DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.06.2019 17:38

10. Tag, früh nachmittags, Auf der Conchita (Goldon und Alricio)
Der Capitan nimmt die Frage nicht krumm, sondern lacht. “Na, da seid ihr nicht der einzige, der das fragt. Der Fana auf der Strasse ruft nach Krieg, Ruhm und Ehre, aber seinen Goldfelser und Zyklopäer in der Schenke will er trotzdem trinken. Meine Familie besteht nicht nur aus Seeoffizieren, die andere Hälfte sind Weinhändler, seit eh und je, und irgendwann hat meine Tante diese Puderquaste von Winzer geheiratet, nichts für ungut”, er grinst Alricio an, “und ist zu ihm nach Methumis gezogen. Emilia ist ihre Enkelin. Ist schon ein wenig verknarzt, wenn alle paar Jahre wieder Krieg gespielt wird, und wir aufeinander schiessen müssen, aber glücklicherweise ist das auf See nicht so verbissen wie auf dem Land. Aber ich sag euch was, wenn wieder Frieden ist und man über Gefangenenaustausch verhandelt, da ist es gut, wenn man wen kennt. Wenn's nämlich über Vermittler geht, dann siehts traurig aus, die nehmen ein Arm und ein Bein.” Er läßt die Flasche kreisen, aber genau wie Goldon und Alricio trinkt er tatsächlich nur massvoll. “Wir haben in der Familie sogar eine eigene Versenkungsliste, momentan führen tatsächlich die Puderquasten! Sind allerdings auch in der Überzahl mittlerweile, Renascentia und so. Ausserdem, Efferd strafe unsere Bürokraten und schütze die Admiralissima: Gegen ihre neuen Schivonellas mit zwei Batteriedecks und achtunzwanzig Rotzen hat man es mit unseren Kavarellen schwer. Sollen wir nicht gleich wieder Dromonen einsetzen? Pah!” Er scheint sein Lieblingsthema gefunden zu haben. “Aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, meine vier Prisen habe ich allesamt mit ein paar Barkassen genommen, man muss halt erfinderisch sein.” Er wird ernster. “Ich sprechs nur mal gleich an, weil Emi da empfindlich sein könnte, und ihr ja auch eine Puderquaste seid, Alricio. Wenn da tasächlich Entlaufene hausen... ihr kennt das Gesetz. Damit ist nicht zu spassen. Ich bin auch kein Unmensch und muss nicht immer alles gesehen haben, aber ich riskiere nicht meine Pension. Und ihr, Goldon, wärt auch die längste Zeit in der Tempelgarde gewesen, wenn ihr entlaufene Sklaven deckt, und das rauskommt. Das ist wohl klar, oder?”

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Der Alte freut sich sichtlich Boronaya zu sehen. “Ah, die junge Dame von gestern, seid gergrüßt mein Kind.” Er überlässt die Arbeit erst einmal dem Jungen und kommt zur Mauer. “Der junge Herr ist bei einem anderen gelehrten Herrn, Magister Prospero, glaube ich, so heisst er, ja, so ist es. Mit seinem Aufzeichnungen helfen, oder so etwas.” Er schaut kurz in Richtung des Nachbarhauses, wo gerade von der unsichtbaren Dame in unüberhörbarer Lautstärke gefragt wird, ob man ihr überhaupt zuhört, und dass man sie gefälligst anschauen solle, wenn sie mit einem rede. Er schüttelt milde den Kopf, wendet sich dann aber wieder dem ungleich erfreulicheren Anblick von Boronaya zu. “Wollt ihr nicht hereinkommen, Signorita? Oder heisst es, gelehrte Dame? Ich glaube, zum Abendessen wollte er wieder da sein, ihr könntet warten und ich mache euch einen schönen Tee!”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 26.06.2019 18:10

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)

"Wenn ihr ganz korrekt sein wollt, gelehrte Dame. Aber junge Dame genügt vollkommen Signor. Und ich muss leider ueer Angebot ausschlagen, möchte ich ihm doch nur kurz etwas ausrichten. Ich glaube den Magister Prospero müsste ich finden.Vielen Dank für das Angebot und die Auskunft."
Gut innerlich ärgert sie sich ein wenig, daran hätte sie auch denken können.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.06.2019 19:27

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Der Alte verabschiedet sich freundlich, sicher auch ein wenig enttäuscht, denn Boronayas Besuch ist ohne Zweifel eine angenehmere Ablenkung als das Nachbarschaftsschauspiel, wo die Stimme gerade verkündet, das der oder die Belehrte nur warten solle, bis der Hausherr wieder käme, weil dann erziehungsbegleitende Maßnahmen körperlicher Art anstehen würden, die zurück auf den rechten Weg führen würden. Die Katze gähnt, und der Alte startet einen letzten Versuch. “Seid ihr sicher, dass ihr keinen Tee wollt? Ein Kräutertee beruhigt die Nerven. ”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 26.06.2019 19:47

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Bei der Begründung wirkt sie ein wenig irritiert. Überlegt dann aber. Die Chance Fortschreitter auf dem Weg zu verpassen war auch nicht klein.
"Wann wollte er wieder da sein?" fragt sie ihn. "Ein Tee kann eigentlich nicht schaden, oder?"
Notfalls könnte man ihm ja auch eine Nachricht hinterlassen sie nach dem Essen zu treffen. Ein Tee dürfte nicht schaden und vielleicht weiß er auch, wem der schwarze Kater gehört.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.06.2019 08:58

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Fortschreitters Hauswirt bittet sie durch das Gatter herein und bietet ihr einen Platz auf der Terrasse, beeilt sich dann, Wasser aufzusetzen und setzt scih zu ihr. “Immer eifrig, der junge Herr, zuhause immer über seinen Unterlagen. Zuviel Arbeit, zu ernst, eure Gesellschaft tut ihm gut!” Das Gespräch angenehm plätschert dahin, und als Boronayas Magen knurrend einen Zwischenruf wagt, bringt er zum Tee auch noch Fladenbrot und Tomaten. Nebenan ist das Nachbarschaftstheater vorbei, und über die schwarze Katze weiss der Alte nichts, dafür aber der Junge, der wohl sein Enkel ist. “Das ist Heika, die Königin der Katzen. Niemand weiss, wem sie gehört, und wer einen Stein nach ihr wirft oder so, dem passiert ein Unglück!” “Du sollst ohnehin nichts nach Tieren werfen, das ist der Gütigen nicht gefällig!” “Mache ich doch gar nciht, Großvater, ich sage doch nur, was man sich erzählt!”

