DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.09.2019 10:37

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Die Flüche die Boronaya auf Selemja ausstößt verstehen vermutllich die meisten nicht, aber der Inhalt dürfte schon von der Tonlage her klar sein.
Sie ist sichtlich wütend, schafft es aer trotzdem Cusi ein dankbares Lächeln zu schenken. "Danke Cusi. Wenn ich dir auch mal einen GEfallen tun kann.." verabschiedet sie die Söldnerin und dreht sich dann wieder zu Fortschreitter und nickt auf Alriks Worte. "Das war vermutlich ein Somnigravis. Und du darfst raten welche Tochter einer verfaulten Ratte und einer Schlange den Zauber gewirkt hat. Ich verwandle sie in eine Kröte!"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.09.2019 10:57

Tag 13, vormittags, Anwesen der Gonrales (Capitan)
Don Emilio winkt. „Folgt mir.“ Es geht in einen Besprechungsraum, und dort nimmt Don Emilio in einem Sessel Platz, während sein Leibwächter, ein kräftiger und stolzer Moha. sich hinter ihm aufbaut. Don Emilio verzichtet darauf, dem Capitan einen Platz anzubieten. „Ich höre.“ „Ich mache es kurz. Ihr habt einem der Soldaten des Postens, einem Corporal, eine Sklavin versprochen, und dafür achthundert Dublonen in Raten verlangt.“ „Miku ist eine junge thalusische Leibsklavin, auf dem Silberberg ausgebildet. Sie ist ohne weiteres zwölfhundert wert.“ „Das war sie vielleicht, bevor sie fünfundzwanzig wurde. Ist aber auch egal, Don Emilio. Ihr wusstet genau, dass das Geld nur durch Veruntreuung beim Posten aufgetrieben werden kann. Und egal, wie ihr euch das schönreden wollt, ein Militärgericht wird es als das sehen, was es ist: Hochverrat. Die Zeiten haben sich geändert. Sowas könnt ihr mit einem Schreiber eines Fana-Handelshauses abziehen, aber nicht auf einem Posten der Armada. Nicht mehr.“ Don Emilio mustert ihn nachdenklich. „Wenn der Corporal hängt, hängt auch der Leutnant. Und wegen ihr macht ihr euch doch die Mühe, hier alleine aufzutauchen? Abgesehen davon, dass das Wort eines einfachen Corporals gegen meines...“ Er macht eine wegwerfende Handbewegung undder Capitan grinst wie ein Haifisch. „Hier in Santinera wohl nichts zählt, durchaus. Aber vertut euch nicht. Bei allem Respekt vor dem, was ihr hier aufgebaut habt: In Al'Anfa, vor der Admiralität, seid ihr nur ein kleiner Sklavenhändler aus einem Provinznest, der mit seinen Fingern in der Kasse der Armada erwischt wurde. Und selbst, wenn der Corporal nicht mehr gegen euch aussagen könnte, oder Boron den Leutnant und mich frühzeitig zu sich rufen sollte...“ Don Emilio lässt sich nicht einschüchtern, aber er ist offenbar auch ein klarer Denker. „Also. Da ihr offenbar den hübschen Hintern der Leutnantin retten wollt, was nur geht, wenn ihr auch den Corporal rettet... bietet mir was an.“ „Meine Verbindungen sind gut genug, um notfalls ihren Hintern auch so zu retten. Aber ihre Karriere würde ich auch gerne retten.“ „Sie hat eine?“ „Oh ja, mein Freund. Und wo wir dabei sind: Glaubt es oder nicht, ich fürchte, ihr habt einen völlig falschen Eindruck davon, was passiert, wenn ein Nichtgrande versucht, die Armada von hinten zu vögeln.“ Don Emilio macht eine sparsame Handbewegung, ihn zum Sitzen einladend. Der Capitan nimmt Platz. „Also. Ich hab mir diese Mitu.“ „Miku.“ „Von mir aus, angesehen. Tolles Mädchen, aber ich kenne genug Thalusier. Die ist sicher fünf Jahre älter als der Corporal. Marktwert keine zweihundert Dublonen. Bezahlt hat der liebeskranke Kerl schon über vierhundert. Aus der Kasse der Armada. Das ist alles nur Geld, und daher lässt sich das richten. Die Berichte, die der Corporal unzweifelhaft an euch richtet, interessieren mich erst mal nicht, aber übertreibt es nicht. Wir machen einen Schnitt bei dreihundert. Hundert Dublonen gehen zurück an die Armada.“ „Und ihr?“ „Nun, ich brauche ein paar handwerklich versierte Sklaven. Die ich zwar bezahlen werde, aber über einen freundschaftlichen Nachbarschaftspreis werde ich mich nicht beklagen.“ Don Emilio mustert ihn länger, dann schnippt er, und eine hübsche junge Sklavin materialisiert. „Hol meinen Sohn.“ Die verneigt sich tief, richtet dann hastig ihr dabei verrutschendes Dekollete und verschwindet. Don Emilio wendet seinen Blick wieder dem Capitan zu. „Angelernte Handwerker habe ich schlichtweg nicht. Ich kann euch angehende Gladiatoren, einfache Feldarbeiter oder auch hübsche Haussklavinnen fürs Bett bieten, aber Handwerker kommen schlicht nicht auf den Markt hier in Santinera. Die kann ich nur in Al'Anfa kaufen, und auch dort gehen sie vornehmlich in die Manufakturen. Und die Feldarbeiter sind wirklich nur das: Feldarbeiter.“ Der Capitan zuckt mit den Schultern, sich selbstkritisch bewusst, dass bei 'hübschen Haussklavinnen' und schon beim 'kleinen Missgeschick' der Sklavin Don Emilio mitbekommen hat, das die Karte durchaus zieht. „Ich habe festgestellt, das ein Bootsmann mit dem Tauende aus Feldarbeitern mustergültige Matrosen formen kann.“ „Ein Bootsmann und ein Schiff, nehme ich an.“ „Zugegeben.“ Don Emilio beugt sich vor. „Ihr habt es selbst gesagt, Capitan. Dies ist eine Provinzstadt. An der Grenze zum Dschungel. Die Plantagen verkaufen in der Regel keine Sklaven, sie kaufen welche oder tauschen untereinander. Mein Nachschub sind Schuldsklaven, Flusspiraten und die Gefangenen der Anoihas. Ein Schuft, der mehr gibt als er hat. Wäre es nicht am einfachsten, wir nehmen Miku zurück und erstatten euch einen Betrag?“ „Inakzeptabel. Ich habe euch ein Angebot gemacht. Über die Sklaven für mich können wir später reden.“ „Verhandeln, Capitan, besteht aus gegenseitigem aufeinander Zugehen.“ „Ich sitze doch vor euch.“ Es klopft, und ein Mann in den späten Zwanzigern betritt den Raum, der, Capitan Morrigan gesteht es sich ein, ihm auf Anhieb sympathisch ist. „Du hast nach mir gerufen, Vater.“ Don Emilio besorgt das Vorstellen. Dann beginnt das Verhandeln.

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Es dauert einen Moment, bis Ribaldo sich gesammelt hat, aber Boronaya überrascht das nicht, ist doch der Schlaf des Somnigravis eher eine Betäubung als natürlicher Schlaf. „Du meinst, es ist diese Paladrine? Aber warum...?“ Er zieht eine Grimasse, als er sich die Antwort selber gibt. Wahrscheinlich einfach, um mit minimalem Aufwand andere zu ärgern und ihnen den Abend zu versauen. Weil sie es kann. Aber einer seiner Charakterzüge scheint ja die Beharrlichkeit zu sein, sich nicht auf unterstes Niveau herabziehen zu lassen. „Es tut mir schrecklich leid, Boronaya. Ich hätte besser aufpassen sollen. Aber lass uns das den Abend nicht verderben. Er lässt sich das Votivöl wieder geben und führt es mit einem stummen Gebet, bei dem er sich einen dezenten aber leicht durchschaubar hoffnungsvollen Seitenblick auf Boronaya nicht verkneifen kann, seinem Zweck zu und füllt die Schreinlampe nach. Cusi, die eigentlich schon am Gehen ist, grinst aufmunternd. „Öl auf der Lampe ist dann ja schon mal!“ Sie winkt und ist weg. Fortschreitter errötet, was man aufgrund der Lichtverhältnisse allerdings eher erahnen als sehen kann.
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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 07.09.2019 15:32

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)

"Also wenn ihr sicher seid, dass das nur ein dummer Mädchenstreich war..."

sein Tonfall lässt anmerken, dass er das doch eher für unwahrscheinlich hält oder, wenn es doch so sei, die Beteiligten für eher... nun in seiner Heimat gibt es den schönen Ausdruck "du hast doch Schlamm am Paddel"

"dann würde ich euch zwei auch eurem Abend überlassen."

