DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.07.2019 19:18

11. Tag, immer noch morgens, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Der Capitan schaut zu Emilia. „Zurück?“ Die nickt „Wir müssen ja noch den anderen Kanal erforschen.“ „Also zurück ins Boot. Ich schätze mal, für uns was aus dem Fischteich...“ Vecna weist nur auf die dickfelligen Teichbesetzer. Gut sichtbar sind über ein Dutzend. Der Capitan gibt nach. „War nur eine Frage. Dann Affe?“ Sie lacht.„Das schon eher.“
Es geht zurück zum Haupthaus, erfreulich ereignislos diesmal, wobei Alricio zunehmend wieder den Rücken und die rechte Hand spürt, und außerdem feststellen muss, dass irgendetwas Vielbeiniges oder zumindest sich Windendes in seiner Hose kursiert. Aber auch Vecna zahlt den Preis für ihre Doppelwache, und Emilia wirkt ebenfalls nicht frisch, auch wenn beide sich zusammenreißen.
Der andere Kanal teilt sich nach einer bogenförmigen, beinahe mehr zu überkletternden als zu übersteigenden Holzbrücke. Nach Nordosten zweigt eine Schleuse ab, wieder mit einem verstopften Überlauf, so dass das Wasser über die Schleusentore fließt. Es gibt zwar auch etwas Schilf, aber hier sieht es schon viel besser aus.
Das Gelände herum wirkt trotz sprießenden Buschwerks frei, wahrscheinlich war das vor zwei Jahren noch ein Platz, und mit etwas Hingucken erkennt man die Gerüste von einigen größeren Bambushütten. Für die Al'Anfaner ist ziemlich klar, was sie hier sehen, und als Emilia den Mund aufmacht, erklärt Vecna. „Das Freigelassenendorf. Waren wohl noch nicht viele.“ Emilia nickt.
Der Überlauf ist schnell gesäubert, aber die Schleusentore sind natürlich verschlammt und klemmen. Der Capitan schaut in die Runde. „Freiwillige? Ein Silberstück?“ Vecna schaut zu Alricio, kommt wohl aber zum Schluss, dass der heute schon genug gelitten hat. „Ich mach's. Aber erst suchen wir nach Morfus. In so einen zu treten fehlt mir grade noch.“
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Grakhvaloth
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 12.07.2019 20:03

11. Tag, immer noch morgens, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Alricio ist gerade hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und Lustlosigkeit. Gerade will das Pflichtgefühl - knapp allerdings! - siegen, da meldet sich Vecna zu Wort. Alricios Atem, den er gerade zu Worten formen will, entfährt ihm als Seufzer. Er überlegt, ob er helfen kann, aber mit seinem Schwert kann er hier wohl nicht viel anfangen. Er sendet einen dankbaren Blick zu Vecna.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.07.2019 22:11

11. Tag, nicht mehr wirklich morgens, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Vecna lächelt Alricio aufmunternd zu, vielleicht ist es auch Selbstmotivation, dann packen sie und Shiri ihre Spieße und stochern. Es sind tatsächlich sogar zwei Morfus da, aber natürlich ist das auch ein idealer Platz für das Schleimgetier. Dann schält Vecna sich aus ihrer Rüstung und, mit einem leicht verlegenen Blick, auch aus ihrer Tunika, bevor sie in die Brühe klettert. Die Arbeit ist erstaunlich schnell getan, vielleicht, weil sie sich auskennt, vielleicht, weil es diesmal so schlimm nicht war. Nur einmal zögert sie und muss mit der Schaufel etwas stochern, dann aber ist das Hindernis beseitigt und sie schaufelt den wässrigen Dreck an Land. Als sie wieder herausklettert und sich das Wasser, wenn man es denn so nennen will, von der Hose abstreift, macht sie eine abwehrende Handbewegung. „Ja, ich weiß, wo ich einen Blutegel sitzen habe. Ich mache ihn selber runter, und bitte keine Witze. Außerdem, da das Haupthaus keinen Bogenschuss weit weg ist, würde ich gerne duschen. Ich muss was los werden.“ Sie lässt sich von Shiri die Feldflasche mit dem Rum reichen und widmet sich den Blutegeln auf ihrer Vorderseite, während Shiri die auf dem Rücken übernimmt. Der Capitan, durch ihren Anblick milde gestimmt, nickt. „Na schön, kann ja nicht schaden.“ Nachdem Shiri auch den letzten Blutsauger entfernt hat, streckt Vecna sich, notgedrungen oben ohne bleibend, wenn sie ihre Tunika nicht braun-grün färben will und bückt sich nach dem raus geschaufelten Dreck. „Etwas wollte ich mir noch ansehen...“ Sie fischt einen länglichen, schwarzen Klumpen heraus und wäscht ihn in der Brühe des Kanals sauber, was nur die Form, nicht die schwarz-grünliche Farbe ändert. „Hmmm.“ „Darf ich mal sehen, Teuerste?“ Der Capitan tritt näher, und sie legt unwillkürlich ihre freie Hand über ihre Brust. „Gesehen habt ihr schon genug!“ Sie müssen beide lachen, dann reicht sie ihm aber das Objekt. Es sieht aus wie ein kleines, schmales Brötchen oder sowas, scheint aber schwer zu sein. Sie wechseln einen Blick, entweder wissend, oder wissend tun, um heraus zu finden, was der andere weiß. „Hmm...ich würde sagen...“ Vecna nimmt die schützende Hand herunter und gewinnt durch Zurschaustellung unerlaubter Hilfsmittel. Der Capitan gibt nach. „Das ist ein Kupferbarren. Ganz recht.“ Emilia schaut fragend von einer zum anderen. „Äh.. und?
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.07.2019 00:35

11. Tag spät Nachts, in den Gassen Sandalias, Santinera (Boronaya)
"Danke." Sie drückt noch einmal seine Hände und hängt sich bei ihm ein. "Ich bestehe sogar darauf." Sie lehnt sich ein wenig bei ihm an, und er kann ihre Zuneigung merken, was das was sie gesagt hat, wahrscheinlich noch verwirrender macht. Den Kuss erwidert sie intensiv und es dauert einen Moment, bevor sie sich lösen kann.
"Bis morgen. Ich freue mich!"

Dann versucht sie sich wieder an dem Pfiff, um sich noch ein paar Stunden Schlaf zu gönnen.
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.07.2019 09:00

11. Tag spät Nachts, in den Gassen Sandalias, Santinera (Boronaya)
Als Makita ihr auf ihr Signal hin vorsichtig die Hintertür öffnet, fällt ihr das wichtigste sofort auf. „Frisch gewaschen, das heißt, ihr habt...“ Sie grinst. „Komm hoch auf unser Zimmer und berichte! Du hast es versprochen! Wie war's? Wie war er so? Wo wart ihr?“

