Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 97

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Talron
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Ungelesener Beitrag von Talron » 16.09.2017 09:19

@Wanderer
aben zwar oft gute Themen, ziehen das aber so besserwisserisch-moralisch auf. Was jetzt auch nicht so furchtbar wäre, wenn sie nicht dabei den Eindruck vermitteln würden, sie wüssten alles ganz genau und vermittelten nur Fakten.
Das ist genau der Punkt. Im Grunde sollte politisches Kabaret selbst zum Nachdenken anregen und einen Spiegel vorallem für die Zuschauer darstellen. Das war einfach höhö die Amis sind so blöd und böse... Naja, was da natürlich mir als deutschem hier besonders sauer aufstößt ist, dass Deutschland zu der Zeit eben keine Außenpolitik hatte. Aus bekannten Gründen.
Aber sie tun mir ein bisschen zu sehr als bringen sie witzig dargestellt die Nachrichten.
Es ist halt bitter, wenn man den Vergleich vorallem aus den USA kennt. Jon Stewart oder z.B. John Oliver bzw John Stweart wurde von Trevor Noah abgelöst machen auch eine Satireshow mit Nachrichten. Wenn du die und deren Qualität im Hinterkopf hast, dann löst die Anstalt schon fremdschämen aus.

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Mithrandir
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Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 16.09.2017 11:38

Mir ist die Anstalt inzwischen, genauso wie Pispers seit längerem, zu sehr "Die Amis sind doch eigentlich die Schweine und die Russen sind die missverstandenen netten!" mäßig.

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 16.09.2017 15:39

Mithrandir hat geschrieben:
16.09.2017 11:38
Mir ist die Anstalt inzwischen, genauso wie Pispers seit längerem, zu sehr "Die Amis sind doch eigentlich die Schweine und die Russen sind die missverstandenen netten!" mäßig.
Mich nervt dieses ganze Lagerdenken, man sieht ja in den USA wo so etwas hin führt schlimmstenfalls, und damit meine ich nicht mal Trump.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

Thargunitoth
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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 17.09.2017 12:30

Die Anstalt handelt nach dem typischen:"Das hätte man doch wissen müssen"-Prinzip. Wenn man die Geschichte nämlich kennt, weiß man es im Nachhinein immer besser.
RIP: Katalonienthread :-(

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 17.09.2017 13:30

Thargunitoth hat geschrieben:
17.09.2017 12:30
Die Anstalt handelt nach dem typischen:"Das hätte man doch wissen müssen"-Prinzip. Wenn man die Geschichte nämlich kennt, weiß man es im Nachhinein immer besser.
Das ist ja Usus bei vielen, insbesondere linken Gruppierungen, aber nicht nur da. Die damit einhergehende moralische Überlegenheit, die gern zur Schau gestellt wird, nervt ziemlich.

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 17.09.2017 14:09

Thargunitoth hat geschrieben:
17.09.2017 12:30
Die Anstalt handelt nach dem typischen:"Das hätte man doch wissen müssen"-Prinzip. Wenn man die Geschichte nämlich kennt, weiß man es im Nachhinein immer besser.
Sollte man denn nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Und ist nicht oft genau das die Lektion, die man ziehen kann? Man hätte es besser wissen müssen, weil xy schon mal passiert ist?
sagista hat geschrieben:
17.09.2017 13:30
Das ist ja Usus bei vielen, insbesondere linken Gruppierungen, aber nicht nur da. Die damit einhergehende moralische Überlegenheit, die gern zur Schau gestellt wird, nervt ziemlich.
Es geht doch nicht um moralische Überlegenheit, sondern darum gewisse Fehler nicht zu wiederholen. Und oftmals gibt es auch während der Zeit in der politische Entscheidungen getroffen werden Bedenkensträger, die genau das angemerkt haben, was nachher schief geht.

