[Dresden Files] Case File - Night Fears

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Lifthrasil
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 26.01.2019 10:47

Der Ablauf des Stückes sieht folgendermaßen aus:
-der erste Akt 'erinnert' an die Legende. An die alte Zeit, als das Land geschützt war. Die Zeit der Mythen, als es noch Drachen gabe und der mächtigste Drache, von einem unsterblichen Helden gezähmt, mit diesem zusammen das Land verteidigte. Toruk Makto, der den ersten Angriff des Seekönigs zurück schlug und das Land für die Besiedlung sicherte. Toruk Makto der zur Stelle war, wenn Räuber, Hexen, Monster und Untote das Land heimsuchten. Toruk Makto, unter dessen Schutz das Land friedlich und immer reicher wurde. ... Da sich aber niemand erinnert, wie Toruk Makto aussah, tritt er hier (in Form von Terry) mit einem Schleier maskiert auf, so dass sein Gesicht im Schleier des Vergessens verborgen bleibt. Wichtig ist nur: es war eine glückliche Zeit und das Volk lebte friedlich und bestellte das Land.

Doch aus dem Volk erheben sich bald Anführer. Verehrte, intelligente Menschen, die den neuen Reichtum des Landes organisieren. Die anführen und dafür einen Teil des Reichtums für sich beanspruchen - und selbst immer reicher werden. Charismatische Fürsten, die immer mehr Gefolgsleute um sich scharen und das Land unter sich aufteilen. Doch alle wollen immer mehr. Neid und Missgunst halten einzug und die Adligen und ihre Gefolgsleute beäugen sich immer misstrauischer. (die 4D, ohne Masken, mimen die Herrscher. Mit jeweils einigen Personen aus dem Volk hinter sich, umschleichen sich und gucken misstrauisch)

-der 2. Akt beginnt mit einem Paukenschlag: Krieg! Das Misstrauen ist so gewachsen, dass das Volk, angestachelt durch ihre Adligen, gegeneinander kämpft und jede Partei fordert von Toruk Makto, dass er sie unterstützen 'muss' und die anderen zu Asche verbrennen soll. Doch Toruk Makto ist angewidert von der Selbstsucht der vier Parteien und wendet sich vom Land ab. Er verlässt die streitenden Parteien mit der Botschaft: "Für kleinlichen Zwist und für Brudermord stehe ich nicht zur Verfügung. Entzweit und gierig wie ihr seid, seid ihr meines Schutzes nicht würdig. Doch wenn das Volk sich erneut eint, sich über die Streitigkeiten und Intrigen erhebt und gemeinsam für das Leben kämpft, dann kehre ich zurück."

Der Rest des 2. Aktes beschreibt den Ist-Zustand: vier Reiche und ein paar unabhängige Gestalten die in endlosen Intrigen, Bündnissen, die viel zu kurz halten und in Verrat enden, in Morden und Hass miteinander verstrickt sind. Und das Volk, das seinen Herrschern getreulich folgt und die Lügen über die Volksgruppen, die den anderen Herrschern folgen, bereitwillig glaubt und nachplappert. Eine düstere Zeit in der die Menschen sich immer wieder erzählen, dass der Seekönig bald kommt und dass man ja 'mal was tun müsste'. Aber niemand tut etwas, da alle viel zu sehr mit streiten beschäftigt sind.

-doch in der ersten Szene des 3. Aktes lösen sich einige Menschen (die Menschen aus Freyburg) aus den Volksgruppen, treten aufeinander zu und reichen sich die Hand. Ab jetzt existiert eine 5. Gruppe, die nicht bei den am Rand laufenden Intrigen mitmacht. Immer mehr schließen sich dieser Gruppe an, dem flammenden Plädoyer folgend, das das Volk gemeinsam ruft: "Brüder und Schwestern! Es ist an der Zeit uns vorzubereiten! Der Seekönig naht. Lasst uns Zwist und Vorurteile vergessen! Gemeinsam sind wir stark! Wir kämpfen nicht für den Profit von Herrschern. Wir kämpfen nicht aus Hass. Wir kämpfen nicht gegen einander! Wir stehen gemeinsam. Wir kämpfen für das Leben, für unsere Familien und die, die wir lieben. Nicht weil man es uns befiehlt, sondern weil wir gemeinsam leben wollen! Und wenn der Seekönig kommt, kann er was erleben. Das Freie Volk wird ihm entgegentreten! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!" Jubelnd tritt das Volk für den Moment von der Bühne.

