DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.11.2019 21:29

Tag 14, Nachmittag, Weg zurück vom Haus der Witwe Miranda zur Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, Dauerregen)
Die Antwort auf Boronayas Frage fällt der kleinen Sklavin leicht: Natürlich den guten Rock und das gute Hemd, dazu Blumen im Haar. Und wenn man erwachsen ist wie die Gelehrte Dame, eine Perlenkette vom Liebsten natürlich!

Tag 39, Früh morgens, etwa eine Stunde flussaufwärts mit dem Kanu, Westufer (Crocodileros)
Es deutlich einfacher als bei den ersten Malen. Sie kennen jetzt zumindest für die meisten Kräuter bereits die Stellen und erkennen auch die Kräuter einfacher, haben eben Routine, auch wenn die geforderte Menge an Belmart schon bedeutet, dass sie sich nicht mit ein oder zwei Büscheln zufrieden geben können. Aber sie schaffen es auch noch, vor dem Mittagessen einen Affen zu schießen. Sogar eine ihrer alten Schutzhütten finden sie rechtzeitig wieder, was Alejandro anspricht, als sie einigermaßen geschützt das Ende des Mittagsregens abwarten. „Was haltet ihr davon, wenn wir an den wichtigsten Stellen vernünftige Schutzhütten errichten? Ich mein, wir suchen ja immer wieder an denselben Stellen, und auf Dauer spart das eine Menge Arbeit, und komfortabler ist es auch.“ Marco wiegt den Kopf. „Die Alligatoren bringen derzeit doch mehr als die Kräuter. Und mehr als einen Kräuterauftrag die Woche bekommen wir eher nicht.“ Alejandro nickt. „Gestern hätte es uns zweimal beinahe erwischt.“ Sumaida schaut erschrocken, aber Alejandro winkt ab. „Wir jagen Krokodile. Die mögen das nicht, mein ich. Wir können das ja, und es bringt Muckis und drzeit gutes Silber, aber die Kräutersuche finde ich persönlich interessanter. Die Krokodile machen wir halt, weil wir das können, nicht weil wir das wollen. Oder, mein ich?“ Marico nickt und lässt die Schultern kreisen. „Stimmt schon. Geht mir ja nicht anders. Aber wenn wir nur noch Kräuter sammeln, nehmen sie uns in der Gilde gar nicht mehr für voll. Tun sie eh nicht.“ Alejandro brummt. „Ich muss gestehen, bevor ich mit Korian Sparring gemacht habe, hatte ich eine etwas blauäugige Einschätzung meiner Kampfkünste. Und ich hab das Gefühl, bei den Achaz braut sich was zusammen. Die Kämpfe im Sumpf werden immer häufiger, und der Typ auf Aurianna... Wir müssten uns einer größeren Gruppe anschließen, und in der Regenzeit gibt’s für einfache Kämpfer nichts zu tun. Dann sind wir doch wieder bei Krokodilen und müssen nur mit mehr Leuten teilen. Und werden herum kommandiert.“ Sumaida nickt zustimmend, und auch Marico muss nicht überredet werden. Alejando schaut in den Regen. „Besser kämpfen lernen kann aber nicht schaden, da müssen wir dran arbeiten.“ Es wird ihm nicht widersprochen, und sie wenden sich dem Hüttenbau zu. „Der Platz hier ist ja in Ordnung, mein ich. Sollte ja schon aus Bambus sein, und hier wächst ja genug in der Nähe.“ Als der Regen nachlässt, machen sie sich an die Arbeit. Alejandro und Marico haben einige Übung darin, und bauen sie als Rundling auf Stelzen, mit nur gut zwei Schritt Durchmesser. Sumaida packt eifrig mit an, und das Gerüst steht schnell. Für Boden und Dach braucht es allerdings dann doch erhebliche Mengen an Bambus, und für die Wände begnügen sie sich, drei Stunden später und bereits rechtschaffen müde und hungrig, mit der Hälfte. „Den Rest machen wir ein anderes Mal, in Ordnung?“ Sumaida hat sich wacker geschlagen, aber Alejandro sieht ihr an, dass sie sich aufs Abendessen freut, und er selber spürt es auch in den Armen.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 08.11.2019 11:38

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
"Ich könnte dich begleiten, auch wenn du mich für heute freistellen willst, aber nach dieser Attacke, möchte ich dich ungern alleine lassen", stellt er fest, "... mit gesehen meinst du die echsiche Invasion, nehme ich an?" hackt er nach. "Was hälst du von Boronaya? Was für einen Eindruck macht sie auf dich?" Sie beide sind momentan alleine und Goldon hofft auf ein offenes Gespräch.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.11.2019 12:58

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggio sieht ihn beinahe traurig an. „Es hat dich wohl einfach nicht berührt. Du bist Krieger, das töten macht Dir nichts aus, und das sterben anderer Leute bedeutet Dir nichts. Das muss wohl so sein.“ Er schüttelt den Kopf, und Goldon hat das Gefühl, das er sich ein wenig vom Geweihten entfernt hat. „Boronaya. Sie ist wirklich sehr schön. Ich habe mich wohl etwas ungeschickt angestellt, nicht wahr?“ Er wird ein wenig rot, schlägt dann aber die Kapuze über den Kopf. „Das ist sehr nett von Dir, aber ich glaube nicht, dass mir Gefahr droht. Ich bleibe ja auf den großen Gassen. Du würdest nur unnötig nass.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 08.11.2019 13:07

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
"Verzeiht, aber als Krieger und vor allem als Gardist auf dem Silberberg lernt man seine Gefühle nicht nach draussen zu tragen. Von daher tut es mir leid, dass ich so wirke als ob es mich tangieren würde. Mein Herz schlägt für Al'Anfa und natürlich hat es mich erschüttert. Aber einen klaren Kopf bewahren muss ich trotzdem", berichtet er kühl.
"Boronaya ist hübsch allerdings. Dein Verhalten ihr gegenüber hätte weniger Emotionen offenbaren sollen, nach meinem Geschmack, aber beim nächsten mal wisst ihr ja, dass sie weiß wie ihr tickt, dass könnte von Nutzen sein. Momentan wärt ihr wohl gutaussehenden Frauen gegenüber schwach, so den Anschein. Ich bin es ja auch, aber man sieht es mir nicht an oder mein Verhalten lässt das nicht daraus schließen ... meine ich zumindest. Es wird alles gut, Bruder." Dann verabschiedet er sich auch höflich von ihm.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.11.2019 16:07

