DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 30.09.2019 16:15

Tag 14, später vormittags, Unterkunft Boronayas (Boronaya & Goldon)
"Man sollte immer abwegen, der Zweck heiligt halt nicht die Mittel ... ein Dämon ist kein guter erzogener Bluthund, sondern wesentlich gefährlicher", er winkt ein wenig ab, das Thema Prospero wollte er nicht vertiefen, zumindest hatte er ein weiteren Beleg, dass es sich nicht um eine Illusion handelte sondern wohl eher um eine Beschwörung.
"Und warum ich als Söldner anheuer? Pure Langeweile", er lügt, dass ist zwar nicht sofort ersichtlich, da sie ihn kaum kennt. "Bei meinem Dienst roste ich eher und so halte ich mich fit und bekomme zumindest noch etwas mit." Er zuckt mit den Schultern.

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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 30.09.2019 23:51

Tag 14, später vormittags, Unterkunft Boronayas (Boronaya & Goldon)
"Aber schussendlich auch nicht gefährlicher als manch andere Kriegswaffe," winkt sie ab. "Nicht, dass ich solch einen kruden Einsatz der Magier gut heiße, aber ganz so dramatisch ist das nicht, wenn man weiß was man tut..."
Seine Begründung dahingegen scheint sie wneig zu überzeugen. "Langeweile?! Ich bitte euch. Das glaube ich euch nun wirklich nicht. Ist man als Gardist nicht ohnehin an Langweile gewohnt, wenn man stundenlang vor einer Tür steht?"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.10.2019 08:15

14. Tag, früh Abends, Herberge Candelilla. (Vecna & Shiri), Dauerregen
„Das war jetzt etwas reichlich. Ich glaub, ich hab einen sitzen.“ Shiri setzt sich auf ihr Bett und legt die Hände an die Schläfen. „Ach was.“ Vecna entledigt sich ihrer Kleidung und kämmt sich dann die Haare, bevor sie den geschenkten Schmuck anlegt, und sich unter den leicht verlegenen Blicken von Shiri um sich selber dreht. „Na, wie siehe ich aus?“ „Nackt.“ „Nicht wie eine Grandenprinzessin?“ „Mit den Schwielen und der Hornhaut an den Füssen? Eher nicht.“ „Der Capitan hat auch Schwielen. Und mein Po ist straff und meine Möpse fest.“ Shiri muss bei dem leuchtenden Optimismus lachen. „Du siehst gut aus. Hast Du Dich echt bei der Verhandlung mit den Macalintos so nützlich gemacht, oder...“ Vecna grinst und legt ihre Hände auf ihre Brüste. „Will er mich nur ins Bett kriegen? Schäm Dich! Natürlich habe ich mich nützlich gemacht. Ich sag doch immer, ich bin gut im verhandeln!“ Shiri nickt, und ihrem Gesichtsausdruck ist zu entnehmen, dass sie, obwohl sie das ansonsten eher kritisch sieht, angesichts der Umstände dazu neigt, ihr diese Behauptung diesmal durchgehen zu lassen. Vecna lacht. „Leg auch Deinen Schmuck an.“ Shiri zögert, aber dann lacht sie. „Wieso nicht? Heute war ein guter Tag!“ „Sag ich doch!“ Shiri schmückt sich auch, dann zögert sie. „Wenn wir morgen die Sklaven kaufen, dann geht es zurück zur Plantage, nicht wahr? Ich meine, wo sollen die sonst schlafen?“ Vecna nickt. „Ja, dann fängt die Arbeit richtig an. Aber das schaffen wir schon.“ „Aber mit nur zwei Sklaven...“ „Besser erst einmal mit wenigen Leuten anfangen. Du müsstest sonst gleich für ein paar Dutzend kochen.“ „Auch wieder wahr. Aber das wird eine ziemliche Schlepperei!“ „Wir haben immerhin ein Muli gekauft.“ „Noch mehr Arbeit, aber stimmt, immerhin.“ Shiri nickt, dann gibt sie sich dem Moment hin. „Wie sehe ich aus?“ „Wie eine Prinzessin in einer zerlumpten Schlaftunika.“ Shiri streckt ihr die Zunge heraus. Dann wird sie ernster. „Ich mag Donna Emilia irgendwie. Sie ist so ernsthaft.“ Vecna legt den Kopf schief. „Wo kommt das jetzt her? Ich etwa nicht?“ „Nein, Du bist zügellos und mannstoll.“ Sie müssen lachen. Veca streckt sich und fischt ihre Schlaftunika vom Bett. „Dann mal gute Nacht. Morgen wird ein ordentlicher Fußmarsch.“

Tag 37, abends, Alte Barracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Als Bukis Huldigungen an Rahjas Wonnen endlich verklingen, geht sie hoch zu Alejandro, um sich dessen Ahle zu leihen, ohne die sie am nächten Tag mit aufgerissenem Beinkleid wird herumlaufen müssen. Als sie aber durch die Türöffnung kommt – Türen haben die Schlafkammern der Alten Baracken schon lange nicht mehr – muss sie feststellen, dass Alejandro und Sumaida noch nicht fertig sondern mitten drin sind. Sie ist tödlich verlegen und zieht sich möglichst leise zurück, schämt sich für ihr unfreiwilliges Beobachten, fühlt aber auch irgendwie einen Stich im Magen. Es wäre schon schön, auch wen zu haben.
Sie zieht sich zurück in den Hof, nur um dort von Buki überrascht zu werden, die herunter kommt, so wie Tsa sie schuf, um sich einen Tee zu machen. Jelineas Unwillen bricht sich Bahn. „Kannst Du Dir nicht wenigstens was anziehen?“ Die grinst nur, während sie das Feuer anfacht. „Wieso? Zum Waschen müsste ich mich nur eh wieder ausziehen. Sei nicht so prüde.“ Jelinea stemmt die Arme in die Seiten. „Ich bin nicht prüde!“ „Was auch immer.“ Buki mustert gleichmütig die beschädigte Hose. „Kommst nicht weiter? Leih Dir doch von Alejandro die Ahle, er hat doch eine.“ Sie sieht Jelinea zögern und zieht prompt die richtigen Schlüsse. „Ah, sie sind noch nicht fertig, hast sie überrascht, wie?“ Jelinea wird knallrot. „Aber nicht extra!“ „Wie machen sie es denn?“ Jelinea schließt die Augen und formt mit den Unterarmen ein X vor sich. „Will ich nicht drüber reden. Geht mich nichts an. Und Dich auch nicht!“ Buki grinst und stellt prompt detaillierte Vermutungen an. Jelinea ergreift ihre Hose und flieht auf ihr Zimmer. „Du bist unmöglich!“ „Jetzt schnapp doch nicht ein!“ Buki schüttelt lachend den Kopf.

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya & Goldon), Dauerregen
Sie hat ihren Satz kaum beendet, da biegen, nur mäßig geschützt durch ihre ledernen Regenpelerinen, Jucho und seine Partida um die Ecke, zwei erlegte kleine Wasserschweine an einer Stange tragend, was auch prompt die Wirtin auf den Plan ruft, die Boronaya in der Küche hat rumoren hören. Tonarev, die voran geht, begrüßt sie und Boronaya mit dem verfügbaren Rest an guter Laune, für Goldon bleibt zumindest ein nicht unfreundliches Nicken über. „Was für ein Wetter. Ich werde gleich im Bad nachsehen, ob ich Schwimmhäute zwischen den Zehen bekommen habe.“ Senora Ponches freut sich über die unbeschadete Rückkehr, bittet um das Aussziehen der Stiefel vor dem Betreten der Herberge, und befindet die Jagdbeute für gut und erklärt ihren Ankaufswillen für das Abendessen. Sie und Tonarev, der Jucho das Verhandeln überlässt, werden sich schnell handelseinig. Viel ist es nicht, nur wenige Silber, hart verdientes Geld. Die Schweine werden von Jucho und Bule noch in die Küche getragen, Makita und Tonarev verziehen sich direkt in die Waschküche, während sich Sertudo mit einem Winken und einem 'Bis heute Abend im Gildenhaus' verabschiedet. Jucho und Bule kommen aus der Küche und setzen sich dann an das andere Tischende, um ihre Ausrüstung zu säubern, wobei Jucho immerhin noch ein „Ich hoffe wir stören nicht.“ äußert, und sich ansonsten nicht in das Gespräch einmischen.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 01.10.2019 10:15

Tag 14, später vormittags, Unterkunft Boronayas (Boronaya & Goldon)
"Stimmt, mit den üblichen Kriegswaffen wären die Dämonenschlachten genauso schrecklich gewesen", antwortet er schlagfertig und voller Ironie, "wenn man weiß was man tut", wiederholt er sie. Er bleibt für einen Kirchenangehörigen aber relativ ruhig was das Thema angeht und wird es nicht vertiefen wollen, so zumindest erscheint es.
"Meint ihr, vor der Tür stehen macht einen zum Kämpfer, ... nein, man muss schon was dafür tun. Und die Gilde ist eine angenehme Abwechslung zum tristen Gardistenalltag. Es erweitert meinen Horizont." Er grinst unverhohlen, er hatte ja nicht gelogen.
Goldon erwidert das freundlichen Nicken als die Partida näherkommt und muss auch grinsen als einer von wachsenden Schwimmhäuten spricht. Efferd hatte heute echt miese Laune.
"Ich möchte eure Zeit nun auch nicht weiter in Anspruch nehmen, werte Adepta. Wie verbleiben wir nun, bleibt es dann bei heute Nachmittag?" Dann nennt er ihr noch den Ort wo sie zu finden sind.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 01.10.2019 22:11

Tag 14, später vormittags, Unterkunft Boronayas (Boronaya & Goldon)
Boronaya zuckt mit den Schultern auf die Antwort des Gardisten hin, scheint anderer Meinung zu sein, aber ebenso wenig an einem Disput interessiert.
Tot ist tot. Ob durch ein Schwert, einen Pfeile, Hylailer Feuer, Sordulsäpfel oder einen Zant... denkt sie bei sich.