...und dann kommt er, der Seekönig. Die Herrscher mit ihren verbliebenden kleinen Armeen, die immer noch gegen einander statt gegen den Seekönig kämpfen, werden hinweggefegt. Doch da tritt von der Gegenseite die Volksarmee wieder auf die Bühne und die große Entschlacht entbrennt. Das freie Volk kämpft tapfer, aber der Seekönig ist zu mächtig und hat endlose Armeen (alle die 'sterben' schleichen sich von der Bühne und treten als 'Verstärkung' des Seekönigs wieder auf). Doch da, gerade als alles hoffnungslos scheint, reißen die Wolken auf und aus dem Himmel erscheint der Drache! Toruk Makto kehrt strahlend zurück (nun gespielt von Blunsenplauter ohne Maske und so strahlend wie nur er das kann). Sein Drache verbrennt die Armee des Seekönigs und er persönlich dueliert sich mit dem Seekönig und streckt ihn, nach heldenhaftem Kampf, nieder und ein geeintes Volk überlebt um das Land gemeinsam, ohne Krieg neu aufzubauen.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 26.01.2019 13:39

Der erste Akt beginnt mit leiser, harmonischer Musik, die von den Seiten der Bühne erklingt. Ein paar Instrumente und Musikanten hatte man für das Fest natürlich auftreiben können, die waren kurzerhand für das Spiel mitverpflichtet worden.
Terry löst sich rasch von Dani und eilt hinter die Bühne, um sein Kostüm überzuwerfen.

Chris steht in der Mitte der Bühne und erzählt mit gut hörbarer Stimme von der alten Legende des Toruk Makto, während im Hintergrund eine Gruppe von Statisten friedliches Volk darstellt.

Dann plötzlich - immer noch im Hintergrund - stürmen Angreifer auf die Bühne um die Gruppe von friedlichen Bauern anzugreifen. Von der anderen Seite "galloppiert", zugegeben etwas zögerlich, denn Terry kommt sich im ersten Moment doch ein bisschen ungelenk und albern auf seinem Papp-steckpferd-drachen vor, ein maskierter Drachenreiter über die Bühne und schlägt die böse Armee fauchend und Schwertschwingend zurück!
Terry "reitet" einmal quer von links nach rechts über die Bühne dabei und gibt sich wirklich Mühe. Zumindest fehlt es ihm nicht an dem Mut mitzuspielen, aber darstellerisches Talent sieht wirklich anders aus.

An der anderen Seite der Bühne angekommen stolpert er über den Besenstiel, der den Teil des Pappdrachens, den er führt, zum Greifen hält und bekommt es gerade noch hin, nicht der Länge nach hinzukrachen. Stattdessen nutzt er gelernte Fähigkeiten aus dem Kampfsport und rollt sich ab, was glücklicherweise gar nicht so schlecht aussieht, da da schon der Einsatz der verkleideten "Räuber, Hexen, Monster und Untote" ist, die jetzt von der anderen Seite der Bühne heran stürmen und sich über das "Volk" hermachen wollen. Somit schaut das Publikum eh erstmal nach links, Terry schwingt sich mitsamt Pappdrachen wieder hoch und "reitet" nochmal fauchend quer über die Bühne zurück, den "Monstern" entgegen, um jetzt auch diese von der Bühne zu verscheuchen und damit auch gleich selbst wieder mitzuverschwinden, ein glücklich lächelndes "Volk" zurück lassend, dass sich gegenseitig die Schultern klopft und mit seiner Arbeit weiter macht.

Während alledem erklärt Chris die Legende des Toruk Makto dem aufmerksamen Publikum.

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Lifthrasil
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 27.01.2019 01:52

Damit der zweite Akt nicht zu düster wird baut Chris dort ein paar zotige Scherze ein, an Stellen die sich anbieten. Auch lautet die Regieanweisungen, die Herrscher zu karikieren und dabei ruhig ein bisschen zu übertreiben. Bei allem Realitätsbezug soll der zweite Akt auch ein närrisches Element bewahren. Immerhin ist der närrische Scherz in feudalen Gesellschaften die einzige Gesellschaftskritik die geduldet ist. Natürlich beschreibt der zweite Akt den Ist-Zustand in all seinem Wahnsinn. Aber eben so überzeichnet, dass man sich mit Satire herausreden kann, sollten die Herrscher Anstoß an dem Stück nehmen.

