[Dresden Files] Case File - Night Fears

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Cherrie
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 11.10.2018 20:57

Als Chris auf das Gasthaus zugeht, fällt ihm natürlich das schmiedeeiserne Schild auf, was es mittig über der Tür schmückt: Landgasthaus Freyburg. Eine Burg ist natürlich nicht in Sicht.
Jo, fragen wir einfach nach den Kanibalen, was? Und sonst nehmen wir halt die Bären.“
Die Tür ist nicht verschlossen und Chris tritt ein, gefolgt von Dani und vermutlich auch den anderen beiden.


“Na Holla die Schnee-Fee, wo kommt ihr denn her?“, dröht die volle Barriton-Stimme des Wirtes zu Chris herüber. Der Mann ist knapp 190cm groß, hat einen stattlichen Bierbauch und einen fast ebenso mächtigen, dunklen Rauschebart, muss an die Fünfzig Jahre sein und lässt überhaupt keinen Zweifel, hier der Hausherr zu sein. Seine Lippen sind unter dem Bart kaum auszumachen, aber im Moment verzieht er sie wohl zu einem breiten Grinsen.
“Auf den Pisten verfahren?“, trifft er irgendwie gleich schon zu Anfang mitten in´s Schwarze.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 11.10.2018 21:23

Terry nickt dem Mann höflich zu und tritt rasch beiseite, damit die Ladies auch nachkommen können.

"Ja, Sir. Sie können uns nicht zufällig sagen, ob es von hier aus einen Bus nach Vail gibt?"

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 11.10.2018 21:35

“Jo, das war auch nicht schwer zu raten, muss ich zugeben. Vom Bus bis hier rein hätte es nicht drei Stunden gedauert“, lacht er leise und recht sympathisch. “Der kommt nur einmal morgens und einmal am Nachmittag. Und das ist halt schon eine Weile her. Wenn ihr also nicht mit dem Bus gekommen seid, war die Auswahl begrenzt, mh?
Und ja, er fährt bis Vail.
Aber ich rede und rede, was wollt ihr trinken? Ich habe heißen Kakao. Und Punsch.“
Er lacht erneut. “Keine Bange, wir haben keine Polizei im Dorf, die euer Alter prüfen oder mir die Schankerlaubnis entziehen kann.“
Dann beginnt er vier große Tassen aus einem Regal zu holen und schaut die Freunde abwartend an, was er ihnen hinein füllen darf.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 11.10.2018 22:01

"Ich nehme den Kakao bitte", sagt Terry ganz lanweilig, aber auf leerem Magen Alkohol trinken ist eine noch dümmere Idee, als das auf vollem Magen zu tun! Abwartend schaut er zu den anderen, was die wohl wollen und fragt dann auch noch:

"Und die Speisekarte bitte."

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 11.10.2018 22:17

"Ja, Kakao wäre toll, Sir." Stimmt Jamie zu, die natürlich auch die Gaststube betreten hat. Wenn auch als letzte der Gruppe.
Hier drin wirkt es gemütlich. Irgendwie nicht wie bei Kannibalen. Aber andererseits, wer weiß schon, wie es bei Kannibalen aussieht?

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 11.10.2018 22:34

Der Wirt lacht gutmütig, während er hinter dem Tresen anfängt, eine Heizplatte anzustellen, Milch und Schokopulver zu verrühren.
“Sowas wie eine Speisekarte habe ich nicht, aber es gibt Braten. Mit Pommes und Gemüse oder ohne Pommes und Gemüse. Die meisten nehmen es mit.“

Auch Dani klinkt sich bei der heißen Schokolade ein und nimmt an einem der Tische platz. Es gibt vier von ihnen und alle sind leer, kein weiterer Gast ist im Wirtsraum zu sehen.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 11.10.2018 22:47

"Oh... ja gut. Dann bitte mit den Beilagen. Danke Sir. Und ein Mineralwasser Sir."

Damit setzt Terry sich zu Dani an den Tisch und stellt sein Snowboard an der Wand daneben ab, bevor er seinen Skianzug öffnet. Dafür ist es hier einfach zu warm!

"Dann müssen wir wohl auf den nächsten Bus warten", sagt er seufzend den anderen und zückt sein Prepaid Handy um zu gucken, ob es hier Emfang gibt. (Falls Sie so ein Handy bekommen hatten.)

