DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Djembo
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 01.09.2019 23:27

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)

"Hm auf seine Waffen hab ich gar nicht geachtet, aber sein Gesicht... ich hab ihn zuerst für eine echt fies aussehende Frau gehalten."

Er zuckt mit den Schulter, sich bewusst, dass das eine recht vage Beschreibung ist.

"Ich will nicht immer nur Funkelpulver oder Fußgeruchweg brauen, da steckt keine Herausforderung drin. Schon das Brauen von Heiltränken und sowas langweilt mich. Aber um die interessanten Sachen zu brauen, da braucht man auch Zutaten, die man nicht einfach auf dem Markt kriegt. Klar, mit Substitutionen lässt sich viel machen, aber auch das hat Grenzen. Und um Partidas zu beauftragen, da ist nicht nur das Geld knapp, ich müsste auch noch genug übrig behalten um hier weg zu kommen und dann noch einen Käufer für meine Gebräue finden. Selber einen Aufträge im Sumpf anzunehmen und dabei die Augen offen zu halten, da wüsste ich wenigstens meinen Tag zu füllen. Aber vielleicht finde ich keine Partida, der ich genug vertraue und dann... naja, gibt wohl schlimmeres als irgendeinem reichen Fräulein ein Pulver für ihre Warzen und eine Paste für die zarte Haut zu mischen..."

Aber von seinem Tonfall her gibt es wohl nicht allzu viel Schlimmeres
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.09.2019 10:22

13. Tag, früh morgens, Flottenposten, Santinera. (Goldon)
Wenn Goldon eins konnte, dann war es den stolzen Gang eines Offiziers nachzuahmen. Haltung und ein ordentliches Erscheinungsbild ist das A und O. Er ist frisch rasiert, sein Haar gepflegt und seine Uniform sitzt perfekt.
Er nähert sich dem Wachposten, wartet auf dessen Reaktion und grüßt ihn kurz: "Guten Morgen" und würde dann den Posten betreten, sollte man ihn nicht aufhalten.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.09.2019 10:59

Tag 13, sehr früh morgens, Herberge Candelilla (Capitan)
„Was heißt hier: Aus den Betten? Es ist noch lange vor Sonnenaufgang.“ Vecna mault und gähnt zugleich. Der Capitan verschränkt die Arme. „Kein Gejammer, hopp! hopp! Morgenstund hat Gold im Mund.“ Vecna wuchtet sich aus dem Strohsack. „Ich bin ja aufstehen bei Sonnenaufgang gewohnt, aber... brauchen alte Leute nicht ihren Schlaf?“ Sie grinst ihn an. Er grinst zurück. „Ich hatte dich gewarnt, junge Dame.“ Sie zuckt mit den Schultern, dann dreht sie sich um und bückt sich, den Rücken druchdrückend und den Po hoch reckend. „Nur zu. Aber nur einen.“ Der Capitan lacht und verabreicht ihr einen ordentlichen Klaps. „Der ist zum wach werden. Nenn mich keinen alten Mann, Du junger Hüpfer, sonst nimmst Du dein Frühstück im Stehen ein.“ Vecna streckt sich, reibt sich eine Spur theatralisch, vielleicht sogar aufreizend die disziplinierte Stelle und nickt. „Ich wusste, es war ein Fehler, euch schon hier auf Kost und Logis festzunageln. Diese Dachkammer ist ja sogar enger als als unsere alte, weiter unten in Sandalia.“ „Aber umsonst, jedenfalls für euch. Inklusive Weckdienst vom Chef persönlich. Nun kommt in die Gänge, Mädels, Emi ist sicher schon fertig angekleidet. In zehn Minuten gibt's Frühstück!“ Er verschwindet, und Vecna zieht sich die Schlaftunika über den Kopf. Shiri hat sich bereits aus dem Bett geflüchtet und löst ihren zum Schlafen gebundenen Pferdeschwanz..
„Vecci, ermutige ihn nicht noch! Was machst Du, wenn er auf einmal...“ „Dafür ist er nicht der Typ. Er hat mir für den Klaps noch nicht mal die Tunika angehoben. Also stell dich nicht so an, Du bist ja unten schon fest zugewachsen. Außerdem: Dir gefällt er doch auch, das sehe ich doch genau.“ „Gar nicht wahr! Ich bin überhaupt nicht zugewachsen unten! Ich bin nur nicht so mannstoll wie du! Was soll denn Donna Emilia von uns denken?“ Vecna ist nicht beunruhigt. „Donna Emilia ist seine Nichte, nicht seine Tochter oder gar Frau. Die denkt sich: Alter Schwerenöter.“ Shiri möppert. „Vecci, echt!“ “Du musst doch zugeben, er hat was.“ „Der ist doch viel älter als wir! Sicher über dreißig!“ Sie zögert und wird rot. „Ja, er hat was.“ Sie schaut zur Seite. „Aber an mir hat er ja ohnehin kein Interesse.“ Vecna lacht. „Du bist eine dumme Nuss, Shiri. Er ist über vierzig, und er geht dich nicht an, weil Du immer so schüchtern tust.“ „Ich bin nun mal schüchtern.“ Vecna grinst und fasst ihr an die Brüste. „Das bist Du.“ Shiri quietscht und versucht zurück zu weichen. Vecna grinst. „Ich werde ihm sagen, dass Du mal kräftig durchgewalkt gehörst!“ Untersteh dich!“ Der Protest klingt zu knapp fünfzig Prozent glaubwürdig.
Unten beim glücklicherweise recht reichhaltigen Frühstück werden die Pläne für den Tag besprochen. „Ihr drei kümmert euch um die Liste. Werkzeug, aber vor allem zwei Lastenkanus. Oder ein Kanu und einen kleinen Leichter. Du kennst dich gut genug aus, Emi. Und der Amboss. Wir können uns nicht dauernd welche leihen, und der Amboss muss sicher bestellt werden, wenn wir nicht ein Riesenglück haben, und jemand hat einen rumstehen, den er nicht braucht. Und die Biester sind teuer. Auch beim Werkzeug. Lasst euch Zeit und schaut euch um.“ Emilia hätte beim Werkzeugkauf ihn wohl gerne dabei. „Und Du?“ „Ich muss mich leider in einer Flottenangelegenheit mit den Gonralas treffen. Die von ihrem Glück hoffentlich noch nichts wissen.“ Er grinst. „Und das mache ich direkt nach dem Frühstück, wo jeder gute Laune hat.“ Die jungen Damen schütteln unisono den Kopf. „Das halte ich für ein Gerücht, Onkel.“ Sie lachen, dann wagt Vecna eine Frage. „Ich weiß, sie stehen nicht auf der Liste, aber wenn wir die Schleusen instand halten müssen, dann brauchen wir doch sicher Ziegelsteine.“ „Stimmt. Shiri, setze das auf die Liste. Macht euch über die Preise kundig.“ Die nickt brav. Der Capitan seufzt. „Dann brauchen wir also noch wen, der mauern kann, das ist so ziemlich das einzige, was Du an Bord eines Schiffes nicht lernst.“

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Die Wache entpuppt sich als Serjant, von denen es auf dem Posten bislang nur einen gibt. „Boron zum Gruß, Serjant. Nicht so prestigeträchtig, der Verein, wie euer eigentlicher, aber immerhin eine Beförderung, nicht wahr? Und der Capitan hat Recht, wir können euch brauchen. Ich bin Curro. Auf gute Zusammenarbeit. Die Mannschaft ist wach.“ Der Man ist fit. Anders lässt es sich nicht ausdrücken. Mitte dreißig, wird also höchstens Serjante Primero vor seiner Pensionierung. Er ist sehniger und kräftiger als Goldon, wahrscheinlich nicht so flink, und hat Goldon sicher ein Dutzend Dienstjahre voraus. „Wollt ihr noch irgendwas wissen, bevor ihr loslegt?“