Tag 14, Nachmittag, Weg zurück vom Haus der Witwe Miranda zur Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, Dauerregen)
"Und wer verkauft hier einen guten Rock und ein gutes Hemd," fragt sie weiter nach, während sie sich weiter durch den Regen in Richtung Herberge kämpfen.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.11.2019 19:20

Tag 14, Nachmittag, Weg zurück vom Haus der Witwe Miranda zur Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, Dauerregen)
Boronaya merkt schnell, dass Tora in ganz anderen Budgets denkt. Feines Leinen ist der absolute Luxus, und natürlich gebraucht. Seide gibt es für einfache Bewohner Santineras allenfalls als Halstuch oder – wenn man eine Plantagera ist, ein Hemd, und neu kaufen kann man das natürlich nicht hier, sondern in Al'Anfa. Die wenigen Leute, die sich das leisten können, fahren auch zuweilen in die Metropole, und auf den Gebrauchtmarkt kommt selten was. So sind die Läden, die Tora empfehlen kann, die Krämerstände auf der Hauptgasse, vor allem Senora Marisa neben dem Waffenhändler, weil deren Töchter auch selber Spitze klöppeln und so aus einfachen Blusen – in Toras Augen jedenfalls – richtig elegante machen. Aber bei Regen kann man natürlich keine Klamotten einkaufen, das ist völlig ausgeschlossen, man muss ja im Sonnenlicht sehen, wie man damit aussieht.

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggio kommt erst zum Abendessen zurück, aber deutlich ruhiger und entspannter, und beim Warten auf der Bank am Tisch unter dem Vordach der Veranda krault er sogar eine stahlgraue Katze, die sich nach etwas Zögern auf seinen Schoss setzt, nachdem sie sich ausgiebig geputzt hat. Es ist ein großes Vieh, selbstzufrieden und stolz, aber Boroggio scheint ihr Schnurren zu beruhigen. Der Besuch im Tempel hat Boroggio gut getan, und in dem Moment, als die Witwe die Schüssel auf den Tisch stellt, hört auch endlich der Regen auf.

Tag 39, Nachmittags Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Im Gildenhaus empfängt sie offener Streit. Camiara ist zurückgekehrt, und offenbar hat der Ersäufer den Spieß umgedreht und sich einen aus ihrer Gruppe geholt, ein anderer hat den Arm geschient in der Schlinge, offenbar gebrochen, und die jetzt nur noch zweiköpfige Partida hadert wütend mit ihrer Anführerin, die ebenso wütend zurück gibt. Alejandro, Marico und Sumaida versuchen sich in Unauffälligkeit, aber offenbar haben sie auch auf Sumaida gewartet, und stellen ihren Streit erst einmal zurück, damit Camiara Sumaida um Hilfe für ihren Mitstreiter, den sie eben noch einen dämlichen Hurensohn geschimpft hat, bitten kann. Sumaida will sich dem nicht verwehren, und stellt auch prompt fest, das Funica, die Feldscherin in der Partida, zwar sauber geschient, aber leider das Richten vergessen hat. Da der Bruch erst einen halben Tag her ist, kann man das zwar nachholen, es ist aber eine elende Schinderei für Rico. Als sie ihm anschliessend aufgibt, einen kräftigenden Tee aus Belmart und Roter Pfeilblüte zur Vorbeugung gegen Entzündungen zu trinken, muss Rico auch zähneknirschend zugeben, für den Apotheker kein Geld zu haben. Sie haben offenbar nur wenige Silber verdient, und die nächste Miete steht bald an. „Kann ich es nicht irgendwie abarbeiten?“ Sumaida schaut zu Alejandro und schüttelt den Kopf. „Mit dem Arm wirst Du die nächsten Tage eh nichts machen können. Der braucht Ruhe, sonst wird er krumm und heilt nicht recht.“ Funica, die sich Mühe gegeben hat, bei Sumaida aufzupassen, wird rot. „Ich könnte ja helfen. Wäre ja meine Aufgabe gewesen, das hier richtig zu machen. Was kosten denn die Kräuter?“ Nun wird Sumaida rot. „Also eigentlich sind es Blätter und Blüten, und..uh... ganz billig sind die nicht.“ Sie überschlägt im Kopf die Spanne, die die Dottora wohl aufschlagen muss, und ein paar Silber werden es schon werden. Sie kann am besten bestätigen, dass beide Pflanzen nicht einfach zu finden sind. Sie nennt den Preis, und wie erwartet, sorgt das für lange Gesichter.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.11.2019 10:34

Tag 39, Nachmittags Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Sumaida ist hin und hergerissen. Zwar haben sie selbst noch einen eigenen Vorrat angelegt, da sie einfach etwas mehr gefunden haben als in Auftrag gegeben wurde. Aber das ist ihr privater Vorrat, es einzusammeln war echte Arbeit, und es umsonst an Fremde zu geben ohne akute Lebensgefahr...
Am Nebentisch dreht sich ein Söldner um. „Wenn ihr jetzt schon so abgebrannt seid, dass ihr kaum die Miete zahlen könnt, was wollt ihr dann erst in der Regenzeit machen?“ Seine Frage ist zwar spöttisch, aber ohne suggestiven Unterton, ganz im Gegensatz zu seiner Nachbarin, die eine eindeutige Geste macht, was für Funika und Camiara wohl eine 'Auffangbeschäftigung' wäre. Camiara findet das überhaupt nicht lustig. „Du hast es gerade nötig, Du Bannermatratze.“ Die Söldnerin fährt so schnell hoch, das beinahe die Bank umkippt. „Wie hast Du ausgeleierte Schlampe mich genant?“
Keiner der Männer ist so dumm, sich einzumischen, als die Diskussion ins physische umschlägt. Camiara setzt sich allerdings sehr schnell durch und nimmt ihre schwerere, untersetztere Gegnerin, in einen Würgegriff, und nachdem diese röchelnd bestätigt hat, dass sie eine Bannermatratze ist und es ihr ausgesprochen leid tut, Camiara beleidigt zu haben und sie sich in aller Form entschuldigen möchte, lässt sie sie aus. „Miststück!“ Alejandro hat mit sich gerungen, die Ablenkung zu nutzen, um sich zu verfieseln, aber sich dagegen entschieden. Camiara bringt ihre Klamotten in Ordnung, während Funica leise seufzt. „Wenn unsere Jefe so ein Händchen für Aufträge hätte, wie sie zuschlagen kann...“ Alejandro nickt nur, mehr bestätigend, dass er sie gehört hat, als sich ihrer Meinung anschließend. Camiara wendet sich an Sumaida, sich eine letzte Strähne aus dem Gesicht streichend. „Könnt ihr uns das nicht vorschießen? Wir kriegen das schon wieder rein.“ Sie wird bei den Worten rot, es kommt sie ganz offensichtlich hart an, die 'Lederknödel' um etwas zu bitten. Sumaida schaut zu Alejandro, und der ist sich ziemlich sicher, dass sie sich ein Nicken erhofft. „In Ordnung.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.11.2019 12:43