"Genau so. Ich komme heute nachmittag vorbei und dann sehe ich mir euer Problem an und wir kommen hoffetnlich zu einem guten Schluss. Boron mit euch..." verabschiedet sie ihn noch freundlich und nickt dann auch den anderen freundlich zu, so sie das nciht vorhing schon tun konnte.

"Nicht schlecht. gleich zwei. Ganz schön erfolgreich..:"
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.10.2019 08:39

Tag 37, abends, Alte Barracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Oben setzt sich Jelinea auf ihr Bett, kämpft mit völlig unsinnigen Tränen, dann sagt sie sich, dass es alles nichts hilft, wenn sie morgen nicht mit einem sich immer weiter aufweitenden Riss im Hosenbein herumlaufen will. Sie zählt sicherheitshalber bis hundert, dann geht sie noch einmal zu Alejandros und Maricos Zimmer. Sie ist diesmal extra lauft auf Stiege und klopft an den Türrahmen, bevor sie in das das Zimmer schaut. „Äh... hallo? Tut mir leid, dass ich störe...“ Sumaida befindet sich hinter Alejandros Rücken, und der sieht, selbst noch nackt, nur mäßig begeistert aus, was sie nachvollziehen kann. Bevor er etwas sagen kann, um seinen, für sie durchaus verständlichen Unmut zu äußern. „Ich komme mit meinem Riss nicht weiter, könntest Du mir bitte Deine Ahle leihen. Damit ich morgen nicht in der Stoffhose rumlaufen muss.“ Sie versucht den Blick abzuwenden, das das zeigt ihr nur Sumaidas grüne Tunika und ihre Hose auf dem gegenüberliegenden Bett, was mehr Informationen sind als sie haben wollte. Alejandro beherrscht sich, ringt sich sogar zu Verständnis durch. „Schon in Ordnung klar doch. Wär zwar ehrlich besser, wenn Du vorher gefragt hättest, mein ich. Na ja, wir haben uns ja alle schon mal gesehen, mein sich, so ist es ja nicht.“ Das stimmt zwar, trifft es aber nicht so ganz. Jelinea ist trotzdem dankbar. Alejandro steht auf und geht zu seiner Tasche, um sein Nähzeug heraus zu suchen, was nun Sumaida ihrer Deckung beraubt, die sich aber tatsächlich gesammelt hat und so tut, als säße sie hier rein zufällig nackt und mit lose gefesselten Händen. „Wennn Du...uh...Schwierigkeiten hast, dann...uh....“ Sumaida kann ganz sicher am besten von ihnen allen nähen, und jetzt wieder allein runter zu Buki auf den Hof wäre ein furchtbarer Angang. Außerdem könnte sie sich so gleich entschuldigen. „Das wäre richtig nett. Ich hab mir schon die Finger mit meiner Nadel zerstochen.“ Sie schaut zu Alejandro. „Tut mir echt leid. Ich dachte, ihr wärt schon...also... Du weißt schon...“ Er weiß. „Ist schon in Ordnung.“ Sumaida lacht unsicher. „Wir wollten uns eh gerade anziehen.“ Und vorher die Fessel lösen. Sie tut es selber, und schnappt sich dann Höschen und Tunika. Alejandro greift sich seine Hose und, solchermaßen wieder notdürftig salonfähig, fasst er sich in den Nacken. „Ich mach mich dann ein wenig frisch. Wo sind die anderen?“ „Korian und Rico sind einen trinken gegangen.“ Und was die anderen machen, ist bekannt. Alejandro nickt, und dann ist Sumaida bereit, verabschiedet sich von Alejandro mit einem flüchtigen Kuss und begleitet Jelinea nach unten.
Buki sitzt tatsächlich noch am Herdfeuer und trinkt ihren Tee, und begrüßt sie prompt mit. „Na, war's schön?“ Sumaida lässt sich nicht provozieren sondern antwortet ganz verlegen. „Ja, doch... uh... sehr.“ Bei ihrer Ernsthaftigkeit wird auch Buki ein wenig rot. „Bei mir auch. Möchtet ihr einen Tee?“ Sumaida ist für jeden Themenwechsel dankbar. „Gerne.“ Sie wendet sich an Jelinea. „Dann zeig mal her.“ Sie müssen tatsächlich einen Flicken setzen, und leider haben auch weder Sumaida noch Buki einen farblich passenden, so dass es eben ein recht markanter wird.

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Jucho schaut dem sich verabschiedenden Gardisten hinterher, aber erst, als Goldon wirklich außer Sicht ist, fragt er. „Was wollte der denn von Dir? Mit Dir über Dämonen fachsimpeln?“ Bule macht prompt das Zeichen gegen den Bösen Einfluss. „Boah, das Wetter geht einem echt auf den Sack.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 02.10.2019 09:46

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Dafür wäre meine Zeit mir dann doch zu schade, vor allem wenn man die grundlegende Einstellung eines Kirchengardisten dazu bedenkt," antwortet sie schmunzelnd.
"Nein, es ist vielleicht jemand verzaubert worden und er will, dass ich mir das ansehe. Aus irgendeinem Grund, ich vermute Dämonen, will er dazu mit Prospero nichst zu tun haben. Seine Entscheidung, sein Geld.."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.10.2019 10:31

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Ihr Anführer schaut erneut in die Richtung, in die der schwarze Gardist verschwunden ist. „Hmm... Sieh dich ein wenig vor, dass er dich nicht in irgendeine Politik hineinzieht. Der ist irgendwie nicht ganz echt. Nur so ein Gefühl.“ Er putzt weiter an seiner Ausrüstung herum.
Nach einer Weile kommen Makita und Tonarev, nur mit Tunika bekleidet, hinzu und lösen die Jungs ab, die sich nun dankbar in die Waschküche verziehen. Bevor Jucho aufsteht wird noch etwas wichtiges geklärt. „Gehen wir zusammen essen? Oder bekommst Du beim Prospero was?“ Von einer Einladung zum Essen hat er nichts gesagt, es wird wohl eher auf einen Wein sein. Gemeinsames Essen in der Gruppe ist wichtig, Laila hat das im Palast früher erkannt als sie, die oft lieber schnell zwischendurch etwas gegessen hat, wenn es mal wieder Sefiras gewaltige Aufgabenlasten zu bewältigen galt, und vielleicht daher gilt Laila bei den jüngeren Eleven Sefiras auch als die umgänglichere, hilfsbereitere. Pffft. Falsche Schlange.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 03.10.2019 00:42

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Sie zuckt mit den Schultern. "Das ist nur eine magische Analyse, auch wenn ich behaupten kann, dass sie schlecht zahlen. Alles weitere wird sich zeigen, aber wenn es stimmt was er vermutet, habe ich gar keine Lust mich da weiter als nötig einzumischen..."
Auf die frage hin nickt sie. "Auf jeden Fall. Immerhin muss ich ja auch mal wieder mit meiner Partida reden, sonst verlieren die Drohungen ihres Anführers irgendwann an Wirksamkeit..."
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.10.2019 08:22

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume → Eine Garküche, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Jucho lacht bei der Bemerkung, tapfer unartige Gedanken verbannend, die sofort zur Stelle waren. Dann nickt er. „Genau so ist es. Respekt vor Deinem Anführer! Sobald wir uns gewaschen haben, ziehen wir los?“ „Beeilt euch. Ich hab jedenfalls Hunger.“ Tonarev nimmt sich ihre Stiefel vor und beginnt zu putzen. Jucho schüttelt den Kopf. „Beeilt euch, sagt sie, nachdem sie selber über eine halbe Stunde in der Waschküche war.“ Tonarev grinst nur, und die Jungs verziehen sich.
Sie beeilen sich tatsächlich, und dann hat auch Efferd etwas Erbarmen, denn der Regen lässt zumindest soweit nach, dass sie es nur ein wenig angefeuchtet zu einer offenbar bei der Partida beliebten kleinen Garküche ein paar Gassen weiter schaffen, die – gemessen an den Preisen – recht ordentliches Essen anbietet. Sertudo isst offenbar 'zuhause', und das Thema beim Essen ist erst einmal die morgen wieder anstehende Fahrt in den Sumpf. „Ich bin gespannt, was diese Paladrine abzieht. Wahrscheinlich versucht sie mit ihren Arbeitern vor uns da zu sein, aber dann hätte sie eigentlich heute fahren müssen, oder? Ich denke, wir hören uns lieber heute Abend einmal im Gildenhaus um, ob sie schon eine Truppe gebucht hat.“ Makita nickt zu Juchos Worten, dann wendet sie sich an Boronaya. „Kann man überhaupt erkennen ob jemand verzaubert wurde? Also auch noch einen Tag später?“ Wenn der Zauber nicht mehr wirkt und der Zauberer nicht gerade ein Erzmagier war, der sein ganzes Potential darein versenkt hat, wohl eher nicht. Wenn sie Glück – oder das Opfer Pech – hat, wirkt der Zauber noch, dann ist es hingegen recht einfach. Aber das ist kein Allgemeinwissen.

