zu dienen, außerdem haben sie hier Rückenwind. Allerdings ist die Tür von dieser Seite durch zwei massive Balken verriegelt und zusätzlich über Kreuz vernagelt. Obendrein hat irgendjemand auf das Holz der Tür das Zeichen gegen den Bösen Einfluss gemalt, wohl nach dem Motto: 'Schaden kann es ja nicht'. Das ist es also. Vecna weicht unwillkürlich einen halben Schritt zurück, wird aber rot, als sie bemerkt, dass weder Capitan noch Emilia so reagieren. Der Capitan brummt. „Also etwas Übernatürliches hält das nicht auf. Wenn da wirklich 'was' durch wollte, würden Holz und das Zeichen so viel helfen, wie auf ein brennendes Haus zu pinkeln. Stemmeisen!“ Georgios atmet auf und macht sich an die Arbeit.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.03.2020 23:56

Tag 19, mittags, Haupthaus der Stadtwache, Portas, Santinera (Boronaya)
Sie schenkt dem Schrieber noch einmal ein Lächeln, als sie gehen. "Vielen Dank, dass ihr die Augen aufhaltet. So ein Fund wäre mir natürlich einiges wert." Kurz beschreibt sie noch das Buch etwas genauer, bevor sie dem Gardisten folgt.
"Danke dass ihr euch Zeit nehmt und danke für's Herbringen."
Sie nimmt auf dem angebotenen Platz zu und räsupert sich. "Adepta Minor Boronaya Sobaranez. Mir wurden meine persönlichen Aufzeichnungen aus meiner Kiste in meinem Zimmer in der Herberge Arangenbäume gestohlen." Sie beschreibt kurz das Buch. "Dazu persönliche... Wäsche. Das alles ist gestern Nacht passiert und ich habe es erst heute Morgen gemerkt. Ich war aus. Keine Aufbruchspuren. Einen Verdächtigen habe ich noch nicht, zumindest nicht so, dass ich jemanden verdächtigen will. Aber ich habe vor das zu ändern."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2020 08:09

Tag 19, mittags, Haupthaus der Stadtwache, Portas, Santinera (Boronaya)
Capitan Darius wartet, bis die Schreiberin fertig ist, dann knurrt er. „Gelehrte Dame. Wir sind die Stadtwache, keine Criminalkammer. Wir können den Diebstahl aufnehmen, und das tun wir auch, aber es ist Sache des Geschädigten, Anklage gegen einen Verdächtigen zu erheben. Im Rahmen der öffentlichen Ordnung können wir euch dabei unterstützen, etwa einen Verdächtigen festnehmen, sofern eure Anschuldigung glaubwürdig ist. Aber Diebstahl ist eine Angelegenheit zwischen den Bürgern, nicht eine Störung der öffentlichen Ordnung, und ihr müsst schon Ross und Reiter nennen. Die Stadtgarde kann nicht Santinera nach euren Aufzeichnungen und eurem Höschen durchsuchen.“ Immerhin scheint er das mit den Aufzeichnungen nicht für harmlos oder mit dem Höschen für witzig zu halten. „Also wenn ihr jemanden in Verdacht habt, dann nennt den Namen und die Gründe, ansonsten kommt wieder, wenn ihr das könnt. Ohne einen glaubhaften Verdächtigen kann ich bei so einer Angelegenheit nicht handeln.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 09.03.2020 12:24

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Rodel und Sliff sind zu Boron gegangen? Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Gute Kämpfer, aber beide sind ohne Ehre und vor allem leben die Frauen nun hier sicherer. Ihr endet passt zu ihnen, sie werden bestimmt nicht in die Paradiese der Zwölfe gelangen. Was wollten sie denn von diesen Crocodileros?" Goldon wirkt keineswegs berührt oder sonstwie emotional aufgewühlt.
"Was muss man tun, damit man in jedem Bordell Hausverbot bekommt?", unglaubig schüttelt er seinen Kopf. "Idioten!"
Dann muss er leicht grinsen, als Grimrig ihm erzählt, dass man sich am Platz der Helden trifft und man mit wenig Gardisten rechnet. Er hatte so seine Bedenken, dass Grimrig gerade ehrlich ist, er schätze ihn so ein, dass solange es offne Rechnungen gibt, er sie gerne bei solcher Gelegenheit einzahlen würde.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2020 14:57

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Seine anscheinend ernst gemeinte Frage führt zu Kopfschütteln. „Was meinst Du wohl, was sie mit der Kleinen vorhatten?“ Aber es scheint da keinen Diskussionsbedarf mehr zu geben. Sofern man sich aufgeregt haben sollte, ist das erledigt, und sie haben offenbar anderes im Sinn, als sich an diesem schönen Tag über den schmählichen Abgang von Goldons kurzzeitigen Waffengenossen zu unterhalten. „Schau mal!“ Jarra fasst Netta am Arm und deutet mit der freien Hand zu einem Stand, wo einfacher, aber hübscher Schmuck verkauft wird, und einen Augenblick später haben sich die beiden von Goldon und ihrem Anführer verabschiedet. Der lacht und klopft ihm auf die Schulter. „Na dann, gute Jagd. Aber ohne das Tanzbein zu schwingen kommst wohl heute nicht zum Stich.“