35. Tag, früh Morgens, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Muria besieht sich die Tapferen in der Schmiede der Plantage. „Also. Bitte kurz, knapp, und ohne die Reisen des Kara ben Yngerimm.“ Alejandro überlässt es Palmi, ihrer Chefin zu Berichten. Die machte eine Geste zum Nebenraum. „Den Jungs ist am Fischteich ein Zischler aufgefallen, der sich da im Schilf versteckt hatte. Er wollte noch fliehen und hat seinen Speer nach uns geworfen, aber Jugo hat ihn mit der Schleuder am Hinterkopf erwischt. Das hat ihn zwar nicht von den Beinen geholt, aber die Crocodileros haben ihn dann überwältigt. Wir mussten ihm das Maul zubinden. Er beißt. Und stinkt bestialisch.“ Palmis Abscheu ist mit den Händen zu greifen. Und sie hat noch etwas anderes berichten. „Und wir haben Loris gefunden. Er ist nicht weg gelaufen.“ Murias Gesicht wird hart. „Ich hatte gleich meine Zweifel. Wo und wie?“ „Die verfluchte Echse hat ihn beinahe aufgefressen! Er lag auch im Schilf, im Schlamm, nieder gehalten mit Bambusstäben.“ Muria nickt. „Spricht einer von euch ihre verdammte Fauch- und Click-Sprache?“ Alejandro schüttelt den Kopf. „Keinen Ton, Signorina.“ Muria nickt. „Kann er denn noch reden?“ „Schwer verletzt dürfte er nicht sein.“ „Wie lange war das Biest hier?“ Marico macht eine vage Handbewegung. „Mindestens ein paar Tage. Die Leiche...“ „Verstehe.“ Muria atmet durch. „Wascht Loris Leichnam und schlagt ihn in Tücher. Wie sieht es mit dem Gesicht aus?“ Palmi schüttelt den Kopf. „Wascht ihn trotzdem. Dann holt Loris Mutter und seinen Sohn. Aber bevor ihr sie zu ihm lasst, schaue ich mir ihn selber an. Und das Biest will ich auch sehen.“
Der gefangene Achaz im Nebenraum liegt in einem ehemaligen Hundezwinger, der wohl bis eben, dem raus geräumten Gerümpel nach zu urteilen, als Lagerraum für... Gerümpel eben...gedient hat. Er ist an Armen und Beinen gefesselt, durch eine Stange miteinander verbunden, und zusätzlich ist sein Maul zugebunden. Zwei Wachen passen auf ihn auf, und Mitleid sucht man in ihren Augen vergeblich. Solches ist auch bei Muria nicht zu sehen. „Ist er verletzt?“ „Noch nicht ernsthaft, Boss. Der hat Loris beinahe aufgefressen, verdammtes Monstrum!“ Muria betrachtet den Achaz, der sie seinerseits hasserfüllt anstarrt. „Ist das ein Männchen oder Weibchen?“ „Keine Ahnung, Boss. Die haben ja nichts zwischen den Beinen.“ Kommunikation ist offensichtlich nicht möglich. Muria wendet sich an Alejandro. „Gut gemacht, Jungs. Damit habt ihr euch eine Einladung zum Mittagessen verdient. Für dich eine Flasche Rum Palmi, und für Jugo ebenfalls.“ Sie schnüffelt. „Aber erst mal ins Badehaus mit euch. Seid ihr mit den Krokodilen durch?“ „Bis zum Teich, aber nach dem Aufstand da, kriegt man erst mal nichts, da müssten wir nach dem Essen weitermachen. Wenn's Kleine sind...“ „Wenn's euch nichts ausmacht...“ Alejandro überwindet seinen Schweinehund, der das Stichwort 'Bad' gehört hat, mit Mühe. Er schaut zu Marico, und der schickt sich drein. „Wenn wir uns ranhalten, schaffen wir es vor dem Mittagessen. So groß ist der Teich ja nicht. Und wenn es wirklich nur Kleine sind, dann geht’s auch jetzt noch.“ Palmi verbirgt ihre mangelnde Begeisterung mit Zweckoptimismus. „Stimmt.“ Alejandro wendet sich an Sumaida, die das ganze Gespräch schweigend an seiner Seite verbracht hatte und lächelt aufmunternd. „Na dann, bis später.“ Sie schaut ihn an. „Ist euch auch wirklich nichts passiert?“ „Nein, nur gestolpert und in den Schlamm gefallen. War nicht gerade der heldenhafteste Kampf meiner Karriere.“ Er lacht und sie lächelt beruhigt. „Haltet die Ohren steif.“
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.09.2019 13:35

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
"Boron, grüßt auch euch, Serjant Curro", erwidert er freundlich, "die Stadt ist schon etwas anderes als die Flotte, allerdings, ... eine Beförderung, wohl wahr, aber nur auf Zeit", er zuckt mit den Schulter. Er mustert Curro ein wenig. Er steht gut im Saft, also er müsste zumindest fit sein.
"Die Flottenpräsenz ist, meiner Meinung nach, gelinde gesagt, für einen al'anfanischen Außenposten, unterpräsentiert. Aufstrebende Familien nehmen die Sachen hier selbst in die Hand. Warum schaut die Flotte da zu? Verzeiht, vielleicht bin ich auch ein wenig als Diener der Silberberger verwöhnt, was die Ordnung an sich angeht und vermisse den staatlichen Apparat hier." Er wartet die Antwort des Sejanten ab und bittet Curro daraufhin ihn zu den anderen zu führen.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.09.2019 15:04

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Curro hält bei diesen Gedanken, die sich doch spürbar oberhalb seiner Gehaltsklasse bewegen, an. „Die Stadt hat einen Stadtrat, was braucht es da noch? Ein Patrouillenboot könnten wir wohl brauchen, aber wir haben keins mehr. Die Leutnant hat gleich nach ihrer Ankunft ein paar Eingaben gemacht, aber offenbar reicht es der Admiralität, wenn ein Rotzenboot hier einmal im Monat vorbeischaut. Ein Angriff der Puderquasten ist hier kaum zu befürchten.“ Er grinst. „Wenn die Plantageros weiter oben am Oberlauf Probleme haben, müssen sie sich selber drum kümmern. Ist die gute Al'Anfaner Art, sich um seine Probleme selber zu kümmern. Und was die Ordnung angeht – ich hab schon auf einigen Stationen gedient, und friedlichere Städte findest Du kaum. Wir sind hier am Arsch des Imperiums, selbst der Capitan der Vendetta fühlt sich wohl kalt gestellt mit seinem Kommando. Und der hat wenigstens ein brandneues Schiff.“ Der Capitan der Vendetta ist also 'auch' kalt gestellt? Die Leutnantin wohl auch? Alles unterhalb Leutnant kann schliesslich nicht kalt gestellt werden, das wird gleich entsorgt, wenn es unangenehm auffällt. Aber sowas zu fragen würde Goldon nur exponieren, und Kritik an der Leutnantin klang nicht durch.
Curro wendet sich den Aufgaben vor Ort zu. „Mit mir elf Mann, davon ein Corporal, Juan, der Schreiber und Magazinverwalter. Recht aufgeweckt, und gleichzeitig der Jüngste. Zwei Gefreite..“ Er zählt die ganzen Namen auf. Dann schließt er. „Wie wollt ihr's machen?“ In der Schreibstube brennt Licht, ebenso im ersten Stock darüber, wo sicher die Leutnantin ihre Dienstwohnung hat.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.09.2019 16:02

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Achja, Santinera hat einen Stadtrat ... den muss ich mal kennenlernen.
"Wahrscheinlich habt ihr recht, Serjant Curro. Ich bin zu besorgt. Habe zu lange die Silberberger Luft gerochen."
Irgendwie sitzen wir alle im gleichen Boot, Morrigan, seine Truppe, Emilia und ich teilen ein ähnliches Schicksal.
"Ist das so? ... nun sitzen wir also am friedlichsten Arsch des Imperiums", er grinst, ihm gefällt diese Metapher, "doch an diesem Arsch scheinen zumindest ein paar Echsen interessiert, haben den wohl auf den Tisch gekackt."
Als sie dann näherkommen wird er ernst.
"Bringt sie zu mir und lasst sie in Reih und Glied aufstellen. Dann schaue ich mir sie mal genauer an", schlägt er vor.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.09.2019 17:26

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Curro grinst. Kann ich machen. Aber wollt ihr euch nicht vorher kurz beim Leutnant vorstellen? So aus reiner Höflichkeit? Sie ist schon wach.“ Ach ja, da war ja noch die Befehlskette.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.09.2019 17:29

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
"Ähm, natürlich ... wie konnte ich nur ...", erwidert er entschuldigend, "dann bringt mich zuvor zu ihr."
Na, der Titel ist ein Anderer, aber wie konntest du das nur vergessen.
Er rückt seinen Kragen zurecht, eine Geste das ihm dies schon etwas peinlich ist.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.09.2019 18:36

