Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 97

Rhanaya
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 21.01.2018 22:45

Eulenspiegel hat geschrieben:
21.01.2018 16:02
Und nochmal: Die Gesetze werden in den Ausschüssen beredet. Im Parlament werden die Gesetze höchstens nochmal debattiert. Eine Debatte zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht an die anderen Abgeordneten richtet, sondern an die Zuschauer. Deswegen müssen die anderen Abgeordneten nicht anwesend sein.
Ganz ehrlich, für sowas kann ich mir den Bundestag auch schenken, dann ist die Verunglimpfung "Quasselbude" aus der nur heiße Luft kommt gerechtfertigt.
Zelemas hat geschrieben:
21.01.2018 12:44
Daran erkennt man recht gut den inhaltlichen Wert der Hauptsitzung - da kann man gar nicht mehr groß debattieren oder Fachmeinungen abfragen, weil die Zeit schlicht zu knapp ist. Dummerweise kommen interessierte Bürger dann aber meist nur zur Ratssitzung^^
Dito, wozu dann noch eine Sitzung wenn doch eh schon alles klar ist und auch keine Zeit für irgendwas? Da verstehe ich nicht, warum du das Spiel mitmachst bzw. alle das so hinnehmen.
Zelemas hat geschrieben:
21.01.2018 12:44
Die Erwartung der Öffentlichkeit, das Parteien mit einer Stimme sprechen, ist daran nicht so ganz unschuldig.
Jaein. Bei z.B. Eurorettung gab es ja auch in der CDU Abweichler und da hätte ich schon erwartet, dass die eben deutlich dagegen votierten. Das hätte der CDU deutlich besser getan. Langfristig hat dieses Stimmverhalten nun zur AfD geführt. Nicht aleine aber steter Tropfen...

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 21.01.2018 23:24

Ich kenne die genauen Wegstrecken nicht - gehe aber davon aus, dass die meisten Ausschuss-Sitzungen des Bundestags in direkter Umgebung des Reichstags stattfinden. Wenn da alle Teilnehmer eine Nachricht "Hammelsprung, jetzt!" von ihrem Fraktionschef aufs Handy kriegen, wären die alle rechtzeitig da. Es hat ja einen Grund, warum es allein ca. 15 Minuten dauerte, bis alle den Raum verlassen hatten - hoffentlich ginge das bei einem Feueralarm deutlich schneller. Dann noch mal 7 Minuten Erklärungen. Dass die beim Reinkommen auch wieder 10 Minuten brauchen, ginge sicher auch schneller, selbst wenn alle durch eine Tür wollen.

Da es aktuell nur drei Ausschüsse = Hauptausschuss, Geschäftsordnung, Petitionen, mit insgesamt (47+9+9) Mitgliedern gibt, ist Ausschuss-Arbeit auch kein Argument. Abgeordnete müssen natürlich auch außerhalb der Sitzungen was arbeiten - und um 22.40 Uhr evtl. auch schon heimgegangen sein. Das waren hier knapp 400 der insgesamt 709 Abgeordneten.

Der Bundestag scheint ohne Regierung nicht wirklich arbeitsfähig zu sein - und das ist das eigentlich Bemerkenswerte. Denn von der Idee der Gewaltenteilung her sollte er das sein. Wenn die meiste Parlamentsarbeit regulär in Ausschüssen erledigt wird, was macht eigentlich der 19te Bundestag seit seiner ersten Sitzung am 24. Oktober, also seit 3 Monaten? Da die Ausschuss-Besetzung ja eher von Fraktionsstärken abhängen sollte und nicht von der Zugehörigkeit zu Regierungsfraktionen, ist das eine komplett selbstgemachte Blockade.Der winzige Vorteil, dass man in irgendeinem der Ausschüsse mit vllt. in der Regierung schwieriger Kostellation dafür sorgt, dass der Vorsitz/Berichterstattung dort von eigenen Leuten gemacht wird und man der Nicht-Regierungs-Fraktion dafür den Posten in einem auch wichtigen aber weniger brisanten Ausschuss gibt = ein eigentlich marginaler Aspekt.

Treffen sich jetzt z.B. die Gesundheitspolitiker nur noch informell, informieren sich jeder einzeln, berichten über ihr Tun an andere Kollegen per Flurfunk und begegnen jeder einzeln den Lobbyisten - statt im Ausschuss? Das kann besonders für neu gewählte Abgeordnete (nicht nur AfD) gar nicht erstrebenswert sein - denn die werden da natürlich ignoriert, so lange niemand ihr vielleicht künftiges Spezialgebiet erkennen kann. Eine Stellungnahme eines Lobbyverbands vor einem Bundestagsausschuss wäre auch deutlich transparenter und nachvollziehbarer als Einflussnahme im Café.

Die geschäftsführende Regierung könnte und müsste auch Gesetzesbeschlüsse umsetzen, die ein z.B. jetzt gebildeter Gesundheitsausschuss vorbereitet, eine Fraktion im Bundestag zur Abstimmung vorgeschlagen hat und das dann beschlossen wurde. An den Mitarbeitern in den Ministerien wird/sollte sich nach einer Regierungsbildung auch wenig ändern - dort werden zwei (drei) der oft tausende Mitarbeiter ersetzt (parl. Staatssekretär(e), Minister), einige wenige der Führungskräfte (teuer) in Rente geschickt und ein paar (hoffentlich wenige) Posten für persönliche Schwerpunkt-Wünsche des neuen Ministers neu geschaffen.