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suetre (Capitan)
Es geht steiler bergan, und in den Boden sind hier alte, abgelaufene Stufen getrieben. Die Wände zeigen an ein paar Stellen Löcher, in denen wohl immer wieder Fackeln gesteckt haben, dann kommen sie in eine kleine Halle und stellen fest, dass sie wohl aus einem Nebenabzweig kommen. Der Zug ist hier stärker, und die Wände der Halle sind mit Reliefs, die entweder ihm unbekannte Schriftzeichen oder Zierrat darstellen, aber es gibt keine Bilder, die ihm eine Vermutung über Erbauer oder Zweck geben würden. Nach rechts geht der Hauptgang leicht abwärts, nach links deutlich über eine flache Treppe nach oben. Die Decke der allenfalls vier Schritt im Durchmesser überspannenden Halle ist im Licht ihrer Laternen nicht zu sehen, und zuweilen fallen einzelne Wassertropfen, sodass man sich beinahe wie auf dem Boden eines Brunnen fühlt. „Erst einmal rauf.“ Man folgt ihm, aber aufwärts fällt ihm das Vorangehen auch nicht schwer. Außerdem wird er den Dämon tun und sich hinter Emilia oder Vecna verstecken, und vor Georgios wird er sich auch keine Blöße geben.
Es sind knapp sechzig Stufen, beinahe dreißig Schritt, dann wird die Höhle deutlich größer und nach zwei Biegungen führte der Weg wohl über eine Brücke, und sie sehen hinter der nächsten Biegung Tageslicht. Ein Blick in den Abgrund zeigt angespitzte Pfähle, die aus dunklem Wasser ragen, für den Capitan der erste eine Beunruhigung rechtfertigende Hinweis, aber sie sind ganz offensichtlich alt. Sie stehen jetzt auf einem kleinen Absatz, und der Tunneleingang, aus dem sie gekommen sind, ist – im Gegensatz zu den blanken Wänden in Sichtweite – mit den Reliefs und Zeichen verziert, die sie weiter unten gefunden haben. Leider auch hier keine bildliche Darstellungen. Jenseits des Grabens ist im von vorne kommenden, schummerigen Tageslicht ein Weg durch Felsen erahnbar, aber der Capitan hat keine Lust, einen drei Schritt weiten Sprung über den Graben zu wagen. Die Höhle hier ist wirklich groß. „Kehren wir um. Hier kommen wir jetzt nicht weiter, und das Interessante wird wohl in der anderen Richtung liegen.“ Ein Capitan darf niemals Unsicherheit zeigen, das überträgt sich sofort auf die Mannschaft. „Ab geht’s! Das Licht hat einen leichten Gold-Grünschimmer, fällt also wohl durch Blätter. Da wird’s nicht viel zu sehen geben außer Dschungel.“ Er gibt Vecna einen Klaps, und die grinst. So eine Treppe, solche Reliefs anzulegen ist sicher mühsam gewesen, und der Zustand der Treppenstufen deutet in des Capitans Augen auf eine lange Nutzung.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 08:26

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suerte (Capitan)
Der andere Tunnel unten führt nicht mehr weit. Es geht auf eine breite Felsnase in einer großen Höhle, und das Licht ihrer Laternen reicht nicht, um Wände oder Boden zu sehen, aber man hört es Rauschen, was auf fließendes Wasser hindeutet. Auf der Felsnase steht ein steinerner Altar der unangenehmen Sorte. Flankiert wird er von steinernen Feuerschalen. Der Altar ist, wie eine Sammelrinne mit einem Platz für eine Schale und vier wohl aus Bronze gefertigten Ringen vermuten lässt, für Menschenopfer gedacht, aber eine Götterdarstellung sucht man vergebens. „Hmm. Ich denke, das sollte sich ein Gelehrter, am besten ein Magier anschauen, mein Junge. Mir sagt das ganze Gekrakel nichts.“ Er schaut sich um. „Aber Eile hat das wohl kaum.“ Georgios nickt. Er hält sich ganz gut, dafür dass sie hier auf einem heidnischen Blutopferplatz für irgendwelche Götzen stehen. „Es sind ja ein paar Magier über die Regenzeit geblieben, da ist sicher einer dabei, der Zeit und Weile hat. In den Sumpf geht ja jetzt wohl keiner mehr oder?“ Georgios schüttelt den Kopf. „Nicht wirklich. Jedenfalls nicht, um was Neues anzufangen.“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 10.03.2020 10:04

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Grimrigs direkte Gegenfrage schaffte ein Bild vor seinem geistigem Auge, Rodel, Sliff und ein weiterer Gehilfe beschatten eine Partida, ebenfalls zu dritt, und das nur weil sie vor levthanischer Geilheit eine kleine Heilerin als ihr Ziel auserkoren haben, sie würden töten nur um f*** zu können. Goldon verliert kurz seine guten Manieren und spuckt auf den Boden.
Es war gut, dass die beiden Frauen sich nun den Schmuck als Ablenkung auserkoren hatten. Er sieht Jarra und Netta hinterher, er zuckt kurz mit den Schultern. Es war richtig, wie Grimrig es tat, einfach an die schönste Nebensache der Welt zu denken, auch wenn es zuerst etwas schwer fällt nachdem was er gerade gehört hatte.
Er schmunzelt leicht, als Grimrig ihm auf die Schulter klopft. "Ohje, ich und tanzen, aber in der Masse kann ich bestimmt einiges kaschieren. Mal schauen, was später noch passiert." Er wollte sich schon verabschieden, da fällt ihm noch was ein. "Hörmal, mir ist zu Ohren gekommen, dass unheimliche Dinge weit flussaufwärts passieren, was ist dran? Sind die Echsen dort wirklich stark? Und kehrt wirklich kein Schatzsucher zurück?"
Goldon hatte es drauf, auch an einem heiteren Tag wie diesen, sich mit düsteren Gedanken zu beschäftigen, aber Grimrig war bestimmt im Bilde, wer sonst, wenn nicht so ein altes Eisen wie er.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 12:08

