DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.01.2020 18:25

Tag 17, vormittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Über Dämonen scheint Makita nicht reden zu wollen, wie so viele. Statt dessen lacht sie und wiegt den Kopf. „Jede? Kann vielleicht schon, will aber wohl nicht. Na komm schon, man sieht doch, dass er auf dich und die Siana steht. Und von euch beiden bist Du doch klar die hübschere.“ Sie knufft sie. „Willst es nicht mal drauf ankommen lassen?“ Sie scheint tatsächlich keine Ahnung zu haben, dass das bereits passiert ist. „So – Du schläfst jetzt noch etwas, und ich leiste Tonna Gesellschaft. Mein eigener Rock ist auch noch nicht fertig. Wenn Senora Marisa kommt, wecken wir dich.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 03.01.2020 23:41

Tag 17, vormittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich... hätte ein ganz schlechtes Gewissen wegen Ribaldo. Aber interessant ist er auf jeden Fall. Noch mal danke euch beiden und wenn ich euch mal was machen kann..."

Dann versucht sie noch ein wenig Schlaf zu finden, wobei die Gedanken jetzt auf jeden Fall um Prospero kreisen und auch in eine Richtung gehen, die ihr wirklich ein schlechtes Gewissen machen. Aber trotzdem...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.01.2020 10:27

Tag 17, vormittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Du bist nur einmal jung. Musst es ihm ja nicht auf die Nase binden – wir halten schon dicht. Wir sind schließlich eine Partida.“ Makita lacht und zieht sich dann zurück. Boronaya findet tatsächlich noch einmal Schlaf, und zu Mittag hat sie zumindest Appetit auf Tee, etwas Reis und eine kräftige Brühe. Senora Marisa kommt erst in der Siesta, was Boroanya aber ganz recht ist, da sie den Vormittag verschlafen hat und gerade jetzt in der Drückenden Mittagshitze kein Auge mehr zu bekäme. Die Senora ist ziemlich stämmig, und ihre Auswahl doch recht simpel. Es sind halt Wickelröcke aus Baumwolle, alle nicht mehr ganz neu, aber immerhin aufgearbeitet, so dass sie nicht abgetragen wirken. Jucho und Bule, die einzigen beim Essen anwesenden Männer, werden gnadenlos von der Wirtin und Tonarev verjagt, damit Boronaya die Röcke auf der Veranda anprobieren kann. Die Kauffrau legt dann das immerhin noch halbe Dutzend Röcke auf dem Tisch aus und preist jeden einzelnen an, ihn hoch nehmend. „Es ist zwar nur Baumwolle, Gelehrte Dame, aber offen gesagt: In unserem bescheidenen Städtchen und bei eurer Figur, da wäre ein Seidenkleid auch zu viel. Die wenigen Donnas, die sich das leisten können, tragen allenfalls eine Seidenbluse. Ich weiß, in der Hauptstadt ist es derzeit Mode, den Rock vorne und hinten so tief anzusetzen, dass man sich rasieren muss, damit es nicht peinlich wirkt, aber traut mir, dann schwingt er nicht mehr richtig.“ Jedenfalls, wenn er aus Baumwolle ist. „Und es reicht ein kleines Malheur, wie man das nennt, und ihr steht im Hemde da. Die halbwüchsigen Jungs machen gerne einmal derbe Späße am Abend. Wenn ihr richtig tanzen wollt, dann setzt auf's Bewährte.“ Was sie dabei hat. Aber sie hat nicht Unrecht. Der letzte Schrei der Hauptstadtmode ist was für teure, leichte und doch stabile Stoffe und Meisterschneider. Es ist vielleicht aufreizend, beinahe 'zu viel' zu zeigen oder mal beim Drehen das Höschen aufblitzen zu lassen, aber einfach nur peinlich, auf einmal ohne Rock dazustehen. Tonarev plädiert für einen, der wohl einmal richtig leuchtend Qninjarot war, und der, nachdem das ins braunrote umgeschlagen ist, nachgefrischt wurde, so dass sich eine Art Flammenmuster ergeben hat. Makita plädiert eher für einen braunroten, leicht gefältelten, der eine simple aber sauber ausgeführte und hübsche Blumenstickerei auf dem Taillenband hat. Cusi mit ihren Falkenaugen ist ihm nicht zugetan. „Wenn man genau hinschaut, sieht man noch, das vorne mal ein Buchstabe reingestickt war. Die zentrale Rose deckt das zwar ab, aber... Ich würde den gelben nehmen. Du hast einen tollen Hintern, dann zeig ihn auch her.“ Gelb... also mehr so ocker. Der hat einen kräftigen Schlitz an der Seite, an der die Taille auch herunter geht, gemäß der Mode des Vorjahres. Vielleicht ein wenig riskant und für wirklich Modebewusste ein wenig veraltet, aber er ist solide gemacht und wird, anders als der eine nach der neuesten Mode Mitgebrachte, sie nicht im Stich lassen, wenn ein frühreifer Bengel an der richtigen Stelle kurz seinen Zeigefinger einhakt und zieht. Pikita, die nach Erledigung des Abwaschs von der Wirtin Erlaubnis bekommen hat, ebenfalls zuzusehen und dabei an ihrem eigenen, sehr bescheidenen Tanzrock mit unbescheidenem Schlitz zu arbeiten, setzt ihrem Blick nach auch eher auf den Gelben, getreu dem alanfanischen 'Wenn Du Es Hast, Gib Damit An', aber wegen der notwendigen Stabilisierung schwingt der 'Gelbe' nicht so gut beim drehen wie die bewährten, einfacher gemachten Wickelröcke.

Tag 24, Abends, in der Herberge, Al'Anfa. (Capitan)
Sie suchen eine andere Weinschänke auf, der Capitan kennt sie, deutlich näher am Kriegshafen, aber etwas höher gelegen. Eher was für jüngere Offiziere mit gutem, aber nicht prall gefüllten Geldbeutel. Noch auf der Straße beginnen die Hände der Leutnant zu zittern, was sie zu verstecken versucht. Der Capitan schüttelt den Kopf. „Eure Erste?“ Sie nickt unsicher. „Das ist nichts, wofür ihr euch schämen müsst. Jeder vernünftige Mensch reagiert so. Machen wir aus dem Wein eine Mahlzeit. Ordentlich was zwischen die Zähne.“ Er legt seinen Arm brüderlich um sie und drückt sie kurz. Sie versteift kurz, dann atmet sie auf und entspannt sich. „Danke, Capitan.“ Er klopft ihr auf die Schulter und nickt dann. „Bauch rein, Brust raus, Kinn nach oben, das wird schon, Leutnant.“ Sie ist eigentlich nicht hübsch, nach landläufigen Maßstäben. Etwas zu lang, oben rum bestenfalls durchschnittlich, und die Paligan-Nase, so karrierefördernd sie sein mag, ist doch eher markant als schön. Dass Haar recht kurz, zu einem dicken, knubbeligen Zopf geflochten, praktisch, aber eher spröde. Aber sie gefällt ihm. Und sie hat einen hübschen Po. Er reißt sich zusammen.
Sie bekommen sofort einen Tisch auf der nach hinten hinaus gehenden kleinen Veranda. So spät im Mond sitzt bei den meisten Jungoffizieren das Geld nicht mehr so locker, und es ist mitten in der Woche. Der Schankbursche stellt sichtbar sofort Überlegungen bezüglich ihrer weiteren Pläne für den Abend an, was Aurianna vor Verlegenheit und Zorn erröten lässt, der Capitan hingegen ist darüber erhaben. „Bring uns einen guten Roten, Brot, Käse, ein paar Fleischspiesse und eine ordentliche Suppe. Und wenn Du denkst, mein Junge, dann bitte leise.“ Er schnippt ihm ein Trinkgeld zu, und der Bursche ist klug genug, nichts Witziges zu sagen, sondern neigt nur das Haupt und verschwindet.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 04.01.2020 15:39

