DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.02.2020 18:44

Tag 17, Morgen, auf La Rocca, westlich Santinera (Goldon)
Curro zuckt mit den Schultern. „Keinen Schimmer. Wenn hier direkt vor der Stadt was nicht abgeholzt ist, ist es heilig. Und was die Donna angeht – ihr habt euch ja prima geschlagen.“ Er grinst.
Auch die Gemeinen sind überfragt, was die Heiligkeit angeht, und Goldon bekommt eine Reihe Variationen des Themas „Öhm...keine Ahnung...“ zu hören. Wohl wieder dieser Animismus. Der Junge hingegen weiß Bescheid. „Auf dem Berg steht der Schrein von Te Nakahi Onomata, Sie bewacht das Land. Sie ist ein Großer Geist. Die Große Geflügelte Schlange!“ Er macht das Zeichen Rondras, also ist das wohl ein Sturmgeist oder sowas aus Sicht der Eingeborenen. „Am siebten Vollmond des Jahres bringt man ihr Opfer, damit sie das Land weiter beschützt und nicht zürnt! Und man opfert ihr ein Holztäfelchen mit einem roten Drachen drauf, damit man eines Tages ein großer Krieger wird oder sie einen aus der Familie im Kampf beschützt! Das bindet man an den Baum neben dem Schrein. Aber nur, wenn es stürmt, sonst gildet es nicht.“ Also mit eingebauter Mutprobe, wie es sich für einen guten Aberglauben gehört.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 505
Beiträge: 11111
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.02.2020 23:06

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Platz vor Gueans Weinstube, Santinera (Boronaya)
Boronaya beugt sich zu Ribaldo vor. "Forder doch später Siana oder Maushaber auf.Ich bin dir nocht böse wenn du mit einer anderen tanzt," flüstert sie ihm zu, bevor sie mit dem Jungen noch einen Tanz wagt. Aber allzu lange wird sie dieses Mal auch nicht tanzen. Vielliecht will Ribaldo ja noch mit die Partida besuchen?
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.02.2020 10:12

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Platz vor Gueans Weinstube, Santinera (Boronaya)
Ribaldo würde ganz eindeutig mit Boronaya etwas allein sein. Spazieren gehen und vielleicht... In Palandrines Umgebung fühlt er sich unsicher, was wahrscheinlich daran liegt, dass er sich, auch wenn er eine klare Meinung zu ihr hat, sich wie die meisten Männer ihrem dreisten Charme kaum widersetzen kann.
Boronayas aktueller Tanzpartner ist ganz nett und ein bisschen süß. So kann man es wohl am besten bezeichnen. Er ist wahrscheinlich ein gutes Jahr jünger, ein braver junger Mann, ein wenig eingeschüchtert von ihrem Magierstatus, und Boronaya muss sich selbst entscheiden, ob sie es nun mag oder ein wenig langweilig findet, dass er sich nicht hier und da einfach Freiheiten herausnimmt, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Als ihr Galan sie an den Tisch zurück begleitet, nimmt auch Siana gerade wieder Platz, auch sie von ihrem Herrn zurück begleitet. Palandrine ist noch auf der Tanzfläche – ihr junger Mann hat es dreist drauf ankommen lassen und seine Haltehand nicht nur zu tief angesetzt, sondern auch noch durch den Schlitz unter ihre Robe geschoben, so dass Hautkontakt besteht. Er scheint Glück zu haben: Palandrine ist offenbar in Laune dafür. Ribaldo erhebt sich und kommt Boronayas Anregung mit einer Verbeugung pflichtschuldigst nach, aber Siana winkt ab. „Ihr müsst nicht, Ribaldo. Na los ihr beiden – schiebt ab und nehmt euch ein Zimmer. Ich lasse mir eine Ausrede für Tadaeus einfallen!“ Sie grinst, und Ribaldo wird rot.