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Grimrig kratzt sich am Kopf. „Keiner zurückkommen? Das ist nun aber übertrieben. Naja. Dass Sklavenjäger hier seit Jahrzehnten kein Bein auf den Boden kriegen, das weiß jeder. Ist schließlich kein Niemandsland flussaufwärts, auch wenn's so aussehen mag. Die Salmoranez haben Verträge mit den meisten Eingeborenensippen, und wer ohne ihren Geleitbrief hier weiter fährt, tut das auf eigene Gefahr. Ich meine, tut er sowieso, auch am Grünen Hanfla verschluckt der Dschungel sechs von zehn Expeditionen. Die meisten verrecken einfach an Durchfall oder am Fieber. Ab dem Ruinensumpf ist das Ostufer Echsengebiet. Die Gonralas haben da ein paar Verbindungen, aber wenn Du mehr wissen willst, musst Du mir schon einen austun, wo es hübsche Mädels gibt, möglichst welche, die auf Glatzköpfe stehen.“ Er lacht fröhlich.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 10.03.2020 16:31

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Das macht mich neugierig, hier wird es bald ruhiger, und außerdem möchte ich schon wissen, was hier im Umfeld passiert. Nicht das ich da Unwissend in Scghwierigkeiten gerate weil ich einfach irgendwelche Aufträge annehme. Ist in Ordnung, ich lade dich ein, bei gutem Getränk und schöner Aussicht lässt sich ohnehin besser reden!" Er fragt ihn auch, was für ein Laden er sich denn vorstellen könnte, er kennt bisher ja nicht so viele.
Dann lässt er sich nach der Verabschiebung noch ein wenig treiben und bereiten sich dann auf die Einladung des Flottenserjantes Curro vor in dem er so langsam Richtung seines Wohnsitzes schlendert.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 17:49

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Grimrig lacht so laut, das einige Umstehende aufmerksam werden, dann klopft er ihm erneut auf die Schulter, was bei seinen Kräften schon beinahe Körperverletzung ist. „Du bist gut. Schwierigkeiten. Nein, wer in der Regenzeit flussaufwärts auf eine Expedition fährt, hat eh 'nen Todeswunsch, da brauchst eh nicht anheuern. Morgen geht' für uns schon wieder los, ein letztes Mal mit der Dame Akagi, dann treffen wir uns übermorgen Abend im 'Bär und Papagei'“ Er runzelt auf einmal die Stirn und stoppt dann einen wirklich gutaussehenden jungen Mann, der gut gelaunt an ihm vorbei geht, unsanft durch einen Stoß gegen die Schulter. „Lass die Finger von ihr, Burschi. Ist nichts für dich, capiche?“ Der mustert ihn. „Ach was denn. Deine? Im Krieg und in der Liebe..., mein Freund...“ „Ganz recht. Und ich bin Krieger.“ Es ist nicht so, dass Grimrig akut Schläge androht, aber ein improvisierter 'Flug der Zehn' ist auch nicht auszuschließen. Der Schönling hat allerdings genug Selbsterhaltungstrieb um beschwichtigend die Hände zu heben und nachzugeben. „Schon kapiert, Senor. Kein Problem.“ „Schieb ab.“ „Schon weg, Commandante!“ Er macht es wahr. Grimrig schüttelt den Kopf und sieht ihm hinterher, bekommt dann prompt eine Kopfnuss von hinten.. „Du. musst. mich. nicht. beschützen. Ich. lasse. mich. doch. nicht. mit. so. einem. Windei. ein.“ Jarra kichert und bestätigt das. „Unser Jefe ist der Beste. Nein, wenn wir einen aalglatten Schreibertypen wollen... 'Hallo ihr Schönen'...pffft!
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.03.2020 22:38

Tag 19, mittags, Haupthaus der Stadtwache, Portas, Santinera (Boronaya)
Sie nickt freundlich. "Das weiß ich und danke euch, dass ihr den Diebstahl aufnehmt. Aber manchmal hört eine so gut informierte Stadtgarde auch das ein oder andere. Wer weiß... Auf jeden Fall gedenke ich euch bald einen Namen zu nennen. Wenn ihr gestattet: Wisst ihr, wo man einen guten Spürhund bekommen kann?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 23:17

Tag 19, mittags, Haupthaus der Stadtwache, Portas, Santinera (Boronaya)
Der Capitan mustert Boronaya, und sie hat das seltene und ungewohnte Gefühl, hier einen Mann vor sich sitzen zu haben, den ihr Charme kalt lässt. „Don Amatino von La Grande Desplumada und Donna Adelita von La Rocca sind für ihre Hunde berühmt. Sie sich zu leihen ist allerdings nicht ganz billig.“ Plantageros. Nun, das war nicht anders zu erwarten. Die Gonralas als Sklavenhändler werden wahrscheinlich auch geeignete Hunde haben, aber es wird schon seinen Grund haben, warum der Capitan sie nicht genannt hat.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.03.2020 23:23

Tag 19, mittags, Haupthaus der Stadtwache, Portas, Santinera (Boronaya)
"Dann bedanke ich mich für die Auskunft. Und gehe in der Hoffnung bald mit einem Namen wiederzukommen. Auf Wiedersehen." Sie verabschiedet sich freundlich, auch vom Gardisten, der sie gebracht hat und steuert dann erst einmal Propseros Haus an.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2020 10:21

Tag 19, eigentlich bereits nachmittags, Herberge Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Der Mittagsregen erwischt sie genau auf halber Strecke, aber im Dauerlauf und von Vordach zu Durchgang sprintend vermeidet sie das allergröbste, trotzdem tropft es doch sichtbar an ihrem Haar und der Ledermontur herunter, als sie endlich den Schutz des Weissen Aras erreicht.
Im ehemaligen kleinen Schankraum der Herberge, nun dem Empfang, wird sie von der Kleinen begrüßt, die hier wohl als Zimmermädchen arbeitet, und der Prospero erlaubte, aus den Fenstern der illusionären Dachlaterne zu schauen. Eine Nichte der Köchin oder sowas, wenn sie sich recht erinnert. Die Kleine, mit dem Putzen von Zinngeschirr beschäftigt, erkennt sie auch sofort wieder und steht auf, macht einen erstaunlich gelungenen Knicks und begrüßt sie. „Guten Tag, Gelehrte Dame Boronaya. Womit kann ich euch dienen?“ Was Trockenes zum Anziehen und was Heisses zu trinken, vielleicht auch ein kleiner Bissen wäre schön, schließlich ist es bereits Mittag, und ihr Magen leer.