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 27.01.2019 12:09

Fast könnte man Dani die Rolle wirklich glauben. Schön, arrogant und hochnäsig stellt sie die eine Herrscherin da, kalt wie eine kleine Eisprinzessin opfert sie ihre Gefolgsleute für ihre Zwecke, schickt Meuchelmörder, Spione und Verräter aus, lügt, betrügt und ist an Heuchelei kaum zu überbieten. Chris Reich übersäht sie mit Raubzügen gegen seine Vorratslager, Jamie kriegt direkt ihre Armeen an den Hals, nachdem mehrere Attentate gegen sie fehlschlugen und mit Terry deutet sie eine Liebschaft samt Sex-Szene - hinter einer Kulisse verdeckt - an, nur um ihn gleich anschließend zu verraten, ihn quasi mit ´Hosen unten´ zu erwischen.
Und gnadenlos schickt sie ihre Leute in den Tod wenn es darum geht, die fremden Attacken abzuwehren. Herrscherin Dani über alles! Auch wenn die anderen drei ihre Rolle sicherlich ähnlich ausspielen.

Das sie dabei oft, eigentlich sogar sehr oft, die von Chris vorgegebenen Texte vergisst und frei improvisiert, merken vermutlich die wenigsten. Immerhin bewegt sie sich grob in der Handlung und eine hübsche Bitch spielen kann sie halt einfach.

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 27.01.2019 12:25

Im gegensatz zu Dani hat Jamie viel größere Probleme die 'böse' Rolle glaubhaft da zu stellen. Irgendwie erscheint sie bei allem was sie tut viel zu lieb. Aber letztlich hält auch Jamie sich an das Skript von Chris uns so hintergeht auch sie die anderen was dann mit der netten Fassade auf eine seltsame Art fast noch integranter wirkt. Jamie lächelt ihren Opfern unschuldig ins Gesicht, bevor sie sie meucheln lässt.
Magie setzt sie beim spielen lieber nicht ein. Die Menschen mögen keine Magie. Das hat sie schon fest gestellt. Jetzt auf der Bühne zu zaubern könnte nach hinten los gehen.
Später im dritten Akt würde sie den Auftritt des Drachenreiters aber mit ein wenig Magie unterstützen. Feuer aus dem Maul des Drachen, der selbst auch ein wenig realistischer wirken wird...

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 27.01.2019 12:33

In diesem Akt hat Terry so seine Schwierigkeiten mitzuhalten. Es ist nunmal schon etwas anderes, ein paar mal über eine Bühne zu laufen oder wirklich mit Text aufzutreten und eine Person zu spielen, für das er wirklich Null Talent hat. Bei der angedeuteten "Sex-Szene" mit Dani hat Dani dann hinter der Paravan Kulisse auch eher das Gefühl, Terry würde gleich vor lauter Verlegenheit im Boden versinken wollen, aber wenigstens ist er nicht so feige das wirklich zu tun.

Mit etwas Glück hilft dieses "Anti-Talent" ihm höchstens dabei, mit seiner im sozialen ja doch häufiger etwas "tollpatschigen" Art für reichlich Lacher im Publikum zu sorgen, auch wenn das zumindest von Terry's Seite wohl eher unabsichtlich passiert.

Sehr überzeugend dagegen wirkt er dann in der Szene, wo die Herrscher alle versuchen Toruk Makto, den er da noch einmal maskiert darstellt, auf ihre Seite zu ziehen und er im Brustton der Überzeugung verkündet:
"Für kleinlichen Zwist und für Brudermord stehe ich nicht zur Verfügung. Entzweit und gierig wie ihr seid, seid ihr meines Schutzes nicht würdig. Doch wenn das Volk sich erneut eint, sich über die Streitigkeiten und Intrigen erhebt und gemeinsam für das Leben kämpft, dann kehre ich zurück."

Da geht sogar ein Raunen durch das bisher doch eher amüsierte Publikum. Vielleicht denken die ersten Zuschauer doch langsam darüber nach, was das Stück bedeuten mag? Oder sie gehen die Tomaten holen... zum werfen... schwer zu sagen. Terry macht sich auf alles gefasst.

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 27.01.2019 13:45

Dem Volk scheint es zu gefallen, sie lachen laut auf und feiern die Parodie auf ihre Herrscher, auch wenn es eigentlich gar keine echte Parodie ist, zu nah bewegt man sich an der Wahrheit irgendwie. Die Harane und die Königsfamilie scheint ungleich weniger begeistert zu sein, ihre Mundwinkel gleiten immer öfter und tiefer nach unten, je länger der zweite Akt andauert. Lediglich besonders gemeine Aktionen der Schauspieler lassen sie ab und an zustimmend lächeln, vermutlich machen sie sich gedanklich bereits Notizen, was man davon später umsetzen kann.