Das dazu natürlich immer eine politische Agenda kommt, weil man selbst eben eine eigene Einstellung hat und die meistens begründet für eine gute Sache für alle hält, ist dann eine andere Geschichte. Aber da sehe ich keinen Unterschied zwischen den politischen Lagern. Da scheint jedes einzelne für sich die "beste Weltsicht" gepachtet zu haben und ebenfalls natürlich eine gewisse moralische Überlegenheit ihr eigen zu nennen. Und sei es nur die Moral des Pragmatismus.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

Thargunitoth
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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 17.09.2017 14:37

@Sumaro
Um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen sollte man zuerst mal die Vergangenheit und den Kontext detailliert wiedergeben, oder nicht?

Glaubst du wirklich, dass das die Motivation von der Anstalt ist? Einer Satiresendung?
RIP: Katalonienthread :-(

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 17.09.2017 14:49

@Thargunitoth
Keine Ahnung, was deren Intention ist. Allerdings bieten sie ja jedes Mal auch einen Faktencheck an, den man selbst vornehmen kann, um deren Aussagen und Satire in Kontext zu setzen. Also woher haben sie ihre Infos haben und was sie da zugrunde legen. Das erlaubt doch zumindest sehr transparent zu verfolgen, welche Quellen herangezogen wurden und daraufhin zum Nachdenken angeregt seine eigene Position zu beziehen.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

Eulenspiegel
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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 17.09.2017 15:30

Sumaro hat geschrieben:
17.09.2017 14:09
Sollte man denn nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Und ist nicht oft genau das die Lektion, die man ziehen kann? Man hätte es besser wissen müssen, weil xy schon mal passiert ist?
Nein, es ist schonmal wx mit positiven Ausgang und yz mit negativen Ausgang probiert.
Jetzt haben wir xy, das eine Mischung aus wx und yz ist. Wird xy nun einen positiven oder negativen Ausgang haben?

Wenn xy einen positiven Ausgang hat, werden die Leute sich hinstellen und sagen: Ich habe es doch gleich gewusst. Schließlich war es das gleiche wie wx.
Und wenn xy einen negativen Ausgang hat, werden die Leute sich hinstellen und sagen: Ich habe es doch gleich gewusst. Schließlich war es das gleiche wie yz.

Letztendlich weiß man vorher eben nicht, ob xy jetzt wie wx oder wie yz ausgehen wird. - Oder womöglich eine komplett andere Wendung nimmt.
sagista hat geschrieben:
17.09.2017 13:30
Und oftmals gibt es auch während der Zeit in der politische Entscheidungen getroffen werden Bedenkensträger, die genau das angemerkt haben, was nachher schief geht.
Ja, wenn 50% das eine sagt und 50% das andere, dann wird nach einer Entscheidung 50% der Berater richtig liegen. Nach 2 Entscheidungen 25% der Berater, nach 3 Entscheidungen 12% der Berater und nach 4 Entscheidungen 6% der Berater.

Das liegt nicht daran, dass sie es besser wissen. Das liegt einfach nur daran, dass sie Glück beim Raten hatten.
Aber da sehe ich keinen Unterschied zwischen den politischen Lagern.
Nein, einen Unterschied zwischen den politischen Lagern sehe ich auch nicht. Aber ich sehe einen Unterschied zwischen den Ländern:
Linke US-Satire ist verdammt gut. Linke deutsche Satire ist häufig grottenschlecht.

Also kein Unterschied zwischen links und rechts. Aber ein Unterschied zwischen Deutschland und USA.

Thargunitoth
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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 22.09.2017 09:27

Zwei Tage vor der Wahl gibt es noch etwas Öl ins Feuer:

https://www.welt.de/print/die_welt/arti ... fnung.html
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Merry
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Ungelesener Beitrag von Merry » 22.09.2017 17:07