Tag 31, später vormittags, Manana della Suerte (Capitan)
Als er weg ist und die Conchita so ziemlich außer Sicht, überlegt Vecna kurz und entscheidet sich dann, es lieber etwas ins Komische zu ziehen. Sie dürften gleich alt sein, aber Kongou ist zierlicher als sie, dabei aber eher etwas üppiger. Der Capitan lässt sich nun einmal extrem leicht in Versuchung bringen, und sie will nicht die rachedurstige Harpyie geben. „Der Capitan hat die flache Hand genommen, dann will ich das auch tun.“ Kongous durchaus vorhandene Besorgnis verdampft regelrecht, und sie kichert. Vecna atmet durch und lässt sich anstecken. Man muss nicht alles ernst nehmen.
Der disziplinarische Effekt geht schon irgendwie gegen Null, wenn die Delinquentin dabei kichert, aber viel wichtiger ist: Das Eis zwischen ihnen ist gebrochen. Sie werden schon miteinander hinkommen. Sie lässt sie aus, und Kongou reibt sich ihr Hinterteil, bevor sie sich ihre Klamotten schnappt. „Ich würde gerne im Haus arbeiten, Signorita Vecna, wenn sich das einrichten lässt. Ich bin nicht die Kräftigste, und die Jungs sind doch schon ziemlich hinter meinem Hintern her.“ Vecna lacht. „Der ist ja auch hübsch. Aber dann provozierst Du auch noch den Capitan?“ „Das Feld, auf dem der Tiger jagt, wird nicht von den Bauern beackert, wie man bei uns zuhause sagt.“ Das ist natürlich wahr. Trotzdem ist so eine Strategie nicht ohne soziale Risiken. Der Capitan wird sich natürlich eher freuen, hübsche junge Frauen als Haussklavinnen zu haben, als wenn Vecna jetzt mit Bedacht nur Männer einteilt. Und ein Gegengewicht zur eleganten Mariella und wirklich sehr hübschen Myra kann nicht schaden. Die beiden werden sicher zusammenhalten, als Cousinen. „Na schön. Der Kräuter- und Gemüsegarten gehört allerdings zum Haus dazu, und nächstes Mal nehme ich den Riemen.“ Kongou demonstriert thalusische Folgsamkeit vom Feinsten. „Gewiss, Boss.“ „Und reize den Capitan wirklich nur, wenn Du ihn auch tatsächlich ran lassen willst. Er respektiert ein Nein, aber beim kleinsten Ja... Und jetzt zieh dich an.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 339
Beiträge: 10859
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 14.02.2020 11:39

Tag 17, Morgen, auf La Rocca, westlich Santinera (Goldon)
"Meint ihr das ernst?" Goldon blickt der Silhouette der Donna hinterher. "Sind die Menschen hier so abergläubisch?" ergänzt er noch, doch die Frage wird relativ schnell von dem Jungen beantwortet.
"Wem soll der Schrein gewidmet sein, Tenahekati-onamate? Noch nie was von gehört und ich habe über einer Deakde lang am heiligsten Ort des Ewigen auf Dere gedient. Bist du dir sicher was du da erzählt, Junge?"
Er wartet auf die Erklärung und garbt in seinem Gedächtnis, ob er von dieser Schlange mal was gehört haben konnte. "Meine Neugier ist geweckt, ich möchte mir diesen Schrein mal näher anschauen."
Mit üblichen Befehlston treibt er die Truppe den Hügel hinauf*.