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Lifthrasil
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 11.10.2018 23:04

"Vier mal Braten mit allem, bitte!" bestellt Chris. "Und die anderen wollen sicher auch was essen. Und den Punsch lasse ich mir auch nicht entgehen. Ist nach der Kälte da draußen genau das Richtige!"

Nachdem der Wirt gegangen ist kramt Chis in seinen Taschen und stellt fest: "Ich hab sogar auch noch Geld. Du wirst uns also nicht alle einladen müssen, Terry." mit diesen Worten legt er eine 30$-Note auf den Tisch.

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 11.10.2018 23:23

"Wenn er uns rausschmeißt wird das eine verdammt lange Zeit bis der Bus kommt." Kommentiert Jamie den 30er Schein.
"Ich habe keinen Cent bei mir. Ich dachte ja, wir sind nur auf der Piste."

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 12.10.2018 09:04

Das Gasthaus sieht echt nicht schlecht aus, es ist gemütlich und rustikal eingerichtet, sauber und gepflegt, der Tresen ist sauber, die Tische haben gebügelte Deckchen drauf und die Stühle sind akkurat an ihren Plätzen. Aber die Lage von Freyburg scheint Geschäfte wirklich schwierig zu machen.

“Ich habe genug dabei“, winkt Dani ab, als die Frage auf Geld kommt. So hatte sie schon mittags auf der Skihütte mit Kreditkarte bezahlt und da sollte sicherlich noch genug Luft drauf sein, um das Essen hier zu stemmen. Schnee-Kaff hin oder her, die Macht von VISA ist in den USA zumindest doch recht flächendeckend.
Im Gegensatz dazu gibt es den Handyempfang nicht so flächendeckend, wie man das gerne hätte. Terry´s Netz sucht sich tot und schaltet dann ab.

“Wirt, sag, kann man hier ein Auto mieten? Gibt´s Taxis? Oder kennt ihr jemanden, der uns heimfahren könnte, bezahlt natürlich?“ Ruft sie dem bärtigen Mann nach, der inzwischen zwar hinter einer kleinen Holztür verschwunden war, diese aber einen Spalt offen steht und man ihn mit Dingen klappern hört, die vermutlich zum Essen machen gehören.

“Heute Abend fährt keiner mehr, junge Lady. Wir haben Theateraufführung. Das ist DAS Ereignis hier in Freyburg!“ Bei den nächsten Worten hört das Töpfeklappern kurz auf und man kann förmlich durch die Tür hindurch sehen, wie er mit einer Geste in die Runde des leeren Schankraumes deutet: “Und der Grund, warum keine Sau hier ist. Sonst ist es jeden Abend voll hier, gibt ja sonst nichts zu tun. Aber heute: Tote Hose.“
Mit den ersten beiden Tellern in der Hand kommt er zurück und stellt sie vor Jamie und Dani ab.
“Ich fürchte, ihr bessert meine Kasse auf, indem ihr ein paar meiner Gästezimmer bucht.“ Dabei strahlt er nun über beide dicken Backen, es scheint wirklich nicht oft vorzukommen, dass er Gäste zum Übernachten hat. Was euch hier irgendwie in keinster Weise wundert.
“Und morgen früh um 8:30 Uhr kommt der Bus, den solltet ihr dann nehmen. Er fährt bis nach Vail rein, von dort aus kommt ihr dann überall weiter hin, wo immer euer Quartier ist.“

Anschließend bringt er die anderen beiden Teller, dicke, saftige Bratenstücke, vermutlich Wild, Reh oder Hirsch, dazu Pommes und Dosengemüse: Erbsen und kleine Mohrrüben. In dieser Reihenfolge ist dann auch der Geschmack.
Dazu drei mal Heiße Schokolade, einmal Punsch mit reichlich Rum drinnen und ein Mineralwasser für Terry.

“Wohl bekomm´s!“

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 12.10.2018 09:25

"Danke", bedankt sich Terry und beginnt auch gleich zu essen.
"Eine Theater Aufführung? Was wird denn gespielt?"

Er schaut zu den anderen.
"Möchtet ihr euch das anschauen?"

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Lifthrasil
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 12.10.2018 10:03

"Theater! Cool, da gehen wir auch hin. Darf man da mitspielen auf der Bühne? ... Danke!" aber trotz seiner Begeisterung fürs Theater macht er sich erst mal heißhungrig über den Braten her.