Ich werde am Sonntag Die Linke wählen, da die für mich doch das meiste versprechen, was ich gut heiße und mir auch vorstellen kann, dass sie sich wirklich dafür einsetzen werden. Obendrein können die mir wenigstens zum Teil in ihrem Wahlprogramm sagen, wie sie dahinkommen wollen, wo sie hin wollen. Das schaffen SPD und Grüne nicht, die CDU hat gar nichts Konkretes mehr im Wahlprogramm. AfD kommt ohnehin nicht in Frage, FDP ist reiner Neoliberalismus. Obendrein hat die Die-Linke-Fraktion auch in den letzten vier Jahren ordentlich im Bundestag gearbeitet und repräsentierte meine Meinung überwiegend auch sehr gut (etwa beim Thema Bürger- und Freiheitsrechte, was für mich eines der wichtigsten ist). Auch schätze ich sehr viele Linken-Politiker und will sie dringend wieder im Bundestag sehen (nur bedauerlicherweise haben wir Länderlisten, sodass ich nicht genau diese wählen kann): Dietmar Bartsch, Klaus Ernst, Gregor Gysi…
Die einzige Partei, die ich gefunden habe, die Der Linken Konkurrenz um meine Stimme macht, ist die Partei der Humanisten, die mir recht sympathisch erscheint und klar für einiges ist, was ich bei k(aum )einer anderen Partei finde: Bedingungsloses Grundeinkommen, aktive Sterbehilfe… Wenn die irgendwann ein ordentliches Wahlprogramm ausarbeiten, stellen die eine ernsthafte Konkurrenz dar. Bis dahin, und so auch in diesem Jahr, wird es Die Linke sein.
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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 23.09.2017 00:38

Ich vermute mal, dass das Ergebnis dieser Abstimmung nicht mit dem tatsächlichen Wahlergebnis übereinstimmen wird.
Ich stelle mal eine Prognose zum Wahlausgang auf:

CDU/CSU 38 %
SPD 22 %
AfD 12 %
Die Linke 9 %
FDP 8 %
Grüne 6 %
Sonstige 5 %

Möglicherweise reicht es dann sogar dank der Überhangmandate für Schwarz-Gelb. Ich glaube inzwischen, nach vielen Stunden Politik, dass dies perspektivisch für unsere Demokratie das beste Ergebnis wäre. Die SPD muss in die Opposition, nur so kann sie wieder zu einer Volkspartei werden, die diesen Namen auch verdient und die dann vielleicht auch irgendwann, vielleicht in 4, vielleicht auch erst wieder in 8 Jahren eine realistische Chance haben wird, den Kanzler zu stellen.

Auch wenn ich wahrlich kein Freund der Grünen bin, so wünsche ich dieser Partei dennoch nicht ein Dasein als Steigbügelhalter für Schwarz-Gelb in Form einer Jamaika-Koalition. Mag sein, dass sich der eine oder andere Spitzenpolitker damit arrangieren kann, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Basis das mitmachen wird. Wenn man sieht, wie es anderen Parteien in einer Koaltion mit Merkel ergangen ist, so müsste man sich um die Grünen tatsächlich größte Sorgen machen.

AfD und Linke werden Fundamentalopposition betreiben. Wahrscheinlich ist dann richtig Stimmung in der Bude. Ich bin mir sicher, dass unsere Demokratie auch eine AfD im Bundestag überstehen wird. Ich glaube nicht daran, dass das vierte Reich im Anmarsch ist, nur wenn ein Bernd Höcke seine Reden schwingen wird. Ob die AfD nach vier Jahren wieder verschwinden wird, kann man natürlich noch nicht wissen, aber man wird ja die Entwicklung dieser Partei genau verfolgen können, wenn sie im Bundestag sitzt. Das ist doch noch mal deutlich präsenter als in den Landesparlamenten.

Dass die Partei, die ich wählen werde, nicht im Bundestag vertreten sein wird, bin ich schon gewohnt, aber das ist auch nicht schlimm. Trotzdem finde ich entgegen der landläufigen Meinung, eine Stimme für die Sonstigen sei verschwendet, dass es sinnvoll ist, auch die Kleinen zu unterstützen. Zumindest wenn man dort eine Partei gefunden hat, mit der man mehr Übereinstimmungen hat als mit den Parteien, die voraussichtlich in den Bundestag einziehen werden.