*es sei denn der Junge verwickelt ihn in ein interessantes Gespräch

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.02.2020 12:56

Tag 17, Morgen, auf La Rocca, westlich Santinera (Goldon)
Die Leute glauben an alles Mögliche, und natürlich gibt es auch einen Haufen Geister. Eigentlich verdienen sie keine Anbetung, aber der Grat zwischen sinnvoller Besänftigung und an Häresie grenzender Anbetung ist schmal. Wahrscheinlich was Lokales. Die Große Geflügelte Schlange ist so allgemein... aber dass er einen Altar für Famerlor, den göttlichen Drachen vorfinden wird erwartet Goldon nicht. Die geflügelte Schlange müsste dann schon ein Löwenhaupt haben.
Der kleine Sklavenjunge sieht es auch nicht als seine Aufgabe an, mit einem kräftigen Mann, der einem guten halben Dutzend anderer kräftiger Männer befehlen darf, über Religion zu diskutieren. Er beschränkt sich daher auf ein Nicken und das Einhalten eines Sicherheitsabstandes zu Goldon.
Der Weg ist einfach zu finden – zwischen zwei Reisfeldern führt rechtsab ein gut gehaltener Arbeitsweg bis zum Hügel und wird dort zu kaum mehr als einem Wildpfad, und sie allesamt trifft die plötzliche Steigung hart. Hinauf und hinunter fordert ganz andere Muskeln als einfach nur geradeaus, obwohl der Hügel gar nicht mal so hoch ist, allenfalls hundert Schritt. Man merkt sofort, dass dies ein Rest Urwald ist, die Bäume sind alt, sehr alt, und stehen teilweise sehr nah aneinander, so dass es selbst jetzt, mitten am Tage, bestenfalls dämmrig ist, nur zuweilen durch einen goldenen Lichtschein aufgehellt, in der Schmetterlinge und andere Insekten tanzen. Und es ist ruhig, sie hören vor allem ihr eigenes Schnaufen und keuchen.
Oben endet der Pfad auf einem kleinen Platz zwischen Felsen und Baumriesen, und das Gefühl ist beinahe wie in einem großen Borontempel. Ein Baum ist besonders markant. Goldon kennt die Art nicht, aber er ist besonders gradschäftig, sicher vierzig oder mehr Schritt hoch, und um seinen Stamm herum ist eine Art Tau gespannt, an das eine Vielzahl – sicher beinahe hundert, wenn nicht mehr – kleine Holztäfelchen gebunden sind. Soweit man ohne anzufassen erkennen kann, zeigen sie allesamt eine Art Donnervogel oder alternativ eine Schlange mit vier Vogelflügeln. Da klingelt bei Goldon erst einmal nichts, außer dass der Donnervogel eben wie ein Donnervogel aussieht. Die vierflüglige Schlange mutet ihn wie ein Fabelwesen an. Kein Löwenhaupt, eher ein klassischer Drachenschädel. Also sicher nicht Famerlor. Wäre auch eine Überraschung gewesen.
Der Stamm weist immer wieder beinahe sandfarbene Färbungen auf, als seien Blitze in den Baum gefahren, ohne ihm Schaden zuzufügen. Oder wären gefangen worden.
Neben dem Baum gibt es ein kleines, von der Natur geformtes Wasserbecken im Fels, und daneben steht ein kleines Geisterhäuschen aus Holz, offenbar gut gepflegt. Eine ganze Menge Leute scheinen der Meinung zu sein, dass das ein Heiliger Ort ist, und das schon lange. Eine Bö findet irgendwie ihren Weg in diese Kathedrale des Schweigens und lässt die Talismane am Baumstamm klappern. Mehr als einer der Soldaten macht möglichst unauffällig das Zeichen Rondras. Man kann ja nie wissen, oder so.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 505
Beiträge: 11111
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.02.2020 23:10

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Platz vor Gueans Weinstube, Santinera (Boronaya)
Boronaya tanzt heute einfach gerne und so ist es in Ordnung, dass sie einfach tanzen und nicht mehr.
Bei der Gelegenheit sich abzuseilen nickt sie dann aber ebenfalls dankbar und schnappt sich Ribaldos Hand. "Wohin wollen wir?"
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.02.2020 09:43

Tag 31, später vormittags, Manana della Suerte (Capitan)
Sie setzt Kongou am Haupthaus ab und paddelt dann allein weiter zu den Stellen, wo Tarito und Ako ihre jeweiligen Trupps beschäftigen, und in beiden Fällen ist sie zufrieden. Vielleicht hat die Erwähnung des Jaguars auch geholfen, aber es wird jetzt deutlich mehr Sorgfalt und Eifer auf den gut zwei Schritt hohen Schutzzaun aus Bambus verwendet. Ako scheint sogar noch besser darin, die Leute anzutreiben, als Tarito, der vornehmlich durch seine eigene Arbeitsleistung ein Vorbild bietet. Aber auch hier gibt es nicht wirklich etwas zu kritisieren.
Dafür hat sie ein Deja Vu in der Küche, als sie zurückkehrt. Es braucht nur einen Blick, um fest zu stellen, wer hier das sagen hat. Vielleicht hat Mariella eine natürliche Autorität? Shiri scheint ihre Gedanken zu erraten und hebt die Hände. „Vecci, bitte. Ich hab alles im Griff.“ „Das sehe ich.“ Es wird nicht funktionieren. Wenn Shiri sich herumkommandieren lässt, dann wird sie auch formal nicht Haushälterin bleiben. So ist das Leben nun einmal. Aber Mariella jetzt über die Bank zu legen, macht nur neue Probleme anstatt welche zu lösen. Vecna fixiert Shiri. „Wir reden da heute Abend drüber.“ „Ja, Vecci.“ Mariella und Myra tun lobenswerter Weise so, als wären sie extrem beschäftigt, blind und taub. Vecna seufzt und macht sich auf die Suche nach Emilia, um sich zurück zu melden.