Tag 17, vormittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya ist sichtlich froh, dass sie wieeder etwas Appettit hat, ein gutes Zeichen und kommt ihm auch nach, lobt besonders die kräftige Brühe.
Und auch die Röcke scheinen ihre Zustimmung zu finden und schlussendlich muss sie sich zwischen dem Flammenfarbenen und dem gelben entscheiden. Der geschlitzte hat etwas für sich und da sie so oder so nicht die beste Tänzerin war, glaubt sie auch nicht, dass ihre Röcke wirklich fliegen werden. Außer sie tanzt mit Prospero. Und modebewusst in dem Sinne war sie auch nicht, eher so dass sie Ästhetik schätzte und das
Dafür war die Färbung des anderen schön und die Möglichkeit, dass er flog...
"Was soll der gelbe denn Kosten," fragt sie interessiert nach.
Nachdem sie die Preise für beide gehört hat wirkt sie fast entsetzt. "21 Oreal... Bei der gütigen Göttin, ihr könnt doch eine arme Questadorin nicht um all ihr Erspartes bringen. Und denkt doch daran, der Rock ist aus der Mode des letzten Jahres. Schön gearbeitet ohne Frage, aber er muss ja auch noch geändert werden..."
Selten haben die Damen wohl jemanden so gut und angenehm felischen sehen, fast so dass die Schneiderin wirklich ein schlechtes Gewissen für ihr Angebot bekommt. Ja wie bei allen Göttern hat sie es auch noch geschafft, dass die Schneiderin auch noch die Änderung umsonst dazu gibt? Und vor allem auch noch zufrieden dabei wirkt und gute Laune hat?
Als diese sich dann verabschiedet und verspricht noch am Abend den Rock vorbeibringen zu lassen, verabschiedet sich Boronaya auch förhlich, freundlich, ja fast freundschaftlich von ihr. Und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen als sie weg ist. "Ich glaube ich hätte Händlerin werden sollen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.01.2020 11:30

Tag 24, Abends, in einer Weinstube nahe am Kriegshafen, Al'Anfa. (Capitan)
Der Capitan mustert seinen Gast. Leutnant, mit den Abzeichen eines Geschützoffiziers. Dann allenfalls auf einer Schivonella oder, noch wahrscheinlicher, auf einem Flussrotzenboot. In dem Alter gar nicht schlecht, auch wenn die Paligan-Nase da sicher hilft. Aber Geschützoffizier werden eher die Fleißigen, Stillen. Die Ehrgeizigen zielen auf den ersten Offizier, immer ganz nah am Capitan, und dann möglichst gleich ein eigenes Kommando. „Darf ich nach euer Stationierung fragen?“ Aurianna wird rot, und scheint sich ihrer Schüchternheit zu schämen. „Ich komme auf die Vendetta. In wenigen Tagen.“ Der Capitan lacht. „Die hat mich nach Al'Anfa gebracht. Gratuliere! Ihr habt ein gutes Schiff erwischt. Neueste Bauart, und der Capitan ist ein guter Mann. Elender Menschenschinder natürlich, genau wie ich, aber ihr werdet gut mit ihm hinkommen.“ Aurianna wird noch röter. „Ihr kennt Capitan Zornbrecht?“ „Was man so kennen nennt, Leutnant. Hat nie unter mir gedient, aber man spürt, wes Geistes Kind ein Capitan ist, wenn man sein Schiff betritt. Das ist wie...“ Sie versteht ihn. „Und ihr, Capitan, wenn die Frage erlaubt ist?“ „Bis zum nächsten Krieg sitze ich erst einmal auf dem Trockenen und vertreibe mir die Zeit darin, meiner Nichte auf ihrer Plantage auf die Nerven zu gehen. Sie hat eine hübsche kleine Plantage nahe Santinera.“ Aurianna schaut erstaunt. „In Santinera? Ist das nicht...“ „Ein furchtbares Nest ganz am Ende des Imperiums?“ Der Capitan lacht und ergötzt sich an ihrer Verlegenheit. „Das wollte ich nicht andeuten, ich...“ „Ich muss euch enttäuschen, das ist es nicht. Natürlich, Oper, Theater oder Arena werdet ihr da nicht finden, und zu Orgien wird man dort auch nicht eingeladen – jedenfalls habe ich noch keine Einladung erhalten – aber es ist eine richtige Stadt. Jedoch soweit ich weiß, wendet die Vendetta dort meist nur?“ Aurianna wird noch röter. „Ich, um.. also ein Offizierskamerad bekommt dort sein erstes Kommando... nur ein Patrouillenboot, und... um“ Schön zu erfahren, dass Parridan Wort gehalten hat. Sollte Aurianna etwa das 'Paligan-Mädchen' sein, um das es ging? Wohl kaum. Konteradmiral Mescinto Fürchtboron Zornbrecht und die unsichere, schüchterne Aurianna? Im Leben nicht. Das Essen wird gebracht, und das rettet den Leutnant erst einmal vor dem Verlegenheitstod. „Er wartet noch auf sein Schiff, da scheint es irgendwelche Probleme zu geben.“

Tag 17, nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Senroa Marisa nimmt selbst auch Maß, steckt die notwendigen Änderungen ab und verspricht beim Abschied, dass der Rock morgen früh fertig vorbei gebracht werden wird Das reicht völlig, denn auf die Prozession zieht man das Tanzkleid natürlich noch nicht an, geht es doch über staubige Wege. Als sie weg ist, lacht Tonna. „Also soviel nachgegeben hat sie bei mir noch nie. Magier halt!“ Sie grinst. „Du hast doch nicht etwas verbotene Magie angewendet?“ Die Gruppe lacht, dann streckt Makita sich und schüttelt ihre vom Nähen angestrengten Finger aus „Morgen müssen wir aber früh raus – frische Blüten und Blumen fürs Haar pflücken.“ Das ist natürlich ganz wichtig.
Nun tauchen auch die in Verbannung geschickten Männer wieder auf und Jucho berichtet. „In Magnolia und auf der großen Gasse hängen sie schon die Girlanden auf. Und ab heute Abend bis morgen um Mitternacht gilt verschärftes Friedensgebot, also weder Rüstung noch griffbereite Waffen jenseits von Portas. Habt ihr was schönes gekauft?“ „Wirst Du schon sehen.“ Jucho gibt sich etwas gekränkt. „Wieso mussten wir eigentlich weg? Wir waren doch zusammen im Badehaus...“ „Da waren wir aber alle zusammen nackt. Nur Naya ohne Rock, während Du sie angaffst, das geht gar nicht.“ „Auch wahr.“ Jucho grinst. „Dann will ich mich auch mal an meine Ausrüstung machen.“
Die Zeit verfliegt, und Boronaya merkt, wie sie doch wieder müde wird. Sie ist zwar übers gröbste weg, aber es wäre schon noch besser, wenn sie sich hinlegt. Dann ist sie heute Abend auch frischer, wenn Ribaldo oder Prospero vorbeischauen sollten.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 05.01.2020 20:28

Tag 17, nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Vielleicht war das einfach ausgleichende Gerechtigkeit für all dieses Fieber und sie hatte einfach Mitleid... Und Magie? Bitte. Das würde ich nie machen," lächelt sie. "Bei den Blumen wäre ich gerne dabei, wenn es mir gut geht."
Bei der Diskussion der Männer muss sie lachen. "Das wäre unhöflich. Aber ich würde mich noch ein bisschen hinlegen. Ich erwarte ja nachher noch Besuch, da kann ich ja nicht am Tisch einschlafen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.01.2020 15:56

Tag 17, nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya schläft tatsächlich noch einmal bis zum Abend durch, aber das ist wohl nicht nur das Fieber, sie hat in den letzten beiden Wochen deutlich mehr körperlich gearbeitet als gewohnt, und so nutzt ihr Körper die Gelegenheit, um ein paar ausstehende Schecks einzulösen. Aber eine gute Stunde vor dem Abendessen rafft sie sich doch auf, um endlich ihre Ausrüstung und Kleidung vom Vortag richtig zu säubern, muss aber feststellen, dass ihre Partida ihr das abgenommen hat. Fortschreitter taucht gerade auf, als sie sich dann am Nähen beteiligen will, und ist sehr erfreut, sie auf den Beinen zu sehen. Trotzdem erkundigt er sich natürlich wie es ihr geht, und kündigt an, dass Prospero erst nach dem Abendessen kommen wird, weil der noch bei Siana war, und es wohl heute im Weißen Ara ein wenig angespannte Atmosphäre gab, so dass er dort wohl ausgleichend zwischen Julia Tormenta und Jaspo Czeysig wirken musste. Es war offensichtlich ein anstrengender Tag für alle. „Ach ja, und ich bin dieser Palandrine begegnet, auf der Grossen Gasse. Sie ist mit dem Abendschiff zurück gekehrt. Sie hat sich nach Dir erkundigt und sich beklagt, der Sumpf wäre wirklich unerträglich. Sie hat erzählt, sie hätten weitere drei Platten vom Relief mitgebracht – eine vierte ist ihnen wohl beim Lösen zersprungen.“ Er schüttelt den Kopf. „Unvollständig, aus dem lokalen Kontext gerissen – so sind die Schriftplatten beinahe wertlos. Das muss Diederich doch wissen – wieso macht er so einen Blödsinn?“ Die Kontextabhängigkeit altechsischer Chuchas Glyphen ist allerdings etwas, was man verstehen muss, lernt man doch zunächst einmal, jeder Glyphe eine grundlegende Bedeutung zuzuordnen. 'Der König erbittet die Gnade der Götter' kann mit denselben Glyphen ausgedrückt werden wie 'Der Anführer befahl, sich vor dem überlegenen Feind zu verstecken.'

