DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.09.2019 23:44

13. Tag sehr spät abends, Weinschänke oben am Hang → Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo muss erst einmal die Perspektive wechseln, aber dann kommt er wohl zu der Ansicht, das, was immer er mit Boronaya zusammen macht, für beide lustvoll sein wird, und er lächelt mit einer Mischung aus Unsicherheit und diese überwiegende Neugier. „Wir können es ja drauf ankommen lassen, ich begebe mich vertrauensvoll in Deine Hände! Soll ich dich abholen?“

In der Herberge findet sich auch prompt Makita ein, und sie und Tonarev begutachten Ribaldos disziplinarische Anstrengungen, dann kritisiert sie diese mit einem Klaps. „Das sieht man ja morgen gar nichts mehr. Das zählt nicht!“ Aber der Ton macht die Musik, und beide sind ganz offensichtlich der Meinung, dass das genau das rechte Ergebnis ist. Makita zieht sich ihrerseits die Tunika über den Kopf und präsentiert leicht vorgebeugt das eigene Ergebnis. Jucho hat offenbar den Brabaker zu Hilfe genommen, aber das Ergebnis bleibt sich gleich: Auch da wird morgen, spätestens übermorgen nicht mehr das geringste zu erkennen sein. Tonarev grinst und setzt auch bei Makita noch einen festen Klaps drauf. „Viel zu milde weg gekommen bei meinem weichherzigen Bruder! Und ich hatte sie extra gefesselt!“ Makita grinst. „Aua! Aber Jefe ist halt ein herzensguter Kerl. Wobei ich der Meinung bin, Tonna hätte eigentlich auch eine Abreibung verdient, und nur weil sie mit El Jefe verwandt ist...“ „Die Vorteile der Blutsbande!“ Tonarev lacht. Dann erzählt Boronaya von Palandrines mutmaßlichem Schabernack, wenn man das noch so nennen will, und beide sind empört. „Dieses Miststück! Wollte Dir wohl einfach den Abend versauen! Du solltest sie dir vornehmen!“ Tonarev ist ein wenig vorsichtiger. „Vielleicht will sie dich nur provozieren.“ Sie überlegt, und Paladrines unbestreitbares Geschick, harmlos und freundlich zu wirken, macht sich bemerkbar. „Vielleicht meint sie es noch nicht einmal wirklich böse. Und ihr was zu beweisen...“ Makita schüttelt den Kopf. „Vecna und Shiri haben wir den Hintern versohlt – das mindeste schuldest Du ihr. Aber dann richtig!“ Tonarev winkt ab. „Richtig? Dann kannst Du Jucho schon mal raus lassen.“ „Auch wieder wahr. Aber zu dreien schaffen wir das schon! So ein Luder!“ Sie überlegt. „Aber wenn Du ihr eine Abreibung verpassen willst, dann solltest Du ihr mindestens einen Eisenring um den Hals legen, sonst wird das wohl nichts.“ Soviel von Magie verstehen sie dann doch schon. Aber dann weckt die Erwähnung der Katze ihre Neugier. „Eine Katze hat aufgepasst? Wieder? Du verschweigst uns doch was! Einzelheiten!
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Djembo
Posts in diesem Topic: 46
Beiträge: 3975
Registriert: 26.11.2011 08:10
Wohnort: Irgendwo zwischen Klassenzimmer und Schreibtisch

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 11.09.2019 23:55

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, -> Herberge Arangenbäume, Santinera

"Danke und Phex mit dir."

verabschiedet sich Alrik von Cusi als die beiden am Hof angekommen sind. Kurz steht er dann noch unschlüssig da, betrachtet den Sternenhimmel und beschließt dann tatsächlich eher auf sein Zimmer zu gehen, als jetzt noch in das Gildenhaus zu marschieren. Der Tag war lang, von der verkrampften Körperhaltung, aus der auf schwankenden Schiffen nie ganz heraus kommt, fühlt er sich immer noch ein wenig schlaff und es gibt noch viel nachzudenken und zu planen. So geht er zu seinem Zimmer, wo er sich tatsächlich bevor er eintritt die Schuhe auszieht (auch wenn er sie natürlich nicht draußen lässt), seine Waffen ablegt und sich erstmal aufs Bett setzt. Nachdenklich betrachtet er kurz die Fensterläden, durch die die sich langsam abkühlende Luft des Abends herein kommen könnte, und entscheidet sich dann doch eher in stickiger Luft zu schlafen. Diese Katze... er würde die Magierin definitiv noch einmal nach der fragen müssen. Aber auch wenn das sie wahrscheinlich nicht aufhalten dürfte, würde er ihr das Eintreten doch nicht einfacher als nötig machen. Dann streckt er sich, noch ganz angezogen, auf seinem Bett aus und heftet den Blick an die Decke. Ruhig wendet er die alten Techniken an, die sein Meister ihm beigebracht hatte, die Atemübungen um den Geist zu beruhigen. Damals waren sie dazu gut, ein aufgekratztes Kind davon abzuhalten, seine Magie versehentlich fließen zu lassen, aber Alrik hat sie nie ganz vergessen und sie leisten ihm immer noch gute Dienste. Er ist kein sehr frommer Mann, aber dennoch durchaus ein Gläubiger und das abendliche Gebet auszulassen, das käme ihm auch nach all den Jahren, in denen seine Mutter ihm nicht mehr mit Strafe gedroht hat, wenn er den Göttern ihre Gebete verweigerte, noch irgendwie falsch vor. Also findet er nach und nach in den Zustand der Geistesruhe, in dem er verhindern kann, den Göttern mit dummem Gebettel und kriecherischer Speichelleckerei auf die Nerven zu gehen, wie es die alte, strenge Geweihte im Tempel des Flussgottes ausgedrückt hatte. Nach und nach flüstert er leise die kurzen Gebete vor sich hin, die ihm sein Vater beigebracht hatte, einfache Grüße an das schwindende Tageslicht, den kriegerischen Sturm, das sanfte Schweigen und so weiter. Erst als er damit fertig ist, schlägt er die Augen wieder auf, beruhigt in dem Wissen seine Pflicht getan zu haben. Er setzt sich auf und holt aus seiner Tasche seine Notizpergamente heraus, ebenso Feder und Tinte, und beginnt seine Erkenntnisse über Partidas, Personen, Örtlichkeiten und so weiter zusammenzuschreiben und zu ordnen. Als er damit dann endlich fertig ist, ist es auch schon langsam spät genug und Alrik begibt sich zu Bett.
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.09.2019 08:24

Tag 13, früh abends, Flottenposten im Hafen von Santinera. (Capitan)
Der Corporal nimmt Haltung an und schaut geradeaus. Der Capitan mustert ihn. „Ihr seid begabt, Junge, aber gerade die Begabten sind die, die das größte Unheil über sich und andere bringen, wenn man ihnen nicht rechtzeitig auf die Finger klopft. Euch ist klar, was euch blüht, wenn das rauskommt. Egal ob jetzt oder später? Völlig unabhängig davon, wem ihr das in irgendwelchen Aufzeichnungen untergeschoben habt? Die Inspekteure schauen sich an, wo das Geld hin ist, und glaubt mir, sie bekommen ihre Antworten. Magier und Priester, und fürs förmliche Verfahren dann die peinliche Befragung.“ Juan nickt bleich, und auch Chiara schluckt. Der Capitan beugt sich vor. „Aber ihr habt ja das unheimliche Glück, dass ich nicht die Inspektion bin. Also: Ich habe heute mit den Gonralas gesprochen, und ihr seid bei denen zumindest rechtlich vom Haken. Miku gehört euch. Erwartet aber bloß nicht, dass die euch beim nächsten Mal umarmen, wenn ihr sie trefft. Ihr berichtet an sie?“ Juan kann in der immensen Erleichterung über die gute Nachricht nicht an sich halten. „Vielen Dank Capitan! Ich werde euch das nie vergessen!“ Er fasst sich. „Ja, ich berichte an sie. Aber da ist nichts Wichtiges. Wir geben Proviant und Ersatzteile an die Vendetta aus. Wir haben keine anderen Aufgaben.“ Und tun nichts anderes. „Ihr lest nicht den Semaphorenverkehr der Macalintos und Salmoranez mit?“ „Das wäre ziemlich... schwierig. Der Posten liegt dafür ungünstig.“ Beziehungsweise haben sie ihre Semaphorentürme so ausgerichtet, dass der Posten sie nicht einfach mitlesen kann. Und da sie deutlich höher liegen, kann man auch die antwortenden Relaisstationen von hier aus nicht sehen. Der Capitan wendet sich wieder dem Hauptthema zu. „Ich habe hier eure Quittung über die vollständige Entrichtung des Kaufpreises von dreihundert Dublonen für das Mädchen. Die kommt hier in den Panzerschrank, für den Fall, dass es bei euch zu einem Einbruch kommen sollte. Gebt ein wenig auf euren Rücken acht. Am besten, ihr zieht hier mit eurem Mädchen ein, die kann sich dann auch etwas nützlich machen. Kochen und waschen für den Leutnant.“ Es ist kein Vorschlag, und Juan nimmt das als einen Teil der sicher anstehenden Gegenleistung. „Jawohl!“ „Die Miete, die ihr in der Stadt zahlt, könnt ihr auch hier zahlen, und Platz dürfte sein. Der Posten ist schließlich für deutlich mehr Leute geplant gewesen.“ Eben einen Fähnrich und einen weiteren Corporal samt Besatzung eines kleinen Patrouillenbootes. „Jawohl, Capitan!“ „Bleiben die Bücher. Wir müssen zweihundert Dublonen über zwei Jahre verstecken. Das überlasse ich euch beiden. An die Arbeit, Soldat!“ Juan steht stramm und dematerialisiert.