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Platz vor Gueans Weinstube, Santinera (Boronaya)
Ribaldo legt den Arm um sie und lächelt, offenbar froh, aus dem Trubel zu entkommen. „Ein wenig die Beine vertreten? Und dann vielleicht... zu mir?“ Er gbt ihr einen schnellen Kuss.
Die lauschigen Plätzchen in der Stadt sind um diese Zeit, an diesem Tag, sicher bereits 'belegt'. Und 'zu ihr' scheidet wegen Senora Ponches aus, darüber muss man nicht reden.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 16.02.2020 12:23

Tag 31, beinahe mittags, Sandalia, Santinera (Capitan)
Mit der Kohle dauert es noch, wie der Capitan sich sagen lassen muss. Reis und Rum hingegen ist gut verfügbar, vor allem, da der Capitan bar zahlen kann, und da er auch Reisschnaps nimmt, kommt er preislich gut klar und schließt im Kontor der Salmoranez einen Vertrag ab. Rum ist wichtig! Und Essen natürlich auch. Zwei junge Katzen besorgen ihm versprochenerweise bis zum Abend für ein paar Silbertaler ein paar aufgeweckte Bürschchen am Hafen. Mit dem Hund wird das schwieriger, dazu muss man sich umhören. Don Amatino hatte gute Hunde, vielleicht wendet er sich an ihn? Hühner und Schweine sind langwierig in der Verhandlung auf dem Markt, aber schlussendlich einfach zu besorgen. Die Hühner wird man ihm morgen früh liefern, die Schweine erst eine Woche später. Bis zur Siesta hört er sich dann in Sandalia unter den Handwerkern um. Es gibt viele Tischler und Schreiner in Santienra, wie er sich schon gedacht hat, aber die meisten sind sehr gut beschäftigt, gar ausgebucht, und es braucht eine Weile und ein paar Erkundigungen, bis er seinen Kopf in die Werkstatt steckt, in der der Meister und eine reich bezopfte Gesellin sich Schimpftiraden an den Kopf werfen, dass man das Gefühl hat, gleich würden Fäuste oder gar die Handaxt sprechen. Aber wie er bemerkt wird, meint die Gesellin nur. „Ich mach dann am Schrank weiter, alter Saufkopp.“ Der Meister antwortet mit einem. „Ja, schleich Dich, Einzigartige! Wir reden noch!“ Dann wendet er sich dem Capitan zu, und wischt sich die Hände an der Lederschürze ab. „Die Zwölfgeschwister zum Grusse, Senor. Laßt euch vom dem die Augen des Rechtschaffenen beleidigenden Anblick dieser Zänkischen nicht abschrecken, Meister Alrikjans Arbeit wird landauf, landab gelobt! Und selbst jene Zänkische leistet gute Arbeit, wenn man ihr mit der Rute nur genug Beine macht!“ Die Gesellin gibt prompt zurück. „Das habe ich gehört! Pah! Was Beine? Zwischen meine willst Du doch nur stets, mit Deiner vertrockneten Schrumpelgurke!“ Sie strahlt den Capitan an. „Aber wenn er auch den Charakter eines Selemferkels hat, seiner Hände Arbeit ist ohne Fehl, das kann ich euch versichern, Senor.“ Der Capitan ordnet das ganze unter 'Die Verrückten von der Insel' ein, deutet eine Verbeugung an, seinen Hut abnehmend. „Werter Meister Alrikjan, Bezaubernde...?“, er zwinkert ihr zu,, und sie wird ein wenig rot. „Majita.“ „Bezaubernde Majita. Eure Werkstatt wurde mir von den Bürgern und Handwerkern Santineras anempfohlen, denn ich brauche ein Schlafzimmer und ein Esszimmer für mein Anwesen, und gut muss es sein.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.02.2020 08:55