Tag 14, Nachmittag, Weg zurück vom Haus der Witwe Miranda zur Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, Dauerregen)
Seidenroben besaß sie selbst zwei, aber da stellt sich die Frage nach dem Tanzen und sich immer wieder etwas leihen war ihr auch nicht recht. Und wieso sich nicht ein wenig anpassen? Eine schöne Leinenbluse oder ein Seidentauch und ein guter Rock.
"Hmm. Das muss ich mir morgen ansehen. Bei dem Wetter wird das nichts..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.11.2019 13:25

Tag 14, Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, noch Dauerregen)
Ihre nahezu vollständige Partida lungert zusammen mit Cusi am Tisch herum, schwatzend und mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt. Bule scheint Tagebuch zu schreiben, Jucho schnitzt an einem Löffel, und die Frauen sind mit Nadel und Faden beschäftigt. Boronaya wird nach der Begrüßung sogleich in die Nachmittagsunterhaltung eingebaut. „Und? Wie war es bei Ihrer Gnaden? War er verzaubert? Ist das genau so ein kalter Fisch wie der Gardist?“ Letzteres trägt Makita gleich eine Kopfnuss ihres Chefs ein, wohl weil ihre vier Buchstaben nicht in Reichweite sind. „So redet man nicht über einen Geweihten!“ Cusi widerspricht Jucho nicht, pflichtet ihr aber bezüglich ihrer Meinung über Goldon bei. „Den Silberberger kann ich nicht riechen. Was macht der eigentlich den ganzen Tag? Eine Partida hat er nicht mehr, seit er bei uns rausgeflogen ist, oder?“ Jucho hält sich aus den Werturteilen raus. „Etwas unheimlich ist der Kerl schon. Nein, ich denke nicht. Er hat mal mit dem Horasier zusammen abgehangen, der hier kurz gewohnt hat. Alricio. Der ist aber wieder abgereist. Im Gildenhaus hab ich ihn nicht mehr gesehen.“ Cusi hebt die Schultern. „Tessa meint, er wäre gestern früh morgens zum Flottenstützpunkt gegangen. Im blauen Rock der Armada mit Serjantenstreifen.“ „Der? Ich dachte, der ist Tempelgardist? Hat Tessa sich vielleicht verguckt?“ Tonna zieht die Augenbrauen hoch. Makita schüttelt den Kopf. „Der einzige Serjant hier in Santinera ist doch Curo, der auch einen Trupp Rabotnici führt.“ Cusi zuckt mit den Schultern. „Sollte mich wundern, wenn Tessa sich irrt.“ Tonna schüttelt den Kopf. „Wollte ich ja nicht damit sagen. Finde es nur komisch. Sind doch zwei völlig verschiedene Vereine.“ Sie schaut zu Boronaya, offenbar nur oberflächlich am rätselhaften Tempelgardisten interessiert. „Und, wohin geht ihr heute Abend? Und noch wichtiger, was ziehst Du an?“ „Nimm ihn nicht zu hart ran, morgen geht’s ja wieder in den Sumpf.“ Makita grinst und weidet sich an Bules und Juchos aufsteigender Gesichtsröte.
Zuletzt geändert von Jadoran am 10.11.2019 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.11.2019 23:08

Tag 14, Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, noch Dauerregen)
"Nein, er ist ... jung. Der Gardist war alles in allem auch ganz in Ordnung. Seine Umgangsformen erklären vielleicht wieso er hier ist, oder er steht unter einigem Druck." Sie zuckt mit den Schultern, scheint auch eher zurückhaltend bei der Erzählung.
"Ich denke ich würde Gueans Weinstube versuchen und danach mal sehen. Ihr meint also ich soll heute Abend brav sein?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.11.2019 23:38

Tag 14, Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, noch Dauerregen)
„Gueans Weinstube? Da wirst Du aber ein paar Silber loswerden, die liegt in Magnolia.“ Tonarev schaut zu ihrem Bruder, und der nickt. „Jupp. Und brav oder nicht – Hauptsache er ist morgen früh einsatzfähig. Obwohl... zahlen muss er uns eh, er hat uns schließlich gebucht.“ Er grinst. Makita setzt einen drauf. „Also tobe dich ruhig aus. Aber erinnere dich: Einlass nach Mitternacht nur gegen einen ausführlichen Bericht!“ Sie feixt. Bule schaut auf. „War er denn nun verhext oder nicht?“

Tag 15, Abends, Flottenposten in Portas, Santinera (Capitan)
Chiara zuckt mit den Schultern und berichtet. Der Capitan brummelt. „Ich hatte gehofft, das ginge fixer. Nun, besser als gar nichts, schätze ich. Aber es dauert einfach zu lange.“ Er ertappt sich wieder einmal dabei, Chiara mit den Augen auszuziehen und reißt sich zusammen. „Morgen früh geht es auf die Plantage. Wir haben zwar nur zwei Sklaven bislang, aber wir können hier nicht die Zeit vertrödeln. Was das Sparring angeht, habe ich mit Emi gesprochen, die probiert es gerne einmal mit Dir. Aber ich muss dich warnen: Sei nicht am Boden zerstört, wenn Sie Dir vollkommen über ist, Emilia ist ein Ausnahmetalent mit der Klinge.“ Chiara nickt, ein wenig beschämt bei der Erinnerung, wie sie Emilia zum ersten mal begegnet ist. Der Capitan reißt sie mit einem Klaps aus ihren Gedanken, so als ob er sie erraten habe. „Nach vorne schauen, Mädchen. Komm übermorgen Vormittag zu uns auf die Plantage, dann schauen wir mal. Bis dahin können die Mädchen etwas Abwechslung sicher gebrauchen. Was das Patrouillenboot angeht, werde ich mit der Vendetta zurück nach Al'Anfa fahren und mit ein paar Leuten reden. Wenn die Flotte hier keine Präsenz zeigt, dann weiß sie auch nicht, was vor sich geht. Du schreibst einen Schadensbericht für das Geschütz. Bezieh Dich auf Deinen Wunsch zum Austausch und erwähne Ermüdungsrisse als Grund. Schön formell und vorwurfsfrei.“ Chiara nickt, sich ärgernd, dass sie das nicht schon bereits erledigt hat. Wieder scheint der Capitan ihre Gedanken zu erraten. „Was Du eigentlich schon getan haben solltest. Aber ich kann Dir kaum wegen desselben Geschützes zweimal nacheinander den Hintern versohlen.“ Sie wird rot, und durch ihre ohnehin spannende Bluse zeichnet sich ab, dass das keine Verlegenheit ist. „Doch Capitan, das ist ganz einfach.“
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.11.2019 07:52