Tag 24, Abends, in einer Weinstube nahe am Kriegshafen, Al'Anfa. (Capitan)
Der Capitan würde am liebsten trocken lachen. Probleme? Das Problem besteht darin, dass eine korrupte Offizierin das Schiff unter der Hand verkauft hat, und es nichts weiter als eine Karteileiche ist. Aber hoffentlich ändert sich das recht bald. Stattdessen ist er positiv. „Ein Patrouillenboot weitab vom Schuss ist das ideale Kommando für einen Seefähnrich. Unbhängigkeit, eine überschabare Truppe, was will man mehr? Er ist dann Leutnant Perra unterstellt?“ Aurianna nickt unsicher. „Kennt ihr sie?“ „Sie hat unter mir ihren Leutnant gemacht. Unter uns, eine ganz hervorragende Navigatorin, aber das habt ihr nicht von mir.“ Die Frage steht ihr ins Gesicht geschrieben, und die Aufregung, der Wein und seine offene Art lassen sie sie prompt stellen. „Was macht sie dann in...“ „In Santinera? Nun, zum einen: Sie heißt nicht Zornbrecht, Bonareth oder Paligan, nichts für ungut. Und, ganz offen, manchmal muss sich ein junger Offizier entscheiden, ob er ein Hindernis stehend oder liegend überwinden will. Leutnant Perra hat sich für's Stehen entschieden.“ Aurianna wird knallrot. Es ist nicht nur Verlegenheit, sondern auch Scham, und der Capitan kann es sich denken. Typen wie Konteradmiral Parridan, Vizeadmiral Mescito oder Colonella Maradea gibt es auch in der Armada im Dutzend, und den meisten ist es recht egal, wie gut ihre niederen Chargen aussehen. Sie ins Bett zu kriegen ist eher eine Frage der Macht und eitlen Selbstvergewisserung, nicht des Begehrens. Davor schützt auch eine Paligan-Nase nicht. Aber wer im Umfeld des Silberbergs aufgewachsen ist, der kennt die Regeln zumeist wenigstens schon von Kindesbeinen an und fügt sich, wenn es soweit ist, anstatt anzuecken. Ob die Welt so sein sollte, kann man diskutieren, aber dass sie so ist, steht außer Zweifel.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 06.01.2020 20:48

Tag 17, nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Und so bleibt ihr wieder nur sich zu bedanken als sie aufgestanden ist. Allerdins hatte sie auch schon eine Idee, wie sie sich dafür erkenntlich zeigen könnte.
Als Ribaldo dann auftauch freut sie sich.
"Weißt du denn was den Streit im Ara ausgelöst hat? Und sie hat sich nach mir erkundigt? Was soll das denn?" Auch sie schüttelt den Kopf. "Wissen und verstehen sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich habe das Gefühl er hat Angst davor dich dieses Mal nicht ausstechen zu können. Und versucht alles um die Verluste zu minimeiern oder dir zu schaden..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.01.2020 12:19

Tag 17, spät nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo schaut etwas verlegen. „Sie war eigentlich ganz freundlich. Ich hatte das Gefühl, dass sie es urkomisch fand, dass Du Diederich in eine Statue verwandelt hast.“ Er blickt kurz zur Seite. „Sie hat sogar mit mir geflirtet, aber ich bin mir sicher, sie wollte mich nur etwas aufziehen, glaube ich.“ Er wechselt das Thema gerne. „Es gab wohl ein Problem mit dem zuletzt gefundenen Artefakt. Ich war bei der magischen Analyse natürlich nicht dabei - davon verstehe ich ja leider nichts – aber erst motzte... wurde im Nebenzimmer der Czeysig laut, auf Rssah, irgendwas von wegen 'Gehorche gefälligst!' Dann ging die Tormenta den Czeysig auf Bosperano an und nannte ihn einen arroganten Dummbeutel, der gab zurück und nannte sie eine fette Kuh, dann hat sie wohl eine Teetasse nach ihm geschmissen. Das Klirren konnte man durch die Tür hören, und dann hat hat der Prospero sie langsam beide wieder runtergeholt. Beim Abendessen waren sie wieder scheissfr... sehr höflich zueinander, so als ob nichts gewesen wäre. Wie der die beiden unter einen Hut kriegt – ich bewundere das.“ Das kommt sehr ehrlich. Gut mit Leuten können ist eine noch höhere Kunst als Magie. Er legt den Arm um sie. „Möchtest Du morgen bei der Prozesion mitlaufen oder lieber zuschauen? Ich meine, wir sind ja keine Plantageros.“

Tag 24, Spät Abends, in der Herberge, Al'Anfa. (Capitan)

Der Grund, warum Aurianna überhaupt in der Herberge war, wird offenbar, als der Capitan ihr anbietet, sie nach Hause zu begleiten. Sie wohnt auch da, und sie verabreden sich zum Frühstück. In der Herberge erwartet sie der Wirt und noch einmal die lendenlahme Tia, die sich für seine Milde bedanken. Bei Tias tiefer Verbeugung wandert der Blick des Capitans fast automatisch in den sehenswerten Ausschnitt ihrer lockeren Tunika, und er ärgert sich über sich selbst dafür. Denn natürlich bemerkt Tia das, und es bleibt ihr in der Situation auch nichts anderes übrig als ihn zu fragen, ob sie sich irgendwie erkenntlich zeigen kann. Der Capitan ist für die Anwesenheit von Aurianna dankbar, widersteht der Versuchung und gibt sich sittenfest. „Lasst es gut sein Mädchen. Bedenkt nur – sie hätte euch anschließend umgebracht, um ihre Spuren zu verwischen. Wenn euch so etwas erneut passiert, tut so, als ob ihr gehorcht, aber wendet euch an euren Vater oder verschüttet 'aus Versehen' den Becher.“ Tia beteuert, den Rat anzunehmen und erneuert ihre Entschuldigung. Auch der Wirt bedankt sich erneut, versichert, das so etwas nicht noch einmal vorkommen werde, Tia fortan deutlich strenger erzogen werde, und teilt dazu mit, dass der Capitan natürlich fortan sein Gast sei. Das wiederum nimmt der Capitan gerne an, erwähnt dabei aber noch einmal die Hilfe von Aurianna, woraufhin der Wirt den Wink versteht, und auch Aurianna versichert, dass sie keine Rechnung bekommen wird, was dieser sehr entgegen kommt. Es gibt kaum einen Leutnant, dem das Geld locker sitzt.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 07.01.2020 16:45

Tag 16, mittags, im Haus der Witwe Miranda, in Santinera (Goldon)
Goldon hatte sich gerade umgezogen und sich rasiert, wie auch fein gemacht, so weit es ihm überhaupt möglich war, er hatte ja keinen Zugriff auf seine Utensilien die er zuhause in Al'Anfa verwahrte. In seinem Reisegepäckt war nur beschränkt Platz gewesen.
"Die Jungs und Mädels heute haben eine gute Leistung abgeliefert, werte Miranda. Die Routine wirkt, natürlich gibt es gerade keine weiteren Verbesserungen, aber sowas braucht Zeit ... was meint ihr, sehe ich so gut aus?" Er zeigt sich von beiden Seiten, immerhin hatte er gleich einer Einladung eines hiesigen Granden zu folgen und auf gar keinen Fall möchte er einen falschen Eindruck hinterlassen. Ein kleines Gastgeschenkt für den Granden steht auf dem Tisch, eine Spirituose, welches ihm glücklicherweise die Hausbesitzerin anbot, natürlich nicht ohne dafür zu zahlen. Natürlich ein erster Schritt mehr Informationen über diese Echsenfreunde herauszufinden und es reizte ihn sobald er an mögliche eigene Sklavin für Boroggio nachdachte.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.01.2020 18:14