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Ungelesener Beitrag von Sanja » 12.10.2018 11:42

Auch Jamie macht sich hungrig über das Essen her, nachdem sie sich natürlich vorher artig bedankt hat.
"Sicher benötigen wir Eintrittskarten oder so was für das Theater." Meint sie dann zum neuen Thema. Dann blickt sie in Richtung Wirt. "Sicher wollen Sie auch noch rüber gehen Sir, oder haben Sie kein Interesse am Theater?"

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 14.10.2018 14:27

“Na, direkt jetzt Mitspielen geht nicht“, grinst der Wirt, offen erfreut über Chris´ Begeisterung. “Und nein, Karten braucht ihr keine. Es ist ja auch eher ein Volkstheater, keine ganz große Bühne.“
Dann klatscht er einmal laut in die Hände, zieht sein Handtuch von der Schulter, die es bisher getragen hat und versucht seiner Stimme einen feierlichen und tragenden Klang zu geben, was nicht wirklich die beeindruckende Wirkung hat, die er sich vielleicht erhoffte: “Und ja, ich werde selbst auch mitspielen. Ich spiele den Wirt! Und einen der Torwächter! Es wird echt Zeit, dass ich mich fertig mache. Wenn ihr wollt, komme ich euch in einer halben Stunde hier abholen und nehme euch dann gleich mit rüber?
Ach ja, die Zimmer sind die Treppe rauf. Es gibt zwei, Zimmer 1 und Zimmer 2. Steht so auf der Tür auch drauf. Schlüssel steckt von innen, fühlt euch frei.“

Er stellt noch eine Thermoskanne mit heißer Schokolade auf den Tisch und eine zweite mit Punsch, zum selber nachschenken. Dann rauscht er ab, durch die hintere kleine Holztür in die Küche und dann weiter in ein angrenzendes Zimmer, zumindest deutet dies der Klang der Türen und Schritte an.
Und ihr sitzt völlig alleine in der Schankstube.

“Ganz knusper ist er nicht, mh?“ Irritiert von seinem Abgang schüttelt sie lachend den Kopf.
“Aber ein lustiger Typ. Genau so, wie man sich einen Wirt vorstellt. Die Idealbesetzung für das Stück.“ Dann widmet sie sich wieder ihrem Teller.

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 14.10.2018 14:31

"Cool. Mit Theater hätte ich hier nicht gerechnet. Also dann, fertig futtern, Zimmer beziehen und dann Theaterfertig machen. Habt ihr eure Ausgehklamotten dabei?"

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Ungelesener Beitrag von Sanja » 14.10.2018 16:32

"Der lässt und jetzt wirklich ganz allein in seinem Gasthaus? Der kennt uns doch überhaupt nicht." Meint Jamie verdutzt, als der Mann wirklich geht.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 14.10.2018 17:03

Terry zuckt mit den Schultern.

"Was sollten wir denn tun?
Und nein, ich habe gar keine andere Kleidung dabei. Ihr denn?"

Sein Blick wandert zu Dani, als würde er sich gar nicht darüber wundern, wenn Dani jetzt ein Abendkleid aus der Tasche ziehen würde.

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 14.10.2018 19:09

Jamie wird mit ihrer Feststellung nicht ganz recht haben, denn ab und an klappert oder poltert etwas aus den hinteren Räumen des Erdgeschosses, der Wirt des Gasthauses scheint also zumindest anwesend zu sein, während er sich für das Theater fertig macht. Oder jemand anderes ist dort, vielleicht hat er ja Familie?
Vom Ergebnis aber zumindest bleibt es wohl gleich: Käme ein neuer Gast herein, wäre keiner außer den Vieren da. Auch wenn sich Dani sehr sicher ist, das Chris jederzeit als Barmann einspringen würde, seinen Cocktail-Kreationen wären kaum Grenzen gesetzt.

Dani grinst erst Chris schwach an, dann Terry. Bei Chris war es als Witz gemeint gewesen, Terry kriegt noch eine Spur Mitleid in den Blick gelegt, er meint die Frage nach der Kleidung immerhin ernst, da besteht für sie kein Zweifel. “Na kommt, schauen wir uns die Zimmer mal an?“

Und nein, ein Abendkleid hat sie natürlich nicht dabei. Eher im Gegenteil. Zum Glück sind die modernen Skianzüge alle mit einem Reißverschluss auf Hüfthöhe ausgestattet, man kann also die Jacke ablegen und die Hose anbehalten, es am Ende aber wieder als ein Teil verbinden, um keinen Schnee eindringen zu lassen. Kommt heute sehr gelegen, dann darunter trägt man im Normalfall ja oft eher Thermounterwäsche oder wie in Dani´s Fall, eine Leggins.