Und sofern kein Einwand kommt, würde er auch Cusi folgen um sie schnellen Schrittes einzuholen. Mögen die Wachen hier doch sehr gesittet sein, alleine nachts auf der Straße ist etwas, das Alrik ohne die Aussicht auf Gewinn nur eher ungerne ist.

"ich nehme an, du gehst auch zurück zur Herberge?"
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.09.2019 16:43

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, noch Boronaya)
Cusi nickt. „Ja, direkt zurück zur Herberge.“ Der Weg zurück geht deutlich schneller als hin, und seine Begleiterin ist sehr schweigsam. Im Hof der Herberge verabschiedet sich Cusi dann von ihm. „Gute Nacht. Viel Glück morgen bei der Partida-Suche. Sieht nach ordentlich Regen aus.“ Sie schnuppert.
Es dürfte jetzt so um die neunte Stunde sein, und in den größeren Gassen und auf den Plätzen ist durchaus noch etwas los, aber wenn man ein ordentliches Tagewerk hinter sich hat, kann es einen natürlich auf den Strohsack ziehen, zumal das Frühstück ja auch früh gereicht wird.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.09.2019 22:01

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
"Nein ich lasse mir von dieser Schlange ganz sicher nicht den Abend verdereben. Aber das wird sie bereuen..." knurrt sie.
"So würde ich das nicht nennen. Aber vielen Dank noch mal. Schlaft gut."
Dann wendet sie sich wieder Ribaldo zu, atmet durch. "Ich glaube den Wein haben wir uns wirklich verdient..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.09.2019 10:01

13. Tag abends, Am Rahjaschrein → Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo hat sich mittlerweile gesammelt und bietet Boronaya seinen Arm. „Dann wollen wir mal.“ Er bleibt auf dieser Gasse, und als das nächste Bächlein den Weg unter ein paar Steinplatten hindurch kreuzt, geht es eine schmale Treppe hoch, die den Hintereingang zu einer kleinen Weinstube darstellt, nur draußen serviert und trotzdem nur maximal Platz für ein knappes Dutzend Leute bietet. Bis auf ein Serviermädchen in knapper, aber nicht allzu knapper Tunika und zwei Pärchen ist sie gerade fast leer, und dank einer wuchernden Trompetenblume und der unregelmäßigen Form des am Hang liegenden Hinterhofes ist man hier wirklich ungestört. Natürlich kommt es nicht annähernd an den Feengarten heran, aber es ist ein schöner Platz, und von der Straße aus wahrscheinlich nicht einfach zu finden. Fortschreitter muss sich also umgehört haben.
Das Serviermädchen begrüßt ihn freundlich, und ihrem Blick auf Boronaya nach zu urteilen, kann sie jetzt wohl verstehen, warum er sich 'die ganze Mühe' gemacht hat. „Guten Abend Senor, Signorita. Ihr seid leider etwas spät. Die Patrona hat das Essen am Rand des Herdes warm gestellt, aber heiß ist es nicht mehr. Der Wein ist allerdings kühl.“ Ribaldo bedankt sich und murmelt verlegen etwas von „Aufgehalten“, aber offenbar war sein Trinkgeld gut genug, um die Wartezeit abzufedern. Sie weist nach links, und offenbar hat sich Fortschreitter den besten Platz reserviert – eine kleine, beinahe erkerhafte Ecke, wo das am Haus vorbei fließende Bächlein, das unten später die Gasse kreuzt, in seiner steinernen Rinne einen kleinen Wasserfall hinunter plätschert und vom Nachbargrundstück eine violett blühende Clematis der Trompetenblume Konkurrenz macht, so dass man wie auf einer kleinen Lichtung sitzt. Als Bank dient die Mauerbrüstung, mit strohgefüllten einfachen Sitzkissen, aber immerhin gibt es ein Tischchen. Es brennt eine Öllampe mit Pergamentschirm auf dem Tisch und bietet so ein Minimum an Licht, und die Bedienung verschwindet, wohl um Wein und Essen zu holen. Ribaldo bietet Boronaya Platz und setzt sich dann neben sie. „Was für ein Tag! Aber wie schön, ihn nun mit Dir ungestört zu verbringen.“ Das Serviermädchen taucht wieder auf, stellt lächelnd einen Krug und zwei Becher sowie ein Körbchen mit Brot auf den Tisch, verbeugt sich kurz und versenkt dann unauffällig das von Fortschreitter prompt gereicht Trinkgeld in einem Beutelchen, den es wohl unter ihrer Tunika um ihren Hals hängen hat. „Danke Senor. Das Essen kommt gleich.“ Ribaldo nickt, gießt die Becher voll und reicht dann Boronaya einen. „Auf den Abend.“ Sein freier Arm legt sich zögernd, aber doch entschlossen, um ihr Hüfte, oder genauer gesagt, ein klein wenig tiefer.

35. Tag, Früh Nachmittags , Plantage Aurianna (Crocodileros)
Das Essen war hervorragend, und Alejandro kann nicht anders, als die überlegene Kunst zu respektieren und zu genießen. Bei der Tischetikette muss er sich an Jelinea und Sumaida orientieren, aber offenbar schaffen Marico und er es, nicht unangenehm aufzufallen. Verbale Beiträge werden ohnehin nicht von ihm gefordert, und er ist damit nicht unzufrieden.
Dann aber rückt der sportliche Teil in den Vordergrund, und da der Regen immer noch nicht aufgehört hat, ziehen sie dazu in eines der drei Lagerhäuser um, da nur hier genug Platz ist. Ein paar Sklaven tragen auch eine Zielscheibe rein und befestigen sie am hinteren Tor, während Sento und Jelinea den Fechtkreis mit den Hacken in den fest gestampften Erdboden ziehen. Marico und Alejandro packen mit an, ein paar Bänke aufzustellen, und dann nimmt Muria auf einem ebenfalls herein getragenen Korblehnstuhl Platz, legt die Beine auf einen Schemel und lässt sich von Baribie, die wohl die persönliche Betreuung übernommen hat, um dem Schauspiel beiwohnen zu dürfen, einen Humpen mit gewürztem, heißem Wein reichen. „Dann zeigt mal, was ihr drauf habt, Mädels. Irgendwelche Wetten?“ Sie schaut herausfordernd zu Alejandro, der Sumaida zwischen sich und sie platziert hat. Der demonstriert Loyalität. „Ein Silber auf Jeli.“ Sumaida nickt heftig. „Ich auch!“ Marico lässt sich nicht lumpen. „Der Einsatz bei Fina hat mich mehr gereizt, aber ein Oreal soll es sein. Zeig's ihr, Jeli.“ Sento schaut zur rot werdenden Jeli. „Einsatz von Fina? War das die Bonareth?“ Jelinea zögert, selbst verlegen, als sie an den Abend denkt, erkennt aber die Gelegenheit zur psychologischen Kriegsführung. „Ja. Die hat gefordert, dass die Verliererin sich nackt auszieht und den Meister der Siegerin als überlegenen Fechter lobt. Ist ihr aufs Butterende geschlagen.“ Sento wird prompt tödlich verlegen, und Muria lacht schallend. „Das war unfair! Aber die vier Oreal halte ich. Ponte?“ Der ist ebenfalls rot angelaufen. „Ich wette nicht um Geld.“ „Du willst nicht die Ehre der Plantage unterstützen?“ Ponte lässt sich nicht provozieren. „Ihr haltet schon mit genug Elan dagegen.“ Muria lacht. „Na dann.“
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Chephren
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.09.2019 11:11

13. Tag abends, Am Rahjaschrein → Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya nimmt den angebotenen Arm und lässt sich von Ribaldo durch die Gassen führen und ihr scheint die Weinstube wirklich gut zu gefallen. Sogar ihre schlechte Laune verfliegt langsam, die ein bisschen wie eine dunkle Wolke über ihr geschwebt ist. "Ohh das ist schön Ribaldo," flüstert sie entzückt und gibt ihm einen Kuss. Die kleine Ecke scheint sie noch mehr zu begeistern.
"Ja, das freut mich auch. Das ist das Beste bisher." Das Lächeln der Serviererin erwidert sie ebenfalls. Die Hand auf der Hüfte scheint sie nciht zu stören,ganz im Gegenteil rutscht sie ein wenig näher, hat die Hand auf seinem Oberschenkel.
"Auf uns"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.09.2019 12:03