32. Tag, irgendwo am Ostufer, im Dorf derer, Die Ihren Namen Nicht Nennen (Crocodileros)
Alejandro ist weniger begeistert und tut das aus den Mundwinkeln auch kund. “Hier dreht es sich jetzt doch nicht darum, Tamaka einen Dämpfer zu verpassen. Die will doch nur sehen, wie ich mich gebe, und mich für die Verhandlung durcheinander bringen.” Er schaut zu Tamaka, der es zwar nicht in den Sinn kommt, sich dem Urteilsspruch der Schamanin zu widersetzen, der aber – zumindest wie er das einschätzt – deutlich anzusehen ist, dass sie ihre Aussage bereut, und garantiert eher einen Klaps als eine veritable Tracht Prügel gemeint hat. Marico grinst unsicher. “Ich fürchte, da musst Du durch, Bruder.” Alejandro holt tief Luft. “Nein, muss ich nicht.” Er wendet sich an die Schamanin, deren Gesichtszüge er aufgrund der Holzmaske nicht lesen kann. “Schamanin, ich habe keine Lust, Tamaka zu hauen. Und schon gar nicht feste mit dem Stock. Tamaka war eine würdige Gegnerin, sie hätte mich beinahe besiegt.” Es ist äußerst unhöflich, der Schamanin zu widersprechen, das weiß er, und selbst wenn er es nicht wüsste, würde er es an der Reaktion der Sippe ablesen können. Und, bei aller Ausgeglichenheit, ist die Schamanin offensichtlich jemand, der Widerspruch nicht gewöhnt ist, und sie wiederholt stur ihre Aussage. Marico flüstert. “Was soll das? Du machst sie ärgerlich.” Tamaka ballt ihre Fäuste kurz und rettet die Situation. “Tamaka hat nichts dagegen, wenn Findet Neues Essen ihr auf den Po haut. Wenn sie ihn im nächsten Kampf besiegt, dann haut sie ihm auf den Po! Jawohl!” Sumaida muss wieder kichern, wenn auch aus Aufregung und Verlegenheit, aber die Situation entspannt sich. Alejandro atmet durch. “Das hat mir noch gefehlt. Aber von mir aus. Einverstanden.” Er dreht sich zu Jelinea um. “Erinnere mich daran, Dich zu erwürgen, wenn wir nach Hause kommen.” Die schüttelte den Kopf, dem Mohisch der Eingeborenen nur schwer folgen könnend, aber von der Wendung der Dinge nicht angetan. ”Hey, das war nicht meine Idee.” “Der Kampf aber schon.”
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.07.2019 08:22

32. Tag, irgendwo am Ostufer, im Dorf derer, Die Ihren Namen Nicht Nennen (Crocodileros)
Die Episode erschwert die sich anschließende Verhandlung über Flussperlen und Jagdmesser für Alejandro tatsächlich. Es ist ihm faktisch unmöglich, jetzt einfach zu dem zwar großen, aber doch trotzdem traurigen Haufen Flussperlen zu sagen, dass die keine zehn Oreal wert sein werden, wenn er sich nicht völlig vertut. Oder genauer, dass sie dafür keine zehn Oreal in Santinera kriegen werden. Eine Halskette mit einem guten Dutzend minderwertiger Flussperlen bekommt man schon für drei oder vier Oreal auf dem Markt, und das ist der Verkaufspreis. Hier vor ihm auf dem Ledertuch liegen ziemlich genau drei Dutzend recht bunter, nur mäßig runder und leider nicht sehr lüsterner Süßwasserperlen. Dazu gesteht er sich ein, dass ihn die Szene durcheinander gebracht hat, und er ärgert sich massiv über sich selbst, die nackt an den Pfahl gebundene Tamaka als erregend empfunden zu haben. Er verhandelt eine Weile, und es kommen noch ein halbes Dutzend Perlen dazu, diese in etwas besserer Qualität, und die jungen Frauen, die sie auf das Tuch legen, tun das sichtlich ungerne. Er seufzt. “Wir machen dabei Verlust. Und sie werden trotzdem glauben, irgendwie zu viel bezahlt zu haben.” Er blickt zu seinen Leuten. Jelinea zuckt mit den Schultern, das ist ihm keine Hilfe. Sumaida zögert. “Es ist ja nicht so... uh... schlimm. An manchen Tagen kriegen wir ja auch keinen Auftrag, da machen wir dann ja auch Verlust, sozusagen.” Marico nickt. “Sie hat recht. Entspann dich. Ich denke, mehr haben sie nicht, ausser wir fordern Brautgeschenke ein, und das muss nicht. Ist ja eine einmalige Sache.” Alejandro nickt, dankbar für die Rückendeckung, und wendet sich an die Schamanin, die er im Verdacht hat, trotz mangelnder Garethi-Kenntnisse ziemlich genau mitbekommen zu haben, was sie gerade gesagt haben. “Einverstanden.”
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Grakhvaloth
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 14.07.2019 20:46

11. Tag, nicht mehr wirklich morgens, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Alricio kann nicht viel tun, ist aber froh darüber. Er schaut wachsam in der Gegend umher. Als die Müdigkeit gerade zu wachsen droht zieht Vecna sich aus, und Alricio ist wieder hellwach. Er hätte Vecna auch gerne beim Entfernen der Parasiten geholfen, sieht aber ein, dass Shiri dafür ungleich geeigneter ist, also behält er seine Gedanken bei sich und seine Augen und seine Miene unter Kontrolle.
Ein Kupferbarren? Was machte der hier? Wurde hier Kupfer verschifft? Alricio gräbt in seinem Kopf nach, ob er irgendetwas von einer Kupfermine hier weiß, oder ob in Santinera jemand darüber gesprochen hat.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.07.2019 21:35

11. Tag, früher vormittag, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Der Capitan ritzt mit seinem Dolch in den Barren, um sich zu vergewissern, dann gibt er ihn ihr wieder, zieht seinen Flachmann und trinkt einen Schluck. „Darüber bewahren wir erst mal Stillschweigen, in Ordnung?“ Er reicht die Flasche rüber. „Es ist mir klar, das die Großkopferten vor Ort das wahrscheinlich bereits wissen, aber die Runde in den Kneipen und Tavernen muss es nicht unbedingt machen. Bringt nur Ärger.“ Vecna zögert und nimmt die Flasche. „Ihr redet mit einer jungen Frau, die gerade einmal zwei Tuniken besitzt, Capitan. Ich hab sicher nicht vor, damit hausieren zu gehen, aber sagen wir mal so: Zum gebuchten Auftrag gehörte die Suche nach Bodenschätzen andererseits auch wieder nicht.“ Sie schaut zu Alricio und zum Haus. „Und ich kann auch leider nur für Shiri und mich reden. Dass wir die Anführerfrage noch nicht abschließend geklärt haben, ist euch sicher schon erzählt worden.“ Emilia wird ihren roten Haaren gerecht. „Kann mir endlich mal jemand erklären, was an einem kleinen Kupferbarren so besonders ist?“ Vecna breitet die Arme aus, legt dann aber doch wieder eine Hand über die Brust, als sich prompt der Blick des Capitans senkt. „Na ja, wenn wir ihn in der Schmiede gefunden hätten, wäre es was anderes, Donna Emilia. Aber hier an der Schleuse kann er eigentlich nur von einem Kahn gefallen sein, und das legt nahe, ganz knapp, dass es hier eine Kupfermine gibt. Oder gab. Wahrscheinlich ist sie nicht übermäßig ergiebig, sonst hättet ihr das Anwesen wohl eher nicht bekommen, aber... wertloser ist es dadurch nicht geworden.“ Emilia nickt. „Ah. Danke. Das war wohl eine blöde Frage.“ Kupfer ist immerhin ein Münzmetall, aber die Manufakturen benötigen es ebenfalls in großen Mengen für die Bronzefertigung. Vecna zuckt mit den Schultern. „Es kommt ganz drauf an, wie reichhaltig das Vorkommen ist. Immerhin hat, wie hieß er noch mal...“ „Bonveccio“ „Don Bonveccio, danke, eine Plantage und keine Mine errichtet.“ Emilia nickt nachdenklich, während Vecna einen kleinen Schluck nimmt und die Flasche dann an Shiri weiterreicht, die sie nach einem Schluck an Alricio gibt. Der Capitan streicht seinen Bart. „Das braucht hier mehr Zeit als ich dachte. Lasst uns wenigstens den Kanal hier hochfahren um zu sehen,ob wir die Mine und die Schmelze finden. Danach geht ihr Mädels auf die Jagd, das wird sonst zu spät. Ist das in Ordnung, Emi?“ Emilia nickt. „Natürlich, Onkel.“ Der Capitan grinst. „Ist eine schöne Tunika für euch in Ordnung, damit ihr ein wenig vergesslich werdet, Mädels?“ Shiri nickt zögernd, sich hinter Vecna verkrümelnd, Vecna lacht. „Klar doch.“ Sie schaut zu Alricio, ihn stumm auffordernd, seinen Preis für zusätzliche Diskretion zu benennen, und zieht sich, leidlich trocken, ihre Tunika und danach die Krötenhaut wieder an.
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.07.2019 23:13