Es geht eine recht schmale Treppe nach oben, dort in einen ebensolchen Flur über. Es gibt vier abführende Türen, die allesamt mit einer Zimmernummer markiert sind. Zimmer eins und zwei sind Doppelzimmer, haben ein großes Bett, dazu die eher nötigsten Möbel und ein kleines eigenes Bad. Die Betten sind frisch bezogen und es gibt in jedem Zimmer sogar einen Strauß frischer Blumen. Nichts Großartiges, aber doch eine ganz besondere Aufmerksamkeit, immerhin hält er kaum länger als eine Woche und wenn man keine Gäste hat, eigentlich unnötig bis sinnlos. Je nach Sichtweise. Aber so: Sehr, sehr schön.
Einen Fernseher gibt es übrigens nicht, lediglich einen kleinen digitalen Wecker und selbst der ist ohne Radio. 19:45 Uhr.

Rasch stellt ihr eure Snowboards an eine der freien Wände neben dem Fenster, was jedes Zimmer hat. Jamie und Chris wohnen nach hinten raus, man sieht eine verschneite Scheune und den angrenzenden Wald in ca. 100 Schritt Entfernung, Terry und Dani haben ihr Zimmer nach vorne, zur Dorfstraße. Aber auch hier ist ja nicht mit besonders viel Verkehr und Lärm zu rechnen.

Viel Auswahl an Kleidung ist für die meisten nicht. Chris mag sein Glamour aufsetzen, aber auch bei ihm sind die physischen Mittel äußerst begrenzt. So trägt Dani unter dem Skianzug neben der Unterwäsche, die mit Thermo mal so gar nichts zu tun hat in ihrem Fall, ein Unterhemd mit Trägerchen, ein Shirt und einen Rollkragenpulli, dazu eine Leggins, zwei Paar Socken, die Mütze mit den Katzenöhrchen und fertig. Wirklich viel ablegen kann sie da nicht, vor allem, da sie ja erst wohl noch durch den Schnee bis zum Theater müssen. Wenn man nicht mit dem Auto fährt. Aber so ist sie unsicher und lässt einfach alles an was sie hat. Lediglich den lockeren Pferdeschwanz löst sie und lässt die Haare offen fallen, alleine um den Stil wenigstens etwas zu verändern.
Den Helm lässt sie natürlich auch auf dem Zimmer, problematischer ist es mit den Skischuhen. Ersatzschuhe hat natürlich keiner der vier dabei und in den starren Dingern stakst man wie die Stapfer, die in Star Wars gegen die Ewoks kämpften, immer leicht in den Knien und nach vorne gebeugt. Kurze Strecken gehen ohne weiteres, längere sind blöde. Und im Theater haben sie bestimmt einen ganz eigenen Charme. Vor allem der Sound, wenn man festen Boden wie Holz oder Stein unter den Füßen hat.

Man ist gerade ein paar Minuten auf dem Zimmer, als von unten Stimmen zu hören sind: Erst leiser, dann irgendwann ein lauteres, weibliches “Hallo? Ist da wer?“
Wenig später mischt sich der tiefe Bariton des Wirtes dazu, die Stimmen sind wieder leiser geworden und als die Vier die Treppe dann wieder nach unten kommen, findet man den Wirt im Gespräch mit zwei Skifahrern wieder, die euch irgendwie erschreckend gleichen. Ein Pärchen, Mitte dreißig, er in hellblau, sie in rosa gekleidet, beide mit Ski und Stöcken in den Händen, die Wangen gerötet von Kälte und Anstrengung und mindestens die Frau muss kürzlich erst geweint haben, ihr Makeup ist völlig verheult.

Der echte Hingucker ist aber der Wirt selbst jetzt: Er trägt eine reichlich improvisierte Rüstung samt Helm und jongliert während des Gespräches mit einer fast drei Schritt langen Hellebarde, die sein Kostüm abrundet. Es sieht nicht völlig peinlich aus, aber auch nicht sonderlich viel besser. Laientheater ist vermutlich keine sprudelnde Geldquelle in Freyburg, müsst ihr sofort erkennen. Aber er strahlt dabei eine Freude, richtiggehend Leidenschaft aus, die sein arg einfaches Kostüm ausgleicht. Immerhin scheint es echtes Blech zu sein, kein mit silberner Farbe besprühter Stoff oder Pappmasche.