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Der Wein ist...ordentlich. Wenn man in Sefiras Palast gelebt hat, dann kennt man die Unterschiede einfach, aber Santinera ist keine Anbaugegend, und etwas Besseres ist hier mit Fortschreitters glücklicherweise noch vorhandenen Geldbörse nicht aufzutreiben. Sie haben ein paar Minuten für sich, die Ribaldo nutzt, den Kuss zu erwidern und sie näher zu sich heran zu ziehen, dann taucht mit einem rechtzeitigen Räuspern noch einmal das Serviermädchen auf und bringt das Essen – ein paar frittierte Rotgnitzen und frittierte Früchte und Gemüse in einem Körbchen, frisch ein Gedicht, warm gehalten immer noch schmackhaft. Als aber Ribaldo seine Hand von ihrem Platz nimmt, um Boronaya das Gebrachte darzubieten, huscht ein grauer Schatten aus der Clematis, landet samtpfotig auf dem Tisch und verschwindet mit der Eleganz einer Tänzerin im gestreckten Sprung über das Bächlein im Gebüsch auf der anderen Seite, eine Aura von Genugtuung zurücklassend. Ein Rotgnitze fehlt, und Ribaldo bringt nur ein fassungsloses „Futsch!“ heraus. Dann lacht er und bietet Boronaya von den Köstlichkeiten. „Immerhin hat sie nicht die Becher umgeworfen.“

Tag 13. spät vormittags, Anwesen der Gonralas (Orfeo Gonralas)
„Was für ein harter Hund. Aber ich mag ihn, irgendwie. Eine angenehme Abwechslung. Nach einem Gespräch mit Theo bin ich immer versucht, mir die Hände zu waschen.“ Orefeo seufzt. Sein Vater schüttelt widerstrebend den Kopf. „Theo macht eine gute Arbeit. Oder willst Du es machen?“ Orfeo hebt die Hände. „Danke, nein.“ „Na, also. Hat uns ordentlich was gekostet, der Capitan...“ Orfeo schüttelt den Kopf. „Wir haben immer noch einen guten Schnitt gemacht. Und wir mussten Miku ohnehin verkaufen – Dolorita fing ernstlich an, sie zu schikanieren.“ „Was hast Du erwartet, mein Sohn? Deine Frau hat doch Augen dafür, wie Du sie angeschaut hast.“ „Ich hab sie nie angerührt. Sie gehört schließlich Valeria.“ Don Emilio schüttelt den Kopf und spart sich die Entgegnung darauf. „Aber wahrscheinlich ist es gut so. Man soll den Sack zumachen, wenn er voll ist. Mit der Quittung dürften wir sogar unser Ende abgesichert haben. Und Miku ist jetzt in guten Händen, das ist auch was wert.“ Er schaut zu seinem Sohn. „Bist Du an der anderen Sache dran? Die Macalinto und Salmoranez sind gerade abgelenkt, das ist unsere Chance. Nicht, dass wir wieder das Nachsehen haben. Die Gilde haben sie uns auch aus den Händen genommen.“ Orfeo verteidigt sich. „Ich bin ja dran, Vater, aber es ist nicht einfach. Und mit der Gilde – nach Diagos Verschwinden und Valerias Zusammenbruch, Du weißt, ich hab getan, was ich konnte.“ Don Emilio winkt ab. „Es waren schwere Jahre.“ Er schnippt wieder mit den Fingern, und die Sklavin erscheint. „Miseri?“ „Ja, Herr?“ „Gut gemacht eben. Und geschickt, es wirkte zufällig, nicht beabsichtigt. Du hast mitgedacht und uns einiges an Gold gespart.“ Die Sklavin verneigt sich erneut und zieht sich auf seinen Wink hin stumm zurück. „Kluges Kind.“ Orfeo sieht ihr nach. „Das war eben Absicht?“ Don Emilio schüttelt den Kopf. „Mein Junge... dachtest Du etwa, das wäre Zufall? Ist ihr das schon einmal beim Auftragen bei Tische passiert?“ Orfeo muss lachen und streicht sich verlegen die lockigen Haare aus dem Gesicht. „Wo Du Recht hast, hast du Recht.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.09.2019 23:43

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya ist mit dem Wein eigentlich ganz zufrieden. Verglichen mit dem im Gildenhaus war dieser hier ein Gedicht. Und das Essen duftete köstlich, der Kuss war ... berauschend. So konnte sie dem Räuber gar nicht böse sein.
"Sehr gerne" meint sie zu der Katze in der sie wohl den Helfer vermutet. "Genau eine solche Katze hat dich davor bewahrt ausgeraubt zu werden, vorhin. Da ist das mehr als ein gerechter Lohn, oder?"
Sie genießt das Essen, greift aber nicht übermäßig zu, hat sie doch vorhin schon gegessen. Aber das hier roch einfach auch hervorragend.
"Wie du nur immer diese Orte findest Ribaldo."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.09.2019 09:16

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo lacht. „Die Empfehlung habe ich von Alpacina, und sie sie wohl von einem Gast im Palmenhaus, denke ich.“ Er küsst sie erneut. „Was für ein Tag! Deine Heilzauberei ist wirklich wundervoll! Es tut mir leid, dass ich Dich heute morgen so abgelenkt habe, und ich bin nicht der Meinung, dass Du übers Knie gelegt gehörst!“ Seine Hände versuchen vorsichtig, etwas mehr als nur ihre Robe in die Finger zu bekommen. Das ist gar nicht so einfach, aber dann, wohl auf die Privatsphähre des Ortes vertrauend, löst er die Miederschnürung und es wird vorne ein wenig luftiger, während er sie ein weiteres Mal küsst.

35. Tag, Früh Nachmittags, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Das Ergebnis ist nicht überraschend. Jelinea ist flinker, hat mehr Übung, und Sento ist immer noch ein wenig von der Provokation durcheinander. Sie liefert zwar eine tapfere Defensive, steht nach einer Finte Jelineas aber trotzdem ohne Waffe da und hat die Spitze von Jelineas Rapier am Kinn. Sie läuft rot an. „Ich hab verloren.“ Jelinea hebt das Rapier zum Gruß, während applaudiert wird. Muria zahlt ihren Wetteinsatz aus, dann reibt sie sich die Hände. „Dann wollen mal sehen, wie es mit dem Schießen geht. Aber da zieht sich der Verlierer aus!“ Alejandro lacht. „Ich denke nicht daran, Signorina.“ „Sei kein Spielverderber, bist doch ein hübscher Mann.“ Alejandro bleibt ruhig, obwohl er sieht, das Sumaida das überhaupt nicht lustig findet. „Kein Raum für Verhandlungen, Signorita, tut mir leid.“ Marico grinst. „Wenn ihr mit mir vorlieb nehmt – aber für den Fall das ich gewinne...“ Muria lacht. „Bist auch ein hübscher Mann. Einverstanden. Und als Gewinn?“ Marico wiegt den Kopf. „Sehen macht nicht satt, Signorita.“ „Ein Kerl nach meinem Geschmack! Baribie... deine jüngere Schwester könnte doch etwas Tröstung vertragen. Ist doch ihr Typ, oder?“ Baribie mustert Marico abschätzend wie ein Rennpferd. „Ja, Senor Marico könnte ihr wohl gefallen.“ Jelinea schnauft. „Ich glaubs nicht!“ Muria lacht, den Schalk ausspielend. „Hol sie her, sie soll ihn sich anschauen. Wenn er ihr gefällt...“
Sento rettet sich, hochrot im Gesicht, mit der Vorbereitung ihrer Schusswaffen, die sie in einem Tragekoffer mitgebracht hat. Aljeandro mustert die qualitativ hochwertigen Waffen mit Einlegearbeiten und Schnellspannhilfe. Und Jelinea hat ihre Schießkünste gelobt. Auch er selber macht sich ans Auspacken seiner eigenen Waffen. Mit der Balestra fühlt er sich Sento einigermaßen gewachsen, zumindest weiß er, dass er besser schießt als Marico und Jelinea. Aber mit der Balestrina hat er deutlich weniger Übung.
Baribies jüngere Schwester ist offenbar ebenfalls Haussklavin, ihrer Tracht nach, und wahrscheinlich Anfang zwanzig. Und vorgewarnt. Aber anders, als Jelinea und garantiert Sento erwartet haben, kommt sie augenscheinlich neugierig und gut gelaunt hinzu, mustert dann selbstbewusst Ausstellungsstück B, der sich um einen guten Eindruck bemüht und nun doch etwas verlegen ist, dass man seinen nassforschen Vorschlag für bare Münze und angenommen hat. Die junge Frau lauscht dem Vorschlag der Faktorin, lächelt dann und wirft ihr lockiges, braunes Haar in den Nacken. „Ja, der gefällt mir, Signorita Muria. Sieht sauber und gesund aus.“ Sie wendet sich an Marico. „Ich mag dich. Aber wenn Du verlierst, darf ich oben sitzen und dich fesseln!“ Muria lacht. „Siehst, ist sogar ein Trostpreis drin, Du Glückspilz.“ Marico lächelt tapfer und schaut dann zu der jungen Sklavin, die ihn aufmunternd anlächelt. „Ich bin Baca. Kämpfe! Siege! Dann bin ich die Deine! Ich hatte seit sechs Monden keinen Mann mehr!“ Baribie möppert ein wenig. „Weil Du nicht wolltest.“ Baca bestätigt das, sich Marico mit Elan präsentierend. „Weil ich nicht wollte, genau das. Aber jetzt will ich.“ Alejandro glaubt einen beinahe trotzigen Seitenblick zu Ponte wahr zu nehmen, der seinerseits hochrot geworden ist. Ist das ein: 'Sieh nur, was Du verschmäht hast, Du eingebildeter Affe!'? Aber er sagt sich, dass er sich auch irren mag. Auf jeden Fall geht es ihn nichts an, und er ist froh, nicht mehr im Visier der derb-deftigen Faktorin zu sein.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 09.09.2019 10:12

