DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.10.2019 20:49

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weißen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Prospero deutet eine Verbeugung an. „Die Freude ist ganz auf meiner Seite, ich bin sicher, wir werden gemeinsam zu interessanten Erkenntnissen gelangen. Was das Zeitliche angeht, so muss ich gestehen, dass ich momentan mehr als ausgelastet bin. Unser Fund von vor einigen Tagen wirft schneller Fragen auf, als wir Hypothesen aufstellen können, und wir haben gerade erst mit der Katalogisierung angefangen, von einer Analyse ganz zu schweigen. Ich bin sicher, ihr habt schon einiges gehört, und mehr könnte ich derzeit auch nicht sagen, aber mein Instinkt rät mir, keine Zeit zu verschwenden. Alpacinas und Ribaldos Ausgrabung bedarf eurer Unterstützung, ich denke nicht, dass sie ohne euch so einfach zum Erfolg kommen werden. Meine Möglichkeiten zur direkten Unterstützung sind aufgrund der Natur der Örtlichkeit deutlich eingeschränkt.“ Klar, auf geweihtem Grund kann er seine 'Trugbilder' kaum einsetzen, das wäre ein frevelhafte Frechheit, die kein gottesfürchtiger Magier begehen würde, der in irgendeiner Form noch einmal auf Tsas Segen hoffen mag. „Und der kleinen Paladrine müssen ihre Unartigkeiten ja auch noch ausgetrieben werden.“ Er teilt den restlichen Wein zwischen ihnen auf. „So sind wir wahrscheinlich auf die Regenzeit verwiesen, so leid es mir tut.“ Das ist nicht mehr so weit hin, bestenfalls vier Wochen. „Ich werde mir die drei Orte noch einmal vornehmen, und ich denke, in drei Tagen können wir uns erneut zusammensetzen, so im Sumpf bei unserer derzeitigen Ausgrabung keine Überraschung passiert. Unsere geschuppten Freunde haben beim letzten Mal doch anders reagiert, als ich erwartet hatte, und wenn meine Vorbereitungen auch angemessen waren, bin ich sicher, dass sie einen konkreten Grund für ihr Tun hatten. Und solange wir den nicht verstehen, wird es uns schwer fallen, ihre Aktionen vorher zu sagen.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 25.10.2019 00:29

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weißen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Ja ich denke auch, dass das die Zeit werden wird, in der auch ich wesentlich mehr Zeit habe. Und ihr müsst mir bei Gelegenheit einmal mehr über euren Fund verraten. Ich muss gestehen, daass auch ich die Echsen nciht verstehe, auch wenn ich in Selem in ihrer Nähe aufgewachsen bin.
Dann bedanke ich mich schon einmal im vorraus und werde euch auch nicht weiter vom Arbeiten abhalten. Und schaue einmal nach meinen weiteren Aufgaben. Nicht zuletzt nach meiner Collega. Möge Hesinde euch ein paar Durchbrüche schenken."
Sie verabschiedet sich mit einem Lächeln bevor sie sich mit Hilfe des Dieners und des Schirms auf den Weg zum Borontempel macht. Der Weg wird wohl genug Gelegenheit zum Nachdenken bringen.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.10.2019 11:41

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weißen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Prospero bestellt und bezahlt den Jungen mit dem Schirm, und so kommt Boronaya recht ungeschoren durch den Regen zur Herberge Arangenbäume zurück, just in dem Moment, als der Regen fast ganz nachlässt. Ihre Partida, bis auf Sertudo, dafür zusammen mit Cusi, sitzt im Schutz der Pergola am großen Tisch beider Ausrüstungs- und Klamottenpflege und begrüßt sie fröhlich, wobei Boronaya das Gefühl hat, das – anders als alle anderen bisher - Makita und Tonarev sofort den Verdacht hegen, sie habe mit Prospero nicht nur Magietheorie diskutiert. Aber vielleicht bildet sie sich das nur ein, und sie ziehen sie völlig verdachtsfrei auf. „Hola, Naya. Na, wie wars beim Prospero? Wie fand er dich denn...so?“ Jucho wird prompt rot. „Tonna, lass sie doch!“ „Was denn? Spaß muss sein, auch zwischen den Beinen!“ Makita grinst, wohl wissend, dass sie Jucho damit nur noch verlegener macht. Der rettet sich mit seiner Standard-Drohung. „Ich leg euch gleich übers Knie! Alle beide!“ Der Versuch der Einschüchterung geht fehl. „Traust Du dich ja eh nicht!“ An sich sollte Boronaya sich jetzt so langsam zu dem Boroni und seinem Gardisten aufmachen.