31. Tag, abends im Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Sie verstauen ihre Sachen und waschen sich, und während sie auf die Mädchen, die absprachegemäß erst nach ihnen ins Badehaus durften, beraten Marico und Alejandro unter dem Sonnensegel über ihren Besuch im Gildenhaus. “Die Sauferei und das dauernde Herumgockeln da geht mir auf die Nerven. Man vertut nur seine Zeit. Wenn das Bier wenigstens gut wäre. Und ich kann auch ohne die Crocodilerowitze. Vielleicht finde ich die in einem halben Jahr wieder witzig.” Marico grinst und schüttelt den Kopf. “Bin auch nicht so wild drauf. Aber Korian hat recht. Wir sollten uns schon auch mal so blicken lassen. Sumi geht uns schon nicht von der Fahne.” Alejandro seufzt. “Die Abwerbeversuche habe ich ganz vergessen. Ich komme mit diesen Typen nicht so gut klar. Aber ja, Du hast recht. Man muss sich sehen lassen. Sonst wird man zum Aussenseiter.” Und das ist nie gut. “Und die Crocodilerowitze sind eh nur Neid, weil sie nicht den Bogen raus haben.” Alejandro nickt und lacht. “Stimmt.”
Im Gildenhaus ist schon einiges los, anscheinend sind schon die Trupps aus dem Sumpf wieder da, und die gute Ausbeute der Krokodiljagd erregt zu Alejandros Erleichterung keine Aufmerksamkeit. Sie setzen sich mit Korian und seiner Truppe an einen Tisch und schauen sich um. Es gibt mittlerweile doch ein paar bekannte Gesichter, und man nickt sich zu. Alejandro überlegt, ob er sich näher über den Sumpf erkundigen soll, oder ob das so nah an der Regenzeit eigentlich keinen Sinn mehr macht. Die ist ja maximal noch ein Mond weg und kündigt sich bereits an.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 200
Beiträge: 10392
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 27.06.2019 11:51

10. Tag, früh nachmittags, Auf der Conchita (Goldon und Alricio)
"Ihr meint doch bestimmt die Schivonen als schweres Rotzenschiff, die Schivonellas sind doch ihre kleinen Schwestern und werden meist zur Piratenjagd eingesetzt ... aber es kann durchaus sein das ich mich täusche", entgegnet Goldon, "och, und die Dromonen sind bei Windstille nicht zu unterschätzen, aber ich denke auch, dass wir zu lange auf bulkige, furchteinflössende Schiffstypen gesetzt haben. Zeiten ändern sich."
Dann horcht er auf, als er von den Prisen erzählt: "Eine wahre Heldentat ... wen hat es getroffen?"
Dann schauft er leicht verächtlich: "Warum sollte ich entlaufende Sklaven decken?" Bisher musste er über dieses Thema nie wirklich nachdenken. "Da macht euch keine Sorgen."

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.06.2019 12:36

10. Tag, früh nachmittags Portas, Santinera -> Auf der Conchita (Goldon und Alricio)
“Dann bin ich ja beruhigt.” Er wirft noch einen Blick auf Emilia, die leicht rot wird, und auch zu Alricio, ob der sich noch dazu äussern will.
Dann spuckt er ins Wasser. “Nein, ich meine schon die Schivonella. Die Linienschivonen kommen bereits mit drei oder mehr Batteriedecks daher. Die Zeiten ändern sich, das könnt ihr laut sagen, aber die Leute am Land haben es noch nicht kapiert. Sie sehen die ochsengetriebenen Flussrotzenboote mit gepanzerten, drehbaren Rotzentürmen, Revolverhornissen und Schnelllademechanismen, und sagen: 'Oh, aber für die Hohe See taugt das nichts, und wir sind den Puderquasten sowieso technisch weit voraus!' Bullenkacke! Und die Komturis haben bereits dampfgetriebene Panzerschiffe, fingerdicke Stahlplatten! Gottlob nicht zu viele. Die zerlegen alles aus Holz Gebaute auf über eine Meile Entfernung. Das ist die neue Zeit, mein Junge, und sie kommt schnell. Wir Segler sind bald allenfalls für die Frachtschiffahrt gut, und die Dromonen, Boron hab sie selig... die waren mal hervorragend, aber gegen die neuen Torsionsgeschütze sind sie nur schwimmende Boronsanger.” Er hat sich etwas in Rage geredet, beruhigt sich aber wieder. “Die Prisen? Nachts in den feindlichen Hafen gerudert und dann ab über die Reeling, mit Belegnagel und Entermesser. Eine edle Dame habe ich sogar persönlich aus dem Bett geholt und aufgeklärt, dass ihr Schiff fortan dem Imperium dient.” Er grinst, und Emilia schaltet sich ein, die Ehre ihrer Marine verteidigend . “Du bist eben ein hinterhältiger Schuft, Onkel.” Der lacht. “Schuft oder nicht, mit einer alten Karavelle suchst Du nun einmal besser nicht das Rotzenduell gegen eine Schivonella neuester Bauart. Auf den Sieg kommt es an, nur der Sieger kann großmütig sein. Ah... da sind wir ja.”
Das Schiff verlangsamt und legt dann an einem soliden, aber offenbar stark vernachlässigten Steg an, der aus dem Schilf heraus gut fünf Schritt in den Fluss hinein ragt, und sicher noch einmal zehn Schritt ins Schilf führt, wo er auf einen quer laufenden weiteren Steg stösst, der schon teilweise von herabhängenden Ästen verdeckt wird. Von links mündet ein breiter Bach, beinahe schon ein Fluss in den Blauen Hanfla. “Raus mit dem Kanu, Jungs und Mädels !”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 27.06.2019 23:27

11. Tag nachmittags, neben Fortschreiteters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Das ist das Los der Gelehrten. Aber wenn wir nur Hesinde ehren und Radscha und travia vergessen, was soll dann aus uns werden? " Sie plaudert noch ein wenig, nimmt auch ein wenig des Essens an. "Tatsächlich? Die Königin der Katzen? Das klingt ja spannend." Und viel zu klug für eine Katze habe ich das Gefühl.
Aber nachdem es tatsächlich zunehmend später wird und Fortschreitter noch nicht da iist, verabschiedet sie sich vom Hauswirt.
"Habt Dank für die Gastwirtschaft, aber ich muss mich eine Weile verabschieden. Könntet ihr dem Herrn Fortschreitter noch ausrichten, dass ich ihn heute Abend gerne zu einem Wein einladen würde?"
Dann würde sie sich zügigen Schrittes zum Abendessen begeben. Sich firsch machen wäre auch gut.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.06.2019 21:36

11. Tag nachmittags, in Fortschreitters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
“Nicht wahr?” Der Junge erzählt ein paar typische Räuberpistolen über die Königin, was nach Abzug von etwas Übertreibung und präpubertärem Wunschdenken gut zu einer Hexenkatze passt, was für sich gesehen allerdings noch wenig aussagt. Der Alte plaudert fröhlich mit Boronaya und läßt den Jungen erzählen, schreitet nur freundlich mahnend ein, als der behauptet, aus zuverlässiger Quelle gehört zu haben, das Freunde berichtet hätten, sie hätten mit jemandem gesprochen, der die Gedanken der Katze im Kopf wie klare Sprache verstanden hätte, und es hätte wie eine verführerische Frau geklungen. “Du musst nicht alles glauben, was man Dir auf der Strasse erzählt! Das ist schlechterdings nicht möglich!” Der Junge widerspricht auf der Basis, dass es, wenn es wirklich die Katzenkönigin wäre, doch mit Magie tun könne, mit Magie sei schliesslich alles möglich! “Was sollte ihre Majestät, die Königin der Katzen, in unserem beschaulichen Städtchen wohl vorhaben? Wenn Sie mit Dir spricht, kannst Du sie ja zum Tee einladen.” Der Alte lacht fröhlich und sein Enkel verspricht in einem anflug jugendlichen Trotzes, dass er genau das tun werde. Der Alte lächelt milde, verspricht Fortschreitter die Nachricht zu übermitteln und bringt Boronaya noch selbst zum Gatter.
Sie ist kaum um die Ecke gebogen als sie noch hört wie der dem Jungen aufträgt, geschwind zum Weissen Ara zu laufen, nicht dass der Junge Herr erst kurz vor Mitternacht wiederkomme und die schöne Signorita ihm dann zürne!