35. Tag, Früh Nachmittags, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Stella ist die Gärtnerin, und könnte ohne weiteres Sumaidas Großmutter sein, was es Sumaida schwer macht, Kritik zu äußern, und sie stellt fest, dass 'Anregungen' trotz freundlichem Bemühen um Aufgeschlossenheit an 'Haben wir versucht, hat aber nicht funktioniert' und 'Haben wir immer schon so gemacht, ist so am besten' scheitert. Immerhin bei den Dorlenglöckchen schafft sie es, sie zu einer Anpflanzung zu bewegen, aber offenbar hat man Stella in ihrer Jugend recht eindeutig vermittelt, dass sie kein Händchen für Heilkräuter habe, und sie sich statt dessen ganz auf Nutzpflanzen und Blumen verlegt hat. Sumaida vermeidet peinlich, der freundlichen alten Dame in Murias Gegenwart so etwas wie Vorwürfe zu machen oder Belehrungen zu geben, und wird dann durch einen Haussklaven erlöst, der Muria eine Nachricht ins Ohr flüstert. Sie nickt, dann hebt sie die Hand. „Mädels, Jungs, es wird Zeit. Wir haben Antwort aus Santinera, der Alte kommt persönlich. Er ist schon unterwegs. Er bringt El Tauro mit.“ Sie erklärt es etwas näher. „Wenn ein Sklave getötet, gar ermordet wird, dann kümmert sich der Alte selbst darum. Er nimmt das persönlich. El Tauro ist einer seiner ältesten Söhne, er ist sowas wie sein Feldherr.“ Alejandro schaut zu den Seinen, dann zu Muria. „Wir müssen da nicht dabei sein, oder? Die Rossa möchte ich nicht verpassen.“ Und, auch wenn er kein persönliches Mitleid mit dem Achaz hat, der den Sklaven ermordet, als Proviant missbraucht und auch mit seinem Wurfspeer versucht hat, ihn selbst zu töten, so will er nicht wirklich dabei sein, wenn 'Hammer und Zange' zum Einsatz kommen. Und hier die Nacht zu verbringen hat er auch nicht wirklich Lust, denn wenn Don Macalinto kommt, dann wird für sie zum übernachten bestenfalls ein Platz in einer Scheune rausspringen. Muria nickt. „Musst Du auch nicht, ich denke, der Alte bringt einen eigenen Fährtenleser mit, und ansonsten war ja Palmi bei euch und hat alles gesehen.“ Alejandro nickt verstärkend, dann erhebt er sich. „Dann denke ich, wir haben es, oder?“ Muria steht ebenfalls auf. „Dann hol mal einer Baca von eurem Kumpel runter. Ich denke, sie hatten genug Zeit.“ Das wird gemacht, und beide erscheinen, eilig gewaschen und augenscheinlich hoch zufrieden, auch wenn Marico unter Jelineas und Sentos abschätzigen Blicken ein wenig trotzig wird. Sie verabschieden sich, und während Baca Marico begeistert zum Abschied zuwinkt, ist Alejandro ziemlich klar, dass Ponte Marico hier auf der Plantage nicht mehr sehen will, auch wenn er das derzeit nicht zu bestimmen hat und keinen Ton sagt. Muria, Sento und Ponte begleiten sie zum Anleger, allein schon weil der Don wahrscheinlich mit der Rossa ankommen wird.

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Alrik)
Es ist ein fruchtbares Sauwetter. Nachdem ein Klopfen an der Tür, vielleicht war es auch nur ein Geräusch nebenan, ihn geweckt hat, sagt ihm hörbare Geschäftigkeit unten im Haus und Aufstehgeräusche in den Kammern neben ihm, dass es bald Frühstück geben wird. Senora Ponche mag sicher keine Ungewaschenen, die zu spät an den Tisch kommen, also heißt es sicher auch für ihn aufstehen.
Ein Blick aus dem Fenster zeigt ihm Santinera in Grau, es schüttet wie aus Kübeln, das wird so schnell nicht aufhören. Kann man bei dem Wetter überhaupt vor die Tür? Der Platz der Helden liegt wie ausgestorben, auch wenn man im Regen schon die auf der anderen Seite liegenden Häuser nur undeutlich erkennen kann.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.09.2019 11:43

Tag 13, nachmittags im Gildenhaus, Portas, Santinera. (Goldon)
Onid hat ein paar frische Schrammen an der Rüstung und einen kleinen Verband am Arm, aber sonderlich gesprächig gibt er sich nicht. „Hola Rabe. Wie immer. Ein guter Tag.“ Er zuckt mit den Schultern. „Die Zischler wollten es diesmal wissen. Ist ihnen nicht gut bekommen.“ Am Ton kann man schon hören, dass das alles ist, was er dazu im Moment erzählen will, aber die Frage nach Boronaya kann er beantworten. „Der geht’s gut, die war mit auf der Rossa mit ihrer Partida. Die wohnt bei Cusi, in der Herberge Zwei Arangenbäume am Platz der Helden. Was willst denn von ihr?“ Die Frage klingt eher beiläufig, wohl weil er erstaunt ist, das Goldon nach einer Magierin fragt, wo er doch so mit Prospero aneinander geraten ist. Aber Boronaya ist ja ausgesprochen hübsch... „Wenn Du der den Hof machen willst, vergiss es. Die hat was mit einem der Goldesel, so ein halbes Hemd.“ Er wiegt den Kopf und schiebt was nach, falls seine Bemerkung als abwertend mißverstanden werden könnte. „Nichts gegen ihn, soll ganz anständig sein.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 296
Beiträge: 10689
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 12.09.2019 12:09

Tag 13, nachmittags im Gildenhaus, Portas, Santinera. (Goldon)
"Gut, dass ihr den Zischlern es gezeigt habt", gibt er sich ehrlich, "ich will ihr nicht den Hof machen. Hübsch ist sie ja, aber wehe du geräts in Streit mit Magiern, dann wirst du noch zum Frosch." Er runzelt die Stirn.
"Ich müsste sie um magische Hilfe bitten. Und du weißt ja selbst, dass ich mich nicht Prospero wenden kann. Die ist doch gerade erst hier angekommen und schnappt sich direkt einen Goldesel? Interessant ... die hat was vor!" Er grinst breit. "Danke für deinen Hinweis wo sie wohnt, ich versuchs dann mal dort ... dann dir noch einen schönen Tag, bis dahin Onid." Er gibt ihm noch ein Bier aus und macht sich dann davon.

Benutzer/innen-Avatar
Djembo
Posts in diesem Topic: 46
Beiträge: 3975
Registriert: 26.11.2011 08:10
Wohnort: Irgendwo zwischen Klassenzimmer und Schreibtisch

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 12.09.2019 16:48

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Alrik)

Alrik erwacht zu dem Klang prasselnden Regens. Na klasse. Regen war noch nie sein Freund gewesen, daheim kalt und klamm und hier im Süden irgendwie zu warm, gar nicht wie richtiger Regen sondern fast so wie in diesem neuen Badehaus in Gareth, wo aus einem Rohr wenn man an einer Kette zog handwarmes Wasser einem über den Kopf lief. Leise vor sich hin fluchend quält er sich aus dem zerwühlten Bett und schleppt sich zur Waschschüssel herüber. Mehr als eine oberflächliche Katzenwäsche muss wohl kaum sein, draussen wird man eh nass genug, und einmal Kopf und Bart bürsten und den Zopf neu binden, dann soll es wohl auch reichen. So tritt ein zumindest akzeptabel frisch gemachter Nordländer unter die Veranda vor den Zimmertüren und blickt in den strömenden Regen hinaus. Missmutig betrachtet er die feinen Tröpfchen und Spritzer, die an seine Stiefel kommen und sieht sich dann nach dem Frühstück um
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.09.2019 17:18

13. Tag sehr spät abends, Weinschänke oben am Hang → Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Fast nichts wäre mir lieber. Außer vielleicht den ganzen Tag oder die gnaze Nacht mit dir zu verbringen," verabschiedet sie ihn.

Beim Klaps entfährt ihr auch ein leichtes "Au", bevor sie sich die Stelle reibt. "Gefesselt? Soso," meint sie lachend. "Ja, das denke ich eigentlich auch. Ich glaube hier werden Blutsbande ausgenutzt," meint sie grinsend.
"Ich weiß nicht, ob sie zu verprügeln die richtige Lösung ist. Ganz ehrlich weiß ich überhaupt nciht, was die richtige Lösung ist. Eine Lösung, die ihr die Grenzen aufzeigt ohne zu eskalieren und das ganze tödlich enden zu lassen. Oder glaubt ihr, dass sie sich das gefallen lassen wird oder nciht vielleicht den Zauber auf mich oder euch das nächste mal wirkt, wenn wir in einer zwielichtigen Gasse sind?" Sie schüttelt unschlüssig den Kopf. "Und offiziell kann man auch wenig machen."
Die Frage nach der Katze lässt sie einen Moment überlegen.
"Dieses Katze hat mir jetzt schon mehrmals geholfen. Sie hat eine Spionin vertrieben, die mich belauschen wollte und jetzt eine Streunerin, die sicher Ribaldos Geld gestohlen hätte. Und sie ist abgehauen, bevor ich meinen Zauber wirken konnte, mit dem ich Ribaldo untersucht habe. Dazu habe ich den Eindruck, dass sie viel zu intelligent ist. Auf jeden Fall besonders. Ich denke vielleicht ist es eines dieser Hexentiere..."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.09.2019 18:45

13. Tag sehr spät abends, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Tonarev macht nur selbstbewusst 'Pffft'. „Mein Bruder hat halt ein feines Gespür dafür, wer brav ist und wer unartig.“ Sie grinst, wird dann aber wieder ernst, als Boronaya über Paladrine spricht. „Keine Ahnung. Also mit dem Töten muss ja nicht sein. Ich hab noch niemanden umgebracht.“ Zischler zählen offenbar nicht. Makita zieht sich die Tunika wieder über. „Ich auch nicht. Ging bisher immer ohne.“ Ein ganz klarer Fall von 'Zischler zählen nicht'. Tonarev setzt sich auf Boronayas Bett. „Aber wenn Du ihr keine Grenze aufzeigst, macht sie immer weiter. Unter den Kerlen würde das mit den Fäusten geklärt. Aber 'ner Frau schlägt man ja nicht ins Gesicht.“ Sie mustert Boronayas nackten Körper. „Ich schätze fast, bei der ist ein ordentlicher Schank Neid dabei. Die kam mir ziemlich verspielt vor. Will immer die Schönste, Begehrenswerteste sein. Aber dumm kann sie ja nicht sein, sonst wäre sie ja keine Zauberin.“ Na ja, auch hochintelligente Leute können sich extrem dämlich verhalten, gerade dann, wenn sie sich besonders schlau vorkommen. „Ich meine, was hat sie davon? Auch wenn sie sich von diesem Diederich einspannen lässt – das würde ich dem schon zutrauen – was soll das bringen, außer dich zu ärgern? So nach dem Motto: Ärgerliche Leute machen Fehler? Kann ja stimmen, aber meist hauen einem ärgerliche Leute nur voll eine rein, wenn sie einen zu fassen kriegen.“ Bei der Katze machen sie das Zeichen gegen den Bösen Einfluss. „Die Dame Akagi soll mit Katzen sprechen können. Und Prospero spricht mit Tigern, wenn Cusi nicht flunkert.“ Makita nickt, dann schnippst sie mit den Fingern. „Ach übrigens. Du kennst doch diesen Tempelgardisten, diesen düsteren Kerl, der sich mit Nikka angelegt hat. Der bei Onid rausgeflogen ist. Goldo, oder Goldon, oder so. Der ist hier wohl aufgetaucht, kaum dass Du weg warst und wollte irgendwas von Dir. Hat eine schriftliche Nachricht für dich hinterlassen. Er wollte der Wirtin nicht sagen, worum es ging.“ Tonarev nickt. „Hat sie uns gesagt, den Brief hat sie.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.09.2019 19:21

13. Tag sehr spät abends, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Genau das ist ja das Problem. Ihr die Grenzen aufzeigen, so dass danach Ruhe ist. Ich habe das Gefühl, dass sie, wenn wir sie verhauen, das nächste mal zu anderen Giften greift. Ahh, wieso hab ich immer das Glück mit solchen Mistkröten aneinander zu geraten. Ich würde ihr glaube ich eine subtile Nachricht schicken, vielleicht bei ihr einsteigen, in ihr Zimmer und da eine Nachricht hinterlassen. Eine eindeutige. Meint ihr das wirkt?"