Tag 16, Morgens, auf dem Weg nach Manana della Suerte, (Capitan)
Es passt alles auf ihre gekauften Boote, und die Conchita nimmt den voll beladenen Leichter in Schlepp, während sie das Kanu an Bord tragen. Außer beim Capitan, der vor Zuversicht und Tatendrang zu bersten scheint, was irgendwie sehr beruhigend ist, ist bei allen die Anspannung schon deutlich zu spüren. Jetzt geht es in die Einsamkeit. Werden sie das Anwesen so vorfinden, wie sie es verlassen haben? Haben sie etwas vergessen? Werden sie miteinander auskommen? Werden sie die vor ihnen liegenden Herausforderungen meistern? Rumo und Hestia sind sehr schweigsam, aber man sieht auch ihnen die Ungewissheit an.
An ihrem Anleger hat sich etwas getan. Das Schilf und überhängendes Astwerk ist großflächig zurück geschnitten worden, und unter einem noch etwas improvisiert wirkenden Schutzdach hält ein schon grauhaariger Sklave Wache. Er stellt sich als Paco vor und funktioniert als Einweiser für die Arbeitstrupps der Macalinto. Der Capitan lässt mit Rumo zusammen das Kanu zu Wasser, während Emilia mit Vecna, Shiri, und Hestia den Leichter übernimmt und am Steg befestigt. Als die Conchita dann ablegt und ihre Fahrt flussabwärts fortsetzt, findet der Capitan doch Zeit für einen kurzen Schwatz. „Wie viele arbeiten denn heute hier, Väterchen?“ Man hat Paco offenbar gesagt, wie er Morrigan und Emilia zu titulieren hat. „Derzeit nur fünf Dutzend, Senor Captian, aber morgen soll schon mit der Ernte begonnen werden! Wenn ihr Fragen habt Senor Capitan, Donna Emilia, dann ruft nach Don Georgino oder Donna Afzelia Macalinto, sie beaufsichtigen die Vorbereitungen für die Ernte.“ Fünf Dutzend. Nur. Der Capitan bedankt sich, dann geht es los. Der kleine Nebenfluss hat zwar keine große Strömung, aber da der Leichter voll beladen ist und sie allesamt keine große Ruderpraxis haben, kommen sie tüchtig ins Schwitzen.
Als sie endlich bei der ersten Schleuse ankommen, wo der Kanal in den Nebenfluss mündet, empfängt sie schon der erste Arbeitstrupp, augenscheinlich damit beschäftigt, die Schleuse wirklich gängig zu machen, eine ziemliche Knochenarbeit, weil der Schlamm Korbweise aus dem Schleusenbecken geholt werden muss. Ein weiterer Trupp arbeitet am Freischlagen des Treidelpfades, ebenfalls keine Arbeit für zarte Hände. Sie selber haben mit dem bugsieren des Leichters allerdings genug zu tun, und als sie endlich am Haupthaus ankommen, tun allen außer dem Capitan die Arme weh, was zu Vecnas geflüsterter Verdächtigung führt, der lasse sich nur nichts anmerken. Sein Klaps geht fehl, und dann geht es ans Ausladen.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 12.11.2019 11:18

Tag 14, Abend, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Goldon hatte sich während der Abwesenheit auf sein kleines Zimmer zurückgezogen. Er hatte Notizen zu den Dingen die geschehen sind gemacht und manche Ereignisse mit seinem eigenen Code versehen, damit jemand fremdes nichts mit seinen Notizen anfangen konnte.
Was habe ich hier zu tin? Wie komme ich an die Gonralas ran? Was ist mit den Echsen? Welcher Magier oder Magierin hat Interesse an Boroggios Ruf? Wie geht es mit der Flotte weiter? Welche Übungen könnten den tristen Alltag noch versüßen?
Im rauchte der Kopf, apopro rauchen, er schaut hinüber zu seiner Tabakdose mit dem "besseren" Mohacca an und entscheidet, dass nun genug geschrieben wurde. Er legt die Feder zu Seite, schließt das kleine Notizbuch, legt es weg, so dass ein Besucher schon ernsthaft danach suchen muss.
Er stopft sich seine Pfeife, zündet diese an und inhaliert tief. Den vollen Rauch pustet er in Richtung Fenster.
Der Regen scheint weniger zu werden.
Nach ein paar Züge lehnt er sich zurück und genießt die Ruhe und seine Gedanken vergehen in einem angenehmen Strudel aus Gedankenbildern. Nach einer knappen halben Stunde wird ihm das Zimmer zu klein, die Wände erdrücken ihn, was kein Wunder ist bei dieser Größe.
Er knöpft sich sein schwarzen Hemd weiter zu und macht sich auf nach unten. Er bedankt sich, als die Witwe ihm einen Krug frisches Wasser, in den Arangenscheibe schwimmen, überreicht und geht nach draußen unter das Vordach. Dort sieht er Boroggio sitzen.
"Du siehst schon besser aus, Bruder. Der Aufenthalt hat dir gut getan", er begutachtet die Katze etwas misstrauisch, aber sagt nichts dazu. Er entzündet eine Kerze mit einer besonderen Duftnote, damit die Mücken fern bleiben, "die Praoisscheibe verlässt uns gleich und dann kommt wieder diese Plagegeistern aus ihren Löchern hervor." Er blickt die Straße hinunter und nimmt etwas von der Atmosphäre auf, bevor er ihn fragt: "Wie fühlst du dich jetzt?"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.11.2019 15:37