31. Tag, abends im Gildenhaus in Portas, Santinera
In diesem Moment kommen drei Questadoren durch die Tür, recht lädiert, und Korian erkennt offenbar zumindest einen der beiden Männer. “Yo Gabir – was ist denn mit euch?” Der schlanke Utulu grinst. “Hola Korian. Lief heut nicht so gut.” Seine Anführerin, eine Thalusierin, kaum größer als Sumaida, schaut zweifelnd zu der recht großen Gruppe, aber Gabir kommt unbefangen näher und stützt sich mit den Ellbogen auf Randos Schultern. “Kennst Du unsere Taicho eigentlich schon? Inazuna, das sind Korian, Rando, die entzückende Buki, Hara, dich, mein Freund, hab ich noch nicht... Du bist neu dabei, nicht wahr?” Er schaut kurz zu Janis dann aber weiter zu Alejandro. “Janis” Der nickt. Inazuna und Korian wechseln einen Blick, der seinerseits nicht ganz frei von Gockelei ist, aber sie neigt höflich das Haupt. “Erfreut Dich kennen zu lernen. Du hast schon zwei Duelle hier gewonnen?” Korian macht eine wegwerfende Geste. Gabir wendet sich derweil an Jelinea und Sumaida. “Und diese beiden reizenden jungen Signoritas...” “Du bist die Heilerin Sumaida.” Inanzuna neigt auch ihr Haupt in Richtung Sumaida, und nickt dann freundlich Alejandro, Marico und Jelinea zu. Marico deutet auf ihre Lederrüstung. “Jaguar?” Gabir breitet die Arme aus und winkt der Bedienung. “Jahaaa! Freund Jaguar wollte uns unser frisch gejagtes Schwein nicht lassen, aber unsere Chefin hat ihn überzeugt.”
“Leider ist er abgehauen. Ich hab ihn nicht richtig erwischt.” Die Thalusierin klopft mit den Fingern gegen den Griff ihres Nachtwindes. Alejandro nickt ihr zu. “Respekt. Sieht aus, als habe er Dich von hinten angesprungen und Du hast Dich gerade noch weg gedreht. Du mußt ganz schön schnell sein. Das Blut ist seins?” Inazuna nickt, sich etwas entspannend. “Stimmt. Du kennst Dich aus?” “Auskennen ist zuviel gesagt, mein ich.” Korian wendet sich an Gabir. “Wart ihr nicht mal vier?” Gabir hebt die Hände zu einer Was-soll's-Geste. “Unsere bezaubernde Feldscherin hat die Partida gewechselt.” Inazuna sieht aus, als wolle sie das kommentieren, verbeisst es sich jedoch. Buki, die Gabirs Blick auf ihre Oberweite natürlich bemerkt, reckt die Schultern und präsentiert sich grinsend. “Habt ihr das Schwein schon verkauft?” Der dritte aus Inazunas Partida brummt. “Von irgendwas müssen wir ja die Miete zahlen. Kabisco-Moos allein reicht nicht.” Gabir lacht. “Ein paar Schauermärchen über wilde Eingeborene oder Flusspiraten wären schön... ein paar mehr Eskorten tätenuns allen gut...”
Zuletzt geändert von Jadoran am 29.06.2019 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.06.2019 13:59

31. Tag, abends im Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Der dritte läßt sich nieder, als Rando und Harana etwas beiseite rücken, um ihm Platz zu machen. “Ja, hätte schon was. Sumpf gibts fast gar nicht mehr, jedenfalls nicht für uns.” Inazuna setzt sich neben Sumaida, als die sie scheu anlächelt. “Man hört nur Gutes über dich.” Sumaida wird rot. “Umm...Danke.” “Ich habe die Heilkunst immer bewundert, aber meine Familie hat sich seit Generationen für den Weg des Schwertes entschieden.” Sumaida sucht verlegen nach einer passenden Antwort. Alejandro kommt ihr zur Hilfe. “Gute Krieger bedaf es genau wie guter Heiler. Einem anspringenden Jaguar auszuweichen und ihn gleichzeitig zu zu treffen erfordert viel Konzentration.” “Ich war zu langsam, und mein Schlag hat ihn nicht getötet.” “Du hast Deine Truppe geschützt. Und das soll Dir mal wer nachmachen.” Inanzuna lächelt dankbar. “Ihr lebt zusammen mit Korian in den Alten Barracken?” Sumaida nickt. Inanzuna schaut ins Leere. “Da habe ich früher auch gewohnt, aber von uns konnte keiner vernünftig kochen, die dauernd wechselnden Bewohner... viele waren unhöflich.” Sie wirkt verlegen. Aljeandro lacht. “Bei uns passt es gut zusammen, wir teilen uns die Aufgaben.” Harana schaut herüber. “Hey!” Alejandro hebt die Hände. “Ich hab nichts gesagt.” Sumaida lacht. “Alejandro kocht wirklich gut. Aber die Vermieterin hat bisher die restlichen Kammern nicht vermietet.” Gabir beugt sich vor. “Sicher ist sie froh, dass ihr euch gut versteht. Früher gab es da oft Ärger, die Leute haben sich gestritten. Duelle gabs auch.” Inanzuna nickt, dann erhebt sie sich und verbeugt sich. “Ich möchte mich vearabschieden. Ich trage noch den Dreck des Dschungels und das Blut meines Feindes auf mir, ich möchte mich waschen. Ich danke für eure Gesellschaft” Gabir grinst. “Bis Morgen, Taicho! Ich bleib noch etwas, Du auch, Pedro?” Der nickt, aber Alejandro nimmt Inazunas Absprung als Anlass auch aufzustehen. “Das Wasserschwein wartet, ich möcht's nicht zulange hängen lassen.” Sumaida erhebt sich ebenfalls, benahe hastig, und das zieht die anderen mit. Korian grinst, salutiert Inazuna zum Abschied zu und erwischt dann Buki mit einem Klaps. “Auf geht's. Mir knurrt auch der Magen.”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 30.06.2019 09:00