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Talron
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Ungelesener Beitrag von Talron » 23.09.2017 01:59

Ich glaube ehrlich nicht, dass die CDU auf 38 Prozent kommt. Könnte aber sein, dass die FDP auf mehr als 10 Prozent kommt. Viele von Merkel verärgerte CDU Wähler könnten ihre Zweitstimme der FDP geben.
Das die AFD bei weniger oder 12 Prozent bleibt wäre zu hoffen, aber ich halte es ehrlich nicht für wahrscheinlich. Sowohl die SPD als auch die CDU werden wahrscheinlich Zweitstimmen an die AFD verlieren. Ich glaube auch nicht, dass die Grünen bei 6 Prozent laden. Die haben sich doch schon eine solide Stammwählerschaft aufgebaut.
Naja, aber es beleibt spannend. Unsere lieblingsintegrationsministerin tut wirklich alles um noch auf den letzten Metern ihrer Partei eines reinzuwürgen....

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.09.2017 09:13

Genial, Prognosen aus dem Bauch und dann Selbstbestätigung, das man in irgendeinem Punkt besser war als die Umfrageinstitute ... ;-)
35% CDU/CSU
21,5% SPD
14 % AfD
10,5 % FDP
8,5 % Linke
6,5 % Grüne
4 % Sonstige

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 23.09.2017 10:45

Ich bilde mir eh spätestens seit Brexit und Trump ein, es besser zu wissen als die Deppen, die dafür bezahlt werden :censored:
Prognosen sind ohnehin immer schwieirig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen :grübeln:

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 23.09.2017 13:00

sagista hat geschrieben:
23.09.2017 10:45

Prognosen sind ohnehin immer schwieirig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen :grübeln:
Das wissen wir doch spätestens seit Niobaras Unschärfethesis. Da sag noch einer ausgeprägtes DSA-Hintergrundwissen sei für politische Themen uninteressant.

In diesem Sinne, meine Prognose:
- es wird gewählt werden.
- die union wird die Stimmstärkste Partei sein.
- es wird keine Regierung ohne schwarz und/oder Rot geben
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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 24.09.2017 16:49

Du bist ein großartiger Prophet, Eadee :ijw:
Ich bin mal gespannt, ob einer der AfD-Leute mit einem Spruch wie "Deutschland ist erwacht" das zu erwartende gute Abschneiden der AfD kommentieren wird. Einem Bernd Höcke, der ja immerhin Geschichtslehrer war, würde ich das durchaus zutrauen...

Merry
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Ungelesener Beitrag von Merry » 24.09.2017 17:27

Mich würde mal interessieren, wen ihr mit der Erststimme wähltet/noch wählen werdet/wählen würdet.
Ich wählte einen Unabhängigen, da mir seine Einstellungen gut gefielen und ich mir ohnehin mal Unabhängige im Bundestag wünsche, aber das ist in dem derzeitigen System leider eine Utopie.
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Ungelesener Beitrag von Suilujian » 24.09.2017 17:35

Ich habe mich entschlossen, meine Erststimme einem der beiden U-40 Kandidaten in meinem Wahlkreis zu geben (demjenigen der beiden, dem ich politisch näher stehe). Die Zusammensetzung des Bundestags sorgt in meinen Augen dafür, dass zu sehr im Interesse der Rentner und zu wenig im Interesse der jungen Generationen Politik gemacht wird; ich wollte daher mehr junge Politiker unterstützen.