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
Boroggio lächelt, die Katze folgsam hinter den Ohren kraulend. „Gut, es geht mir gut. Im Gebet findet man immer Ruhe. Ich denke, ich werde einmal mit jeder Paladrine sprechen. Was wäre denn ein guter Vorwand? Ich kann sie ja schlecht einfach beschuldigen?“ Er hält kurz inne. „Weisst Du eigentlich, welchen Ärger Boronaya mit ihr hatte? Es klang beinahe wie versuchter Diebstahl, aber das kann doch wohl nicht sein, oder? Ich wollte nicht so direkt fragen, das wäre mir aufdringlich vorgekommen.“ Die Katze versenkt wohlig ihre Krallen in seinem Oberschenkel und erinnert ihn so an seine Pflegerischen Aufgaben, die er auch prompt wieder aufnimmt. „Sie war wirklich sehr schön.“ Boroggio seufzt tief.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 12.11.2019 17:03

Tag 14, Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Die Frage lautet, was wollt ihr erreichen ohne eine Anschuldigung? Sie hat den Ruf, dass wer auch immer mit ihr redet, sie mehr Informationen gewinnt als ihr gegenüber. Und zur Zeit scheint ihr den hübschen Frauen zu erliegen ... gut so, wir alle haben unsere dollen Tage", weicht er seine Beurteilung etwas auf, "warum die werte Maga mit der Maga ihre Probleme hatte weiß ich nicht, außer das sie wohl extrem neugierig ist und eine andere Sicht der Dinge pflegt, also was die Privatsphäre angeht. Stellt euch die perfekte Grandin vom Silberberg vor und dazu kann sie möglicherweise mit Magie nachhelfen. Sie passt schon in das Profil, aber ohne Beweise ... ich weiß nicht. Vielleicht möchte jemand auch nur das wir sie beschuldigen. Ich wäre da wirklich vorsichtig, die Kirche sollte sich nicht mit der Gilde anlegen. Vielleicht ist es genau das was versucht wird zu erreichen.
Nun, du warst im Tempel und ... hast du dich segnen lassen?"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.11.2019 19:43

Tag 14, Später Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der junge Geweihte wird etwas verlegen, als Goldon ihn so beurteilt und ihm Ratschläge erteilt. „Ich werde einfach mit ihr reden, sie kennen lernen. Ich habe nichts zu verheimlichen und nichts, dessen ich mich schämen müsste. Ich habe jetzt viel über sie gehört, ich möchte mir selbst ein Urteil bilden. Perfekte Grandin... das macht mich eher neugierig.“ Die Katze zuckt mit den Ohren. „Aber was meinst Du mit 'Vielleicht wird das versucht'? Wer sollte das sein? Ich bin wohl kaum der Richtige, um Dreh- und Angelpunkt eines Konfliktes zwischen der Kirche des Götterfürsten und der Bruderschaft der Wissenden zu sein? Und hier in Santinera? Goldon, wir sind nicht auf dem Silberberg, und ich bin kein Hochgeweihter. Wem sollte das etwas bringen?“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.11.2019 20:35

Tag 14, Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya, noch Dauerregen)
"Mal sehen, was sich so ergibt," meint Boronaya lachend. "Auch mit der Weinstube und allem anderen. Ich kann euch ja nicht dauernd aus dem Bett schmeißen." Bules Frage hingegen beantwortet sie mit einem Schulterzucken. "So etwas ist schwierig zu sagen und ich will nicht unbedingt irgendwelche Gerüchte verbreiten, die nicht stimmen."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.11.2019 21:00

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Bule hakt nicht weiter nach, und das Gespräch plätschert vor sich hin. Jucho und die anderen planen offenbar, Abends noch mal das Gildenhaus aufzusuchen, einfach um sich umzuhören. Der Regen hingegen lässt erst nach und hört dann gänzlich auf, so wie Cusi es vorher gesagt hat. Die Zeit vergeht, und nach dem Abendessen steht das Umziehen an, wird doch Ribaldo recht sicher pünktlich erscheinen – so nicht wieder etwas dazwischen kommt.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.11.2019 22:25

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Da sie ja dieses mal nicht groß vor aht tanzen zu gehen, richtet sie sich nur ein wenig her nach dem Abendessen und bleibt bei einer der Roben, die ja alle durchaus als gewagt gelten könnten. Zumindest im Norden. Hier im Süden wäre eine lange, geschlossene Robe schlicht Wahnsinn.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.11.2019 07:52

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Der junge Gelehrte ist tatsächlich sehr pünktlich, und falls sich Boronaya gefragt hat, ob er bezüglich Prospero einen Verdacht hat, so scheint das nicht so zu sein. So begeistert, wie er bei ihrem Anblick ist, wäre er dann ja sicher nicht. „Sei gegrüßt! Du siehst wundervoll aus!“ Er versucht die suggestiv aufmunternden Blicke von Makita und Tonarev zu übersehen, die ganz eindeutig 'Viel Spaß' wünschen, und bietet Boronaya den Arm. „Wo sollen wir denn heute hingehen?“