11. Tag spät Nachts, in den Gassen Sandalias, Santinera (Boronaya)
Boronaya wird bei den Fragen ein wenig rot, gibt dann aber nach und geht mit ihnen auf ihr Zimmer. Erzählt alles, erst ein wenig zurückhaltend, aber nach ein paar Minuten wird sie erzählfreudiger.
"Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie er sich ins Zeug gelegt hat. Er hat sich von Prospero ein Artefakt geliehen, dass eine ganz eigene Welt erschaffen hat. Blumenteppiche, Wasserfälle, Feen. Dazu guter Wein und Käse. Und auch sonst, kann man nicht sagen, dass er zu nichts zu gebrauchen ist. Es war wirklich schön..." Dann seufzt sie. "Allerdings musste er mir dann seine Liebe gestehen und ich. Ich weiß einfach noch nicht ob ich ihn auch Liebe, ob ich mehr will."
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.07.2019 09:00

11. Tag spät Nachts, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
Tonarev und Makita saugen Boronayas Schilderung sehnsuchtsvoll aber neidfrei auf. „Das muss wundervoll gewesen sein! Ach, Magie...“ Dann kleidet Tonarev einen leichten Spot, vielleicht auch Tadel, in scherzhafte Worte. „Aber dass sich nette Jungs in einen verlieben, wenn man sie küsst und sie an sich ran lässt, oder gar mehr... das ist jetzt nicht wirklich überraschend? Hast Du denn gedacht, der will sich nur etwas amüsieren?“ Makita schüttelt den Kopf. „Sei nicht so streng, Tonna. Ich schlafe ja auch mit Jucho, und er hat mir keinen Heiratsantrag gemacht.“ Tonarev muss lachen. „Stimmt, aber wir sind befreundet, und.Dir geht’s ja nur ums vögeln oder dass er dich etwas einnordet, wenn Dich der Hafer sticht.“ Makita lacht ebenfalls. „Am liebsten beides!“ Sie seufzt. „So einen Feengarten würde ich zu gerne mal sehen.“ Sie schaut zu Tonna. „Und wenn wir nicht total abgebrannte Mietlinge wären, würde ich es mir zumindest überlegen, wenn Dein Bruder um meine Hand anhalten würde!“ Tonarev lacht. „Wer weiß, was Phex für uns bereit hält. Kannst Du vielleicht Prospero fragen, ob wir auch auch mal den Zaubergarten sehen dürfen?“
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.07.2019 09:16

11. Tag spät Nachts, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
"Ja, schon..." ist Boronayas nicht gerade tiefschürfende Antwort auf den Tadel. "Nein, aber ich meine jemanden wirklich lieben? Das... Ich mag ihn auch, mit Schmetterlingen und allem aber ob ich ihn liebe? Das ist ja fast wie heiraten..."
Manchmal überdeckt der Status als Magierin, dass sie eigentlich auch noch jung ist, kaum 20.
"Beim Feengarten kann ich mal fragen, aber der war mir wenn ich jetzt darüber nachdenke nicht ganz geheuer. Das ist Magie, die so mächtig ist und vor allem, dass die Feen sogar reale Dinge bewegen konnten."
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Grakhvaloth
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 15.07.2019 10:35

11. Tag, früher vormittag, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Alricio hört aufmerksam zu, ohne sich einzumischen. Manchmal war Abwarten das Klügste. Als er mehr oder weniger direkt gefragt wird ist er kurz überfordert. Eine Kupfermine, selbst eine kleine, war sicherlich mehr wert als eine Tunika. Andererseits hatte das ganze Geschäft einen äußerst schalen Beigeschmack. Alricio war kein Praiosgeweihter, aber allzu krumme Dinger wollte er nicht drehen. Er wägt kurz seine Worte und sagt dann: "Eine Kupfermine ist sicherlich mehr wert als eine Tunika, Capitan. Und warum seid ihr so sicher, dass das Kupfervorkommen in Santinera bekannt ist? Hmm...ich habe noch eine Lebensschuld bei der Besatzung der Rossa. Ich lag vor wenigen Tagen erst mit einem üblen Fieber an einem vergessenen Anleger mitten im Sumpf. Sie haben mich nicht ausgeraubt, nicht liegengelassen, sondern mitgenommen und zur Dottora gebracht. Natürlich bin ich deswegen auch Goldon etwas schuldig." Konnte nicht schaden das gegenüber Vecna und Shiri zu erwähnen. "Ich würde ihnen gerne etwas zurückgeben, sah mich aber bisher dazu außerstande...ich glaube, über ein Fässchen Wein oder Bier würden sie sich sehr freuen!" Er lächelt den Capitan an. Ein Fässchen Wein ist wiederum mehr wert als eine Tunika, aber er ist ein Seemann und außerdem nicht ohne Ehre. Vielleicht bewegt ihn das.

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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 15.07.2019 12:40

11. Tag, vormittags, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Ihr Auftraggeber und Anhang und seine Partida waren nun schon seit Stunden unterwegs.
Goldon war schon lange mit der Waffenpflege fertig. Er hatte die Ausbüchser gebeten mit ihm vor der Tür zu sitzen, so wie sie sie beim ersten mal angetroffen hatten.
Sein Schild und Helm liegen vor ihm, er entfernt gerade seine Mitreisenden aus der Tuchrüstung.
Doch am schlimmsten ist, dass dieses Blag mal wieder herumheulte. Das Geheule bohrt sich in seinen Kopf. So konnte man wenigstens nicht müde werden, ermuntert er sich selbst.
"Wie ich sehe und höre, geht es euch schon ein wenig besser?" Er schaut zu dieser kleinen Familie hinüber. "Das freut mich, Boron hätte euch hier zu sich genommen, ihr hättet ihm keine andere Wahl gelassen. Wie kommt man überhaupt auf diese törichte Idee auf eine verlassene Plantage sein neues Zuhause einzurichten? Wer war euer Herr oder Herrin?" Er guckt nun etwas strenger als zu erst keine Antwort kommt. "Los sagt es mir ... ich will euch nur verstehen. Das wieso-weshalb-warum hören? Na, kommt schon ..." Es war selten genug das er sich für Sklaven interessierte, außer es war eine aussergewöhnlich gutaussehende Exotin. Man konnte in Al'Anfa von heute auf morgen zum Sklaven werden, seltener vom Sklaven zu einem Granden. Doch hier, gefühlt eine Ewigkeit entfernt von der Zivilisation, verlangte die Langweile bekämpft zu werden.
"Wenn es euch interessiert, werde ich zum Austausch ein Teil meiner Geschichte erzählen ... also gebt euch einen Ruck!" Bestimmt hatte sie schon Fragen beantwortet, aber er war nicht zugegen und er brauchte nun etwas Unterhaltung zur Abwechslung.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.07.2019 14:49

11. Tag spät Nachts, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
Liebe ist etwas, was letztendlich jeder für sich selbst entschieden muss, und Tonarev und Makita drängen sie weder in die eine noch die andere Richtung. Es ist ja jetzt auch nicht so, dass es aus handfesten, wirtschaftlichen Gründen eine klar zu bevorzugende Vernunftslösung gäbe. „Na ja, es ist immerhin noch kein Heiratsantrag.“ Makita lacht, dann gähnt sie. Boronayas Gedanken bezüglich der Magie fallen auf unfruchtbaren Boden. Was mit Magie möglich oder unmöglich ist, dass wissen wohl beide nicht, und das bisschen, was sie über Magie gehört haben, legt sicherlich eher nahe, dass mit Magie so ziemlich alles außer einer Wiederauferstehung möglich ist. „Frag ihn einfach mal. Du musstest doch nichts opfern, oder? Ich meine, außer Rahja.“

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte (Alricio)
„Gleich ein ganzes Fass?“ Der Capitan mustert ihn. „Nur dafür, dass Du nicht irgendwelches Gesocks auf den Gedanken bringst, auf Emis Grund und Boden wild zu schürfen? Na, von mir aus, wenn's das tut.“ Er mustert Vecna. „Wenn Dir das nächste Mal was auffällt, Kleine, dann behalts erst mal für dich und zeig's nur mir.“ Vecna lacht etwas unsicher. „Werd's mir merken.“ Der Capitan überlegt. „Machen wir es so – auf Eingeborene stoßen wir wohl eh nicht. Greif unserem Raben mal etwas unter die Arme, Rico. Kann nicht schaden, der langweilt sich sonst nur, und Langeweile ist.“ „Schlecht für die Moral. Verstanden, Capitan.“ Vecna nickt.