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 27.01.2019 16:27

Die Schauspieler aus Freyburg spielen im großen und ganzen sich selbst. Zum Auftakt des dritten Aktes spielt Chis die verstorbene Baruuna selbst. In Frauenkleidern. Bei dieser denkt er sich, dass sie ja ihre Dienstherren verraten hat und sowieso tot ist. Sie war auch eine selbsternannte Emporkömmlingin, die sicher bei allen Haranen und Königen verhasst war. Also wird er niemandem auf die Zehen treten wenn er sie schmäht.
So zieht er bei ihrer Darstellung so richtig vom Leder. Stellt sie als dumm, gierig und bösartig dar und übertreibt dabei maßlos, so dass selbst der unsensibelste Klotz verstehen wird, warum ihre angemaßte Herrschaft zu viel für das Volk war. Selbst die vier im zweiten Akt dargestellten Herrscher wirken gegen sie wie friedliche, vernünftige Herrscher. So wird sie auf ganz verständliche Weise der Anlass für die Gründung der Volksbewegung, die die Hoffnung mit sich bringt, dass man gemeinsam, ohne internen Streit, dem Seekönig entgegentreten kann, wenn er dann kommt. "So bringt Böses oft Gutes hervor" ist das Fazit der ersten Szene des dritten Aktes.

Die Baruuna wird im Stück übrigens natürlich nicht von den friedlichen Einwohnern Freyburgs ermordet, sondern wird bei dem dummen Versuch von ihrem eigenen Pferd Steuern einzutreiben von diesem abgeworfen. Sie fällt dabei kopfüber in einen Misthaufen (dargestellt durch einen Blätterhaufen) und erstickt darin.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 27.01.2019 19:35

Immer mehr schließen sich der Gruppe aus Freyburg an, dem flammenden Plädoyer folgend, das das Volk gemeinsam ruft:

"Brüder und Schwestern! Es ist an der Zeit uns vorzubereiten! Der Seekönig naht. Lasst uns Zwist und Vorurteile vergessen! Gemeinsam sind wir stark! Wir kämpfen nicht für den Profit von Herrschern. Wir kämpfen nicht aus Hass. Wir kämpfen nicht gegen einander! Wir stehen gemeinsam. Wir kämpfen für das Leben, für unsere Familien und die, die wir lieben. Nicht weil man es uns befiehlt, sondern weil wir gemeinsam leben wollen! Und wenn der Seekönig kommt, kann er was erleben. Das Freie Volk wird ihm entgegentreten! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!" Jubelnd tritt das Volk für den Moment von der Bühne.

Terry zieht sich rasch ein weiteres Mal um und das Kostüm des Seekönigs über. Sogar ein falscher Bart, der einfach mit Kordel hinter den Ohren befestigt wird, ziert sein Gesicht. Und dann wird es wild auf der Bühne. Der Seekönig und seine Armee aus Statisten stürmt die Bühne und ein wilder Kampf entbrennt. Das sieht sogar richtig spannend aus, denn obwohl man deutlich sieht, dass hier niemand verletzt werden soll, geben sich die Darsteller doch wirklich Mühe!

"Ihr seid alle des Todes!" ruft Terry theatralisch mit etwas tiefer gestellter Stimme und geht mitten auf der Bühne in Position für den finalen Schwertkampf...

Einsatz Ritter Blunsenplauter!

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 27.01.2019 20:05

Und da kommt er auch: Toruk Makto, der Drachenreiter, der strahlende Ritter Blunsenplauter von Blauenplatt. Samt seinem Pappdrachen ´schwebt´ er auf die Bühne, die lockigen, goldblonden Haare wehen wie in Zeitlupe, während er einen mächtigen Zweihänder schwingt.
"NIEDER MIT DIR! STIRB IM DUELL, DU EHRLOSER WICHT!"
Einen Moment könnte man denken, es handelt sich bei ihm um einen geborenen Schauspieler, wirkt er doch echt überzeugend in Gestik und Mimik. Dann allerdings lässt er seinen ´Drachen´ zur Seite kippen und scheint ihn nicht weiter für seine Zwecke zu brauchen. Statt dessen stürmt er nun entschlossen auf Terry alias den Seekönig zu, die Waffe weit nach hinten ausholend.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 27.01.2019 20:17

Terry lacht und tut so, als wäre er die Arroganz in Person, als er zurück ruft:
"Welch amüsante Wendung! Er behauptet von sich, mich umbringen zu können? Nenn mir deinen Namen, bevor ich dich zu all den anderen in den Staub schicke und du dich meinem Heer anschließt!"

Furchtlos greift Terry den Ritter an. Die Schwerter krachen aufeinander! Terry achtet natürlich schon auf seine Verteidigung. Nicht das Ritter Goldlöckchen das alles etwas zu ernst nimmt hier.

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 27.01.2019 20:28

Doch genau dieser Eindruck kommt bei den anderen auf. Die Zuschauer bejubeln zwar das funkensprühende Treffen der Schwerter, aber selbst Terry könnte klar werden, dass der Hieb mit voller Wucht geführt war und hätte er seine Waffe nicht gerade noch zur Parade nach oben gerissen, er nun in zwei Hälften da liegen täte...