Tag 16, Vormittags, Auf Manana della Suerte, (Capitan)
Im Innenhof und in den Wach- und Sklavenunterkünften haben die Macalintos wie angekündigt ein Lager aufgeschlagen. Afzelia Macalinto, offenbar mit der Koordination befasst, begrüßt sie zunächst mit der Höflichkeit, die für Leute reserviert ist, denen man nicht entgehen kann und die einem wahrscheinlich zusätzliche Arbeit machen werden. Aber während sie bei Emilia noch sehr reserviert klingt, bringt sie der Capitan erstaunlich schnell zum Auftauen. Vecna wird zusammen mit dem Rest mit dem Ausladen und Einräumen beauftragt, der Capitan lässt sich ins Bild setzen, wobei Emilia das etwas peinliche Gefühl hat, dass sie mit der Organisation und der Diplomatie mit diesen Leuten überfordert ist. Afzelia ist recht robust gebaut, und auch recht gut im Futter, und Emilia merkt, das zwischen ihnen beiden, der schlanken Kriegerin und der etwas pummeligen Schreiberin, einfach die Alchemie nicht stimmt. Aber der Capitan hat da offenbar keine Probleme.
Afzelia rückt nach etwas Hin und Her damit heraus, was ihr auf der Seele liegt: Es würde ihre Arbeit ungemein erleichtern, wenn sie die Lagerhäuser für eine Weile mit nutzen dürfte. Die Ernte auf den Stauden ist ohnehin etwas überreif, und ein vernünftiges Zwischenlager würde immens helfen. Der Capitan kommt ihr nach kurzer, eher rein formellen Rücksprache mit Emilia, entgegen, und daraufhin kann Afzelia auch ein paar kräftige Arme für ein paar Stunden entbehren, um den mitgebrachten Windenmechanismus nach oben zu tragen und verspricht, für das notwendige Umgraben der Gemüsebeete 'ein paar Jungs' abzustellen, was Emilia seinerseits auch sehr willkommen ist.
Aber zu tun gibt es natürlich trotzdem mehr als genug. Für das Muli muss der Stall hergerichtet, für die Menschen die Küche in Gang gesetzt werden, alles eingeräumt und die Böden des Haupthauses geschrubbt und gereinigt werden, und als gegen Abend die Arbeitstrupps auf die Plantage zurück kehren sind sie alle rechtschaffen müde. Für Jagd blieb keine Zeit, aber dank des vom Capitan aufgebauten Rapportes haben trotzdem zwei Affen abgezogen und ausgenommen ihren Weg in Shiris Herd gefunden, und kurz bevor sie zum Essen rufen kann, macht auch Georgino Macalinto seinen Antrittsbesuch. Der Capitan lädt ihn und seine Halbschwester – die gleichen Mütter haben die beiden recht offensichtlich nicht – nach dem Abendessen auf einen Umtrunk ein. Neben selbstverständlich Emilia ist nur Vecna dazu eingeladen, was Shiri nicht glücklich macht, weil es doch verdeutlicht, dass jetzt zwischen den beiden eben ein Rangunterschied besteht. Vecna, die beim Abwasch hilft, spürt das, aber was soll sie sagen? Es ist nun mal so. Sie ist die Konnetabel, und Shiri bestenfalls die Hauswirtschafterin. Dass Shiri eigentlich auch vom Capitan zumindest beeindruckt ist, macht es nicht besser. Da hat nun einmal sie, Vecna, die Nase vorne, weil Shiri sich nicht traut, ihre in den Wind zu halten.
Nach dem Umtrunk, den sie angesichts ihrer Müdigkeit wohl genau wie Emilia eigentlich lieber hätte ausfallen lassen, dessen Sinn ihr aber einleuchtet, so dass sie ihr Bestes gegeben hat, spricht sie es an. Shiri hat sich mit dem Gesicht zur Wand gedreht und tut so, als ob sie bereits schläft, ein sicheres Zeichen, dass sie verstimmt ist. „Komm schon, red mit mir.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.11.2019 12:33

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie grüßt ihn auch freudig, wie sie mit allem umgehen würde, das würde sich noch zeigen.
"Ich würde gerne einen Wein trinken. Wie wäre es mit einer Weinstube?" schlägt sie vor und hängt sich bei ihm unter, verabschiedet sich von den anderen. "Oder hast du auf etwas anderes Lust?"
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.11.2019 12:35

Tag 14, Später Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Du hast recht, wem sollte das schon etwas bringen", er verdreht leicht die Augen, "ich bin wohl zu sehr dem Stil des Silberberges verhaftet."
Wem es was bringen wird? Allen dejenigen die nicht möchten das der Status Quo sich ändert! Aber ich bin ja paranoid ... also lassen wir das und genießen die Zeit hier ... in Santinera? ... ach lassen wir das ..... bevor ich wieder melancholisch werde.
"Ja, dann müsst ihr mir unbedingt erzählen wie das Gespräch mit Paladrine gelaufen ist." Er schüttet Boroggio und sich was von dem leckeren Wasser ein.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.11.2019 15:01

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Nein, Nein, das ist jetzt genau das Richtige.“ Ribaldo nickt den Zurückbleibenden freundlich zu und steuert dann mit Boronaya in den Sonennuntergang. „Darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut. Mir tun die Finger vom Kopieren weh, es ist erstaunlich, was Magister Prospero alles zusammen getragen hat. Theologisch ist es leider weniger interessant, sonst hätte ich mich aus dem Stand bei ihm beworben.“ Es geht ihm wohl auf, dass man das als geringschätzung vn Julia Sinistrae und Jaspo Czeysig interpretieren könnte und schiebt etwas hinterher, das jene natürlich wertvoll Unerstützung geliefert hätten. Aber der,d er tatsächlich in den Sumpf geht und wohl auch der, der die ganze Unternehmung geformt und am Laufen hält, ist wohl Tadaeus Prospero. „Ich darf ja nichts erzählen, aber da Prospero berichtet hat, er hätte heute mit Dir über ein Projekt in der Regenzeit im äußeren Ring gesprochen... die Stadt war faszinierend! Es ist ja nicht nur der Sumpf. Und mit Illusionsmagie kann man das so schön visualisieren, das ist so viel praktischer als gezeichnete Karten. Es ist wie ein Sandkasten, und je nach Diskussion ändert er etwas am Bild, fügt es ein, beschriftet es, vergrößert es wie bei einer Explosionszeichnung. Natürlich müssen wir alles im Detail abzeichnen... es ist einfach faszinierend!“ Beherrscht Du eigentlich auf Illusionsmagie? Das macht die Planung so viel einfacher, das hätte ich mir nicht träumen lassen.“ Er wirkt noch ganz aufgekratzt, steuert sie allerdings nicht in Richtung Magnolia, sondern hangaufwärts nach Sandalia, und da abzweigend von der großen Hauptgasse, wo die Händler trotz der Tageszeit jetzt optimistisch ihr Stände offen halten in eine Sietengasse, wo auf einem länglichen Treppenabsatz um einen kleinen Mauerbrunnen herum ein paar einfache Bänke stehen, die von einer kleinen Weinschänke gegenüber bedient werden. Einer der drei Tische ist noch frei, offenbar nicht zufällig, denn Ribaldo wirft der prompt auftauchenden Bedieung eine Münze zu, bevor er mit Boronaya Platz nimmt, mit dme Rücken zur Mauer, so dass beider auf die Gasse schauen können.
Es ist hübsch, aber nicht gerade romantisch. Neben der Schenke ist eine Tischlerwerkstatt, wo noch eifrig gehämmert und gehobelt wird, und daneben ein Holzschnitzer, der offenbar an der Gallionsfigur für ein Boot arbeitet – offenbar ein Affe, so dass in der luft der Geruch von Hobel und Sägespänen hängt. Aber von der Mauer hängt eine blühende Tompetenblume herab, auch wenn der Regen den Blüten nicht unbedingt gut getan habt, aber es sitzt sich schön, und der Wein, den die etwas stämmige Bedienung prompt zusammen mit etwas Brot und Käse bringt, ist gut trinkbar. „Wie hast Du denn Deinen Tag verbracht?