Eulenspiegel
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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 21.01.2018 23:43

Talron hat geschrieben:
21.01.2018 22:14
Wenn Abgeordnete der CDU einen Vorschlag der AFD als rassistisch geißeln um dann leicht umformuliert den Selben zu machen.
Wenn man der AFD vorwirft sie wäre nicht in Abstimmungen, obwohl sie dort stärker als die anderen Parteien vertreten ist.(Darum ging es hier primär)
Wenn man der AFD vorwirft Statistiken oder Zahlen einseitig zu verwenden oder zu verzerren, dann aber das selbe tut oder noch einen Schritt weiter geht und einfach zu den Daten völlig konträr liegenden Schlussfolgerungen kommt. (Ohne die Quelle natürlich abzulehnen)
zu 1. Es kommt eben immer auf die Details an. Zwei Sachen, die unter der groben Brille gleich aussehen, können im Detail deutlich unterschiedlich sein.

zu 2. Was Talasha sagt.

zu 3. Es geht nicht darum, dass die Quelle schlecht ist. Die Quelle kann durchaus vernünftig sein. Wenn man die Zahlen der Quelle aber vernünftig betrachtet, kommt man nunmal zu vollkommen konträren Ansichten, als wenn man die Zahlen der Quelle einseitig betrachtet.
Rhanaya hat geschrieben:
21.01.2018 22:45
Ganz ehrlich, für sowas kann ich mir den Bundestag auch schenken, dann ist die Verunglimpfung "Quasselbude" aus der nur heiße Luft kommt gerechtfertigt.
Der Sinn und Zweck des Bundestages ist es auch nicht, Debatten zu halten. Der Sinn und Zweck vom Bundestag ist es, Gesetze zu verabschieden.

Man kann gerne darüber diskutieren, ob man die Debatten abschaffen will. Das hat doch aber nichts damit zu tun, ob es einen Ort geben sollte, an dem die Gesetze geändert werden.

Dito, wozu dann noch eine Sitzung wenn doch eh schon alles klar ist und auch keine Zeit für irgendwas? Da verstehe ich nicht, warum du das Spiel mitmachst bzw. alle das so hinnehmen.
Die Sitzung ist dazu da, das ganze formal durchzuführen.

Wie das Gesetz aussehen soll, wird informell diskutiert. Das eigentliche Gesetz muss dann aber formal zu einem Gesetz werden.

Stell dir das ganze wie bei der Heirat vor: Man hat erst einen ganz romantischen Heiratsantrag. Sobald sich beide Seiten dann für die Ehe entschieden haben, muss man ganz formal zum Standesamt und dort ganz unromantisch einen Vertrag unterschreiben. Anschließend kann man danach dann wieder ganz romantisch eine Hochzeitsfeier machen.

Jetzt kann man sich fragen: "Wenn das Standesamt so unromantisch ist, wieso lässt man sich überhaupt darauf ein? Wieso verzichte ich nicht darauf und mache nur den romantischen Hochzeitsantrag und anschließend die romantische Hochzeitsfeier?"
Antwort: Weil du einen Ort brauchst, wo aus dem informellen etwas formales wird.

Bei Gesetzen ist das genauso. Bloß dass diese nicht im Standesamt, sondern im Bundestag ihren formalen Ort haben.
Zuletzt geändert von Eulenspiegel am 22.01.2018 00:15, insgesamt 2-mal geändert.

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 21.01.2018 23:47

Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde das Verhalten der anderen Parteien gegenüber der AfD albern und kleinkariert. Sei es, wenn man den Kandidaten der AfD für den Vizepräsidenten des Bundestages oder für das Geheimdienstkontrollgremium durchfallen lässt oder auch sonst hauptsächlich die böse Populisten-und-Rassisten-Schiene fährt. Nun mag man einwenden wollen, die AfD sei doch auch albern oder sonst was. Ja, mag sein, aber wenn man doch mit Argumenten die Populisten entzaubern will, dann schafft man das so ganz sicher nicht.

Mich erinnert das sehr an die erbärmlichen Versuche von damals, die PDS zu schneiden und rauszuekeln. Ich war nun nie wirklich ein Freund der PDS/Linkspartei, aber ich fand das Gebaren der "etablierten" Parteien damals erbärmlich und finde es auch heute gegenüber der AfD erbärmlich.
Will man so versuchen, die AfD-Wähler zurückzuholen? Indem man mit Wort und Tat die AfD quasi bestätigt? Die Taktik erscheint mir absurd, zumal sich ja nun immer deutlicher abzeichnet, dass die AfD die stärkste Oppositionspartei wird.

Auch wenn es vielen Abgeordneten schwer fällt, was ich durchaus nachvollziehen kann, aber sie werden um eine sachliche, professionelle Arbeit mit den AfD-Abgeordneten nicht herumkommen. Zumindest, wenn sie nicht wollen, dass diese "Wir-gegen-die"-Vorstellung etlicher AfD-Abgeordneter und damit letztendlich auch der Wähler manifestiert wird.

Eulenspiegel
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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 00:10

sagista hat geschrieben:
21.01.2018 23:47
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde das Verhalten der anderen Parteien gegenüber der AfD albern und kleinkariert. Sei es, wenn man den Kandidaten der AfD für den Vizepräsidenten des Bundestages oder für das Geheimdienstkontrollgremium durchfallen lässt oder auch sonst hauptsächlich die böse Populisten-und-Rassisten-Schiene fährt. Nun mag man einwenden wollen, die AfD sei doch auch albern oder sonst was. Ja, mag sein, aber wenn man doch mit Argumenten die Populisten entzaubern will, dann schafft man das so ganz sicher nicht.
Vize-Präsidenten:
Es gibt nunmal einen guten Grund, dass sich nicht jeder Fraktion einen Vize-Präsidenten aussuchen darf, sondern dass dieser vom Parlament gewählt werden muss.

Alle Parteien waren sich einig, dass die AfD einen Vize-Präsidenten stellen darf. Aber bitte einen Präsidenten, der mit beiden Beinen auf der Verfassung steht, und keinen, der sagt, man kann nicht zwischen Muslimen und Islamisten unterscheiden.

Alle Parteien haben gesagt: Schlagt einen anderen Vize-Präsidenten vor, den wählen wir dann auch.