Tag 13, spät vormittags, Irgendwo auf dem Karrenweg westlich von Santinera (Goldon)
Beim Bauen des Unterstandes legt auch Goldon die Hand an und stellt sich dabei nicht doof an. Später genießt auch Goldon die Zwangspause und pafft eine Pfeife. Curros Tip stellte sich als richtig heraus, fällt Goldon auf als er in Gedanken versunken ist. In der Garde trainierte man den Dauerlauf selten und eigentlich wurde nur gesagt welche Strecke man zu laufen hatte, dabei war nur wichtig nicht als Letzter anzukommen.
"Corporal Juan und ihr", er zeigt auf die ziemlich erschöpften Teil der Truppe, "ihr müsst nun ordentlich was trinken, sonst kippt ihr hier bei dieser Schwüle gleich aus den Latschen." Goldon wartet solange ab, bis auch der letzte Mann einigermaßen fit ist um den letzten Teil der Strecke bis nach Santinera anzugehen. Er konnte nachempfinden, wie es den Leuten geht, denn auch er war erschöpft.
"So, in Santinera erwartet uns eine Abkühlung und eine Mahlzeit ... also weiter gehts!"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.09.2019 11:09

Tag 13, vormittags, Irgendwo auf dem Karrenweg westlich von Santinera (Goldon)
Es geht in leidlich guter Ordnung zurück in die Stadt, auch wenn die großteils abgekämpfte Truppe nicht gerade furchteinflößend wirkt, aber direkt in der Siesta fallen sie ohnehin kaum auf. Im Posten übernimmt dann Curro. „So, Jungs, Waffenpflege, In einer halben Stunde gibt’s Mittag! Er nickt einem der noch Fitten zu, und der nickt, deutet auf zwei weitere, und zu dritt verziehen sie sich in die Kantine. Die Gemeinen sind froh, dass die Schinderei vorübergehend ein Ende hat, aber da Goldon sich nicht aufgespielt hat, schlägt ihm auch keine Abneigung entgegen. Aus der Kommandantur kommt die Leutnantin, ein wenig verlegen, als schäme sie sich, das ihre Mannschaft geschliffen wurde, während sie geruhsam Papierkram machte. Curro nickt Goldon noch einmal zu, und dann wendet sich die Leutnantin schon an ihn. „Bericht, Zaragusa?“ Daran, nicht mehr herumgedutzt zu werden, sondern von einem Offizier mit Nachnamen angeredet zu werden, muss er sich erst einmal gewöhnen. Aber es fiele ihm sicher nicht schwer. Hinzu kommt, dass sie die obersten zwei Knöpfe ihrer Uniformbluse gelöst hat – so adrett die eng geknöpfte Mode bei einer guten Figur aussieht, so unbequem ist sie sicher auch, zumal bei der drückenden Mittagshitze, die auch unter ihren Achseln für deutlich sichtbare Schweißflecken gesorgt hat.
Curro scheucht die Mannschaft zur Vermeidung von Leerlauf derweil mit ein paar Gesten an den langen Tisch unter dem Abdach zwischen Kommandantur und Magazingebäude, und die restliche Truppe macht sich unter seiner Leitung ans Pflegen der Waffen, wobei der Platz rechts neben dem am Kopfende sitzenden Curro für Goldon frei bleibt. Die Leutnantin winkt ihn in den knappen Schatten des Gebäudes, nicht, dass das bei dem gepflasterten Hof einen grossen Unterschied macht. Goldon könnte schwören, dass seine Stiefel anfangen zu schmelzen, sein Körper tut es definitiv. Ein kühles Bad wäre jetzt genau das Richtige!
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 09.09.2019 11:38

Tag 13, mittags, Flottenposten von Santinera (Goldon)
Bericht Zaragusa? Ungewohnt das so zu hören, aber eine Abschlussbesprechung des Tages oder der Schicht, gab es auch bei der Garde. Mit ihrer Verlegenheit gewinnt sie beim ihm Respekt.
Sie macht sich Sorgen, nicht dabei sein zu können? Schöne Eigenschaft, so selten ...
Schweißflecken waren hier im Süden was ganz normales. Manche steckten die Hitze und Schwüle besser weg, andere wiederrum hörten nie auf zu schwitzen. Goldon kann die Hitze gut wegstecken, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er momentan selbst stinkt wie ein nasser Iltis.
Frauen in Uniform ... , am liebsten hätte er geseuftz, hält sich aber zurück.
"Leutnantin, wir sind bis zu einem Schützenplatz weit draussen gelaufen, haben Schützenübungen abgehalten und haben auf dem Heimweg einen Unterstand gebaut. Die Regenzeit schlug wie immer zu. Danach sind wir fast bis zur Erschöpfung zurück hierher gelaufen." Dabei wirft er einen Blick über die Kameraden, die meisten von ihnen hatten immer noch einen roten Kopf. Dann nimmt er Haltung an und mustert sie noch einmal, während ihre Augen auf ihre Leute fällt und erwartet ihre Reaktion.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.09.2019 12:51

Tag 13, mittags, Flottenposten im Hafen, Santinera (Goldon)
„Gut, weitermachen!“ Sie tauschen die Salute aus, und Chiara Perra entspannt sich ein wenig. „Dann noch die Waffenpflege, dann war es das für euch und für heute schon?“ Sie wendet sich an Curro. „Ich bin dann beim Mittagessen, bei Tulmado, wenn ich da noch was kriege.“ „Aye.“ Curro erinnert sich an den Dienstweg und erhebt sich. „Ich meine, Jawohl. Guten Appetit, Frau Leutnant.“ Sie lächelt, den Lapsus in der Etikette in keinster Weise kommentierend. „Danke.“ Mit der Mannschaft isst sie natürlich nicht mit, und als junger Leutnant hat sie offenbar weder Haussklave und erst recht keinen von der Flotte gestellten Steward. „Dann bis morgen, Zaragusa.“

Als sie gegangen ist, klopft Curro mit den Knöcheln auf den Tisch. „Setz Dich, Rabe. Bleibst noch zum Essen?“ Die Waffenpflege geht Goldon wie im Schlaf von der Hand. „Nicht dass es sich lohnen würde. Der gute Pedro ist ein Leutevergifter, und es gibt eh nur Zwiebeln, Kartoffel und Yamwurzeln mit Banane.“ Das kennt Goldon von der Garde. Wenn man es lange genug löffelt, schmeckt es einem irgendwann, man muss nur müde und hungrig genug sein. Hier am vollen Tisch kann man nicht frei reden, aber Curro nickt ihm zu. „Heute Abend um die achte, am Korschrein?“ Den kennt Goldon, da hat er schon ein paar mal gebetet, der liegt sehr nahe am Platz der Helden, Richtung Südtor, in der Gasse neben einem der Waffenhändler.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 09.09.2019 13:55

Tag 13, mittags, Flottenposten im Hafen, Santinera (Goldon)
"Ja, bis morgen, Leutnantin Perra", verabschiedet er sich in strenger gerader Haltung und wirft ihr ein Lächeln nach.