Tag 14, Abends, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
Boroggio trinkt einen Schluck. „Du wirkst unzufrieden, Goldon. Was ist es denn? Grämt es dich, dass uns Boronaya keinen handfesten Beweis bringen konnte? Oder ist es etwas anderes?“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.11.2019 16:05

Tag 14, Abends, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Ach, sobald wir denken wir gehen einen Schritt nach vorne, machen wir gefühlt zwei wieder zurück. Das ermüdet und motiviert nicht wirklich. Anstatt Antworten oder Erkenntnisse zu erlangen erhöht sich die Anzahl der Fragen und Möglichkeiten", antwortet er in fatalistischer Stimmung.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.11.2019 17:36

Tag 14, Abends, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
Boroggio schüttelt sachte den Kopf. „Geduld, mein Sohn. Der Herr Boron lehrt uns Geduld und Demut. Es gibt nicht allzuviele Magier in der Stadt, und ich denke, die wahrscheinliche Täterin wurde uns nun genannt. Ich werde mehr wissen, wenn ich mit ihr geredet habe. Abgesehen davon ist die Bedrohung durch die Geschuppten ungleich größer. Ich...“ Er bemerkt, das sie nicht mehr allein sind, daran, dass die Wirtin auf der Terasse auftaucht und sich räuspert. „Was gibt es, Senora Miranda?“ Die Witwe überreicht ihm ein kleines Briefchen. „Dies wurde gerade von einem Jungen für euch abgegeben. Von den Salmoranez. Das Siegel, meine ich. Die springenden Fische. Auf dem Siegel, euer Gnaden.“ Boroggio nimmt das Briefchen freudestrahlend entgegen und bricht das Siegel. Dann wendet er sich an Goldon. „Siehst Du? Wir kommen voran! Don Emile Salmoranez lädt mich übermorgen auf ein Abendessen ein!“ Die Wirtin verabschiedet sich, und Boroggio läuft aufgeregt auf und ab. „Siehst Du? Siehst Du?“ Er hält inne. „Aber vorher würde ich gerne mehr über die Gonralas wissen. Vielleicht...“ Auf seinem offenen, ehrlichen Gesicht macht sich ein Ausdruck von Schläue breit, der dort überhaupt nicht hin passt und auch gleich wieder verschwindet. „Vielleicht...Sie verkaufen doch Sklaven. Vielleicht sprichst Du dort vor und gibst vor, für Dich,... nein, sagen wir besser, für mich, einen Sklaven kaufen zu wollen. Für den Haushalt, und so. Es sind doch die einzigen Sklavenhändler hier vor Ort.“ Wofür würde Seine Gnaden Boroggio, der in Pension bei einer Witwe lebt, einen Sklaven brauchen? Nun, unter der Obhut eines Leibsklaven sähe er wahrscheinlich präsentabler aus. Aber Kaufinteresse nur heucheln ist gefährlich. Natürlich kann man sagen, dass alle nicht passen, das wirkt aber schnell unglaubhaft und belastet dann nur die Stimmung. „Oder hast Du eine bessere Idee?“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.11.2019 22:24

Tag 14, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Nein ich kann keine Illussionen und das ist insgesamt auch eine Kunst, die unter uns Magiern eher gering geschätzt wird. Prosperos Beschwörerfähigkeiten stehen da auf einem anderen Blatt. Oder seine anderen Fähigkeiten, die ihn auch aus dieser Dreiergruppe herausstechen lassen. Aber es ist natürlich sehr nützlich, das kann ich sehr gut verstehen."
Sie schmunzelt. "Wobei das die meisten Kollegen vermutlich auch über meine Magie sagen."
Das Ambiente ist vielleicht nicht ganz so romantisch, wie sie sich das vorgestellt hat, aber eigetnlich doch ganz nett. "Wieso bewirbst du dich nicht trotzdem? Oder muss es schlussendlich etwas theologisches sein?" fragt sie nach, bevor sie mit ihm anstößt.
"Nun ich habe erst nach unserer gemeinsamen Magierfreundin erkundigt, die wohl allgemein ein Problem mit Regeln hat und danach habe ich mit Prospero darüber gesprochen, ob wir vielleicht nciht eine gemeinsame Forschung probieren..." Sie stockt kurz, scheint zu überlegen was sie sagen will, oder gesagt hat. "Und dann einen Auftrag für einen Geweihten, dem es ähnlich erging wie dir gestern.."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.11.2019 08:20

Tag 14, Früher Abend, In einer kleinen Weinschenke , Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Eine gemeinsame Forschung? Habt ihr das was im äußeren Bereich im Auge? Aber das ist doch weit drin im Dschungel, da bräuchte es eine richtiggehende Expedition. Im Sumpf können wir ja zumindest nach zwei Tagen in die sichere Stadt zurückkehren.“ Er seufzt, aber dann stößt er erneut mit ihr an und legt seinen freien Arm um ihre Hüfte. „Ach, unsere gemeinsame Freundin. Ich hoffe irgendwie, sie wird uns einfach in Ruhe lassen. Es ist doch nicht so, dass wir nach Gold graben, und sie wirkte schrecklich gelangweilt. Diederich macht mir da mehr Sorgen. Dass er einfach die Grabung besetzt.“ Er entschließt sich, die schöne gemeinsame Zeit nicht mit Grübeleien über unnette andere Leute zu verbringen. „Sollen wir uns anschließend etwas die Beine vertreten? Ich habe den ganzen Tag in der Schreibstube verbracht.“