Bei der Erwähnung, dass sie unartig sei, streckt sie Tonarev die Zunge heraus."Die Dame Akagi? hat die nicht auch eine Herberge? Und der Kerl wollte mir einen Brief zustecken? Man soll sich ja nie mit Gardisten einlassen. Und er wollte nichts sagen? Was soll das denn." Sie schüttelt den Kopf. "Wo übrigens habt ihr denn die Bestrafung gemacht? Ist das unserer Hauswirtin egal?" fragt sie dann noch nach, bevor sie gähnt. "Aber außer wir überfallen Tona und sorgen für eine gleichmäßige Rötung muss ich ins Bett. Oder wollen wir noch ein wneig plaudern," meint sie und zieht ein Nachthemd über.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.09.2019 20:43

13. Tag sehr spät abends, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Tonarev grinst. Na ja... Bestrafung... unter Eid würde ich das nicht wirklich so nennen.“ Makita grinst, aber Boronaya hat selber ja einschlägige eigene Erfahrung. Alanfanische Spielchen ist der eigentlich zutreffende Begriff. „Wir sind einfach den Karrenweg raus, so eine knappe halbe Stunde. Da gibt’s den Schrein an dem einsamen Mohagoni, von Brabaker Rohr umstanden, Etoru Nga Kotiro Pararahe, oder so.” Das ist irgendwie mohisch, aber offenbar ein lokaler Anoihadialekt. Es hat was mit drei Geistern von Jungfrauen oder drei Jungfrauen und einem Geist zu tun...
Mitten in und um die Reisfelder herum stehen hier überall so kleine Geisterschreine. Boronaya versteht viel zu viel von Magie, um den Animismus der Mohas als abergläubischen Blödsinn abzutun. Tonarev fährt fort. „Da gibt’s eine kleine Weghütte, da sollte ein Avesschrein gebaut werden, aber das hat die Geister verärgert, also haben sie es dann gelassen.“ Wer immer 'sie' ist. „Aber die Hütte steht da, und dort habe ich unser böses Mädchen nackt an einen Pfosten gebunden...“ Makita grinst ebenfalls. „Dann hat sich Jucho erst meinen Gürtel genommen und sich anschließend einen Brabaker geschnitten.“ Und ein weiteres 'anschließend' gab es sicher auch. „Und Tonna hat aufgepasst. Aber so spät kommt da keiner mehr lang. Und im Zweifelsfall waren wir zu dritt und bewaffnet, also...“ Als Boronaya dann vorschlägt, Tonarev auch ein wenig zu bearbeiten hebt Makita beide Daumen, zuckt aber die Schultern. „Dafür. Aber das hört echt jeder hier. Sind ja nur Bretterwände.“ Tonarev lacht. „Ihr traut euch ja nicht. Und ich hole meinen großen Bruder!“ „Der schläft. Außerdem: Dem verdreht Naya einfach mit ihrer Magie den Kopf, dann hält er dich sogar fest!“ „In Ordnung, dann hole ich ihn nicht.“ Tonarev lacht, dann überwältigt auch sie ein Gähnen. „Ein anderes Mal. Außerdem bin ich müde. Was die Zicke angeht, denke ich, Du solltest herausfinden, was sie wirklich will. Und eine kleine Abreibung unter Schwestern... könnte mir vorstellen, dass sie das als Teil des Spiels versteht und nicht übel nimmt, solange Du sie nicht grün und blau prügelst. Ich glaub, die albert irgendwie nur rum. Die kann doch sicher schlimmere Zauber als einen Schlafzauber.“ Da hat sie natürlich Recht. Das war zwar alles andere als lustig, aber Paladrine hätte noch ganz andere Sachen machen können. Einen Banbaladin, den das Luder garantiert kann, etwa. Das ist genau die Art Cantus, den hoffnungslos picklige Jünglinge und eitle Magierprinzesschen am eifrigsten studieren... „Vecna und Shiri haben es uns auch nicht übel genommen. Ich meine... ich hätte die schon grün und blau prügeln können...“ Hat sie aber nicht. Das stimmt. Aber ist Paladrine im Kern in Ordnung, so wie die beiden verhinderten Spioninnen, die einfach der Dublone nicht widerstehen konnten? „Und Goldo oder Goldon... Na ja, er ist immerhin Tempelgardist. Mir ist er auch unheimlich, aber... Du kannst ja mal schauen was er will. Morgen wird das eh nichts mit Aufträgen, nicht bei dem Wetter.“ Sie stehen auf „Die Dame Akagi wohnt im Palmenhaus, das ist eine recht teure Herberge nur für Frauen. Also.. wohlhabende Frauen. Questadoren können sich das kaum leisten. Paladrine hat da ja auch gewohnt und ist rausgeflogen. Hat doch Signorita Siana erzählt, die wohnt da ja auch.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.09.2019 22:00

13. Tag sehr spät abends, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Das klingt ja wie ein spannender Ort. Den müsst ihr mir mal zeigen." Als Tonarev und Makita auf die Bestrafung einsteigen muss sie schmunzeln. "Nur mein Anstand unsere Vermieterin gegenüber hält mich davon ab," meint sie neckend.
Die Analyse des Charakters von Paladrine scheint sie nicht ganz zu teilen. "Ja hätte sie. Aber dann wird das Ganze auch zu offensichtlich. Wenn ich ihn erst später gesucht hätte, wäre der Zauber schon verflogen gewesen. Und wer weiß, wie ich dann reagiert hätte. Aber vielleicht habt ihr recht. Ich muss herausfinden, was sie will. Vielleicht wissen die Damen im Palmenhaus mehr. Und wenn alles nicht hilft bleibt ja immer noch die Möglichkeit sie zu verhauen. Wobei sie das wirklich mehr als verdient hätte. Schlaft gut ihr beiden."
Sie selbst versucht auch in den Schlaf zu finden und zum Glück ist sie tot müde, denn ihre Gedanken kreisen noch eine ganze Weile um die Magierin und ihr Gespräch mit Prospero morgen.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.09.2019 08:21

Tag 13, früh abends, Flottenposten im Hafen von Santinera. (Capitan)
Chiara atmet tief aus. Der Capitan mustert sie wohlmeinend. „Sie kann Dir ruhig etwas zur Hand gehen. Du bist kein Fähnrich mehr. Wie schlägt Goldon ein?“ „Zaragusa?“ „Heißt er so?“ „Er hat die Truppe mächtig ran genommen.“ „Sollte er ja auch. Und sonst?“ Chiara hebt die Schultern. „Ich hab nur kurz mit ihm geredet. Er hat die Männer zum Üben vor die Stadt geführt. Er hat mir ein bisschen unters Kinn geschaut, aber jetzt nicht unhöflich.“ „Zeugt nur von gutem Geschmack.“ Der Capitan begeht die gleiche Sünde, allerdings ziemlich direkt. „Etwas Übung könnte Dir auch nicht schaden. Such Dir einen Sparringspartner zum Fechten. Meine Nichte Emi ist sehr gut, aber es gibt sicher auch andere.“ Chiara nickt zögernd und ohne allzu große Begeisterung. Der Capitan erhebt sich und tritt näher, und seine heimtückische Absicht erratend, dreht sie sich ein wenig zur Seite und beugt sich etwas vor, als suche sie etwas auf dem Tisch, ihn zu dem prompt kommenden Klaps beinahe einladend. „Verstehe mich nicht falsch. Du musst nicht die beste Fechterin Deiner Truppe sein. Aber Deine persönliche Wehrhaftigkeit fließt immer auch in Deine Ausstrahlung als Offizier ein. Außerdem erwartet man von Leutnants immer noch, dass sie die Truppe von vorne führen.“ Da sie so günstig steht, gibt er ihr gleich noch einen zweiten, und als sie errötet, einen dritten Klaps, einfach, weil er sich nicht beherrschen kann. „Verstanden, Capitan.“ „Soll ich Emi fragen, oder kümmerst Du dich selber drum?“ Er stellt fest, dass seine Hand beim letzten Klaps einfach vor Ort geblieben ist, und Chiara errötet und schaut ihn an. „Das... schaffe ich schon. Aber ein Übungskampf gegen Emilia würde mich schon reizen.“ Die Hand liegt da immer noch, nicht ganz untätig, aber der Capitan reißt sich zusammen und lässt es mit einem letzten Klaps bewenden, da er seinen inneren Schweinehund mit dem Argument überzeugt, dass Corporal Juan ja unten noch in der Schreibstube ist, und dieser alles mitbekäme. Der denkt sich wahrscheinlich ohnehin seinen Teil, der Junge hat ja Augen im Kopf, aber man muss es ihm nicht unter die Nase reiben. „Ich rede mit ihr.“