Tag 15, Vormittags, La Grande Desplumada (Capitan)
Emilia verabschiedet sich von den beiden Herren mit einem Kopfnicken, dann folgt sie Safiras einladender Handbewegung, und Vecna und Shiri schließen sich ihr an. Es geht halb ums Haus herum, durch einen von einem Kreuzgang umschlossenen kleinen Blumengarten, in dessen Ende ein offener Vergnügungspavillon mit mehreren Liegen befindet, zu einem offenbar noch nicht fertig, oder zumindest noch nicht fertig umgebauten Badehaus. Einen Umkleideraum gibt es nicht, und der Sichtschutz ist rudimentär: Nur ein paar bepflanzte Rankgitter. Aber er hat fließendes Wasser, sowohl zum Waschen an mit Mosaiken gefliesten Bänken, wie auch im ebenfalls mit einem recht prächtigen, allerdings nicht besonders künstlerischem Badebecken. Emilia schaut sich etwas unsicher um – im Blumengarten arbeitet eine Gärtnerin, und am Haus hört man auch Sklaven, aber Vecna und Shiri beginnen sich ganz unbefangen auszuziehen. Vecna zögert, als sie Emilia rot werden sieht. „Wir sind hier in Al'Anfa, Donna.“ Und ob ihn Sklaven bei irgendwas sehen, interessiert einen Plantagero doch nicht. Emilia zögert weiter. „Wie ich meinen Onkel kenne...“ Vecna lacht, und wendet sich an Safira. „Ich will Deinem Herrn nicht Unrecht tun, aber ich nehme an, dass es nicht wahrscheinlich, sondern sicher ist, dass er hier vorbei kommt, sobald wir im Wasser sind, oder?“ Safira muss lachen, während Emilia sich prompt umschaut. Dann ballt sie die Fäuste. „Soll er halt gucken!“ Vecna, bereits nackt, wendet sich an Safira. „Weißt Du, warum meine Donna hier zu Besuch ist, Safira?“ Die nickt. „Ja, der Herr hat schon mit Rumo und Hestia gesprochen. Hestia ist da drüben.“ Sie weist zu der über die Blumenbeete Gebückte. Vecna schaut kurz zu Emilia, aber die lässt sie machen. „Was dagegen, wenn wir schon mal mit ihr ein paar Worte wechseln, ohne die Kerle?“ Safira schüttelt den Kopf. „Natürlich nicht, ich hole sie eben!“ Das ist jedoch nicht nötig, denn als sie winkt, setzt die Gärtnerin ihren Korb und das Werkzeug ab und kommt zu ihnen herüber, den Strohhut abnehmend. Sie verneigt sich vor Vecna. „Seid gegrüßt, Donna Emila!“ Vecna weist auf die prompt knallrot gewordene Emilia. „Sie ist die Donna, ich bin Vecna, die Konnetabel.“ Hestia wird bleich und setzt zu einer Entschuldigungsorgie an, aber Emilia hebt nur die Hand. „Ist schon gut.“ Sie muss das zweimal wiederholen, aber erst als Safira den Kopf schüttelt und lächelt, beruhigt sich die junge Frau. „Du bist also Hestia. Was sind deine Aufgaben hier?“ „Ich bin Gärtnerin, Donna.“ Vecna schüttelt den Kopf. „Das sehe ich doch. Aber etwas genauer. Wen hast Du über Dir, wie viele unter Dir. Was kannst Du selbst entscheiden...“ Hestia kommt ins Schwimmen und schaut hilfesuchend zu Safira. Die ist resoluter. „Jetzt hilf erst einmal den Signorinas beim Baden, nicht, dass der Don auf uns mit dem Mittagessen warten muss, dann zürnt Senora Mia.“ Hestia nickt folgsam, so dass auch Emilia nichts anderes übrig bleibt, als sich zu entkleiden. Aber bei der Wäsche taut Hestia tatsächlich auf. „Ich bin für den Hofgarten und den Kräutergarten zuständig. Zwei Jungen und ein Hilfsgärtner helfen mir, ich darf meine Arbeit einteilen, wie ich es am Besten halte, aber natürlich schaut Signora Carla nach dem Rechten und ermahnt mich, wenn ich fehle.“ „Ermahnen... machts Dir was aus, dich auszuziehen?“ Hestia wird rot. „Ich habe keine Striemen oder Peitschennarben, Signorina Vecna.“ Safira legt ungefragt ihre hübsche, mit einer bestickten Borte verzierte Tunika ab und präsentiert sich stolz. „Keine von uns. Seit Don Amatino Senor Mojigatto fortgejagt hat, wird hier niemand mehr aufs Blut gezüchtigt, und auch vorher hat er es stets missbilligt!“ Vecna mustert sie mit einer Mischung aus Anerkennung und gut gespieltem Neid, und als Safira eine Geste macht, entledigt sich auch Hestia nach kurzem Umschauen ihrer deutlich einfacheren aber doch immer noch guten Leinentunika. „Also ein gutes Leben hier. Bist Du traurig, wenn Du gehen musst?“ Hestia schaut unsicher zu Emilia, die prompt rot wird. „Du kannst offen reden.“ Vecna trifft den richtigen Ton. „Sag es frei heraus. Wir merken es doch sowieso.“ Hestia zögert, aber dann schaut sie zu ihrem Garten. „Es ist ein gutes Leben hier. Aber mein Bruder ist unglücklich.“ Sie erwähnt den Grund nicht, aber das muss sie auch nicht, das hat ihnen Don Amatino ja sogar selbst erzählt. Vecna lässt sich in das angenehm kühle Becken sinken. „Was macht Dein Bruder Rumo am liebsten? Was kann er am besten?“ Hestia strahlt. „Rumo kann alles reparieren!“ Safira unterstützt sie. „Das stimmt. Wenn man ihm etwas gibt, bringt er es wieder in Ordnung.“ Vecna steuert das Gespräch, behutsam, und trotz aller Beschränkung aufs Positive wird recht klar, das Rumo wohl technisch begabt, im Umgang mit Menschen, insbesondere Frauen, jedoch ungeschickt und unsicher zu sein scheint, und sich am wohlsten fühlt, wenn er in seiner Werkstatt vor sich hinarbeiten kann. Seine Schwester ist ihm da nicht unähnlich, nur dass sie gerne im Garten arbeitet und nicht ganz so eigenbrötlerisch zu sein scheint – weswegen sie auch Leute unter sich hat, was wohl bei Rumo einfach nicht funktioniert, so die unfreiwillige, aber hörbare Meinung von Safira und Hestia. Safira unternimmt es angesichts der entspannten Atmosphäre, vorsichtig und mit gut gesetzten Worten abzuklopfen, wie notgeil der Capitan ist, und da Emilia sich nicht in der Lage zu einer angemessen diplomatischen Antwort sieht, bleibt auch das an Vecna hängen. „Seine Augen hat er nicht unter Kontrolle, seine Finger schon. Auch den elften.“ Emilia läuft rot an, widerspricht aber nicht. Sie können tatsächlich ungestört zu Ende baden, und anschließend bleibt sogar noch Zeit,sich von Hestia den Garten zeigen zu lassen, und hier taut Shiri auf, während sich Vecna mehr zurück hält. Die Gärten sind gut gepflegt, der Hofgarten sehr schön, der Kräutergarten gut bestückt. Es gibt keine besonderen Wunderwerke, aber weder Emilia, Vecna noch Shiri fällt etwas Kritikwürdiges auf. Dann erklingt vom Haus her ein Gong, geschlagen von einem jungen Sklaven auf der Terrasse, eindeutig das Signal, dass das Essen fertig ist.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 25.10.2019 13:52

Tag 14, früher Nachmittag, Anwesen der Macalinto, Magnolia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Goldon zeigt sich etwas überrascht, dass die Dame des Hauses die Nachricht quasi vor dem Volke laut ausspricht und nun weiß er selbst um was es geht, natürlich auch ein Vorteil, aber sowas hätte er sich ja denken können.
Mal schauen wer es morgen alles weiß ...
"Es gibt wohl ernsthafte Probleme wenn die Kirche euch bittet ... es erweckt den Eindruck, dass sich andere rüsten, aber gut, ich bin nicht hier um zu urteilen, sondern überbringe nur eine Botschaft", sagt er leise, so dass es nur die Dame und Rapida deutlich hören können. Er verbeugt sich und nennt noch die Adresse wo sie untergekommen sind. Sollte es nichts weiteres geben, würde er sich dann zurückziehen.
"Danke noch einmal für eure Gastfreundschaft. Möge Boron euch beschützen."

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.10.2019 15:09

Tag 14, früher Nachmittag, Anwesen der Macalinto, Magnolia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Tsabelina schaut noch einmal auf das Schreiben. „Von der Kirche? Ihre Gnaden, Madre Speranza, hat es nicht mit unterzeichnet. Nichts gegen euren Herrn, Zaraguza...“ Sie schaut zu Rapida. „Hast Du irgendwas von Kriegsanstrengungen der Eidechsen gehört?“ Die schluckt runter und zuckt mit den Schultern. „Bari hat nichts erzählt, und Isuzu auch nicht. Angeblich ist es im Sumpf unruhiger geworden. Ein Magus hat wohl ein paar Dutzend von ihnen erledigt, auch einen Schamanen. Hat Jorge bei Carlosco gehört. Ob's stimmt...“ Tsabelina hat dazu eine klar formulierte Meinung. „Was Hurenböcke so ihren Huren erzählen, wenn sie keinen hoch kriegen... Aber einen Schamanen... das wird ihnen nicht gefallen. Welcher Magus?“ Rapida zuckt mit den Schultern. „Keine Ahnung.“ Besorgt klingt sie nicht, eindeutig ein 'Nicht mein'-Problem, und Tsabelina wendet sich wieder Goldon zu. „Vielen Dank für eure Mühen, Zaraguza. Ich werde das Schreiben meinem Vater vorlegen. Die Antwort wird allerdings dieselbe bleiben, ich kenne ihn.“
Der Rückweg verläuft problemlos, nur dass es tatsächlich auf den letzten Metern wieder zu schütten beginnt und er dann zwar nicht durchnässt, aber wieder gut angefeuchtet in der Pension ankommt. Boroggio erwartet ihn schon. „Sie ist immer noch nicht da. Bist Du Dir sicher mit der vereinbarten Zeit?“ Wirklich zu spät ist sie eigentlich nicht, aber wer wartet schon gerne?
Zuletzt geändert von Jadoran am 25.10.2019 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 25.10.2019 15:46

Tag 14, früher Nachmittag, Anwesen der Macalinto, Magnolia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Auf dem Rückweg denkt er sich, dass es wohl auch besser ist, dass euer Gnaden Speranza nicht mit unterschrieben hat, deswegen hat er den Komentar von Tsabelina auch so stehen lassen. Er wusste ja auch nichts über den Inhalt. Der Hurensohn der den Schamanen wegpustete kannte er ja, aber sein Namen behielt er für sich. Wie mag es da wohl weitergehen? Bereiten die Echsen doch was vor? Bestimmt, denn immerhin werden sie ihre alten Kultstätte wohl verteidigen. Warum sie sie so verfallen ließen, ist ihm ein Rätsel. Ja, sie fürchten sich vor ihren Göttern und meiden den Kontakt, anders als die Menschen. Er grübelt, spinnt sich Boroggio was zurecht? Hat er was bei seinen Traumgängen gesehen was ihm nicht gefallen hat?