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 27.01.2019 20:34

Chris übernimmt den 'gefallenen' Drachen und scheucht damit, hinter dem Drachen versteckt, die restlichen Truppen des Seekönigs von der Bühne, so dass es nur noch den finalen Kampf zwischen dem 'Helden' und dem 'Seekönig' auf der Bühne gibt. Mann, das sieht ja richtig gut aus! Aber hoffentlich denkt Terry daran, rechtzeitig zu 'sterben' oder zu 'fliehen'. Nicht dass noch was passiert!

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 27.01.2019 20:49

Davon, dass der Seekönig fliehen sollte, hat in Chris Skript nichts gestanden, so kommt Terry erstmal auf die Idee gar nicht, während er all seine Kraft einsetzt, um den nächsten Schlag abzuwehren. Fast ist er von sich selbst überrascht, dass das überhaupt funktioniert hat.
Er setzt nach, wieder sprühen die Funken der Schwerter! Normalerweise hätte er jetzt noch irgendwas sagen wollen, aber Terry musste sich gerade zu sehr darauf konzentrieren zu kämpfen, da war er nicht wirklich multitasking fähig.
Sich hinwerfen und tot spielen, sieht gerade auch irgendwie riskant aus. Zwei, drei Paraden folgen, dann weich Terry den ersten Schritt zurück und brüllt wütend den Ritter an!
Mit einem Schritt halb seitwärts und der dazu passenden Drehung lässt er kurz seine Deckung sinken, in der Hoffnung, dass der Ritter sich an das Script hält und sein Schwert ihm irgendwie unter den Arm klemmt, damit es wie ein Treffer aussieht und er "sterben" kann... hält er sich nicht daran, riskiert er damit natürlich auch einen echten Treffer, aber der Kampf geht zu schnell um das jetzt abzuwägen.

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 27.01.2019 20:56

Jamie ist inzwischen vier Mal den Theatertod gestorben und steht gerade hinter der Bühne, als Terry und der Ritter aufeinander treffen... Und wie sie sich treffen. Das wirkt viel zu aggressiv. Gutes Schauspiel ist ja eine Sache aber das ist etwas anderes.
Ohne groß darüber nach zu denken legt Jamie ihre Hand an den Mund, fixiert den Ritter mit den Augen und spricht zur Seite.
"Mögest du nicht vergessen, dass es nur Theater ist und du dein Gegenüber nicht wirklich verletzen willst!"

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 27.01.2019 21:30

"ARGH!" Für eine Millisekunde fliegt der Blick von Blunsenplauter von Blauenplatt in Jamie´s Richtung, er reißt seine Augen auf und die Geste die er vollführt scheint so gedacht zu sein, dass er die Richtung des Schlages noch ändern will. Doch es ist bereits zu spät, der Schwung zu groß und die beschleunigte Masse des wuchtigen Zweihänders fährt in den Schädel des Seekönigs.
Ein einziger Aufschrei geht durch das Publikum.
Knochen splittern. Blut spritzt. Der Seekönig taumelt einen Schritt zur Seite, was immer ihn noch auf den Beinen halt, Leben kann es eigentlich nicht mehr sein. Ein Auge fehlt durch den Schlag, das andere starrt ungläubig auf die Zuschauer. Ein Röcheln kommt aus seinem offen stehenden Mund.
Im Hintergrund faucht Toruk, der Drache und speit eine Flammensäule in den Himmel, die Hitze nimmt einem den Atem, als brennen die eigenen Lungen.
Und das freie Volk beginnt erneut auf die Bühne zu stürmen. Wie eine Lawine, die aus Äxten, Speeren und Schwertern besteht, stürzen sie sich wild schreiend auf die letzten Soldaten des Seekönigs, die nun ihrerseits die panische Flucht antreten.

Die Hitze wird unerträglich.

Jamie und Dani sind die ersten, die zu Boden sinken und ohnmächtig werden, Chris folgt nur einen Herzschlag später. Er sieht den Seekönig noch fallen. Mit einem lauten Rumms! kracht er auf den Boden, er muss über zwei Schritt groß sein und wiegt sicherlich 100kg, eher mehr. Reine Muskelmasse. Bei aller Liebe zu seinem Freund Terry, das kann er nicht sein. Gut, im letzten Moment ist er froh darum, dass es nicht Terry sein kann, der da stirbt. Starb. Das war der Seekönig. Aus Theater wurde Realität.

Dann wird auch Chris schwarz vor Augen.