Tag 37, sehr früh morgens, Alte Barracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Das Frühstück beginnt mit einer kleinen Überraschung. Sie haben sich gerade erst hingesetzt, als Inanzuna und Signorina Akiano zusammen im Durchgang auftauchen. Alejandro erhebt sich, was Sumaida mit sich zieht, und kommt ihnen entgegen. „Guten Morgen...?“ Die beiden verneigen sich gleichzeitig und tief vor Sumaida, die daraufhin knallrot wird und sichtbar versucht ist, sich hinter Alejandro zu verkrümeln. „Vielen Dank für Dein Hilfe! Du hast uns vor großem Ungemach bewahrt!“ Sie belassen es nicht bei Worten, Signorita Akiano überreicht auch einen Korb mit Obst, Wein und frischem Brot, Inanzuna ein Beutel Tee. In seiner Förmlichkeit macht es zwar selbst Alejandro verlegen, aber es doch etwas wohltuend anderes als die Szene vom Vortag abends im Gildenhaus. Sumaida beteuert, es habe ihr gar keine Umstände gemacht und bedankt sich, und auch Alejandro sucht die richtigen Worte. Eine Einladung zum Tee, beziehungsweise Kaffee, der frisch gebrüht ist, scheint ihm angebracht. „Wollt ihr euch nicht auf einen Kaffee setzen, wir frühstücken grade. Ist genug da.“ Die beiden Besucherinnen wollen auf keinen Fall irgendwelche Umstände machen, aber auch wenn Alejandro sich mit thalusischen Sitten nicht gerade auskennt, erkennt er ein hungriges Gesicht, wenn er es sieht, und nach zweimal erneuerter Einladung nehmen die beiden nach allgemeinem Vorstellen Platz, auch wenn natürlich Inazuna, genannt 'Die Krabbe', Siegerin in sieben tödlichen Duellen, in der Gilde bekannt ist wie ein bunter Hund. Signorita Akiano kommt tatsächlich aus Al'Anfa, wo sie an der Universität Botanik gleichzeitig studiert und gelehrt hat, und sich, so kommt es auf Nachfrage heraus, besonders mit Pflanzen beschäftigt, die in karmalen oder religiösen Umgebungen gedeihen. Sie haben wohl heute vor, das letzte Mal in den Sumpf aufzubrechen, aber zwischen Akiano und Sumaida entwickelt sich tatsächlich ein angeregtes Gespräch. Inazuna ist deutlich stiller, und da Bukis deftige Art ihr überhaupt nicht zu liegen scheint und Jelinea selber nicht den Mund aufbekommt, versucht sich Alejandro an einem Gesprächsangebot. „Wie lange bist Du eigentlich schon hier? Also in Santinera, meine ich.“ Inanuna schaut sich um. „Beinahe ein Jahr. Zuerst hab ich auch hier gewohnt, oben, hinter dem Fenster da.“ Dort schlafen jetzt Jelinea und Sumaida. „Hier habe ich auch meine Partida kennen gelernt. Sie wurde von Borgas geführt. Ging hier rauer zu. Hatte gleich am zweiten Tag mein erstes Duell. Und niemand kümmerte sich um die Küche.“ Alejandro lacht verlegen. „Na ja, wir haben uns ganz gut zusammen gefunden.“ Er fasst sich in den Nacken. Inazuna ist nicht größer als Sumaida und wirkt beinahe genau so schüchtern, aber sie ist bekanntermaßen die gefährlichste Schwertkämpferin der ganzen Gilde, was einfach optisch nicht zusammen passt. „Borgas?“ „Hat sich damals mit Onid angelegt. Sehr dumm.“ Alejandro nickt. Hier stirbt es sich schnell. „Bisher hatten wir Glück.“ Er klopft auf den Tisch. Aber es ist langsam auch Zeit, ins Gildenhaus zu ziehen, denn anders als Inazuna, die offenbar heute einen Ruhetag vom Sumpf einlegt, müssen sie sich um einen Auftrag kümmern, auch wenn Alejandro nicht die geringste Lust hat, sich an aufgescheuchte Krokodile zu begeben. Außerdem sieht es so aus, als könnte es regnen.
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.10.2019 09:11

Tag 14, Abends, Flottenposten in Portas, Santinera (Capitan)
Corporal Juan hat schon Feierabend, aber zumindest bemerken ihn drei unter dem Abdach Karten spielende Gemeine und grüßen leidlich vorschriftsmäßig. Das Geschütz befindet sich wieder unter einer Abdeckplane, und die Art und Weise, wie der Älteste der drei hinschaut, sagt ihm genug. Ungefragt klärt ihn der Gefreite auf, während seine Kameraden bessere Antennen haben und schweigen. „Der Serj hat's nicht hinbekommen. Ist Schrott.“ „Hab ich dich was gefragt, Gefreiter?“
„Nein, Capitan.“ Der Gefreite setzt ein 'Ich sag ja nur...' Gesicht auf, aber das bekommt ihm schlecht. „Du bist wohl der Meinung, Serjant Curro hätte es nicht drauf, wie?“ „Nein Capitan.“ „Ganz sicher? Du bist nicht der Meinung, Du könntest das viel, viel besser?“ „Jawohl, Capitan. Ich meine, Nein, Capitan.“ Der Capitan mustert ihn voller Verachtung. „Dann ist ja gut. Ich werde mir Deine Schießergebnisse anschauen, Gefreiter. Sieh zu, dass Du Dir Deine dicke Lippe verdienst. Und jetzt, weitermachen!“ Die drei salutieren und er stiefelt zur Schreibstube. Mit halbem Ohr bekommt er noch den Protest des Zurechtgewiesenen, er 'habe doch nur' und die Antwort seiner Kameraden mit. „Nicht jeder steht auf Arschkriecher.“

Tag 37, sehr früh morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Am schwarzen Brett herrscht zwar kein dichtes Gedränge, dafür sind sie zu früh, aber Eskorten sind trotzdem nicht mehr zu haben, nachdem sich Reto, Taro und ein paar andere bedient haben, die in der Hackordnung einfach noch ein paar Stufen über ihm stehen. Korian mustert missmutig die Aushänge und blickt zu Alejandro, der sich neben ihn geschoben hat.“Die Hälfte der Krokodilaufträge hängt immer noch. Oder schon wieder.“ Alejandro zägert, schüttelt aber den Kopf. „Die, wo gestern schon jemand war, das lassen wir lieber. Die sind jetzt nur wild. Das muss erst mal ein paar Tage sacken. Hmmm.“ Weder die Dottora noch der Apotheker scheinen erneut Kräuter zu benötigen. „Sieht schlecht aus. Rocio de la Manana hängt ebenfalls aus, aber da ist immer noch der Ersäufer, der mehr als fünf Meter misst, mit auf der Liste, und Alejandro denkt nicht daran, für so wenig Geld sein Leben zu riskieren. Große, alte Krokodile sind ausgesprochen schwierige Gegner.
Er schiebt sich zurück zur Theke, wo Rijka wartet, die etwas erstaunt ist, dass er keinen der Krokodilaufträge angenommen hat. „Wollt ihr keine Alligatoren mehr machen?“ „Doch, klar, Signorita Rijka. Aber nicht, nachdem sie am Tag zuvor wild gemacht worden sind.“ Rijka nickt etwas zerknirscht. „Klingt sinnvoll. Nun, müssen sich die Plantageros noch einen Tag gedulden. Eine andere Frage, bei Dir und Korian ist doch jeweils ein echter Schwertgeselle als Fechter, mit dem Rapier, nicht wahr? Ich hab hier eine Voranfrage für einen Auftrag liegen, aber Rapier ist vorgegeben, und das führt hier kaum einer.“ Alejandro zögert nicht, Jelineas Künste anzupreisen. „Jelinea war die Meisterschülerin in ihrer Fechtschule. Ich hab sie noch nie verlieren sehen, und sie hat mehrere Achaz erledigt, als wir überfallen wurden.“ Von Borstwitz erwähnt er nicht, aber da war er ja nicht bei, also ist es keine Lüge. „Und Janis aus Korians Partida?“ Alejandro schaut in Richtung seiner und Korans Partidas, die darauf warten, dass die Anführer ein vernünftig bezahltes Tagewerk an Land ziehen. „Also gut ist er auch. Also mit mir würde er mühelos fertig, meine ich. Aber Jeli ist schon noch besser. Wenn die beiden üben, gewinnt immer sie. Aber zum Sparring sind doch zwei besser als einer, oder? Wer sucht denn?“ Rjka lacht. „Wenn ich Dir das sage, bekommt die Gilde keine Provision, nicht wahr?“ „Auch wieder wahr. Aber ich wollt ja nicht den Namen, mein ich, sondern wer's ist.“ „Offizierin, wohl. Und hübsch.“ Rijka zwinkert grinsend, und Alejandro wird prompt rot. „Ich kämpfe mit dem Speer, für mich wäre es eh nichts.“ Rijka weidet sich an seiner Verlegenheit, lässt ihn aber vom Haken, als sich Camiara doch für einen Krolkodilauftrag entscheidet, tatsächlich für Rocco della Manana. Alejandro zögert, ringt sich aber zu einer Warnung durch. „Der Große, der Ersäufer, hat schon einen Bullen und einen Sklaven gerissen. Das ist ein schlaues, altes Biest mit dickem Pelz. Nehmt euch in Acht.“ Camiara mustert ihn, zunächst spöttisch, aber dann erinnert sie sich, dass er immerhin ein erfahrener Crocodilero ist. „Danke, aber wir haben eine Arbalette. Der allein ist eine Dublone wert.“ „Eine Arbatlette reicht nicht. Die haben die sicher auch auf der Plantage. Wenn der so einfach wäre...“ Camiara erweist sich als beratungsresistent. „Wird schon schiefgehen.“ Alejandro nickt und sagt nichts weiter. Rijka schaut ihr kurz hinterher, aber maßt sich kein Urteil an. „Ich nehm's einfach mal auf. Behalts aber bitte für dich, ja?“ „Klar doch.“ Alejandro nickt und gehrt dann zu den Seinen zurück. „Nichts, tut mir leid. Die Krokodile sind alle noch die, die gestern nicht richtig gemacht wurden. Das ist zu gefährlich.“ Jelinea mustert ihn skeptisch, sagt sich aber, dass er es am besten wissen muss. Marico unterstützt ihn. „Nee, das ist nichts. Aber auch keine Kräuter, oder?“ „Leider nicht. Gehen wir jagen.“ Sumaida nickt. „Meine eigenen Vorräte könnten auch etwas aufgestockt werden... uh... ich meine ja nur.“ Jelinea schaut zum Tresen. „Was hattest Du denn mit ihr?“ „Ne Frage. Kannn sich vielleicht was draus ergeben, aber ist noch nichts konkretes. Dann mal auf, bevor andere dieselbe Idee haben.“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 04.10.2019 13:49