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte (Goldon)
Die Sklaven sind beide sehr zurückhaltend, Goldon scheint einfach massiv einschüchternd auf sie zu wirken. Sein Eindruck ist, dass es ihnen deutlich besser geht als gestern, sicher eine Folge der verabreichten Medizin. Sie sind zunächst wortkarg, aber sobald der eine anfängt 'seine Geschichte' zu erzählen, widerspricht ihm die andere, und umgekehrt. Ziemlich sicher war das Leben auf Don Amatos Plantage – Goldon erinnert sich an sie, das ist ja nur wenige Tage her, sein erster Auftrag zusammen mit Onids Truppe - gar nicht so schlecht. Und unbestritten ist auch, dass Don Amato Interesse an ihr zeigte, und sie das nicht wollte. Und dann sind sie abgehauen. Der Grund dafür ist strittig. Entweder hat er sie betört und beinahe mit Gewalt zur Flucht gezwungen, oder sie hat ihm den Kopf verdreht und ihn zu dieser Dummheit verführt. Schuld ist jedenfalls eigentlich und vor allem moralisch der andere. Besondere Zuneigung zueinander ist nicht zu spüren, dafür ist der Traum vom Leben in Abgeschiedenheit wohl zu schmerzhaft zerplatzt. Das Kind, es scheint ein Mädchen zu sein, scheint immerhin noch als Klammer zu funktionieren, damit sie sich nicht gegenseitig an den Hals gehen. Wobei der Mann schon ein abklingendes Veilchen hat, wenn er genau hinschaut. Wenn Goldon die Sklavin so mustert, dann kann er sich vorstellen, dass sie einmal sehr schön war. Aber das harte Leben hier im Dschungel hat das unwiederbringlich zerstört. Sie wirkt ausgezehrt, ihre Brüste sind schlaff, ihre Haut an Bauch und Hüften trotz der Schwangerschaft faltig, ihr Gesicht zerfurcht, das Haar und die Augen glanzlos und trübe.
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 15.07.2019 15:32

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte (Alricio)

„Nur ein Fässchen.“ Alricio lacht, nun etwas unsicher geworden. War das jetzt zu viel verlangt? Nunja, zu spät. Und der Capitan würde es ja machen. Alricio hätte eh nix erzählt, aber gut. Lustig, wie das Leben so spielte: weil irgendwo vielleicht Kupfer im Boden lag, würden ein paar Matrosen etwas Wein trinken können. Nun wurde er weggeschickt, damit nicht noch mehr geteilt werden musste, das war klar. Goldon brauchte sicherlich keine Hilfe dabei, auf zwei unbewaffnete, ausgezehrte Sklaven aufzupassen. Aber gut, es gab keine Möglichkeit für ihn, das jetzt zu ändern. Er musste zurück. Hoffentlich passierte Emilia, Shiri und Vecna nichts.
„Wird gemacht, Capitan. Viel Erfolg und bis nachher.“
Alricio fragt sich, ob er einen Fehler gemacht hatte. Hätte er mehr Druck machen sollen? Oder weniger? Dann wäre er jetzt wohl noch an Bord und hätte eventuell noch mehr erfahren. Aber andererseits kam ihm das alles eh nicht sauber vor, und außerdem klang das, was Vecna vorher gesagt hatte plausibel: die Kupfermine war vermutlich nicht besonders ergiebig, sonst wäre hier keine Plantage, sondern eine Mine gewesen. Ach, es half nix zu grübeln. Vielleicht würde er von Vecna und Shiri später mehr erfahren.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.07.2019 15:57

11. Tag, vormittags, Manana de Suerte (Alricio)
Der Capitan lacht. „Bekommt's nicht in den falschen Hals, Rico, es soll jeder sein Ende festhalten. Es wird mir nur zu teuer.“ Ihn abzusetzen dauert nur wenige Minuten, dann heißt es erst einmal Abschied nehmen. Vecna dreht sich noch einmal um und lächelt aufmunternd. „Wir versu... wie schießen zwei Affen zu Mittag, wenn ihr für genug Feuerholz sorgt...“ Sie erinnert sich wohl rechtzeitig an die Meinung des Capitans über 'Versuche'. Und dann sind sie weg.
Das Tor ist nur angelehnt, und Alricio findet Goldon und die Sklaven im Schatten auf den Stufen des Haupthauses.
Zuletzt geändert von Jadoran am 15.07.2019 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 15.07.2019 16:27

11. Tag, vormittags, Manana de Suerte (Alricio)

„Ist gut, ich organisiere Holz. Bis nachher!"
Alricio geht, noch immer grübelnd, zu Goldon und begrüßt diesen. Er schaut kurz, ob alles seine Ordnung hat und sagt dann zu Goldon: „Komm mal kurz mit rein. Ihr beiden macht keinen Ärger, ne?“ Die beiden Sklaven sahen eigentlich nicht so aus, als ob sie Ärger machen wollen. „Nein, anders: geht ihr beiden mal in eure Hütte zurück, dauert nicht lange.“ Dann schaut er Goldon an: „Zuerst das einfache: wir sollen schonmal Feuerholz fürs Mittagessen sammeln. Den Rest erzähl ich dir dabei. Lassen wir die beiden da drin, oder muss einer von uns hier bleiben und aufpassen? Gestern Nacht sind sie ja auch nicht abgehauen, aber da war es mitten in der Nacht...“
Zuletzt geändert von Grakhvaloth am 15.07.2019 21:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.07.2019 21:37

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte (Der Capitan)
Der Boden steigt an, und die Böschung des Kanals wird steiler. Hier war es offenbar deutlich schwieriger, den Kanal zu ziehen, und schon nach zehn Minuten Paddelei kommen sie an eine weitere Schleuse. Bei dieser stehen die vorderen Tore offen, und die Schleusenkammer ist beinahe mannshoch. Über die hinteren Tore ergießt sich ein dünner Wasserfall, und der Überlauf ist natürlich auch hier mit Ästen, Gräsern und Blattwerk verstopft. Vecna mustert die Szene und seufzt. „Shiri, ich sage es ungern, aber Rico hat eine gemacht, ich hab eine gemacht, und der Rabe ist grade nicht da. Wenn die Tore frei gemacht werden müssen...“ Shiri wird rot, nickt aber. „Das ist in Ordnung.“ Sie blickt verlegen zum Capitan, ganz eindeutig nicht versessen darauf, sich ihm oben ohne zu präsentieren. Und sie hat Glück. Das Tor ist zwar schwergängig, aber es läuft, und nach der Säuberung des Überlaufes und dem Volllaufen der Schleusenkammer lässt sich auch das hintere Tor öffnen. Der Capitan grinst. „Schade, das wäre mir den Oreal wert gewesen.“ Shiri wird knallrot und Vecna schüttelt den Kopf. „Ihr macht es nicht besser, Capitan. Aber es stimmt schon, ihre sind größer als meine. Zwar nur wenig...“ „Vecci!
Der Kanal verläuft hier nicht mehr so gerade wie vorher, und nach einer guten Viertelstunde Paddelei erreichen sie einen kleinen Hafen und das Ende des Kanals. Ein einfaches, aber stabiles Wehr regelt, aufgrund von Vernachlässigung eher schlecht als recht, den Zufluss von Frischwasser aus einem Bach, der hier über einen eigenen Stichkanal, nicht unähnlich den unzähligen in Santinera, herangeführt wird. Aus hohem Gras und ersten kleinen Bäumen ragen ein paar Gebäude. Eines, zur linken, zum Hang hin, ist unmittelbar dank den gemauerten Schornsteinen als die Schmelze erkennbar. Die anderen, geradeaus und zur rechten, scheinen Werkstätten oder Lagerschuppen zu sein. Größere Abraumhügel sind nicht zu sehen, aber das heißt bei dem dichten Unterholz nichts. Auch einen Schacht oder Stolleneingang kann man nicht erkennen. Aber auch das ist bei dem steilen Hang, der vor ihnen liegt, nicht unbedingt ein verlässlicher Hinweis, dass es keinen gibt. Die Hafenanlage weist eine kleine Kaimauer und eine niedrige Rampe auf. Die Gebäude wirken teilweise unfertig und vernachlässigt zugleich, aber man sieht ihnen trotzdem an, dass hier ein kundiger Baumeister das Sagen hatte, und ihr Baustil gleicht dem Haupthaus. Der Capitan springt an Land, als sie die Kaimauer erreichen und vertäut das Kanu an einer rostigen Klampe. „Also gut. Wir schauen uns um, aber keiner geht allein. Nicht dass einer in einen ungesicherten Schacht stürzt. Also Vorsicht.“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 16.07.2019 00:28