Dann bleibt er bei dem Trupp, um mit ihnen zu speisen.
Sie nennen mich auch schon Rabe ... woher kommt das? Ich bin doch nicht dieser Bahram Nazir des Puniner Zweiges.
"Ich bleibe", dann setzt er sich an den freien Platz. Die Waffenpflege war schnell erledigt und widmet sich dann dem Essen. "Ja, so ist das mit dem Essen. Die Mahlzeiten in der Stadt des Schweigens waren nicht schlecht, aber meilenweit entfernt, was die anderen Silberberger dort essen", er lacht leise auf, denn natürlich hatten die Granden und andere hohe Persönlichkeiten große Erwartungen an den Speisen.
Goldon nicht Curro zu: "So machen wir es." Beim Essen selbst verhält sich Goldon ruhig, hat aber seine Ohren überall.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.09.2019 18:30

Tag 13, mittags, Flottenposten im Hafen, Santinera (Goldon)
Das Essen ist wirklich mehr als unterdurchschnittlich, deutlich zu wenig Salz nach dem schweisstreibenden Vormittag, aber zumindest ist das Bier nicht schlechter als im Gildenhaus. Die Truppe ist alles andere als homogen, und Goldon ist natürlich noch 'keiner von Ihnen', so dass der eine oder andere sicher ein wenig auf sein Mundwerk achtet. Aber der Leutnant scheint nicht unbeliebt zu sein, überhaupt ist sie überhaupt nicht Bestandteil des Gespräches am Tisch, was Goldon bei einer hübschen jungen Frau, die elf Männer führen soll, etwas wundert. Aber vielleicht sind sie auch an sie gewöhnt, und da sie sicherlich für keinen der Schluffen erreichbar ist, ist das Thema vielleicht auch schon seit Monaten durch. So gibt es vor allem Maulerei über 'den faden Fraß', Pläne für den Abend – am Sägewerk soll es wieder Ringkämpfe geben – und einige zieht es auch 'zu Carlosco', wo wohl die spannendste Frage zu sein scheint, ob wieder 'was Neues' dabei ist. Andere wirken eher so, als hätten sie nach dem Dienst noch Arbeit, wirken eher wie ältere Handwerker als wie Soldaten.
Juan scheint ein wenig eine Sonderstellung einzunehmen. Wenn Goldon überhaupt jemanden als Sündenbock identifizieren sollte, dann wäre es wohl der junge Corporal, aber Curro, der die Männer ansonsten reden lässt, schreitet beim kleinsten Aufflammen gegenseitiger Vorwürfe sofort ein und knurrt: „Wer meint, er habe was zu sagen, hat sich offenbar heute morgen zu wenig angestrengt.“ Eine eingeschworene Truppe ist es jedenfalls nicht, und militärischen Ehrgeiz verspürt Goldon auch nirgends. Unter Jungspunden wird gerne mal gefragt, wo wer schon stationiert war und damit angegeben, wie ruhmreich oder knochenhart die eigenen Einsatzorte gewesen seien, aber entweder sind sie dafür gerade nicht in Laune oder haben es hinter sich und wollen einfach nur ihre Ruhe. Juan selber meidet recht geschmeidig das Gespräch mit Goldon, er scheint als Schreibstubenhengst das Training auch schlecht vertragen zu haben.
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Chephren
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 09.09.2019 23:27

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie wird eine wenig rot bei dem Kompliment. "Danke. Aber das ist wirklich nichts Besonderes. Und naja... Ich hab mich ja auch ablenken lassen. Also von daher haben sie mit dem übers Knie legen nicht so unrecht. Und du musst damit rechnen, dass sie dich danach fragen werden," meint sie lachend. Ein feines Lächeln liegt auf ihren Lippen, als Ribaldo die Schnürung ein wenig löst und sie küsst. "Aber Ribaldo.. hier?" Ihre Hand wandert unter dem Tisch seinen Oberschenkel weiter nach oben.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.09.2019 08:15

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Das Plätschern des Baches und das Blattwerk dämpfen das meiste, und ihren Teil denken sie sich doch sowieso. Sie werden uns nicht stören.“ Ribaldo überzeugt seine eigenen Restzweifel, aber er hat wahrscheinlich Recht. Mehr Privatsphäre hätten sie in seiner Kammer nicht, Boronayas eigene Kammer scheidet sowas von aus, und vor die Stadt zu gehen auf einen 'Spaziergang', so schön die Reisfelder im Mondschein aussehen mögen, wäre einfach nur leichtsinnig, wenn man sich nicht genau auskennt. Und ob das helfen würde... selbst in Sefiras großen Palast, der alle möglichen scheinbar nie benutzte Rückzugsorte aufwies, hat man ihr auch brühwarm und detailreich geschildert, als Laila sich mit einem Sklaven eine Schwäche erlaubte – und Sefira kam es natürlich ebenso zu Ohren, die sie prompt streng bestrafte. Aber natürlich machte Laila Boronaya dafür verantwortlich, so als ob die es gewesen wäre, die ihr hinterher spioniert und sie verpetzt habe.
Als Boronaya dann auf ihrer 'Bestrafung' besteht lacht Fortschreitter über seine auch dank ihrer Hand unbestreitbare Erregung hinweg.. „Dann werde ich einmal dafür sorgen dass ich nicht lügen muss.“ Mit ein wenig Kooperation ihrerseits schiebt er ihr die Träger ihrer Robe über die Schultern, und sie genießt die frische Abendluft auf ihrem Oberkörper, während seine Hände sich nunmehr auf willkommene Art daneben benehmen. Als sie ihn weiter ermutigt, flüstert er: „Zieh sie ganz aus. Zieh dich ganz aus.“

35. Tag, Früh Nachmittags, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Sie schießen auf zwanzig Schritt mit der Balestra, und auf zehn Schritt für die Balestrina. Immerhin bewegt sich die Scheibe nicht, aber Alejandro stellt fest, das die mit Lob eher geizende Jelinea völlig Recht hatte. Natürlich könnte er es auf Sentos zweifelsohne bessere Waffen schieben, aber er ist ehrlich gegen sich: Sie schießt einfach besser. Wenn sie nicht durch Bacas eindeutige Absichten an der Seitenlinie so verlegen wäre, wäre ihr Sieg wahrscheinlich sogar noch deutlicher ausgefallen, denn von je drei Schüssen setzt sie zwei in den innersten Ring und verreißt nur einen ganz, der andere liegt immer noch im vierten Ring. Er selber bleibt mit der Balestra zumindest in den inneren dreien – mit der Balestrina ist er schlicht froh, die Scheibe zu treffen, auch wenn seine Schüsse überraschend gut sitzen. Marico fällt es ebenfalls schwer, sich zu konzentrieren, aber der Ansporn, vor Baca eine gute Figur abzugeben, hilft ihm. Besser als Alejandro schießt er nicht, aber zumindest erlaubt er sich keine Fehlschüsse, und das reicht, um das Gesicht zu wahren. Muria ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Na, wenigsten schießen kannst Du, Nichte. Ist ganz praktisch hier draußen, Du willst Affen ja nicht mit dem Rapier jagen, hehe.“ Sento wird rot. „Danke, Tante Muria.“ Die hebt den Humpen und Baribie reicht den Teilnehmern und auch Sumaida ebenfalls Becher auf einem Tablett. „Auf die Siegerin!“ Sie stoßen an, dann schnappt sich Baca Marico selbstbewusst und ohne weitere Worte am Handgelenk und schleppt ihn energisch ab. Muria lacht und prostet ihnen hinterher. „Viel Spaß ihr beiden.“ Ponte schaut deutlich sparsamer, und als die beiden draußen sind, legt Muria prompt nach. „Das hast Du nun davon, Du Klotzkopf.“ Ponte läuft rot an. „Zwischen uns war nicht das ger...“ „Wird auch nicht mehr werden. Ein Mädchen wie Baca hat seinen Stolz.“ Baribie hält sich raus, aber mit etwas Menschenkenntnis kann man an ihren Augen erkennen, dass sie, bei allem Respekt und aller Sympathie für den jungen Herrn, den Standpunkt der Faktorin voll und ganz teilt. Muria klopft ihm auf die Schulter. „Jetzt sei kein Frosch und lerne was draus.“ Diese Ermunterung vor versammelter Mannschaft macht Ponte natürlich nur noch verlegener, aber er bewahrt Haltung und nickt. „Wenn ihr meint, Signorina.“ „Ich meine.“ Muria grinst breit, aber gutmütig, dann wendet sie sich an Baribie. „Gehen wir zurück ins Haus. Ach ja, und sag Stella Bescheid, ich möchte sie wegen dem Kräutergarten sprechen.“ Während Baribie nickt, geht Muria zu den anderen und stellt fest, dass sich Sumaida sofort zwischen sie und Alejandro schiebt. „Passt doch, zu Dir wollte ich sowieso, Kleine. Bis die Rossa kommt, ist ja noch Zeit, hättest nicht Lust, ein wenig mit Stella über den Kräutergarten zu reden? Wie hieß das Zeugs noch mal... Dorlenglocken?“ Sumaida wird rot. „...Glöckchen. Aber natürlich...uh... wenn noch Zeit ist.“ Sie schaut zu Alekjandro, und der nickt.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 10.09.2019 12:53