Tag 14, gegen Mittag, Bei der Witwe Miranda in Sandalia, Santinera (Goldon)
Es war vorhin schon unangenehm durchnässt vor Boronaya zu sitzen, aber nun ist wirklich nichts mehr zu retten. Seine Kleidung fühlt sich an, als ob er sich mit nasse Waschtüchern angezogen hätte.
"Vielen Dank", sagt er als man ihm ein Handtuch reicht und er sich das Gesicht abtrocknet. Als er dann die Treppen, zu seinem Zimmer, hinaufsteigt, hinterlässt er kleine Pfützenchen. Er zieht sich um und gibt seine nasse Wäsche zum Trocken ab. "Was für ein Wetter. Ist Boroggio auf seinem Zimmer? Ich muss ihn sprechen."

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.10.2019 15:25

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera
Die Witwe, die in der Küche zusammen mit einem kleinen Mädchen, wenn sich Goldon recht erinnert eine Enkelin, Wurzeln schnibbelt, nickt. „Seine Gnaden ist in seinem Zimmer.“ So ist es auch. Boroggio steht an seinem kleinen Schreibpult und und verfasst offenbar ein Traktat oder einen Brief, unterbricht aber, als Goldon klopft. „Gut, dass ihr kommt, Goldon, ich habe euch schon erwartet. Bringt nachher bitte jene Briefe dort an die Salmoranez und an die Macalinto, der dritten bringt zum Hafen. Bitte in voller Montur, um ihnen das rechte Gewicht zu verleihen.“ Sie tragen alle das Geweihtensiegel und der in den Hafen geht offenbar an den Tempel. Seit sie hier sind, ist das das erste Mal, das Boroggio an den Tempel schreibt. „Und ich möchte, dass ihr euch über diese Echsenfreunde umhört, die Gonralas. Aber diskret. Der Sohn, Orfeo, soll ein rechter Frauenheld sein, vielleicht versichert ihr euch der Hilfe einer solchen? Diskret, wie gesagt.“ Er streckt seine Schultern und macht ein paar Dehnübungen, die er sich vielleicht bei ihm abgeschaut hat, bei denen ihn Goldon allerdings vorher noch nie erwischt hat. „Nun schaut nicht so. Ein gesunder Körper für einen gesunden Geist. Auch ein Kampf der Geister erfordert Kondition.“ Das stimmt sicherlich. „Und in der anderen Sache – seid ihr da schon weiter? War die Maga Boroanya hilfreich? Ich werde die Sache nicht so einfach auf sich beruhen lassen!“ In voller Montur, bei diesem Mistwetter? Das darf er dann anschließend alles wieder putzen!
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 04.10.2019 16:20

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera
"Gibt es Neuigkeiten?", dabei deutet Goldon auf die Briefe. "Selbstverständlich werde ich die Briefe zeitnah überbringen, Bruder." Er tritt näher. "Die werte Maga wird heute Nachmittag hier auftauchen und euch gleich hier untersuchen. Das wird uns eine Dublone kosten. Wir bleiben dran, Boroggio, niemand soll ungestraft einen Boroni verzaubern. Und was die Gonralas angeht, sie sind Echsenfreunde? Gibt es dazu was Neues? Immerhin weiß man, dass sie sich ganz gut selbst versorgen, weit flussaufwärts wo der Atem Al'Anfas schwach ist."
Dann wartet er erst einmal alle Antworten ab, bevor ihm dann noch was einfällt.
"Boroggio, was uns als Kirche hier fehlt sind mehr Mittel um eigenständig arbeiten zu können. Die guten Leute findet man bei der Gilde, aber die Partidas sind oft ausgebucht und wechseln häufiger. Es ist irgendwie unbefriedigend und wir kommen bei den Dingen wie die Ruinenaufklärung nicht weiter. Während die Magier alles für sich behalten, ich bin mir ziemlich sicher das gewisse Informationen unterschlagen werden, ... ich hatte schonmal überlegt, ob es nicht Sinn machen würde, selbst Leute anzuheuern und mehr Spezialisten an uns zu binden, aber das würde bedeuten, dass wir mehr Unterstützung bräuchten. Ich dachte mir, vielleicht könnt ihr mehr erreichen", tastet er sich vorsichtig an.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.10.2019 17:45

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera
„Neuigkeiten? Ich hoffe welche von euch zu erfahren. Ich bin viel zu wenig raus gegangen. Und welche Barschaft mir zur Verfügung steht, das wisst ihr ja noch besser als ich. Und ich wüsste derzeit noch nicht einmal, wo genau in den Ruinen ich ansetzen sollte. Ein Tempel V'ssars ist ja nur vermutet, aber wo er sich in den Ruinen befindet, scheint ja niemand zu wissen. Die Aktivitäten der Echsen zielen ja eindeutig darauf, uns Wissen über ihre Taten und Pläne zu verheimlichen, und einige in der Stadt hier scheinen so dumm und gierig zu sein, sich für sie einspannen zu lassen!“ Er schüttelt den Kopf. „Heute nachmittag... gut. Was für einen Eindruck habt ihr von ihr? Und welche der Partidas kämen denn überhaupt in Frage? Bis zur Regenzeit bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn ich das alles recht verstanden habe. Wenn der Tempel größere Mittel zur Verfügung stellen soll, dann muss ich ihm gute Gründe über das Bekannte hinaus schildern. Die Magier müssen wir uns gewogen machen, nicht gegen uns aufbringen. Auf ihre Fähigkeiten sind wir schließlich angewiesen, so Recht ihr habt, dass man man sie nicht einfach sich selbst überlassen sollte. Wie kommt es eigentlich, dass so wenig Streit unter den Magiern hier herrscht? Eigentlich müssten sie sich doch wie ein Rudel Straßenkatzen um einen Fischkopf balgen. Aber es ist mir nichts von Zusammenstößen oder Zwischenfällen bekannt.“ Boroggio denkt auf einmal politisch? Das ist ungewohnt. Aber natürlich hat er recht: Wenn Frieden herrscht, obwohl es was zu verteilen gibt, dann sorgt wer für Frieden. Würden sich die Magier etwas von den Großkopferten dieses Hinterwäldlernestes erzählen lassen? Wer sorgt hier dafür, das die Magier sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen? Ganz sicher nicht die Stadtwache. „Erzählt mir mehr über diese Boronaya. Was wisst ihr von ihr?Was erzählt man sich über sie?“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 04.10.2019 18:20

Tag 14, gegen Mittag, Herberge Arangenbäume → Eine Garküche, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Hm das klingt wie ein guter Plan. Aber so einfach wird sie ja nicht in den Sumpf kommen. Ich an ihrer Strlle würde warten bis wir fast fertig sind und dann übernehmen. Jetzt muss sie ja noch arbeiten. Wir könnten vielleicht auch ein paar Strassenkinder anheuern sie zu beobachten."
Bei der Frage nach dem Zauber zuckt sie mit den Schultern
"Kommt auf den Zauber an. Manchmal ja manchmal nein. Leicht natürlich wenn er noch wirkt..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.10.2019 20:08