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suerte (Capitan)
Wieder draußen, auf der Terrasse, wo sie sich etwas aufwärmen und einen kleinen Schluck trinken, atmet Georgios auf. „Danke, dass ihr mich begleitet habt. Alleine konnte ich da nicht rein, und meine Jungs... So kann ich Vater wenigstens einen ordentlichen Bericht geben.“ Emilia hebt die Hand. „Ich könnte euch eine kleine Skizze anfertigen, wenn ihr wollt.“ Georgios deutet im Sitzen eine Verneigung an. „Das wäre sehr hilfreich, Donna Emilia. Ich stehe mit der Schreibkunst ein wenig auf Kriegsfuß.“ Vecna beugt sich vor. „Ich weiß, Du kannst deine Pferde grade nicht entbehren. Aber kannst Du wen empfehlen?“ Georgios muss nicht lange überlegen. „Für unser Sägewerk und das der Salmoranez arbeiten ein paar Rücker, die kannst Du sicher anheuern. Ich werde Tante Lilli mal fragen, wen sie empfehlen würde. Für Palmenstämme gibt’s allerdings kein Geld.“ „Liegen lassen können wir sie ja auch nicht.“ Sie lacht. „Puh, ich hab mir da drin fast ins Hemd gemacht.“ Sie lachen alle.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.03.2020 10:26

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Goldon lässt sich nicht anmerken, dass ihm fast die Luft wegbleibt als Grimrig mit seinem Gußeisenhänden ihm kräftig auf die Schulter klopft. Während es auf dem Silberberg heißt 'Nicht anfassen', scheint es derart Verhalten hier nicht zu geben, bedauert er. "In Ordnung, dann bis in zwei Tage im Bären & Papageien!"
Dann wundert sich Goldon, dass Grimrig sich so aufspielt, ist wohl so ein Beschützerinstinkt den er als Chef raushängen lässt. Manchen Mädchen wirds gefallen, denkt er sich, er würde den Namenlosen tun das jetzt aussprechen. Nettas Reaktion gefällt ihm und er zwinkert ihr kurz zu und er mustert sie, ob sie nun Schmuck trägt der vorher nicht vorhanden war.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2020 11:21

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Die Mädels scheinen nur geschaut, nicht gekauft zu haben. Grimrig nickt, und verabschiedet sich mit einem Winken. Goldon hört noch ein „Du bist doch sonst nicht so!“ von Jarra und Grimrigs Antwort. „Ihr könnt ja machen was immer ihr wollt. Aber das ist doch die Flachpfeife, von der Funica erzählt hat.“ Das ändert offenbar die Sichtweise. „Ach der ist das? Au warte! Den kaufe ich mir, wenn der mich noch mal anmacht! Der kann was erleben!“ „Sag. das. doch. gleich, Jefe!
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.03.2020 11:53

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Goldon sieht den Dreien hinterher, sein Blick bleibt dabei etwas länger an Nettas Rücken hängen.
So, nun heißt es sich langsam auf dem Weg zu Curro zu machen.
Er treibt noch ein wenig durch die Menschenmasse und nimmt die Lebensfreude, die von den meisten ausgestrahlt wird, auf, seufzt mehrmals, steckt sich seine Pfeife an und genießt die Harmonie, auch wenn der Umgangston hier ein anderer ist als er es sonst gewohnt ist. Rustikal aber doch sehr herzlich.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.03.2020 23:35

Tag 19, eigentlich bereits nachmittags, Herberge Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich müsste Signor Prospero sprechen. Und ein handtuch wäre sicher nicht verkehrt." Der Rest würde sich geben wenn sie den drei mal verfluchten Dieb erwischt hätte.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.03.2020 10:19

Tag 19, eigentlich bereits nachmittags, Herberge Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Das Mädchen mustert Boronaya sorgfältig, mit der Ernsthaftigkeit eines Kindes, das eine weitreichende Entscheidung treffen muss. Dann nickt sie. „Bitte wartet hier, gelehrte Dame, ich hole euch ein Handtuch.“ Sie tut es, und während Boronaya ihre wie ein Schwamm wirkenden Locken rubbelt, beschäftigt sich die Kleine mit dem eigentlichen Problem. „Magister Prospero und Magister Zeysig haben den ganzen Vormittag aschta...astale Rego... astale Regonässongs betrieben und schlafen jetzt. Das ist sehr anstrengend, und ich darf Magister Prospero nur wecken, wenn das Haus brennt oder eine nackte Frau ihn sprechen will.“ Sie überlegt und mustert Boronaya mit der Nachdenklichkeit eines Kindes, das die schlimmsten Klippen der Pubertät noch vor sich hat. „Aber ich glaube das mit dem 'nackt' meint er nicht ernst. Der Magister Prospero macht gerne Spaß, sagt meine Tante.“ Sie überlegt weiter. „Magister Zeysig macht nie Spaß.“ Sie nickt und mustert Boronaya erneut, wohl eine Stellungnahme erwartend, wie nahe an 'das Haus brennt' die Dringlichkeit ihres Anliegens ist.