31. Tag, abends in den Alten Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Während sie den Tisch decken und es aus der Küche verlockend nach Schweinebraten zu riechen beginnt, wendet sich Jelinea an Rando. “Du kanntest die? Eben im Gildenhaus?” Rando lacht. “Gabir? Den kennt doch jeder. Und umgekehrt. Und die kleine Krabbe hat schon sieben Duelle gewonnen.” “Du meinst Inazuna?” “Eben.” “Sieben? Hier? Echt?” “Kein Scherz. Sie ist blitzschnell mit ihrem Schwert. Einen Kampf habe ich selbst gesehen. Der Typ war zwar besoffen, aber ein erfahrener Kämpfer. Na ja... aber mit einem Säbel gegen einen Nachwind anzutreten ist schon ziemlich dämlich, wenn man weiss, dass der andere damit umgehen kann.” “Würdest es wohl gerne mal versuchen.” Jemand knufft sie gegen die Schulter, und der stellt sich als Korian heraus. Jelinea wird ein wenig rot. “Nicht im Ernst. Aber zum Sparring schon. Ich hab noch nie gegen jemand mit einem maraskanischen Schwert gekämpft.” “Hast Du überhaupt schon mal ein ernstes Duell ausgefochten? Aufs dritte Blut?” Jelinea wird noch röter, Verlegenheit und Trotz spielen zusammen. “Ich sagte doch, Sparring würd mich interessieren.” “Kannst sie ja mal fragen.” Buki kommt hinzu, die Schnürung ihres Mieders halb offen, wie um Jelinea zu ärgern, die wahrnimmt, wie die Blicke der Jungs sich sofort darauf richten. “Musst Du eigentlich immer rumlaufen, als bräuchtest Du grad dringend eine Gurke zwischen die Beine geschoben?” Buki grinst. “Wenn Du's hast, gib damit an! Ausserdem...” Sie bringt sich provokant in Stellung. “...ausserdem hätte ich nichts dagegen, mich mal wieder richtig durchwalken zu lassen.” Jelinea schüttelt den Kopf und wendet sich ab. “Flittchen.” Buki macht Pffft! “Das hab ich gehört. Nur kein Neid.” Jelinea zieht sich in die Küche zurück.
Hier herrscht emsige Geschäftigkeit, und sie hilft Sumaida beim Schnibbeln. “Haben wir für morgen schon was vor?” Sumaida schaut bei Jelineas Frage zu Alejandro, der gerade am Abschmecken ist. Der wiegt den Kopf. “Wenn der Apotheker schon eine Liste hatte, haben wir vielleicht Glück, und die Dottora braucht auch was. Ausserdem ist die Zeit um, und wir sollten bei den Anoihas auftauchen.” Jelinea verzieht das Gesicht. “Wieder in die Grütze? Wieder Grünzeug sammeln?” Alejandro wird ein wenig unwillig. “Was ist dagegen einzuwenden? Wir verdienen doch gut damit. Besser als manch eine Gruppe Eiserne, die Eskorte macht.” Jelinea zuckt mit den Schultern. “Schon. Aber sehr ruhmreich ist es nun nicht gerade. Und ob die wirklich genug Flussperlen gesammelt haben, um ein Jagdmesser zu bezahlen...” Sumaida schaut auf. “Wir haben es ihnen versprochen.” “Und sie können sich mit den Eingeborenenmädchen vergnügen.” Jelinea weiss schon, als sie das sagt, dass es überflüssig ist, und Alejandros Miene verfinstert sich. “Wenn es Dir nicht paßt, kannst Du ja zuhause bleiben. Oder Korian fragen, ob er dich auf Eskorte mitnimmt.” “Jetzt werd doch nicht gleich sauer, nur weil ich nachfrage!” Alejandro schnauft und Sumaida wedelt mit den Händen. “Wir müssen uns doch nicht streiten, ja? Ich sammel gerne Kräuter, und ich kann von den Anoihas durchaus noch was lernen.” Alejandro atmet durch. “Wenn Du unbedingt so schnell wie möglich Ruineneskorte machen willst, dann sind wir drei vielleicht echt nicht die richtige Partida für dich, Jeli.” Jelinea macht eine abwehrende Geste. “Ich hab nur nachgefragt. Nichts weiter. Jetzt mach keine Grundsatzdiskussion draus.” Alejandro schaut zu Sumaida und fügt sich dem in ihren großen Augen stehenden Friedenswunsch. “Ist ja gut. Wo ist eigentlich Harana? Die hat doch auch Küchendienst.”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 30.06.2019 21:37

11. Tag nachmittags, in Fortschreitters Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Hmm mit Magie ist tatsächlich vieles möglich." Mal sehen ob ich nachher noch mit ihm sprechen kann. Eine Hexe, die ein wenig auf uns achtet...
Die Geschichten waren interessant, aber schlussendlich muss sie doch gehen.
Dann beeilt sie sich zurück zu ihrer Herberge zu kommen, schließlich will sie die anderen nicht zu lange warten lassen.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.07.2019 10:15

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie har sich doch mehr Zeit stehlen lassen als geplant, und muss sich sputen, denn ein zu spät Kommen an Senora Ponches Tafel ist garantiert etwas, was einem einen Blick einträgt. Es bleibt gerade noch Zeit für die Waschschüssel, aber nicht wirklich fürs umziehen, was aber bei dem Publikum kein Thema ist. Die Tafel ist vollzählig, und das Essen nach dem aufregenden Tag eine wahre Labsal. Nach dem Essen taucht die kleine Tora auf und meldet Boronaya, dass ein kleiner Junger eine Nachricht für sie gebracht habe. Es ist ein Briefchen in Fortschreitters Handschrift mit einer, gemessen an seinem im direkten Umgang etwas linkischen Wesen, erstaunlich poetischen Einladung zum Wein. Die elegante Formulierung läßt sie unwillkürlich an 'und mehr' denken, was auch prompt die anderen am Tisch tun, allein schon aufgrund der Ankunft des Briefchens. “Dein Galan läßt dich nicht lange warten.” Tonarev grinst. Abholen möchte Fortschreitter sie um die achte Stunde an der Herberge.

31. Tag, abends in den Alten Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
“Stimmt, das hat sie.” Jelinea schaut zum Hof. “Soll ich sie holen?” Alejandro ringt mit sich, ob er seiner schlechten Laune nachgeben soll, und als die darlegt, das die Verspätung bei Harana System hat, gibt er nach. “Hol sie. Sie ist echt ein wenig häufig zu spät, wenn's um die Arbeit geht.” Jelinea nickt, und auch Sumaida hat bei aller Weichherzigkeit kein Verständnis für diese Drückebergerei.
Auf dem Hof ist sie nirgends zu sehen, und so fragt sie Korian. Der grunzt. “Das haben wir gleich.” Er steckt zwei Finger in den Mund, und auf den lauten Pfiff hin erscheint Haranas Kopf am Fenster. “Ich komm ja gleich, ich bin grad am umziehen!” Korian ist nicht beeindruckt. “Komm so runter wie Du bist. Du hast Küchendienst. Und das weisst Du.” Der Ton hat Schärfe, und sie pariert. Als sie auf dem Hof erscheint, hat sie folgerichtig nur eine frische Tunika und angenommenerweise ein Höschen darunter an. “Komm, jetzt mach kein Drama draus, ich habs einfach vergessen.” Korian fixiert sie. “Von wegen.” Er schaut zu Jelinea. “Sag Alejandro, er soll sie übers Knie legen.” Harana möppert. “Echt jetzt, Jefe? Ich hab's nur vergessen!” “Du hast die Wahl. Alejandro, oder ich machs. Oder eine Woche Latrinendienst.” Buki grinst. “Ich könnts auch machen – ich wollte eh vor dem Essen mit der Peitsche üben. Fester als Korian haue ich selbst mit der Peitsche nicht. Und die Jungs bekommen was zu sehen, wie wär's?” Harana blickt zu Rando, der mal wieder mit dem Pflegen seiner und ihrer Waffen beschäftigt ist. “Aber nur auf den Po?” “Natürlich nur auf den Po, wohin denn sonst?” “Na schön.” Harana kreuzt die Arme vor der Brust und zieht sich die Tunika über den Kopf. Jelinea stemmt die Arme in die Seite. “Erst mal hilfst Du mit schnibbeln! Und zwar mit Tunika. Deine Möpse rumzeigen kannst Du später!” Harana zuckt mit den Achseln, und Buki grinst. “Sie hat wenigstens welche.” Jelinea läßt sich um ein Haar zu einer Antwort hinreissen, macht dann aber nur Pffft! Harana grinst und zieht sich ihre Tunika wieder über. “Also dann. Tut mir leid, Jefe, heute bekommst Du meine Hintern nicht in die Finger.” Der grunzt nur amüsiert. “Ab mit Dir. Und was den Hintern angeht...” Er greift sich Bukis, die sich das lachend gefallen läßt. “Soll ich die Lederhose ausziehen, Jefe?” Jelinea flüchtet sich in die Küche.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 200
Beiträge: 10392
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 01.07.2019 10:48