Tag 16, Abends, Auf Manana della Suerte, (Capitan)
Shiri zögert, aber als Vecna sich seufzend auszieht, dreht sie sich um. „Es ist halt blöd.“ Sie richtet sich halb auf. Vecna streckt sich und zieht eine Grimasse, als es in ihrem Rücken knackt. „Was genau denn?“ „Alles halt.“ Sie seufzt. „Irgendwie sehe ich eine Zukunft auf mir landen, in der ich die Köchin der Plantage bin. Da hätte ich auch Ricolino heiraten können.“ „Ricolino? Der hätte dich doch mit jeder betrogen, die bereit ist, ihm seine Lampe zu putzen. Was besseres als den...“ Shiri möppert. „Und wer sollte das sein? Der Capitan fliegt auf dich, und Rumo? Also wirklich nicht.“ Vecna grinst, froh, dass Shiri zumindest nicht beleidigt zu sein scheint. „Fliegen? Sagen wir lieber stehen, das trifft's wohl besser.“ Shiri muss kichern. „Und wir kriegen hier sicher noch mehr rein.“ „Aber alles Sklaven.“ „Auch wahr. Aber wart's ab, vielleicht hat Donna Emilia einen süßen Cousin, der sie mal besuchen kommt.“ Shiris Laune hat sich gebessert. „Schön wärs. Wie war's mit den beiden Macalintos?“ Vecna seufzt und lässt sich nieder. „Gut, dass der Capitan so prächtig mit ihnen hinzukommen scheint. Mein Fall sind sie nicht so.“ Sie seufzt. „Wenn ich mich nicht irre, steht morgen das freimachen und dann Umgraben der alten Gemüsebeete an.“ Shiri stöhnt.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.11.2019 22:58

Tag 14, Früher Abend, In einer kleinen Weinschenke , Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Nun die näheren Ruinen sind ja schon erforscht, aber ich denke, dass es trotzdem eher kurz bleiben wird. Allein angesichts der geschuppten Wächter."
Zu seiner Einschätzung mit Paladrine schüttelt sie leicht den Kopf. "Mal sehen. ABer darüber müssen wir jetzt wirklich nicht sprechen. Was schwebt dir denn als Ziel vor? Oder einfach ein wenig durch die Stadt bummeln?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.11.2019 09:20

Tag 14, Früher Abend, In einer kleinen Weinschenke , Sandalia, Santinera (Boronaya)
Was er sich erhofft, deutet sein um ihre Hüfte gelegter Arm bereits an, die Hand – durch Tisch und die Wand herabhängende Trompetenblume vor den Blicken der ohnehin nicht interessierten Nachbarn geschützt, ist bereits ein wenig tiefer gerutscht, wo Boronaya sie noch lieber fühlt. Bei einem fremden Mann würde sie das als zudringliche Grabbelei abstoßen, aber bei Ribaldo fühlt es sich wundervoll an. Seine Antwort ist auch etwas gedämpft, nicht geflüstert, aber doch so leise, dass die Nebentische ganz gezielt lauschen müssten, um etwas mitzubekommen. „Ein kleiner Spaziergang zum Beine vertreten? Am Cashewbaum sind wir vielleicht ein wenig ungestört?“ Natürlich wirkt Paladrine auf Männer, die noch nicht völlig vertrocknet sind, eher harmlos mutwillig als gezielt bösartig. Vielleicht ist sie das sogar, einfach nur unbedacht und etwas egoistisch.

Tag 17, Mittags, Mana della Suerte (Capitan)
Das Umgraben der Gemüsebeete ist trotz der sechs von Georgino tatsächlich abgestellten Helfer eine in den Rücken gehende Schinderei, auch wenn die Männer die Arbeit mit Hacke und Spaten übernehmen – Sichel und Rechen sowie der Abtransport des Grünzeugs bleiben an ihnen hängen, und gegen Mittag ist Emilia es herzlich leid. Dazu kommt, dass ihr Onkel mit seinen Bärenkräften unverwüstlich scheint, ganz anders als bei ihrem langen Fußmarsch nach La Grande Desplumada. Sie hat sich leichtfertigerweise auch für die körperliche Arbeit selbst eingeteilt, weil sie nicht hintanstehen wollte, und glücklicherweise sind Vecna und Shiri anscheinend genau so fertig wie sie, aber für Hestia, Rumo und die Macalintosklaven ist das einfach nur normales Tagewerk. Als der Capitan ihr dann in einer kurzen Verschnaufspause nahelegt, sich mit Shiri zusammen sich um das Mittagsessen zu kümmern, nimmt sie das gerne auf.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 15.11.2019 10:47

Tag 14, Abends, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
"Geduld ... du hast recht", nickt Goldon Boroggio zu, "ich mache mir nur Sorgen wie du sie damit konfrontieren wirst ohne das sie es als eine schwere Anschuldigung sieht. Ich wäre da sehr vorsichtig. Und solltest du Paladrine von dem Echsenangriff berichten, weiß es morgen jeder in der Stadt, aber vielleicht möchtest du das ja auch." Er grinst etwas unsicher.
Als dann Witwe Miranda den Brief überreicht und Boroggio daraufhin motiviert sich ihm wieder zuwendet, entgegnet Goldon: "Emile Salmoranez, ein Treffen der Namensvettern, dass ist eine gute Nachricht", hoffe ich zumindest, "und um an guten Informationen zu kommen, braucht es Zeit, und die habe wir nicht. Einen Sklaven für euch zu kaufen möge ja funktionieren, es passt aber nicht im Einklang mit eurer Wohngepflogenheit hier. Den Boronis hat man noch nie Bescheidenheit nachgesagt. Ein teurer Sklaven passt nicht, solange wir hier gefühlt in Armut leben. Lasst mich mal darüber nachdenken ... wie kommen wir näher ran? ... ich habe Kontakte zum Silberberg, die verlangen mehr Sklaven und sind mit ihrem Händler nicht zufrieden und hätten wohl nicht gegen eine neue Einkaufsquelle ... hm ... das würde sich auch rumsprechen, denn die Gonralas werden ihren Mann vor Ort darüber informieren ... hm ... vielleicht einfach offen nachfragen, der Silberberg ist über die erhöhten Preise aufgrund von Engpässen beim Sklavenhandel nicht begeistert und man solle sich hier vor Ort einfach mal rumhören ... das wird sich auch rumsprechen ... aber es ist eine Tatsache das momentan weniger Sklaven von hier gen Hauptstadt transportiert werden, das man dann mal nachfragt, wäre ja nicht unrealistisch ... oder haben ich einen Denkfehler?"

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