Tag 31, beinahe mittags, Werkstatt Alrikjan des Schweigsamen, Sandalia, Santinera (Capitan)
„Was habt ihr euch denn vorgestellt Bruderschwester?“ Der Capitan nimmt die ihm eigentlich auf die Nerven gehende Anrede als notwendiges Übel im Umgang mit den Verrückten von der Insel hin. „Was aus Cedero und Limba, mit ein paar schönen Schnitzereien, die was her machen. Muss aber stabil genug sein, um ein paar Kinder drin zu zeugen.“ Er zwinkert und trifft genau den Humor des alten Tischlers, der meckernd wie eine Ziege lacht. „Limba ist gut für Schnitzereien, und der Cederoduft wird lange die verdammten zwölf mal zwölf Plagegeister fernhalten, die einem hier das Blut aussaugen. Eine gute Wahl, aber nicht billig, Bruderschwester.“ „Wer redet denn von billig, mein Bester? Ich zahle gutes Gold für gute Ware, aber liefert ihr mir Schund, dann lasse ich euch Kielholen und verfüttere euch an die Krokodile!“ „Schund? Bruderschwester! Ich Alrikjan Sabijan, Sohn der Harika aus Tuzak, der beim berühmten Diego dem Glücklichen gelernt hat, der das Schlafzimmer für den Schweigenden Tetrarchen gearbeitet hat? Noch kein Werkstück hat meine Werkstatt verlassen, für dass ich nicht meine Hand ins von Bruder Ingerimm gesegnete Feuer legen würde!“ „Habt ihr vielleicht ein solches zur Ansicht?“ Der Capitan zieht seinen silbernen Flachmann, trinkt einen Schluck und bietet ihm den Tischler. Der überlegt, aber das eventuell hinein interpretierbare Misstrauen an seinen Ausführungen wird durch den Flachmann vertrieben. „Es ist noch nicht fertig, aber wir fertigen gerade einen Waffenschrank für die holde Saphira, die seidenhaarige Favoritin Don Amatinos, deren Brüste so üppig wogen wie...“ Der Capitan hebt die Hände und lacht. „Ich habe sie gesehen. Jede Beschreibung greift zu kurz, drum zeigt mir einfach, was die Kunst eurer Hände geschaffen hat.“ Der Meister wendet sich an die Gesellin. „Majita, zeige dem Senor die Füllungen für den Waffenschrank, an denen Du schnitzt!“ Die Gesellin nickt und verschwindet, diesmal ohne Widerrede in einem Nebenraum. Der Capitan blickt ihr hinterher. Das Mundwerk mag vielleicht gewöhnungsbedürftig sein, aber der Rest gefällt ihm. Da ist was dran.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 339
Beiträge: 10859
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 17.02.2020 15:47

Tag 17, Morgen, auf La Rocca, westlich Santinera (Goldon)
Goldon findet gerade die Stelle die anderen Muskeln beansprucht wunderbar um die Manschaft und sich abzuschuften, sie werden mindestens noch einmal den Aufstieg im Eiltempo durchmachen.
Der Gardist betrachtet die Holzschilder näher, er ist neugierig und ihn beschäftigt die Tatsache das es eine ganze Menge an Leuten gibt, die diesem Naturgeist huldigen.
Er überlegt, wann es das nächste mal den siebten Mond geben wird. Was für eine Kreatur ist das? Ich muss nochmal in mich gehen, beflügelte Schlange? Hm ... also dieser Baum fängt Blitze ein, na gut, er ist auch mächtig große und kaum zu verfehlen ... hm.
Das Häuschen und das Wasserbecken schaut er sich auch genauer an. Als er dann sieht wie einer der Männer das Zeichen Rondras schlägt ruft er hinüber: "Ein altehrwürdiger Baum um diesen gibt es bestimmt eine Menge Geschichten, ich habe davon noch nicht gehört. Es wäre interessant herauszufinden zu welchen Anlässen dieser Ort genutzt wird und was dahinter steckt.
Dann blickt er zu Curro hinüber: "Ja, ich kann sehen was ihr denkt, ja ... so Leute weitergehts. Die Pause ist vorbei ... los los!"