35. Tag, Früh Nachmittags, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Die Rossa kommt sogar etwas zu früh, was wahrscheinlich daran liegt, dass jemand wie Don Macalinto nicht warten muss. Der Rinderzüchter kommt mit kleinem, aber schlagkräftigen Gefolge, und Alejandro gesteht sich ein, dass er den Mann sich, eigentlich wider besseres Wissen, ganz anders vorgestellt hat. Eben als übergewichtigen, alternden Lüstling, der die Frauen mit den Augen und – sobald in Armesreichweite – auch mit den Händen auszieht. Aber natürlich ist er nicht so. Es mag solche Drohnen unter den Silberbergern geben, die sich das unter dem Schutzschirm der eigentlich Mächtigen erlauben können, aber der aus eigener Kraft zweitreichste Mann Santineras ist natürlich keine feiste Drohne. Er ist sicher über fünfzig, aber kräftig und groß, wenn auch nicht so groß wie der Utulustämmige Riesenkerl direkt neben ihm, der trotz der dunklen Hautfarbe ziemlich eindeutig sein Sohn ist. Don Macalinto hat ein kräftiges, geradezu kantiges Kinn, buschige Augenbrauen, und vor allem Ausstrahlung. Er begrüßt Muria mit Handschlag, umarmt dann Ponte mit einem „Prächtig machst Du Dich, Junge!“, dann verneigt er sich vor der halb hinter Alejandro verschwundenen Sumaida. „Euer Gnaden, sehr erfreut, eure Bekanntschaft zu machen.“ Sumaida nickt schüchtern und haucht ein „...ganz meinerseits...“ und verschwindet komplett hinter Alejandro. Muria, Sento und Ponte fällt die Kinnlade runter. „Euer Gnaden?“ Don Macalinto lacht fröhlich. „Die entzückende Signorina ist eine Geweihte der Gütigen. Sagt bloß, ihr habt das nicht... Also Muria, ich muss schon sagen!“ Er gibt der Faktorin einen Klaps, den diese wie ein Auszeichnung entgegen nimmt. Er wendet sich an ihre Nichte. „Und Du musst Sento sein! Wenn ich vorstellen darf – meine Söhne: Tsaian, seine Jungs nennen ihn nur El Tauro.“ Die Belagerungsmaschine nickt freundlich und schaut der ohnehin tödlich verlegenen Sento in den Ausschnitt. „Mein Sohn Bari.“ Ein etwas unscheinbar wirkender, deutlich kleinerer junger Mann nickt Sento zu und schüttelt dann Ponte die Hand, zieht ihn zu sich heran und umarmt ihn brüderlich. „Meine Tochter Afzelia.“ Eine junge Frau mit umgehängter Schreibertasche und einem Jagdmesser am Gürtel hebt die Hand. „Meine Nichte Isuzu.“ Bei dieser jungen Frau mit den wachen Augen ist ein starker thalusischer Einschlag vorhanden, und sie schüttelt Sento die Hand. „Willkommen! Du bist die Fechterin?“ Sie schaut von Sento zu Jelinea. „Dieselben Ringe?“ Alejandro übernimmt, nachdem ihn Don Macalinto fragend angeschaut hat, das Vorstellen. Er fasst sich kurz, denn bei aller Freundlichkeit ist auch klar, dass sie als bezahlte Mietlinge für körperliche Arbeiten mit Ausnahme von Sumaida so weit am Ende der lokal vorhandenen Hackordnung stehen, dass sie den Hackklotz noch nicht einmal über den Gartenzaun hinweg sehen können. Don Macalinto nickt ihm freundlich zu und versucht dann mit Sumaida zu reden. „Leider ist der Zeitpunkt gerade so unerfreulich wie ungünstig, aber ich wollte euch gerne einmal näher... euer Gnaden? Ich beiße wirklich nicht...“ Er versucht, Sumaida in den Blick zu bekommen, aber die benutzt Alejandro weiter als Bollwerk gegen den zweihundertfachen Vater. Die Situation entbehrt nicht der Komik. „Euer Gnaden?“ Er geht einen Schritt seitwärts, um Alejandro herum, aber es hilft nichts, Sumaida zirkelt in die Gegenrichtung, und es lässt sich keine Sichtlinie herstellen. Marico schiebt sich mit einem entschuldigenden und unsicheren Grinsen dazu. Don Macalinto gibt auf. „Glaubt mir, ich bin besser als mein Ruf, Euer Gnaden. Ihr könnt euren Anführer mitbringen. Ich möchte mich nur zusammen mit meiner Tochter Pina und meiner Frau mit euch unterhalten. Wenn es euch einmal passt.“ Sumaida sieht ein, das Weglaufen keine Lösung ist. Sie wird wieder sichtbar, allerdings so nahe an Alejandro, dass sie ihn berührt. Trotz aller Schüchternheit, hat sie jedoch keine Probleme, seinem Blick stand zu halten. „Wann... uh... habt ihr euch denn...uh... vorgestellt, Don Macalinto?“ „Übermorgen zum Nachmittagstee? Nach der Siesta? Bei mir oben auf dem Berg.“ Er nickt Alejandro zu. „Du bist herzlich eingeladen, Alejandro.“ Der bringt ein Angstgrinsen zustande. „Vielen Dank, Don Macalinto. Wir kommen gerne und werden pünktlich sein.“ „Guter Mann.“ Don Macalinto verneigt sich noch einmal vor Sumaida, die unwillkürlich schon wieder Schutz sucht, dann setzt er sich mit seiner Entourage in Bewegung. Alejandro rafft seinen Mut zusammen und hält Isuzu zurück, in deren Augen er mehr Mitleid als Amüsement zu lesen glaubte. „Entschuldigung, Signorina. Gibt’s da eine Kleiderordnung oder sowas?“ Einer der Brüder dreht sich um, aber Isuzu winkt. „Ich komme hinterher.“ Der Mann nickt, und Alejandro erwischt sich beim hörbaren Aufatmen. Isuzu schüttelt den Kopf. „Beruhigt euch. Mein Onkel ist ganz normal. Zieht euch was sauberes an. Er weiß, dass ihr keine Seidenklamotten habt und ist nicht beleidigt, wenn ihr in sauberer Lederhose und Leinenhemd kommt. Und Du..äh... Entschuldigung, ich eine natürlich Sie, Euer Gnaden, also, ihr müsst keine Sorgen haben. Mein Onkel hat einen deftigen Humor, aber ein gutes Gespür, wenn eine nicht will. Wer nicht will, der muss nicht. Sonst hätte ihn schon längst eine kastriert, das könnt ihr mir glauben.“ Sie lächelt etwas hilflos. „Er steht allerdings auf große Brüste, das ist schon wahr.“ Sie legt ihre Hände auf ihre eigenen, nicht gerade kleinen, und zuckt mit den Schultern. „So, ich muss jetzt. Ich bin nämlich die, die etwas Rssah kann.“

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya & Alrik)
Es hat sich eingeregnet, und laut einhelliger Meinung bleibt das auch so. Juchos Partida erscheint trotzdem marschfertig zum Frühstück, denn Jucho ist bei aller Freundlichkeit unerbittlich, und Makita, Bule, und seine Schwester fügen sich. „Wir schauen im Gildenhaus vorbei, sonst gehen wir jagen.“ Die kleine Tora bringt den heiß ersehtnen Kaffee, und Cusi, die sich nicht dschungelfertig gemacht hat, schüttelt den Kopf. „Onid hat heute nen Ruhetag angeordnet. In den Sumpf fährt bei dem Wetter kein Schwein. Da versackst Du, sobald Du aus dem Kanu steigst. Außerdem haben wir eh Ruhetag, nach dem Aufstand gestern.“ Jucho nickt. „Tonna hat es mir erzählt. Respekt.“ Die Wirtin räuspert sich, da Kampf und Tod am Tisch keine willkommenen Themen sind, und Jucho neigt entschuldigend das Haupt. Die Wirtin verzeiht ihm und würdigt seinen Arbeitseifer. „Wenn ihr ein paar ordentliche Affen schießt, Senor Jucho, würde ich drei oder vier gerne abnehmen.“ Das erfreut diesen, und er bedankt sich. Die Wirtin schaut zu Boronaya. „Gestern war ein Armatus da, Goldon mit Namen.“ Sie hat offenbar nicht die geringste Ahnung, was das ist, aber es klingt ihr offenbar ein wenig verdächtig wie Stadtgarde, mit der man als anständige Witwe nicht unnötig zu tun haben sollte. „Er hat eine Nachricht für euch hinterlassen.“ Sie reicht Boronaya Goldons Notiz. Makita und Tonarev recken neugierig den Hals.
Zuletzt geändert von Jadoran am 13.09.2019 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 296
Beiträge: 10689
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.09.2019 09:27

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya & Alrik)
Das Notizblatt scheint aus einem kleinen Buch herausgerissen worden zu sein. Das Papier macht einen samtigen Eindruck und ist von hoher Qualität. Solches Papier ist selten außerhalb von Al'Anfa, vielleicht noch Mirham, anzufinden.

Werte Maga Boronaya,

ich benötige eure Hilfe und muss euch treffen.
Ich werde morgen, nach dem Mittagessen zur Siesta,
euch an eurer Unterkunft aufsuchen wollen.

Boron mit euch,
Goldon Zaragusa


Schrift und Ausdruck sind einfach, aber zeugen doch von Bildung die dem normalen al'anfanischen Bürger nicht zusteht.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.09.2019 10:17

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Korschrein in Süden von Sandalia, Santinera. (Goldon)
Als sich Goldon am Korschrein einfindet, ist Curro bereits da. Er trägt seine Montur, abzüglich der kurzen Jacke und des Wehrgehänges, sieht aber frisch gewaschen aus. Er lehnt gegen die Mauer im Schatten, ein paar Schritte vom Schrein entfernt, der – anders als die meisten kleinen Schreine hier in Santinera – schon beinahe ein Tempelchen ist. Statt des Mantikors steht fauchend ein pechschwarzer steinerner Panther mit grüngelben Augen auf einem kleinen Häuflein zusammen geschmiedeter Waffen und echter Totenschädel – Menschen, aber vor allem Achazschädel, und eine Opferschale mit einem daneben liegenden Obsidianmesser lockt mit ihrem süsslich-erdigen Geruch Scharen von Fliegen an. Eine durchaus dezente aber gut sichtbar angebrachte Tafel weist auf die Gonralas als Stifter hin, eine deutlich größere Tafel des Stadtrates stellt das Durchführen von Tieropfern durch Nichtgeweihte sowie das Hinterlegen von Köpfen von Achaz oder Menschen unter die Strafe der öffentlichen Auspeitschung und des Stadtverweises. Santinera ist keine Stadt, wo man die Köpfe seiner geschlagenen Gegner auf Speere gespießt zur Schau stellen kann.
Aber der göttliche Mantikor hat natürlich seine treue Anhängerschaft, und es gibt wahrscheinlich eher wenige Kämpfer, die sich hier nicht schon selbst die Haut geritzt und ein paar Tropfen in die Schale haben fließen lassen.
Curro begrüßt ihn mit einer Handbewegung, dann stößt er sich mit den Schultern von der Wand ab. „Dann wollen wir mal.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 296
Beiträge: 10689
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.09.2019 11:14