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Curro nickt grinsend und führt ihn zur Schreibstube, wo ein junger Korporal hinter einem Schreibtisch aufsteht und zackig und mehr oder weniger vorschriftsmäßig grüßt, was auf fehlende Übung hindeutet. „Guten Morgen, Serjant!“ „Morgen Juan. Ist die Frau Leutnant zu sprechen?“ Für einen kleinen Augenblick sagt das Gesicht des jungen Mannes: Klar ist sie das, hast doch das Licht gesehen. Aber er erinnert sich rechtzeitig, dass der Dienstweg instandgesetzt und wieder zur allgemeinen Benutzung freigegeben wurde. „Jawohl. Hat sich schon Kaffee geholt.“ Er weist zu einer Tür hinter ihm. Curro nickt. Dann wollen wir mal. Führe ihn hoch, ich lasse die Männer antreten.“ „Jawohl, Serjant!“ Juan wendet sich an Goldon. „Bitte folgt mir.“
Es geht in ein kleines Treppenhaus, hoch in den ersten Stock, und dort klopft Juan gegen eine Tür, unter der Licht durchscheint. Bevor er seinen Text aufsagen kann, erklingt eine etwas müde, aber angenehm klingende weibliche Stimme. „Herein, Juan.“ Der öffnet die Tür und läßt Goldon als Vorgesetztem den Vortritt.
Hinter einem Schreibtisch derselben Bauart wie in der Schreibstube sitzt eine junge Frau in sauberer Leutnantsuniform, die ihm neugierig entgegen schaut. Nachdem er salutiert hat, was sie erwidert, verabschiedet sie den Corporal mit einem „Danke, Juan.“ Woraufhin dieser die Tür von außen schließt. Der Leutnant schiebt eine dicke Kladde beiseite, in die sie offenbar Einträge vorgenommen hat und klappt sie zu. Dann steht sie auf und mustert ihn.
Die Leutnantin ist... ausgesprochen hübsch. Wirklich. Da ist richtig was dran. Lange Beine, schlank, langes, glattes dunkles Haar und genug in der Uniformbluse, damit sie an den richtigen Stellen spannt, wie es gerade Mode ist, wenn man kein freizügiges Dekolletee zeigen darf, was die Kleiderordnung der Flotte nun einmal in der Tagesuniform nicht hergibt. Vor allem hat sie ein freundliches, offenes Gesicht, auch wenn sie etwas angespannt und müde aussieht. Und sie ist jung. Vielleicht zwei oder drei Jahre älter als er, aber sie könnte auch ein oder zwei Jahre jünger sein. Wie landet jemand wie sie hier? Der wahrscheinlichste Grund in Al'Anfa ist, dass sie etwas nicht gemacht hat: Nämlich sich vom oder von der Richtigen durchvögeln zu lassen. Das ist auf fast jeder al'anfanischen Karriereleiter etwas, was einfach jedem, egal ob Mann oder Frau, ziemlich wahrscheinlich ins Haus steht, bevor er oder sie die dreißig erreicht. Ihre dunklen Augen ruhen auf ihm, darin weder Zu- noch Abneigung, nur eine gewisse Neugier. „Ihr seid also Goldon der Silberberger.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 02.09.2019 22:12

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
Sie nickt auf seine Beschreibung hin. "Könnte Sliff gewesen sein. Das ist einer der Leute denen du nicht nachts alleine begegnen willst. Besonders nicht als Frau..."
Auch seine Geschichte scheint ihr nicht ganz fremd. "Das kann ich verstehen. Aber du darfst dich in der Gild auch nciht unter Wert verkaufen. So weit ich weiß gibt es keine weiteren Alchemisten. Zumindest keine echten. Kannst du auch heilen?"
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 03.09.2019 11:57

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Eine Frau ganz nach Goldons Geschmack. Damit hatte er nicht gerechnet und einen Augenblick zu lange bleibt er an ihren Äußerlichkeiten hängen, ohne jetzt zu starren, er genießt einfach das gesamte Erscheinungsbild von ihr.
"Der Silberberger?" er grinst, "ja und nein, ich heiße Goldon Zaragusa, Armatus der Stadt des Schweigens, und bin erst vor wenigen Tage in diesem wunderbaren Ort eingetroffen, Leutnant." Etwas Ironie liegt in seiner Stimme. Ihm gefällt ihre nahbare Aura und tritt somit etwas näher. "Ich bin stolz darauf eure Truppe auf Vordermann zu bringen." Wie kann ich sie nur in ein Gespräch verwickeln? Er atmet einmal tief ein: "Nicht oft wird einem Außenstehendem dieses Privileg zuteil." Er senkt sogar ein wenig den Kopf dabei. Ein außergewöhnliches Verhalten von Goldon. Doch dann kommt seine Ausbildung wieder voll durch und er steht da wie eine steinerne Säule.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.09.2019 16:48

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Die Leutnantin lächelt verhalten. „Und habt euch gleich vom Capitan einspannen lassen. Ach, die Stadt selbst ist in Ordnung. Es ist halt nur ein Versorgungsdepot.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Dann wollen wir mal. Curro dürfte die Truppe versammelt haben.“ Sie nimmt ihren Hut vom Garderobenständer und hängt sich ihr Rapier um. „Es sind eigentlich gute Leute. Ich habe sie nur nicht gut geführt.“
Curro hat sie noch nicht ganz zusammen, aber fast. Die Mannschaft tritt mit einer ihrer Fitness entsprechenden Eile an, und die ist gemischt. Die militärische Etikette, das Strammstehen und Grüßen, ist ihnen zwar in Fleisch und Blut eingegangen, aber wohl auch langsam eingekocht und abgeschliffen. Appelle sind hier offenbar ein wenig aus der Mode gekommen. Der Corporal ist in seinem Alter, der Rest deutlich älter. Drei der zehn Angetretenen sehen insgesamt durchaus fit und kräftig aus, so wie Curro. Die anderen sechs wie Leute, die auf ihre Pensionierung warten. Falls sie nicht erfreut sein sollten, Goldon zu sehen, dann haben sie sich recht ordentlich unter Kontrolle. Eine Kampftruppe ist das in diesem Zustand absolut nicht, auch wenn die meisten im Laufe ihrer Karriere sicher genug Kampferfahrung gesammelt haben, den Corporal mal ausgenommen. „Stillgeeehestanden! Die Aaahaugen geeeheeeradeaus! Die Aaahaugen links!“ Na ja. So ungefähr. Etwas zulange her, wohl, dass das zum letzten Mal geübt wurde. Die Leutnantin nimmt den Salut ab, bei ihr sitzt er noch, aber Offiziere werden auch gründlicher geschliffen.
Die Leutnantin tritt vor. „Männer. Das ist Serjant Zaragusa. Er übernimmt eure Auffrischung in Drill und Leibesertüchtigung. Zaragusa - sie gehören euch.“ Zumindest für die ersten sechs bis acht Stunden des Tages. Sicherlich freuen sie sich ganz unbändig darauf.

35. Tag, spät vormittags, Plantage Aurianna (Crocodileros)
Sie schaffen es tatsächlich noch vor dem Mittagessen. Sind dann aber rechtschaffen müde. Die Plantage hat ein richtiges thalusisches Bad, mit Ausblick vom Hang auf die Plantage, und Muria hat es sogar vorbereiten lassen. Sie waschen sich, wegen der fortgeschrittenen Zeit zusammen. Jelinea, die beim Waschen daraf geachtet hat, den Jungs den Rücken zuzuwenden und sich jetzt mit einem Handtuch bedeckt, fragt nach, sich einen Blick auf ihr ungezwungen agierenden Kameraden nicht verkneifen könnend. „Habt ihr noch viele erwischt?“ Alejandro lässt sich als erster seufzend ins Bad sinken. „Die meisten haben sich sicher verfieselt, bei dem Aufruhr, den der Kampf mit dem Zischler verursacht hat. Aber immerhin, wir sind durch, und es waren noch einmal sechs, wenn auch Kleine.“ Er schließt die Augen. „Das tut gut.“ Jelinea nutzt das, um ihr Handtuch beiseite zu legen und auch ins Wasser zu steigen. Sumaida seufzt ebenfalls. „Tut mir leid, ihr habt schon wieder die ganze Arbeit gemacht.“ Alejandro öffnet die Augen. „Stimmt doch gar nicht. Mittagessen und Bad verdanken wir schon mal Dir. Und es wird sicher auch Aufträge geben wo Rico und ich nur dabei stehen können, wie sich Jeli für uns abmüht. Wir ergänzen uns eben.“ Jelinea ringt mit sich, aber da es eh dampft, Sumaida mit ihrer deutlich üppigeren Oberweite ganz unbefangen im heißen Wasser entspannt und die Jungs tatsächlich nicht starren, nimmt sie auch die Hände von der Brust, wobei genau diese Bewegung natürlich einen kurzen, interessierten Blick der Jungs auf sich zieht. Sie lacht möglichst unbefangen. Wenn die schüchterne Sumaida sich sicher fühlt, dann gibt es für sie keinen Grund, sich anzustellen! „Das kann eigentlich nur Kampf sein, und da hoffe ich doch, dass ihr wieder mitkämpft.“ Alejandro lacht ebenfalls. „In dem Fall, selbstverständlich. Wobei ich nach dem Sparrings mit Korian glaube, dass Du die einzige von uns bist, die wirklich kämpfen gelernt hat.“ Sumaida protestiert eher halbherzig. „Wir hatten Stunden im Stock-Kampf an der Lindegardisschule.“ „Du hast Dir den Zischler damals ja auch vom Leib halten können.“ Sumaida wird bei Maricos Lob rot. Sie ist sich ziemlich sicher, dass sie den Stab voller Panik eher zufällig immer genau dorthin gehalten hat, wohin das Ungeheuer mit seiner Schwertkeule schlug. Alejandro wechselt das Thema. „Du kennst Sento von der Fechtschule? Hattet ihr da richtige Jahrgänge?“ Jelinea schüttelt den Kopf. „Nein. Wir waren ja nur ein Dutzend. Der Mestre hat halt nach Fortschritt gelehrt. Wer es schnell kapierte, bekam halt die fortgeschrittenen Übungen und musste die Anfänger anleiten.“ Sie entspannt sich zunehmend. „Seid ihr Freundinnen?“ Die Frage kommt in einem schüchternen Tonfall von Sumaida, und Jelinea zögert. Freundinnen... wäre wohl zuviel gesagt. Sie kam eigentlich mit den Jungs besser hin als mit den Mädchen, und Muria hat ja Recht, Sento bekommt meistens nicht die Zähne auseinander. Aber jetzt war es schön, sie wieder zu treffen, und sie haben sich prima verstanden. „Es war jetzt keine Busenfreundschaft, die Fechtschule fördert sehr stark den Wettbewerb...Nur weil ich 'Busen' sage, Jungs, müsst ihr nicht starren, also echt...“ Sie lässt sich tiefer ins Wasser sinken. „Tut mir leid. Sie wirkt aber eigentlich sehr nett.“ Alejandro hebt entschuldigend die Hände. „Ist sie auch. Sento ist hochanständig.“ Jelinea schließt die Augen