Kontrollgremium:
Hier haben wir genau das, was weiter oben gefordert wurde: Bei der Wahl des Abgeordneten gab es keine Fraktionsdisziplin, sondern jeder hat nach seinem Gewissen entschieden.
Übrigens wurden die anderen Mitglieder auch nicht mit allen Stimmen gewählt: Stephan Mayer (CDU/CSU) hat 560 Stimmen bekommen. Patrick Sensburg (ebenfalls CDU/CSU) hat nur 518 Stimmen bekommen. Stephan Thomae (FDP) war mit 535 Stimmen Mittelfeld. Konstantin von Notz (Grüne) hat nur 500 Stimmen bekommen. André Hahn (Linke) hat sogar nur 400 Stimmen bekommen. Und Roman Johannes Reusch (AfD) war dann das Schlusslicht mit nur 210 Stimmen. (Quelle)

Genau so etwas passiert nunmal, wenn man keine Fraktionsdisziplin hat, sondern jeder mit seinem Gewissen abstimmt. Anzumerken sei aber, dass über 100 Abgeordnete außerhalb der AfD auch für den AfD-Kandidaten gestimmt haben.

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 22.01.2018 00:19

Nachdem man die Regelung zum Alterspräsidenten ganz plötzlich geändert hat, ist das doch nur die Fortsetzung dieses unrühmlichen Spiels. Oder glaubt ernsthaft jemand, das Parlament hätte einen Bundestagsvize Glaser nicht überlebt, die inkriminierte Aussage nun hin oder her? Was spricht denn nun gegen Herrn Reusch? Gut, ok, man kann natürlich sagen, dass es die Leute nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, AfD-Leute zu wählen. Aber dass das schlau ist, wage ich zu bezweifeln. Man gibt der AfD völlig unnötigerweise die Gelegenheit, sich als Opfer der etablierten Parteien darzustellen. Die dahinterstehende Taktik ist mir völlig unklar.

Eulenspiegel
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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 00:36

Bei der Regelung des Alterspräsidenten hat man halt den Fall: Man hat sich bisher keine Gedanken darüber gemacht. Der älteste Abgeordnete war bisher immer eine Person, die schon mehrere Legislaturperioden Erfahrung hatte. Jetzt hätten wir plötzlich eine Person, die noch keinerlei Erfahrung damit hatte. DAS stellte das eigentliche Problem da: Der Alterspräsident soll die erste Sitzung leiten. Wie soll aber jemand eine Sitzung leiten, der bisher noch keine Erfahrung mit Bundestags-Sitzungen hat? Das hat nichts mit der AfD zu tun. Auch wenn der älteste Abgeordnete von der CDU oder SPD käme: Wenn er keine Erfahrung mit dem Bundestag hat, wird diese Person Schwierigkeiten haben, die Sitzung zu leiten.
Von daher war der Abgeordnete der AfD sicherlich Anlass. Die neue Regelung ist aber auch unabhängig davon wesentlich sinnvoller.

Wenn man Glaser zum Bundestagsvize gewählt hätte, hätte man damit das ganze Prozedere, dass er vom Bundestag bestätigt werden muss, ad absurdum geführt.

Zu Herrn Reusch: Keine Ahnung, was gegen ihn spricht. Aber ich bezweifle, dass es bei den meisten Gegenstimmen seine AfD-Zugehörigkeit war. Bei diesen Wahlen geht es um Persönliches und nicht um Parteizugehörigkeit!
Schau dir die Ergebnisse für Stephan Mayer und Patrick Sensburg an: Beide gehören der gleichen Fraktion an. Trotzdem haben sie unterschiedliche viele Stimmen bekommen. Es gab Leute, die für Stephan Mayer gestimmt haben, aber gegen Patrick Sensburg waren. OBWOHL beide der gleichen Fraktion angehörten.

Jetzt könnte man die Abgeordneten natürlich fragen: Wieso habt ihr für Stephan Mayer, aber nicht für Patrick Sensburg gestimmt?
Ich kenne die Antwort nicht! Aber ich bin mir sicher, dass es nichts mit der Parteizugehörigkeit zu tun hat.

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Der Wanderer
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Ungelesener Beitrag von Der Wanderer » 22.01.2018 03:26

Rhanaya hat geschrieben:
21.01.2018 22:45
Dito, wozu dann noch eine Sitzung wenn doch eh schon alles klar ist und auch keine Zeit für irgendwas? Da verstehe ich nicht, warum du das Spiel mitmachst bzw. alle das so hinnehmen.
Arbeitspensum/Arbeitsteilung. Es ist so viel komplizierter Stoff, dass nicht jeder Abgeordnete sich dem Thema komplett widmen kann. Daher geht das in die Ausschüsse, wo es von den darauf spezialisierten Abgeorndeten diskutiert wird, und am Ende wird das Ergebnis aus dem Ausschuss im Bundestag abgesegnet. Natürlich kann man das in der Bundestagssitzung nochmal bereden bzw. die Fraktionen machen das intern vorher, so dass das Ausschussergebnis keineswegs sakrosankt ist, aber das ist halt der Weg der Arbeitsteilung. Das ist im Bundestag genauso wie im Stadtrat.

Ist das so wünschenswert? Vielleicht nicht. Ich sehe da genug Probleme, ja. Aber dass es so läuft, kann man den Abgeordneten schlechterdings vorwerfen - um es anders zu machen, müsste das komplette Prozedere geändert werden. Und ich wüsste auch keine zufriedenstellende Lösung dafür.
Freinfair: freie und faire Heldengenerierung plus vereinfachte Steigerungsregeln

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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 22.01.2018 03:50