11. Tag spät Nachts, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
"Radscha bewahre! Einen Antrag nach ein paar Tagen?! Wer ist denn so verrückt?! Ich glaube ich muss einfach einfach eine Nacht darüber schlafen." Irgendwie wirkt sie ein wenig unglücklich, vielleicht hatte sie wirklich nicht so weit gedacht.
"Aber ich frage Prospero einmal. Allerdings will ich euch wenig Hoffnung machen. Ich habe keine Ahnung was es kostet solche Magie zu wirken. Viel auf jeden Fall, aber vielleicht irre ich mich auch. Kommt wir hauen uns aufs Ohr, morgen wird wieder ein langer Tag."
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 16.07.2019 10:16

11. Tag, später vormittag, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Noch bevor Alricio zurück ist, vertieft er das Gesprächsthema bezüglich ihres Herrn. "Ich habe ihn kennengelernt, euren Don Amato, ein ziemlich geiler Bock und ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht ist unter ihm zu dienen." Kommentare ala aber das Essen bei ihm war gesünder oder ähnliche Aussage verkneift er sich. Bedauerlich was aus dieser Sklavin geworden ist, macht sich Goldon Gedanken. Amato hatte sie quasi heruntergewirtschaftet, selbst schuld. Nicht jeder Don konnte es sich leisten so mit seiner Investition umzugehen.

Dann taucht Alricio aus, etwas stimmte nicht, dass roch er gleich. "Ne, lass sie einfach hier. Einsperren wäre übertrieben!" Er geht in das Haupthaus hinein, und versteckt die Ruderblätter, sie müssen ja nicht auf dumme Gedanken kommen. Nach getaner Arbeit, geht er wieder hinaus. "Na, dann lass uns die Beile einpacken und los gehts."
Es dauert nicht lang, da fragt ihn Goldon: "So und nun erzähl mal was dich beschäftigt! Alles in Ordnung?"

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 16.07.2019 10:55

12. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
Die Neugier von Tonarev und Makita überwog definitiv jegliches Risikobewusstsein, und als Boronaya in ihrem eigenen Bett liegt, sind da die unterschiedlichsten Eindrücke. Zum einen die angenehmen Erinnerungen an Ribaldo und den Garten, auch wenn seine Liebeserklärug, so schön sie war...andererseits wäre ein 'hat Spaß gemacht, wir sollten öfter miteinander rummachen' nun auch nicht das gewesen wäre, was sie wollte. Was will man wirklich? Wohl ein Fall von Juchos Spruch: Freiheit erfordert Entschlossenheit. Dann das wohlige Gefühl, hinterher mit Freundinnen 'darüber' reden zu können. Bei Sefira gab es keine wirklichen Freundinnen. Mit den anderen Schülerinnen gab es keine Freundschaften, das war Konkurrenz, in einem dichten Korsett in Regeln gebundener Kollegialität. Aber es war ein Machtgeflecht, und Sefira sorgte stets für Wettbewerb. Privilegien für die Besten, Strafen für die schlechtesten, gerne auch untereinander. Es ist einfach entspannend für die Seele. Und dann die Frage, ob Prospero darauf eingehen wird. Er ist ein Charmeur, und für schöne junge Damen, bei denen er sich Chancen auf gute Unterhaltung verspricht – es muss ja nicht einmal intensiv körperlich werden, eine solche Haltung würde sie sehr verwundern – wäre er wahrscheinlich zu gewinnen. Aber Tonarev und Makita sehen zwar ganz... passabel aus, abgesehen von der wirklich entstellenden Bissnarbe in Tonarevs Gesicht, aber gebildet oder elegant sind sie nun wirklich nicht. Sie haben Hornhaut an den Füssen und den Händen, und 'Konversation' betreiben sie auch nicht. Und dann das wichtigste Problem: Morgen wird sie Ribaldo wiedersehen. Wie soll sie dann mit ihm umgehen?

Beim Frühstück sind alle guter Laune, und am Hafen füllt sich die Rossa schnell. Fortschreitter und Siana erwarten sie bereits, diesmal mit fünf Rabotnici unter Führung einer kleinen Untersetzen, die sich als Babuka vorstellt und dann die anderen vier als Brüder und Cousins bezeichnet. Fortschreitter begrüßt die Questadoren noch ungezwungen, bei Boronaya wird er aber verlegen, würde sie wohl am liebsten umarmen, sagt sich aber wohl, dass das ungehörig zudringlich wäre und heraus kommt dann ein Handschlag und einem „Guten Morgen, Boronaya. Hast Du gut geschlafen.“ Das Siana, Makita und Tonarev daraufhin kichern müssen, nacht ihn tödlich verlegen.
Mit an Bord kommen unter anderem Prospero und Maushaber, in Begleitung von drei Rabotnici und Onids Truppe. Onid und Jucho begrüßen sich respektvoll. Rodel starrt Boronaya derartig unverschämt an, dass Prospero Onid antippt und dieser Rodel eine Kopfnuss verpaßt, die Normalsterbliche wahrscheinlich über Bord befördert hätte, bei Rodel allerdings nur einen gehässigen Blick und Protest produziert. Wassollndas?“ „Benimm Dich. Onids Worte sind in Stein gemeißelt, und Rodel fügt sich. Cusi, die etwas abseits steht, schaut zu Boronaya und zuckt augenrollend mit den Schultern. Prospero nimmt die Gelegenheit wahr und gesellt sich zu Boronaya. „Ich muss für das unmögliche Betragen meines Mannes um Verzeihung bitten, Teuerste. Für manche ist euer Liebreiz einfach zuviel. Guten Morgen Alpacina, Ribado. Ich bin gestern Abend noch einmal über die Aufzeichnungen gegangen, ich muss mich für eure Anregungen bezüglich altsaurischer Theologie wirklich bedanken. Man entwickelt so schnell Scheuklappen.“ Das Lob tut Siana und vor allem Fortschreitter sichtbar gut.