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
Cusi hat ihre Balestrina wieder zusammen gesetzt und verpackt sie. „Nichts für ungut, Alrik, aber wenn Du mit deiner Partida als Wache angeheuert wirst, dann hast kaum Zeit, dich um was anderes zu kümmern, etwa Kräuter sammeln, erst recht nicht im Sumpf.“ Boronaya erinnert sich daran. Aber ihr fällt auch etwas anderes auf. Cusi ist mit ihrer ausgiebigen Waffenpflege fertig, und Tonarev, Makita und Jucho sind längst weg. Sollte sich Ribaldo tatsächlich einfach so derartig verspäten? Wo sie ihm doch versprochen hat, 'es gut zu machen''? Ausgeschlossen. Einfach nur ausgeschlossen. Wenn Prospero ihn mit Beschlag belegt haben sollte – was sie wundern würde, denn der alte Magister wirkt echt nicht wie ein Spielverderber – dann hätte Ribaldo einen Jungen als Boten geschickt. Er ist jetzt sicher mehr als eine Viertelstunde zu spät, ohne dass sie eine Uhr zur Verfügung hätte.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 03.09.2019 21:50

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
Boronaya wird ein wenig nervös und sieht sich etwas um, versucht einen Blick auf die Strassen und Gassen zu erhaschen. Irgendwie scheint sie sich Sorgen zu machen. Das ist so gar nicht Ribaldos Art. Und so gefähr... Bei allen Geistern. Sie springt wie von der Maraske gestochen auf. Diese Schlange... "Cusi, Alrik, ich habe ein ganz schlechtes Gefühl. Ich glaube ich habe gestern einen fehler gemacht... Ich habe dieser flaschen Schlange von Ribaldo erzählt. Dieser Magierin. Und sie hat Rache geschworen. Sie wollte eigentlich Jucho verprügeln lassen, aber ich glaube sie hat sich Ribaldo ausgesucht." Sie steht auf und nimmt sich ihren Stab. "Vielleicht mache ich mir zu viele Sorgen. Aber. Könnt ihr mich begleiten? Bitte?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.09.2019 23:48

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
Cusi zögert bei Boronayas Bitte. Klar, sich mit Magiern anzulegen, braucht schon einen guten Grund, denn das bekannte Sprichtwort lautet immerhin: 'Mit Magiern fange man nicht an, man schlage sie denn ganz tot.' Sie geht einen Mittelweg. „Na schön. Ich helfe Dir, den Fortschreitter zu suchen. Aber wenn ihr was unter euch Magierinnen anfangt...“ Sie hebt entschuldigend die Hände. “Hab gestern erst mit angesehen was passiert, wenn ein Magier die Sau rausläßt...“ Sie steckt Balestrina und Jagdmesser ein. „Wo wohnt er denn?“ Als Boronaya es ihr sagt, überlegt sie. „Das kenne ich. Da hat mal ein anderer Goldesel von uns gewohnt. Er wollte dich abholen... hmm... Verabredung... dann ist er wahrscheinlich am Khablaschrein vorbei, oder am Rahjaschrein am Rosenbrunnen. Oder beiden, um sicher zu gehen.“ Sie grinst.
Aber das könnte schon sein. Das Problem ist, dass Boronaya noch nicht lange genug in der Stadt ist, um die ganzen kleinen Schreine zu kennen, von denen es in der Stadt Aberdutzende gibt. Aber Cusi scheint beide zu kennen, und als sie ihre Lage beschreibt, meint Boronaya auch, zumindest am Khablaschrein schon einmal vorbei gekommen zu sein und ihn notfalls wieder zu finden.
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Djembo
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 04.09.2019 10:14

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Waschküche → Hinterhof, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)

Alrik nickt nachdenklich zu Boronyas Worten. Wo sie recht hat, hat sie recht. Aber andererseits... ihre Frage lässt ihn dann den Kopf schütteln

"Ich kenne mich ein wenig mit Giften aus, das ist für meinen Beruf ziemlich wichtig weil viele Gebräue wenn sie misslingen giftig werden. Und auch um spezialisierte Gegengifte herzustellen muss man natürlich wissen, wogegen man eigentlich ein Gegengift braut. Aber ansonsten, nein. Hatte ich nie nötig."

Er will wohl noch etwas sagen, aber ihm fällt auf, dass Boronya plötzlich nicht so richtig bei der Sache ist und als sie plötzlich aufspringt, zieht er fragend eine Augenbraue hoch. Ihre Erklärung, oder eher nicht-Erklärung, lässt ihn kurz zögern. Natürlich, sich auf einen Streit zwischen zwei Frauen einzulassen, das ist niemals eine gute Idee und dann auch noch Magierinnnen. Andererseits ist es immer gut, Freunde zu gewinnen und diese Frau hier... sie hat viel, das für sie spricht. Gobta hat darauf vertraut, dass sie uns ihre Freunde ihn von diesem Sliff abschirmen, sie alle waren freundlich und hatten gute Ratschläge und nicht zuletzt hat Alrik auch einfach ein gutes Gefühlt bei ihr. Also ist die Entscheidung eigentlich schnell getroffen. Alrik steht auf und nickt

"Einen Moment, ich will nur rasch ein wenig Kram hier lassen."

Und er geht eiligen Schrittes in sein Zimmer um dort seine Tasche zu verstauen. Dann verschließt er die Tür hinter sich und kommt ebenso schnellen Schrittes wieder zu Cusi und Boronya zurück, im Gehen noch den Sitz seiner Waffen kontrollierend. Dadurch, dass er seinen Umhang oben gelassen hat und jetzt nur noch seine Feldflasche am Gürtel sowie seine Waffen bei sich trägt, der Umhang nicht mehr um seine Schultern liegt, er seine volle Tasche nicht mehr schleppt, wirkt er viel... agiler. Man sieht jetzt, wo er nur noch das Hemd trägt, dass er auch alles andere als Schwächling ist und durchaus ein gewisses Maß an Muskeln sein eigen nennt.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.09.2019 11:15