Kalt. Die Hitze ist weg. Umgeschlagen in Kälte. Die Lungen brennen nicht mehr vom Drachenfeuer.
Ihr blinzelt. Öffnet die Augen. Sonne. Direkt über euch. Nur ein paar kahle Äste sind zwischen euch und dem hellen Ball da oben im Himmel.
Ihr bewegt euch.
Schnee. Überall ist Schnee.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 27.01.2019 22:26

"AHHHH!"

Terry's Schrei schneidet durch die Kälte wie ein Peitschenschlag durch Papier.
Dann folgt Stille. Terry's schneller Atem ist noch zu hören, bildet kleine Wölkchen vor seinen blaugefrorenen Lippen. Entsetzt tastet er mit zitternden Fingern über seine Brust, seine Schläfe... den Schnee in dem er sitzt nimmt er erst verzögert wahr.
Alles andere noch gar nicht.

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Ungelesener Beitrag von Sanja » 28.01.2019 09:35

Lagsam kommt Jamie wieder zu sich. Dieser Ritter hatte Terry erschlagen... Wie durch Watte dringt sein Schrei noch immer in Jamies Ohren. Ein Nachhall?... Es ist kalt. Bitter kalt... Ob sie wohl alle tot sind? Vielleicht fühlt es sich ja so an, wenn man tot ist. Kalt und hell.
Nur zögerlich öffnet Jamie ihre Augen. Kahle Äste, die Sonne... Schnee??? Was zum...? Ganz plötzlich fällt es Jamie wie Schuppen von den Augen. Sie sind wieder zurück in der richtigen Welt.
So schnell sie kann richtet die junge Frau sich nun auf und blickt sich um. Terry sitzt neben ihr im Schnee. Dani und Chris liegen noch. Aber alle scheinen wohl auf zu sein.
Vor Freude quiekend umarmt Jamie nun erstmal Terry die einfach am nächsten an ihr dran ist. Dann Dani und schließlich Chris der gleich noch einen Kuss bekommt.
"Wir sind zurück, wir haben es geschafft...."
Dann blickt sie sich um.
"Ob Lisa und Michael wohl auch wieder raus gekommen sind?"

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 28.01.2019 09:53

"Terry! Terry! Bist Du in Ordnung?" ruft Chris als er aufwacht. "Hey! Wir sind zurück!" stellt er im nächsten Moment fest und sieht, dass Jamie und Terry sich umarmen und dass Terry noch lebt. Dann fällt Jamie ihm um den Hals und er erwiedert den Kuss. Alle leben noch! Das muss gefeiert werden! Schnee! --- Wieselflink hat Chris ein paar Schneebälle gemacht und deckt seine Freunde damit ein.

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 28.01.2019 20:40

Jappsend richtet sich Dani schlagartig auf, aber das Brennen in der Lunge ist weg, sie atmet nichts als kalte, frische Luft.
Verdutzt schaut sie sich um, schaut an sich herunter, bemerkt ihren Skianzug, sieht die anderen, unverletzt.

“Hey...“, ruft sie leise in die Runde, dann fällt sie in die allgemeine Umarmungswelle ein, bis der erste Schneeball von Chris sie trifft.
“Hey!“ Das klingt schon etwas lauter und kräftiger jetzt und gleich darauf hat auch sie schon einen Schneeball in der Hand, der nun seinerseits sein Ziel sucht.
Lachend und ausgelassen wie ein kleines Mädchen formt sie weitere Wurfgeschosse aus dem Schnee und wirft sie nach ihren Freunden, schön abwechselnd bedeckt sie alle der Reihe nach mit den mehr oder minder platzierten Wurfgeschossen.

Es dauert eine ganze Weile, bis sie wieder ruhiger wird und anfängt über alles nachzudenken.
“Wir konnten also die Realität dort verändern, ja?“, mutmaßt sie dann drauf los. “Wir haben die Kutsche samt den Pferden erschaffen, weil Chris irgendwann meinte, eine Prinzessin hat sowas bestimmt. Vorher war die Scheune leer, dann war die Kutsche da, samt Kutscher. Wir haben Prinzessin Disney und Daisy erschaffen, man kannte sie in dieser Welt. Jamie konnte Magie anwenden. Und die Leute glaubten an sie, also passierte sie auch. Und Chris hat das Theaterstück geschrieben, was dann Realtität wurde. Aus Terry wurde der echte Seekönig. Und mit seinem Tod endete dieser ewige Zyklus?
Wie auch immer, wie zumindest sind draußen. Und wenn sie das nun mit den nächsten wieder von vorne anfangen zu spielen, ist mir das auch egal.“


Wenn ihr euch umschaut, steht ihr am Rande einer kleinen Lichtung. Hinter euch der Wald, sogar noch mit euren eigenen Fußspuren. Eigentlich könnt ihr maximal ein paar Stunden hier im Schnee gelegen haben, vermutlich sogar kürzer. Auch die Lichtung kommt euch wage bekannt vor, allerdings steht dort kein kleines Dorf, sondern ganz am Ende sieht man in dem Moment einen Truck entlang fahren. Dort hinten muss eine Straße sein. Mit Autos. Richtig modernen Autos.