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Korschrein in Süden von Sandalia, Santinera. (Goldon)
Goldon ist in seiner schwarzen Zivilkleidung unterwegs, nur der Sklaventod baumelt an seiner Seite. Er nickt Curro zu als dieser aus dem Schatten tritt und macht eine Handbewegung, dass er bitte kurz warten solle.
Goldon nähert sich dem Korschrein, kniet nieder und betet stumm. Es ist noch nicht eine halbe Minute vergangen, da steht er auf und wirft ein paar kleine Münzen in die Opferschale.
"Der Panther ist uns näher als dieser sagenumwobene Mantikor. In den Tulamidenlande wird immer noch diese Chimärenform am liebsten verehrt. Andere Länder, ander Sitten", eröffnet er das Gespräch.
"Nun, dann los." Er hatte zwar keine Ahnung was er damit meinte, aber er würde sich einfach leiten lassen.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.09.2019 12:48

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Im Süden von Sandalias, Santinera. (Goldon)
„Nichts gegen Kor, aber ich mach das seit über einem Dutzend Götterläufen. Mir ist es lieber, wenn sie nicht näher als auf Geschützreichweite herankommen. Und sie möglichst keins haben.“ Er grinst.
Es geht nach Süden, und dort dann tendenziell westlich, durch eng gewordene Gassen an kleinen Werkstätten vorbei. Goldon ist sich gar nicht sicher, ob das eine echte Taverne ist – es ist nur ein solider Tisch auf einem kleinen Platz, um den sich die unterschiedlichsten holzbearbeitenden Handwerker scharen. Mindestens drei kleine Tischler, ein Zimmermann mit mehreren Gesellen, ein Löffelschnitzer und eine ältere Kunsttischlerin, die an der barbusigen Galionsfigur für ein kleineres Boot herumbeitelt. Obwohl es langsam dunkel wird, wird noch überall gearbeitet, und als sich Curro an den Tisch setzt und Goldon mit der Hand einen Platz anbietet, taucht eine ältere Frau mit einem Krug, einen Korb mit Brot und zwei Bechern auf. „Wen bringst Du denn da an, Currito?“ „Serjant Zaragusa, Tante, ist uns für ein paar Tage auf dem Posten zugeteilt.“ Er schaut zu Goldon, „Setz Dich Rabe.“ Ein kleiner Junge bringt noch einen Krug Wasser, um ihn mit dem Wein zu mischen, und harten Käse. Die Alte begrüßt Goldon mit einem nicht unfreundlichen Nicken und verzieht sich wieder. Curro wirkt hier zuhause, die Leute scheinen ihn hier alle zu kennen, und der einzige Grund, warum nicht zumindest die Werkstattbesitzer auf einen Schwatz zum Tisch kommen, ist wohl er selber, in seiner schwarzen Kleidung und dem Sklaventod. Curro prostet ihm zu und trinkt einen Schluck. „Also. Was hast Du auf dem Herzen? Und warum interessiert dich die Leutnant?

13. Tag, Abends, Herberge Candelilla. (Capitan)
In der Herberge warten hinten im Hof bereits Emilia, Vecna und Shiri auf ihn. Letztere ist mit Stopfarbeiten beschäftigt, während Emilia und Vecna über ein Pergament im Folioformat sitzen – offenbar der Vertrag für den Verkauf der Ernte und die Pacht der Mine. Sie schauen erleichtert auf, als er kommt. „Guten Abend Onkel.“ „Guten Abend Capitan.“ Er nickt ihnen zu, „Guten Abend, ihr Hübschen. Und?“ Emilia lehnt sich zurück und streift sich ihre roten Haare in den Nacken. „Uff! Es sieht in Ordnung aus. Aber es wäre mir wirklich lieber, Du schautest auch noch mal drüber.“ Der Capitan nickt und stellt sich hinter sie. „Die vor mir Erschienen, als da sind....mir persönlich bekannt... beantragen die Beurkundung...Bananenernte auf der Staude, wie sie vorgefunden wird, ja so muss es lauten...“ Er beugt sich vor und stellt dann erst fest, das man dabei der vor ihm sitzenden Vecna hervorragend in den Ausschnitt schauen kann, eine nicht unerhebliche Ablenkung. Er reißt sich zusammen. „Hmm... Für einen Zeitraum von fünf Jahren...“ Wie immer bei Verträgen sucht er unwillkürlich nach eingeschobenen Doppeldeutigkeiten, Sachen, die man schlichtweg anders oder gar nicht vereinbart hat, aber der Vertrag ist kurz gehalten, eindeutig und verständlich. „Ich bin beeindruckt. Keine einzige Floskel auf Bosparano oder Advokaten-Rogolan. Kein Verweis auf urtulamidische Bestandteile der Ius Meridiana. Don Macalinto scheint ein ehrlicher Mann zu sein, auf dessen Wort man sich verlassen kann.“ Seine offenkundige Verwunderung bringt Vecna zum lachen. Dann schaut sie hoch, den Schalk im Blick. „Soll ich es ausziehen? Ihr kriegt ja einen ganz steifen Nacken, Capitan.“ Emilia und Shiri werden rot, aber der Capitan lacht. „Nur zu, nur zu.“ Sie macht es natürlich nicht. Der Capitan wendet sich Emilia zu. „So wie ich das sehe, kannst Du das morgen unbesorgt unterschreiben. Ich werde als Zeuge mitkommen, den alten Herrn will ich kennen lernen.“ Vecna grinst. „Ich denke, ihr werdet euch gut verstehen.“ Sie sitzt sicher auf ihrem Hinterteil, und daher kann ihr der Capitan trotz bester Absichten keinen Klaps geben.
Er wendet sich daher anderen Aspekten zu. „Wie sieht es mit der Liste aus? Habt ihr alles?“ Vecna schaut zu Emilia, und die nickt. „Ja, alles. Bis auf die...“ Sie kann sich nicht dazu bringen, 'Sklaven' zu sagen. Der Capitan nickt. „Und da gibt’s ein Problem. Die Gonralas haben keine Sklaven zu verkaufen, jedenfalls keine handwerklich angelernten. Und ich musste ihnen heute dienstlich ein wenig in die Suppe spucken, so dass wir unsere Sklaven wohl anderweitig besorgen werden müssen.“ Vecna schaut ihn zweifelnd an, und man sieht ihren Augen an, dass sich sich fragt, ob der Capitan dazu die richtige Gewichtsklasse hat. „Keine Sorge, Mädchen, mit renitenten Provinzgrößen wird ein Capitan der Armada immer noch fertig.“ Vecna nickt. „Ihr schon, aber Donna Emilia...“ Die spricht ruhig und entschlossen. „Ich habe keine Angst vor einem Sklavenhändler!“ „Solltest Du zwar, aber das ist meine Emilia. Nein, keine Sorge, die wissen schon, dass sie von mir und den Meinen besser die Finger lassen. Don Emilio Gonralas ist kein Idiot, und sein Sohn auch nicht.“ Er lässt sich auf die Bank ihnen gegenüber nieder, belustigt zur Kenntnis nehmend, das Shiri unwillkürlich ein wenig abrückt. „Also müssen wir Don Macalinto nach dem Vertragsabschluss fragen, ob er uns wen verkaufen kann.“ Er schaut zu Emilia. „Wir müssen mindestens drei Sklaven, besser sechs, inclusive Vorarbeiter besorgen, bevor wir übersiedeln. Wir verheben uns sonst völlig.“ Emilia nickt. Vecna beugt sich vor, nachdenklich eine Strähne aus dem Gesicht nehmend. „Gibts nicht noch andere Quellen? Der Besitzer von den Sklaven, die wir gefangen haben... wie hieß er noch..:“ Shiri hebt den Kopf. „Don Amatino, von La Grande Desplumada.“ „Danke.“ Sie nimmt wahr, dass die Augen des Capitans unwillkürlich wieder auf Wanderschaft gegangen sind und streicht sich daraufhin wie nachdenklich mit dem Zeigefinger vom Kinn herab zum Dekolletee, es etwas lüftend, bevor sie ihn angrinst und ihm zuzwinkert. Er hebt die Hände. „Hat der vielleicht welche über? Hörte sich nach einer großen Plantage an. Ein oder zwei wären ja schon mal ein Anfang.“ Der Capitan nickt anerkennend. „Guter Vorschlag. Ist ein Ansatz.“ Sie lächelt erfreut. Shiri hebt einen Finger. „Vielleicht die Salmoranez?“ Der Capitan zieht die Stirne kraus. „Wenn kein anderer Weg drum rum führt. Die Salmoranez sind mir ein wenig zu schlau. Schauen wir mal, wie weit wir kommen.“ Shiri wird rot und nickt.
Der Capitan wendet sich einem anderen Thema zu. „Die Boote sind auch erledigt?“ Emilia nickt, froh, dass sie das Thema 'Menschliche Ware' auf die Seite schieben können. „Ich habe billig einen kleinen Leichter erstanden, gut zu treideln oder notfalls zu rudern. Er liegt in der Bootswerft, frisch überholt. Und dazu ein einfaches Kanu, so wie wir es uns geliehen hatten.“ Er streckt die Beine aus. "War Goldon schon hier?" Emilia hebt den Kopf. "Bericht erstatten? nein, noch nicht." Der Capitan zuckt mit den Schultern. "Na ja, ist ja auch noch nicht so spät."
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 296
Beiträge: 10689
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.09.2019 14:45

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Im Süden von Sandalias, Santinera. (Goldon)
"Ja, Kor ist gnadenlos", mehr sagt Goldon nicht dazu. Er weiß aber was Curro meint, mit den Anhängern Kors war selten gutkirschenessen.
Diese kleine Handwerkertaverne gefällt Goldon, auch ist er nett zur alten Dame und begrüßt sie recht förmlich, zumindest für Santineras Verhältnisse, wo man doch etwas nachbarschaftlicher agiert. Ihm fällt aber nicht auf, dass seine Waffe wie wohl seine schwarze Kleidung eher abweisend wirkt. Er prostet Curro zu.
"Was ich auf dem Herzen haben? ... das ist eine gute Frage. Es ist wohl einfacher ich weiß nicht warum ihr einen Außenstehenden braucht für diesen täglichen Drill. Es wird seine guten Gründe haben, außer das jemandes Rufs leiden könnte. Ich bin halt neugierig und ich wüßte gerne wo ich stehe. Das tue ich ja, eure Gruppe erweckt mir nicht den Eindruck als ob sie wirklich geschlossen agiert. Innerhalb der Truppe gibt es Differenzen, aber ... wenn man nicht drüber sprechen möchte, dann ist das in Ordnung", er lächelt kurz, "und was den Leutnant angeht. Ganz einfach, sie ist hübsch und sie gefällt mir. Ihr steht die Uniform wirklich gut. Ich mag Frauen in Uniform", gibt er sich oberflächlich. "Was brauchen wir eigentlich für den Rapport?"