An sich sollten Erststimmen seit der vollen Angleichung durch Zweitstimmen eine größere Bandbreite an Ergebnissen sehen, aber ich fürchte, viele haben die Konsequenzen dieser Änderungen noch nicht verstanden und wählen weiter wie bisher.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 24.09.2017 18:11

Suilujian hat geschrieben:
24.09.2017 17:35
An sich sollten Erststimmen seit der vollen Angleichung durch Zweitstimmen eine größere Bandbreite an Ergebnissen sehen, aber ich fürchte, viele haben die Konsequenzen dieser Änderungen noch nicht verstanden und wählen weiter wie bisher.
Wie meinst du das? Wegen der Ausgleichsmandate? Die ändern doch erstmal gar nichts daran dass alle Erststimmen die nicht an den stimmstärksten Kandidaten gingen wertlos sind. Insofern lohnt es sich nach wie vor nicht Kandidaten aus Kleinstparteien zu wählen wenn nicht der gesamte Wahlkreis bekanntermaßen stark affin zu dieser Kleinstpartei ist.

Oder gibt es da noch irgendeine Änderung im Wahlverfahren die ich nicht mitbekommen habe?
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Ungelesener Beitrag von Talron » 24.09.2017 18:25

Naja, faktisch ist die Erststimme eigentlich generell wertlos. Es hilft dir nur eben eine spezielle Person ins Parlament zu schicken.

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 24.09.2017 18:29

AfD stärker als erwartet, sehr unsichere Regierungsaussichten für quasi jede mögliche Koalition... Kein Tag zu feiern.

Ich weiß gar nicht, welche Regierung Merkel ich mir wünschen soll.

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Ungelesener Beitrag von Suilujian » 24.09.2017 18:52

Eadee hat geschrieben:
24.09.2017 18:11
Suilujian hat geschrieben:
24.09.2017 17:35
An sich sollten Erststimmen seit der vollen Angleichung durch Zweitstimmen eine größere Bandbreite an Ergebnissen sehen, aber ich fürchte, viele haben die Konsequenzen dieser Änderungen noch nicht verstanden und wählen weiter wie bisher.
Wie meinst du das? Wegen der Ausgleichsmandate? Die ändern doch erstmal gar nichts daran dass alle Erststimmen die nicht an den stimmstärksten Kandidaten gingen wertlos sind. Insofern lohnt es sich nach wie vor nicht Kandidaten aus Kleinstparteien zu wählen wenn nicht der gesamte Wahlkreis bekanntermaßen stark affin zu dieser Kleinstpartei ist.


Oder gibt es da noch irgendeine Änderung im Wahlverfahren die ich nicht mitbekommen habe?

Die Zusammensetzung des Bundestags wird allein durch die Zweitstimme festgelegt. Seit 2013 gibt es dazu Ausgleichsmandate. Daher ist selbst eine Stimme für den ultimativen Sieger für die Zusammensetzung des Bundestags irrelevant. Also sollte man die Erststimme wirklich nach Persönlichkeitsmerkmalen vergeben, nicht nach Parteimitgliedschaft. Tatsächlich ist die Erststimme sogar die beste Möglichkeit, lokal starke Kleinparteien ins Parlament zu hieven - denn für diese ist die Erststimme die mehr versprechende Möglichkeit als das Überschreiten der 5%-Hürde, wenigstens eine Handvoll Vertreter in den Bundestag zu schicken. Oder eben man versucht, Persönlichkeiten in den Bundestag zu hieven, die man dort sehen will, selbst wenn sie in ihrer Partei nicht sonderlich weit oben auf der Landesliste stehen. Für diese zweite Möglichkeit habe ich mich entschieden (auch wenn der entsprechende Kandidat vermutlich verloren hat - aber an der Zusammensetzung des Bundestags nach Parteien hat das nichts geändert)

Wie ich schon sagte, scheint diese Änderung bei vielen Wählern noch nicht angekommen zu sein. Dein Kommentar bestätigt mir diesen Eindruck.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 24.09.2017 19:26

Suilujian hat geschrieben:
24.09.2017 18:52
Wie ich schon sagte, scheint diese Änderung bei vielen Wählern noch nicht angekommen zu sein. Dein Kommentar bestätigt mir diesen Eindruck.
Naja, ich sehe es so dass 90% der (wählenden) Bürger die Erststimme nach Partei vergeben, schlicht um ihr Wahlbezirk durch den Kandidaten ihrer gewünschten Partei vertreten zu sehen.
Wenn ich mir ansehe welche Parteien im Laufe der Zeit Überhangmandate erhalten haben, sind das im Wesentlichen nur die großen Parteien der Union und SPD.