Ich tue mich echt schwer mit einem leeren Bundestag, ich kann es gar nicht oft genug sagen.
Ich glaube auch, dass der Bundestag sich selbst so organisieren kann, dass er nicht bis 23:00 Uhr Sitzungen halten muss und das Ausschüße dann tagen müssen, wenn das Parlament tagt. Das führt einfach zu einer OPTISCHEN Abwertung des Bundestages und damit auch mental, der Mensch ist eben ein Augentier.
Wenn ich dann noch sehe, dass die selben Abgeordneten noch Vorsitzende in X Firmen sind frage ich mich echt was das soll? Keine Zeit für Parlamentsarbeit aber im Vorstand der Firma rumhängen? Klar die meisten dieser Jobs sind eh nur Lobbyposten und die Firmen werden bestimmt nicht wollen das Politiker X sich als Amateur ernsthaft in die Vorstandsarbeit einmischt und genau das ist der bittere Geschmack der bleibt.
Eulenspiegel hat geschrieben:
22.01.2018 00:10
Genau so etwas passiert nunmal, wenn man keine Fraktionsdisziplin hat, sondern jeder mit seinem Gewissen abstimmt. Anzumerken sei aber, dass über 100 Abgeordnete außerhalb der AfD auch für den AfD-Kandidaten gestimmt haben.
Kein Problem, so ist es halt. Mann darf nur nicht von der jeweiligen Fraktion erwarten, dass sie dann einen den anderen genehmen benennen. Da habe ich auch eher eine desktruktive Ansicht, bevor ich mir was aufzwingen lasse, lasse ich den Stuhl lieber leer und habe mehr Leute im Parlament und erzwinge Anwesenheit.
Im Bundestag geht es noch, mit 12,6 % können die anderen die AfD halbwegs überstimmen aber wie sieht es mit Sachsen Anhalt aus? Bei knapp 25% würde die AfD das Parlament voll halten, denn die anderen müssten komplett erscheinen um ihre Sache durchzudrücken.
sagista hat geschrieben:
21.01.2018 23:47
Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde das Verhalten der anderen Parteien gegenüber der AfD albern und kleinkariert.

Ach ja, furchtbares Verhalten. Bei den Debatten kommen immer wieder infantile Rufe aus der Links/Grünen Ecke. Die Würde des Hauses und Benehmen scheinen nicht so ganz für die Linken und Grünen zu gelten das Präsidium greift da zu wenig ein.
Andrerseits bringt es Leben in die Bude, was ja auch nicht schlecht ist.
Sehr skuril finde ich auch den Vorwurf, die AfD würde keine Lösungen bieten. Nun sie hat eigenen Vorstellungen und seit wann muss die Oposition die Arbeit der Regierung machen? Genau das war doch das Problem des Vorgängerbundestages Oposition und Regierung waren sich einig und nur in den Details unterschiedlich.
Ich persönlich mag dieses Links/Rechts Auseinandersetzung schon, man bekommt was für seine Wahlstimme geboten :dance:


Nur um es optisch mal klar zu machen. Hier mein persönlicher Supergau der Parlamentsarbeit.
Der Melderegisterbeschluss, der uns alle getroffen hat und wer da entschieden hat. Das das Präsidium da ernsthaft die Beschlussfähigkeit unterstellt :Maske:
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 79454.html

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.01.2018 09:20

Rhanaya hat geschrieben:
22.01.2018 03:50
Sehr skuril finde ich auch den Vorwurf, die AfD würde keine Lösungen bieten. Nun sie hat eigenen Vorstellungen und seit wann muss die Oposition die Arbeit der Regierung machen?
Seit sie etwas verändern will. Wer sich Alternative nennt muss auch Alternativen anbieten.

Rhanaya hat geschrieben:
22.01.2018 03:50

Ich persönlich mag dieses Links/Rechts Auseinandersetzung schon, man bekommt was für seine Wahlstimme geboten :dance:
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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Ungelesener Beitrag von Talron » 22.01.2018 10:02

Eulenspiegel hat geschrieben:
21.01.2018 23:43
zu 1. Es kommt eben immer auf die Details an. Zwei Sachen, die unter der groben Brille gleich aussehen, können im Detail deutlich unterschiedlich sein.

zu 2. Was Talasha sagt.

zu 3. Es geht nicht darum, dass die Quelle schlecht ist. Die Quelle kann durchaus vernünftig sein. Wenn man die Zahlen der Quelle aber vernünftig betrachtet, kommt man nunmal zu vollkommen konträren Ansichten, als wenn man die Zahlen der Quelle einseitig betrachtet.
Zu 1. Können, sind aber nicht.
Zu 2. Quelle schon gepostet. Faz scheint mir soweit verlässlich. Vermuten ist gut, wissen ist halt besser.
Zu 3. Nein. Bzw eigentlich nur dann wenn die Zahlen so oder so keine Aussage zulassen weil sie sich im Bereich der Ungenauigkeit bewegen. 10 Kilo zugenommen wird nicht zu 10 Kilo abgenommen, außer ich gehe die Messung an (und zwar hin zur willentlichen Verfälschung). Klar kann man darüber streiten ob es jetzt vielleicht eher 8 oder 12 Kilo sind. Aber das ist genau die Messungenauigkeit. Und bevor du mir jetzt damit kommst, ja aber wenn es nur um 1 Kilo geht, dann könnte es doch ins Gegenteil verkehrt werden. Ja, aber dann gehe ich damit auch die Messung an, weil ich eben sagen, die Aussage hat keinen Wert, weil sie eben im Fehlertoleranzbereich liegt.
Klar, kann man sagen: Naja, aber die 10 Kilo könnten ja Muskelmasse sein, bzw. 12 Kilo Muskelmasse und minus 2 Kilo Fett. Naja, dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder es steht eben in der Statistik, dann ist aber eine Aussage in die Richtung: Ich werde zu einer Kugel, nicht einfach eine einseitige Interpretation sondern schlicht gegen die Zahlen. Oder es geht nicht aus der Messung hervor, dann kann es zwar noch immer so sein, aber man kann es nicht Anhand der Messung argumentieren, sondern ehrlich nur die Messung als solche angehen. (Fehlende Werte)


@Talasha
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Was meinst du jetzt konkret? Starkes Wirtschaftswachstum, angekündigte Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich oder den Shutdown der Regierung, welcher auch schon regelmäßig unter Obama zu beobachten war? :censored:

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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.01.2018 12:24

Talron hat geschrieben:
22.01.2018 10:02

@Talasha
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Was meinst du jetzt konkret? Starkes Wirtschaftswachstum, angekündigte Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich oder den Shutdown der Regierung, welcher auch schon regelmäßig unter Obama zu beobachten war? :censored:
Zwei unversöhnliche Lager die immer weiter aufeinander einbashen und in denen immer radikalere Kräfte das Ruder übernehmen.
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Ungelesener Beitrag von Talron » 22.01.2018 15:48