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.09.2019 15:19

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Im Süden von Sandalias, Santinera. (Goldon)
Curro überlegt kurz, und Goldon sagt sich, dass er wohl allzu offensichtlich gemacht hat, dass er zum ersten Mal in seinem Leben Serjant ist. „Wir sind ein kleines Versorgungsdepot am Arsch des Imperiums. Außer regelmäßig Proviant und Vorräte an das einmal im Mond hier anlegende Flussrotzenboot auszugeben, haben wir hier schlichtweg nichts zu tun. Wir haben nicht einmal ein Patrouillenboot. Was erwartest Du da für eine Moral in der Truppe?“ Er trinkt. „Die Leutnant ist in Ordnung. Ich kenne genug Goldbetresste, die in so einer Situation den Halbgott geben, sich die Taschen füllen oder gar die Truppe an Plantageros als Arbeiter oder Wachen vermieten. Macht sie alles nicht. Und klar, sie ist ein hübsches Ding. Aber was das angeht, lass lieber die Finger von ihr. Sie ist nicht leicht zu haben, und für Untergebene schon mal gar nicht. Ich war schon hier, als sie hierher versetzt wurde, und wenn sie mal was mit irgendwem gehabt haben sollte, dann nicht mit jemandem aus der Truppe.“ Er zuckt mit den Schultern. „Sie soll mal mit dem alten Macalinto... aber das ist Latrinenparole, das sagt man jeder schönen Frau hier nach, die nicht seine Tochter ist. Ich glaub's jedenfalls nicht, und vor allem geht’s mich nichts an. Ihre Vorgängerin war eine kleinliche, arrogante und miesepetrige Schnepfe, die ihren Frust an uns ausgelassen hat. Von daher...“ Er nimmt sich Brot und Käse, und nachdem er geschluckt hat, spült er nach. „Wer dich angeheuert hat, weißt Du, das ist Capitan Morrigan. Mach einfach, wofür Du angeheuert wurdest und zerbrech Dir nicht den Kopf – das ist was für Offiziere. Serjanten halten sich aus der Politik heraus, wenn Du nicht einen Ruf als Spitzel bekommen willst.“ Er prostet ihm erneut zu. „Ich bin lange dabei, also nimm den Ratschlag an: Mach keine Politik. Wühl nicht in der Vergangenheit Deiner Offiziere rum. Man hält zusammen.“ Er langt wieder zu. „Was den Rapport angeht: Schussbuch von der Übung – kannst meines nutzen, wenn Du Deines verlegt hast.“ Goldon hat gar nicht erst eines angefertigt... „Marschbericht, wie weit wir gelaufen sind und eine Einschätzung der körperlichen Einsatzbereitschaft, da reicht mündlich. Der Capitan ist ein direkter Mann, der will klare Antworten und keine Schönfärberei. Und nur zur Sicherheit, unter uns Serjanten: Der Capitan kennt die Leutnant offenbar von früher: Er vertraut ihr, und sie vertraut ihm, wahrscheinlich hat sie mal unter ihm gedient. Also setz dich da nicht in die Nesseln.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 296
Beiträge: 10689
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 13.09.2019 16:01

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Im Süden von Sandalias, Santinera. (Goldon)
"Hab verstanden, Curro, ich werde deine Ratschläge befolgen. Es sind alte Gewohnheiten von der Garde, in der Hauptstadt muss du außerordentlich darauf aufpassen auf wessens Seite du stehst. Du brauchst Informationen um nicht am nächsten Tag aussortiert zu werden." In der Hauptstadt ist es überlebenswichtig die richtige Seite zu wählen und auch schonmal komplett die Seite zu wechseln sobald der Wind aus einer anderen Richtung weht.
"Tut mir leid, ich wußte nicht das eure Arbeit hier so öde ist. Ich hätte gedacht zu tun gebe es immer irgendetwas. Na, so kann man sich täuschen, mal auf der faulen Haut zu liegen, tut ja gut, aber das ist kein Dauerzustand. Ich kenne das Gefühl. Was das Buch angeht, gerne würde ich deins nutzen. Den Rest werde ich schon hinbekommen. Wann erwartet die Leutnantin den Bericht? Morgens, Abends, täglich ... hmm?"
Dann überlegt er: "Ach, wo wir gerade von Capitan Morrigan sprechen, da muss ich heute auch noch hin."
Hätte ich fast vergessen.
Er prostet Curro ein weiteres mal zu. "Na, dann auf weitere gute anstregende Tage!" Er grinst schief.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.09.2019 17:47

Tag 13, abends gegen die achte Stunde, Im Süden von Sandalias, Santinera. (Goldon)
„Für die Leutnant kannst ihn mittags nach dem Appell mündlich reingeben. Damit sie auf dem Laufenden ist. Kurz und bündig, musst nicht den Hampelmann geben, sie ist da ganz entspannt. Wenn mein Wetterfrosch sich nicht täuscht, kriegen wir morgen den ersten Taifun der Regenzeit. Ach ja – Juan muss morgen in der Schreibstube bleiben, wir haben zwei Läufer in den Zellen, die morgen von ihrem Plantagero abgeholt werden. Und Juan ist der einzige, der außer der Leutnant von der Truppe Buchhaltung und sowas kann.“ Die Möglichkeiten, die sich dem Corporal daraus ergeben, liegen auf der Hand, aber Curro hebt die seine. „Ich weiß. Aber das geht uns nichts an. Der Capitan kümmert sich um alles, was den Leutnant angeht. Und Juan ist an sich ein guter Junge.“ Er reicht ihm ein speckiges, billiges Notizbuch. „Brauche ich aber in den nächsten Tagen wieder.“ Goldon kann kurz durchblättern, und am Ende steht das Schussergebnis der heutigen Übung, ein wenig geschönt, wenn er das richtig sieht, aber der Tenor stimmt immer noch.
Seine Schilderungen aus der Hauptstadt nimmt Curro ihm unwidersprochen ab, wahrscheinlich deckt sich das auch mit dem, was man hört, wenn man lange genug bei der Flotte ist: Die Hauptstadt ist ein Vipernnest. „Wäre nichts für mich. Wenn man Zornbrecht oder so heißt, dann kann man da mitspielen, aber so... Meinen Töchtern hab ich verboten, zur Flotte zu gehen. Mal sehen, ob sie hören.“ Er grinst wieder. „Komm zu Armee, haben sie gesagt. Da kannst Du was erleben, haben sie gesagt...“ Das Lied wird wohl in allen Armeen der Welt gesungen.
Wenn das Wetter morgen wirklich so schlecht werden sollte, dann kann man nur im Magazin Sparring und Leibesertüchtigung machen. Bei Dauerregen über die schlammigen Karrenwege zu rennen wäre einfach nur dämlich. Aber Goldon weiß aus seinem eigenen Gardistenalltag, wie wenig Raum ein Drillserjant braucht, um seine Truppe zum Schwitzen zu bringen, das kriegt er hin.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.09.2019 00:03

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya & Alrik)
"Ist es arg schlimm, wenn ich heute bei der Jagd nicht dabei bin? Ich meine dabei bin ich in etwa so nützlich wie dieser Teller hier..." gibt sie unumwundne zu. "Ich würde gerne ein paar Sachen in der Stadt erledigen."
Als die Wirtin ihr dann von Goldon erzählt schaut sie neugierig und erst recht als sie das teure Papier in Händen hält. "Sie lässt beide reinschauen, nachdem sie gesehen hat, dass darin nciht gerade Staatsgeheimnisse stehen. "Und deshalb schreibt er mir, das hätte man doch auch ausrichten können." Sie seufzt. "Na gut, mal sehen, was dieser Kerl will."
Fear cuts deeper than swords.

Benutzer/innen-Avatar
Djembo
Posts in diesem Topic: 46
Beiträge: 3975
Registriert: 26.11.2011 08:10
Wohnort: Irgendwo zwischen Klassenzimmer und Schreibtisch

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 14.09.2019 00:25

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Boronaya & Alrik)

So richtig gut gelaunt wirkt der Nordmann nicht, als er sich an den Frühstückstisch setzt und den bereits anwesenden einen guten Morgen wünscht. Aber auch nicht mies gelaunt, nur eben... na wie jemand, der zu schlechtem Wetter aufstehen muss. Aber dieses braunschwarze Zeug, dass es hier unten überall gibt, das bessert die Laune. Gut, es schmeckt als hätte man Tee aus verbranntem Getreide gemacht, also soweit Alrik weiß, sind es geröstete Bohnen, aber mit Milch und Zucker wird er erträglich. Und irgendwie wirkt es, macht wach. Das lässt den Regen natürlich nicht aufhören, aber immerhin ist es ganz angenehm, mit warmem Bauch hinaus zu müssen. Denn den ganzen Tag herumsitzen, das ist auch nicht wirklich eine Option. Aber erstmal Frühstück. Die Unterhaltung kriegt er natürlich mit und er macht sich seine gedanklichen Notizen, aber dass sich alle um die Arbeitszeit der Magier reißen, das ist ja kaum etwas ungewöhnliches. Statt sich also sinnlos in fremde Gespräche einzumischen, nimmt er lieber wieder einen Schluck von dem dunklen Gesöff und wartet auf das Frühstück
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.09.2019 00:49

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Alrik & Boronaya)
Jucho zuckt mit den Schultern, nicht wirklich begeistert. „Wenn uns wirklich nur Jagd bleibt, geht das in Ordnung. Aber lass uns erst mal schauen, ob wir nicht doch noch einen Auftrag kriegen. Eskorte ist immer noch drin.“ Tonarev zuckt ebenfalls mit den Schultern. „Du hast den Boss gehört. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hab da auf dem Zettel aber nichts von Bezahlung gelesen, und ein Gildenauftrag scheint es ja auch nicht zu sein. Wenn er bei Onid rausgeflogen ist...“ Sie schaut zu Cusi, aber die winkt ab. „Keine Schweinereien. Aber er ist dem Prospero so lange auf die Nerven gegangen, bis der unleidlich wurde. Und irgendwann reichte es dann auch Onid. Zahlen müsste er aber können, wenn er nicht in den letzten paar Tagen zwanzig Dublonen durchgebracht hat.“ Tadaeus Prospero wurde unleidlich? Dazu gehört schon was.
Jucho trinkt auf, schiebt dann seinen Becher fort und steht auf. „Auf geht’s, Jungs und Mädels.“ Er verabschiedet sich von der Wirtin, die ihnen einen erfolgreichen Tag wünscht, dann zieht sich die Partida die einfachen ledernen Pelerinen über.