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Er hat die Zeit gut abgepasst, und die Feierlichkeiten auf dem Hinterhof nehmen gerade Fahrt auf. Sein Mitbringsel wird dankend entgegen und er nach einer Vorstellung Curos in die Reihen der unbeschwert Feiernden aufgenommen. Curo hat tatsächlich eine recht hübsche, deutlich jüngere Frau und bereits zwei kleine Töchter, die ihm vorgestellt werden, bevor sie weiter mit den Nachbarskindern über das Fest toben. Zum Tanz aufgespielt wird noch nicht, erst einmal steht Essen und Trinken an.

Tag 32, Nachmittags, Manana della Suerte (Capitan)
Zuhause beim Aussteigen versetzt der Capitan Vecna und Emilia gleichzeitig einen Klaps. „Gut gemacht, alle beide.“ Emilia grinst fast wider Willen, Vecna reibt sich provokant die Kehrseite. „Ihr aber auch. Ich hatte da drin tatsächlich Angst. Ohne euch... Ihr habt echt Nerven wie Drahtseile.“ Der Capitan rollt mit den Augen. „Ich hatte auch Angst, Junger Hüpfer. Was glaubst Du denn? Das ist keine Schande. Aber ihr habt eure ja auch überwunden.“ Emilia lacht. „Wir haben uns ganz schön eingedreckt. Ich schlage vor, wir machen uns erst einmal wieder präsentabel.“ Vecna nickt. „Was die Stämme angeht – kann ich Tarito und Ako sagen, dass wir die vor Ort erst mal auf die Seite legen, wo sie nicht groß stören, und dann in einem Aufwasch rücken lassen?“ Emilia nickt, nach einem kurzen Blick zu ihrem Onkel. Ist nicht ideal, aber wohl die praktikabelste Lösung.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 12.03.2020 12:35

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Erzählt mir von euch. Wann seit ihr hergekommen? Werdet ihr länger hier bleiben?" fragt er Curro dann neugierig. Lächelnd beobachtet er das Familientreiben am Tisch.
Familie? Was ist mir dir Goldon? ... ein altes Thema, und eine immer noch unklare Antwort.
Schon merkwürdig ... er ist froh kein Magier zu sein, die machen nicht einfach Kinder und leben quasi in ihren Kindern weiter. Als Kämpfer hat man einfach irgendwann sein Zenit erreicht, die körperlich Verfassung setzt Grenzen. Bei einem Magier war dies anders, je älter desto mächtiger werden sie, hört man so, kein Wunder das viele nach der Unsterblichkeit streben, was würde nur aus ihnen werden, wenn sie die Grenzen der gottgegeben Lebenszyklus verlängern könnten? Ein Dilemma man könnte mächtiger werden, aber der Körper lässt es nicht zu. Ein ewig junger Kämpfer kann nicht wesentlich mehr erreichen als im Leben zuvor. Obwohl als Herrscher sieht das auch wieder anders aus. Intrigen über Generationen hinweg aufrecht halten, obwohl solches kann man als Eltern auch seinen Kindern vermitteln. Was vermittelt wohl Curro seinen Kindern? ... ohje, jetzt driftest du aber ab! Er lächelt unschuldig aufgrund seiner spontan auflebenden Phantasie.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.03.2020 17:42

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Curos Vater war Zimmermann, und Curo selbst ist eher durch Zufall zur Armada gekommen: Wegen vieler Geschwister keine Aussicht aufs Erbe und eine jugendliche Leichtgläubigkeit und ein zumindest in Spuren immer noch vorhandener Patriotismus, der tapfer den Realitäten trotzt. Er hat sich nie zu Heldentaten berufen gefühlt und seit seiner recht frühen Beförderung zum Serjanten, das Ende der Fahnenstange für die meisten und auch ihn, eher den Blick darauf gerichtet, einen Posten zu bekommen, beim dem Arme und Beine dran bleiben, weil er genau weiß, wie und wo einfache Kriegsversehrte enden: Als Bettler in der Gosse.
Er hatte Glück und war nie dort postiert, wo es Ärger gab, und während der Unruhen hat er einen kühlen Kopf behalten und seinem kommandierenden Offizier damit tatsächlich die Haut gerettet – auch wenn das der Mob, der auf der falschen Seite der Revolverhornisse stand, wahrscheinlich nicht so toll fand. Sein Offizier wurde sogar steil befördert, und Curo bekam die Stationierung in Santinera. Und während Santinera für Offiziere ein Schiffsfriedhof ist, ist es für Serjanten natürlich ein Paradies: Keine Piraten, keine Eingeborenenunruhen, kein scharfer Drill... und Leutnant Perra ist eine ausgesprochen faire und angenehme Vorgesetzte, über die kein böses Wort über Curos Lippen kommt. Hier hat er seine Frau kennengelernt, konnte als Rabotnici nebenbei genug dazu verdienen um sie zu heiraten und, aus einer Zimmermannsfamilie kommend, weiß er auch schon, was er machen wird, wenn in wenigen Jahren seine Dienstzeit ausläuft. Verlängern wird er jedenfalls nicht...
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.03.2020 23:34

Tag 19, eigentlich bereits nachmittags, Herberge Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich würde auch darum bitten nur Signor Prospero zu wecken." Sie schmunzelt. "Das nackt ließe sich einrichten, wird aber nicht notwendig sein. Seit wann schlafen sie? Wenn du bedenken hast, kann ich ihn auch selbst wecken. Ich halte die Sache für ziemlich wichtig. Leider."
Fear cuts deeper than swords.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.03.2020 09:11