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.02.2020 20:58

Tag 17, Morgen, auf La Rocca, westlich Santinera (Goldon)
Der siebte Mond... das dürfte noch eine Weile hin sein, gegen Ende dieser Regenzeit. Er müsste Boroggio fragen, das im Kalender nachzuschauen. Das Geisterhäuschen ist tatsächlich nur ein hölzernes Häuschen auf einem anderthalb Schritt hohen Felsen, selbst kaum eine gute Elle hoch, handwerklich fein gearbeitet. Opfergaben sind nicht zu sehen.
Curro hat den Aufstieg deutlich besser überstanden als Goldon, der Kerl schwitzt noch nicht einmal richtig. Aber wenn er regelmäßig als Rabotnic im Sumpf arbeitet, dann hat er auch eine Pferdelunge. Er zuckt bei Goldons Worten mit den Achseln und wiegt sein Haupt, bevor er eine Geste macht, die die Jungs wieder auf Trab bringt, offenbar wie alle unwillig, hier laut zu reden. Man kann ja nie wissen. Späße über Geister und Aberglauben der Wilden machen sich einfacher in der Cantina. Ein Platz für Blutopfer ist es allerdings recht sicher nicht... höchstens das Rot auf den Täfelchen... aber das wäre dann wohl Eigenblut. Wenn Goldon sich nicht schwer täuscht, dann war keiner aus der Truppe schon einmal hier oben. Aber die sind ja, genau wie er, auch alle nicht 'von hier'.
Der Abstieg ist ganz wie erwartet genau so fordernd, und zwei gleiten sogar aus und rutschen und purzeln fluchend ein Stück den Hang hinunter. Unten auf dem Karrenweg kommt es Goldon so vor, als ob sich alle ein wenig entspannen. Der Junge am Tor übt mit flachen Steinchen das Titschen auf den Be- und Entwässerungsgräben der Reisfelder.

Tag 31, beinahe mittags, Werkstatt Alrikjan des Schweigsamen, Sandalia, Santinera (Capitan)
Als Majita wieder auftaucht, mit zwei Brettern unterm Arm, ist ihre Zöpfchenfrisur von Hobelspänen gereinigt, ihre Tunika von Sägemehl ausgeklopft, und des Capitans in dieser Hinsicht geschultes Auge nimmt auch sofort wahr, dass die Schnürung ihrer Tunika ein wenig nach unten gewandert ist, so dass sich interessante Einblicke ergeben. Interessanter allerdings noch ist ihrer Hände Arbeit – es ist das Kopfbrett für den Schrank und die Füllung für eine Schublade, beides noch nicht fertig, aber was vollendet ist, braucht sich nicht verstecken. Der Capitan reicht auch ihr den Flachmann und spart nicht mit Lob. „Fürwahr, da sieht man das Schönheit wieder Schönheit erschafft!“ Sie nimmt den Flachmann gerne entgegen und berührt bei der Rückgabe lächelnd seine Finger mit den ihren. Das Kopfbrett zeigt eine Säbeltänzerin, und da der Capitan Saphira tatsächlich kennt, erkennt er auch eine gewisse Ähnlichkeit. Weitere Ornamente sind Rosen, sowohl Blätter wie auch Blüten, und Majitas Talent ist vielleicht noch nicht voll entfaltet, aber nach des Capitans Meinung ist das schon eher ein Meister- als ein Gesellenstück im Entstehen.
„Das gefällt mir. Wie lange brauchst Du für so etwas?“ Majita zupft sich am Ohr, schaut dann zu ihrem Meister, aber trotz der vorherigen Schimpftirade lässt der sie machen. „Einen Mond brauche ich schon, Bruderschwester, wenn's gut werden soll.“ „Es soll gut werden.“ „Und ein richtiges Bett... Fussende, Kopfende und die Wangen?“ „Und vier Pfosten, Ich mag die hohen Pfosten.“ Irgendwo in den Tiefen der verwinkelten Werkstatt erklingt das Schlagen eines Löffels an eine Pfanne, gefolgt von einer scharfen Stimme. „Kommt zum Essen, ihr vefluchtes Faulenzerpack! Ihr arbeitet doch sowieso nicht!“ Der Meister hebt die Hände. „Das ist der Ruf meiner Frau, der zartfühlenden Chiranida, der besten Köchin südlich und nördlich des Regengebirges, Bruderschwester, ich fürchte...“ Majita zupft sich an den beiden goldenen Ohrringen, die sie in einem Ohr trägt. „Ich kann dem Senor ja in Ruhe das Holz zeigen und Maße aufnehmen, dann könnt ihr nach der Siesta den Preis und die Zeit verhandeln, Meister.“ Alrikjan hinterfragt den plötzlichen Arbeitseifer nicht, zumal bereits erste Anzeichen von Verstimmung zu hören sind. „Alrikjan! Ich koche nicht, damit es kalt wird. Hör endlich auf, diesem verkommenen Luder nachzustellen und bewege Deinen faltigen Hintern hierher!“ Der Tischlermeister winkt noch einmal und verschwindet. Majita grinst spitzbübisch, dann wendet sie sich dem Capitan zu, sich mit dem Zeigefinger über das Decolletee fahrend. Der vergeudet keine Zeit.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 505
Beiträge: 11111
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 18.02.2020 12:58