Wenn Terry irgendwann in seine Tasche greift, wird dort eine kleine Tonfigur sein: Der Seekönig. Genau so, wie er ihn aus dem Regal der Pferdewechselstation genommen hat...

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 28.01.2019 20:54

Terry braucht etwas länger, um wieder so richtig "wach" zu werden. Er erwidert Jamies stürmische Umarmung, aber der erste Schneeball - und auch noch der zweite trifft ihn gnadenlos, bis so langsam dann doch einige Dinge bei ihm durchgesickert sind:

Ich bin nicht tot.
Wir sind nicht tot!
Wir sind wieder zurück!


Erleichtert blickt er zum Himmel, schlägt ein Kreuz und sieht für einen Moment geradezu seelig erleichtert aus, als er die Verbindung zu Gott wieder spührt, die ihm so sehr gefehlt hat.
Da ist ihm egal das Chris ihn mit noch mehr Schneebällen bewirft. Alles egal.

"Oh danke Herr", haucht er leise.

... und dann... endlich, inzwischen sieht er selbst schon eher wie ein SCHNEEKönig aus... steht auch er auf, greift Chris in den Nacken und schaufelt seinem Freund einfach eine riesen Ladung Schnee ins Gesicht, als der schon gar nicht mehr damit rechnet, dass Terry mitmachen würde.


Eine Schneeballschlacht später sieht Terry trotzdem von allem am zugeschneitesten aus und tief atmet er jetzt die kalte Luft ein.

"Ich hoffe wir machen das nicht zur Gewohnheit, dass mein Tod uns das Leben rettet", merkt er seufzend auf Dani's Zusammenfassung der Geschehnisse an. Erst Vegas, jetzt hier... wie sagt man so schön: Einmal ist keinmal, zweimal ist Routine, dreimal ist Tradition.

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Sanja
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Sanja » 28.01.2019 22:30

Auch Jamie hatte sich an der Schneeballschlacht beteiligt. Aber irgendwann hatte sie sich einfach fallen gelassen und lachend am Boden gelegen. Sie haben es wirklich geschafft.
"Ich freue mich schon auf eine anständige Mahlzeit, eine heiße Dusche und ein richtiges Bett..." Meint sie irgendwann und richtet sich wieder auf.
Dann legt sie Terry eine Hand auf die Schulter.
"Keine Sorge. Das nächste mal, lässt du einfach einen von uns sterben." Das sanfte Lächeln auf ihren Lippen zeigt deutlich, dass sie es nicht so meint
"Kommt. Lasst uns ein Auto anhalten und zusehen, dass wieder wieder in die moderne Welt zurück finden."

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Lifthrasil
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 29.01.2019 00:07

Chris hat natürlich lautstark protestiert, als er die Riesenladung Schnee abkriegt. Aber er lacht dabei ausgelassen.

"Keine Sorge, beim nächsten Mal geht das Sterben auf mich." sagt er als Terry das anspricht. "Wir können uns in Zukunft abwechseln. Nur die Damen werden nicht getötet. Das wäre unhöflich."

Er sieht sich suchend um ob er irgendwo Spuren von Lisa und Michael findet.

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Sanja
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Sanja » 29.01.2019 06:05

"Wir sollten uns ein wenig nach Geistergeschichten oder so was umhören. Da waren gut uns gerne 20 Tausend Menschen drin. Die ältesten Einträge in dem Buch gingen auf die Zeit der Pilgerväter zurück. Also etwa 400 Jahre alt. Das heißt etwa 50 Menschen pro Jahr, wenn es ungefähr gleichmäßig von statten ging.
Wenn hier 50 Menschen pro Jahr spurlos verschwinden, muss es Berichte darüber geben. Das wäre ja heftiger als das Bermuda Dreieck."

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Criosa
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Criosa » 29.01.2019 07:32

"Sagt doch sowas nicht!" seufzt Terry bestürzt zu Jamie und auch Chris. Die Vorstellung, dass seinen Freunden etwas passieren könnte, macht Terry übel Bauchschmerzen.

Nachdenklich nickt er nun zu Jamies Überlegungen.
"Lawinen... das ist sicherlich eine häufige Erklärung, vermute ich. Gehen wir zur Straße und schauen wir, wie wir zurück kommen?"