Tag 16, mittags, im Haus der Witwe Miranda → Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
Die Witwe versichert Goldon, er sehe beinahe wie ein Offizier aus, was natürlich geschmeichelt ist, da ist Goldon Realist. Aber er ist gewiss präsentabel.
Die beiden Wachen am Tor erwarten ihn offenbar. Ein etwas älterer Söldner fragt ihn nach seinem Namen, und als es der erwartete ist, klopft er mit der Faust gegen das Tor, in dem eine Tür geöffnet wird. Drinnen empfängt ihn ein ordentlich gekleideter Haussklave und begleitet ihn über den mosaikgepflasterten schönen und vor allem angenehm schattigen Hof durch das Hauptportal in die Villa und bittet ihn dort kurz zu warten. Er verabschiedet sich, wohl um Don Orfeo Bescheid zu sagen, dafür bietet ihm ein mohisches Sklavenmädchen mit gesenktem Blick gewässerten, kühlen Wein und ein kleines Handtuch miteiner Waschschüssel, um sich eventuellen Straßenstaub abzuwaschen.
Die Pracht um ihn herum ist schon beeindruckend. Nicht, weil es in irgendeiner Form mit dem Silberberg mithalten könnte – für wohlhabende Fanas hingegen ist es nicht schlecht – vor allem aber, weil er weiß, dass Don Emilio Gonralas als Wilder mit einem Lendenschurz angefangen hat. Das ist Al'Anfa, da kann jeder etwas aus sich machen! Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, wie der Wohlstand der Familie und damit die Pracht des Anwesens immer größer wurden. Die Empfangshalle ist neueren Datums, verziert durch aufwendige Schnitzereien und Wandmalereien auf dem Putz, der sich zur linken anschließende Gang ist hingegen deutlich einfacher, die hölzernen Säulen einfach nur glatt poliert anstatt mit Reliefschnitzereien geschmückt.
Er muss nicht lange warten, Don Orpheo hat es offenbar nicht nötig, seinen Status zu betonen, indem er seine Gäste in der Halle stehen lässt. Er kommt diesmal ohne seinen Haumichtot, nickt der Sklavin freundlich zu, die sich daraufhin verneigend in Luft auflöst und schüttelt Goldon die Hand. „Willkommen in unserem Haus Senor Zaraguza!“ Er führt ihn in einen kleinen, hellen Besprechungsraum mit mehreren Türen und offenen Schiebetüren, die auf einen kleinen, begrünten Garten hinausführen, bietet ihm Platz an, woraufhin eine weitere Sklavin erscheint und sich hinter Don Orfeo stellt. Eine junge, hübsche Frau, aber wohl eher eine Botin als eine Schreiberin.Sie trägt nur ein Brusttuch und ein Belhanker Röcklein und wird beinahe in dem Augenblick unsichtbar, als sie sich hinstellt. Gut abgerichtet. Vielleicht ein wenig sehnig und kräftig für eine Haussklavin, aber richtig hübsch. Kein Wunder, dass Don Orpheo gestern Baca galant die kalte Schulter gezeigt hat.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.01.2020 22:42

Tag 17, spät nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Aber dass du dich nicht von der werten Frau Magierin um den Finger wickeln lässt," meint sie lachend und neckend, und och zugleich mit einem kleinen Stich, den sie selber spürt. Du bist die Richtige das zu sagen.

"Das kann schon passieren. Ich vermute, dass das Artefakt nciht will, wie sie wollen. Dazu muss man oft auch die passende Magie beherrschen. Und den Auslöser herauszufinden ist wohl oft auch schwierig. Aber für eine solche Koryphäe der Hellsichtsmagie muss das doch ein leichtes sein," meint sie mit einem etwas hämischen Gesichtsausdruck. Immerhin waren die beiden auch nciht gerade höflich zu ihr gewesen. "Was ist denn angebrachter bei der Prozession? Laufen nur die Plantageros mit? Oder wie ist das hier?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.01.2020 10:56

Tag 17, spät nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Fortschreitter wird rot. „Keine Sorge, ich habe nicht vergessen, dass sie mich als 'diesen Verlierer da' bezeichnet hat.“ Er stiehlt ihr einen Kuss von der Wange. „Ich wollte nur nicht unhöflich sein, weil sie jetzt auch höflich war. Glücklicherweise scheinen sie nicht an das andere, vom Schlangenwurzelbaum überwucherte Relief herangegangen zu sein.“ Das ist das deutlich ungewöhnlichere, aber die massiven Baumwurzeln verdecken es natürlich nicht nur, sie schützen es auch, gewissermaßen. „Bei der Prozession... ich weiß nicht.“ Er schaut hilfesuchend zu den anderen am Tisch. Jucho, der nach sorgfältigem Reinigen gerade seine Balestrina wieder zusammensetzt, zuckt mit den Schultern. „Wir gehen zumindest durch die Stadt mit. Wenn das Wetter mitspielt vielleicht auch die erste Runde. Aber nicht raus auf die Plantagen.“ Tonarev nickt. Ribaldo schaut zu Boronaya. „Darf ich dich dann nach dem Frühstück abholen?“

Tag 24, Spät Abends, in der Herberge, Al'Anfa. (Capitan)
Sie verabschieden sich auf der Stiege – der Capitan hat ein Zimmer im ersten Stock, Aurianna nur eine Kammer unterm Dach.
In seinem eigenen Zimmer erwartet ihn Inazuna, und der Capitan ist von dem vollständigen Kotau beeindruckt. „Nun einmal langsam, Signorita. Dafür besteht kein Grund.“ Inazuna ist anderer Meinung. „Ich habe meine Pflichten verletzt und Schande auf mich geladen!“ „Immer langsam! Ihr seid nicht meine Vorkosterin, ausserdem hatte ich euch auf Reconaissance geschickt. Und nun steht auf, ich kriege ja Nackenschmerzen!“ Inazuna erhebt sich zögernd. „War es jene Verachtenswerte?“ Der Capitan schüttelt den Kopf. „Nein, sehr wahrscheinlich nicht. Diesmal war es eine professionelle Meuchlerin. Die agieren nicht binnen eines Tages. Und die sind teurer. Das war ein Abschiedsgruß von Colonella Wacker-Zornbrecht. Die ist wohl beleidigt.“ „Wacker Zornbrecht?“ „Nebenlinie, aber immerhin Colonella. Der können wir nicht einfach aufs Haus rücken. Und sie hat einen Leibwächter. Den sie allerdings vögelt, wenn die Gerüchte stimmen.“ Inazuna deutet seinen Blick richtig. Sie machte ein fragende Geste, und er nickt.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.01.2020 22:45

Tag 17, spät nachmittags, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ja vielleicht schaffen wir auch einen Waffenstillstand mit ihr... mal sehen." Sie zuckt mit den Schultern. Zumindest mir ihr reden müsste man einmal. Sie ncikt auch auf den Vorschlag mit der Runde. "Durch die Stadt denke ich auch, dann muss ich schauen. Aber ich denke, dass es mir morgen wieder gut geht. Und das heißt ja Ribaldo;2 meint sie lächelnd, lässt sich gerne den Kuss steheln.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.01.2020 10:31

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Dann hole ich dich morgen nach dem Frühstück ab!“ Er wird ob des Gegrinses am Tisch etwas rot, stiehlt allerdings trotzdem einen zweiten Kuss, bevor er sich verabschiedet.
Prospero kommt, wie angekündigt, erst nach dem Abendessen, allerdings exakt wie abgepasst, als sie gerade aufsteht. „Guten Abend, verehrte Collega, Senores und Senoras.“ Er mustert sie mit ausgesprochenem Wohlwollen. „Ich sehe, ihr habt das Fieber bezwungen – darf ich euch vielleicht auf einen kleinen Verdauungsspaziergang entführen? Ein wenig frische Luft und etwas Abwechslung werden euch gut tun.“ Er zwinkert ihr zu, als ob er eine kleine Schelmerei vorhabe.