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Platz vor Gueans Weinstube, Santinera (Boronaya)
Sie macht aus dem kurzen eine etwas längeren Kuss und nickt. "Das klingt wie ein Plan. Danke," meint sie dann noch mit einem Augenzwinkern zu den Damen und hakt sich bei Ribaldo unter.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.02.2020 22:54

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Ribaldos Zimmer, Santinera (Boronaya)
Auch in Ribaldos Wohngegend wird gefeiert, wenn auch deutlich dezenter – hier feiern wohl die Nachbarn miteinander, und die jungen Leute treiben sich anderswo herum, wo Musik und Tanz geboten wird. Auch Ribaldos Hauswirt ist nicht anwesend, und so haben sie ihre Ruhe in seinem nur vom Mondlicht erhellten Zimmer. Hier küsst er sie erneut, dann beginnt er sie zu entkleiden, ohne Hast und Eile.

Tag 31, beinahe mittags, Werkstatt Alrikjan des Schweigsamen, Sandalia, Santinera (Capitan)
Sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen, und schließlich beugt sich der Capitan über eine grobe Vorskizze auf einem noch ungehobelten Brett. „Das gefällt mir. Wird aber wohl aufwendig, wenn ich das richtig sehe.“ Majiita grinst. „Muss ich mich eben anstrengen, so wie ihr es eben getan habt. Vielleicht lässt mich der Menschenschinder mein Meisterstück daraus machen – eure Ideen gefallen mir gut. Jedes Schifflein ein wenig anders als das vorherige, und euer Vorschlag für die beiden Geheimfächer ist auch ungewöhnlich. Den Preis müsst ihr allerdings mit dem Giftzwerg aushandeln.“ Sie lächelt und genießt seine Aufmerksamkeit. „Sagt bloß, ihr seid noch nicht erschöpft.“ Der Capitan lacht. „Mache ich etwa den Eindruck? Aber verpasst Du wegen mir nicht das Mittagessen?“ Majta lächelt. „Das lässt sich ja nachholen.“ „Du kennst doch sicher einen guten Platz.“ Sein Selbsterhaltungstrieb meldet sich. „Aber nicht zu scharf!“ Majita lacht. „Keine Sorge, Garethja.“ Sie genießt die Aufmerksamkeit seiner Hände. „Ich mache heute Nachmittag dann weitere Vorzeichnungen, und morgen könnt ihr mit dem alten Geizkragen verhandeln.“ „So soll es sein.“ Sie kichert, als seine Finger eine deutliche Reaktion hervorrufen. „Ab heute wird man mich Majita, die zweifach Beglückte rufen, fürchte ich.“ Der Capitan arbeitet daran.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 505
Beiträge: 11111
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 19.02.2020 21:11

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Ribaldos Zimmer, Santinera (Boronaya)
Einen wirklichen Blick für die Feiernden hat sie gerade nicht und genießt viel lieber die Zeit mit Ribaldo. Ungestört auf seinem Zimmer war nun auch nciht gerade gewöhnlich.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 943
Beiträge: 9555
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 20.02.2020 10:20