Tag 19, eigentlich bereits nachmittags, Herberge Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Die Kleine denkt gewichtig über Boronayas Worte nach, dann nickt sie. „Bitte wartet hier.“ Sie überlegt erneut. „Ihr dürft euch auf meinen Stuhl setzen, damit ihr nicht stehen müsst, Gelehrte Dame.“ Es dauert tatsächlich eine kleine Weile, bis sie wiederkommt, wortlos an Boronaya vorbei geht, die Tür aufmacht und sich auf der Gasse umschaut. Dann kommt sie wieder zurück in den Raum und schließt die Tür, baut sich vor Boronaya auf und macht einen schönen Knicks. „Wenn ich einen Tee anbieten darf, Gelehrte Dame? Ich soll euch fünf Minuten beschäftigen, damit Magister Prospero sich salonfertig machen kann. Wir haben aber keinen Salon. Und ihr müsst euch nicht nackt ausziehen. Er hat mich zwar gefragt, ob das Haus brennt. Und als ich nein gesagt habe, ob eine nackte Frau ihn sprechen will, und da habe ich gesagt, ja und nein, eine Frau will ihn sprechen, aber sie ist nicht nackt. Da hat er 'Schade' gesagt, aber hat gezwinkert, und das heißt bei Magister Prospero, er macht einen Scherz. Unser Nachbar, Meister Alricio, zwinkert dauernd, aber das ist weil er nervös ist, das ist eine Krankheit. Und er hat gefragt, ob sie wenigstens schön ist, da habe ich gesagt, ihr habt sehr schöne Locken und einen großen Busen.“ Sie nickt ernst. „Und er hat gefragt, ob ihr ausseht, als ob jemand hinter euch her ist, da habe ich gesagt, es sieht nicht so aus, aber ich schaue noch einmal nach. Da hat er gesagt, er macht sich fertig und kommt herunter, sobald er salonfertig ist, und ich soll euch ein wenig ablenken.“ Diese Aufgabe hat sie mit Bravour erledigt.

Tag 32, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Der Capitan steht an der Brüstung und schaut auf den Dschungel hinaus, wie eigentlich immer Abends, schaut sich aber um, als Vecna hochkommt. „Störe ich?“ „Du doch nicht.“ Er hat seinen Blick einigermassen im Zaum, aber Vecna spürt trotzdem die Erregung und Vorfreude, die sie immer fühlt, wenn er sie so anschaut. „Ich habe allerdings ein kleines Anliegen.“ „Heraus damit.“ „Ich wollte mit euch über Shiri reden.“ Der Capitan lacht. „Du hast eine gute Nase, Junger Hüpfer.“ Er reicht Vecna seinen Flachmann, während er in das orangeviolett des beinahe abgeschlossenen Sonnenunterganges schaut. Vecna nimmt ihn entgegen und trinkt einen Schluck. In diesem Falle genauer gesagt: Gute Ohren, aber das muss man ja nicht ungefragt sagen, aber sie hat das Gespräch mit Emilia gehört. Es war nicht wirklich lauschen, eher zufällig. Ja. „Danke. Gebt Shiri noch ein wenig Zeit.“ „Meinst Du echt, sie lernt das mit dem Kommandieren? Das liegt ihr einfach nicht, das sieht doch ein Blinder mit dem Krückstock. Aber deswegen schmeißt Emi sie garantiert nicht raus.“ Er nimmt den Flachmann wieder entgegen. „Aber, ganz offen, das von heute Abend kann man Gästen nicht zumuten. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht gut genug.“ Vecna nimmt das hin. Es stimmt ja. Sie isst gerne, was Shiri kocht, aber es gibt schon bessere Köche, so ist es nicht. „Aber sie braucht ein wenig Gelegenheit zum Lernen. Sie hat eine gute Zunge, aber wir haben nun echt nicht oft wie die Dons und Donnas gegessen.“ Sie grinst. „Das ist übrigens mein Po. Hat der sich was zuschulden kommen lassen?“ Der Capitan gesteht sich ein, dass seine Hand einfach dahin gewandert ist, und er verwandelt das etwas verlegen in einen Klaps. „Nein, aber er badet immer aus...“ „Was mein Mundwerk ihm einbrockt?“ Sie lacht. „Nein, das ist in Ordnung. Nur nicht vor versammelter Mannschaft, ja?“ Natürlich nicht. Der Capitan schmunzelt, versetzt ihr einen weiteren Klaps und zieht sie dann näher zu sich heran. „Ich kann Shiri aber schlecht in die Lehre schicken.“ „Ein paar mal besser Essen in Santinera wäre schon hilfreich. Schickt uns einfach hin und wieder mal zum Einkaufen und gebt uns etwas Verpflegungsgeld mit.“ Sie seufzt und kichert dann, als seine Hand sich unter ihre Tunika schiebt und auf Wanderschaft begibt. „Aber es würde auch helfen, wenn ihr ihr das direkt sagt. Ich weiß, der Capitan delegiert normalerweise... aber ich höre die Treppe so verdächtig knarzen.“ „Vecci!
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.03.2020 10:56

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Mir ist zu Ohren gekommen, dass es flussaufwärts ziemlich heiß hergehen soll. So gut wie kein Sklavenjäger kehrt von dort zurück, angeblich gibt es dort eine Mengen Echsen die den Menschen dort das Leben schwer machen, außer den Salmorales, die wohl mit denen handeln und Passierscheine oder ähnliches ausstellen. Ich finde das etwas merkwürdig und kann es kaum glauben. Angeblich soll dort eine neue Stadt errichtet werden. Weiß du was darüber?" fragt er ruhig nach als gerade nicht alle Ohren zuhören und er in der Lage ist mit Curo etwas persönlicher davon zu sprechen.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.03.2020 11:23