Tag 26, spät vormittags, Admiralität, Al Anfa (Capitan)
Vizeadmiral dreht sein Glas in den Händen und ringt sich dann doch zu der Frage durch. „Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber ich frage dich trotzdem: Hast Du da Deine Finger drin, Jorge?“ Capitan Morrigan legt den Kopf schief. „Wo drin? Ich hab seit Tagen keinen mehr weg gesteckt.“ Parridan verdreht die Augen. „Sag bloß, Du hast es nicht gehört? Irgendjemand hat Cousine Maratera das Haupt vor die Füße gelegt, und ihrem Leibwächter gleich mit. Mitten im Kriegshafen.“ „Cousine Maratera? Ihr meint doch nicht etwa Colonella Wacker-Zornbrecht? Ihr beliebt zu scherzen!“ Parridan mustert ihn nachdenklich, aber Morrigan hebt die Hände. „Im Ernst? Nun, ich werde keine Krokodilstränen weinen um die alte Kinderschänderin. Gibt wohl kaum jemand, der mehr Meutereien wegen verschimmeltem Zwieback und mit Wasser gestreckten Rumfässern auf dem Gewissen hat, als sie, Boron sei ihr gnädig.“ Er sieht den Vizeadmiral gerade an, und der winkt ab, schenkt ihm und sich dann nach. „Um sie weinen? Wer redet denn davon? Aber sie tritt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ab, und der Posten fällt turnusmäßig an die Paligan. Und die Art sorgt für Unruhe.“ „Du meinst, es ist gegen die Regeln?“ Parridan schnaubt. „Üblicherweise lässt man sowas wie einen Unfall aussehen. Zumindest ab Colonello. Nun, es wird wohl kaum ein beleidigter Matrose gewesen sein, wer legt sich schon mit einer Zornbrecht an? Die Paligan wohl kaum, das läge zu nahe, wäre zu direkt. Ich hab übrigens den Rücktritt von Tourano-Zornbrecht auf dem Tisch. Dein Werk?“ Der Capitan hat sich an den Spekulationen nicht beteiligt. Das ist die Hohe Politik, und wenn man da mitspielen will, sollte man sich über den Einsatz im Klaren sein. „In der Tat. Ich hab ihr ein wenig ins Gewissen geredet.“ Parridan keckert. „Ach, Cousinchen Angelina hat eines?“ Er schüttelt den Kopf. „Nun, ich werde ihn ablehnen, selbstverständlich. Wenn der Beritt an die Paligan fällt, brauchen wir wenigstens einen Brückenkopf.“ Morrigan nimmt wieder einmal zur Kenntnis, was in Al'Anfa wirklich wichtig ist. Er prostet Parridan zu. „Kopf ab klingt nach Maraskanern.“ Parridan erwägt das. „Nun... wenn die gute Maratea unsere geschätzten weißmaraskanischen Verbündeten bei der Proviantversorgung ebenso beschissen hat wie unsere eigenen Truppen, dann wäre das verständlich. Können wir aber trotzdem nicht hinnehmen. Wir werden den Kerl schon finden.“ „Viel Glück. Also dem Kerl. Ich kann diese vertrockneten Kinderschänder nicht ausstehen.“ „Ich auch nicht, Jorge, aber darum geht’s nun mal nicht. Sie gehörte zur Familie und war eine Zornbrecht. Hab mal ihre Schwester gevögelt auf einem Empfang, als wir beide noch jung und schön waren, hehe.“ „Lange her, mein Freund.“ „Kannst Du laut sagen. Hat 'nen Cousin dritten Grades von mir geheiratet, Juan oder Jonan oder sowas. Gehorcht ihr aufs Wort, der arme Kerl.“ Er trinkt auf. „Aber ein Gutes hat es ja trotzdem. Deine kleine Leutnant kriegt ihr Patrouillenboot wieder und der alte Mescinto seinen Gefallen. Wie läuft's eigentlich mit Deiner kleinen Nichte, der Horasierin? Hast Du sie schon...?“ Er macht eine eindeutige Geste. Morrigan schüttelt den Kopf. „Es ist meine Nichte, ich bin doch kein Silberberger. Muss sich erst einleben, aber ich denke, es gefällt ihr.“ Parridan nimmt den Seitenhieb als Kompliment. Silberberger leben einfach in einer anderen Welt. „Das kleine Biest hat uns eine Karavelle gekostet.“ „Das Mädel kann sich eben wehren. Liegt in der Familie.“ Morrigan lacht herzhaft. Der Capitan nutzt die Öffnung. "Aber wo wir gerade über meine Nichte reden. Ihr könntet mir tatsächlich einen kleinen Gefallen tun.“ Parridan legt den Kopf ein wenig schief. „Ein neues Kommando? Das ist derzeit etwas schw...“ „Nicht doch. Ich kenne die Lage. Ich brauche auf die Schnelle ein paar vernünftige Sklaven. Der Markt in Santinera ist leergefegt, und was hier auf der Rampe steht, sind doch hauptsächlich die Problemfälle oder Massenware, die im Kolonnensystem verblödet ist.“ „Dem Kolonnensystem gehört die Zukunft, mein Freund. Der Ertrag ist im Schnitt dreißig Prozent höher.“ „Im Dschungel kann ich Leute, denen man das Denken aus dem Hirn geprügelt hat, und die nur drei Handgriffe beherrschen, nicht gebrauchen.“ „Also frische Kriegsgefangene.“ „Sag mir nicht, dass ihr keine habt, ich weiß es besser.“ Parridan lacht und schenkt nach. Die Flasche ist leer, und er läutet. Eine hübsche Adjutantin, diese ein Fähnrich, wird sichtbar und bringt Nachschub, und auf ein Winken hin gießt sie ein, erträgt dabei mit einem bewundernswertem Statuengesicht, dass ihr Parridan beim Vorbeugen ungeniert an den Hintern, ja zwischen die Beine fasst. Der Colonell bedankt sich mit einem Tätscheln und sie wird wieder unsichtbar, die Tür ohne ein Geräusch schließend. „Gut abgerichtet, nicht wahr?“ Parridan prostet dem Capitan zu, der, obwohl wissend, dass er selber nicht mit Steinen werfen sollte, sich zu einem anerkennenden Nicken zwingen muss.
Parridan stellt sein Glas ab. „Wie viele?“ „Sechs Frauen, Sechs Männer. Ihr habt die Mannschaft einer Syllanischen Thalukke und einer aranischen Zedrakke im Loch.“ „Was Du alles wieder weißt.“ „Ist nun echt nicht schwer, alter Freund. Die Schiffe liegen im Hafen.“ „Sind aber Piraten.“ Wenn es Piraten waren, warum hat man dann die Kaptänin des Araniers mitsamt ihrer Tochter gegen Lösegeld laufen lassen und die rothaarige syllanische Kapitänin zu Dir aufs Anwesen gebracht? So dumme Fragen stellt der Capitan natürlich nicht. Parridan zuckt mit den Schultern. „Na, von mir aus. Schließlich schulde ich Dir was, und durch die Begrüßung sind sie durch. Geh morgen zu Vetter Cusaro, er wird Bescheid wissen. Die Männer fünfzig, die Frauen sechzig. Sonst ist es ein großer Gefallen.“ Der Capitan feilscht nicht. Den Großen Gefallen braucht er vielleicht noch mal.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 09.01.2020 23:01

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich freue mich." Sie stiehlt sich ebenfalls einen Kuss. "Bis morgen."

Das richtige Essen genießt sie und freut sich auch als sie Prospero sieht. "Guten Abend. Ja das klingt wie eine hervorragende Idee. Ein kleiner Spaziergang wird mir gut tun." Das schelmische Lächeln macht sie augenscheinlich eher neugierig als ängstlich.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.01.2020 09:15

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Prospero bietet ihr seinen Arm. „Dann will ich euch einmal entführen. Einen schönen Abend, die Herren, meine Verehrung, die Damen.“ Er neigt sein Haupt und sie verabschieden sich, wobei Boronaya noch von Makita ein „Sei schön unartig“ zugeraunt bekommt, was ihr prompt einen Klaps von Jucho einbringt.
Als sie über den Platz der Helden spazieren wendet sich Prospero an sie. „Ich habe eine kleine Überraschung für euch... ich habe zwar leider feststellen müssen, dass kein Badehaus mehr verfügbar war, aber da ich mir dachte, dass ihr für den morgigen Tag noch etwas Erfrischung bedürft, ist es mir gelungen, ein wenig zu improvisieren.“ Ein Bad? Natürlich hat sie sich gewaschen, aber richtig zu baden, dafür gab es seit ihrer Rückkehr aus dem Sumpf keine Gelegenheit, und die Waschküche von Senora Ponches ist zwar besser als gar nichts, aber wenn man Sefiras Palast gewohnt ist...