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte (Der Capitan)
Sie teilen sich auf. Emilia und Shiri gehen zum Gebäude geradeaus, der Capitan und Vecna erforschen das Gebäude mit den Schornsteinen zur Linken. Der Capitan weiß nicht so recht, was er erwartet hat, aber so ein richtiges Bergwerk ist das sicher nicht gewesen. Er hat tatsächlich schon größere Schmelzöfen gesehen, und hier steht auch nur einer, wenn auch anscheinend Platz für zwei weitere gelassen wurden. Der andere Schornstein gehört zu einer recht einfachen Schmiede, zwar größer als die am Haupthaus, aber nicht beeindruckend groß. Vecna ist keine große Hilfe, was sie auch unumwunden zugibt. „Da es kein Backofen ist, muss das wohl der Schmelzofen sein, oder? Schaut mich nicht so an, ich komme von einer Plantage!“ Sie blickt um sich. Auch hier ist alles Wertvolle abgebaut und mitgenommen worden, sofern es einigermaßen leicht zu transportieren war. Sie steuert doch noch etwas bei. „Für Bergbau braucht man doch echt viele Leute. Unten beim Haupthaus, das reichte gerade mal für die Plantage, und Baracken habe ich hier nicht gesehen. Und den... Stollen? … haben wir auch noch nicht gefunden. Also weiter suchen?“ Der Capitan nickt. „Nehmen wir uns erst einmal den Stichkanal der Wasserzufuhr vor.
Dort stoßen sie auch auf Emilia und Shiri, und erste humpelt etwas. „Ich bin dumm zwischen zwei Bretter getreten und umgeknickt. Meine eigene Schuld.“ Sie nimmt den tadelnden Blick von Vecna zu Shiri wahr. „Wirklich.“ Vecna lächelt. „Hab ja nichts gesagt. geht’s?“ Emilia nickt. Fähnriche kennen keinen Schmerz. Shiri zögert. „Da liegt viel Bauholz rum, das ist ein Lager.“ „Du meinst, es muss hier ein Sägewerk geben?“ Shiri nickt zögernd. „Liegt doch irgendwie nahe, nicht wahr?“ Sie verstummt unter dem Blick des Capitans, der die Gelegenheit nutzt, Vecna einen Klaps zu geben. „Ich mag Leute, die mitdenken. Sägewerke brauchen Wasser, und...“ Er deutet auf den Kanal. Vecna reibt sich das Hinterteil. „Schon verstanden.“
Der Stichkanal mündet in einem Bach. Ein kleiner Damm, ein grober Rechen zum Abfangen von Treibgut, massiv verstopft durch genau solches, und dahinter ein Mühlenkanal, dessen Wehr allerdings geschlossen ist. Der leicht aufgestaute Bach ist hier knapp zwei Schritt breit, aber am Ende der Regenzeit ist er dem Damm nach wohl ein reißender Fluss von bis zu sechs Schritt Breite. Ein hölzerner Steg hat wohl mal darüber geführt, aber der wurde augenscheinlich fortgerissen. Derzeit könnte man durch den Bach wohl waten, aber da auf der gegenüberliegenden Seite keine Gebäude sichtbar sind, gibt es dafür keinen in Auge springenden Grund. „Folgen wir dem Mühlkanal.“ Vecna nickt, grinst aber. „Ich gehe ab jetzt hinter euch.“ „So schlimm?“ „Das nicht, finde es sogar lustig, aber dafür kennen wir uns noch nicht gut genug.“ Der Capitan verneigt sich. „Ich bitte um Verzeihung., es ist nicht zudringlich gemeint gewesen.“ Er richtet sich auf und zuckt mit den Schultern. „Ein Lüge.. es war natürlich zudringlich. Aber ich entschuldige mich.“ Vecna lacht. „Entschuldigung angenommen.“ Emilia schüttelt nur den Kopf. „Bei mir machst Du das doch auch nicht, Onkel!“ „Wir sind ja auch verwandt!“
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Grakhvaloth
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 16.07.2019 11:32

11. Tag, später vormittag, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Sie gehen los und sammeln Holz. Aus den vergangenen Tagen hat Alricio gelernt, dass man selbst bei so banalen Tätigkeiten wei dem Sammeln von Holz vorsichtig sein muss und dementsprechend schaut er genau, wo er hintritt und -greift. Wieder einmal ist er froh über seine Handschuhe.
"Ach, nichts Schlimmes eigentlich. Ich denke, die anderen kommen schon klar ohne mich. Es ist nur - ich wurde zurückgeschickt, um dir zu helfen, jedenfalls war das der Vorwand. Als ob du Hilfe brauchst beim Bewachen von zwei kranken Sklaven auf einer Insel...naja, es ist nur...vielleicht habe ich den Capitan verärgert. Ist n bisschen kompliziert die ganze Anglegenheit, ich erzähl es dir zu Ende, wenn wir diesen Auftrag hinter uns gebracht haben. Hoffentlich wird uns das keinen Ärger einbringen. Sie wollen zum Mittag zurück sein und hoffentlich wieder Affen mitbringen."

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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 16.07.2019 13:17

11. Tag, später vormittag, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Goldon bleibt stehen und scheint länger als sonst im Gesicht Alricios nach irgendetwas zu suchen.
"Also du glaubst, du kannst zu mir kommen, mich neugierig machen um mich dann auf das Ende der Mission vertrösten? Was soll ich damit jetzt anfangen? Haben wir ein Loyalitätsproblem, Alricio? Welch ein Geheimnis darf nicht ausgesprochen werden sondern muss warten, bis unser Auftrag erledigt ist? Waren es nicht deine Worte, dass wir alles teilen? Und nun? Entscheidest du was von Vorteil oder Nachteil wäre?"
Goldon ist wirklich entäuscht und legt seine Hände aufs Becken.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 16.07.2019 14:19

11. Tag, vormittag, Manana de Suerte, Kupfermine (Der Capitan)
Das Sägewerk ist schnell gefunden, aber leider ist es keines mehr. Das Mühlrad steht noch, aber das Sägegatter und die anspruchsvolle Riemen-Getriebeübersetzung und Steuerung sind abgebaut. Das wieder instand zu setzen wäre eine erhebliche Investition. „Immerhin die Halle ist in Ordnung.“ Der Capitan schaut sich um und nickt Emilia zu. Die nickt. „Wie haben sie die Stämme hierher bekommen? Ich hab keinen Stall für Rückpferde gesehen. Und über den Bach...“ „Wir haben ja noch nicht alle Gebäude. Und die eigentliche Mine fehlt auch noch.“ Emilia nickt erneut. „Puh, ich schwitze wie ein angestochenes Wildschwein. Das Klima macht ich fertig.“ Vecna, die am Rande der kleinen Halle herum gestöbert hat, kommt zurück. „Ihr gewöhnt euch schon dran, Donna Emila. Hinter der Halle verlief wohl ein Weg.“ Emilia rafft sich auf. „Schauen wir ihn uns an.“
Er entpuppt sich als Sackgasse, wenn auch recht aussagekräftige. Eine Reihe von Hüttengerüsten aus Bambus, solide gefertigt, aber gerade, was die Dächer aus Schilf und Bananenblättern betrifft, dringend überholungsbedürftig. „Hier haben also die Arbeiter gewohnt. Paßt.“
Die hölzernen Gebäude auf der rechten Seite des Kleinen Hafens, von hier aus über einen immer noch erkennbaren Pfad erreichbar, entpuppen sich als Pferdestall, Werkstätten und Cantina mit einem kleinen Kontor in einem ausgebauten Dachgeschoss. Allesamt ziemlich leer geräumt von allem, was sich leicht transportieren lässt und wertvoll genug ist, um es nicht liegen zu lassen. Ein paar einfache hölzerne Arbeitsgeräte sind noch da, aber teilweise auch beschädigt oder gar zerbrochen. Shiri schaut zum Himmel und Vecna übernimtm den Hinweis auf die fortgeschrittene Zeit. „Zeit für die Jagd, wenn wir nicht vom Mittagsregen überrascht werden wollen.“ Der Capitan schaut zu Emilia, aber die ist müde und lässt ihn machen. „Gut. Dann auf. Die Mine wird schon nicht weglaufen, die schauen wir uns ein anderes Mal an.“