"Macht dir keine Sorgen, sie wird kommen", sagt er zuversichtlich zu ihm, wobei er darauf achtet das niemand sonst anwesend ist. "Die Dame des Hauses hat den Brief geöffnet und hat prompt geantwortet. Sie sagte, dass ihr Vater schon damals sagte, solange keine Achaz seinen Boden betreten und kämfpen wollen, wird er sie nicht angreifen. Sie sammeln auch weniger Bewaffnete beisammen, im Gegensatz zu Salmoralez, dort wirkte es schon anders. Merkwürdig was da so läuft. Ich vermute die Macalintos pflegen so etwas wie ein Nichtangriffspakt."
Dann setzt er sich und stopf sich seine Pfeife mit dem normalen Mohacca.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.10.2019 18:16

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggios Neugier ist geweckt. „Was ist bei den Salmoranez merkwürdig? Sammeln sie Bewaffnete? Man sieht gar keine von ihnen auf den Straßen.“ Er nimmt seine Pfeife heraus, erwägt wohl, sie zu stopfen, steckt sie dann aber wieder weg. „Es wird schrecklich werden, wenn wir sie nicht aufhalten, Goldon. Ich habe es gesehen. Es werden alle sterben!“

Tag 15, Mittags, La Grande Desplumada (Capitan)
Das reichhaltige aber nicht schwere Mittagsmahl ist eine schwere Prüfung von Emilias Ettikette. Sie hat nicht wirklich damit gerechnet, dass Don Amatino seine 'Haserl', wie ihr Onkel das nennen würde, mit an den Tisch nimmt. Die Schreiberin Lucia geht ja noch, aber Botina, und erst recht Safira? Bei aller Ablehnung der Sklaverei, das ist doch so, als ob man mit seinen Dienstboten zusammen speist oder der Capitan zusammen mit den Matrosen. Sie weiß, dass sie sich nicht beleidigt fühlen sollte, aber genau das tut sie. Das geht doch gar nicht! Dass auch Vecna und Shiri mit an den Tisch gebeten werden geht schon eher, zumindest haben sie schon zusammen Wein getrunken, und als Konnetabel... Emilia schüttelt sich innerlich und bemüht sich, nicht zu konsterniert zu schauen. Schließlich sind sie Gast, und das geht vor. Don Amatino will sie gewiss nicht beleidigen. Aber das geht doch wirklich gar nicht! Sie reißt sich zusammen und versucht, dem Gespräch zu folgen.
„Ich habe früher selber mit dem Großen Sklaventod gefochten, und glaubt mir, sie ist ein Naturtalent!“ Der Capitan lacht und nickt Safira zu, die tatsächlich ein wenig verlegen wirkt. Don Amatino klopft ihr auf die Schulter. „Meine eigene Klinge ist ein wenig schwer, aber ich habe ihr aus Al'Anfa einen passenden Doppelkhunchomer besorgt. Die meisten Tulamiden haben ja nichts auf den Armen.“ Er lacht und beugt seinen durchaus ansehnlichen Bizeps, und der Capitan lacht mit, schiebt prompt eine Anekdote rein, wie er einmal mit nur sechs Getreuen in einer Bucht eine novadische Piratenthalukke aufgebracht hat, indem er seine „Mein Name ist Jorge Bartholomeus Morrigan, Capitan“-Nummer abgezogen hat und die Furcht Borons in 'das Gesindel' gebrüllt hat. Es klingt glaubhaft, denn selbst Emilia verspürt einen Schauer, als er sich erhebt und in vollem Brustton die Überlegenheit der imperialen Armada verkündet. Die beiden Kerle verstehen sich prächtig. Das Gespräch wandert zu Safiras Fechtkünsten zurück, und auch wenn diese versucht, dezent gegenzusteuern, verkündet Don Amatino, dass es ihr an ihr ebenbürtigen Übungspartnerinnen fehle. Emilia mustert die Sklavin, und findet, nun da sie sie nicht nur unter dem Gesichtspunkt 'Haserl' betrachtet, dass sie gut ausgeprägte Muskeln besitzt, und da sie sie nackt im Bad gesehen hat, erinnert sie sich auch, dass sie durchaus flink war. Der Capitan prostet ihr zu. „Wenn Du den Mumm hast, einen alten Mann in seine Schranken zu weisen, ich stehe zur Verfügung.“ „Onkel!“ Zu spät bemerkt sie seine Absicht. Die einzige andere am Tisch, die sonst zur Verfügung stünde, wäre sie selber, und sie ist sich sehr sicher, dass Safira nicht den Hauch einer Chance gegen sie hätte. Wenn der Capitan ihr einen spannenden Übungskampf liefert und vielleicht sogar nach Punkten verliert, dann kann er sich mit seinem Alter und seiner Wehrlosigkeit gegen das schöne Geschlecht herausreden. Aber das hat sie unwillentlich durchkreuzt, und prompt kommt von Don Amatino, dem sie gegen sich auch keine Chance einräumen würde, der befürchtete Vorschlag. Der Capitan versucht gegen zu steuern. „Emilia, nun raube einem alten Seebär doch nicht sein Vergnügen!“ Vecna, oberhalb der Tischkante völlig unschuldig und bisher verdächtig still, tritt ihr vors Schienbein.
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 26.10.2019 11:57

Tag 14, früh nachmittags, Haus ihrer Gnaden, Dottora Maree Altana, Sandalia, Santinera (Alrik, Dauerregen)

Mit einer hochgezogenen Augenbraue schaut Alrik zu den Sumpfgängern herüber

"Ja, man hat mir schon gesagt, dass der Sumpf eine eher... schwieriges Gebiet sei. Also dann, Peraine mit euch und mit denen da auch. Und meinen Dank für die Hinweise."

Mit einem kurzen Nicken wendet sich Alrik ab und verlässt die Dottora. Jetzt bleibt ihm eigentlich nicht mehr viel zu tun. Bei diesem Wetter kriegt er das Gros seiner restlichen Einkäufe, die er noch tätigen will, sowieso nicht trocken nach Hause, den Heiltrank kann man auch auf dem Zimmer zusammen mischen, er darf eh nicht mehr bewegt werden sobald er einmal angesetzt ist und Feuer ist nicht nötig, also bleibt eigentlich nur noch, auf ein Getränk in der Gilde vorbei zu schauen und neue Leute kennen zu lernen. Also macht er sich eiligen Schrittes auf zum Gildenhaus um zu schauen, was da so los ist.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.10.2019 13:56

Tag 14, nachmittags, Gildenhaus in Portas, Santinera (Alrik)
Genau wie in Oblarasim. Wenn das Wetter und damit der Verdienst schlecht ist, dann hängen die Söldner herum, trinken, und haben schlechte Laune. Der Ton ist rau, und es liegen Prügel in der Luft. Die Tische sind ziemlich voll, und die Luft so dick, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte, wie es eben riecht, wenn einige Dutzend eher schlecht gewaschene Leute bei feuchtem Wetter auf engem Raum zusammen sitzen, billiges Bier saufen und Kantinenessen verzehren. Und dazu vielleicht auch noch rauchen. Es sind immer Grüppchen von drei bis maximal ein Dutzend, ähnlich und doch ganz anders als in Oblarasim. Vom kompletten Fehlen von Elfen und Halbelfen einmal zu schweigen. Bekannte Gesichter erkennt er auf Anhieb nicht, bis auf die Gildenschreiberin und den Wirt am anderen Ende des Raumes, hinter dem Tresen. Beim Betrieb haben die wohl eher keine Zeit für ein Schwätzchen.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 27.10.2019 00:27