35. Tag, beinahe Mittags , Plantage Aurianna (Crocodileros)
Die Schiebetür zum Vorraum knarrt, und dann erklingt die etwas schüchterne Stimme der gerade so Beschriebenen. „Tante Muria sagte, es wäre noch Zeit, und Du und Signorina Sumaida wären schon im Bad... ich hoffe, ich störe nicht...Huch!“ Sie stellt fest, dass Tante Muria ihr ein Detail bezüglich derer, die das Bad benutzen, verschwiegen hat, böswillig sicherlich. Sumaida erhebt sich aus dem Wasser. „Ihr braucht euch nicht schämen, Signorita. Und sagt Sumaida. Meine Gefährten sind anständige Jungs, ihr könnt ganz entspannt sein. Eure Tante hast sich gewiss nur einen kleinen Scherz erlaubt.“ Jelinea schaut zu den Jungs, die netterweise so tun, als gäbe es in der anderen Blickrichtung etwas interessanteres zu sehen als die die splitternackte Sento, die sich versucht, mit den Händen zu bedecken und dabei sogar ihr Handtuch hat fallen lassen, was deutlich komisch-peinlicher aussieht als verführerisch, zumindest ihrer Meinung nach. „Sumi hat recht Sento. Die wartet doch sicher nur darauf, dass Du kreischend wie eine Jungfrau aus dem Bad rennst. Ist wirklich nichts bei. Sie starren nicht, und sie grabschen nicht.“ Alejandro bemüht sich um Ungezwungenheit, auch wenn die sich nicht wirklich einstellen will. „Wir wollen ja alle noch ein wenig leben.“ Vielleicht ist es Sumaidas freundlich-ruhige Ernsthaftigkeit, Jelineas Zuspruch oder doch Alejandros Versuch von Humor, vielleicht auch die Mischung, jedenfalls beißt Sento die Zähne zusammen, lässt dann sehr kontrolliert die Hände sinken und steigt ins Bad, als rechne sie damit, das es in Wirklichkeit mit Säure gefüllt sei. Dort lässt sie sich zwischen Sumaida und Jelinea bis zum Kinn ins Wasser sinken, hochrot im Gesicht, und krächzt. „Tut mir leid. Das ist typisch für sie. Ich bringe sie um. Ich schwöre es!“ Sie schaut aus den Augenwinkeln zu den Jungs, so als ob ein direktes Anschauen sofort mit einer anatomischen Detailbegutachtung ihrerseits beantwortet würde. Aber die wenden, da ihre Verlegenheit so schmerzlich ernsthaft ist, ihr den Rücken zu und betrachten die immer noch verregnete Landschaft. „Nach einem halben Tag im Schlamm tut so ein Bad wirklich gut. Unseres, Zuhause ist viel kleiner.“ Sento kann nicht anders. „Badet ihr da auch zusammen?“ Alejandro schüttelt den Kopf, ohne sie anzusehen, was ihm zwar unhöflich vorkommt, aber wohl besser als die Alternative ist. „Nein. Dafür ist es zu klein, und wir zu viele.“ Jelinea nickt. „Wir sind zu neunt, da baden wir schon getrennt. In das Becken passen wir zu vier Frauen gerade mal gleichzeitig.“ Sento nickt, dann schaut sie zu Marico und Alejandro. „Wie viele Krokodile habt ihr denn jetzt erwischt? Beim dem schlechten Wetter. Und..äh.. ihr könnt euch umdrehen. Ich komme damit klar. Es war nur so unerwartet.“ Sie sinkt trotzdem sicherheitshalber wieder bis zum Kinn zurück ins Wasser. Alejandro dreht sich, legt aber den Kopf in den Nacken und schließt die Augen. „Fünfzehn, insgesamt siebzehn laufende Schritt, also siebzehn Oreal. Nicht viel, aber besser als erwartet.“ Sento schaut überrascht zu Jelinea. „Aber das ist doch viel! Rechnet sich das denn für die Plantage?“ Die nickt. „Sehr gut sogar. Vergiss nicht, die Beute, gerade junge Alligatoren, ist Fleisch. Das ist eine willkommene Abwechslung auf dem Tisch. Und für Haut bezahlen die Gerber gutes Geld. Solange Iryanstiefel und -Rüstungen nicht aus der Mode kommen.“ Sento nickt. „Krokodile jagen klingt gefährlich.“ Alejandro nickt. „Ist es auch. Nicht aufregend, aber die Biester sind wehrhaft und schlau. Und ab einer gewissen Größe, so ungefähr drei Schritt, brauchst eine Arbalone. Dann sind sie viel zu stark und ihr Panzer zu dick, um da mit Stab, Schlinge und Dolch weiter zu kommen.“ Er schaut zu Sumaida, die sich aufgerichtet hat und nun bis zum Bauchnabel aus dem Wasser ragt. Sie lächelt scheu und nimmt sich ihr Handtuch. „Ich glaube, es ist...umm.. an der Zeit.“ Sento schaut zu ihr hoch und beneidet sie um ihre augenscheinliche Selbstsicherheit. „Ja, stimmt. Was macht ihr mit dem Rest des Tages?“ Marico lacht und kann nicht anders, als hinschauen, was ihm prompt eine Kopfnuss von Alejandro einträgt. „Ich hoffe auf einen Schaukampf zwischen Jeli und Dir. Die Rossa kommt erst spät nachmittags wieder vorbei.“ Jelinea steht ebenfalls auf, sich zur Selbstsicherheit verdonnernd. Sollen sie doch gucken! Kennen sie doch alles schon! „Gegen ein Sparring hätte ich nichts. Aber dann auch Zielschießen. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel.“ Auch Alejandro und Marico stehen nun auf, und es lässt sich jetzt nicht mehr verhehlen, dass beide sich deutlich unberührter gaben als sie waren, was die Frauen gnadenlos kichern lässt.

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
Als sie den Platz der Helden Richtung Hügel verlassen wollen, scheibt sich ihnen einer der Stadtgardisten, die zu zweit einen kleinen Posten bemannen, in den Weg. Also nicht wirklich, aber genug, dass signalisiert wird, dass sie gemeint sind. „Guten Abend, Signorinas, Senor.“ Sein Blick geht über Alriks Wurfmessersammlung und Cusis geholsterte Balestrina. „Ihr seid doch nicht unterwegs, um Ärger zu machen, oder?“ Auf dem Weg vom Hafen bei Tageslicht gab es keine Probleme, aber offenbar gelten bei Dunkelheit andere Regeln. Cusi grüßt den sicher beinahe doppelt so alten Gardisten höflich. „Nicht im im Mindesten, Herr Weibel. Uns ist nur ein Gelehrter Herr verloren gegangen...“ Sie beschreibt ihn kurz und eher treffend als schmeichelhaft. Der Gardist schaut zu seinem Kumpel. „Senor Fortschreiter, der junge Schaurologe?“ Er zählt eine und einen zusammen und erinnert sich offenbar – an Boronaya können sich die meisten Männer gut erinnern - und er wird deutlich freundlicher, beinahe väterlich. „Der junge Mann ist hier nicht vorbei. Sollen wir ihm sagen, dass ihr ihn sucht, wenn ihr euch verpasst, Gelehrte Dame?“ Der andere Gardist wendet sich an Alrik. „Eure Messersammlung braucht ihr nicht, wenn ihr abends durch Sandalia wandert, Senor. Für die Sicherheit hier sorgen wir, die Garde. Lasst sie beim nächsten Mal bitte zuhause.“ Dem Ton entnimmt Alrik deutlich, dass allein Boronayas Begleitung hier eine Ausnahme rechtfertigt. Aber er ist beinahe schockiert: Die Verwarnung scheint absolut kostenlos.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 04.09.2019 11:49

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Goldon ist über die kurz aufflackernde Selbstkritik des Leutnants überrascht.
Sie hat Eier ... äh ... sie sucht die Fehler auch bei sich. Eine seltene anzutreffende Eigenschaft.
Er beobachtet genau, wie die Männer sich verhalten und wer sich nicht angemessen verhält.
"Danke, Leutnant", wie heißt sie eigentlich mit vollen Namen?
Als dann vereinzelt die Männer ihre Haltung aufgeben, ruft er: "Stillgestanden!" und sieht genau hin, wer sich damit eventuell Zeit lässt oder eine gewisse Ernsthaftigkeit vermissen lässt.
Er nähert sich der Reihe und mustert jeden an denen er vorbeigeht. Hier und dort zuppelt er an der Uniform der Soldaten, falls die nicht einwandfrei getragen wurden.
"Ihr seit der Stolz Al'Anfas, ihr gehört zu dem was uns groß gemacht hat! Also tragt das auch nach außen! Ihr seit Vorbilder, wieviele Menschen, dort draußen,"er deutet in Richtung Stadt, "träumen davon in der Flotte zu dienen? Die Flotte steht für Abenteuer, Heldentum und Entdeckungen!", auch wenn er sich denke kann, dass der Alltag auf einem Schiff anders aussah.
"Bei einigen steht die Pension vor der Tür, doch es gilt die Hingabe bis zur letzten Minute zu erfüllen. Eure Körper haben wohl schon länger keine Strapazen mehr erlebt, euch würde im Ernstfall die Puste aus. Das kann sich die Flotte nicht leisten und es ist meine Aufgabe dies zu ändern. Hingabe und Robustheit, gekrönt mit Stolz, drei Säulen an die wir arbeiten müssen."
So, nun hatte er genug Pathos und Kritik verteilt.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.09.2019 13:36

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Diesen Text haben sie alle schon mehrfach gehört. Sie wussten, dass das kommen würde, wissen, dass das mit Ruhm und Ehre vollständiger Blödsinn ist, er das aber sagen muss und sie sich das anhören müssen. Es sind keine Rekruten mehr, und niemand ist so dämlich, den Harten, Witzigen oder Widerspenstigen geben zu wollen. Sie schauen einfach stumpf möglichst ausdruckslos geradeaus und reden nur wenn angesprochen. Die Monturen sind vollständig, aber uneinheitlich. Wenn Goldon wetten sollte, dann ist hier in den letzten Monden niemand in vorschriftsmäßiger Uniform unterwegs gewesen, denn gerade das Lederzeug und die kurzen Jacken sehen neu und viel zu unverwaschen aus, im Gegensatz zu den Hemden und Hosen. Die Waffen sind gepflegt, aber auch hier hat Goldon den Eindruck, dass die Balestras und Arbaletten teilweise sehr wenig Sonnenlicht gesehen haben. Am schnittigsten ist noch der Schreibstubenhengst, Corporal Juan. Die Leutnantin läuft außer Konkurrenz und verzieht sich wieder in Richtung ihres Dienstzimmers, und wenn auch der eine oder andere ihr unwillkürlich mit dem Blick folgt, ist das weder respektlos noch verstimmt. Offenbar macht die Truppe ihr den anstehenden Schliff nicht zum Vorwurf. Leutnant Perra scheint nicht unbeliebt zu sein. Wenn er es schafft, mit Curro einen Rapport herzustellen, von Serjant zu Serjant, dann wird er abends bei einem Becher Wein vielleicht mehr erfahren? Serjanten sind immer die bestinformiertesten Männer der Truppe.
Zuletzt geändert von Jadoran am 05.09.2019 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 04.09.2019 21:13