32. Tag, irgendwo am Ostufer, im Dorf derer, Die Ihren Namen Nicht Nennen (Crocodileros)
Der Handel wird besiegelt und gefeiert, was ein Festmahl mit einschließt und entsprechend Zeit veranschlagt. Das Messer scheint Stammeigentum unter der Verwaltung der Schamanin zu werden, die es dem Kriegshäuptling zur Verwahrung übergibt. Für die Begleitung zum Rückweg werden wieder Tamaka und Tewaewae Parakore eingeteilt, und es erstaunt niemanden, dass Marico und Tewaewae Parakore sich auf nicht einmal halbem Weg eine kleine Auszeit nehmen. In der verbleibenden Gruppe ist die Stimmung jedoch etwas angespannt, und Alejandro ergreift das Wort. “Es tut mir leid, Tamaka, dass ich dich geschlagen habe. Du kannst besser kämpfen als ich. Ich habe nur gewonnen, weil Du bereits erschöpft warst.” Tamaka schenkt ihm ein warmes Lächeln. “Tamaka ist Dir nicht böse. Als Du der Schamanin widersprochen hast, weil Du Tamaka nicht hauen wolltest, ist die Sonne in ihrem Herzen aufgegangen. Das war sehr mutig. So konnte Tamaka selber entscheiden, und ihre Sippe lacht nicht über sie.” Sie wird ein wenig rot. “Tamaka hat auch nur Spaß gemacht. Wenn sie Dich beim nächsten Mal besiegt, wird sie dich nicht auf den Po hauen!” Alejandro muss lachen. “Danke.” Tamaka lächelt ihn an, und Sumaida wendet sich an Jelinea. “Lass uns... uh... etwas Kräuter sammeln.”
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Grakhvaloth
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 16.07.2019 16:50

11. Tag, später vormittag, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

„Ja, nee, also...“ Alricio hebt abwehrend die Hände. „Ach, wahrscheinlich mach ich das alles unnötig kompliziert. Mein Großvater hat immer gesagt, dass nichts so einfach ist wie die Wahrheit.
Als wir vorhin auf den Kanälen unterwegs waren, hat Vecna im Schlamm einen kleinen Kupferbarren gefunden, was darauf hindeutet, dass es hier irgendwo auf dem Gelände ein Kupfervorkommen gibt. Sollte das stimmen, und die Anderen schauen gerade nach, wie es damit aussieht, dann könnte dieses ganze Anwesen hier deutlich wertvoller sein als gedacht. Naja, und weil unsere Auftraggeber vermutlich wollen, dass das nicht groß die Runde macht, hat Vecna - natürlich Vecna - angedeutet, dass sie für ihr Schweigen gerne eine neue Tunika hätte, ebenso wie Shiri. Da du nicht dabei warst, gibt es vermutlich nichts für dich. Naja, und ich war ein bisschen überfordert als ich dann fragend angeschaut wurde. Mir kam das halt irgendwie wie Bestechung vor... ich hab mir Wein für die Rossa gewünscht, du weißt schon, die, denen ich mein Leben verdanke. Naja, und weil ich von uns übrigen der Entbehrlichste war wurde ich halt zurückgeschickt - wahrscheinlich damit ich nicht nochmal was koste, wenn sie irgendwas Interessantes finden. Dabei wollte ich doch gar keine Bestechung!“
Alricio gestikuliert wild herum, das gefundene Holz liegt vor ihm am Boden. „Jedenfalls ärgert mich das irgendwie. Ich bin ja kein Heiliger, aber...ach, egal. Jedenfalls wollte ich dir erst später davon erzählen, damit...also, wär halt ganz gut, wenn du den Capitan nicht wissen lässt, was ich dir gerade erzählt habe. Ich sollte es zwar nur irgendwelchen Gossenstreunern nicht aufs Auge drücken, und du bist ja keiner, aber erfreut wäre er sicher trotzdem nicht.“

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 16.07.2019 17:28

11. Tag, so gerade eben noch vormittag, Manana de Suerte, Plantage (Der Capitan)
Vecna und Shiri ziehen der Beute den Balg ab und nehmen sie aus. Der Capitan verschränkt die Arme. „Drei Pfeile für einen Affen. Auf keine zehn Schritt.“ Vecna wird rot. „Na und? Er ist unten, und er ist tot. Und für den anderen hab ich nur einen gebraucht.“ Der Capitan grinst. „Übung macht den Meister.“ „Genau.“ Vecna wartet, bis er ihr den Rücken zudreht und steckt ihm dann die Zungenspitze heraus. Emilia lächelt müde. „Dafür würde er Dir einen Klaps verabreichen. Und diesmal mit Recht.“ Vecna grinst, und der Capitan dreht sich um. „Wie, was? Habe ich eine Gelegenheit verpasst?“ „Sieht so aus, al...Capitan.“ „Unverschämtes Biest. Warte nur!“ Der Capitan lacht. Shiri, die von den reichlich zu findenden Bananen geerntet hat, schaut zum Himmel und mahnt zur Eile. Sie schaffen es tatsächlich ganz knapp, und als sie durchs Tor zum Innenhof kommen, fallen bereits die ersten Tropfen.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 17.07.2019 00:25

12. Tag sehr früh morgens, Herberge Arangenbäume, Sandalias, Santinera (Boronaya)
Tatsächlich ist die SItuation erfreulich normal und doch komplizierte als die schlimmsten Konjugationen und Aussprachen des Rssah. Wenn sie doch nur wüsste, was sie selbst wollte. Ja sagen? Aber war sie sich wirklich sicher? Gab es absolute Sicherheit überhaupt? Und würde sie das wollen? Aber ihm vielleicht das Herz brechen? Ja sagen um dann zu merken dass es kein ja war, kein bedingungsloses, umfassendes Ja?
Um Prospero hingegen machte sie sich dahingehend keine SOrgen, man könnte fragen. Wsa sollte mehr passieren, als das er ablehnt? Viel mehr war die Frage wie gefährlich diese Illusion war. Hatte sie sogar Schmerzen empfunden...
Aber morgen: Morgen würde sie normal mit ihm umgehen, freundlich... und nach dem Auftrag... würde sie sich entscheiden müssen...

So ist sie am Morgen etwas unausgeschlafen, auch wenn die gute Laune ansteckend ist. Als sie Ribaldo sah musste sie einen Moment Lächeln. "Guten Morgen Ribaldo. Ich bin noch lange wach gelegen. Die Ereignisse gestern konnte ich nicht so einfach vergessen." Wobei ihr Ton deutlich macht, dass das Positive deutlich überweigt.
Das Kichern übergeht sie einfach, wohingegen sie das Starren des Söldners erwidert. Sie würde vor diesem Kerl keinen Deut zurückweichen, keine Schwäche zeigen.
"Guten Morgen. Kein Grund sich zu entschuldigen. Für dessen Benehmen könnt ihr ncihts, auch wenn ich es sehr schätze, dass ihr euch für einen respektovllen Umgangn einsetzt. Ich wollte mich auch noch für eure Hilfe bedanken. Ihr klingt so als wärt ihr gut vorangekommen.."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.07.2019 10:14

12. Tag sehr früh morgens, Auf der Rossa (Boronaya)
Die Rossa füllt sich immer mehr, und die Questadoren müssen zusammenrücken. Prospero und andere Auftraggeber haben natürlich etwas mehr Freiraum, und momentan profitiert Boronaya davon. „Die zeitnahe Rekapitulation und Dokumentation ist extrem wichtig, und im Eifer des Gefechts und der Aufregung über Gefundenes ist man schnell versucht, Zusammenhänge zu sehen, die man wünscht oder erwartet. Man schaut halt immer durch seine eigenen Augen. Ribaldo hat eine sehr präzise Denkungsweise und betrachtet die saurischen Hinetrlassenschaften aus einer anderen Sichtweise als ich, der ich vornehmlich Illusionist und Beschwörer bin.“ Er lächelt auf einmal gefährlich zuckersüß und schaut an Boronaya vorbei. „Ich kann Wesenheiten bitten, in den Träumen von Leuten zu erscheinen, wenn jene es nicht lassen, mit ihren großen Ohren in anderer Leute Gespräche zu erscheinen. Drücke ich mich klar aus, Verehrteste?“ Boronaya müsste den Kopf drehen um zu sehen, wem das gilt. Ihrer eigenen Partida jedenfalls nicht, die steht etwas mehr bugwärts, auf der anderen Seite. Und Diederich sicher auch nicht, den hätte sie erkannt, und gewiss hätte er sie begrüßt. Wer immer es ist, sie gibt keine Widerworte sondern scheint abzutauchen, sicher eine weise Entscheidung. Prospero scheint tatsächlich verstimmt. „Versucht doch tatsächlich, den 'Blick in die Gedanken-Cantus' zu wirken. Vor meinen Augen. Unreifes, freches Gör. Hält mich wohl für blind und alterswirr.“