Tag 14, gegen Mittag, Eine Garküche → Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
Makita nickt. „Na ja, wenn sie wen aushorcht, dann wohl am ehesten die Rabotnici, die hängen meist bei Carlosco herum. Im Gildenhaus treiben sich eher selten Straßenkinder rum, Raues Pflaster, und Miguel duldet keine Bettelei. Aber Du magst recht haben. Soll mir recht sein, wenn Sie uns erst mal in Ruhe lässt.“ Sie schaut deprimiert in den Dauerregen. „Das hört nicht auf. Hoffentlich ist im Sumpf nicht alles abgesoffen. Wie kommst Du eigentlich zu Prospero, ohne wie eine wandelnde Wasserleiche zu wirken?“
Die Frage stellt sich etwas später zurück in der Herberge nicht mehr: Ein kräftiger Junge mit einem großen Regenschirm wurde geschickt, um Boronaya abzuholen, und so gelangt sie zumindest nicht deutlich feuchter im Weißen Ara an, als sie losgelaufen ist. Es geht wieder durch die Hoftür, wobei jetzt natürlich niemand mehr unter der Pergola sitzt. Prospero empfängt sie im Flur, zahlt den Jungen aus und begrüßt Boronaya dann galant. „Ich fürchte, aufgrund von Efferds Launen musste ich etwas improvisieren, bitte habt die Güte mir zu folgen.“ Er bietet ihr den Arm und geleitet sie dann eine etwas enge Stiege hoch auf eine Galerie, wo es wohl in zu den Kammern geht, aber hinter der erstaunlich edlen, vertäfelten Tür, durch die er sie führt, geht es eine mit rotem Teppich belegte weitere Treppe hoch in eine Dachlaterne, die Boronaya bei der Ankunft nicht aufgefallen ist, und da sie rundum übermannshohe Glasfenster, die den Blick auf eine sonnige Steilküste am Meer bieten, und eine vertäfelte Kuppel aufweist, vom Marmorkamin ganz zu schweigen, ist sie sich auch sicher, dass es sehr feuchte Folgen für sie hätte, wenn sie jetzt einen Odem-Cantus sprechen oder sich zu ernsthafte Fragen über Illusionsmagie stellen würde. Vor dem Feuer liegt, wie kaum anders zu erwarten, eine große, hellgraue Katze auf dem Steinboden davor und tut so, als sei a) das ganze ihres und b) der Besuch vollkommen uninteressant. Eine weitere Katze, diese dunkelgrau, sitzt mit eingefalteten Pfoten und eingeringeltem Schwanz auf einem der beiden Sessel und verströmt zusätzlich die klare Aura, dass sie sich nicht fortbewegen wird, sollte jemand sich auf die irrsinnige Idee versteifen, auf ihrem Sessel Platz zu nehmen. „Wärmt euch ein wenig am Feuer, meine Liebe. Was darf ich euch anbieten?“

Tag 37, morgens, Westufer, eine knappe Stunde flussaufwärts mit dem Kanu (Crocodileros)
„Erstaunlich hügelig hier.“ Sie sind etwas weiter gepaddelt als am Vortag, schließlich können sie kaum hoffen, direkt an derselben Stelle noch einmal erfolgreich zu sein. Aber obwohl das Ufer an ihrer gewählten Anlegestelle eigentlich genau so aussah wie das vom Vortag, stoßen sie hier auf stark ansteigendes Gelände, Felsen und tiefe Rinnen, die bei der Fortbewegung zur Vorsicht mahnen, und gerade beim Mittagsregen will man nicht in einer Rinne überrascht werden. Ihre beiden Sammeltaschen füllen sich hier eher mit Heilkräutern und Beeren, dann endlich findet Marico eine vielversprechende Fährte. Sie gehört zu einem Hirsch, und Alejandro muss dafür die Arbalette nehmen, weil er sich nicht auf Balestradistanz herantraut – hier in dem unübersichtlichen Gelände würden sie selbst ein angeschossenes Tier erst nach Stunden finden. Der Schuss sitzt und angesichts des unsicheren Wetters machen sie sich auf den Heimweg. Aber gerade, als sie eine Rinne herunter klettern wollen, hebt Alejandro die Hand. „Es riecht irgendwie komisch.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 05.10.2019 18:26

Tag 14, gegen Mittag, Eine Garküche → Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Wird sie nicht. Wir werden ihr das vielleicht irgendwann noch einmal nachdrücklich sagen müssen..."
Als dann der Junge kommt verabschiedet sie sich von der Partida.
"Natürlich" meint sie zu Prospero und ist offensichtlich nicht wenig beeindruckt.
"Wenn ich jemals wieder gering über die Illussionsmagie denke werde ich mich einfach an euch erinnern um mich eines Besseren zu belehren..."
Sie streichelt kurz die beiden Katzen wenn diese es zulassen und wärmt sich am Feuer. "Einen Wein? Vielleicht sogar ein Gewürzwein?"
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.10.2019 21:20

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weissen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
„So soll es sein.“ Prospero zaubert ganz profan aus seiner Robe ein silbernes Glöckchen hervor und läutet, und daraufhin taucht die junge Serviertochter der Herberge auf, die Boronaya schon vom ersten Besuch her vom Sehen her bekannt ist. Sie scheint nicht zum ersten Mal in diesem Raum zu sein. Und sie läuft so, als habe sie Angst, den Boden zu beschädigen, schaut aber auch immer wieder neugierig zu den Fenstern. „Ihr habt gerufen, Gelehrter Herr?“ „So ist es. Bringe uns doch bitte etwas gewürzten Wein, so wie Deine Tante ihn so bekömmlich mischt, und ein paar frische Früchte, zusätzlich noch etwas Holz fürs Feuer. Wenn Du magst, kannst Du danach ein wenig aus den Fenstern schauen, Du musst nur leise sein.“ Mit einem Goldstück hätte er offenbar der allenfalls Fünfzehnjährigen kein größeres Geschenk machen können. Das Mädchen verbeugt sich und verschwindet deutlich flinker als sie gekommen ist. Die Katzen ließen sich streicheln, aber die Graue auf dem Sofa ist ganz eindeutig dort festgeschraubt, und da sie genau in der Mitte des Zweisitzers ruht, muss Prospero sich wohl oder übel etwas schmal machen. „Eine wunderbare Arbeit, leider ebenfalls nicht die Meine, ich habe sie nur finanziert. Ein gelehrter Freund, nunmehr Adeptus Major an der hochwohllöblichen Academia der Geistreisen zu Grangor, hat damit den Sprung vom Minor zum Major geschafft.“ Wenn er dem Mädchen erlaubt, im Raum zu bleiben, dann hat er wohl nicht vor, Geheimnisse auszuplaudern oder Boronaya zu verführen. „Was die Katzen angeht, Donna Mia gehört zur Herberge, und die graue Beli besucht uns des öfteren, wenn ihr im Palmenhaus zu langweilig ist, nicht wahr?“ Titel oder Name, ist hier die Frage. Arrogant genug für einen Titel ist die Katze allemal, und sie ignoriert Prosperos Existenz. „Ihr wisst, wie das ist. Ich habe die Tür zum Lüften aufgelassen, und bevor ich es mich versah...“ Die Katze blinzelt kurz und schließt dann die Augen. Die Serviertochter kommt wieder, zunächst mit einem Tablett mit zwei Bechern, einem dampfenden Krug und dem gewünschten Korb mit Früchten, und nachdem sie sie bedient hat, mit einem recht schweren Korb mit Feuerholz, aus dem sie nachlegt und dann mit dem vorhandenen Kaminbesteck das Feuer schürt. Dann schaut sie noch einmal scheu zu Prospero, und als der ihr zunickt, wird sie so unsichtbar wie möglich und verzieht sich an das nächste Fenster. Prospero prostet Boronaya zu, dann zwinkert er sie an, trotz bestem Benehmen doch sichtbar nicht unempfänglich für ihre von Rahja geschenkten Reize. „Nun, meine Liebe, worüber wollen wir reden?“

Tag 37, morgens, Westufer, eine knappe Stunde flussaufwärts mit dem Kanu (Crocodileros)
Jetzt, wo er es sagt, riechen sie es auch, und nach kurzem Zögern, alle schon ahnend, was sie finden werden, folgen sie der Quelle. Es dauert nicht lange, dann finden sie sie in der nächsten Rinne und an einem Baum. Drei Leichen, schon stark verwest und bis zur Unkenntlichkeit von Tieren zerfressen, trotzdem geben Kleidung und Lage Aufschluss. Der Mann liegt in der Rinne, offensichtlich ein Questador, den Resten seiner Lederkleidung nach zu urteilen. Ihm fehlen die Hände, und dafür scheint es keinen anderen Grund zu geben, als dass man sie ihm abgeschlagen hat. Die Kleidung der beiden Frauen liegt achtlos neben ihren noch zwischen junge Bäume gefesselten Leichen, und bei dem Anblick wird ihnen allen schlecht. Sumaida fängt sich als erste. “Wir müssen sie begraben!“ Alejandro nickt, obwohl das schwierig werden wird, ohne Schaufel und bei dem steinigen Boden. „Natürlich, mein ich. Gütige Götter!“ Er fasst sich ein wenig. „Rico und ich schlagen ein paar Bambusstangen als improvisierte Spaten. Dann müssen wir sehen, ob sie noch Gildenmarken dabei haben, oder sonst etwas, woran man sie erkennen kann. Irgendwas persönliches, meine ich. Ich nehme an, das haben die Mörder alles da gelassen, damit sie damit nicht in Santinera auffallen.“ Jelinea muss sich am meisten überwinden, die Leichen anzufassen, aber keiner sagt etwas. Was hier vorgefallen ist, ist ohnehin klar. Sie müssen durch den Mittagsregen hindurch arbeiten, aber dann liegen endlich drei flache Gräber, bedeckt mit Steinen oberhalb der Rinne. Die Toten trugen sogar noch ihre Marken, schwer erkennbar, da noch Leder. Wertgegenstände hatten sie keine mehr, nur ein Jagdspieß findet sich im Gebüsch, so dass die Zusammensetzung der Gruppe und die Marken der einzige Hinweis bleiben. „Wir werden Rijka fragen müssen.“ Alejandro packt die Marken weg. Den angerosteten Jagdspieß, eine einfache, unscheinbare Waffe, wie man sie auch in Santinera im Dutzend kaufen kann, übernimmt Jelinea. Sumaida betet den Grabsegen vor, dann zieht es sie endgültig nach Hause, unwillig, über das vorgefundene mehr als nötig zu reden. Als sie in ihr Kanu steigen gibt sich Alejandro einen Ruck. „Ich denke, das waren Sliff und Rodel. Die, die uns auch angegriffen haben, meine ich. Die müssen ihren schlechten Ruf ja irgendwie bekommen haben.“ Die anderen atmen regelrecht auf. Ist der Verdacht doch nicht nur naheliegend, sondern ermöglicht ihnen auch, sich zu versichern, dass die Gefahr gebannt ist, und die Schufte, die das getan haben, nicht mehr frei herum laufen.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 06.10.2019 21:23