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)
"Danke. Danke euch beiden," meint sie zu ihnen. "Ich hoffe, dass sich die Selemer Paranoia bei mir eingenistet hat. Aber ich gehe auch davon aus, dass sie sich nicht selbst die Hände schmutzig macht. Dazu heuert sie dann einfach ein paar Schlagetots an..."
Sie geht also zilstrebig hinter Cusi her, ein paar der Schreine kommen ihr zumindest vage bekannt vor.
Als der Gardist sie anspricht setzt sie ein freundliches, aber auch besorgtes Lächeln auf. " Guten Abend Herr Weibel. Genau der. Ich... es ist nicht seine Art und... ich mache mir Sorgen. Wir werden keinen Ärger machen." Hoffe ich zumindest, fügt sie in Gedanken hinzu.
"Das wäre zu freundlich. Wenn ihr ihm das ausrichten könntet."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 05.09.2019 00:01

13. Tag früh abends, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Alrik, Boronaya)

Tatsächlich lässt Alrik die Verwarnung fast ein wenig staunen, wenn auch nur innerlich, nicht nur weil er hier niemanden bestechen muss, sondern weil sie auch sachlich und freundlich ist, kein Angeblaffe oder Gemecker. So ganz kann er seine Überraschung dann doch nicht aus seiner Stimme heraus halten, als er antwortet

"Oh, äh... verzeihung. Da werde ich in Zukunft natürlich dran denken."

Ja, wird er auch. Dann wird er die Messer weniger sichtbar tragen. Aber das wiederum schafft er schon aus seiner Stimme herauszuhalten, als er ohne einen Funken Ironie in der Stimme sagt

"Danke für den Hinweis."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.09.2019 09:23

Tag 13, vormittags, Anwesen der Gonrales (Capitan)
Durch das bewachte Tor ist er noch recht einfach gekommen, aber in der prächtigen Vorhalle, die vom Reichtum seiner Besitzer spricht, hält ihn ein junger Sekretär auf, der erwähnt, dass er keinen Termin hat, Don Emilio sehr beschäftigt ist, er aber schauen wird, was sich machen lässt. „Bitte habt die Güte, Platz zu nehmen und zu warten, Senor.“ Falsche Anrede! Der Capitan verschränkt die Arme und lacht. „Mein Junge, ich werde nicht so lange warten, dass sich Platz zu nehmen lohnt. Beweg Deinen Hintern und hol Deinen Herrn von seiner Sklavin runter, oder wo er sich sonst gerade nützlich macht, sonst komme ich mit einem Halbbanner Marineinfanterie zurück, und dann besucht er mich. Drücke ich mich klar aus? Und jetzt: Abmarsch!“ Er dreht sich zu den beiden sich drohend positionierenden Wachen um und funkelt sie an. „Sofern ihr nicht direkt hier in eurem eigenen Blut ersaufen wollt, Jungs, macht brav den Zinnsoldaten. Falls ihr es mit den Augen haben solltet – ich bin Capitan de Navia der Imperialen Armada.“ Die beiden Wachen zögern, aber der Capitan obsiegt im stummen Zweikampf des sich Böse Anblickens, und die Wachen nehmen die Hände von den Waffen und tun so, als ständen sie rein zufällig hier. Der Sklave verschwindet wieselflink, ganz offensichtlich völlig durcheinander.
Es dauert nicht lange, dann betritt ein Mann in den frühen Fünfzigern den Raum, zwar schon leicht graumeliert, aber mit der Ausstrahlung eines Panthers. Er sieht ganz definitiv nicht amüsiert aus, das sich jemand in seinem eigenen Hause so aufspielt, und dass dies sein Haus ist, daran kann kein Zweifel bestehen. Ihn begleitet ein Leibwächter, und dieser sieht, anders als die Haltung annehmenden Wachen, so aus, als würde er auf ein Wort des Dons hin jederzeit jeden abschlachten, und sei es der Patriarch von Al'Anfa. „Ich bin Emilio Gonralas. Wer seid ihr, Mann, dass ihr mir und meiner Familie in meinem eigenen Haus zu drohen wagt!“ Der Capitan verschränkt die Arme. “Mein Name ist Jorge Marius Bartholomeus Morrigan, Capitan de Navia der Imperialen Armada.“ Emilio betrachtet ihn wie eine gefährliche Raubkatze im Dschungel eine andere betrachten würde. „Eure Nichte hat eine Plantage geerbt. Was hat das mit mir zu tun?“ „Nichts, Don Emilio. Ich bin hier, weil jemand in eurem Hause zu glauben scheint, die Imperiale Armada wäre eine besoffen auf der Straße liegende Hure, die er ausrauben und vögeln kann, wie es ihm beliebt. Ich kann noch genauer werden.“ „Direkter wohl kaum.“ „Ich bin ein direkter Mann. Unter vier Augen?“

13. Tag abends, In den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Da Cusi die einzige ist, die den Weg genau kennt, übernimmt sie notwendigerweise die Führung. Auf den großen Gassen ist noch einiges los, aber Alrik sieht hier praktisch keine Gerüsteten und Bewaffneten, zumindest nicht in Gruppen. Die meisten sind unbewaffnet und sichtlich keine Questadoren, umgekehrt ist man den Anblick aber gewöhnt, nur an seinen gesammelten Wurfmessern und – wie auch anders – Boronayas hübscher Erscheinung – bleiben einige Blicke hängen. In den meisten Werkstätten wird noch eifrig gearbeitet. Sie folgen dem Verlauf einiger Gassen, dann stehen sie an einer Ecke, wo sich inmitten zweier blühender Rankpflanzen ein kleiner Herrgottswinkel befindet, wo eine kleine Alabasterfigur durch ein einfaches Bambusgitter geschützt ist. Frische Blumen in einer Vase und der latente Duft von in einer kleinen Tonlampe verbranntem Duftöl machen klar, dass es sich um einen Rahjaschrein, gewidmet der hlg. Khabla, und nicht um eine pornographische Gipse handelt.
Ein junges Mädchen betet dort gerade, am ledernen Halsring erkennbar eine Sklavin, und Cusi wartet, bis sie fertig ist, bevor sie sie fragt. Das Mädchen verneint, hier jemanden gesehen zu haben, der auch nur annähernd auf Fortschreitters Beschreibung passt, und Cusi bedankt sich.
Es geht jetzt weiter den Hang herauf, nach den Gesetzen der frischen Luft, frischeren Wassers und weiteren Aussicht in eine bessere Gegend. Hier ungefähr wohnen auch Prospero, Diederich und die ganzen anderen, wohlhabenden Auftraggeber, es gibt kaum noch kleine Werkstätten, zumindest keine, die viel Lärm, Gerüche oder gar Abwasser verursachen könnten.
Dann biegt Cusi auf eine etwas größere Gasse – hier könnten tatsächlich vier Leute normal nebeneinander her laufen, wenn sie die Ellbogen nicht abspreizen – und ein Hauch von Rosenduft trifft ihre Nasen, dazu hört man wieder einmal das Plätschern eines der vielen Bäche.
Auch dieser Rahjaschrein ist nicht ein eigenes Bauwerk, sondern teilt sich die halbrunde Nische eines in die Stützmauer des Hanges eingefügten Brunnens, von mindestens drei Rosen her eingerahmt, und die Brunnenfigur stellt die hingebungsvolle Rahja beim Duschen dar, die sich glückselig das Wasser auf den Oberkörper plätschern lässt.
Auf der daneben in die Mauer eingelassenen, geschwungenen Steinbank sitzt Fortschreitter, wie hingesunken, und schläft tief und fest. So viel ist sicher, denn seine Brust hebt und senkt sich in regelmäßigen Zügen. In der auf den Schoss gesunkenen Hand hat er noch ein kleines Tonfläschchen, sicher mit Duftöl als Opfergabe für die auch hier brennende Tonlampe.
Irgendeine freundliche Seele hat ihn mit ein paar Blumen dekoriert, wahrscheinlich kleine Kinder. Seine Geldbörse hängt gut sichtbar an seinem Gürtel, und ein noch nicht halbwüchsiges Straßenmädchen, das Boronaya den Rücken zuwendet, betrachtet sie offenbar schon länger. Warum sie sich nicht an den Schlafenden herantraut, um ihm eine kostenpflichtige Lektion in Gassenwissen zu erteilen, ist nicht sofort ersichtlich, aber als sie sich zögernd etwas vorschiebt, blitzen auf der Mauer drei Schritte weit weg, zwischen ihr und dem Schrein, im Mondlicht zwei grüngelbe Augen auf und ein warnendes Fauchen ertönt. Es ist ein Fauchen, ohne Zweifel, von einer Katze, aber obschon es wirklich keine Worte sind, bildet sich auch in Boronayas Geist ein klarer Eindruck von. „Das würde ich mir gut überlegen, meine Kleine!“ Die Mauer ist von Rosen überwuchert, und die Katze ist nur ein dunkelgrauer Umriss gegen den Abendhimmel. Aber die Instinkte des Straßenkindes sind ausgeprägt, und sie dreht den Kopf, bevor Boronaya näher kommen kann, entdeckt die Gefahr in ihrem Rücken und schlägt sich seitwärts in die Gasse, aus der sie sich wohl angeschlichen hat.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 05.09.2019 16:55