32. Tag, nachmittags, irgendwo am Ostufer (Crocodileros)
Sie gehen nur etwa zehn Schritt beiseite, und Jelinea schaut Sumaida von der Seite an. “Das macht Dir nichts aus? Du fährst doch sonst sofort die Krallen aus, wenn jemand Alejandro auch nur anschaut.” Sumaida reagiert empört. “Tu ich doch gar nicht!” Sie zögert. “Und bei Tamaka ist das was anderes. Sie mag Alejandro wirklich, aber sie weiß, dass sie bald heiraten wird.” Und dass ein Bleichgesicht dafür nicht in Frage kommt, ist selbst Jelinea klar. “Ihr habt euch also geeinigt?” “Sie tut mir irgendwie leid. Sie ist wirklich tapfer, aber wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du vor allen anderen...” “Ich hätte mich geweigert.” “Und dann?” “Wie, und dann?” “Du kannst Dich nicht weigern, wenn die Schamanin etwas sagst. Und außerhalb der Sippe kannst Du im Dschungel nicht überleben. Du musst dich fügen. Es ist ja nicht wie in der Stadt, wo Du Dir einfach eine andere Arbeit suchen kannst oder notfalls in eine andere Stadt reisen und neu anfangen kannst. Sie kann nicht zu einer anderen Sippe gehen.” “Lieber würde ich sterben!” “Wirklich?” Jelinea ballt die Fäuste. “Nein, natürlich nicht! Soll ich jetzt schuld dran sein, dass sie am Pfahl gelandet ist?” Sumaida weicht vor der Aggressivität zurück. “Lass uns nicht streiten, ja?” “Wir streiten doch gar nicht, Sumi.” Die weicht ihrem Blick aus. “Die Schamanin hat das gesteuert. Damit Alejandro sich bei der Verhandlung unwohl fühlt. Da bin ich mir sicher. Wenn ihr nicht gekämpft hättet...” “Hätte sie sich was anderes ausgedacht. Ist doch so.” Sie denkt an zuhause zurück. Wenn ihr Vater sich eine neue Sklavin ins Bett genommen hat, dann konnte die letzte vorher noch so höflich und brav gewesen sein, ihre Mutter hat sie trotzdem öffentlich bestrafen lassen. Um zu zeigen, dass sie immer noch die unanfechtbare Donna war, egal, wer bei ihrem Mann im Bett lag. Wobei es schon einen Unterschied machte, ob sie sich vorher aufgespielt hatte oder nicht. Sie wechselt das Thema und gibt etwas nach. “Mag ja was dran sein. Machen wir viel Verlust?” Sumaida zögert. “Ich weiß nicht. Ich glaube, sie dürften jetzt... uh... fertig sein.” Jelinea lacht unsicher. “So schnell?” Ihr Lachen wird freier, als sie Sumaidas Verlegenheit sieht. “Ist doch nur Spaß.”
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 17.07.2019 10:53

11. Tag, später vormittag, Haupthauses, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Goldon bleibt erstaunlich ruhig als sich Alricio ihm offenbart. Was er nicht wissen kann, dass Goldon des öfteren kleines Handgeld entgegengenommen hatte. In der Hauptstadt gehört das dazu, natürlich nicht bei Dinge die die Sicherheit des Silberberges gefährden konnte, es war eher eine Erinnerung zur Verschwiegenheit oder Sicherstellung des Status Quo.
"Ein Kupferbarren", wiederholt er, "die Plantage sieht nicht nach Minenarbeit aus. Aber da bin ich auch kein Fachmann für." Er grübelt. "Es ist ärgerlich was da vorgefallen ist. Auch verstehe ich den Capitan nicht, er kann doch nicht erwarten, dass eine Partida nicht zusammenhält, auch wenn er weiß das wir Frischlinge sind. Als Capitan weiß er wie eine Mannschaft zu funktionieren hat. Es scheint mir aber jetzt nicht wirklich so wild, wenn er den Mädels etwas verspricht, damit sie weiterhin schweigen und du hast dich mit deinem Wein ihm auch gegenüber verpflichtet. Aber eins sage ich dir, ich werde Schweigen wie ein Grab. Für mich ist es wichtig, ob ich auf Vecna zählen kann. Der Capitan wird bestimmt nicht glauben, dass ihr alle schweigt und mir nichts erzählt, auch wenn wir es vor ihm abstreiten sollten, und somit erwarte ich schon fast, dass er mich in den Kreis der Wissenden aufnehmen wird. Lassen wir uns überraschen ... ich bin gespannt was sie noch entdeckt haben oder auch nicht." Er legt eine Hand auf Alricios Schulter: "Nimm es dir nicht so zu Herzen."

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.07.2019 11:29

11. Tag, mittags, Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
„Wo sind die denn?“ Der Capitan schaut sich um und blickt dann zu den Sklaven. „He, wohin sind die beiden?“ Muro verneigt sich furchtsam. „Zürnt mir nicht, oh Herr, die Senores sind noch Holz sammeln.“ Er deutet auf einen schon recht ordentlichen Haufen. Der Capitan ist besänftigt. „Dann mach dich ans hacken, Junge, etwas Bewegung schadet nicht. Das Beil ist jetzt immerhin scharf. Mit dem bisschen Astwerk kommst doch wohl klar, oder?“ Dem Unterton nach ist ein 'Nein' keine Mittagessen verheißende Antwort, und Muro beeilt sich, sich an die Arbeit zu machen.
Die Tropfen verdichten sich schnell zum Regen, und die Truppe zieht es ins Trockene, aber in der Halle hält der Capitan Vecna auf. „Auf ein Wort, Kleine.“ Die gibt Shiri ihren Affen zum tragen, und Shiri und Emilia streben in die Küche. Vecna schaut den Capitan an, offenbar nicht ganz sicher, ob ein Anpfiff, eine Avance, oder gar beides zusammen ansteht, und beschränkt sich auf ein aufmerksames Nicken. Der Capitan mustert sie. „Meinst Du, der Horasier hält dicht?“ Vecna zieht den Kopf ein. „Offen gesagt, Capitan... wir kennen die beiden gerade mal seit gestern morgen. Ich kann's nicht sagen.“ „Ihr zieht mit zwei wildfremden Kerlen in den Busch?“ „Wir ziehen ja auch mit euch los.“ „In Ordnung, der war verdient.“ Der Capitan grinst. „Aber Dein Eindruck?“ Vecna zögert erneut, dann breitet sie die Arme aus. „Ich denke schon, die beiden hängen zusammen. Haben einander das Leben gerettet oder sowas, irgendwas war da, aber Genaues...“ Sie zuckt mit den Schultern. „Danke, gut zu wissen. Dann mal ab in die Küche.“ „Das könnt ihr mir befehlen, wenn wir verheiratet sind, alter Mann.“ Sie bringt sich in Sicherheit, bevor ihre Sitzfläche in seine Reichweite kommt.
An Goldons und Alricios Ohren dringen zuerst Beilschläge vom Haus her, ein klarer Hinweis zumindest für Goldon, dass der Capitan zurück gekehrt sein muss, denn die Sklaven sahen nicht aus, als ob sie freiwillig mitarbeiten würden. Und dann ein Rauschen von oben, dass noch mehr zur Eile drängt. Wenn sie nicht vollkommen durchnässen wollen, sollten sie sich ein Bananenblatt schnappen und zurück zum Haus.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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