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weißen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Boronaya wirkt auf jeden Fall froh, dass der Regen nachlässt und sie so nachher trocken zum Boroni kommen kann.
Das Necken fürht sie nur zu einem Abwinken. "Ach sie werden ganz sicher einen Rahjatempel nach uns benennen und die armen Menschen in der Straße sind ganz sicher für eine Weile taub." Sie schüttelt lachend den Kopf, überspielt, dass sie ins Schwarze getroffen haben. "Aber im Ernst. Wir haben uns hauptsächlich über lohnenswerte Ziele im Sumpfe unterhalten. Also genau das, weshalb ich hingegangen bin. Aber ich würde euch nachher genaueres erklären, ich muss eigentlich schon wieder los. Diese freien Tage sind schrecklicher als zu arbeiten..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.10.2019 09:27

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Der Regen frischt prompt wieder auf, so als habe eine missgünstige Macht ihre Gedanken gelesen. Tonarev scheint Bornoayas Ausflüchte zumindest für den Moment zu glauben, vielleicht auch, weil es ihr eher darum geht, sie und Jucho etwas zu foppen. Sie erhebt sich und deutet eine andächtige Verneigung an. „Eine Mitleidsminute für unsere überarbeitete, müde Magierin.“ Auch Makita und Cusi erheben sich und tun es ihr grinsend nach, Jucho hingegen nutzt die günstige Gelegenheit und versetzt seiner Schwester einen kräftigen Klaps. Die nimmt das mit Humor. „Immer ergreifst Du ihre Seite!“ Jucho lacht, dann schaut er in den wieder auffrischenden Regen. „Eigentlich könnte er Dir wen mit einem Schirm schicken. Der Prospero weiß wenigstens, was sich gehört.“ Makita, außer Armesreichweite ihres Anführers und damit sicher, kichert. „Vielleicht hofft er ja, dass Du mit am Körper klebender, pitschnasser Robe auftauchst!“ „Mädels, ihr redet immerhin von einem Geweihten!“ „Sind auch nur Menschen, und nicht der Enthaltsamkeit verpflichtet.“ Das kann Jucho nicht bestreiten. Tonarev verpasst ihrem Bruder als Dank für den Klaps eine Kopfnuss und hat dann einen Vorschlag. „Leih Dir hier den Schirm und stell ihn mit in Rechnung. Wer was will, muss dafür zahlen. Sonst denkt er noch, Du bist seine Leibsklavin, die angerannt kommt, wenn er sich räuspert.“ Sie schaut wieder in den Regen. „Wo willst Du eigentlich heute Abend mit Deinem Ribaldo hin, bei dem Wetter?“

Tag 15, Mittags, La Grande Desplumada (Capitan)
Safira sträubt sich, sie hat offenbar sowohl eine recht gute Menschenkenntnis wie auch eine realistische Einschätzung ihrer Fechtkünste. Aber der Don will unterhalten werden, und damit steht er nicht allein. Nachdem die Tafel aufgehoben ist, vertagt man sich zu einem kleinen, von Rankpflanzen beschatteten Innenhof, recht nahe am Bad, wo sowohl bequeme Korbstühle wie auch ein sauber gerechter Sandplatz für das Sparring sind. Safira wechselt in ein sehr adrettes Mittelding aus knappster Korsage und Brustuch sowie Pluderhosen, was ihr zumindest gegen den Capitan einen gewissen Vorteil verschafft, und dehnt und lockert sich. Emilia lässt sich mit Wein versorgen und, anerkennend, das Safira anscheinend tatsächlich zumindest die Grundlagen des Kampfes mit dieser nicht einfachen Waffe beherrscht, spürt sie die Spannung in sich aufsteigen. Es könnte tatsächlich sein, dass sie für ihren Onkel eine Herausforderung darstellt. Sie ist deutlich jünger und auf den Füssen flinker, und ihre Waffe hat eine größere Reichweite.
Dann erklingt der Gong, und die Gegner tasten sich vorsichtig ab. Der Capitan mit seinem Säbel und dem Hakendolch, Safira mit ihrem beidhändig geführten Krummschwert. Der verlegt sich sofort aufs provozieren. „Nur ran an den Feind, Mädchen, oder hast Du Angst vor einem alten Mann?“ Vecna muss losprusten, und Safira lacht. „Von wegen alter Mann, Capitan, ihr seid ein hinterhältiger Dachs, das sehe ich doch an euer Beinarbeit. Ihr wollt mich doch nur auf den Rücken legen, wenn ich ungestüm versuche, einen schnellen Sieg zu bekommen.“ Sie tasten sich in einem schnellen Klingenwechsel ab und trennen sich wieder. Safira versucht, ihn mit einer Lücke in ihrer Deckung zu locken, muss aber feststellen, dass er ihr den Gefallen deutlich effektiver tut als gedacht, und nur ihre Flinkheit sie gerade noch rettet. Der erste Punkt geht trotzdem an ihn. Er könnte eigentlich nachsetzen und es beenden, und in einem Ernstkampf würde er es gewiss tun, aber er hat wohl nicht vor, das Publikum zu enttäuschen, und außerdem sieht Emilia ihm an, dass er in seinem Element ist – Geplänkel mit einer schönen Frau, die ihm beinahe das Wasser reichen kann. Safira liefert einen guten Kampf, und schafft es, mit guter Beinarbeit ebenfalls einen Punkt zu holen. Wahrscheinlich kommt es ihr zupass, dass Don Amatino und der Capitan eine ähnliche Statur haben, auch wenn der Capitan ganz eindeutig deutlich flinker und wendiger ist als der Plantagero. Er holt sich seinen Vorsprung zurück, aber dann schafft es Safira, auf Handgemengedistanz zu gelangen und ihn, ihre Waffe fallen lassend, mit einem Ringerwurf auf den Sand zu befördern. Der Kampf ist entschieden. Rittlings auf ihm sitzend beugt sie sich herunter und flüstert ihm etwas zu, aber er lacht nur, und sie steht auf und reicht ihm die Hand, ihre Haut glänzend vor Schweiß.
Emilia reicht ihm seinen Pokal, als er zurück zu ihr kommt und sich in seinen Korbstuhl fallen lässt. „Du hast sie gewinnen lassen, ich hab es genau gesehen!“ „Nur ein klein wenig. Ich werde alt, mein Kind. Und eine schöne Frau zu schlagen ist kein Sieg.“ Vecna grinst. „Aber mir auf den Po hauen...“ „Ist Erziehung!“ Er lacht und tut es, da sie nicht schnell genug ausweicht. Safira kommt, nachdem sie von ihrem Herrn beglückwunscht wurde, die zwei Schritt herüber zu ihnen und verbeugt sich tief vor dem Capitan, was dem natürlich gefällt. „Ich bedanke mich für die Lehrstunde, Capitan.“ „Es war mir ein ausgesprochenes Vergnügen, junge Dame. Arbeitet an euch, ihr habt Talent!“ Das ehrlich gemeinte Kompliment lässt Safira erröten, und sie verneigt sich erneut.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 27.10.2019 20:00

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Ja danke. So viel ehrliches Mitleid tut einem gut," meint sie gut gelaunt. "Ich habe schon lange aufgegeben mir über die Hoffnungen der Männer Gedanken zu machen, wobei ich die Hoffnung hätte, dass ich heute einen trockenen Platz mit Ribaldo finde. Naja. Ihr kennt da nicht durch Zufall etwas? Ihr seid ja schon länger hier. Und das mit dem Schirm habe ich mir unserer Wirtin eigentlich schon abgesprochen," nickt sie auf den Vorschlag hin.
"Und ich würde irgendwann die Tage unserer guten Magierfreundin noch einen Besuch abstatten. Steht das Angebot noch mich zubegleiten?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.10.2019 08:51