Tag 13, mittags, Flottenposten im Hafen, Santinera (Goldon)
Als so wenig über die Leutnantin muss Goldon etwas nachhelfen. "Ich höre gar keine Kommentare in Richtung der Leutnantin. Ihr seit elf Männer und sie ist die einzige Frau. Kein Spruch ... nichts. Respekt." Er grinst kurz und widmet sich dann wieder seinem Essen.
"Was gibt es neues bei Carlosco?" fragt er interessiert nach.
Das Juan der Sündenbock ist, wird ihm immer klärer, aber noch mischt er sich nicht ein und versucht zu begreifen, woran das liegt. Manchmal reicht ja das Aussehen, vor allem wenn man sich selbst nicht wehrt und das passt ja, oder aber es hat was mit der Vergangenheit zu tun ... mal abwarten.
"Serjan Curro, dann würde ich sagen ... bis heute Abend!" Er verabschiedet sich von der Truppe und macht sich auf zu seiner Unterkunft.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.09.2019 15:58

Tag 13, früh nachmittags, Flottenposten im Hafen von Santinera. (Goldon)
Die Aussage 'Nen tollen Arsch hat sie allemal' steht einigen ins Gesicht geschrieben, aber offenbar sagt man das nicht in Curros Gegenwart, und der gibt auch prompt den Ton an. „Die EllTee ist in Ordnung. Hab echt schon unter Schlechteren gedient. Gibt viel zu viele Menschenschinder und aufgeblasene Gockel, da muss man sich so ein anständiges Mädchen warmhalten.“ Es gibt einiges Gemurmel in der Richtung, dass man das nur bestätigen könne und sowieso nichts anderes sagen wollte, und es ist recht eindeutig, dass es zumindest in Curros Gegenwart keine anatomischen Diskussionen über Leutnant Perra geben wird. Auch Kritik braucht er sich hier in der großen Runde augenscheinlich nicht erhoffen. Sie scheint sich ohnehin nicht großartig bereichert zu haben – sonst hätte sie mindestens einen Sklaven.
Einer der Älteren schiebt trotzdem ein Lob ihres Aussehens nach, vielleicht, weil er das Wasser testen will, vielleicht, weil das, was Goldon gesagt hat – elf Männer und eine junge, hübsche Frau als Befehlshaberin – den Blick einfach stark fokussiert. Aber offenbar ist das Wasser nicht mal knietief. Curro brummt. „Wo Du gerade Scheiße laberst– die Latrinen müssen wieder gesäubert werden. Wenn ich mich recht erinnere, bist Du dran, Gino.“ Der Mann beißt die Zähne zusammen und nickt. „Jawohl, Serjant.“ Nun hat es auch der letzte kapiert. So redet man lieber über Carlsocos Mädchen, und offenbar besteht eine auf Erfahrung beruhende Hoffnung, dass gerade kurz vor dem Erntedankfest einige Fischermädchen sich schnell noch etwas Silber auf die einfache Art verdienen wollen werden. Hier hält sich Curro raus, selbst als es ziemlich deftig wird, aber auch Juan beteiligt sich nicht am Gespräch. Er wird zwar scherzhaft aufgefordert, doch 'auch mal eine andere Muschi zu streicheln', aber er hebt die Hände und erwähnt einen Haufen an Papierkram. Verlegen wirkt er dabei nicht, eher gefestigt, und die Männer provozieren ihn auch nicht weiter.
Als Goldon sich dann nach dem Essen verabschiedet, begleitet ihn Curro bis zum Tor und verabschiedet ihn mit Handschlag. „Dann bis heute Abend, Rabe.“ Er grinst.

Boroggio ist laut Aussage der Witwe noch im Tempel – da lässt die Siesta sich im kühlen Schatten auch besser verbringen – aber das erinnert Goldon an seine zweite Aufgabe: Den oder die Magierin zu finden, der es gewagt hat, einem Geweihten, noch dazu einem Borongeweihten, und sei es ein schlacksiger junger Kerl wie Boroggio, ungefragt mit seiner Magie in den Kopf zu schauen um heraus zu finden, mit wem er es schon getan hat und wie er es gerne tut. Aber wo anfangen? Am einfachsten wahrscheinlich bei den Magiern, denn so viele gibt es davon in Santinera auch wieder nicht. Magister Prospero war es sicher nicht. Und die Gelehrte Dame Boronaya machte auch nicht den Eindruck auf ihn, als habe sie das nötig. Prospero kann ihn aber anscheinend nicht ausstehen, warum auch immer, wäre also wahrscheinlich kaum zu tatsächlicher Hilfe bereit. Und offiziell einfordern könnte Goldon das allemal nicht. Boronaya ist immerhin auch Gildenmitglied, so wie er. Da ist die Distanz nicht ganz so groß. Wo wohnte die noch mal? Aber erst einmal steht die Siesta an, die Sonne brennt unbarmherzig herab,
Zuletzt geändert von Jadoran am 10.09.2019 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 10.09.2019 16:39

Tag 13, früh nachmittags, Pension > Schrein von St.Etilia in Sandalia, Santinera. (Goldon)
Die Praiosscheibe brannte heute stärker als sonst und der Weg durch die Gassen war unangenehm heiß. Seine Siesta wollte er nicht zuhause abhalten, nicht unter dem Dach seines Zimmers. Also macht er sich auf den Weg, zuerst ins Gildenhaus und nach einer Magierin Ausschau halten und dann dorthin gehen wo Boroggio magisch angegriffen wurde.
Dort angekommen, sucht er sich einen Platz im Schatten, falls kein Magier vorhanden ist. Ihm fehlten zwar Details und es ist auch nicht einfach herauszufinden, wo wohl der Boroni genau stand, aber das war nun egal. Er verweilt im Schatten, halb liegend, und beobachtet die Umgebung. Er versucht sich vorzustellen, von wo wohl der Angriff ausging. Also ... es einfach gemütlich angehen, die Pfeife anstecken, paffen und die Umgebung auf sich wirken lassen. Er erinnert sich an die Heldentat Tar Honaks, als dieser nach zig Tagen nur durch seine Beobachtungen die Schwachstelle der Sultanburg Unaus in der Oberstadt entdeckte und dann siegreich eingedrungen war. Manchmal musste man einfach lang genug seine Umgebung wahrnehmen und seine Sinne spielen lassen. Wer weiß, wenn er etwas tagträumte, ob der Herr der Träume dabei helfen würde.
Zuletzt geändert von Lokwai am 11.09.2019 10:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.09.2019 17:55

Tag 13, früh nachmittags, Gildenhaus → Schrein von St.Etilia in Sandalia, Santinera. (Goldon)
Das Gildhaus ist eine Niete. Jetzt zur Siesta ist es wie ausgestorben, und auf dem Tresen ruht sich nur eine Schankmaid aus, durchaus ein hübscher Anblick, auch wenn sie natürlich nicht begeistert ist, zur Unzeit gestört zu werden. Da Goldon nichts bestellt, nickt sie ihm nur zu und streckt sich dann wieder aus. Der Laden wird sich wohl erst nach der Siesta langsam füllen, spätestens, wenn die Rossa die Rückkehrer vom Sumpf bringt.
Der Schrein der Heiligen Etilia liegt ein wenig abseits, ist aber gut gehalten. Ob die aus Schwarzen Speckstein geformte Heilige wirklich so aussehen muss wie eine nur mit einem hauchdünnen Schleier bekleidete Rahjastatue, wäre man im Norden sicher geteilter Meinung, aber hier im Süden ist man der Ansicht, dass die Gemahlin Borons auf jeden Fall sehr sehenswert gewesen sein muss. Der Weiße Rabe aus Alabaster hockt auf ihrer Schulter, und in ihrem recht sinnlich halb geöffneten Mund sind ihre Vampirzähne zu sehen. Vielleicht war der Künstler nicht der Begabteste in ganz Aventurien, aber man sieht, dass die Statue mit sehr viel Sorgfalt und Hingabe gefertigt wurde, und der Schrein ist offensichtlich gut gepflegt. Ein kleines Bassin ohne eigenen Zufluss enthält eine recht hübsche, gut gedeihende Seerose – natürlich nur einfacher Färberlotus, nicht der sündhaft teure und nur extrem schwer zu kultivierende borongefällige Schwarze Lotus, aber der gute Wille ist sichtbar. Eine kleine steinerne Bank lädt zur Andacht im Schatten ein, und eine Öllaterne verbreitet einen leicht betäubenden Duft, und genau wie Boroggio spricht der Ort Goldon an.
Kriminalistisch gibt er nicht viel her, außer dass Goldon sich vorstellen könnte, dass diese lauschige Ecke auch gerne Abends von Liebespärchen genutzt wird. Sie befindet an einer engen Gasse, eingerahmt von den Rückseite von hier zwei- oder gar dreistöckigen Häusern ohne Türen, und die Wand, in der sich der Schrein befindet, scheint eine Gartenmauer zu sein, dem über die Kante wuchernden Grün nach zu urteilen. Das Plätschern des nahen Bächleins maskiert sicher einiges an Geräuschen, solange man etwas diskret ist. Für Sandalia sieht es auch nach einer guten Gegend aus, wo man nicht befürchten muss, von ein paar angetrunkenen Kerlen überrascht zu werden. Und nicht zuletzt steht St.Etilia für Hoffnung, und manch einer, dem Mädchen oder Mann ausgespannt wurde oder von Krankheit bedroht, der betet neben Rahja oder Peraine auch zu St. Etilia gemäß dem guten alten alanfanischen Grundsatz, 'Viel hilft Viel'. Ein junger Mann, der – ohne Hochwürden dessen zu bezichtigen! - so in mancherleuts Augen aussehen mag, als würde er höchstens Zufalls- oder Mitleidssex abbekommen, der vor dem Schrein betet, da könnte man schon auf die Idee kommen, dass da eine interessante Geschichte hinter steckt.
Langsam gerät er ins Dösen, und seine Träume sind angenehm, zwar wirr, wie Träume nun einmal sind, aber irgendwo kommt eine Stelle vor, wo er in Al'Anfa in seinem Rang als Serjant, diesmal der Tempelgarde, bestätigt wird, und losgelöst davon, spielt er in den nächtlichen Gassen Santineras Hasch´- Mich mit einer schönen jungen Frau, die sich, als er sie in einem nebelverhangenen Garten stellt, sich in seine Arme sinken und von ihm entblättern lässt. Beim Aufwachen verschwimmt das natürlich alles schnell, und die im Traum so klaren Bilder fliehen, so dass er sich nicht an das Gesicht der Frau erinnern kann, und auch ein Teil der Gassen sah eher aus wie sein heimatliches Viertel in Al'Anfa. Egal ob von Boron geschickt oder nicht, die Ruhe war erholsam und der Traum angenehm.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.09.2019 21:12