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Curo schüttelt den Kopf und gießt sich gewässerten Wein nach. „Ach Rabe, halt dich doch aus diesen Geschichten raus. Was geht das dich an? Ein Sklavenjäger, der nach über zehn Jahren immer noch glaubt, er müsse nur eine Revolverhornisse an den Bug stellen und könnte dann hier die Eingeborenen absammeln, der ist selbst schuld. Und die neue Stadt, Selva Sagrada, da bauen sie seit über einem Jahr dran, ist kein großes Geheimnis. Hier aus dem Viertel sind einige hingezogen, sie suchen halt Handwerker und keine Glücksritter. Sie wollen da nun mal keinen Abschaum wie in Tetas Pequenas haben.“ Er gießt ihm nach. „Ich bin lange genug bei dem Verein um eine Nase dafür zu haben: Du stellst sehr viele Fragen über Sachen, die dich eigentlich kaum interessieren dürften, Rabe. Die Echsen, die neue Stadt, die Sklavenjäger. Alles nicht Dein Problem. Da bezahlt dich doch wer für.“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.03.2020 12:27

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Ganz im Gegenteil, Curo. Wenn ein Boroni schweißgebadet wach wird, dieser die Gunst Bishdariels genießt und durch eine Vision bis ins Mark erschüttert ist, dann stehe ich in der Pflicht dies ernst zunehmen! Boron hat ihn gewarnt! Mich interessiert nicht der verbohrte Sklavenjäger der sein Leben unnutz verspielt. Ich vertraue dir und hoffe auf Erkenntnis. Ich sitze selber auf zwei Stühlen und weiß nicht was ich glauben soll, das kannst du bestimmt nachvollziehen. Menschenverstand und Pflicht sind nicht immer harmonisch. Nochmal, die Sklavenjäger sind nur ein Indiz und nicht jeder von ihnen war ein Trottel ohne Einfluss, aber sie interessieren mich nicht, die sind mir herzlich egal, mich wundert einfach nur deren Inkompetenz oder Übereifer, so zumindest die Gerüchte. Diese neue Stadt ist mir auch ziemlich egal, ich wünsche mir, dass die Menschen dort gut und in Frieden leben werden. Aber die Echsen interessieren mich, vor allem nachdem was ich erfahren habe. Also nehme einem Gardisten nicht seine Verantwortung die er seinem Schützling gegeben hat, sondern helfe ihm Erkenntnis zu erlangen und einer möglichen Gefahr vorzubeugen. Meine Belohnung für gute Arbeit ist ein Fliegenschiss gegen das was passieren könnte", bleibt Goldon ernst, doch seine Gesten sind dabei aufgewühlter als sonst. Er hatte vor kurzem Boroggio nicht für ganz voll genommen, aber nun merkt er selbst, dass es wohl seinerseits so ein Überlebensinstinkt (oder seine Arroganz) ist große Gefahren kleinzureden und nun wo er Curos Familie sieht, wird ihm bewußt, dass eine Überprüfung doch nur vernünftig ist, irren kann man sich immer noch.
"Du hast dir zu sehr Fatalismus angeignet, Curo. Ich bin noch jung, du kannst bald in Ruhestand gehen und deine Zeit genießen", merkt er an ohne jedliche böse Absicht, sondern nur eine Klarstellung weshalb er motiviert ist. Das er wirklich für Informationen bezahlt wird, spielt zwar eine Rolle, aber einem Diener Bishdariels sollte man auch nicht leichtfertig als Spinner degradieren. Er ist nun gespannt auf Curos Reaktion, findet er einen Verbündeten in ihm oder wird er sich abwenden.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.03.2020 15:21

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der Serjant schaut ihn erstaunt an. „Seine Gnaden hat Visionen von den Achaz? Wirklich? Was denn für welche?“ Er schüttelt den Kopf. „Mit den Zischlern bekommt man nur Ärger, wenn man in den Ruinensumpf geht. Ansonsten... hab noch nie was gehört, seit ich hier bin. Die Anoihas hassen die Zischler bis aufs Blut, aber das ist so ein Religionsding bei ihnen. Kamaluq befiehlt ihnen, die Echsen zu töten. Bleichhäute mögen sie allerdings auch nicht. Eigentlich mögen die einzelnen Sippen niemanden, auch nicht ihre Anoihanachbarn...Also was für Visionen hat seine Gnaden denn?“ Das hat also offenbar bis eben jetzt noch nicht die Runde gemacht.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.03.2020 16:38

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Sollte sich die Vision bewahrheiten, dann wäre es eine Katastrophe, es hat mit Echsen zu tun. Aber bevor du nun der ganzen Flotte davon erzählst", er schaut weiterhin ernst, "ich hoffe doch, du bist diszipliniert und behälst das für dich! Oder muss ich den Boroni darum bitte, dass du dich an unserem Gespräch nicht mehr erinnern sollst? Man hat versucht den Boroni magisch zu beeinflussen, also könnte das auch eine Intrige gegen ihn sein. Also hilfst du mir nun und du erzählst mir was du über Dinge flussaufwärts weißt oder nicht? Für ein intensives Gespräch sollten wir uns vielleicht zurückziehen. Ich sagte ja, ich sitze momentan auf zwei Stühlen und weiß nicht weiter, ist das ein Spiel oder haben wir es mit was wirklich ernstem zu tun, Curo."
Er zuckt die Schultern, er musste ihm was zu fressen geben, ansonsten würde er ungebremst Dinge seiner Familie erzählen oder der Flotte oder wem auch immer.
Warum fühle ich mich immer nur so einsam ... unterm Tisch ballt er eine Faust. Warum eignet er sich nicht auch mehr Fatalismus an, scheiße, da waren ja noch die Schulden ... verdammt.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.03.2020 17:54