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
„Ein trockenes Plätzchen?“ Tonarev schüttelt lachend den Kopf. „Sei Dir meines Mitgefühls gewiss, aber da bin ich überfragt.“ Cusi schnüffelt. „Mit etwas Glück hört es gegen Abend auf. Ich denke, das hier ist der letzte richtige Schwung.“ Sie deutet auf den grauen Himmel, und Boronaya sieht keinerlei Anhaltspunkte für ihren Optimismus. Andererseits ist Cusi eine Veteranin unter den Kundschaftern. Makita lässt sich wieder auf die Bank sinken. „So oder so, feucht werden willst doch eh, da kommt es doch nicht drauf an.“ Bule stirbt beinahe vor Verlegenheit, und Jucho zieht den Kopf ein. „Mädels, echt jetzt mal.“ Tonarev erinnert sich wohl an ihre Schilderung vom gestrigen Abend. „Bleib auf jeden Fall in der Stadt. Die Karrenwege sind jetzt total verschlammt. Nass geht ja noch, aber dreckig...“ Sie wendet sich Boronaya zu und damit ihrem Bruder den Rücken. „Und was das andere angeht... Ich wäre dabei.“ Sie bekommt prompt einen weiteren Klaps. „Mädels, seid vorsichtig. Ich verstehe es ja, aber es ist eine Magierin.“ Makita grinst. „Bin auch dabei. Ich denke, sie nimmt das mit Humor. Und fällig ist sie.“ Tonarev dreht den Kopf. „Wir müssen allerdings schon fester hauen als mein lieber Bruder... der scheint gerade an Muskelschwäche zu leiden.“ „Ich komm Dir gleich!“ Er erinnert sich rechtzeitig an die schon einmal von Makita angesichts einer solchen Ankündigung kassierte Replik. „Und zwar mit dem Riemen!“ Sein Abschreckungspotential geht trotzdem gegen Null. Cusis Interesse ist allerdings geweckt. „Ihr wollt der Magierin Paladrine einen Denkzettel verpassen?“

Tag 15, Mittags, La Grande Desplumada (Capitan)
Aber nach all dem Kurzweil kommt man doch zum Geschäftlichen. Auf dem Sklavenmarkt in Al'Anfa geht es sicher anders zu, aber hier ist es beinahe wie zuhause in Yaquirien auf ihrem Landgut, wenn Dienerschaft angeheuert wird. Rumo und Hestia werden gerufen, und angehört, und der Capitan unternimmt es, ihnen ihre neue Besitzerin schmackhaft zu machen. „Ihr habt hier die Chance, die Stamm-Mannschaft zu bilden, die Plantage mit zu prägen. Die Donna, meine Nichte, ist streng, aber gerecht. Ihr werdet mit eurer Arbeit dem Anwesen euren Stempel aufdrücken, im Garten wie in der Werkstatt. Gewiss, es wird hart werden, besonders da wir noch keine weiteren Sklaven haben, aber das wird sich ändern. Vecna wird euch tüchtig Beine machen, lasst euch nicht von ihrem sanften Wesen täuschen! Aber wenn ihr gut arbeitet, werdet ihr ein gutes Leben haben. Na, was sagt ihr?“ Offenbar hat der Capitan schon vorher mit Rumo sprechen dürfen, so wie Emilia mit Hestia, und auch, wenn die beiden natürlich keine echte Wahl haben, so scheinen sie dem Besitzerwechsel jetzt doch mit sehr wenig Unwohlsein entgegen zu sehen. Die eigentliche Preisverhandlung machen Emilia, der Capitan und Don Amatino dann unter sich aus, aber sie werden sich schnell einig. Don Amatino wird die beiden am nächsten Tag zusammen mit Botina in Santinera abliefern und die Bezahlung kassieren.
Es bleibt noch Zeit für ein Glas Sangria, und der Capitan spricht Don Amatino nun auf den von Vecna erwähnten Vorfall an. Tatsächlich ist der Plantagero im Bilde. „Die Sache mit Don Agricola. Hah! War uns allen klar, dass der alte Hundsfott irgendwann damit auffliegen würde. War von drei Jahren schon mal so eine Affäre, da ist angeblich seine Schreiberin mit der Kasse durchgebrannt. Aber keiner hat gesehen, wie sie abgereist ist. Hübsches Ding, dem Steckbrief nach zu urteilen. Aber dieselbe Ausrede wollte er wohl kaum erneut bringen. Der hat sich ganz aufs Sklavenzüchten verlegt. Verkauft die jungen Männer und die hübschen Frauen, sobald sie nahezu großjährig sind, und die anderen Frauen sind fast durchgängig schwanger. Bei der guten Nachfrage nach Sklaven funktioniert das tatsächlich.“ Er verzieht den Mundwinkel. „Aber ehrlich, zwischen uns, das ist doch kein Auskommen für einen Ehrenmann. Wenn er sie wenigstens vernünftig ausbilden würde... aber denen wird nur das Parieren eingetrichtert. Muss auch sein, gewiss, aber..“ Er schüttelt den Kopf und der Capitan nickt. „Was wird aus der Plantage?“ Don Amatino lässt sich nachschenken.„Die soll angeblich sein Sohn übernehmen. Das wird im Stadtrat ausgekungelt. Wette, die Salmoranez hätten gerne sein Land, aber wir kleinen Plantageros sehen das nicht so gerne. Die sind schon groß genug. Werden also wahrscheinlich ein gutes Dutzend Sklaven verkaufen müssen, um die Strafe zu zahlen. Verbannt wird er auf jeden Fall, aber dagegen habe ich nichts. Müssen wir seine schmierige Hackfresse im Pflanzerclub nicht länger ertragen. Ist Donna Emilia eigentlich schon Mitglied?“ Emilia schüttelt den Kopf, und der Capitan äußert die Hoffnung, dass Don Amatino sie vielleicht einführen könne, wozu dieser sich gerne bereit erklärt.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 28.10.2019 11:20

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
"Bei den Salmoranez scheint es wirklich so, ihre Bewaffneten sind wohl hauptsächlich nicht hier. Vielleicht planen sie was?" Er entzündet seine Pfeife. "Ich würde gerne mehr darüber erfahren, wie die Echsen uns angreifen? Was habt ihr gesehen? Sind sie zahlos oder haben sie mehr Schamanen in ihren Reihen. Santinera ist für seine Größe relativ stark bewaffnet und kein einfaches Ziel oder geht es garnicht um Santinera und sie greifen im Dschungel an?" fragt er vorsichtig nach.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.10.2019 12:21

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggios Augen sehen in die Ferne. „Ich sah Al'Anfa fallen, Goldon. Wie eine Flut ergossen sie sich über unsere Mauern, brachen unsere Tore. Die Bürger kämpften Seite an Seite mit unseren Rittern, aber es war aussichtslos. Tausend Heldentaten wurden begangen, aber es blieb niemand am Leben, von ihnen zu künden. Ich sah eine krokodilköpfige Bestie ein Kind verschlingen, nachdem sie es der Mutter aus den Armen gerissen hatte, und ich war machtlos, musste mich eines krötenmäuligen Ungetüms, eines wahren Leviathans erwehren. Und dann stürmten sie den Tempel, unsere letzte Zuflucht!“ Die Worte Boroggios sind so eindringlich, das Goldon unwillkürlich ein Schaudern überkommt und er fürchtet, davon Alpträume zu bekommen, wie seine Heimatstadt in Blut und Asche versinkt, seine Bewohner niedergemetzelt, gefressen oder den Götzen geopfert werden. Boroggio richtet sich auf. „Der Herr hat mir das Gesicht geschickt, damit es nicht geschehe! Wir müssen kämpfen Goldon! Mit all unserer Macht! Wir müssen die Menschen aufrütteln und einen!“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 28.10.2019 13:18