Talasha hat geschrieben:
22.01.2018 12:24
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 10:02

@Talasha
Ich mag diesen Hass nicht. Der Bundestag ist nicht das Dschungelcamp oder Big Brother. Wo dieses Gegeneinander hin führt sieht man ja bei Trump-
Was meinst du jetzt konkret? Starkes Wirtschaftswachstum, angekündigte Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich oder den Shutdown der Regierung, welcher auch schon regelmäßig unter Obama zu beobachten war? :censored:
Zwei unversöhnliche Lager die immer weiter aufeinander einbashen und in denen immer radikalere Kräfte das Ruder übernehmen.
Trump ist hier ein vorläufiges Ergebnis dieser Entwicklung. Schon 2010 organisierte John Stewart Rally_to_Restore_Sanity_and/or_Fear.
Ich denke sicher gab es da schon Vorstufen, aber so ab 2003/2004 war es sichtbar und wurde immer deutlicher.

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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.01.2018 15:52

@Talron
Genau das meine ich.
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 22.01.2018 16:55

Das kommt aber alles nicht von ungefähr. Ich habe mich die letzten 10 Jahre nämlich immer weniger vertreten gefühlt und am Ende von den Grünen ständig Oberlehrerhaft belehrt gefühlt über wie und warum ich so und so zu Leben habe.
Die Grünen sind nämlich in meinem Bundesland mit an der Macht und sehr nervig.

Daher bin ich froh über die AfD die den Grünen Paroli bietet.


Habt ihr meinen Link gesehen und versteht ihr nun warum ich mehr Leute im Parlament will?

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 22.01.2018 17:34

Ich sehe das alles eher entspannt. Natürlich war das mit dem Hammelsprung lästig und unnötig, und das Motiv war auch nicht gerade konstruktiv.

Aber warum drüber aufregen? Damit wird man die AfD ja nur darin bestätigen. Das ist aufmerksamkeitsheischender Kindergarten in meinen Augen. Ich sehe es so: Sie haben ein Instrument angewandt das zu Nutzen sie nach Lage der Dinge vollkommen berechtigt waren. Wenn sie der Meinung sind, damit der Demokratie und der konstruktiven Parlamentsarbeit einen Gefallen zu tun: Lass sie halt machen.

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.01.2018 18:58

Rhanaya hat geschrieben:
22.01.2018 16:55
Habt ihr meinen Link gesehen und versteht ihr nun warum ich mehr Leute im Parlament will?
Ja, und nein.
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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 19:30

Rhanaya hat geschrieben:
22.01.2018 03:50
Ich glaube auch, dass der Bundestag sich selbst so organisieren kann, dass er nicht bis 23:00 Uhr Sitzungen halten muss und das Ausschüße dann tagen müssen, wenn das Parlament tagt. Das führt einfach zu einer OPTISCHEN Abwertung des Bundestages und damit auch mental, der Mensch ist eben ein Augentier.
Ja, der Mensch ist ein Augentier. Aber der Zweck des Bundestages ist es nicht, schön auszusehen. Ich glaube auch nicht, dass es jemand von der OPTIK her festmacht, ob er sich die Debatten anhört oder nicht:
Wer die Debatten spannend findet, schaut sie sich an. - Egal ob der Bundestag optisch viel her macht oder nicht.
Wer die Debatten langweilig findet, schaut sie sich nicht an. - Egal ob der Bundestag optisch viel her macht oder nicht.

Und wer partout nicht auf Optik verzichten will, der schaut sich halt die Statements des PR-Sprechers des Bundestages an.

Ich denke nicht, dass der Bundestag sich nach "Mehr Schein als Sein" ausrichten sollte.

Von daher: Ja, der Bundestag kann sich so organisieren. Aber es gibt keinen Grund dazu. (Nein, bessere Optik ist kein Grund für den Bundestag.)
Nur um es optisch mal klar zu machen. Hier mein persönlicher Supergau der Parlamentsarbeit.
Der Melderegisterbeschluss, der uns alle getroffen hat und wer da entschieden hat. Das das Präsidium da ernsthaft die Beschlussfähigkeit unterstellt :Maske:
https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 79454.html
Glaubst du, irgendetwas hätte sich geändert, wenn da mehr Leute anwesend gewesen wären? Glaubst du, die anderen Abgeordneten hätten anders entschieden?

Ich denke, man kann einiges am Melderegisterbeschluss kritisieren. Aber "Die Optik hat mir nicht gefallen, als der Beschluss gefasst wurde." gehört sicherlich nicht zu den Kritikpunkten.
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 10:02
Zu 1. Können, sind aber nicht.
Zu 2. Quelle schon gepostet. Faz scheint mir soweit verlässlich. Vermuten ist gut, wissen ist halt besser.
Zu 3. Nein. Bzw eigentlich nur dann wenn die Zahlen so oder so keine Aussage zulassen weil sie sich im Bereich der Ungenauigkeit bewegen. 10 Kilo zugenommen wird nicht zu 10 Kilo abgenommen, außer ich gehe die Messung an (und zwar hin zur willentlichen Verfälschung). [...]
zu 1. Ich muss gestehen, dass ich die Details nicht kenne. Verlinke doch mal die Details. Dann können wir darüber diskutieren, ob sich die beiden Fassungen wesentlich unterscheiden oder nicht.

zu 2. Das ist ein schönes Beispiel für 3. Auch hier haben wir eine Quelle (FAZ) und eine Datenlage: "Der Anteil der Anwesenden AfD-Abgeordneten bei Beschlüssen ist im Durchschnitt höher als der ANteil der Anwesenden Nicht-AfD-Abgeordneten."

Und es gibt 2 Interpretationen dieser Datenlage:
1. Interpretation: Die AfD-Abgeordneten sind diszipliniert und arbeiten. Deswegen sind sie im Saal anwesend. Die Nicht-AfD-Abgeordneten sind faul und arbeiten nicht. Deswegen sind sie auch nicht anwesend.