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der Serjant ist immer erstaunter. „Jemand hat versucht, einen Boroni zu verzaubern? Hier in Santinera? Nicht wahr? Jetzt machst Du aber Scherze!“ Als Goldon dann über Geheimhaltung und etwaige Maßnahmen zu deren Sicherstellung anfängt, verdunkelt sich die Miene des Serjanten spürbar. „Goldon, Du setzt dich am Erntedankfest zum mir, zu meiner Familie an den Tisch und packst solche Sachen aus, drohst mir. Was soll ich Dir denn erzählen? Was glaubst Du denn, was ich weiß? Ich bin Serjant auf einem Flottenposten ohne Patrouillenboot. Ich war noch nie am Oberlauf, und ich hab auch keine Lust, da hin zu reisen. Von den Plänen der Zischler, wenn sie welche haben, weiß ich nichts. Woher denn auch bitteschön? Und mit Sklavenfängern habe ich auch nichts zu tun. Sehe ich aus, als könnte ich mir einen Sklaven leisten? Von Deinen Machinationen und Politiken hab ich keine Ahnung, lass mich da raus. Was ich weiss... Nichts weiß ich. Wenn sie Angst vor einem Angriff der Achaz hätten, hätten sie den Flottenposten befestigt und verstärkt. Wenn Du auf zwei Stühlen sitzt, dann hab ich einen guten Rat für dich: Setze Dich immer nur auf einen, Du hast nämlich nur einen Hintern. Ich denke, es ist besser, Du gehst jetzt.“

Tag 32, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Der Capitan lacht und wendet sich um, während Shiris hochroter Kopf oberhalb des Treppenabsatzes erscheint. Im Alter wird das Gehör nicht besser, besonders wenn man gerade eine hübsche junge Frau im Arm hat. „Komm her.“ Shiri, nur bekleidet mit ihrer Schlaftunika, kommt mit einer Mischung aus Neugier, Verlegenheit und Trotz näher. „Das das Essen heute nicht so toll war, weiß ich selber.“ Sie senkt den Kopf. Der Capitan lehnt sich gegen die Brüstung. „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Fürs Lauschen...“ Da gehen wieder einmal die Pferde mit ihm durch, nur weil er ein paar nackte Beine sieht. Er reißt sich zusammen, aber das wird durch Shiri prompt zunichte gemacht, als sie nickt. „In Ordnung. Das ist verdient.“ Sie hebt den Kopf. „Aber für Vecci auch, weil sie mich verpetzt hat!“ Der Capitan muss nicht ermutigt werden, und Vecna protestiert auch nur pro forma. Trotzdem schafft es der Capitan, erst einmal bei der Sache zu bleiben. „Meinst Du, Du schaffst das, Shiri? Wir werden öfters mal Plantageros einladen, oder auch Offiziere. Und ich rede jetzt nicht von Chiara. Die sind was gewöhnt. Keiner verlangt von dir feine horasische Küche mit Parfäs oder Kordongblö, aber sowas wie heute geht nicht. Und was die Führung in der Küche angeht...“ Shiri steht nicht passend, also bekommt Vecna den Klaps ab. Shiri senkt den Kopf. „Ich weiß. Vecci hat mir schon... Also ich kann das mit dem Kochen besser. Ich brauche halt etwas Anregung. Und ich muss mich halt auch erst mal eingewöhnen, für so viele Leute und zwei Gerichte gleichzeitig. Aber ich schaff das!“ Sie hebt den Kopf und ballt die Fäuste. „Und Mariella kann vielleicht besser organisieren als ich, aber das ist auch nur Übungssache, und die bessere Zunge hab ich.“ Der Capitan ist etwas im Zweifel bezüglich der Übungssache, aber wo ein Wille ist... Vecna wird schon dafür sorgen, dass Mariella Shiri nicht auf der Nase herumtanzt. Shiri schiebt eine Frage nach. „Was sind den Parfäs?“ Der Capitan erinnert sich an die wenigen Gelegenheiten, wo er dem Begriff oder gar dem Objekt Parfait begegnete. „Das ist Schlagsahne mit Schokoladensosse, Früchten und Eis. Und sowas.“ Shiri schaut eingeschüchtert. „Wir haben aber keinen Eiskeller, und woher... da bräuchten wir einen Magier... und ich hab noch nie Eis gegessen...“ Das ist ja auch ein Luxusgut, das man kaum im Hinterland aufgetischt bekommt, selbst wenn man es bezahlen könnte. „War ja auch nur ein Beispiel für das, was nicht muss.“ Shiris Interesse ist trotzdem geweckt. „Habt ihr schon mal Eis gegessen?“ Der Capitan nickt. „Ja. Schon. Bin in meiner Jugend mal gekapert worden und kam in Festungshaft. Da hat mir der Cavalliere das zum Abschied kredenzt. War ein feiner Kerl. Später mal auf dem Silberberg bei einem Empfang. Da hat's aber irgendwie nicht so gut geschmeckt.“ „Ihr wurdet gekapert?“ Vecna ist erstaunt, Shiri regelrecht ungläubig. Der Capitan lacht. „Ich könnt ja sagen, es hätte an unserer Capitana gelegen, aber da würde ich ihr Unrecht tun, war einfach Pech, an dem Tag hat einfach nichts klappen wollen, und ihr erster Schuss hat uns die Ruderanlage weg gehauen.“ Jetzt steht Shiri günstig und bekommt auch einen Klaps, was sie prompt quietschen lässt. „Hey, jeder muss mal in den Sack hauen! Gibt keinen, der immer nur gewinnt.“
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