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Goldon wußte aus Erfahrung, dass die Traumgänger der Bishdariels nicht von der einen Wahrheit prophezeiten, doch er ist sichtlich von dem Enthusiamus Boroggios beeindruckt. Kann das wirklich sein? Al'Anfa die mächtigste Stadt des Südens wird von wilden Echsenstämmen überfallen und geplündert? Es gab seit Jahrhundert niemanden mehr der es wagte die Perle direkt anzugreifen, eher im Gegenteil, dass Imperium expandierte und nun soll vor der Haustür im Dschungel die gröste Invasion starrten. Diese Zweifel würde Goldon wohl erst am nächsten Tag heimsuchen.
Nervös zieht Goldon den Rauch seiner Pfeife ein, seine Zähne mahlen etwas am Mundstück herum. Es ist jetzt nicht die Zeit das Gesicht in Frage zu stellen. Er malt sich aus wie sie unterschiedlichen Echsenrasse die Mauern stürmen und mit ihrer Magie die Stadt verheeren. Keine schöne Vorstellung. Kann es wirklich sein ...

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.10.2019 08:21

Tag 15, morgens, Flottenposten in Portas, Santinera (Leutnant Chiara Perra)
Chiara ist gerade fertig eingekleidet, als es eher zaghaft an ihre Tür klopft. Sie überprüft kurz den Sitz ihrer Montur und schaut sich sicherheitshalber um, ob irgendwo Leibwäsche herum liegt, dann ruft sie. „Herein!“ Es ist Juan. „Gut Morgen, Frau Leutnant.“ Er salutiert. Sie erwidert den Gruß, dann nickt sie ihm zu. „Was gibt es?“ „Ich... äh ...wollte euch Miku vorstellen...und wegen des Quartiers... äh... weil Capitan Morrigan sagte...“ Erst als sie sich verbeugt, fällt sie Chiara auf. Sie hat sich nicht wirklich versteckt, nur still hinter Juan gestanden. Etwas besseres als „Du bist also Miku?“ fällt ihr gerade auf Anhieb nicht ein. Sie hat nicht recht gewusst, was sie erwarten soll. Achthundert Dublonen. Irgendein Geschenk Rhajas an die Männer, irgendwie. Aber auch, wenn die fast einen Kopf kleinere Thalusierin wirklich nicht hässlich ist, das ist nicht das Besondere an ihr. „Jawohl, Donna.“ Sie wirkt wie aus Porzellan gemacht, und ihre Stimme ist wie ein silbernes Glöckchen. Chiara kommt ins schwimmen. „Dann schauen wir... wir schauen dann mal nach dem Quartier.“ Sie hat bereits darüber nachgedacht. Eigentlich hätte Juan kein eigenes Quartier, als bloßer Corporal. Curo hat eine eigene Stube, aber eben in den Baracken, und Miku dauernd der Truppe vorzuführen wäre nicht klug, das kann nur noch mehr Gerede geben. Das unbelegte Zimmer des Fähnrichs liegt genau neben dem Ihren und ist nur eine kleine Kammer, keinesfalls für zwei. Aber es gibt ein zwar kleines, aber immer noch großzügigeres Zimmer neben der Küche, das damit in der Kommandantur und nicht in den Baracken liegt. Über den kleinen Flur führt es sogar direkt in die Schreibstube.
Viel Gepäck haben die beiden nicht. Einen großen Seesack und einen mittelgroßen Korb mit etwas Hausrat. Miku verneigt sich wieder. „Wünscht die Donna Frühstück?“ Chiara orientiert sich. „Nenn mich Frau Leutnant, Miku. Und ja, gerne. In meiner Dienststube.“ „Jawohl, Frau Leutnant.“ Sie wird unsichtbar und materialsiert offenbar in der Küche, wo Chiara den Schürhaken klimpern hört. Juan kratzt sich verlegen am Kinn. „Ähm... Danke, Frau Leutnant. Ich äh... mache mich dann mal an die Arbeit.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.10.2019 09:58

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Ich weiß ja nicht, wie du das machst Makita, aber nasse Haare sorgen bei mir nicht für besondere Gefühle," gibt sie grinsend zurück. "Aber mal sehen, was wir trotz des Wetters machen können.."

Das Angebot der beiden freut sie. "Ja, wobei ich davon ausgehe, dass es nicht bis zum letzten eskalieren sollte. Und diese Magierin hat sich das verdient. Sie hat ribaldo verzaubert. Weshalb? Hattet ihr auch Probleme mit ihr?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.10.2019 10:17

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Cusi schüttelt den Kopf. „Wenn das mir gilt: Nee, die kenne ich nur vom Sehen.“ Makita bezieht die Frage jedoch auf sich. „Du warst doch dabei im Sumpf. Und ausserdem sind wir eine Partida. Bule ist nur zu schüchtern und Jefe zu lieb.“ Tonarev wendet sich an ihren Bruder. „Sie wollte dich verprügeln lassen.“ „Wollte. Hat sie aber nicht.“ „Weil Felicio nicht mitgemacht hat.“ Jucho legt den öligen Lappen weg, mit dem er seine Speerklinge nach dem wetzen poliert hat. „Schon. Aber ich könnt sie nur übers Knie legen, und das fände sie doch nur lustig.“ „Ihr Hintern war doch nicht übel.“ Tonarev deutet auf Boronaya. „Fast so hübsch wie der von Naya.“ Bule versucht, unsichtbar zu werden, und Jucho kann nicht anders, als kurz und interessiert in Richtung des Fingerzeiges zu schauen und prompt zu erröten. Aber er bleibt standhaft. „Ich denke, das regelt ihr besser unter euch Schwestern. Wenn ich als Kerl da mitmische... neeee...“ Das Argument ist nicht völlig von der Hand zu weisen.“ Und jetzt komm besser in de Hufe, Naya. Geweihte warten nicht gerne.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.10.2019 12:21

Tag 14, früh Nachmittags, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Sie nickt auf die Einwände hin. "3 sollten auch mehr als genu sein. Das ist ja kein Krieg oder so... Bis später und nicht so viele Riemen aufbrauchen," meint sie lachend.
Dann sucht sie die Hausherrin um sich deren Sklavin und Schirm auszuleihen, natürlich gegen das erwartet Trinkgeld.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.10.2019 12:51

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Senora Poches gibt ihr Tora mit, und die Kleine müht sich redlich, Boronaya vor Efferds Launen zu bewahren. Sie scheint ganz froh um die Abwechslung zu sein, vor die Tür zu kommen und sicher auch, während der Wartezeit voraussichtlich ein wenig faulenzen zu können.
Die vielen Bächlein füllen mittlerweile überall ihre steinernen Betten, und an mancher Gasse sind sie auch ein wenig über die Ufer getreten, aber trotzdem erreichen sie ohne größere Zwischenfälle das Haus der Witwe Miranda. Eine recht einfache Unterkunft für einen Geweihten, und, Tora durch das Gartentörchen an der Seite folgend trifft sie den Geweihten und seinen Pfeife rauchenden Gardisten auf der geschützten Veranda. Der Geweihte, ein schlaksiger junger Mann, ungefähr in ihrem Alter, fährt hoch, als er sie erblickt, überlegt dann offenbar mittendrin, dass er als der sozial wahrscheinlich Höherstehende eigentlich sitzen bleiben sollte, was bewirkt, dass er in einer Art Kackstuhlhaltung verharrt, bis er sich doch entscheidet, aufzustehen und sie als Gleiche zu begrüßen. Unwillkürlich, wie bei so vielen, huscht sein Blick auch kurz auf den Bereich unter ihr Kinn, aber nicht wirklich störend. Sie ist diese Blicke gewohnt, und andere starren deutlich aufdringlicher. Er macht den Mund auf, aber just in diesem Augenblick kommt ihm, etikettemäßig völlig zutreffend, Tora zuvor. „Die Gelehrte Dame Boronaya Sobaranez, euer Gnaden.“ Der Geweihte ist jetzt völlig neben der Spur und bringt nur ein. „Boroggio!“ hervor.
Zuletzt geändert von Jadoran am 29.10.2019 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.10.2019 15:06