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weissen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Ja die Katzen in dieser Stadt sind wirklich faszinierend," meint sie zu den beiden. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, wem sie hier berichten. Oder wem sie helfen.
"Grundsätzlich unterhalte ich mich gerne über fast alles mit euch. Aber ich vermute auch, dass ihr gerade ziemlich beschäftigt seid und ich will euch nicht mehr Zeit als nötig stehlen, aber euch gerne so viel schenken wie ihr mögt," meint sie mit einem Lächeln. "Ich wollte euch ein Angebot machen und euch um etwas Hilfe bitten, wenn ihr dazu bereit wärt. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ihr mehr über diesen Sumpf vergessen habt, als ich bisher herausgefunden habe. Und daran würde ich gerne etwas ändern. Vielleicht sogar in Hinsicht eines Forschungsfelds, das euch vielleicht so wenig interessiert, dass ihr bereit wärt ein Geschäft zu machen."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.10.2019 07:53

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weissen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
„Was gibt es für einen Mann Verlockenderes, als von einer schönen jungen Frau um Hilfe gebeten zu werden?“ Prospero lacht freundlich. Die Graue Katze erlaubt ihm gnädig, sie hinter den Ohren zu kraulen. „Mein Vater hat öfters gesagt: Schöne Frauen sind ein wenig wie Katzen. Man kann sich daran erfreuen und ihnen Freude bereiten, aber man kann sie nie besitzen.“ Er prostet ihr zu. „Und durchschauen kann man sie auch nicht.“ Am Fenster entfährt dem Mädchen ein aufgeregter Kiekser, und sie hüpft regelrecht, die Nase fest an die Scheibe gedrückt. Prospero lächelt gutmütig, wendet sich dann wieder Boronaya zu. „Um was geht es denn? Ich bin ganz Ohr.“ Ein paar Vögel flattern an den Fenstern vorbei. Die schwarze Katze am Kamin schaut auf und zuckt mit den Ohren, aber die Graue genießt weiterhin die kraulenden Finger.

Tag 37, nachmittags, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
In der Gilde ist Rijka erst einmal entsetzt, als sie nun schon zum zweiten Mal Marken auf den Tresen legen, und es sammelt sich schnell ein Grüppchen um sie, so dass Alejandro recht genau erzählen muss, was sie vorgefunden haben. Seinen Verdacht äußert er nicht, aber das tut prompt ein bulliger Söldner. „Das haben wir uns die ganze Zeit lang gedacht. Das waren sicher diese drei Lederknödel, die sich von, wie hieß er noch, der große Utulu, getrennt haben. Der dann mit seinem Bruder abgereist ist, und sie wollten sich alleine durchschlagen... ihr wisst, wen ich meine.“ Eine andere fällt ein. „Stimmt, diese Großbusige, die immer ein rotes Stirnband getragen hat. Reesa, oder so, so hieß sie doch? Die mal in der Bambusblüte so schön gesungen hat. Sylla hat Rodel gleich im Verdacht gehabt und ihn aus der Partida geschmissen, aber beweisen konnte man ihm nie was.“ Rijka hat unterdessen in ihren Unterlagen geblättert, und die Marken sind eindeutig. „Alrico, Riesse, Naraka. Beim Kräutersammeln verschwunden, vor sieben Monden. Keine Angehörigen benannt.“ Sie seufzt bei diesem bei Questadoren nur all zu häufigen Befund. Dann schaut sie zu Alejandro. „Ihr habt sie begraben?“ Der nickt. „So gut wir konnten. Hatten halt keine Schaufel dabei. Ist aber nur eine gute Stunde Paddeln und dann noch mal eine Stunde laufen weg.“ Miguel tritt hinzu. „Ist schon etwas her, aber ich erinnere mich. Waren in Ordnung. In ihren Kisten war genug, um ein Begräbnis zu bezahlen. Wir müssen sie da draußen nicht liegen lassen.“ Er wendet sich an die Menge. “Ich brauche zwölf Freiwillige, es gibt zwei Oreal pro Kopf und ein Abendessen mit Bier.“ Auch, wenn Alejandro und die Seinen eigentlich am liebsten nach Hause gehen würden, so fühlen sie doch, dass das gemeinsame Begräbnis durch die Gilde etwas Wichtiges ist, was auch ihnen Ruhe geben wird. Die restlichen Freiwilligen finden sich schnell, die Mischung aus fehlender Beschäftigung, einer von der Gemeinschaft respektierten Aufgabe und der Bezahlung führen dazu, dass fast alle Anwesenden sich bereit erklären, und Miguel tatsächlich ein paar vertrösten muss. Keine halbe Stunde später bricht die Truppe unter Führung von Barrabas, wie der bullige Kerl heißt, mit vier großen Kanus auf.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 07.10.2019 12:59

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon)
Goldon ist leicht verwirrt, denn Boroggio erwartet von ihm Neuigkeiten, da er selbst keine hat, aber bei dem Thema Echsen scheint er ganz genau zu wissen was die Zischler vorhaben.
"Ihr wisst zumindest, was die Echsen vor haben, wie es scheint ... ich weiß nicht viel, außer dass sie wohl mehr und mehr anfangen sich zu wehren, da immer tiefer in ihre Tempelruinen eingedrungen wird."
Er lehnt sich zurück: "Ja, die Gier scheint der größte Antrieb zu sein."
Als er nach seiner Einschätzung über Boronaya angesprochen wird, überlegt er kurz, bevor er antwortet:
"Sie scheint mir etwas zugänglicher als die meisten anderen hier. Und was die Partidas betrifft, Cusis Gruppe scheint fähig für solch Unterfangen, aber auch die kostspieligste. Sinnvoller wäre es eine eigene Gruppe aufzustellen, zumindest auf Zeit. Und da liegt natürlich auch das Problem, bisher haben wir keine Hinweise was Visar angeht und müssten weiterforschen, aber ohne Erkundungen und kleinen Erfolgserlebnissen wird es schwer Gelder anzufordern. Ohne Geld wird es schwierig gutes Fachpersonal anzuwerben. Was die Magier angeht, da habt ihr wohl recht, aber wie ihr wisst bin ich mit Prospero aneinander geraten, übrigens hat Boronaya bestätigt, dass er Dämonen beschwört und es den anderen als Illusion verkauft. Das habe ich von vornherein geblickt." Manchmal muss man die Wahrheit leicht biegen.
"Gut, ich werde zukünftig darauf acht geben, mich nicht mit ihnen anzulegen, auch dann wenn ich zähneknirschend ihre götterlästige Moral hinnehmen muss. Warum so wenig Streit zwischen den Magier besteht?" Wiederholt er die Frage. "Ich weiß es nicht. Vielleicht bekommen alle was vom Kuchen ab? Oder es wird so getan als ob ... hmm. Ich werde meine Augen und Ohren offen halten." Dann lehnt er sich wieder nach vorne als er von Boronaya ein weiteres mal erzählen soll: "Sie ist eine Schülerin Sefiras, die berühmte Chimärologin, und sie ist in Juchos Partida untergekommen, einer der durchschnittlich kompetenten Gruppen. Sie pflegt Beziehungen zu den anderen Magiern, verständlicherweise, diente auch schon diesem Prospero und scheint ganz gut mit ihm auszukommen. Ansonsten ist sie recht frisch hier und es gibt wenig Gerüchte über sie. Auf mich wirkt sie diplomatisch und recht umgänglich." Mehr konnte er nicht wirklich sagen, er kramt noch ein wenig in seinem Gedächntnis herum, ob er vielleicht doch ein Detail vergessen hatte.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.10.2019 14:07