Die beiden Neuankömmlinge haben ihn ja nicht wie ihr vorher ´normal´ erlebt, mustern ihn wie einen völlig Wahnsinnigen und haben sicherheitshalber die Tür noch nah im Rücken behalten, während er ihnen gerade lautstark erklärt, dass er jetzt zur Theateraufführung muss, sie aber mitkommen können, später das Zimmer 3 bekommen und auch noch genug vom Braten übrig ist.
Eigentlich erklärt er es recht einfach und nachvollziehbar, die beiden schauen ihn trotzdem wie ein Wesen von einem anderen Stern an. Lediglich die Tatsache, dass man nicht weiß wo man hinrennen sollte hier, hält sie noch im Raum.

Erst als ihr anderen herunter kommt, entspannen sich die beiden etwas.
“Schau, Lisa, ganz normale Leute.“
“Oh Gott. Ja. Danke!“

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 14.10.2018 19:49

Terry trägt die lange Unterwäsche unter dem SKianzug und einen Pullover, definitiv nichts, mit dem er draußen ohne Skianzug rumlaufen will, soviel Stolz hat er dann ja doch noch. Aber als sie jetzt wieder runter gehen, schaut er aufmerksam zu den Neuankömmlingen.

"Guten Abend", grüßt er sie freundlich und mustert die Frau kurz.
"Haben Sie sich auch im Schnee verfahren?" rät er einfach mal. Irgendeinen Grund wird es sicher haben, dass die arme Frau geweint hat, und der liegt gerade irgendwie nahe.

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 14.10.2018 20:42

'normale Leute' trifft bei Chris natürlich nicht ganz. Wenn schon Theater, dann richtig. Also hat er natürlich einen Glamour aufgesetzt und kommt im perfekten Anzug mit Kravatte die Treppe herunter. Mit weißen Glacé-Handschuhen und passenden italienischen Herrenschuhen. So wie er aussieht, passt er weder in dieses Dorf noch in den Schnee, sondern eher in die Mailänder Scala oder sonst ein edles Opernhaus.

"Guten Abend, die Dame, der Herr!" begrüßt er die beiden. "Haben Sie sich auch zu dem einmaligen sozialen Event in dieser Metropole eingefunden? Es freut mich, noch andere Kulturbegeisterte kennenzulernen. Darf ich mich vorstellen? Chris von Stein." er tritt zu den beiden und nimmt die Hand der Frau zu einem angedeuteten Handkuss, wenn sie das zulässt.

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 14.10.2018 21:00

“Ja. Schnee. Verfahren. Verlaufen. Hier ist ja auf Meilen nichts!“, ruft der Mann erleichtert aus, endlich mit Terry jemanden gefunden zu haben der ihn versteht. Mit dem er normal sprechen kann.
“Es war schrecklich! Wir sind über eine Stunde umher geirrt“, fällt ´Lisa´ ein. “Jetzt wollen wir nur noch nach hause in´s Hotel und dann...“ Schlagartig verstummt sie, als Chris als letzter die Treppe nach unten kommt und sofort flackert wieder die Panik in ihren hellblauen Augen auf, denn auch wenn Chris deutlich zivilisierter und eleganter gekleidet ist, wirkt er mindestens so unpassend wie der ´Torwächter´ mit der großen Hellebarde. Zumindest an diesem Ort.
Die Hand reißt sie förmlich zurück als Chris nach ihr greift, bei den dicken Skihandschuhen wäre der Kuss auch nicht wirklich stilvollendet möglich gewesen.

Dani geht derweil zu ihrem alten Tisch hinüber und schenkt zwei der Tassen, wenn sie auch schon benutzt wurden, voller Punsch.
“Hier. Trinken. Heiß.“ Das scheinen die beiden zu verstehen und greifen nach den Tassen, die ersten Schlucke sind noch skeptisch, aber dann geht es recht schnell und die Gefäße sind leer.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 14.10.2018 21:13

"Kommt ihr auch aus Vail?" fragt Terry, nachdem er ihnen erstmal Zeit gelassen hat, den Punsch zu trinken.
"Setzt Euch doch. Ähm... Herr Wirt? Hat denn die Küche noch auf, oder sind Sie schon auf dem Sprung zu Ihrer... Aufführung?"