Tag 13, sehr früh morgens, Flottenposten am Hafen, Santinera (Goldon)
Goldon geleihtet seine Truppe gemächlich durch Santinera. Vereinzelt gibt es Personen, die die Stirn runzeln, als sie Goldon, den 'Raben' in neuer Uniform, wiedererkennen. Am Stadttor angekommen, grüßt er die Stadtwachen, und ab dort geht es in Richtung der 'La Grande Desplumada' Plantage. Es dauert nicht lange, als sie aus dem Blickfeld des Tores verschwinden, da gibt Goldon den Befehl: "Ab hier wird gelaufen ... und los!"
Ein schöner Morgen begleitet sie und in der Natur zu laufen hat was, obwohl einige mit der schwülen Luft ihre Probleme haben. Doch auch nach wenigen Minuten, laufen Goldon die ersten Schweißperlen das Gesicht herunter. Er kann gerade mal mit Curro und drei anderen mithalten, während der Rest ziemlich fertig scheint. Seine Ausdauer hat die letzten Woche auch ziemlich gelitten. Er atmet schwer und bringt die Truppe zum halten. "Wir pausieren!"
Wenige Minuten später geht es weiter und nachdem sie, wer weiß wie lange, gelaufen sind, erreichen sie erschöpft den Schützenplatz. Nach etwas Erholung ermahnt Goldon sie nun mit dem Schießen anzufangen. Es gibt immer noch alte Scheiben auf die geschossen werden kann. Er selbst hält sich dabei raus.
Die ersten Kugeln fliegen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es scheinen alle recht gute Schützen zu sein. Nach dem zweiten Schuss drängt er sie, die Waffen schneller zu laden und es wird ersichtlich, dass wohl etwas die Disziplin fehlt. "Das geht besser! Im Gefecht wäre jetzt der Gegner schon an euch ran und ihr müsstet Boron die Hand schütteln. Nochmal!" geht er die Jungs etwas härter an.
Die letzten Schüße sind zufriedenstellend und er nickt: "Das geht zwar noch besser, aber das ist schonmal ein Anfang." Die Jungs die sich gehen lassen oder sich undiszipliniert äußern, befiehlt Goldon zu Boden zu gehen und Liegestützen zu machen. "
"Serjant Curro, vor der Mittagszeit möchte ich, dass wir einen Unterstand zwischen hier und Santinera erreichen. Dort gibt es eine Möglichkeit sich unterzustellen. Wir wollen doch später vernünftig essen, anstatt hier im Dschungel improvisieren zu müssen. Das sollte doch als Motivation reichen!" Er grinst leicht. Hunger war schon immer ein Antreiber. "Wann müssen wir den Rapport abgeben und schon eine Idee wo wir uns deswegen zusammensetzen?" fragt er ihn dann als es

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.09.2019 23:27

Tag 13, vormittags, Irgendwo auf dem Karrenweg westlich von Santinera (Goldon)
Curro hat sich sehr zurück gehalten und Goldon die Führung überlassen beim ganzen Training. Als sie sich in der Pause etwas vereinzeln und Goldon den Rapport anspricht, zuckt Curro mit den Schultern. „Der formale Rapport geht an den Leutnant bei unserer Rückkehr. Der Capitan wird sich wohl eher Abends informell berichten lassen. Wenn ihr mir eine Bemerkung erlaubt: Beim Laufen: Verteilt die starken Läufer übers das Feld. Eine starke Gruppe als Zugpferd, in der Mitte wen für die, die sich nur ein wenig anstrengen müssen, aber eigentlich mithalten können, und ein starker Lumpensammler hinten, damit keiner zurück bleibt und sich das Feld auseinander zieht. Sobald wer einen Balestrinaschuss weit hinter die Gruppe zurückfällt, glaubt er, er schafft es nicht mehr und gibt sich auf. Wenn hinten ein Starker läuft, der die Schwachen mitzieht, bleibt die Truppe intakt. Außerdem lernen die Jungs so besser, aufeinander aufzupassen und sich gegenseitig zu helfen.“ Das ist nicht die Philosophie, die in der Tempelgarde vertreten wird, wo die Schwachen einfach ausgesiebt werden. Curro zuckt mit den Schultern. „Hab ich mir von den Komturschen abgeschaut, als wir mal bei Piratenbekämpfung zusammen eingesetzt wurden. Die halten eisern zusammen. Haben meist deutlich weniger Verluste als wir bei Feindberührung. Haben auch in jedem Halbbanner einen Feldscher, anstatt wie wir nur einen pro Banner, wenn überhaupt.“ Er spuckt aus. „Das mit dem Unterstand kriegen wir hin.“ Er reicht Goldon seine Feldflasche für einen Schluck. "Kenne da einen netten Platz in Sandalia, da kann man gut reden."

35. Tag, beinahe Mittags , Plantage Aurianna (Crocodileros)
Sumaidas Zeitgefühl lag offenbar goldrichtig, und sie finden sich gerade auf der Terrasse ein, als auch Muria und Ponte aus dem Kontor kommen. Sie reicht Alejandro den abgezeichneten Auftrag. „Nun, das war schnelle und gründliche Arbeit, Junge. Von dem Zischler ganz zu schweigen, der wäre uns ohne euch sicher durch die Lappen gegangen.“ Alejandro nickt. „Was geschieht mit ihm?“ „Den wird sich der Chef anschauen. Und der bekommt seine Antworten, notfalls mit Magie. Der Alte hat eine sehr klare Einstellung gegenüber Leuten, die die Seinen angreifen, unter anderem arbeite ich auch deswegen so gerne für ihn.“ Sie blickt zur Tür, hinter der sich der Zwinger befindet. „Aber wenn er hört, was Loris passiert ist, fängt er wahrscheinlich mit einem Hammer und einer Zange an.“ Da klingt durchaus Genugtuung durch, und Alejandro kann sich nicht dazu bringen, das zu verurteilen, kennt er doch Achaz selber nur als mordlüsterne Wilde. Muria mustert ihn und Marico. „So frisch gewaschen seht ihr ja richtig fesch aus. Hattet ihr wenigstens Spaß im Bad?“ Sie zwinkert suggestiv, aber Alejandro trägt es mit Fassung und Humor, während Sento vor Empörung rot anläuft. „Ein heißes Bad ist wunderbar entspannend nach harter Arbeit im Regen. Vielen Dank, Signorina.“ Sento kann nicht an sich halten. „Wenn Du andeuten willst, Tante, dass wir...nachdem Du mich unter Vorspiegelung falscher...“ Die lacht sie einfach nur aus. „Spar Dir Deinen Enthusiasmus für nachher auf. Du sollst ja eine ganz leidliche Fechterin sein, und wie Phex es fügt, haben wir ja auch gerade eine Sparringspartnerin da.“ Sie droht Jeli mit dem Finger. „Aber nicht aus Freundschaft verlieren, junge Dame!“ Die verschränkt die Arme und macht den Mund auf. Alejandro schreitet ein, bevor Jelinea die Unterstellung zu brüsk von sich weist. „Habt ihr vielleicht auch Scheiben fürs schießen? Jeli sagte, Sento sei eine gute Schützin.“ Muria lacht und mustert ihn in einer Art und Weise, die Sumaida bewegt, näher an ihn heran zu rücken und sie böse anzustarren, was sie erwartungsgemäß urkomisch findet. „Scheiben? Ja, Schiessen, klar, das ist wenigstens nützlich.“ Jelinea ist es gewohnt, das Leute, die selber nicht richtig fechten können, unterschätzen, wie effektiv man mit dem Rapier Leute umbringen kann. Muria lacht. „So machen wirs. Die Gewinnerin bekommt 'nen Oreal, die Verliererin muss mit Ponte schlafen.“ Der bekommt einen üblen Hustenanfall, noch während sie lacht. „Kleiner Scherz. Lern endlich, Spaß verstehen. Bei Deinem Vater wäre es die Gewinnerin!“ Ponte lässt die Schultern hängen. „Signorita Muria, ich bin nicht mein Vater.“ Muria lacht und quält ihn nicht weiter. „Nein, Spaß, diesmal soll die Verliererin ungeschoren bleiben. Es sei denn, ich habe das Gefühl, sie strengt sich nicht richtig an.“ Alejandro wiegt den Kopf. „Dürften wir beim Schießen mitmachen?“ Muria schaut zu Sento. „Na, trauste dich bei der Konkurrenz?“ Das darf man eine Schwertgesellin nie fragen.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 06.09.2019 09:53

13. Tag abends, In den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Boronaya macht sich zunehmend mehr Sorgen, als sie so durch die Gassen gehen und die Hand greift den Stab so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten.
Als sie dann an dem zweiten Schrein ankommen und sie Fortschreitter entdeckt entfährt ihr kurz ein spitzer Schrei und sie eilt zu Fortschreitter, dann doch etwas beruhigt, dass er nur schläft, so sieht es zumindest aus. Der davoneilenden Göre wirft sie einen bösen Blick hinterher.
Mit einem Tuch nimmt sie das Fläschchen vorsichtig und reicht es Alrik. "Ist das ein Gift?" fragt sie ihn. "Die Alternative wäre ein Zauber, aber das würde sie erst später prüfen, wenn sicher war, dass es kein Gift ist.
Sie schaut dankbar zum Umriss der Katze hoch. "Wieder einmal danke. Ich schulde dir etwas..." meint sie zur Katze, wobei es ihr egal scheint, ob das nun verrückt klingt.