Tag 27, morgens im Kriegshafen, Al'Anfa (Capitan)
Manche Aufgaben machen anständigen Leuten einfach kein Vergnügen, locken aber Sadisten an, wie frischer Eselsmist Fliegen. Das Kommando über 'Die Mühle', und damit über frisch abzurichtende Gefangene, die für die Sklaverei vorgesehen sind, eine nicht unerhebliche Finanzierungsquelle für die Armada, hat hier im Hafen Capitan Felicio Cursaro, was sogar recht praktisch ist, da Cusaros Sohn Fähnrich unter ihm war, und offenbar bei seinem Vater das Loblied des Helden von Marricada gesungen hat. Und Cursaro macht seine Arbeit zwar nichts aus, aber er ist tatsächlich kein Sadist, er teilt sich sein Mitleid einfach für Freunde und Familie ein. Er empfängt ihn seinem Büro mit einer Flasche Rum, vorschriftsmäßig und sauber gekleidet. „Capitan Morrigan, welche Freude!“ Er kommt um den Tisch herum, grüßt vorschriftsmäßig, und als Morrigan das erwidert und die Hand ausstreckt, schüttelt er diese. „Schlimme Sache mit der Colonella. Mitten im Arsenal. Weiß man schon was?“ Der Capitan zuckt mit den Schultern. „Bin ja aus der Gerüchteküche ziemlich raus. Aber der Admiral meinte, sie hätte unsere Freunde vom Shinkanydad mit dem gleichen Proviant bedient, den sie auch uns immer gerne zugeteilt hat.“ „Freunde. Pah. Verrückt, allesamt. Sehen einfach nicht ein, wenn sie verloren haben. Wir sollten uns mit den Komturschen endlich einigen anstatt unsere Ressourcen an diese Verlierer zu verschwenden.“ Der Capitan kommentiert das nicht, auch wenn seine Meinung ähnlich ist. Cursaro nimmt seinen Hut vom Haken. „Ich hab die Bande antreten lassen, Kerle im vorderen, die Weiber im hinteren Hof. Gutes Material.“ Der Capitan nickt und folgt ihm. „Wie geht es Lyssa und Deinem Jungen? Ist er schon Oberleutnant?“ „Lyssa geht’s prima, ist guter Hoffnung, wird ein Mädchen, sagt sie. Und Pedro wär eigentlich dran gewesen, aber ist dann doch nur Erster geworden. Aber die Paligan, die ihm den Posten weggenommen hat, scheint ihn süß zu finden. Er kommt schon klar, denke ich. Bisschen Gegenwind muss man als Seemann aushalten.“ Der Capitan gratuliert und lässt sich dann die Liste geben. Zur Auswahl sehen jeweils gut zwei Dutzend, keiner älter als Dreißig.
Zuletzt geändert von Jadoran am 10.01.2020 11:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 10.01.2020 10:49

Tag 16, mittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Ein schönes Anwesen", stellt er fest und er mustert ein letztes mal die Sklavin hinter Don Orfeo. Er schweift kurz über das Interior und unterstellt dem Don einen guten Geschmack. Er stellt das Gastgeschenk, ohne große Worte daran zu verwenden, auf den Tisch, eine selbstverständliche Geste.
"Ich bin gespannt wie die Regenzeit hier läuft. In der Perle kann man sich ja zu genuge ablenken. Wie waren die letzte Jahre hier?"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.01.2020 11:52

Tag 16, für nachmittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
Don Orpheo bedankt sich für das Mitbringsel, dann lehnt er sich ein wenig zurück und prostet Goldon zu. „Gut. Es sind gute Zeiten, in denen der Tüchtige seine Chance bekommt. Wir könnten sicher das Doppelte an Sklaven verkaufen, wenn wir sie bekommen könnten. Derzeit kaufen wir sogar auswärtig dazu. Die Stadt wächst, die Wirtschaft floriert. Und was die Regenzeit angeht, da haben nur die Questadoren weniger zu tun. Traditionell ist das hier die Zeit, wo gebaut wird. Was hält euch hier? Euer Einsatz im Flottenposten ist wohl nur vorübergehend, nehme ich an?
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.01.2020 01:08

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Sehr gerne lasse ich mich von euch entführen." Makita erntet eine, nur für sie sichtbare herausgesteckte Zunge und ein Augenzwinkern als sie ihr das zuraunt.
Die ANkündigung einer Überraschung lässt sie lächeln und dann vielleicht sogar noch ein Bad. Bei Rahja das wäre wirklich etwas.
"Ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe," meint sie lächelnd. "Und ihr glaubt gar nicht, wie gespannt ich bin..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.01.2020 09:36

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera → Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
Prospero lacht amüsiert. "Erlaubt mir einfach, euch zu verwöhnen. Falls ihr euch einen Klaps verdient haben solltet wie Signorita Makita, läßt sich das immer noch nachholen." Er führt sie über enge Gassen, und in der Dunkelheit kann sie sich schlecht orientieren. Aber als es nach einem kleinen Platz eine gewundene Treppe bergab geht, ist sie sich sicher – er führt sie zum Hinterhof, wo er Ribaldo den Zaubergarten überließ. Und so ist es auch. Die Tür allerdings sieht diesmal ganz anders aus: War sie beim letzten Mal einfach eine unscheinbare Hinterhoftür in einer Mauer, ist es jetzt eine runde, mit Wurzeln statt Eisen als Türbändern und einem Runden Holzring in der Mitte.
Und auch der Garten ist anders. Es ist schon irgendwie derselbe Garten – rechts ist der kleine Wasserfall, gerade stark genug, um darunter zu duschen - aber der ganze Garten wirkt länger und klimatisch etwas nördlicher, sie atmet eine angenehm frische, aber nicht kalte Bergluft. Vor allem aber befindet sich nun links, wo beim letzten Mal die Wiese war, auf einem kleinen Hügelchen, von großen, zum Sitzen einladenden Findlingen eingefasst, ein dampfendes Badebecken. Ein heißes Bad! Eine von einem bis zu ihr hin duftenden Blumenteppich bedeckte Lichtung gibt es trotzdem, sie erstreckt sich weiter nach Westen, und dort verliert sich der Blick in Nebelschwaden. In den Ästen einer gewaltigen Zypresse, die das heiße Bad überdacht, sitzen wieder die fünf Feen, diesmal jedoch deutlich größer als zuvor – sicher anderthalb Schritt - immer noch splitternackt, was jetzt doch mehr auffällt als beim letzten Mal, als sie nur gut eine Handspann groß waren. Als sie hereinkommen, fliegen die Feen beneidenswert mühelos auf und kommen glockenhell zwitschernd und mit sirrenden Libellenflügeln näher, von Prospero mit einer galanten Verbeugung begrüßt. „Guten Abend Signorinas. Wenn ich vorstellen darf: Die Gelehrte Dame Boronaya, eine geschätzte Collega und bewunderte Freundin.“ Die Feen grüßen sie im Schweben mit einem Theaterknicks, werfen Prospero neckisch ein paar Kusshände zu, umschwirren sie dann beide neugierig in gut zwei Schritt Abstand, bis Prospero eine Flasche Bosperanjer aus seiner Umhängetasche hervorzaubert. „Ich habe natürlich auch etwas mitgebracht. Vielleicht trinken wir nachher alle einen Schluck zusammen, Signorinas?“ Das trifft auf zwitschernde Zustimmung. Boronaya versteht sie, auch wenn sie die Worte nicht verstehen kann. Das scheint magische Verständigung wie mit Elementarwesen, Drachen oder Geistern zu sein. Prospero verneigt sich zu ihr. „Meine Liebe, das Bad ist angerichtet.“

Tag 27, morgens im Kriegshafen, Al'Anfa (Capitan)
Cusaro weist ihn auf Besonderheiten hin. „Telo, so ein kleiner Rotschopf, der war auf dem Aranier Zimmermann. Tut sehr gefügig, ist aber ein hinterhältiger kleiner Mistkerl. Ich bin selber einer, ich hab da ein Auge für. Die blonde Myra hat einem der Abrichter beinahe die Augen ausgekratzt. Hat Feuer, ist aber klug genug, zu parieren, war wohl mal Perlentaucherin.“ Wenn sie sich beim 'Abrichten' gegen einen Wärter gewehrt hat, dann hat sie sicher mit einem Fass Wasser 'Bekanntschaft' gemacht. Wasser, wenn sie Glück hatte. „Ako, so eine unscheinbare Thalusierin, ist Bauerntochter, wurde schon von ihren Eltern in die Sklaverei verkauft. Eigentlich perfektes Leibsklavinnenmaterial, aber zu hässlich. Platte Nase, keine Titten, da hab ich vorne mehr als die. Taritos Eltern waren Zimmerleute, er selber Bootsmann. Der ist gut mit den Händen und hat hier sofort kapiert, wie der Hase läuft. Bin aber sicher, er hat sich mein Gesicht gemerkt. Wenn er gut behandelt wird, spurt er sicher, taugt zum Vorarbeiter. Ich lass meinen Schreiber mitlaufen – wenn ihr mit mir zusammen geht, dann mögen sie euch auf Anhieb auch nicht. Er kann sich etwas daneben benehmen, und ihr ihn dann zurecht weisen, das kommt immer gut an.“ Der Capitan nickt, verzichtet aber. Es ist eine Masche, und sie funktioniert sehr oft. In der Hölle der Abrichtung sind Gefangene für jede Hilfe dankbar, aber der Trick ist reichlich durchsichtig, und wenn man etwas Zeit hat zum Nachdenken, durchschauen die meisten ihn. Eine Beziehung, und sei es nur Herr und Sklave, mit einer Lüge zu beginnen, ist ein denkbar schlechter Start. „Ich verlasse mich da auf meinen Charme. Fangen wir mit den Jungs an.“
Es sind tatsächlich die Vielversprechenderen. Was natürlich daran liegt, das alles, was nicht mindestens sechzig oder siebzig Dublonen bringen wird, gleich in die Minen oder Steinbrüche geschickt wird, weil es den Aufwand der Abrichtung und des Verkaufes nicht lohnt..
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.01.2020 21:24