Tag 14, früher Nachmittag, Haus des Geweihten, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
"Boron zum Gruße euer Gnaden Borrogia. Adepta Minor Boronaya Sobaranez, " grüßt auch Boronaya ihn freundlich und nickt auch dem Gardisten zu, bevor sie sich zu Tora wendet und ihr ein wenig Geld in die Hand drückt. "Magst du mir nicht ein paar Süßigkeiten holen und dir auch? Ich denke ich werde schon mindestens eine halbe Stunde hier sein."
Dann wendet sie ihre Aufmekrsamkeit wieder den beiden zu. "Ihr habt mich um Hilfe gebeten..." Für genaueres wartet sie bis Tora gegangen ist."
Zuletzt geändert von Chephren am 29.10.2019 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.10.2019 15:27

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Boronaya, Dauerregen)
Die Kleine lässt sich das nicht zweimal sagen und verschwindet. Boroggio bittet Boronaya ins Zimmer, und als sie Platz genommen hat, beginnt er mit dem, was sein Herz bewegt, kommt aber nur bis zum zweiten Satz, weil ihm dann einfällt, dass er seinem Gast eigentlich etwas anbieten sollte. Man muss kein großer Menschenkenner sein: Ihre Gnaden ist nicht zerstreut, sondern einfach den Umgang mit schönen jungen Frauen, vielleicht Frauen insgesamt, überhaupt nicht gewohnt, und er weiß mit seinem noch eher ihrer Erscheinung als ihrer Person geltenden Interesse überhaupt nicht umzugehen, er fühlt sich offenbar akut unwohl. „Es geschah vor zwei Tagen, am Schrein der heiligen Ettilia, als ich...äh... Kann ich euch vielleicht etwas zu trinken anbieten? Goldon, wenn Du Dich darum kümmern würdest?“
Als das alles erledigt ist, schildert er schließlich sein Problem. Und es gerade ihr, einer hübschen jungen Frau, die er gerade erst kennen gelernt hat, zu schildern, ist ihm entsetzlich peinlich. Man, irgendwer, hat in seinen Kopf geschaut, ihn verhext, als er beim Schrein der heiligen Ettilia eingedöst ist. Oder man hat ihn betäubt. Jedenfalls... also...es erschienen Erinnerungen vor seinem geistigen Auge an Frauen, die er schön fand und/oder nackt gesehen hat. Oder sich vorgestellt hat. Selbst seine Schwester. Er erwähnt nichts von Frauen, mit denen er Rahja gehuldigt hat, weil das, so Boronayas Verdacht, noch niemals stattgefunden hat. Als er geendet hat, ist er hochrot im Gesicht und würde sich wohl am liebsten in einem Loch verkriechen, damit er nicht hören kann, falls sie Grausamkeiten wie etwa 'wie putzig', 'Ihr stellt euch eure Schwester also nackt vor?' oder ähnliches äussern könnte. Oder ihn gar auslacht.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.10.2019 17:05

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Boronaya, Dauerregen)
Boronaya hört sich die Geschichte mit ernstem Gesichtsausdruck und gerunzelter Strin an, schaut auch mal zu Goldon. Irgendwie ... hatte sie etwas anderes erwartet.
"Nur damit wir uns verstehen. Dies ist für euch ungewöhnlich nehme ich an. Es gibt einen Cantus der Entsprechendes hervorrufen kann, wobei er dann eigentlich das zeigt, was die Person sucht. Was wiederum... nun seltsam ist. Habt ihr vor dem Einschlafen jemanden gesehen oder etwas gehört. Ein Gebet in einer seltsamen Sprache?"
Sie ... scheint ihn ernst zu nehmen. Zumindest bemüht sie sich.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 30.10.2019 07:56

Tag 15, Nachmittags, auf dem Karrenweg von La Grande Desplumada nach Santinera (Capitan)
Nach der Siesta brechen sie auf, und als sie auf dem Karrenweg sind, wendet sich Emilia an den fröhlich ausschreitenden Capitan. „Habe ich zuviel bezahlt, Onkel Jorge?“ Der schüttelt den Kopf und schaut zu Vecna. „Nein, Emi. Der Preis ist völlig in Ordnung. Die beiden sind jung, gesund, nicht faul und können was. Aber was meinst Du? Konnetabel?“ Vecna wird ein wenig rot. „Ich komm schon klar mit denen.“ „Das ist mir klar, hab ich aber nicht gefragt.“ Vecna wird noch röter. „Also... ein Vorarbeiter ist das nicht. Safira und Hestia haben ihn beide gelobt, soweit es ging, ohne rot zu werden, aber... das ist ein Eigenbrötler. Ein Bastler. Und er ist scharf auf seine Schwester, wenn mich nicht alles täuscht.“ Shiri wird nun auch rot. „Vecci!“ Auch Emilia wird ganz verlegen, aber der Capitan zuckt mit den Schultern. „Kommt vor. Ist ungesund, aber kommt vor. Aber ich denke, er hat's im Griff. Ist wahrscheinlich nur ein übersteigerter Beschützerinstinkt.“ Er schaut zu Vecna. „Und Hestia?“ „Die schon eher. Ihre beiden Gärten waren in Ordnung, soweit ich das verstehe. Sah alles sauber und vernünftig aus. Und sie hatte einen weiteren Gärtner und zwei Jungs unter sich. Ob sie ein Dutzend Feldsklaven führen kann, bezweifele ich aber eher. Zu still. Aber ein Dutzend Feldsklaven müssen wir ja erst mal kriegen.“ Sie wechselt das Thema. „Aber gebt's zu: Ihr habt absichtlich verloren.“ Der Capitan schaut geradeaus. „Schmeichelhaft, dass Du das glaubst. Na ja, zugegeben, in einem Ernstkampf hätte ich sie wahrscheinlich erledigt. Wahrscheinlich. Aber sie war nicht schlecht. Und so hat's mehr Spaß gemacht.“ „Wusste ich es doch.“ Er versucht, Vecna einen Klaps zu versetzen, aber sie hat damit gerechnet und weicht mühelos und kichernd aus. „Sie sah aber schon aus wie eine, die gerne oben sitzt.“ „Sonst wirst Du auch nicht die Nummer Eins auf so einer Plantage, Du junger Hüpfer.“ „Und solange oben da ist, wo sie saß...“ „Lasse ich es mir gefallen!“ Der Capitan lacht herzlich, aber Emilia wird rot. „Onkel, Vecna, bitte...“ Der Capitan winkt ab. „Genug gescherzt. Wenn Die beiden morgen früh gebracht werden und die Zahlung abgewickelt ist, dann nehmen wir die Conchita und fahren rüber. Ich hätte zwar lieber ein paar Sklaven mehr, aber wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben, und mehr kriegen wir wohl auf die Schnelle nicht.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.10.2019 07:39