14. Tag, Sehr früh morgens, Herberge Candelilla. (Capitan)
„Können wir bei dem Wetter eigentlich überhaupt etwas unternehmen, Don Emilia?“ Vecna schaut über den Frühstückstisch hinweg zu ihrer Dienstherrin, dann zum Capitan. Der grinst. „Selbstverständlich. Ich hab euch doch nicht zum Spaß aus dem Bett geworfen.“ Emilia schaut zu Vecna. „Er hat euch einen Klaps gegeben, nicht wahr?“ Vecna grinst. „Einen?“ Emilia schaut zu ihrem Onkel. „Du bist unmöglich.“ Vecna hebt die Hände. „Er ist ein übler Menschenschinder, aber er weiß, wie er einen aus dem Bett bekommt.“ Shiri wird rot, aber Emilia nimmt beruhigt zur Kenntnis, dass Vecna ganz offensichtlich nichts gegen die Weckmethode hat, sie anscheinend sogar lustig findet. Shiri gibt sich einen Ruck. „Das stimmt.“ Es schauen sie alle an, und sie wird noch röter. „Ich...ich wollte damit nicht sagen...also...ich meine...“ Emilia schüttelt den Kopf. „Wenn ihr ihn so ermutigt, dann wasche ich meine Hände in Unschuld.“ Der Capitan grinst. „Ihr redet über mich. Ich sitze hier und kann das alles hören.“ Er beugt sich vor. „Wir schauen heute morgen als allererstes in der Bootswerft vorbei. Ich will mir den Leichter ansehen. Bei der Unterzeichnung des Vertrages hätten Emi und ich dich gerne dabei, Vecna.“ Die wird rot und nickt geschmeichelt. Emilia schaut zu Shiri. „Von Dir möchte ich, dass Du Prüflisten für die anstehenden Reparaturarbeiten anfertigst. Haus, Kanäle, Fischteich, Plantage. Zäune, Wege und so. Du hast ja den Plan als Gedankenstütze.“ Falls Shiri enttäuscht ist, bei der eigentlichen Vertragsverhandlung wieder nicht dabei sein zu dürfen, zeigt sie es nicht, im Gegenteil, es wirkt eher so, als sei sie erleichtert, nicht mit zu müssen und freue sich auf die Aufgabe. Der Capitan wendet sich an Emilia, obwohl seine Augen kurz an Shiris Ausschnitt hängen bleiben, was ihm rechtzeitig selbst auffällt, bevor es aufdringlich wird. „Leutnant Perra kämpft übrigens auch mit dem Rapier... sie würde sich freuen, wenn Du mal Zeit für ein Sparring hättest.“ Emilia wiegt den Kopf und lächelt. „Gerne. Ich dachte schon, ich roste hier ein.“ „Ich fürchte, sie wird Dir kaum das Wasser reichen können.“ Emilia wird verlegen. „So herausragend fechte ich auch wieder nicht.“ Sie ruft sich den sich etwas vernachlässigt gebenden Leutnant ins Gedächtnis und mustert dann ihren Onkel. „Das soll doch jetzt keine Lektion für sie werden, oder?“ „Nur im Fechten. Um das Disziplinarische kümmere ich mich.“ Vecna kichert. „Das glaube ich gerne.“ Der Capitan schüttelt den Kopf. „Je mehr Klapse ich verteile, desto weniger Respekt bekomme ich, fürchte ich.“ Vecna grinst. „Vielleicht haut ihr nicht fest genug?“ Emilia seufzt. „Ermutigt ihn bloß nicht.“

35. Tag, Nachmittags, auf der Rossa (Crocodileros)
Auf der nur mäßig vollen Rossa, die auch erst einmal weiter flussaufwärts bis zum Sumpfanleger fährt und dort ein paar nassgeregnete Partidas und ihre Auftraggeber aufnimmt, wollen natürlich alle Leute wissen, warum Don Macalinto nach Aurianna gefahren ist, und Marico rettet sich vor Jelineas Blicken mit einer knappen Schilderung des Sachverhaltes. „Wir haben bei der Alligatorjagd an deren Fischteich einen Zischler aufgescheucht, einen Kundschafter, und ihn überwältigt. Der hatte schon einen Feldsklaven ermordet und als Proviant im Schlamm versteckt.“ Da Alejandros Paritda nachgewiesenermaßen schon mal einen Maru überlebt hat, wird das nicht angezweifelt. Die Nachricht, dass 'die Zischler' jetzt augenscheinlich anfangen, Plantagen zu überfallen, nehmen die meisten Questadoren recht gleichmütig auf, einige wirken beinahe befriedigt, und nach kurzem Nachdenken sagt sich Alejandro, dass der Vorfall natürlich bedeutet, dass die bisher sehr zurückhaltende Haltung der Gilde gegenüber Strafmaßnahmen gegen die Zischler gelockert werden könnte, was Arbeit für die Kriegshandwerker verspräche.
Als die Aufregung um das Thema sich etwas gelegt hat, tritt allerdings eine der Söldnerinnen, die gefürchtete Inazuna an Sumaida heran, mit einem leicht verlegenen Seitenblick auf Alejandro, wie um sich dessen Genehmigung einzuholen. „Sei gegrüßt Klei... ich meine Sumada, nicht wahr?“ Sumaida nickt, murmelt ein „Sumaida. Ja,was, uh... gibt es?“, schaut aber zu der kleine Gruppe wo die Frau her gekommen ist, und die ihr schon bei ihrer Ankunft auf das Schiff aufgefallen ist, da die Auftraggeberin gestützt werden musste. Inazuna wirkt verlegen. „Ich bitte um Verzeihung, ich wollte dich nicht beleidigen. Unsere Auftraggeberin, Signorina Akiano. Wir bringen sie sowieso zur Dottora, aber es geht ihr echt schlecht, und vielleicht könntest Du sie Dir mal anschauen?“ Sumaida schaut zu Alejandro, stumm um seine Erlaubnis, vor allem aber um Begleitung bittend. Der Grund dafür besteht wohl in dem eigentlich sehr beliebten Gabir, der sich bei der Auftraggeberin kümmert, der aber eine Angewohnheit hat, die machne Questadorinnen lustig, andere hingegen unmöglich finden, und er kann Sumaidas Sorge verstehen. Er nickt. „Klar. Dann lass uns mal schauen.“ Die Auftraggeberin ist eine recht zierliche Thalusierin, genau wie Inazuna, und sie lehnt sitzend gegen einen der Pfosten, kaum bei Bewusstsein. Für Sumaida ist schon auf den ersten Blick ersichtlich, das sie Fieber hat.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.09.2019 00:16

14. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenhaus, Sandalia, Santinera (Alrik & Boronaya)
"Naja, wir werden sehen, was er von mir will. Vielleicht hat er im Sumpf was gefunden, was er analysieren lassen will."
So holt sie also ihren Regenschutz und folgt den anderen, wobei sie hofft, dass es keinen Auftrag gibt. Wer will bei dem Wetter schon irgendwohin eskortiert werden.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.09.2019 09:52

14. Tag sehr früh morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Boronaya)
Trotz Pelerinen sind sie schon ordentlich nass, als sie im Gildenhaus ankommen, und Jucho stützt sich gleich ins trotzdem vorhandene Gedränge. Es dauert etwas, und an verschiedenen Stellen bricht sogar Streit aus, der aber geschlichtet wird, ohne das Miguel eingreifen muss. Dann kommt Jucho missmutig nach vorne. „Nichts. Es sei denn, ihr wollt Krokodile jagen.“ Sertudo schüttelt den Kopf. „Das haben wir schon oft besprochen. Vergiss es. Das musst Du richtig gelernt haben, sonst verlierst Du nur ein Bein dabei.“ Jucho nickt. „Die letzte Eskorte hat mir Nikka aus der Hand gerissen. War aber eh nur was für fünf Oreal.“ Sertudo nickt zu einer Dreiergruppe hin, die sich aus dem Gildenhaus verfieselt. „Die sind gut aufgestellt. Zwei Crocodileros und eine richtige Heilerin.“ Tonarev versetzt ihrem tatsächlich völlig unschuldigen Bruder eine Kopfnuss. „Schau ihr nicht auf die Titten, nur weil ihre Tunika ein wenig ausgeleiert ist!“ Das schlechte Wetter schlägt allen auf die Laune, aber Jucho bewahrt seine Langmut, steckt die Ermahnung weg und zuckt mit den Schultern. „Also dann Jagd. Wenn Du irgendwas Nützliches vorhast, womit sich Geld verdienen lässt, dann nur zu, Naya. Soviel schießen, dass Du mit tragen helfen musst, werden wir wahrscheinlich eh nicht.“ Makita möppert ein wenig, allgemein, nicht an seiner Entscheidung, Boronaya frei zu geben. „Mit dem Kanu hoch paddeln, da können wir gleich schwimmen.“ Sie bekommt einen Klaps. „Maulen macht nicht satt. Abmarsch! Viel Erfolg, Naya, wir sehen uns dann so gegen Mittag.“ Makita reißt sich zusammen. „Noch einen? Dann komme ich mit.“ Jucho muss grinsen und lässt sich nicht lumpen. „Aber jetzt auf, dieselbe Idee werden andere auch haben. Viel Erfolg, Naya.“ Sertudo winkt Boronaya zu und grinst. „Du hättest Nikka ja einen Klaps geben können.“ „Jucho grinst zurück. „Steht sie leider gar nicht drauf.“ Makita protestiert. „Ich steh da auch nicht drauf. Ich beuge mich nur der Gewalt!“ Sie streckt Jucho die Zunge heraus, und dann sind sie weg.
Jucho hat nicht Unrecht, die Questadoren kennen alle den Spruch vom frühen Vogel und dem Wurm. Auch Nikkas Gruppe zieht an Boronaya vorüber, und sie hört Trolli maulen. „Fünf lausige Oreal, gabs echt nichts besseres, ey? Da verdiene ich ja bei Carlsoco mehr!“ Nikka dreht sich unwirsch um. „Dann tu's doch, Rahja noch mal! Und jetzt Schnauze!“ Trolli steckt zurück. „Ist ja schon gut. Sag ja nur.“ Nikka läßt es dabei bewenden und schleift ihre Truppe aus dem Gildenhaus, in dem immer noch sicher fünf oder sechs Partidas herumsitzen und eine Laune haben, in der schnell mal eine Nase bricht oder ein Zahn heraus fällt. Nass werden und trotzdem kein Geld verdienen ist sehr unbeliebt bei Questadoren.