Tag 17, abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera → Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
Sie schmunzelt und schaut betont unschuldig. "Ihr glaubt doch nicht, dass ich jemals unartig wäre und so etwas verdient hätte..."
Als sie die Tür steht zeichnet sich schon jetzt ein vorfreudiges Lächeln auf ihrem Gesicht ab, das wieder zu einem offen stehenden Mund wird, als sie die Landschaft sieht. Bei allen Göttern, dieser Zauber war einfach nur ... bezaubernd. Und dann die Feen. Gerade noch konnte sie sich daran erinnern den Mundzu schließen und sich ebenfalls zu verbeugen, als sie vorgestellt wird. "Eine Freude Signorinas." Dann geht sie in Richtung des Bades hält eine Hand hinein, warmes Wasser, man konnte es fast nciht glauben. Der Blick geht zu Prospero und sie schüttelt wieder sachte den Kopf. "Ihr versteht immer wieder zu faszinieren." Mit einem koketten Augenaufschlag streift sie die Robe von den Schultern und zieht auch das Brusttuch und die Unterwäsche aus, bevor sie ins Bad steigt und ein wohliges Seufzen von sich gibt. "Wollt ihr mir nicht Gesellschaft leisten?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.01.2020 12:04

Tag 17, abends, Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
Prospero verbeugt sich auch vor ihr. „Mit dem größten Vergnügen.“ Und das hat er auch eindeutig, als er ihr zusieht, wie sie ihre Kleider ablegt und dann ins Bad steigt, und als er dasselbe tut, kann er nicht verhehlen, dass ihm außerordentlich gefällt, was er sieht.
Seine Tasche, sowie sein und auch ihre Kleider legt er ordentlich zusammen in Griffweite am Rand, vielleicht Schelmereien der betont unschuldig umher schwirrenden Feen befürchtend. Aber dann lässt er sich zufrieden in das gerade einmal gut knietiefe, angenehm heiße Wasser sinken, und auch, wenn Boronayas Körper bereits 'Ich will jetzt Massage!' schreit, genießt er wie sie erst einmal das Gefühl der Entspannung. Die Luft ist vom Duft des Baumes erfüllt, so als ob die ätherischen Öle der Zypresse ins Wasser gelangten, und rahjaische Erregung und das Abfallen, ja Verdampfen aller Anspannung ergeben zusammen eine fast träumerische Zufriedenheit. Nach einer kurzen Weile seufzt Prospero. „Wisst ihr, nachdem ich zum ersten Mal den Garten betreten hatte, hatte ich erwartet, dass der gute Saribald sich nicht von seinem Meisterwerk würde trennen können. Aber er war beinahe froh, es los zu sein und Mittel zu haben, ein noch prächtigeres, vollendeteres zu erschaffen. Bewundernswert und doch irgendwie traurig.“ Er legt den Arm um ihre Schultern und deutet mit der freien Hand nach oben, wo die Feen sich mittlerweile in der Baumspitze gesammelt haben und wohl die Aussicht in luftiger Höhe genießen. Allerdings scheinen zwei auch verdächtig unauffällig die nur gut Eichelgrossen Tannenzapfen einzusammeln.

Tag 27, morgens im Kriegshafen, Al'Anfa (Capitan)
Im engen Hof stehen in drei Reihen zu je acht die Gefangenen, Hände und Füße in Ketten, zerlumpt, und fast jeder ziemlich verprügelt. Frisch aus der Abrichtung eben, wo den Leuten gezeigt wird, was für eine Hölle das Leben sein kann, damit sie jeden Gedanken an Widerstand aufgeben, sich in ihr Schicksal fügen, und ihnen zudem das Leben bei der neuen Herrschaft, die meistens ihre Sklaven aus ganz naheliegenden Gründen recht vernünftig behandelt, wie ein Gottesgeschenk vorkommt. Abscheulich, aber höchst effektiv. Cusaros Schreiber ist ein dürres Männlein mit Fischaugen, und die Gefangenen könnten in seinen Augen wohl ebenso gut Schweine, Fässer oder Kisten sein. Der Capitan verlässt sich auf seine Menschenkenntnis und geht die Reihen einmal ab, bevor er sich entscheidet, und die Leute gezielt anspricht. Er beginnt mit Tarito, der tatsächlich einen halben Kopf größer ist als er und breite Schultern hat. „Name?“ „Tarito, Herr.“ Er hat einige Schrammen vorne, und eine hässliche, frischere hinten. „Warst einer der letzten, die an Bord aufgegeben haben, wie?“ Die trüben Augen des Mannes werden etwas heller. „Stand mit dem Rücken zum Mast, Herr. Hatte aber nur einen Belegnagel.“ Der Capitan will entgegnen, dass ein Belegnagel sehr praktisch sein kann, aber etwas, eine düstere Ahnung, hält ihn ab. Der letzte, der sich wehrt, bekommt oft eine besondere Aufmerksamkeit durch die Entermannschaft. „Kannst Du zupacken, Tarito?“ „Ja, Herr.“ „Ich brauche Dich und fünf Mann. Wenn Du Vorschläge hast, höre ich sie mir an.“ Tarito schaut ihm in die Augen, und dann nickt er. „Alrik, Ciro, Ragnar, Mero und Cato.“ Der Schreiber ist ein wenig verwirrt, so funktioniert das normalerweise nicht, aber einem Capitan de Navia redet man als einfacher Schreiber nicht dazwischen. Morrigan sieht sich die genannten fünf an, dann nickt er. „Gut.“ Einen Vorarbeiter hat er jetzt. Aber Vecna wird mit ihm fertig werden, da ist er sich sicher. Auch wenn er sie wahrscheinlich mit einer Hand hochheben kann. Nun zu den Frauen. Das wird schwieriger, er kennt sich.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.01.2020 23:02

Tag 17, abends, Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
"Ich glaube ihr müsstet mir einiges bieten, um mich von so einem Garten zu trennen. Wobei ich auch das Gefühl habe, dass mehr dahinter steckt als ein einfaches Artefakt. Aber... das ... interessiert mich erst morgen wieder."
Sie genießt sichtlich seine Hand um ihre Schultern, lehnt sich gegen ihn. "Die Dottora hat mir verboten mich Rahja hinzugeben...," flüstert sie und schaut zu den Elfen nach oben, genießt den Geruch des Bades aber auch von Prospero.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.01.2020 09:13