Tag 15, Nachmittags, Herberge Candelila in Sandalia, Santinera (Capitan)
Bei ihrer Rückkehr übergibt ihnen die Wirtin einen Brief, den ein Junge abgegeben hat, 'von den Macalintos', wie sie beinahe ehrfürchtig anmerkt. Der Capitan erbricht das Siegel, zögert kurz mit einem Blick zu Emilia, die sich aber icht daran stört, dass er einen an sie gerichteten Brief geöffnet hat, und liest, dann schnaubt er belustigt. „Der Alte Macalinto gefällt mir, lässt nichts anbrennen.“ Emilia stöhnt. „Onkel, muss das sein.“ Der schaut erstaunt auf. „Was? Ach so! Nein, das meine ich doch gar nicht, hehe. Er ist heute schon auf die Plantage und beginnt mit der Ernte und der Inspektion. Er fragt an, ob er ein Teil seiner Erntearbeiter ein paar Tage in den Sklavenunterkünften übernachten lassen darf, um Zeit zu sparen.“ Er reicht den Brief an Emilia weiter, und die ist baff. „Er ist schon dort? Nach nur einem Tag Vorbereitung?“ „Vorbereitet hat er sich sicher schon in dem Moment, wo ihr die Verhandlungen begonnen habt, mein Kind.“ Emilia zieht eine Grimasse. „Auch wieder wahr.“ Sie zögert. „Soll ich es gestatten?“ Der Capitan ist Praktiker. „Wie willst Du es verhindern? Wir kommen ja frühestens morgen da an, und sich als allererstes mit seinen Leuten anlegen wäre kaum die rechte Art, die Nachbarschaft zu beginnen. Sag: 'Kein Problem', dann tut er dir sicher auch mal einen Gefallen. Wir werden sicher den einen oder anderen brauchen. Zum Beispiel ein paar Arbeitskräfte.“ Emilia nickt zögernd. Der Capitan legt seinen Mantel ab. „Da lernst auch was dabei, wenn Du siehst, wie es gemacht wird. Der alte Macalinto hat seinen Laden gut organisiert.“ Emilia nickt wieder. „Also gut. Ich mache mich an das Antwortschreiben. Aber dann sollten wir morgen auf jeden Fall losfahren.“ Sie zögert. „Passt das mit Deiner Arbeit am Flottenposten?“ Der Capitan nickt. „Muss passen. Ist ja auch nicht weit weg. Und zum Sparring kann uns Chiara auch besuchen. Ist wahrscheinlich eh besser, als wenn ihr das auf dem Posten oder hier irgendwo macht.“ Emilia läuft rot an. „Wieso? Hast Du etwa Angst, dass ich mich blamiere, Onkel?“ Der Capitan lacht. „Kindchen. Ich hab euch beide fechten sehen. Chiara ist eine hervorragende Navigatorin, aber eine lausige Fechterin. Mit der werde selbst ich fertig.“ „Das heißt nichts. Du kämpfst zwar wie ein alter Mann...“ „So bin ich auch ein alter Mann geworden.“ Emilia lacht. „Aber mit jeder Menge hinterhältiger Tricks.“ „Fair ist, wenn ich siege. Zumindest bei scharfer Klinge.“ Emilia schüttelt den Kopf. Der Capitan streckt sich, dann nimmt er mit einem Seufzen wieder seinen Mantel. „Dann mache ich mich mal auf zum Posten. Wartet mit dem Essen.“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 31.10.2019 10:37

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Boronaya, Dauerregen)
Goldon konnte nachvollziehen, dass es für den jungen Geweihten nicht einfach ist über seine Gedankengänge oder die die von außen forciert wurden, diese vor der hübschen Maga zu erläutern. Doch so unsicher hatte er ihn selten erlebt.
Umso bemerkenswerte findet er die Reaktion der Maga, sie bleibt professionell und lässt Boroggio seine Würde. Als sie ihn kurz mit ihren Blicken prüft, runzelt er nur die Stirn. "Ist schon komisch, dass gerade jemand dieses Thema ergründen möchte. Die Perle ist doch für ihre offenen Feste bekannt", so nennt er die Orgien der Silberberger, "und wozu braucht es Beweise um nicht einfach eine Intrige zu starten? Oft werden doch Dinge die man tausendmal hört zu einer Tatsache, ob gelogen oder nicht. Ich verstehe die Tat nicht ... außer das es natürlich ein Verstoß ist und bestraft gehört." Er nimmt einen Zug von seiner Pfeife und entlässt den Rauch gen Decke.
Zuletzt geändert von Lokwai am 31.10.2019 11:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.10.2019 11:09

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Boronaya, Dauerregen)
"Die Frage ist ja durchaus auch, ob es wirklich eine Tat war. Deshalb die Frage nach den Beobachtungen. Ihr habt auch keine Dinge genommen, die eure Wahrnehmung verändern, oder? Und bestraft gehört eine solche Tat in der Tat. Nur beweisen werdet ihr sie nicht können, aber das habe ich euch ja schon vorher gesagt."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.10.2019 11:58

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Boronaya, Goldon, Dauerregen)
Boroggio zögert. Natürlich nimmt er regelmäßig dem Herrn Gefällige Kräuter, die es erleichtern, seinen Geist zu öffnen für Seine Fingerzeige. Aber nicht bis zur Abhängigkeit. Seine Aussage klingt glaubwürdig. Borongeweihte haben das meistens gut im Griff, und er weist auch nicht die typischen Anzeichen eines Rauschkrautabhängigen auf.
Aber egal wie sie es beleuchtet: Ein Gerichtsfall wird das nicht. Sie hat zwar eine Ahnung, wer diesen albernen Streich begangen haben könnte - politisch dürften Boroggios rahjaische Interessen, egal welcher Art - völlig nutzlos sein, eben weil er politisch eine Null ist. Aber für eine Anklage reicht es nicht. Boroggio hat den Schuldigen ja noch nicht einmal gesehen. Und bei aller Empörung gibt Hochwürden einen denkbar schlechten Belastungszeugen ab. Will er wirklich vor die Richter – das werden hier ein paar Stadträte sein – und ihnen erzählen, man habe ihn verhext, an seine nackte Schwester zu denken oder sich irgendwelche Frauen nackt vorzustellen? Natürlich ist das verboten und ein empörender Übergriff auf einen Geweihten des Herrn des Schlafes, aber um daraus ein justitiables Verbrechen zu machen müsste er schon Vorstand eines großen Tempels sein. Man wird ihn auslachen. Wenn er Glück hat, nur hinter seinem Rücken. Sie glaubt ihm, dass er selber glaubt, was er sagt. Derzeit ist das aber eine reine Behauptung, nicht belegbarer als das Jammern eines Handwerkers, jemand mit dem Bösen Blick habe sein Werkzeug verhext. Sie könnte versuchen zu prüfen, ob ein Zauber auf ihm liegt, aber wenn dem so wäre, dann wäre es schon mal nicht der Blick in die Gedanken-Cantus. Der wird schließlich aufrecht erhalten, soweit sie weiß. Und sie würde sich auch besser konzentrieren können, wenn er nicht immer wieder unbeholfen-verstohlen auf ihre Möpse starren würde, als würde ein Käfer in ihrem Ausschnitt herumkrabbeln. Es ist ja verständlich, sie reden schliesslich über nackte Frauen... aber es ist etwas nervig.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 31.10.2019 12:03

Tag 14, früher Nachmittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Boronaya, Dauerregen)
"Vielleicht können wir es nicht beweisen, aber der Täter könnte seine Tat gestehen", sagt Goldon trocken und man weiß ja wie man gewisse Aussagen erzwingen könnte, das spricht er aber nicht aus. Für Goldon geht es auch nicht hauptsächlich um die Tatsache nach was gesucht wurde und es bei Veröffentlichung lächerlich sein könnte, sondern es wurde ein Verbrechen begannen, weil man gewisse Dinge magisch herausfinden wollte ohne des Zuspruchs des Opfers und das bleibt streng genommen ein Verbrechen. Natürlich wäre ein anständiges Motiv förderlicher als 'ich wollte nur wissen, welche Gedankenbilder erscheinen wenn ich nach nackten Frauen suche'.

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