10. Tag, früh nachmittags Portas, Santinera -> Auf der Conchita (Goldon und Alricio)
"Eine gute Geschichte", erwidert Goldon als der Capitan seine Heldentat zum Besten gibt, "ein Beweis, das eine gute Taktik immer wertvoll ist."
An dem Steg angekommen, macht sich Goldon daran seine Rüstung auszuziehen und diese samt Großschild an das Kanu zu befestigen, sein rabenartigen Helm dagegen setzt er auf.
Dann überlegt er, ob er nicht noch etwas vergessen hat und wartet auf die anderen um dann das Kanu zu betreten.
Zuletzt geändert von Lokwai am 01.07.2019 14:54, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 01.07.2019 11:44

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya freut sich sichtlich auf das Essen und genießt es einfach zu entspannen, auch wenn sie weniger nervös als die anderen war.
Als dann das Briefchen kommt und noch dazu mit poetischem Inhalt muss sie unwillkürlich Lächeln.
"Würde ihr denn etwa eine Frau wie mich warten lassen? Ich dachte immer wir lassen die Männer warten," meint sie mit einem Augenzwinkern.
"Meint ihr, dass ihr beiden mir kurz beim herrichten helfen könntet," fragt sie Makita und Tonarev. "Das wird sonst ein wenig knapp."
Falls die beiden zustimmen, würde sie sich zügig waschen und sie auch nach ihrer Meinung fragen, was die Kleidung angeht. Zu aufreizend, zu brav?
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.07.2019 15:32

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Die beiden sind nur zu gern bereit, natürlich nur gegen die Zusicherung, hinterher brühwarm mit Geschichten aus dem Nähkästchen versorgt zu werden. Sie selber kommen aus Vermögensverhältnissen, wo sich die Frage 'Was ziehe ich heute abend an' nicht stellt – halt die Hose oder den guten Rock. Aber über Frisur und Präsentation erschliessen sie sich doch wieder einen weiten Spielraum von Möglichkeiten, wobei Tonarev eher in elaborierte Flechtfrisuren geht, während die im Imperium aufgewachsene Makita klar auf das bewährte 'Wenn Du es hast, gib damit an' schwört. So kommt es, dass sie noch nicht fertig sind, als Tora an die Kammertür klopft und mitteilt, der Gelehrte Herr Fortschreitter warte unten, und was sie ihm sagen solle?
Dreck vorbeischwimmen lassen

Grakhvaloth
Posts in diesem Topic: 109
Beiträge: 550
Registriert: 16.05.2018 15:09
Geschlecht:

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 01.07.2019 22:25

10. Tag, früh nachmittags Portas, Santinera -> Auf der Conchita (Goldon und Alricio)

Als er erfährt dass ihr Auftraggeber ein Weinhändler ist greift Alricio begeistert den Faden auf und berichtet, so der Capitano es denn hören will, mit leuchtenden Augen von seiner Heimat. "Ich weiß, De Gustibus non esse desputandum, ich glaub jedenfalls, dass es so heißt. Jedenfalls: wie findet ihr die Weine aus Chababien? Man sagt ihnen eine herbe Note nach, aber ich finde genau das sehr reizvoll."
Von Schiffen und Seekriegsführung versteht Alricio nichts. Er weiß schon, dass sie mit den verfluchten Alanfanern manchmal im Krieg waren und manchmal nicht, aber so richtig verstanden hatte er nie, worum es da genau ging. War es wegen der falschen Boronkirche? Oder wegen der Sklaven?

Die Frage zu den Sklaven stößt Alricio tatsächlich in leichte Bestürzung, die er zu verbergen versucht. Wenn er in sich reinhörte, dann war ihm am liebsten, dass da niemand wohnte. Waldmohas oder Anoihis oder wie die hießen wollte er nicht töten, Sklaven wollte er eigentlich auch nicht unbedingt töten. Verletzen würde er aber beide, wenn es sein musste....aber der Capitano erwartete eine Antwort. Eigentlich war es nur gerecht von ihm, dass er seine angeheuerte Partida von vorneherein auf dieses Problem aufmerksam machte. Alricio reißt sich zusammen und sagt: "Ich werde keine entlaufenen Sklaven decken, die in einem Haus wohnen, was ihnen nicht gehört, nein."

Alricio versucht herauszufinden, wie Shiri und Vecna zu der Frage stehen. Donna Emilia scheint sich ihrem Onkel nur widerwillig zu beugen. Er betet stumm zu Phex, dass dort weder Anoi...Waldmenschen noch entlaufene Sklaven waren.

Danm hilft er beim Aussteigen und Ausladen und schaut sich, sobald er einen Augenblick Muße hat, erst einmal um.

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 01.07.2019 23:24

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya entscheidet sich dann schlussendlich für eine Mischung aus beidem, was bei ihren Haaren auch kaum anders geht, vor allem da sich die Dreadlocks zu den ganz aufwändigen Flechtwerken doch nicht eignen.
"Bitte ihn doch noch einen Moment zu warten, ich bin gleich unten." Tatsächlich will sie ihn nicht ungebührlich warten lassen, aber ein bisschen...
Ein wenig Kohl noch an die Augen und sie präsentiert sich den beiden. "Und was sagt ihr?"
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.07.2019 00:07

10. Tag, früh nachmittags Conchita -> Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Sowohl Emilia wie auch besonders der Capitan kennen sich tatsächlich recht gut mit den Weinen Chababiens aus, auch wenn beide anscheinend eher den schweren Goldfelsern zuneigen. Der Capitan ist auch nicht gerade überrascht über Alricios sichtbare Nachdenklichkeit. “Getötet wird so einfach eh niemand, wenn's nicht Not tut. Aber einfangen und abgeben ist nicht nur das Gesetz, sondern auch einträglich. In Kuslik, wie es die Kusliker tun, in Al'Anfa mit den Alanfanischen Sitten, so bleiben wir alle Freunde und keiner bekommt Ärger.” Er klopft Alricio auf die Schulter. Emilia nickt ernst, sie hat sich mit dem Thema sicher schon beschäftigt. Und die Frage, wie die Plantage, wenn sie sie selber betreiben will, zu den notwendigen Arbeitern kommen wird, wurde im Familienrat sicher auch schon besprochen.
Am Steg teilt er dann ein. “Goldon, ihr geht nach vorne, falls wir Deckung mit eurem Schild brauchen. Ihr paßt auf, was direkt vor uns ist. Dann 'nen Schützen, Vecna, das machst Du, Du schaust ins Blattwerk und auf die Äste. Dann ich, damit ich dir in aller Ruhe auf den Hintern schauen kann.” Er grinst. ”Hinter mir Du, Emi, dann Shiri und am Ende Alricio. Du schaust auch immer mal nach Hinten. Immer schön die Augen aufhalten, nach Schlangen auf den Ästen und ungebetenen Gästen am Ufer. Irgendwann muss was von der Plantage zu sehen sein. Aber immer schön langsam und mit der Ruhe, keinen unnötigen Lärm. Spannt eure Bögen vor, damit sie einsatzbereit sind. Goldon, die Machete, um den Weg frei zu machen.” Vecna salutiert. “Aye, Capitan.” Der grinst. “Falsche Hand, aber richtige Einstellung, Mädchen! Ab ins Boot und frisch ans Werk!” Er will ihr einen Klaps geben, aber sie weicht geschickt aus und schüttelt grinsend den Kopf. “Vorgewarnt, Capitan. Das hab ich kommen sehen.” Emilia ist empört. “Aber Onkel!” Der zuckt mit den Schultern. “Ich werde alt und langsam.”
Die Strömung des Baches ist sehr gemächlich, und immer wieder müssen sie sich unter tiefliegenden Ästen hindurch ducken, und zweimal warnt Vecna vor Schlangen in den Ästen, die sie dann umfahren, anstatt im Kanu einen Kampf anzufangen.