Dann schüttelt sie sachte Ribaldo. "Ribaldo? Hörst du mich?"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.09.2019 10:39

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Das Tonfläschen trägt eine eingeritzte Stute – oder zumindest ein Pferd – und eine stilisierte, nicht besonders künstlerische Rose. Ein typisches Fläschchen für Votivöl, wie man es auch in Santinera an verschiedenen Stellen kaufen kann. Es ist noch verkorkt und mit einem einfachen roten Wachssiegel verschlossen.
Forttschreitter reagiert nicht sofort, aber als Boronaya ihn wirklich kräftig schüttelt, schreckt er auf und braucht einen Moment, sich zurecht zu finden. „Was...wo...wer...uhh...Boronaya? Meine Güte, wie spät ist es? Bin ich etwa eingeschlafen? Wo...“ Er schaut sich hastig und tödlich verlegen um, erblickt Alrik, mit dem er natürlich nichts anzufangen weiß, und Cusi, die leichenblass geworden ist, dann dringt das Plätschern des Brunnens zu ihm durch und er sortiert sich. „Der Schrein? Ich bin am Schrein eingeschlafen? Wie kann das...“ Er wird tödlich verlegen, und man merkt deutlich, dass das alles zu viel auf einmal für ihn ist.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 06.09.2019 12:20

Tag 13, vormittags, Irgendwo auf dem Karrenweg westlich von Santinera (Goldon)
"Ich danke euch, Serjant Curro. Diesen Ratschlag werde ich umsetzen. Bei uns in der Garde wird streng ausgetauscht. Kein Erbarmen. Auf der anderen Seite ist eine gewisse Mindestvorraussetzung für körperlichen Betätigungen auch schnell antrainierbar. Dafür bin ich ja da", er zieht einen Mundwinkel hoch, "von den Komturschen? Interessant, mir ist nur zu Ohren gekommen, das sie taktisch gut ausgebildet sind. Einen Feldscher wird der Tempelgarde nur bei Aussendiensten zur Verfügung gestellt, und diese kommen eh sehr selten vor und ab einem gewissen Gefährlichkeitsgrad sind wir eh raus, da werden dann andere Garden mit beauftragt, wie die Rabengarde."
Er nimmt die Feldflasche entgegen, nimmt einen Schluck und gibt diese wieder zurück: "Danke."
Er nickt ihm zu bezüglich des Ortes zu: "Verstanden, ... dann mal weiter."
Goldon drängt dann die Truppe zum Aufbruch.

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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 06.09.2019 12:36

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
"Bleib einfach einen Moment sitzen," meint sie zu ihm. Ist erst mal beruhigt, dass ihm nichts Schlimmeres passiert ist.
"Odem Arcanum," spricht sie, während sie ihn einen Moment anschaut. Schauen will, ob hier wie vermutet Magie am Werk ist.
"Was ist denn geschehen? Woran erinnerst du dich?"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.09.2019 13:13

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Fortschreitter richtet sich erst einmal auf und setzt sich vernünftig hin, dann reibt er sich die Stirn. „Erinnern... ich glaube... ich wollte gerade das Öl eingießen, dass sich bei Senora Pakasa neben Gueans Weinstube gekauft habe, da wurde ich auf einmal so bleiern müde, und dann... weiß ich nichts mehr.“ Er schaut verwirrt auf die zerfallende Blumendekoration, dann nimmt er Boronayas gerade mit der Formelgeste fertig gewordene Hände in die seinen. „Es tut mir schrecklich leid, Boronaya! Du musst Dir Sorgen gemacht haben! Wie kann ich das...“ Boronayas Cantus zeigt ihr einen schwachen Rest von Astralenergie am Kopf ihres ansonsten bekannt unmagischen Freundes. Ohne Analys ist keine genaue Aussage möglich, aber aus Erfahrung würde Boronaya darauf setzen, dass sie die Reste eines sich bereits auflösenden Zaubers und nicht einen schwachen, noch Wirkenden sieht. „Erinner... ich glaube... ich hörte was. Sowas wie 'Viss' oder 'Gravis' oder so ähnlich. Eine Frauenstimme, glaube ich, aber ich hab ehrlich nicht drauf geachtet, weil ich am beten war... Sie war nicht laut.“

Tag 13, spät vormittags, Irgendwo auf dem Karrenweg westlich von Santinera (Goldon)
Curro grinst und nimmt die Flasche wieder entgegen. „Dann mal los.“ Dann geht es zurück, und mit der von Curro vorgeschlagenen Änderung – er macht selber den Lumpensammler - bleibt die Formation tatsächlich großteils erhalten. Die Spitzengruppe ist etwas gebremst, was Goldons eigener Lunge aber eher entgegen kommt, denn lange Eilmärsche sind nichts, was nach der Ausbildung in der Tempelgarde tatsächlich dauernd gemacht wird, weil die Garde insgesamt das eigentlich nie machen muss. Aber vor allem franst der Trupp nicht aus, man hat hinten keine vereinzelten, wankenden und abgeschlagenen Gestalten, sondern tatsächlich eine laufende, kompakte Einheit.
Eine gute Stunde vor Santinera heißt es dann halt machen, und unter Curros Einteilung ist schnell ein Schutzdach gebaut. Es gibt zwar einige Leute, die sicher seit Monaten, wenn nicht Jahren, keinen Bambus mehr in den Händen gehabt haben, aber Curro und die drei Fitten richten das Gestänge schnell und geübt auf, und Curro teilt die Leute passend für Handreichungen ein, so dass jeder beschäftigt ist. Als dann der Regen einsetzt, ist die großteils völlig erschöpfte Truppe – Corporal Juan und einige der Älteren sind dem Hitzschlag nahe - sicher untergebracht und genießt bei einer Pfeife die Zwangspause.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Djembo » 06.09.2019 22:00

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)

Nach umständlichem Marsch in einer Gasse an einem kleinen Schrein anzukommen ist ja eine Sache. Aber dass da eine Katze ist, die erst recht deutlich auf ein Straßenkind reagiert und scheinbar einen Mann davor bewahrt, beklaut zu werden, und dann auch noch die Worte Boronyas, das ist schon etwas Neues. Und nichts gutes Neues, wenn man die Geschehnisse, derer er in Mherwed Zeuge wurde bedenkt. Hunderte von Katzen, Haus- und Wildtiere, die über einen Mann herfallen und ihn in Stücke reißen, das ist ein Anblick, den man lange nicht vergisst. Aber zumindest für den Moment scheint er ja nicht in Gefahr zu sein und als Boronya das Öl nimmt, wirft auch Alrik einen Blick auf das Fläschchen, da er sich natürlich die gleiche Frage stellt. Aber genau wie sie sieht er das ungebrochene Wachssiegel und der erste Verdacht scheint gleich zu verfliegen. Dann wirkt die Magierin ihren Zauber und auch wenn er sich nicht sicher sein kann, vermutet Alrik, dass sie genau das tut, was er jetzt auch getan hätte, nämlich nach Magie zu suchen. Und dass diese seltsame Katze da nicht in der Nähe zu sein wollen scheint, erhärtet sowohl den Verdacht, was Boronya da zaubert, als auch sein ungutes Gefühl dem Tier gegenüber. Doch allzu sehr darüber nachzudenken würde nur zu Paranoia führen... berechtigter Paranoia? Vielleicht... aber erstmal...

"War hier irgendeine Schlafmagie am Werk? Wenn ja erschiene mir das wie ein etwas seltsamer Streich, euren Freund seine Verabredung verschlafen zu lassen, eher eines erblühenden Mädchens würdig als einer erwachsenen Magierin. Senor, fühlt ihr euch, abgesehen von der Verwirrung, gut?"
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.09.2019 23:39

13. Tag abends, Am Rahjaschrein, in den Gassen Sandalias, Santinera (Alrik, Boronaya)
Der junge Gelehrte schüttelt den Kopf. „Nein, alles in Ordnung, denke ich. Vielen Dank. Und Ihr seid? Oh, Signorita Cusi, ihr seid auch da?“ Die grüßt mit einer Geste. „Bin erleichtert, dass es euch gut geht. Ich mach mich dann mal auf, Boronaya.“ Sie fährt sich durchs Haar. „Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.“
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