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggio sieht ihn eindringlich an, und für einen Moment fragt sich Goldon, ob der junge, weltfremde Mann seine Rolle, den wahren Grund seiner Anwesenheit, nicht längst erraten hat. „Ich habe es gesehen, Goldon! Der Herr hat mir ein Gesicht geschickt, und ich habe es gesehen, wie mit meinen eigenen Augen. Ich habe gesehen, was sie tun werden, wenn ihre Pläne nicht gehemmt, sich die Gläubigen ihnen nicht entgegen stellen! Wie sie unsere Stadt, die Stadt des Herrn überrennen und ihre Bewohner auf den Blutaltären ihrer Götzen opfern!“ Stimme, Blick und Gestus des jungen Geweihten vereinigen sich zu einer Strahlkraft, der sich Goldon kaum entziehen kann. „Ich sah sie in den Straßen und Häusern wüten, mit der Masse ihres Gewürms unsere Krieger überrennen und mit ihrer unheiligen Magie unser Land verderben! In meinem Gesicht wandelte ich durch Straßen und Gassen voller Blut und Leichen, unbestattet und als Trophäen mißbraucht, den Vögeln zum Fraß!“ Wenn Boroggio aufdreht, kann er ziemlich wortgewaltig werden, und Goldon, der zwar noch nie durch eine gefallene und gebrandschatzte Stadt, aber immerhin durch ein rebellisches Stadtviertel, wo mit Feuer und Schwert für Ordnung und Abschreckung gesorgt wurde, fühlt sich unangenehm an die verstörenden Bilder von damals erinnert. Boroggio lässt es ihn fast selber sehen, in seinen schrecklichen Einzelheiten, und der heilige Zorn des Geweihten ist ein mit den Händen zu fassendes Ding.
Boroggio bekommt sich mühsam wieder ein und schlägt das Rad des Schweigenden. „Verzeiht meinen Ausbruch, Boron ist der Herr des Schweigens, nicht der Rede.“ Seine Augen beginnen wieder zu lodern. „Aber er ist auch der Strafende und der Richter.“ Er überreicht Goldon die Briefe an die Salmoranez, die Macalinto, und den Brief an den Tempel zuhause. „Nun geht, und tut, was zu tun ist!“ Er überlegt. „Würde es vielleicht Sinn machen, mit diesem Capitan zu reden? Er ist doch ein hoher Offizier, oder?“ Der allerdings auf Landurlaub und ohne Kommando ist. Einen gewissen Einfluss hat er aber sicher. Aber ob das für einen Heiligen Krieg Wider Das Echsengezücht reicht?
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 07.10.2019 15:56

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Für Goldon war dieser Ausbruch bei Boroggio was neues, aber die Erfahrung an sich nicht, er hatte schon einige Geweihte der Götter erlebt die entrückt und nicht von dieser Welt schien. Doch diese Rede war mitreissend und nahm ihn ein.
"Den Capitan werde ich konsultieren, Bruder Boroggio."
Er schweigt ... er beobachtet ihn.
Die Briefe sollte ich vielleicht erst dann abgeben, sobald Boronaya vergesichert hat, dass er nicht magisch beeinflusst wird. Ein paar Stunden Verzögerung sollte nicht auffallen.
"Verzeiht, Bruder, ich würde gerne der Untersuchung Boronayas beiwohnen, es wäre wichtig um bei Hinweisen vor Ort zu sein. Ich bin besorgt um euch und jedes Detail könnte den Unterschied machen."
Während er die Briefe übernimmt, schaut er sich die Schutzmassnahmen an, wurden die Briefe gesiegelt? Konnte er die Briefe öffnen und wieder verschließen ohne das man bemerkt das sie geöffnet wurden?
"Hatte ihr Hinweise darauf wann dieser Angriff der Echsen stattfindet?" regt er wieder etwas das Thema an.
Erst jetzt fällt ihm auf, dass trotz der Abwesenheit der Hausbewohner, sie beide sich ihrzen. Es ist wohl dem Thema geschuldet.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.10.2019 17:47

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Der junge Borongeweihte mustert ihn, legt den Kopf ein wenig schräg. „Dabei sein? Wieso? Was für Hinweise erwartet ihr?“ Ist ihm aufgefallen, wie Goldon die Siegel anschaute, ob sie auch richtig hafteten? Goldon weiß, dass Boroggio nicht dumm ist, aber die Ränke und Intrigen des Tempels waren ihm immer fremd, was ihn einerseits sympathisch, andererseits zu leichter Beute machen. Boroggio richtet sich auf und strafft seine Schultern. „Ich glaube, Du nimmst mich nicht ernst, Goldon. Der Angriff der Echsen ist nichts, was heute oder morgen passiert. Wenn sie in ihrer Rüstung schon so weit fortgeschritten wären, bräuchte ich keine Zweifler zu überzeugen, das sollte doch gerade einem Kriegsmann wie Dir offenbar sein.“ Er streckt die Hand halb aus, wie um die Briefe zurück zu fordern, zieht sie dann aber wieder zurück. „Wenn Du es wirklich für nötig hältst. Ich fühle mich, offen gesagt, ein wenig... unwohl dabei. Und bring die Briefe auf den Weg.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.10.2019 23:36

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weissen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
"Das Kompliment nehme ich gerne an," meint sie lächelnd und nimmt einen Schluck des Weines. "Nun ich spekuliere einfach ein Mal. Ich vermute dass ihr noch mehr Informationen über lohnende Ausgrabungen habt. Ausgrabungen, die aber eurer Aufmerksamkeit nicht würdig sind, vor allem angesichts der kurzen Zeit, bis hier alles wegschwimmt und der Tatsache, dass ihr euch nicht teilen könnt. Vielleicht sogar Ausgrabungen, die mit der Verwandlung zu tun haben, wofür die Echsen ja nicht ganz unbegabt waren. Und vielleicht wärt ihr für die richtige Gegenleistungs sogar bereit diese Informationen zu teilen," fragt sie immer noch lächelnd. "Und vielleicht interessiert euch sogar mein Angebot..."
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 08.10.2019 10:20

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
"Welche Hinweise ich erwarte? ... ihr wurdet magisch angegriffen, also was bezweckt man damit? Einen Schwachpunkt zu finden, eure Ziele zu erahnen, euch manipulierbar zu machen, eure Wünsche hervorzulocken um euch zu lenken, euch verfluchen zu wollen, euch zu blenden ... ich erwarte vorzugsweise nichts von dem."
Goldon bemerkt Boroggios Skepsis bezüglich der Briefe, es ärgert ihn, dass er wohl zu offentsichtlich gehandelt hatte. "Die Briefe sind gut versiegelt, sollen sie nur an die Familienführer übergeben werden?" Manche Nachrichten übergab man nicht den Schriftkundigen vor Ort sondern direkt dem Herrn oder Frau des Hauses. Je nach Brisanz des Inhaltes.
"Entschuldigt, ihr habt recht. Ich habe euch bisher so noch nicht erlebt, Boroggio", antwortet er ihm ehrlich, hält sie aber mit weiteren Aussagen zurück.
Er steckt die Briefe weg und nickt dem Boroni zu.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.10.2019 10:58

Tag 14, früh Nachmittags, im zweiten Stock des einstöckigen Weissen Aras, Sandalia, Santinera (Boronaya), Dauerregen
„Ich verstehe.“ Er schüttelt den Kopf, reißt seine Augen von Boronayas Figur los und lächelt wie ein ertappter Schulbub. „Entschuldigt bitte. Das ist nur so eine Redensart. Ich verstehe natürlich nur teilweise und denke mir dazu, was ich hören will.“ Was sie wünscht, ist klar formuliert, aber dass Sie – außer im Spezialgebiet der Chimärologie, die augenscheinlich weder für ihn noch seine derzeitigen Partner interessant ist – nur ihre Person in der einen oder anderen Form einbringen kann, da sie weder Geld und noch verwertbare Erkenntnisse in ausreichender Form hat, steht erst einmal im Raum. Vielleicht hat er der Kleinen auch deswegen erlaubt, im Raum zu bleiben, um sich selbst davon abzuhalten, seinem unzweifelhaften rahjagefälligen Interesse nachzugeben und Druck auf sie auszuüben? Aber es scheint – zumindest für ein Kind – allerdings dort auch wirklich Spannendes zu sehen zu geben.
„Die Magica Mutanda in ihrer Ausprägung der Chimaerologica ist zweifelsohne, wie eure bewundernswerte Lehrmeisterin Sefira immer wieder beweist - ein Feld, wo Großes vollbracht und erreicht werden kann, gäbe es sonst Minotauren und Harpyien? Aber ich muss gestehen, ihre Faszination hat mich nie ergriffen.“ Er schenkt ihr und sich nach. „Nichtsdestoweniger habe ich mich in den letzten Tagen natürlich mit dieser Frage befasst. Ich muss allerdings einräumen, dass meine Partner das als mein Privatvergnügen ansehen.“ Die graue Katze öffnet die Augen und blickt Boronaya beinahe spöttisch an, schließt sie dann aber wieder und duldet gnädig die Streicheleinheiten, die ihr Prospero zukommen lässt. „Und vielleicht sollte ich euch auch ein wenig erzählen, was ich euch bieten kann, bevor ihr darlegt, womit ihr mir eine Freude zu machen gedenkt." Er hat sich zwar gut im Griff, macht keine aufdringlichen Anspielungen oder starrt, aber es ist für sie trotzdem ziemlich offensichtlich, was zumindest eine Möglichkeit wäre. Er breitete die Arme aus. "Meine eigene Kapazität, magisch wie profan, ist bis zum ernsthaften Einsetzen der Regenzeit großteils gebunden, allerdings werde ich danach hier in Santinera bleiben, um in Ruhe die Analyse und Dokumentation unserer Funde zu betreiben. Was euer Forschungsgebiet betrifft, so ist eine direkte Zuweisung schwierig, aber es gibt zwei oder drei kleinere, sagen wir: Verdachtsfälle. Aber wie ihr an meinen Anstrengungen seht, ist eine Erforschung ohne tatkräftige Unterstützung von anderen nicht so einfach. Einfach an der Oberfläche herumliegen tut selten etwas.“ Das ist schon eine Einschränkung, mit der sie zurecht kommen muss. Ribaldo und Signorita Siana haben garantiert kein Geld für Arbeiter, und sie selber verdient nicht genug, um selber welche zu bezahlen. Sie müsste sich schon mit jemandem zusammentun, der deutlich mehr auf die Waage bringt als sie – und sie nicht ausbootet, wenn sich der Erfolg einstellt. Prospero lächelt. „Aber nach all der Vorrede, und wenn man in mein Alter kommt, hört man sich nun einmal gerne selber reden, bin ich doch gespannt, wie ihr euch einbringen wollt.“