31. Tag, abends in den Alten Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Da die nicht aus der Welt und zum Hof hin offen ist, hat man da schon das meiste mitbekommen. Alejandro seufzt. “Bin auch nur ein Kerl, und nichts gegen das Schauspiel... aber lieber wäre es mir, sie würde sich nicht so andauernd drücken. Wir kochen immerhin für zehn.” Harana kommt herein und schaut sich auf dem Tisch um. “Tut mir leid.” Sumaida nickt und schiebt ihr Schnitzmesser und Süsskartoffeln zu. Sie macht sich an die Arbeit. “Das erste, was ich mir zulege, wenn ich mal reich werde, ist eine Haussklavin fürs Kochen und Waschen.” Selbst Sumaida muss zustimmen. “Für's Waschen jemanden zu haben wäre schon schön.” Jelinea seufzt, und auch Alejandro grinst verlegen. Jelinea kann nicht anders, als das Thema von draussen anzuschneiden. “Und Du läßt dich echt lieber von Buki peitschen als von Alejandro oder Korian übers Knie legen?” Alejandro wird rot, aber Harana lacht nur. “Klar doch. Korian haut feste. Das tut weh. Alejandro...” Sie mustert ihn abschätzend, und der wird noch verlegener. “Hab dran gedacht, aber dann kratzt Sumi mir die Augen aus, wenn er dabei 'ne Latte bekommt. Und Buki tut einem nicht weh, die geilt einen nur auf, bis es einem beinahe kommt. Solltet ihr ruhig mal ausprobieren.” Jelinea schneidet sich beinahe in den Finger, Sumaida wird hochrot und schaut verstohlen, aber nicht unauffällig genug zu Alejandro. Der kommt sich verfolgt vor. “Mädels, wir sind am kochen.” Jelinea sammelt sich, den Blick auf dem Tisch haltend. “Ist dir das nicht peinlich?” Harana gibt sich unbekümmert. “Wieso? Ihr habt mich eh schon oft nackt gesehen. Mit Korian, Janis und Rando hab ich schon ein paar mal geschlafen... bleiben Rico und Alejandro. Wobei – den blanken Hintern versohlt hat er mir auch schon mal. Also, was solls? Janis ist übrigens echt gut im Bett, Dir entgeht was.” Jelinea läuft rot an, und Alejandro rettet sich mit einem Blick in Sumaidas Ausschnitt. “Mir wärs echt lieber, Du würdest einfach Deine Pflichten machen.” “Entspann dich. Mach ich ja.”

10. Tag, früh nachmittags Conchita -> Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Es ist mühsam, für Goldon und Alricio, und augenscheinlich auch Emilia ungewohnt, und das große Kanu ist auch deutlich weniger wendig als die kleinen, mit denen Goldon zuletzt im Sumpf war. Dauernd gilt es, Ästen und herabhängenden Zweigen auszuweichen, aber immerhin sind sie so nicht der direkten Sonne ausgesetzt. Nach einer knappen Stunde meldet sich Vecna.
“Capitan? Ich glaub, da vorne gabelt sich der Bach, und da ist irgendein Bauwerk. Sieht aus wie eine Schleuse.” Der Capitan legt die Hand über die Augen, aber nach zwei, drei Paddelschlägen kann man es auch ohne Anstrengung erkennen. Hier zweigt nach rechts, also wahrscheinlich nach Süd/Südost ein Kanal ab, und eine Schleuse scheint einen Höhenunterschied von knapp einem Schritt zu überwinden. Sie ist geschlossen, und das Wasser läüft über den Rand, ein Überlauf auf der linken Seite ist völlig zugesetzt mit Astwerk und Grünzeug. Eine sorgfältige Musterung der Umgebung ergibt keine leicht erkennbaren Spuren kürzlicher Aktivität und der Capitan macht ein paar Handzeichen, die auch alle verstehen. Auf der linken Seite anlegen, sichern, und Vecna soll kurz die unmittelbare Gegend auskundschaften. Sie kommt schon nach fünf Minuten wieder. “Nichts. Rechts scheint eigentlich ein Karrenweg am Kanal entlang zu führen, wohl ein Treidelpfad, überwuchert, aber noch erkennbar. An der Schleuse ist zehn Schritt weit im Busch eine verlassene Hütte mit einem morschen Zaun drum, wohl so eine Art Tor- oder Schleusenwächter.” Der Capitan entspannt sich. “Ich beginne zu verstehen, warum sie Dir die Plantage abkaufen wollten.” Das hintere Schleusentor steht offen, und die Schubhebel für die Tore sind überwuchert. Der Capitan schaut kurz zu Emilia, und als sie ihn machen lässt, hebt er die Hand. “Emi und Shiri, ihr sichert nach vorne und hinten, Vecna, Du haust schon mal das Gras um die Schubhebel nieder, Goldon und Alricio, ihr packt mit an, wir säubern eben das Treibgut aus dem Überlauf. Ist weniger Arbeit, als das schwere Kanu hoch- und später wieder runter zu schleppen, und gemacht werden muss es eh.”
DSA_Santinera_Schleuse1.jpg
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 200
Beiträge: 10392
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.07.2019 13:01

10. Tag, früh nachmittags Conchita -> Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
An der Ausdauer liegt es nicht, dass sich Goldon langsam über das Gestrüpp, welches er schweißnass aus dem Wasser zieht, beschwert. "Verfluchter Mist ... das Zeug will nicht so wie ich es will ... mein Rücken kennt schon bessere Tage", gibt er zum Besten und streckt sich um seinen Rücken zu entlasten.
Seinen Helm hatte er schon vorab beiseite gelegt und die Rüstung hat er auch noch nicht übergezogen, dass wäre im oder in der Nähe des Wassers ein großer Fehler.
Mit einem Seitenblick schaut er zu Vecna hinüber, die hatte sich erstaunlich ruhig und antiautoritär gegeben, da muss doch irgendetwas faul sein. Sie hatte sogar mit dem Capitan gescheckert.
Verstehe einer die Frauen ... oder ist da doch ein Anflug von Gehorsam und Anstand in ihr?

Grakhvaloth
Posts in diesem Topic: 109
Beiträge: 550
Registriert: 16.05.2018 15:09
Geschlecht:

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 02.07.2019 14:56

10. Tag, früh nachmittags Conchita -> Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Das Paddeln bereitet Alricio einige Mühe. An seinem Rücken werden Muskeln beansprucht, die sonst ein eher träges, friedliches Dasein fristen und dementsprechend sind sie auch schon nach kurzer Zeit damit beschäftigt, sich ausgiebig zu beschweren. Ab und zu ausgiebig die Schultern zu kreisen hilft allerdings.

Den Befehl des Capitans befolgt er ohne Murren und fängt an, halbverrottetes Holz aus dem Wasser zu ziehen. Besonders geschickt stellt er sich nicht an, aber es gelingt ihm ohne allzugroße Schwierigkeiten. Einmal rutscht er im Wasser ein wenig aus und tut sich den Fuß weh. Ein kurzer Blick und ein vorsichtiges Strecken verraten allerdings, dass da nichts passiert ist.