13. Tag abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Nach einem Schluck Wein, fasst sie den Mut und nickt auf seine Worte hin. "Da hast du recht, Liebster." Und auch ihre Erregung ist kaum zu übersehen und anders, oder vieleicht mit dem erneuten Schluck Wein, lässt es sich wahrscheinlich auch nicht erklären, dass sie seiner Bitte nachkommt und sich entkleidet und dann nackt und mit ein wneig rotem Kopf auf seinem Schoß sitzt und sich sichtlich beherrschen muss leise zu sein.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.09.2019 21:40

13. Tag spät, später sehr spät abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo lässt sich Zeit, und auch, wenn sie heute Abend – bis morgen früh wird es garantiert nicht halten - bei einem etwaig anstehenden Vergleich mit Makita im Falle von Ungläubigkeit seine engagierten Anstrengungen unter Beweis stellen könnte, so erlebt sie den Abend einfach als das wunderbare Gefühl, von Ribaldo als das Kostbarste in seinem Leben behandelt zu werden und sonnt sich in seiner vorbehaltslosen Zuneigung. Es stimmt, passt einfach alles, ist alles irgendwie genau richtig.
Aber irgendwann ist auch die schönste Zeit vorbei, und sie suchen sich ein wenig fröstelnd ihre Kleider zusammen. Es hat sich zugezogen, man sieht kaum Sterne, nur die Mada leuchtet matt durch die Wolken. Nachdem sie wieder straßentauglich sind, wagt Fortschreitter den Blick durch das Gebüsch, vorsichtig die Ranken beiseite schiebend. Er verschwindet kurz und kommt dann mit einem Tablett wieder – eine tönerne Kanne auf einem Stövchen, zwei tönerne Schalen und der anregende Duft von, wenn nicht frischem, so doch immer noch heißem Malzkaffee. Das Finanzielle hat Ribaldo offenbar bereits schon im Voraus geregelt. Er gießt ein und bietet Boronaya dann einen Becher, schweigend, als ob er die beinahe unwirkliche Stimmung durch Worte zunichte machen könnte. Dann leuchtet es fern am Horizont und ein paar Sekunden später grummelt es lange und vernehmlich. „Oh, ich fürchte, nach Rahja will nun Rondra ihre Zeit.“ Er lächelt etwas unbeholfen, aber zweifellos glücklich.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.09.2019 23:05

13. Tag spät, später sehr spät abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Auch sie genießt jeden Moment und er darf durchaus das Gefühl haben, dass er bei ihr vieles richtig macht.
"Wir müssen das unbedingt morgen wiederholen," flüstert sie ihm ins Ohr, als sie wieder angezogen an ihm lehnt. "Sogar die... Bestrafung war ... hmm anregend?"
Der Malzkaffee zaubert ihr ein Lächeln auf die Lippen und sie hält die Hand fest um die Tasse,wärmt sich daran ein wenig.
"Ich hoffe nur, sie kann sich noch ein wenig beherrschen. Nicht, dass wir ganz durchnässt werden.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.09.2019 09:33

13. Tag spät abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo zieht sie bei diesen Worten noch einmal heran und küsst sie, auch wenn der Horizont schon wieder grummelnd aufleuchtet, Als sie den Becher abstellt, bekommt sie auch prompt noch einen Klaps. „Dann werde ich Dich morgen noch einmal auf strengste disziplinieren, doppelt gemoppelt hält ja besser.“ Für einen Moment sind sie beide versucht, direkt noch einmal von vorne anzufangen, aber dann besinnen sich angesichts des auffrischenden Windes, Rondras und Efferds letzter Warnung, eines Besseren.
Sie sind die letzten Gäste, und die Bedienung ist auch nicht zu sehen, obwohl in der Küche noch eine Öllampe brennt, und als Ribaldo das benutzte Geschirr und die Sitzkissen zum kleinen Tresen bringt, erscheint auch das Serviermädchen, müde, aber erfreut über die Mithilfe und verabschiedet sie mit einem Lächeln. „Danke! Einen schönen Abend noch, Signorina, Senor, und sputet euch, bald geht es los!“ Wenn sie etwas mitbekommen haben sollte, dann hat sie sich anscheinend einfach gefreut, das zwei Menschen miteinander Freude hatten, da ist keine Spur von voyeuristischem Spott, und es kommen keine anzüglichen Anspielungen. Die nächtlichen Gassen sind wie leergefegt, es ist beinahe Mitternacht, aber Fortschreitter besteht darauf, sie bis zur Herberge zu begleiten, wo es natürlich schon dunkel ist. Der Posten der Stadtwache am Platz der Helden ist immer noch besetzt, aber man winkt ihnen nur zu und wechselt ein paar kurze Worte, dass offenbar alles in Ordnung ist.
Im Hof der Herberge verabschiedet sich Fortschreitter dann mit einem letzten Kuss und macht sich eilig auf die Socken, treibt der Wind doch schon die ersten Tropfen heran, und Boronaya bleibt nur, Steinchen gegen Makitas und Tonarevs Fensterladen zu werfen, was angesichts der Geräuschkulisse des Windes und Boronayas nicht besonders ausgeprägten Wurfkünsten etwas dauert. Aber als sie schon fürchtet, doch noch vom Regen überrascht zu werden, tappsen endlich nackte Füsse auf der anderen Seite der Tür und der Riegel wird zurück geschoben. Tonarev grinst sie in ihrer Schlaftunika an. „Einlass nur gegen Bericht!“ Sie tritt dennoch einen Schritt zurück, so dass sich Boronaya vor den nun tatsächlich niedergehenden Wassermassen in Sicherheit bringen kann.