Terry geht zu dem ersten Tisch, der hier in der Nähe ist und zieht zwei Stühle etwas zurück, damit die beiden sich bequemer hinsetzen können.

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 15.10.2018 12:14

"Ich frage mich ja, wo meine Herzdame bleibt." sagt Chris. "Die würde ich Ihnen noch gerne vorstellen. Tut mir leid, dass Sie sich offensichtlich hier unwohl fühlen. Aber wenn es Sie beruhigt, habe ich zwei schlechte und zwei gute Nachrichten für Sie. Die erste gute ist: es gibt einen Bus nach Vail. Die erste schlechte ist: der fährt erst morgen früh. Die zweite schlechte ist: morgen früh heißt FRÜH! Wir müssen also vor 10 aufstehen! Aber die zweite gute ist: heute ist hier tatsächlich mal was los. Theater, wie Sie vielleicht mitbekommen haben. Kommen Sie mit?"

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Ungelesener Beitrag von Sanja » 15.10.2018 12:27

Während Chris redet kommt auch Jamie die Treppe hinunter. Sie trägt wie schon auf der Berghütte am Mittag einen Pullover und eine schwarze Leggins, die sie unter dem Schneeanzug getragen hatte. Lange draußen rum laufen fällt damit zwar bei den Temperaturen aus, aber das Theater wird ja wohl drinnen sein.
"Oh, noch mehr verirrte. Sind wir also nicht die einzigen Fremden hier. Guten Abend." Begrüßt sie die Fremden mit einem freundlichen Lächeln.

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 15.10.2018 19:25

“Cascade Village“, stammelt der Mann etwas wirr auf Terry´s Frage hin. “Ein Stückchen westlich von Vail. Aber Vail wäre schon prima.“
“Alles wäre prima, Honey“, wirft Lisa dazwischen, wenig taktvoll dem Wirt gegenüber, der nun mal hier wohnt und sich eigentlich echt Mühe gibt, es seinen neuen Gästen recht zu machen.

Kurz unterbrechen sie, um Jamie zu begrüßen.
“Hi, ich bin Michael.“
“Lisa.“

Dann lauschen die Chris. “Ein Bus!“ Genauso gut hätte sie sagen können: ´Wir sind gerettet!´ Zumindest scheint den beiden ein Stein vom Herzen zu fallen. Hart im Nehmen scheinen sie nun wirklich nicht zu sein. Schließlich ist man in den USA und damit in der größten Volkswirtschaft der Welt. Mit einer voll ausgebauten Infrastruktur. Und man kann kaum mehr als 10 oder 15 Meilen von Vail entfernt sein. In einem Dorf. Mit Essen, Trinken und Gästezimmern. Trotzdem tun die beiden so, als wären sie monatelang durch eine lebensfeindliche Umgebung geirrt und nur mit letzter Kraft noch hier angekommen.
Dani rümpft leicht die Nase, versucht es sich aber von den beiden nicht anmerken zu lassen.

“Also gut, mein Vorschlag: Wir gehen jetzt allesamt zum Theater, denn the Show must go on! Da wartet niemand auf uns, das ist schon immer so gewesen und wird so bleiben“, schmunzelt er. “Davor zieht sich die junge Dame und der junge Herr hier noch um, es ist eine Freilichtbühne“, damit deutet er auf Jamie und Chris, der ebenso wie seine Freundin zumindest optisch leicht bekleidet wirkt, die anderen tragen ja die Skianzüge. “Dann schnappt ihr euch Tassen und ich nehme die Thermoskannen mit. Punsch und Heiße Schokolade. Das wärmt von innen. Und in fünf Minuten ist dann hier unten Abmarsch. Ihr beiden könnt Zimmer 3 haben, bringt eure Ski doch schon hoch, die braucht ihr nicht. Okay?“

Lisa und ihr Freund nicken, anscheinend brauchen die beiden einfach klare Ansagen. Und die Aussicht auf einen Bus am nächsten Tag lässt sie langsam entspannen.
“Ja, ist gut.“
“In Ordnung.“

“Eine Freiluftbühne?“ Wirklich begeistert scheint Dani nicht zu sein, erinnert sich dann aber an den Stapel Decken, der auf dem Fußende des Bettes lag und beschließt, sich noch eine davon zu holen. Auch wenn sie sich im Moment eigentlich recht gut und warm fühlt, die kleine Pause hier hat doch schon eine positive Wirkung auf den Körper gehabt. Und wie lange kann so ein Theaterstück schon gehen? Eine Stunde?