Tag 31, früh Abends, Herberge Candelilla, Sandalia, Santinera (Capitan)
Abends, als er sich in frisch macht für den Besuch des Flottenpostens, genauer bei Chiara, schilt er sich im Stillen. Das Bett wird deutlich aufwendiger, als er geplant hat, und damit ebenso deutlich teurer. Und länger dauern wird es auch. Außerdem wollte er eigentlich zunächst ein Esszimmer ordern. Sind die Gäule wieder mit ihm durchgegangen. Er wird noch weitere Tischler aufsuchen müssen. Nun, er hat noch nicht alle abgeklappert. Eigentlich sollte er sich etwas mehr beherrschen lernen, sonst endet er noch wie Parridan, der es als sein gutes Recht sieht, jede anzugrabschen, die nicht dagegen halten kann. Aber Majita hatte eindeutig Lust, da ist er sich sicher. Ging ja von ihr aus. Ja, ganz sicher. Er seufzt und zieht sich seine Stiefel an. Vielleicht schafft er noch ein paar Schreiner, bevor er bei Chiara aufschlägt. Morgen hat er eigentlich keine Zeit dafür, besonders, wenn er mit Alrikjan handelseinig werden muss. Es ist wohl besser, er kauft das Bett auf eigene Rechnung. Es fühlt sich falsch an, Emilia für einen Luxus bezahlen zu lassen, den er in Auftrag gegeben hat, nur weil er seinen kleinen Alrik nicht im Griff hat.
Er schaut sich noch drei Schreiner an, aber ihr Können überzeugt ihn nicht wirklich. Beim vierten sieht es gut aus, aber die voluminöse Tischlerin schüttelt bedauernd ihren Lockkopf. „Tut mir leid, Senor. Wir sind vollkommen ausgebucht, auf Wochen. Einen einzelnen Stuhl oder so etwas könnte ich einschieben...“ Sie überlegt. „Aber wenn ihr einen Esszimmertisch und ein paar Stühle sucht... ich weiß zufällig, dass Don Amatino von La Grande Desplumada sich letzte Regenzeit ein neues, prächtiges Esszimmer hat fertigen lassen. Vielleicht hat er sein altes noch auf dem Speicher stehen.“ Der Capitan bedankt sich bei der stämmigen Utulu. Nun, einen Besuch bei Don Amatino hatte er eh vor, aber da nimmt er wohl am besten Emilia mit, damit sie auch mal wieder unter Leute kommt. Aber einfach auftauchen geht nicht, also erst einmal ein Brief.

Tag 18 - Erntedankfest, später abends, Ribaldos Zimmer, Santinera (Boronaya)
Der gedämpfte Lärm des Festes in der Stadt unterstreicht nur die Stille. Nachdem Rock und Höschen gefallen, wandert auch ihre Bluse über ihren Kopf, und dann wirft Rahja ihren Schleier über die Nacht. Für einen kurzen Moment hat sie noch den fast belustigten Gedanken, ob es Laila mit ihrem erschwindelten Gold besser gehen mag? Wohl eher nicht!

Tag 19, nicht früh genug morgens, Ribaldos Zimmer, Saninera (Boronaya)
Das Klopfen holt sie beide aus dem Schlaf, und fast unisono entfährt ihnen ein. „Ihr Götter, wir haben verschlafen!“ Es bleibt wirklich kaum noch Zeit fürs Frühstück – auch wenn Siana und Jucho mit ihrer Partida warten mögen, die Rossa tut es gewiss nicht. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, besonders für Boronaya, die ja noch zurück zur Herberge muss. Da hilft nichts, sie muss rennen.
In der Herberge sitzt die Partida schon marschfertig am Tisch, und es hagelt prompt gutmütigen Spott über das Thema 'Wie war's denn so?' Makita grinst. „Jefe – zu spät kommen geht gar nicht. Du musst mehr auf Disziplin achten! Du hast ja jetzt Übung.“ Der wird prompt verlegen.
Dann aber stürzt der Himmel ein. Zunächst kann sie es nicht glauben, denn das Vorhängeschloss an ihrer Schließkiste war unversehrt. Aber ihre Aufzeichnungen fehlen. Sie sind weg. Einfach weg. Egal, wie sie sucht. Weg. Sie zwingt sich zur Ruhe, geht im Kopf durch, ob sie sie nicht vielleicht Ribaldo oder Siana geliehen haben könnte, aber nein. Weg. Sie sind einfach weg. Sie durchsucht alles noch einmal. Das Handgeld ist noch da, und alles über das nötige hinaus Ersparte lagert ohnehin in der Kiste im Gildenhaus, aber ihr zweitbestes Seidenhöschen fehlt. Das beste hatte sie bis eben an. Das macht es zur Gewissheit. Sie wurde bestohlen.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Antworten