Währenddessen - eher unbewusst aus Gewohnheit als wirklich beabsichtigt - schaut er sich immer wieder kurz um und lauscht den Geräuschen.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.07.2019 15:34

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Es ist wieder mal ungewohnte Arbeit, aber zu dritt schnell erledigt. Der Capitan packt recht ordentlich mit an, und als das Wasser wieder fliesst, richtet er sich mit knackendem Rücken auf. “Bueno. Und nun...” Wie jedoch nicht anders zu erwarten, müssen sie auch an den Schleusentoren arbeiten, denn der kaum einen Schritt tiefe Kanal ist augenscheinlich verschlammt, und die hinteren Tore lassen sich nicht bewegen. Die Torangeln sind offenbar zugesetzt und müssen erst einmal gereinigt werden. “Nicht das auch noch.” Emilia seufzt, bereits völlig durchgeschwitzt, und versucht ihre Tunika unauffällig zu lüften. Auch Vecna und Shiri schwitzen, aber bei weitem nicht so stark, sie sind ja auch Landeskinder. Der Capitan flucht. “Führt kein Weg drum rum. Einer muss mit der Schaufel in die verdammte Grütze. Ein Oreal für 'nen Freiwilligen!”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Grakhvaloth
Posts in diesem Topic: 109
Beiträge: 550
Registriert: 16.05.2018 15:09
Geschlecht:

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 02.07.2019 16:32

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Alricio schaut prüfend in den Schlamm. Er ekelte sich nicht vor vielen Dingen, ihn trieb eher die Frage um ob man sich dabei fiese Parasiten oder Krankheiten einfangen konnte.
"Ich mach's.", sagt er mit schiefem Grinsen. Ein kurzes, inneres Gebet zur Herrin Peraine würde hoffentlich helfen, ihn vor schlimmerer Unbill zu behüten.

Sofern niemand anderes die Aufgabe übernehmen möchte legt Alricio den Kürass und natürlich seine Waffen ab und steigt ins Wasser.

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 200
Beiträge: 10392
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 02.07.2019 17:30

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Goldon Blick fällt wieder auf Vecna und auch Shiri. Sein Blick sagt so viel wie -na, ihr seit doch die Wildniskundigen, was ist los mit euch-.
"Oh, mein wagemutiger Horasier ... meinen Respekt hast du", und wirft ihm ein Lächeln zu. Ihn selbst hätten sie sehr wahrscheinlich in diese Grütze stiefeln müssen.
"Vecna, mal eine Frage, mir kommt da eine Idee. Also wenn man mit einem Kanu hierherkommt oder verschwinden will, dann geht das Ganze nur über diese Schleuse, richtig? Hast du nach Spuren Ausschau gehalten die von Kanus oder anderen Wassergefährten stammen können? Schleifspuren? Oder ähnlichem?"
Er selbst schaut sich dabei die nähere Umgebung an.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.07.2019 18:01

10. Tag, früh nachmittags Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Die Mädchen schauen sich noch recht zögernd an, als sich Alricio meldet. Der Capitan schnippt ihm den Oreal zu, aber Shiri hebt die Hand. “Erst das Wasser testen! Bei so einer Brühe weisst Du nicht, was da unten ist.” Veca zögert. “Stimmt. Ist eine ideale Ecke für Morfus da.” Sie packt ihren Spiess und balanciert über das geschlossene Schleusentor auf die andere Seite. Shiri nimmt sich die hiesige Seite vor, und methodisch stochern die beiden im vielleicht gut anderhalb Schritt tiefen Schritt Wasser herum. Der Capitan macht schon den Mund auf, dem Gesichtsausdruck so etwas wie 'Macht mal hinne' oder 'Wir wollen hier nicht campieren' zu sagen, als Vecna etwas trifft und nachsticht. Was immer es ist, es wehrt sich, und Blasen steigen auf. Der Capitan zögert nicht. “Goldon, schlag 'ne Bambuslanze und fisch raus, was immer das ist!“ Vecna schüttelt den Kopf. “Alles in Ordnung. Ist nur ein Morfu.” Vecna winkt und schiebt das nunmehr regungslose Schleimgetier, das an die Oberfläche getrieben ist, vorsichtig auf möglichst weitem Abstand zur Seite. “Vorsicht, die Dornenwarzen sind wahrscheinlich noch nicht alle geplatzt!”
Als der Kadaver entsorgt ist, gibt Vecna noch ein paar Ratschläge. “Hose, Stiefel und Gamaschen lass auf jeden Fall an, sonst hast Du hinterher nur irgendeinen Borhwurm im Ar..Hintern oder an noch schmerzhafterer Stelle. Aber das Hemd zieh aus, das saut sonst so zu, dass Du es nicht wieder sauber kriegst, und Blutegel und sowas kann man so auch schneller entdecken. Und beweg dich langsam – wenn Du im Schlamm steckenbleibst, hilf vorsichtig und ruhig mit der Schaufel, versinken kannst hier nicht, aber wenn Du hastig wirst, bleibt schnell ein Stiefel stecken, und das willst Du echt nicht.” Sie lächelt etwas unsicher. “Ach ja, und danke. Ich hatte echt keine Lust, da selber rein zu gehen.”

Während Alricio sich vorbereitet, wendet sie sich dann Goldon zu, der seine Gedanken äussert. “Gefunden hab ich nichts. Soll nicht heissen, dass nicht vor ein paar Wochen doch jemand lang ist. Regelmässig kommt hier auf jeden Fall niemand lang, oder er gibt sich echt Mühe, das zu verdecken.” Das ist auch Goldons Eindruck, wobei er sich sagt, dass seine eigenen Fähgkeiten im Fährtensuchen es wahrscheinlich auch einem Halbbanner Eingeborener erlauben würden, unbemerkt vorbei zu schleichen, ohne dass er ihre Spuren finden würde. Wie gut Vecna und Shiri sind, kann er noch nicht beurteilen, aber er sieht nichts, was ihn an ihrnen zweifeln lassen würde.

Schon beim Säubern der Rinne war der Gestank abstossend, aber nun, mitten drin in der Soße, muss Alricio sich wirklich beherrschen. Das Wasser hat hier die Konsistenz angeschimmelter Bohnensuppe und ungefähr denselben Geruch. Er bleibt fast sofort mit einem Stiefel stecken, erinnert sich aber an den Ratschlag, und dann geht es sogar recht einfach. Die Schleusenmechanik ist sinpel und robust, und nachdem er mit dem Schaufelblatt ein wenig den festsitzenden Dreck gelockert hat, gelingt es dem Capitan und Vecna, die Tore zu bewegen. “Gut gemacht!” Der Capitan reicht ihm die Hand und hilft ihm raus. Die verbindung von Schlamm vom Grund der Schleuse und dem, was hier als frische Luft durchgeht, sorgt noch einmal für einen ganz besonderen Duft. Nicht nur der Capitan hustet. “Meine Güte, wie ein Furz der Ersäuferin persönlich... zehn Minuten Waschpause!” Vecna wird etwas verlegen. “Und, also... am besten Du gehst in die Büsche und schaust dann auch noch, ob, oder besser, wieviel rein ist... je schneller Du es rausholst, desto besser. Wenn Du willst, kann ich Dir helfen, sonst eben Goldon, also falls es dir peinlich ist. Und das Wasser vom Bach ist sauberer als der Kanal hier, also für die Hose und die Stiefel.” Sie zögert. “Aber auch da geh nicht allein – Krokodile und so.” Es ist irgendwas in der Hose, was er nciht eingeladen hat, ganz eindeutig. Und an seiner Brust und am Rücken kleben Blutegel.