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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 15.10.2018 20:02

"Cool!" meint Chris nur zu der Freilichtbühne. Was sie sicher auch in doppeltem Sinn ist. Dann verschwindet er kurz im Zimmer um wieder seinen 'Skianzug' anzuziehen. Den er allerdings aussehen lässt wie einen Wikinger-Pelzumhang mit entsprechender Lederkleidung, um sich dem 'Wächter' Outfit des Wirtes anzupassen. 'Wookie' würde nun wirklich nicht zu einem offensichtlich mittelalterlichen Theater passen. So ausstaffiert kommt er wieder runter. "Kann losgehen!" sagt er.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 15.10.2018 20:24

Terry findet Dani's Idee mit der Extra Decke gut und rollt sich ebenfalls eine zusammen, die er unter den Arm packt, bevor sie losgehen. Irgendjemand würde sie zur Not schon brauchen können. So bleibt eigentlich nur das Snowboard wirklich hier. Sonderlich viele Dinge hatten sie ja nicht dabei.

"Wenn wir das nächste Mal Ski-laufen, nehme ich meinen Rucksack und ein paar Ersatzschuhe mit", überlegt er auf dem Weg, während er recht unelegant - aber wenigstens sieht es amüsant aus - neben den anderen mit Skischuhen durch den Schnee stapft.

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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 15.10.2018 21:00

In der knappen Stunde ist draußen auf dem Marktplatz einiges passiert. Mittig auf dem Kopfsteinpflaster ist nun eine große Holzbühne sichtbar, vielleicht 20 auf 20 Schritt und einen dreiviertel Meter hoch, auf der einen Seite sind fünf lange Bankreihen, ebenfalls aus Holz, vom Schnee befreit worden. Mit Sicherheit war das alles vorher auch schon da, aber weiß bedeckt und damit ´fast unsichtbar´ auf der Schneefläche des Platzes.
Jetzt sind auch Dutzende von Menschen hier, die zum großen Teil bereits Kostüme tragen, die einer Mittelalter-Welt entspringen, ein paar von ihnen scheinen ihre Rollen zu üben und Text vor sich hinzusprechen, die meisten aber tragen Requisiten und große Bühnenbilder zusammen, von denen viele schon in der richtigen Position zu sein scheinen. Generell wirkt es fröhlich und doch irgendwie geübt, einstudiert. Professionell wäre das falsche Wort, dazu ist es zu ´einfach´ gehalten.

“Genießt es, es geht gleich los!“, flüstert euch der Wirt halblaut zu und weist euch die Plätze vorne Mitte zu, das sind auch die einzige, wo man insgesamt sechs Kissen auf die doch recht harte Holzbank gepackt hat, dann verschwindet er selbst im Getümmel hinter der Bühne, wo man ihn bereits erwartet hatte und nun lautstark begrüßt.
Ihr scheint die einzigen Zuschauer zu sein.

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Criosa
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Criosa » 15.10.2018 21:21

Etwas verwirrt schaut Terry sich um.

"Ähm... heißt das jetzt... das das ganze Dorf in dem Theater mitspielt?"
Das findet er jetzt schon etwas merkwürdig. Er mustert die Kissen und fragt leiser:
"Und woher wussten die jetzt, dass genau sechs Zuschauer da sein werden?"

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Sanja
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[Dresden Files] Case File - Night Fears

Ungelesener Beitrag von Sanja » 15.10.2018 21:26

"Eine Freilichtbühne!?!" Hätte Jamie ungläubig gefragt, bevor sie dann doch hoch gegangen war um den Schneeanzug wieder an zu ziehen.
So ging es dann los zum Dorfplatz, wo bereits reges Treiben herrscht.
"Leute? Die führen ein Theaterstück ohne Publikum auf. Genau genommen für sechs Zuschauer, von denen sie bis gerade nicht wussten, dass sie kommen, für die aber sechs Kissen bereit liegen. Kommt das wirklich nur mir komisch vor?" Fragt sie schließlich flüsternd ihre Freunde.

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