Tag 27, morgens im Kriegshafen, Al'Anfa (Capitan)
Auch hier stehen sie in drei Reihen, und der Capitan muss sich beherrschen. Weiblichen Gefangenen das Leben zur Hölle zu machen funktioniert ein wenig anders als bei den Männern, und auch, wenn das leider besonders 'gut funktioniert', erfüllt es ihn mit geradezu körperlicher Abscheu. Und natürlich sieht man es ihnen an.Und selbst, wenn er es nicht wüsste, wird es klar, als jede, vor die er tritt, sich mit gesenktem Kopf und ohne Aufforderung die Träger ihrer dreckigen und zerlumpten Tunika über die Schultern streift. Er hasst sich dafür, aber diese Gefügigkeit, auf die völlig falsche Art zustande gebracht, spricht ihn trotzdem an. Natürlich ist es sinnvoll, zu sehen, ob sie schon Brandzeichen oder Narben haben, er hat sich auch bei den Männern den blanken Oberkörper angeschaut. Aber das ist trotzdem was anderes.
Er hält sich auch hier an Cusaros Empfehlungen. „Name?“ „Myra, Herr.“ Es war kein Wasserfass, er riecht es. „Was war Deine Aufgabe an Bord?“ „Leichtmatrosin, Herr.“ Ihr Blick fleht so deutlich: 'Hol mich hier raus!' dass er einfach nicht anders kann. „Wenn Du Beete in Ordnung halten und in der Küche helfen kannst, dann kann ich dich brauchen.“ „Das kann ich, Herr!“
Ako ist eine ganz andere Persönlichkeit. Sie hat es wohl geschafft, einfach nicht aufzufallen und so das Gröbste zu vermeiden, aber auch sie will hier einfach nur raus. Der Capitan empfindet ihre Nase nicht gerade als platt, und ihre Oberweite ist, für thalusische Verhältnisse, ganz normal. Aber vor allem war sie an Bord Mädchen für alles, und der Capitan hat den Eindruck, dass sie nicht ungeschickt sein wird. Außerdem wirkt sie so auf ihn, als habe sie diese seltene Seelenstärke, diese Hölle einfach an sich abperlen zu lassen, zu ertragen ohne zu brechen. Er braucht noch vier weitere, aber er merkt, wie ihm sein Naturell in die Quere kommt, und er zu großen Brüsten und hübschen Gesichtern tendiert, anfängt, mit seinem kleinen Alrik zu denken. Also lässt er es drauf ankommen. Myra ist offenbar mutig, und Ako stark. Er winkt sie zu sich. „Ich brauche vier weitere. Ihr beiden sucht sie zusammen aus.“ Die beiden zögern, schauen zu den Wachen, die aber genau wie der Schreiber den Capitan machen lassen. Dann stecken sie die Köpfe zusammen und stellen einen Rapport her, und nach kurzem Geflüster, stets besorgt, durch Gebrüll oder einen groben Knuff unterbrochen zu werden, wendet sich Ako an ihn. „Herr, darf ich untertänigst fragen, welche Aufgaben ihr zuvörderst für uns habt?“ „Natürlich, Ako. Eine kleine Bananenplantage. Haupthaus muss in Ordnung gebracht werden, Gemüsebeete, Kanäle.“ Er ist versucht, hinzuzufügen, dass er nichts fürs Bett braucht, bremst sich aber. Das wäre nur eine wohlfeile Selbstbeweihräucherung. Das muss er beweisen, leben, nicht behaupten. Es ist deprimierend, wie allein die Anrede mit ihrem Namen anstatt 'Du da!' der jungen Frau Hoffnung verleiht.
Von den vieren, die sie auswählen, entscheidet bei dreien Ako, während Myra eine einbringt. Sie müssen entscheiden, wen sie in dieser Hölle zurück lassen, das ist alles andere als einfach. Der Capitan besieht sich die Auswahl. Ako übernimmt auf sein Nicken hin das Vorstellen. „Wir haben alle das Sumpffieber schon gehabt Herr. Wir werden hart arbeiten und immer gehorchen! Wir werden euch keinen Ärger machen, das verspreche ich!“ Sie verneigt sich nach thalusischer Art, und die fünf anderen folgen ihr. Mita, Lora, Mariella, und Kongou.

Tag 17, abends, Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
Prospero lacht. „Sie untersagt stets Alkohol und Sinnesfreuden bei der Genesung.“ Er wird etwas ernster, auch wenn seine um ihre Schulter gelegte Hand nun etwas tiefer spielt. „Allerdings gilt sie als ausgesprochen gute Dottora.“ Er steckt seine Nase kurz in ihr Haar, dann küsst er sie auf die Wange. „Aber das galt nur bis das Fieber besiegt ist, nicht wahr? Und Fieber habt ihr keines mehr. Es liegt also ganz bei euch.“ Seine Finger bewirken durch eine dezente Berührung einen akuten Erregungsschub.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.01.2020 15:12

Tag 16, für nachmittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Was mich hier hält?" wiederholt Goldon die Frage Don Orfeos, "Den Schutz eines Boronis zu gewährleisten, wenn gewünscht, von daher habe ich so meine Freiräume, wie das Flottenkommando auf Vordermann zu bringen. Und ja, ihr seit gut informiert, diese Tätigkeit ist zeitlich begrenzt. Auf der faulen Haut zu liegen ist nicht so meins. Nicht das ich mich nicht für die Kurzweil begeistern könnte, aber der Geschmack des Vorsichhinlebens lässt schnell nach. Ihr spracht davon das es derzeit keine Sklaven zu kaufen gibt. Dann ist es wohl gerade ein schlechter Zeitpunkt zu investieren, da die Preise gestiegen sind, nehme ich an", dabei fällt ihm wieder die Sklavin hinter dem Don auf, die so unglaublich unauffällig ist.
"Wie geht ihr mit dieser Situation um? Oder ist der Sklavenhandel ein geduldiges Geschäft? Mir ist zu Ohren gekommen, dass sogar Sklavenjäger bis in den hohen Norden fahren um Beute zu machen. Manche sind sogar bis in die Sümpfe der alten bornländische Hauptstadt vorgedrungen, verrückt, aber interessant. Doch ich denke die Musik spielt demnächst in Uthuria, neues Land gleich neue Exoten." Dann hebt er sein Glas und prostet ihm etikettegerecht zu.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.01.2020 15:44

Tag 16, für nachmittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der junge Don lacht, prostet ihm zu und schüttelt dann den Kopf. „Geduld braucht es in jedem Geschäft. Aber Exoten sind etwas für den Silberberg, nicht für die Werkstätten und Felder Santineras. Was die Sklaven angeht: Sagen wir einfach, die Nachfrage übersteigt ein wenig das Angebot. Und ja, Sklavenjäger sind oft die Leute ohne Geduld. Auch hier sind schon einige den Blauen Hanfla hinauf gefahren.“ Er zuckt gleichmütig mit den Schultern. Zurück ist bekanntlich noch keiner kommen, egal wie gut bewaffnet. Sie verschwinden einfach. „Aber ihr wollt investieren? In Sklaven? Mit wessen Gold, wenn die Frage erlaubt ist? Ich dachte, ihre Gnaden Boroggio braucht ein Mädchen oder einen Jungen für den Haushalt?“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.01.2020 17:32

Tag 16, für nachmittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Niemand von denen ist zurückgekommen, wie das? Zuviele verfluchte Zischler? Wenn ja, wie unterscheiden sie zwischen Menschen?" Davon hatte er bisher noch nichts gehört oder hattest es überhört.
"Euer Gnaden braucht auch nur ein Mädchen oder Jungen für den Haushalt ... und ich möchte meine Reisekasse einfach etwas auffrischen. Meine Kontakte stehen eher auf Exoten, Silberberger halt. Ich bin kein Grande oder ein erfolgreicher Patrizier. Doch denke ich über meine Zukunft nach und Tsa steht einem oft bei." Diesmal untermalt er seine Aussage mit ernstem Gesicht. Ihm ist bewußt, dass er Don Orfeo nichts vormachen kann, dieser Mann wird wiederum Kontakte haben, die die Liquidität seines Hauses prüfen werden können. Die Zaragusas sind keine arme Familie, doch sehr weit weg davon sich nur annähernd mit einer Grandenfamilie messen zu können und auch der Handel war in festen Händen, aber wer weiß, vielleicht fehlt es dem Hause Orfeo an guten Kontakten in die Perle. "Hättet ihr denn jemandes für unser Gnaden, Herr?"

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.01.2020 18:09

Tag 16, früh nachmittags, Anwesen der Gonralas, Sandalia, Santinera (Goldon)
Don Orpheo zuckt mit den Schultern. „Das geht schon seit Jahrzehnten so. In Fachkreisen nennt man den Blauen Hanfla offenbar den Rio Morte. Wer oder was auch immer am Oberlauf das Sagen hat, es frisst offenbar gerne Sklavenjäger. Wer weiß, vielleicht ein großer Drache? Und von den Schatzjägern, die dem gefallenen Stern nach sind, sind ebenfalls nur etwa einer aus zehn zurückgekehrt, nach allem, was man hört. Was allerdings bei Schatzsuchern keine schlechte Quote ist.“ Da hat er allerdings recht. „Wir bekommen unsere Ware von den Eingeborenen, gleich welcher Rasse. Es ist eben Geduld und Vertrauen gefragt.“ Don Orpheo lächelt freundlich, aber nichtssagend. „Dementsprechend bieten wir vorwiegend Mohas an. Genauer gesagt: Anoihas. Nicht gerade exotisch, aber genau das, was die meisten haben wollen, und vor allem bieten wir nur angelernte Sklaven, die sofort für ihre Aufgaben erfüllen können. Was sucht Seine Gnaden denn? Mann oder Frau? Dreht es sich um Handreichungen oder soll sie selbstständig den Haushalt führen? Hat er besondere Vorlieben, die es zu berücksichtigen gilt? Und natürlich: Was wollt ihr anlegen?“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.01.2020 22:32

Tag 17, abends, Saribalds Zaubergarten (Boronaya)
Sie genießt seine Berührung und seine Zuwendung, aber auch, dass er sie nicht zu sehr drängt, aber doch klar macht was er will. Sie setzt sich auf seinen Schoß und stihelt sich einen leidenschaftlichen Kuss, schaut dann gespielt tadelnd. "Und dabei habe ich doch vorher noch gesagt, dass ich anständig bin. Ihr bringt mich dazu unvernünftig zu sein..." und ich liebe das, denkt sie bei sich.
Fear cuts deeper than swords.

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