Tag 14, kurz vor Mittag, Haus der Witwe Miranda, Sandalia, Santinera (Goldon, Dauerregen)
Boroggio denkt nach, dann zuckt er beinahe resigniert mit dem Schultern. „Ich werde mir wohl kaum aussuchen können, wer die Briefe zu empfangen bereit ist. Aber übergib sie möglichst einem Sekretär, nicht einfach der Wache am Tor. Wenn möglich. Der Brief an den Tempel gib im Hafenbureau ab. Und wenn Du bei meiner Unterredung mit der Magierin wirklich dabei sein willst, dann spute dich, dass Du rechtzeitig wieder zurück bist. “ Er schaut sich unsicher um. „Meinst Du, ich sollte etwas aufräumen, bevor die junge Dame kommt?“

Tag 37, nachmittags, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Alejandro sitzt im vorderen Kanu, und es fällt ihm schwer, ihre Landestelle wieder zu finden. Aber er hat Glück und vertut sich nur um knapp hundert Schritt, so dass Marico schnell auf ihre Fußspuren stößt, mussten sie doch auf dem Rückweg ebenfalls eine Weile am Ufer entlang laufen, um ihr Kanu wieder zu finden. „Wie habt ihr sie eigentlich gefunden?“ Barrabas geht mit Alejandro vorne, und der zögert. „Nur durch Zufall, auf dem Heimweg von der Jagd.“ „Ziemliches Stück hoch, nur fürs jagen.“ „Weiter unten ist es ja schon ziemlich abgegrast.“ „Wenn man Schweine will, schon, stimmt. Und wie...“ Alejandro zögert erneut, er hat keine Lust, das Bild zu beschreiben, das sich ihnen bot. „Sah nicht schön aus. Hat denn keiner nach denen gesucht?“ Barrabas wird etwas rot. „War ja nicht so, dass wir dicke Freunde gewesen wären. Und offen gesagt – war klar, dass die nicht mehr wieder kamen. Hier am Westufer gibt’s keine feindlichen Anoihas, drei Leute verschwinden da nicht einfach. Und um sich zu verlaufen waren sie nicht grün genug. War klar, dass die hin waren. Und Rodel kam gleich in Verdacht. Aber das war keiner, dem Du krumm kommen konntest, und Beweise gabs ja nicht.“ Das offenbar keiner nach welchen gesucht hat, spricht keiner aus, und Barrabas wechselt schnell das Thema. „Wie habt ihr ihn und Sliff eigentlich erledigt? Waren die nicht sogar zu dritt? Die waren euch doch total über, nichts für ungut.“ Alejandro hat mit der Frage gerechnet. „Wir haben sie rechtzeitig bemerkt und in einen Hinterhalt gelockt. Bin vielleicht nicht der beste Fechter, aber schießen kann ich, mein ich. Und sicher hatten wir einfach Glück.“ Barrabas klopft ihm auf die Schulter. „Gut gemacht!“
Die improvisierten Gräber sind schnell geöffnet, und die Leichen werden so respektvoll wie möglich in Leichentücher eingeschlagen und dann mit Tragbahren zurück gebracht. Unter der verstreuten Habe findet sich tatsächlich ein roter Fetzen, der wohl einmal ein Stirnband war, aber ansonsten fördert auch eine Nachsuche nur ein paar verrottete Kleidungsstücke der Frauen zutage.
In Santinera werden sie von einer größeren Truppe von Questadoren erwartet, es hat sich offenbar bereits herum gesprochen, und die Borongeweihte trifft zusammen mit einem Akolythen kurz danach ein. Sie macht ein wenig den Eindruck, das schnell hinter sich haben zu wollen, und natürlich geht es ihr persönlich nicht nahe, hat sie die Toten doch offensichtlich nicht gekannt. Aber da es diesmal eine ordentliche Trauergemeinde gibt, macht sie das Beste daraus. Es gibt einen ordentlichen Begräbniszug – sie aufzubahren und zu waschen macht einfach keinen Sinn mehr - und offenbar hat die Geweihte ihre Hausaufgaben gemacht und auf die Schnelle ein paar Informationen über die Toten gesammelt, das meiste wahrscheinlich aus den Aufzeichnungen der Gilde. Viel ist es nicht. Alrico kam aus Port Corrad. Er war ein ruhiger, freundlicher Mensch. Riesse hatte eine gute Singstimme, sie kam von einer Plantage am Unterlauf des Hanfla. Naraka war die Feldscherin der Partida, sie hatte offenbar Humor. Sie soll aus dem Maraskanerviertel in der Metropole stammen. Wie alt sie waren weiß keiner, und wann sie gestorben sind, nur aufgrund der Aufzeichnungen der Gilde. Alt sind sie nicht geworden. Ob sie wer zuhause vermisst, weiß keiner. Aber der Herr des Vergessens vergisst niemanden. Nachdem die Geweihte ihre kurze Predigt und ihre Gebete beendet hat, schaufeln die Totengräber die Gräber zu und segnet Madre Speranza die letzte Ruhestätte der drei. Dann geht es zurück in die Stadt, und für die Questadoren ins Gildenhaus.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 08.10.2019 12:25

14. Tag vormittags, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Alrik)

"Klar, kein Problem. Gibt es einen bestimmten Preisrahmen?"

hakt Alrik noch einmal nach, bevor er dann mit einem letzten Seufzer seine Tasse abstellt und aufsteht. Mit einem kurzen Lächeln nickt er dem Sklavenmädchen zu und bedankt sich für die Wegbeschreibung, bevor er Boronya und dem Mädchen noch ein letztens

"Na dann, Efferd mit uns allen."

sagt und zu seinem Zimmer geht. Dort nimmt er seine Tasche, leert sie fast vollständig aus, behält natürlich seinen Dolch offen am Gürtel und zwei Wurfmesser gut verborgen am Mann, und macht sich auf durch den prasselnden Regen zu diesem Apotheker, den das Mädchen beschrieben hat. Wieder einmal leistet der Wollumhang mit Kapuze, der durch das aufgedampfte Wachs zwar recht steif aber dafür zumindest halbwegs regendicht ist, gute Dienste, auch wenn er darunter sehr bald zu schwitzen beginnt, sind es doch trotz Regen nicht unbedingt die geeigneten Temperaturverhältnisse für einen Wollumhang. Zum Glück ist eine Lederhose über den Stiefeln dicht genug, dass er zwar nasse Beine aber zumindest keine nassen Füße kriegt. Kurz muss Alrik lächeln, wie hat er in der Hitze von Mherwed über diese kräftigen Lederstiefel geflucht, aber jetzt und hier... So richtig stören tut ihn der Regen aber auch nicht, er ist eher in Gedanken versunken. Zuerst einmal muss er an Gold kommen, das ist ganz klar. Ohne Gold wird es kaum gehen, selber bei einer Expedition mitzumachen ist zwar immer noch sein Plan, gut möglich, dass diese ganzen harten Kerle und Weiber hier einfach etwas übertreiben, aber es scheint doch eher sinnvoller zu sein, gezielt Partidas auf die verschiedenen Zutaten anzusetzen. Und dafür wird Geld benötigt. 4 Silberstücke pro Mann und Tag, wenn er die Dame gestern recht verstanden hat, das wären dann ganz schön teure Söldner. Oder meinte sie für die ganze Gruppe 4 Silber, das wäre ziemlich billig. Wenn es also gelingt, zwei Tränke zu einen günstigen Preis verkaufen, dann wären die Zutaten für zwei weitere wieder drin, das Zimmer für die kommenden Wochen bezahlt und es wäre noch Geld übrig für den eigentlichen Grund dieser Reise. Das wäre deutlich angenehmer, als für ein paar Silbertaler den eigenen Hintern zu riskieren. Und dann wäre da noch die Möglichkeit eines Nebengewerbes.... ob es hier wohl gutes Papier gibt? Ein paar Kohlestifte, ein Seil, einen Satz Kleidung...
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.10.2019 15:22

Tag 14, vormittags, Haus der des Apothekers Paulson, Magnolia, Santinera (Alrik, Dauerregen)
Das ist hier eine deutlich bessere Wohngegend, auch wenn das Haus nicht besonders groß ist, und sich eng an ein kleines Badehaus schmiegt, welches aber offenbar dazu gehört. Eine kleine Brücke führt über einen der hier so ubiquitären Bäche auf eine überdachte Veranda, wo unter den gestrengen Augen einer Mittvierzigerin eine junge Frau und ein kleiner Junge an einem langen Tisch ihm großteils unbekannte Kräuter, Wurzeln und Beeren auf ihm bekannte Art und Weise verarbeiten. Da das Haus zwei Schornsteine hat, geht Alrik davon aus, das einer davon zu einem Labor gehört.
Als er die Brücke überquert bemerkt ihn die Mittvierzigerin sofort, erhebt sich und begrüßt ihn resolut. „Peraine zum Grusse, Senor. Was kann ich für euch tun?“ Sie bittet ihn mit einer Handbewegung unter den Schutz der Vordaches, bietet ihm aber noch keinen Platz an.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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