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Im Endeffekt hat sich Boronaya mehr Makitas Standpunkt angeschlossen. Ein Brusttuch und eine mehr oder weniger offene Bluse darüber, und diesmal ein Rock. Sie hat zwar tatsächlich keinen eigenen Tanzrock mit, irgendwie ist ihr nicht in den Sinn gekommen, dass dazu Gelegenheit sein könnte, aber Wickelröcke sind glücklicherweise leichter zu tauschen als Hosen, und Tonarev leiht ihr den ihren für den Abend. Das ist zwar nur Baumwolle, aber sowohl Makita wie auch Tonarev sind sich einig, dass Fortschreiter hin und weg sein wird, und als Boronaya herunter kommt, trifft das auch augenscheinlich zu. Senora Ponches hat den Wartenden mit einem Tee versorgt und dann ein wenig über 'eure Absichten, junger Mann?' gegrillt, was er wohl leidlich tapfer durchgestanden hat. Als Boronaya die Treppe herab kommt, erhebt er sich und bekundet pflichtschuldigst aber mit sichtbarer Überzeugung, dass Boronaya hinreissend aussehe.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Grakhvaloth
Posts in diesem Topic: 109
Beiträge: 550
Registriert: 16.05.2018 15:09
Geschlecht:

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 02.07.2019 18:18

10. Tag, früh nachmittags Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Alricio fängt den Oreal und steckt ihn schnell weg. Als seine Partida den Morfu entdeckt ist er heilfroh, nicht sofort reingesprungen zu sein. Dieser Sumpf oder Dschungel war wirklich gefährlich, jedenfalls für jemanden wie ihn, der sich noch nicht gut auskannte. Aber genau dafür waren ja die anderen beiden auch da. Neugierig beäugt er den Morfu. Er hatte schonmal welche in der Nähe des Loch Harodrôl gesehen, aber das war immer aus größerer Entfernung.
"Danke für den Hinweis, Vecna.", sagt er und nickt. Was sie sagte klang plausibel. Er zog also auch noch sein Hemd aus und ging dann vorsichtig ins Wasser - falls man diese trübe Brühe denn so nennen wollte.

Nach getaner Arbeit ist er wiederum froh über die Hinweise. "Danke dir, Vecna. Mir ist hier gar nichts mehr peinlich. Außerdem sind wir doch eine Partida, und ich glaube, du weißt eher, worauf man zu achten hat als Goldon oder ich. Nichts für ungut, Kumpel.", sagt er mit entschuldigendem Blick zu Goldon. "Wenn du mitkommst, wäre ich dir dankbar.", wendet er sich wieder Vecna zu.

Jadoran
Posts in diesem Topic: 574
Beiträge: 8513
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.07.2019 19:16

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
“Zimperlich darf man im Busch nicht sein, das stimmt.” Sie gehen etwas beiseite, und ein wenig verlegen ist sie dann doch, als es daran geht, den ungebotenen Gast zu entfernen, der sich zielstrebig in 'bewaldeten Regionen' versteckt und dort tatsächlich schon mittels Raspelmaul festgebissen hat. Vecna, leicht rot geworden, ersäuft ihn mit einer Fingerhut voll Rum, und als er kein Halten mehr kennt, inspiziert sie ihn noch einmal und schnippt ihn dann weg. “Die Biester sind total widerlich, so einer ist mir mal ... Du kannst es Dir denken. Das Gute an Rum ist, er säubert auch die Wunde gleich mit.” Und er brennt.
Ein weiterer Gast derselben Spezies hat es noch nicht geschafft, sich festzubeissen und versucht es mit Vestecken im Hosenbein, aber auch er wird entdeckt und expediert. Die Blutegel gehen leicht ab, aber auch hier desinfiziert Vecna die Bisswunden mit Rum, auch wenn sie das Fremdwort nicht dafür benutzt. Anschliessend hilft sie ihm mit dem Säubern von Hose, Stiefel und Gamaschen, und hier sind die Ergebnisse nur mässig. Das Wasser ist zwar ... mehr Wasser als die Brühe in der Schleusenkammer, aber durchsichtig ist es nicht gerade. “Hoffen wir mal auf die Plantage, dass es da eine ordentliche Zisterne hat.”
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzer/innen-Avatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 279
Beiträge: 10268
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 02.07.2019 21:13

11. Tag früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Danke euch beiden. Hoffentlich kann ich den heute Abend brauchen." Sie kommt die Treppe mit lelicht wiegenden Hüften herunter und lächelt ihn freundllich und die Hauswirting beruhigend an. "Danke dir. Sollen wir los? Wohin möchtest du mich denn entführen? Euch einen schönen Abend!" meint sie zu ihm und dann zu den anderen, bevor sie sich bei ihm unterhakt.
Fear cuts deeper than swords.

Grakhvaloth
Posts in diesem Topic: 109
Beiträge: 550
Registriert: 16.05.2018 15:09
Geschlecht:

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 03.07.2019 00:23

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)

Beim Entfernen der Parasiten versucht Alricio, sich nichts anmerken zu lassen. Natürlich machte es ihm etwas aus, dass Vecna ihn so sah. Aber sie war nunmal geeigneter für diese Aufgabe und dazu noch hübscher als Goldon.
"Danke dir erneut." Alricio blickt Vecna freundlich an. "Ich wusste nicht, dass Rum dabei so hilfreich ist. Besser als ihn zu trinken, wenn du mich fragst. Aber erzähl das nicht unserem geschätzten Auftraggeber." Er zwinkert ihr zu. "Dann lass uns mal zurückgehen. Wenn ich ehrlich bin wäre es mir lieber, wenn wir nicht auf entlaufene Sklaven oder Waldmenschen einschlagen müssten. Hoffentlich sind dort keine, oder wenn doch, dann wehren sie sich wenigstens nicht." Misstrauisch fragt sich Alricio, ob Vecna ihn jetzt vielleicht für feige hält? Das war nicht seine Absicht. "Also ich meine, ich will keinem Kampf aus dem Weg gehen, aber ich ziehe ungern die Waffe gegen Wehrlose. Na, du weißt schon. " Gemeinsam kehren sie zu den anderen zurück. Erwartungsvoll schaut Alricio, wieder in seine noch immer nassen dreckigen, aber immerhin schon besser riechenden Sachen gehüllt, den Capitan an.

Benutzer/innen-Avatar
Lokwai
Posts in diesem Topic: 200
Beiträge: 10392
Registriert: 01.08.2011 12:39
Wohnort: Düsseldorf
Geschlecht:

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 03.07.2019 09:46

10. Tag, früh nachmittags Schleuse, Gegend von Manana de Suerte (Goldon und Alricio)
Alricios Entscheidung eher mit Vecna in den Busch zu gehen als mit ihm, bringt ein deutliches Lächeln hervor.
"Die Wahl hätte ich an deiner statt auch getroffen", ihm liegt noch ein zotiger Spruch auf der Zunge, doch den verkneift er sich. "Gute Arbeit", ergänzt er dann und sieht den beiden hinterher.
Kurz mustert er Shiri, wie sie wohl darauf reagiert, ob mit Eifersucht oder mit Freude im Gesicht. Es war nicht verkehrt zu wissen, wie Menschen zueinander stehen.
Er wendet sich an den Capitan und seiner Nichte: "Wann hattet ihr vor die Plantage wieder in Ordnung zu bringen? Wollt ihr selbst hierher ziehen und eure Heimat verlassen? Oder einfach weiterverkaufen?" Er war schon neugierig was ihr langwieriger Plan dazu ist.

Antworten