Tag 13, früh abends, Flottenposten im Hafen von Santinera. (Capitan)
Die Truppe geht ganz eindeutig auf dem Zahnfleisch, aber man sieht deutliche Anzeichen von einkehrender Ordnung. Die Wache begrüßt ihn mit vorschriftsmäßigen Salut und bemüht sich ernsthaft, ihre mangelnde Begeisterung über das ihm zu verdankende Fitnessprogramm und Arbeitspensum zu verhehlen. Auf der Bastion liegt Serjant Curro mit nacktem Oberkörper unter dem Geschütz und verflucht gerade herzhaft die Zwerge, die die Torsionstechnik erfunden haben. Unten in der Schreibstube ist Juan damit beschäftigt, die Bücher neu anzufertigen, aber macht selbstverständlich Meldung. Und er hat Neuigkeiten. „Don Amatino, der Herr der beiden Entlaufenen, hat sich gemeldet. Er will sie morgen Vormittag auslösen.“ Der Capitan nickt. „Der Leutnant?“ „Oben über den Büchern, Capitan. Ihr wart bei Don Emilio, wenn ich fragen darf.“ „Später Juan, ich rufe euch dann.“ Der Corporal nickt, um Ruhe bemüht.
Chiara schwitzt über den Büchern, fährt aber zusammen, als sie ihn klopfen und eintreten hört. „Melde gehorsamst...“ „Lass die Hampeleien, Chiara. Wie weit bist Du?“ Sie lässt die Schultern hängen. „Mit letztem Jahr fast durch. Das hätte mir alles auffallen sollen. Statt dessen, habe ich es schleifen lassen.“ „Genau. Und deswegen bekommst Du von mir auch die Hammelbeine lang gezogen.“ Sie wird rot. „Jetzt gleich...?“ „Blödsinn. Nein. Bring mich bloß nicht in Versuchung.“ Er kämpft ebendiese nieder und schaut sich um. „Du hast doch sicher Rum hier, ich könnte einen vertragen.“ Sie wird noch röter. „In der linken Schublade am Schreibtisch, direkt neben Dir.“ Sie erwartet vernichtende Kritik, aber die kommt nicht. „Das richtige Maß, Mädchen. Niemand verlangt, dass Du eine Heilige bist.“ Er holt die Flasche und zwei einfache, tönerne Becher heraus. „Ich war heute bei den Gonralas.“ Sie nickt., und als er ihr zuprostet, trinkt sie auch einen Schluck. „Harte Brocken. Habs mir einfacher vorgestellt.“ Er trinkt und ertappt sich dabei, dass er Chiara mit den Augen auszieht. Er schüttelt den Kopf. „Aber um es kurz zu machen, die Flanke haben wir vorerst geschlossen.“ Er holt eine Pergamentrolle aus der Manteltasche. „Ich habe hier die Bestätigung, dass der Kaufpreis von dieser Miku nur dreihundert Dublonen betrug, und dass er vollständig entrichtet wurde. Von den gut vierhundert, die Juan tatsächlich gezahlt hat, habe ich hundert in bar wieder bekommen. Wir sind uns auch einig, dass niemand in Kürze aus Versehen an einer Fischgräte ersticken wird, oder sonst.“ Auch das ist in Al'Anfa immer noch eine beliebte Problemlösung der Mächtigen. „Auf der anderen Seite sind sie damit vom Haken. Wenn jetzt eine Inspektion die ganzen Leichen ausgräbt, dann kommen sie wahrscheinlich ungeschoren davon, weil sie nun darauf verweisen können, das Juan das Gold 'schon hatte' und bar bezahlt hat. Und wir haben nur knapp hundert Dublonen, um das Loch von gut dreihundert, soweit ich es übersehe, mit Segeltuch und ein paar dünnen Planken zu kaschieren.“ Chiara ist massiv beeindruckt. Zweihundert Dublonen über gut zwei Jahre lassen sich auf dem Posten mit etwas Fingerspitzengefühl durchaus... verstecken. „Wie habt ihr das hinbekommen?“ Sie nimmt seinen erneuten Blick war und lächelt verlegen. Er reißt sich zusammen. „Verzeih bitte, es war ein langer Tag, und sie haben mich bei meiner Schwachstelle zu kriegen versucht. Bin auch nur ein Kerl.“ Sie muss kichern. „Nackte Tee- und Fächermädchen?“ „Vielleicht sollte ich Dir doch jetzt gleich den Hintern versohlen. Ja. Schon. Mehr oder weniger. Aber sie haben mir immerhin abgenommen, dass ich ihnen sonst mit einem Halbbanner Marineinfanterie aufs Haus rücken und sie in Al'Anfa vors Kriegsgericht stellen würde.“ „Das hättest Du?“ „Bei den Gonralas wäre ich noch damit durchgekommen. Die sind nicht gut genug vernetzt, und sie haben es übertrieben. Denen fehlt das Gefühl dafür, wie in der Metropole der Hase läuft.“ Chiara ist sich bewusst, was ein solches Vorgehen für sie persönlich zur Folge gehabt hätte, und zusätzlich kämpft sie verlegen mit der Erregung, die sie bei den Blicken des Capitans in sich aufsteigen fühlt.
Der Capitan seufzt. „Das Problem an der Sache ist: Freunde in höheren Kreisen habe ich mir damit sicher nicht gemacht. Die Gonralas zum Feind zu haben wird für Emi die Sache nicht leichter machen. Und es sind die einzigen Sklavenhändler hier, an denen kommt man kaum vorbei, und ich glaub nicht, dass sich das bald ändern wird.“ Chiara wird rot. „Das ist auch meine Schuld.“ „Ist es.“ Der Capitan prostet ihr zu. „Und ich werde dich dafür büßen lassen.“ Sie errötet wieder, aber eher nicht aus Verlegenheit, und er reißt sich mühsam zusammen. „Aber jetzt holen wir mal Juan rein. Und heute Abend muss ich mit Emilia die Pläne für die Plantage durchgehen.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.09.2019 15:02

Tag 13, nachmittags, Schrein von St.Etilia in Sandalia, Santinera. (Goldon)
War er tatsächlich weggenickt? Muss ja, er hatte noch ein wenig Erinnerungen im Kopf. Eine Frau? Aber wer ...
Es half nichts, er musste weiter. Er beobachtet noch einmal sein Umfeld, hält auch nach Tieren Ausschau ... vor allem diese eine Katze, die ihn schonmal selbst beobachtete. Magier können sich auch in Tiere verwandeln!?
Fakten gibt es keine, nichts handfestes, nichts woran er festhalten konnte um der Sache nach zu gehen.
Mit was hast du auch gerechnet?
Die Siesta ist zu Ende und er macht sich noch einmal auf den Weg ins Gildenhaus, vielleicht hatte er nun mehr Glück.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.09.2019 17:21

Tag 13, nachmittags im Gildenhaus, Portas, Santinera. (Goldon)
Jetzt ist schon deutlich mehr los, und kaum hat er den Raum betreten, kommt mit dem Geruch von Schweiss und Sumpf ein weiterer Schwung Questadoren herein, darunter die ihm schon flüchtig bekannten Schwergewichte, die Bronzenen. Sylla und ihre drei Getreuen, Taro, Reto, Onid, und sie alle zieht es zum Tresen von Rijka, sich auszahlen zu lassen, während ihre Partidas Platz nehmen und was zu trinken ordern, wobei viele wohl erst einmal nach Hause gehen um sich zu waschen, oder wenigstens die Waffen zu pflegen. Onid etwa ist allein aufgetaucht, und die gut einprägsame Boronaya – es gibt schließlich nur eine ausnehmend hübsche Utulu, die zudem auch noch Magierin ist -.sieht er auch nirgends.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.09.2019 17:56

Tag 13, nachmittags im Gildenhaus, Portas, Santinera. (Goldon)
Goldon gesellt sich kurz zu Onid und verwickelt ihn in ein kleines Gespräch ala wie war der Tag und stellt dann seine wichtige Frage: "... ach, da fällt mir noch was ein, ich suche Boronaya, kannst du mir sagen wo sie sich aufhält?"
Sollte er nicht erfolgreich sein, wird er sich an weitere alte Kollegen halten und da weiterfragen. Über das warum wird er keine Auskünfte geben oder davon ablenken, aber über Tipps wird er sich freuen und versuchen diesen zu folgen.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.09.2019 22:28

13. Tag spät abends, Weinschänke weiter oben am Hang, Sandalia, Santinera --> Herberge (Boronaya)
Viele hätte er tatsächlich nicht gebraucht um sie dazu zu überreden noch einmal Rahja zu opfern, aber am Schluss siegt doch die Vernunft. "Dann muss du aber hoffen, dass du demnächst nichts anstellst. Sonst könnte ich mich rächen," meint sie keck. "Macht dir das auch Lust," fragt sie noch nach während sie nach Hause eilen. "Wann sollen wir uns morgen treffen? Ich habe mich zur MIttagspause mit Prospero verabredet. Zum Abendessen?" fragt sie nach dem letzten Kuss.
Boronaya huscht schnell hinein und führt Tonarev zu ihrer Kammer, wo sie sich dann schon auszieht und so Tonarev auch beiläufig den leicht geröteten Hintern sehen kann. "Ohh er war wieder fantastisch. Wenn man ihn sonst so erlebt. Dieser Mann ist von Rahja gesegnet. Er hat mich in eine schöne Weinstube ausgeführt mit ganz diskreten Ecken," erzählt sie augenzwinkernd, bevor sie die Vorgeschichte erzählt. "Allerdings hatte ich mir am Anfang erst ziemliche Sorgen gemacht. Ribalod ist nicht erschienen. Und ich hatte nicht zu unrecht unsere Magierfreundin im Verdacht. Zu recht. Habe Cusi und den neuen mitgenommen, aber zum Glück hat sie ihn nur schlafen geschickt. Und wieder hat so eine Katze auf ihn aufgepasst..." erzählt sie kurz und gähnt herzhaft. "Und bei euch?"
Fear cuts deeper than swords.

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