2. Interpretation: Die meisten Sitzungen fanden tagsüber statt. Wenn man das ganze mal nach tagsüber und nachts aufspaltet, stellt man fest, dass die AfD-Abgeordneten hauptsächlich tagsüber eine überdurchschnittliche Präsenz zeigten. Abends/Nachts über unterschied sich der Anteil der anwesenden AfD-Abgeordneten nicht von den anwesenden Nicht-AfD-Abgeordneten.

Wieso waren also tagsüber mehr AfD-Abgeordnete anwesend als Nicht-AfD-Abgeordnete? Die meisten Ausschüsse sind nicht neu besetzt. Das heißt, in den Ausschüssen sitzen noch die Abgeordneten der letzten Legislaturperiode. Das sind naturgemäß keine AfDler.
Das heißt, während die Nicht-AfD-Abgeordneten tagsüber in den Ausschüssen arbeiten müssen, haben die AfD-Abgeordneten tagsüber nichts zu tun und können sich in den Bundestagssaal setzen.
Anwesend sind alle Abgeordneten. Nur die einen sitzen im Bundestagssaal (weil sie in keinen Ausschüssen sind), die anderen arbeiten in ihren Ausschüssen.

zu 3. Ein Beispiel, wie man aus einer Datenlage und einer Quelle zwei verschiedene Interpretationen erhalten kann, habe ich dir bereits bei 2. gegeben. Ein anderes fiktives Beispiel ist folgendes. Wir schauen uns die Wirtschaftsleistung eines imaginären Staates pro Jahr an:
2012: 9,4 Mio €
2013: 9,6 Mio € (+2 %)
2014: 9,8 Mio € (+2 %)
2015: 10 Mio € (+2 %)
2016: 5 Mio € (-50 %)
2017: 8 Mio € (+60 %)

Interpretation 1: Wir hatten 2017 ein unbeschreibliches Wirtschaftswachstum von phänomenalen 60%.

Interpretation 2: Die Wirtschaft konnte sich von der Katastrophe 2016 halbwegs erholen und ist fast wieder auf dem Niveau von vor der Katastrophe.

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.01.2018 20:23

@Eulenspiegel
In der aktuellen, 19ten Wahlperiode gibt es noch praktisch keine Ausschüsse, in denen gearbeitet werden könnte - und die Ausschüsse der 18ten Wahlperiode scheinen mit Zusammentreten des neuen Parlaments (ab Ende Oktober) nix mehr gemacht zu haben, also seit Ende Oktober - macht ja auch Sinn, weil diverse Abgeordnete nicht mehr gewählt sind und andere neu gewählt.
=> Ausschussarbeit findet zur Zeit nicht statt oder nur informell.

Man möge mich korrigieren, wenn jemand Gegenteiliges weiß. Wenn es so ist, stellt sich der Bundestag selbst bemerkenswert missverständlich in seinem Online-Auftritt dar.

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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 20:40

Das Grundgesetzt schreibt vor, dass folgende Ausschüsse existieren (Wikipedia):
- Auswärtiger Ausschuss
- EU-Ausschuss
- Verteidigungsausschuss
- Petitionsausschuss

Von diesen Ausschüssen wurde nur der Petitionsausschuss neu besetzt. Das deutet darauf hin, dass die anderen Ausschüsse noch mit der alten Besetzung arbeiten. - Sicher bin ich mir allerdings nicht. Dazu habe ich leider nichts weiter finden können.

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.01.2018 21:02

siehe "Hauptausschuss" - anscheinend ersetzt der vorübergehend die drei erstgenannten Ausschüsse, wie schon 2013 und obwohl so nicht im GG vorgesehen. Auch Das Hier spricht dafür, dass da eher Sendepause statt Ausschussarbeit stattfindet.

Bei den alten Ausschüssen finden sich jede Menge Tätigkeitshinweise - die im Sommer 2017 (Sommerpause) bzw. spätestens im Oktober (d.h. vor der ersten Sitzung des neuen Bundestages) enden. Wenn z.B. ein Verteidigungsausschuss aktuell arbeitet, wäre es doch nett, dessen Beschlussempfehlungen abzudrucken.

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Ungelesener Beitrag von Zelemas » 22.01.2018 21:19

Eulenspiegel hat geschrieben:
22.01.2018 20:40
Von diesen Ausschüssen wurde nur der Petitionsausschuss neu besetzt. Das deutet darauf hin, dass die anderen Ausschüsse noch mit der alten Besetzung arbeiten. - Sicher bin ich mir allerdings nicht. Dazu habe ich leider nichts weiter finden können.
Sie arbeiten nicht. Wie auch? Die alte Besetzung ist zu guten Teilen nicht mehr im Parlament vertreten, die Vorsitze stehen zum Teil der Opposition zu, und die kann erst definiert sein, wenn es eine Regierung gibt.

Es gibt aktuell nur den Hauptausschuss, den Petitionsausschuss und den Ausschuss für Wahlprüfung.

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Ungelesener Beitrag von Talron » 22.01.2018 21:51

@Eulenspiegel
zu 1. Ich muss gestehen, dass ich die Details nicht kenne. Verlinke doch mal die Details. Dann können wir darüber diskutieren, ob sich die beiden Fassungen wesentlich unterscheiden oder nicht.
Wird auch im Artikel der FAZ angesprochen...(Geht um Familiennachzug und Altersfeststellung als Beispiele)
Und es gibt 2 Interpretationen dieser Datenlage:
1. Interpretation: Die AfD-Abgeordneten sind diszipliniert und arbeiten. Deswegen sind sie im Saal anwesend. Die Nicht-AfD-Abgeordneten sind faul und arbeiten nicht. Deswegen sind sie auch nicht anwesend.