Tag 14. spät morgens, Anwesen der Macalinto in Magnolia, Santinera (Capitan)
Don Macalinto übernimmt das Vorstellen, nachdem man sich über das Wetter ausgetauscht hat. „Meine Tochter Pina, die Sekretärin der Gilde. Ich glaube, ihr kennt euch bereits. Signorita ya Yusca, Capitan Morrigan.“ Vecna wird mit einem freundlichen Nicken begrüßt, hält auch selbst erst einmal den Mund und deutet eine Verbeugung an. Pina schüttelt Emilia und dem Capitan lächelnd die Hand, dann folgt Don Macalinto, und man setzt sich an einen Tisch, an dem zwar sechs Stühle stehen, aber Vecna nimm dennoch hinter Emilias Stuhl Aufstellung. Pina übernimmt das Formale. „Ihr habt den Entwurf bekommen und gelesen?“ Emilia nickt. „Habt ihr irgendwelche Einwände oder Ergänzungswünsche?“ Emilia setzt an, den Kopf zu schütteln, schaut dann aber zu ihrem Onkel und Vecna. Die hatte vorher zwar keine, aber nun schaut sie zum Capitan, und der nickt unmerklich. „Vielleicht eine Klarstellung der oberirdischen Ausdehnung der Mine? Sie ist ja komplett von Donna Emilias Gelände umgeben.“ Der Capitan nimmt das auf. „Hat ja mit Einschlagrechten für Holz und Abraumlagerung zu tun.“ Don Macalinto nickt sofort. „Wir können das ja der Karte beifügen.“ Pina schaut schon etwas sparsamer, dem Capitan kommt es beinahe ein wenig vor, wie ertappt. „Ja, natürlich.“ Sie zögert. „Aber das Sägewerk und die Wasserrechte dazu, die gehören zur Mine.“ Vecna macht unwillkürlich den Mund auf, erinnert sich aber an ihre Stellung und schaut zum Capitan. Der schaut zum Don, und der schüttelt den Kopf. „Über das Sägewerk hatten wir nicht geredet. Momentan steht ja auch nur die Halle und der Mühlenkanal, und wenn die Mine wirklich ergiebig ist, ist es ohnehin viel zu klein. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, und lasst es uns nicht kompliziert machen. Ich mag klare Vereinbarungen, bei denen jeder weiß, zu was er sich verpflichtet hat und was ihm versprochen wurde. Die Holz- und Wasserrechte sind für die Mine unerlässlich, und ihr könnt sie derzeit ohnehin nicht nutzen. Mein Vorschlag: Nach Fünf Jahren bekommt Donna Emilia jährlich fünf Hundertstel vom Gewinn. Wir führen saubere Bücher. Wir bekommen die Wasserrechte am Oberlauf des Sägewerks und das Holzrecht östlich des Baches.“ Er nickt Pina zu und die holt die Karte des Geländes hervor, die dank des baufreudigen Vorbesitzers glücklicherweise existiert. Es beugen sich alle vor, um einen Blick zu erhaschen, und Pina sagt prompt. „Papa, bitte!“ Der wendet seinen Blick mit einem entschuldigenden Schulterzucken und Lächeln von Vecnas Dekolletee zurück auf die Karte. Die nimmt das nicht krumm. Don Macalinto nimmt einen kleinen Zeigestock. „Von hier, bis hier, und hier. In Ordnung?“ Der Zeigestock klopft auf das gewachste Pergament. Emilia verlässt sich auf ihren Onkel, und der Capitan nickt nach kurzem Überlegen. Emilia nickt nun auch. „Einverstanden, Don Macalinto.“ Pina nimmt einen Kohlestift und fügt die Markierungen ein, dann klingelt sie mit einem silbernen Glöckchen, woraufhin ein junger Schreiber materialisiert. „Valpo, Trag diese Markierungen sauber ein und dupliziere sie auf unser Exemplar.“ Der verneigt sich. „Jawohl, Donna Pina.“ Schreiber und Karte verschwinden.
Die Wartezeit ist kurz, gerade einmal einen Becher gewürzten Wein lang, serviert von einer hübschen jungen Sklavin in sehr knapper Tunika, und Pina und Emilia wechseln einen beinahe resignierenden Blick, als der Capitan und Don Macalinto ihr im passenden Augenblick auf ihr so gerade eben noch abgedecktes Hinterteil schauen. Dann taucht, nach einem Klopfen, auch schon wieder Valpo auf, mitsamt Karte, und nachdem alles für gut befunden wurde, wird unterschrieben und gesiegelt.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.09.2019 11:33

14. Tag sehr früh morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Boronaya)
Boronaya nickt. "Gut, dann sehen wir uns heute mittag. Viel Erfolg," wünscht sie den Jägern. Sie hatte den Morgen also frei, der Gardist komm tkurz vor dem Mittag und danach hat sie sich mit Prospero verabredet.
Also ist jetzt Zeit die Dame Akagi aufzusuchen. Vielleicht könnte man etwas über ihre Magierfreundin erfahren oder etwas über die Katze.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.09.2019 12:18

14. Tag früh morgens, Herberge Palmenhaus in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Als sie oben auf dem Hügel ankommt, ist sie endgültig pitschnass wie der sprichwörtlich begossene Pudel. Wo nicht vom Regen, dort vom Schweiß, da die Pelerine kaum Luft an die Haut lässt.
Auf der Terrasse unter dem dem Sonnensegel, dass durch eine etwas knappe Plane verstärkt ist, sitzen ein paar der hartgesotteneren Damenan drei kleinen, runden Tischen, offenbar beim Frühstück. Siana ist nicht zu sehen, auch Maushaber kann sie nirgends erblicken, also liegt nahe, dass die beiden sich schon zu Prospero an die Arbeit begeben haben. Die Dame Akagi ist leicht erkenntlich, trägt sie doch ein vornehmes thalusisches Hausgewand mit Stickerein und sitzt mit Teetasse und ein paar Aufzeichnungen draußen. Eine große, gescheckte Katze schläft neben ihr auf einem Stuhl.
Als Boronaya die Terrasse betritt und die Pelerine abnimmt, kommt ihr eine etwas pummelige junge Haussklavin entgegen und fragt sie nach ihrem Begehr, ansonsten wird sie erst einmal scheinbar ignoriert. Zumindest schaut ihr keiner auf den Hintern.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.09.2019 17:05

14. Tag früh morgens, Herberge Palmenhaus in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich würde gerne mit der Dame Akagi sprechen. Sei bitte so frendlich und frage, ob sie einen Moment Zeit hätte. Adepta minor Boronaya Sobaranez," meint sie zu der jungen Sklavin.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 800
Beiträge: 9097
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.09.2019 17:51

14. Tag früh morgens, Herberge Palmenhaus in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya weiss, dass sie sich absolut etikettegemäß verhält, allerdings mangelt es offenbar der Sklavin an Kenntnis, denn auf ihrem einfachen, etwas rundichen Gesicht macht sich Unsicherheit breit, während sie zu der gut sichtbaren Dame Akagi schaut, die einen Moment lang so tut, als ginge sie das alles nichts an, was ja auch für eine gestandene, in der akademischen Hackordnung gewiss höher stehende Dame angemessen ist, schließlich hätte die Sklavin jetzt brav zu ihr hin tigern müssen und sie ankündigen, auch wenn es nur gut zwei Schritt sind. Aber als die Sklavin anfängt zu stottern „Sie, äh... das ist die Dame Akagi da...“ hebt sie den Kopf, scheint still zu seufzen und winkt Boronaya heran. „Signorita Sobaranez. Erfreut, eure Bekanntschaft zu machen. Saki Akagi, Maho no Masuta.“ Das ist die Boronaya noch so gerade eben geläufige thalusisch-tulamidische Bezeichnung für Maga. „Seid mein Gast.“ Sie winkt der Sklavin, die prompt näher tritt, sich ganz eindeutig fragend, ob sie etwas falsch gemacht hat, und ob sie jetzt ermahnt, bestraft oder gar in ein Kriechtier verwandelt wird. „Bring der Dame eine weitere Tasse Tee und hilf ihr beim Umziehen, sie holt sich sonst hier draußen eine Erkältung. Ein passendes...“ Sie mustert Boronayas Anatomie mit einer gewissen Abgeklärtheit – Bornaya ist zwar auch schlank, aber deutlich grösser und üppiger - „...will sagen, hoffentlich passendes Hausgewand hängt am Bügel hinter meiner Tür.“ Das ist zwar ungewöhnlich, aber vielleicht Sitte in Thalusien - auf jeden Fall ist es hoch willkommen, denn wenn sie jetzt so nass tropfend und für die Jagd im Dschungel angezogen hier auf der Terasse sitzen würde, würde sie sich ziemlich sicher eine Erkältung fangen und, noch schlimmer, sähe aus wie eine Dschungelläuferin. Die Sklavin verbeugt sich beinahe erleichtert und weist Boronaya ins Haus. „Wenn ihr mir bitte folgen wollt...äh... möchtet. Ich hole auch ein..äh..trockenes Handtuch.“
Es geht durch einen kurzen Flur in ein picobello aufgeräumtes Gemach, wo Boronaya sich umziehen kann, während ihr die Sklavin erst ein Handtuch und danach von einem Kleiderbügel einen thalusischen Hausmantel reicht, der tatsächlich nicht wirklich passt und daher einen etwas tieferen V-Ausschnitt als gedacht aufweist. Aber er ist trocken, angenehm warm und Boronaya hat Roben, bei denen deutlich mehr 'raushängt', von daher muss sie sich garantiert nicht schämen. Die Sklavin flattert aufgeregt um sie rum und versucht ihr zu helfen, weiss aber offenbar nicht genau, was von ihr erwartet wird.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 404
Beiträge: 10678
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.09.2019 21:29

14. Tag früh morgens, Herberge Palmenhaus in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Sehr freundlich werte Collega. Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Ich bin sofort wieder da."
In dem Zimmer angekommen lässt sie sich von der Sklavin helfen, trocknet sich kurz ab und schaut beeindruckt die Kammer an. Der Hausmantel scheint ihr sogar recht gut zu gefallen. Bei der Sklavin winkt sie nach kurzer Zeit ab. "Das geht schon... nein... Bei allen Göttern..." Fertig angezogen schaut sie an sich hinunter und nickt ihr zu. "Danke. Kannst du das noch kurz aufhängen?" Dann geht sie wieder nach draußen und setzt sich zu der Dame. "Entschuldigt bitte mein Auftreten." Sie deutet nach draußen und lächelt entschuldigend. "Leider konnte ich nicht warten, bis das Wetter besser wird. Hättet ihr einen Moment für ein paar Fragen Collega?"
Fear cuts deeper than swords.

Antworten