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Cherrie
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 29.01.2019 08:48

Von Lisa und Michael ist nichts zu sehen, keine Spuren, keine Ausrüstung, nichts. Auch die kleine Lichtung, über die man nun hinweg zur Straße geht, ist bar jeder verräterischen Anzeichen.

Es dauert nur wenige Minuten bis ein großer SUV stoppt - es hat seine Vorteile nur Jamie und Dani direkt winkend an der Straße stehen zu lassen und die Jungs ein paar Meter dahinter zu haben - und keine Stunde später ist man dann wieder im schönen Vail Village. Im Hotel hatte man sich Sorgen gemacht und war eben dabei die Bergwacht zu alarmieren, weil ihr die Nacht nicht da gewesen seid, wie das Zimmermädchen vor kurzem herausfand. Man schafft es aber schnell den Manager zu beruhigen, immerhin ist man ja wieder da, die Reinigungskraft kriegt ein dickes Trinkgeld für ihre Aufmerksamkeit und Umsicht und fertig. Bald darauf seid ihr dann wieder auf den Zimmern und der Abend steht einem offen für Essen, Quatschen oder auch einfach nur stundenlanges Baden mit mehrfach nachlaufendem warmem Wasser.

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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 29.01.2019 09:47

"Wenn das wirklich 20-tausend waren." meint Chris noch zu Jamie. "Mehrere wurden ja für verschiedene Rollen recycled und die nicht-sprechenden Statisten könnten auch magische Konstrukte sein. Auch ist es nicht gesagt, dass dieses 'Dorf' immer am selben Ort auftaucht. Aber nachforschen kann nicht schaden."

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 29.01.2019 15:38

"Für Lawinen wären es zu viele Opfer. Aber stimmt schon. Es können auch weniger gewesen sein und verschiedene Orte... Naja... Wir werden sehen." Hatte Jamie noch geantwortet bevor es zur Straße und schließlich zurück zum Hotel ging. Ein schönes, heißes Bad... was für ein Traum... Dann schön ins Restaurant und mit den Freunden etwas essen, was nicht von der bösen Blanka verbrochen wurde. Zwischendurch hatte Jamie kurz im Internet nach in der Gegend vermissten Personen gesucht.

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Lifthrasil
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 29.01.2019 18:26

Chris hingegen wendet sich an den Hotelier. Sie hatten ja selbst ihre Abwesenheit erklärt - Nebel, verfahren, wo anders bei Privatleuten die Nacht verbracht. Er erzählt, dass sie, als sie sich verfahren hatten, auch zwei andere Skifahrer getroffen haben, die ebenfalls den Weg zurück nach Vail suchten. Da sie sich aber über die Richtung nicht einig waren, waren sie in verschieden Richtungen gegangen und hatten sich daher wieder aus den Augen verloren. "Könnten Sie sich mal umhören, ob in den umliegenden Hotels eine Lisa und ein Michael fehlen? Nachnamen weiß ich leider nicht. Ich wüsste nur gerne, ob die sicher den Weg nach Vail zurück gefunden haben oder immer noch vermisst werden."

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Criosa
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Criosa » 29.01.2019 19:20

Terry hatte erleichtert zugehört, als Chris den Hotelier auf die beiden Vermissten anspricht. Immer noch macht er sich insgeheim Vorwürfe, den gewaltsamen Tod der Beiden nicht verhindert zu haben. Aber rein logisch hätte er dazu wirklich keine Chance gehabt, was ihm schon bewusst ist. Trotzdem... der zerschlagene Körper der jungen Frau auf dem Platz vor dem Wirtshaus wird ihn noch lange in Träumen verfolgen.

Terry wendet sich an Dani und tritt näher zu ihr hin.
"Möchtest du baden gehen, vor dem Abendessen?" fragt er und mustert sie aufmerksam. Irgendwie verrät sein Blick gerade mehr als ihm lieb ist. Viel zu lange haften die warmen blauen Augen auf Dani's Lippen, um subtile Andeutungen zu verbergen.
Terry hat das Gefühl als würden tausend Worte in seinem Hals stecken und raus wollen. Dinge, die er Dani alle noch sagen wollte. Was sie wohl gemeint hatte mit den Andeutungen bei der Zeremonie. Ob es überhaupt welche waren?
Auch wenn es nur Milisekunden gewesen waren, so war doch an Terrys innerem Auge eben sein Leben vorbeigespult. Nur gestorben war er nicht. Er stand hier, atmete, fühlte. Dani war direkt vor ihm. Solche Ereignisse ließen einen schonmal die ein oder andere Sache in eine intensivere Perspektive rücken.

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