2. Interpretation: Die meisten Sitzungen fanden tagsüber statt. Wenn man das ganze mal nach tagsüber und nachts aufspaltet, stellt man fest, dass die AfD-Abgeordneten hauptsächlich tagsüber eine überdurchschnittliche Präsenz zeigten. Abends/Nachts über unterschied sich der Anteil der anwesenden AfD-Abgeordneten nicht von den anwesenden Nicht-AfD-Abgeordneten.

Wieso waren also tagsüber mehr AfD-Abgeordnete anwesend als Nicht-AfD-Abgeordnete? Die meisten Ausschüsse sind nicht neu besetzt. Das heißt, in den Ausschüssen sitzen noch die Abgeordneten der letzten Legislaturperiode. Das sind naturgemäß keine AfDler.
Das heißt, während die Nicht-AfD-Abgeordneten tagsüber in den Ausschüssen arbeiten müssen, haben die AfD-Abgeordneten tagsüber nichts zu tun und können sich in den Bundestagssaal setzen.
Anwesend sind alle Abgeordneten. Nur die einen sitzen im Bundestagssaal (weil sie in keinen Ausschüssen sind), die anderen arbeiten in ihren Ausschüssen.
Sehr viel Text und was hat sich geändert? Nichts. Faktisch steht die Aussage weiterhin: Es macht keinen Sinn der AFD vorzuwerfen das sie im Parlament nicht anwesend ist, wenn sie in der hinsicht am disziplinirtesten ist... Damit wäre auch schon wieder mein Punkt 3 untermauert. Du kannst auch noch über das Mitagessen von Parlamentarier philosophieren, es ändert nichts.
Die Aussage die AFD ist in allem besser und arbeitet mehr und keine andere Partei kann sie in irgendwas vorführen weil sie allen so weit überlegen ist blablablabla.... hat keiner gemacht ist auch wertlos weil viel zu breit und höchst wahrscheinlich falsch ist. (Ich schreibe höchst wahrscheinlich und nicht sicher weil ich gerade auf die schnelle keine Lust habe mir entsprechende Ansätze aus den Fingern zu saugen, daher kann ich es nicht zeigen daher nur vermuten, daher höchst wahrscheinlich)
Es ging konkret um die Aussage die AFD ist genausowenig/weniger bei Abstimmungen im Parlament vertreten, bzw. den Umstand, dass dies von einigen Politikern angebracht wurde um die AFD zu stellen. Das geht natürlich schief, weil eben die Fakten andere sind.
zu 3:
zu 3. Ein Beispiel, wie man aus einer Datenlage und einer Quelle zwei verschiedene Interpretationen erhalten kann, habe ich dir bereits bei 2. gegeben. Ein anderes fiktives Beispiel ist folgendes. Wir schauen uns die Wirtschaftsleistung eines imaginären Staates pro Jahr an:
2012: 9,4 Mio €
2013: 9,6 Mio € (+2 %)
2014: 9,8 Mio € (+2 %)
2015: 10 Mio € (+2 %)
2016: 5 Mio € (-50 %)
2017: 8 Mio € (+60 %)

Interpretation 1: Wir hatten 2017 ein unbeschreibliches Wirtschaftswachstum von phänomenalen 60%.

Interpretation 2: Die Wirtschaft konnte sich von der Katastrophe 2016 halbwegs erholen und ist fast wieder auf dem Niveau von vor der Katastrophe.
Und bei sind richtig und beide widersprechen sich nicht, sind auch nicht im Ansatz das Gegenteil voneinander (Wie wenn sie ich nicht einmal widersprechen?).
Das Gegenteil von 1 wäre die Wirtschaft ist 2017 um 60% eingebrochen.
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Ob das prozentuale Wirtschaftswachstum eines Jahres als alleiniger Indikator für die Wirtschaftslage eines Landes herhalten sollte ist sicherlich fraglich, (In meinen Augen offensichtlich bescheuert) aber es ändert eben nichts an der bestimmten Zahl. Die kann ich entweder anfechten oder akzeptieren. Klar kann man immer etwas herumdrucksen, und Ansätze finden um irgendwie mit nicht genannten Vorkommnissen/Effekten die endgültigen Zahlen zu verändern. Aber um so von eine klaren Aussage, von einer Untersuchung mit deren Methodik und deren Erfassung ich konform gehe, ohne zu Lügen ins Gegenteil zu verkehren oder zumindest deutlich in diese Richtung mag theoretisch denkbar sein, ist aber praktisch irrelevant, da man wohl um in seinem Leben einem solchen Beispiel zu begegnen wohl mehrere Milliarden Jahre leben müsste...

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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 22:04

Talron hat geschrieben:
22.01.2018 21:51
Wird auch im Artikel der FAZ angesprochen...(Geht um Familiennachzug und Altersfeststellung als Beispiele)
Ja, dass es um Familiennachzug und Altersfeststelung geht, steht dort. Mir ging es um die Details. Die stehen nicht in der FAZ.
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Doch, die Interpretation ist eine vollkommen andere.
Ob das prozentuale Wirtschaftswachstum eines Jahres als alleiniger Indikator für die Wirtschaftslage eines Landes herhalten sollte ist sicherlich fraglich, (In meinen Augen offensichtlich bescheuert) aber es ändert eben nichts an der bestimmten Zahl.
Es ändert nichts an der Zahl selber. Aber es ändert etwas über die Aussage zur Zahl.

Ob man sagt, die Wirtschaft ist um 60% gestiegen oder ob man sagt, die Wirtschaft hat sich vom Einbruch letztens Jahr erholt, sind zwei grundverschiedene Aussagen, auch wenn sie auf den gleichen Zahlen beruhen.

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Ungelesener Beitrag von Talron » 22.01.2018 22:33

@Eulenspiegel
Ja, dass es um Familiennachzug und Altersfeststelung geht, steht dort. Mir ging es um die Details. Die stehen nicht in der FAZ.
Ich denke mal, dass sich der Journalist das gewissenhaft durchgelesen hat. Die Wahrscheinlichkeit das zwischen "wir wollen keinen Familiennachzug 1" und "wir wollen keinen Familiennachzug 2" ein so signifikanter Unterschied ist und das dieser Unterschied dann dem Journalisten nicht aufgefallen sein soll.....
Doch, die Interpretation ist eine vollkommen andere.
Die Aussage bleibt aber die Selbe. Bedenke, ob ich Heidi Klum schön finde oder nicht steht an keiner Stelle.
Ob man sagt, die Wirtschaft ist um 60% gestiegen oder ob man sagt, die Wirtschaft hat sich vom Einbruch letztens Jahr erholt, sind zwei grundverschiedene Aussagen, auch wenn sie auf den gleichen Zahlen beruhen.
Schon das ist so nicht ganz richtig. Während die erste Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -1 basiert, basiert die zweite Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -2.

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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 22.01.2018 22:38

Talron hat geschrieben:
22.01.2018 22:33
Ich denke mal, dass sich der Journalist das gewissenhaft durchgelesen hat. Die Wahrscheinlichkeit das zwischen "wir wollen keinen Familiennachzug 1" und "wir wollen keinen Familiennachzug 2" ein so signifikanter Unterschied ist und das dieser Unterschied dann dem Journalisten nicht aufgefallen sein soll.....
Es gibt solche und solche Journalisten. Und gerade in der heutigen Zeit, wo alles möglichst schnell veröffentlicht werden muss, bleibt die Zeit, etwas gewissenhaft durchzulesen, häufig auf der Strecke.
Schon das ist so nicht ganz richtig. Während die erste Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -1 basiert, basiert die zweite Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -2.
Beide Aussagen basieren auf der Zahlenreihe, die ich am Anfang gepostet habe.

Also stimmst du mir darin zu, dass Interpretation 1 und Interpretation 2 zwei unterschiedliche Aussagen sind?

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 23.01.2018 00:59

Talron hat geschrieben:
22.01.2018 21:51
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Sag deiner Freundin bitte nicht, sie sei genauso hässlich wie Heidi Klum, im Glauben das würde keinen Unterschied dazu machen dass du sie genauso schön nennst. :censored:

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Ungelesener Beitrag von Talron » 23.01.2018 07:25

Eulenspiegel hat geschrieben:
22.01.2018 22:38
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 22:33
Ich denke mal, dass sich der Journalist das gewissenhaft durchgelesen hat. Die Wahrscheinlichkeit das zwischen "wir wollen keinen Familiennachzug 1" und "wir wollen keinen Familiennachzug 2" ein so signifikanter Unterschied ist und das dieser Unterschied dann dem Journalisten nicht aufgefallen sein soll.....
Es gibt solche und solche Journalisten. Und gerade in der heutigen Zeit, wo alles möglichst schnell veröffentlicht werden muss, bleibt die Zeit, etwas gewissenhaft durchzulesen, häufig auf der Strecke.
Mag allgemein so sein, im konkreten Fall geht aber die Wahrscheinlichkeit gegen 0. Du kannst es gerne heraussuchen.
Schon das ist so nicht ganz richtig. Während die erste Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -1 basiert, basiert die zweite Aussage auf den Wirtschaftsdaten der Jahre 0 und -2.
Beide Aussagen basieren auf der Zahlenreihe, die ich am Anfang gepostet habe.

Also stimmst du mir darin zu, dass Interpretation 1 und Interpretation 2 zwei unterschiedliche Aussagen sind?
Ja, zwei sich nicht widersprechende, im Einklang stehende Aussagen basierend auf unterschiedlichen Datengrundlagen.

Madalena hat geschrieben:
23.01.2018 00:59
Talron hat geschrieben:
22.01.2018 21:51
Ja, ich kann aussagen positiv klingend formulieren oder negativ klingend formulieren und es ändert nichts an ihrer Bedeutung:
Meine Freundin ist genauso schön/hässlich wie Heidi Klum. Aber das ist eben der Punkt, es ändert nichts.
Sag deiner Freundin bitte nicht, sie sei genauso hässlich wie Heidi Klum, im Glauben das würde keinen Unterschied dazu machen dass du sie genauso schön nennst. :censored:
Ja, die Gefahr von Implikationen.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 23.01.2018 08:04

Das ist nicht die Gefahr von 'Implikationen'...

'Häßlich' ist eine andere Kategorie als 'schön' - identisch an beiden Aussagen ist in der Tat , dass deine Freundin vergleichbar zu Heidi Klum aussieht, also ihr Verhältnis zu ihr.

Aber in dem du die Kategorie festlegst, bestimmst du, welche Wertung diese Aussage erhält, also, das Niveau, auf dem sich beide befinden.

Das macht Sprache aus.

Und darum sind die beiden Aussagen nicht 'identisch'.

Sondern diametral (entgegengesetzt).
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 23.01.2018 11:52

@Rhonda Eilwind So sieht es aus. Wobei der Vergleich zu Wirtschaftsdaten nicht wirklich passt. Wirtschaftsdaten kann man schön verpacken, aber trotzdem kann der informierte Adressat sich seine eigene Meinung dazu bilden. Bei Schönheit in einer Beziehung gilt das nur bedingt. Natürlich kann die Freundin sich trotzdem selbst schön finden, aber wenn der Partner es nicht tut hat man dennoch ein Problem.

Das Beispiel mit der Freundin ist daher ein schiefer Vergleich zu Wirtschaftsdaten. Um die es ja ursprünglich ebenfalls gar nicht ging. Es ging so wie ich es verstanden habe um Fehl- und Anwesenheitszeiten der AfD im Vergleich zu den anderen. Da würde mich ja mal interessieren, inwiefern es da einen Neuling-Faktor gibt? Ich kann mir gut vorstellen, dass erstmals gewählte MdB da oft mit viel Elan und Eifer ran gehen, vor allem wenn sie eher Quereinsteiger als alte Polit-Hasen sind, sehr oft anwesend sind, ist ja schließlich noch alles ganz neu, und solange das Bundestag eigentlich nichts macht auch nicht soo anstrengend. Und erst mit etwas mehr Erfahrung lernt man, dass die ständige Anwesenheit weder leistbar noch sinnvoll ist.

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