Wenn ich also mit meiner Erststimme einen Kandidaten wähle, welcher nicht Union oder SPD angehört, dann bewirkt meine Erststimme quasi nichts.

Spoiler: Ich habe meine Erststimme trotzdem einem anderen Kandidaten gegeben, schlicht weil sich das Wahlverhalten der Bevölkerung nicht ändern wird wenn man immer nur "das kleinere Übel" wählt statt die Partei/Person die man eigentlich wählen will. Denn wenn alle "das kleinere Übel" wählen sehen sie sich nur wieder bestätigt dass es keinen Sinn macht kleine Parteien zu wählen, bestätigt durch die Stimmen derer die eigentlich auch lieber etwas anderes gewählt hätten.
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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 24.09.2017 19:34

CDU/CSU also deutlisch schwächer als in den Umfragen. Dass die CDU/CSU in den Umfragen so stark war, hat mich sowieso die ganze Zeit über verwundert.
RIP: Katalonienthread :-(

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Suilujian
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Ungelesener Beitrag von Suilujian » 24.09.2017 20:20

Die ganzen Unentschlossenen wollten vieles, aber selten noch länger Merkel.

Überhangmandate gibt es eben effektiv nicht mehr. Dadurch ist das Wählen der großen Parteien gerade unwichtig geworden.

Und ich teile deine Einschätzung, dass viele weiterhin die Favoriten wählen, aber dass sich da nichts ändert, so lange das alle tun, und gerade bei den Erststimmen tut ein "verwählen" weniger weh als bei der Zweitstimme.

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 25.09.2017 00:01

Das Wahlergebnis war ja durchaus vorhersehbar. Überraschend für mich war das doch recht schlechte Abschneiden der Union und das gute Ergebnis der Grünen, aber das sind nicht mehr als Nuancen eines letztendlich erwartbaren Wahlausgangs.

Auch dass nun das Ergebnis der AfD ein, wenn nicht gar das bestimmende Thema der anschließenden Diskussionen werden würde, ist wenig überraschend. Ich hoffe, die Parteien finden einen angemessenen und souveränen Umgang mit dieser Partei, die, auch wenn es vielen nicht passt, demokratisch als drittstärkste Partei gewählt worden ist. Ich habe mir heute sowohl die sogenannte Elefantenrunde als auch anschließend Anne Will angesehen und ich muss sagen, ich finde es teilweise fast schon erbärmlich, wie die Parteien mit Ausnahme der FDP die AfD angehen. Ich glaube nicht, dass eine Strategie nach dem Motto "wer haut am härtesten drauf" irgendwas bringen wird. Auch das Rumreiten darauf, die AfD habe keine Lösungen, führt zu nichts. Die AfD ist nicht zum Gestalten gewählt worden, sie ist aus Protest gewählt worden. Und wenn man dann lange Minuten genüsslich darauf herumreitet, dass die AfD aus Gründen, die ja sogar offen und ehrlich ausgeführt wurden, kein eigenes Rentenkonzept hat, hat das mit einem souveränen Umgang mit dieser Partei nichts zu tun. Vielmehr scheint man zu versuchen, diejenigen, denen man unterstellt, sie würden nur pöbeln wollen, mit lauterer Pöbelei zu übertönen. Sie begeben sich auf das Niveau der AfD, ob das eine kluge Taktik ist, glaube ich nicht.

Aber ich glaube, die Debatten im Bundestag werden deutlich lebendiger werden. Auch denke ich, dass das politische Spektrum der deutschen Gesellschaft nun auch im Bundestag deutlich besser abgebildet ist als vorher. Und ich habe auch ein so starkes Vertrauen in unsere Demokratie, dass der Bundestag auch eine AfD aushalten können wird, auch ohne solche Kinkerlitzchen wie eine rasche Änderung der Geschäftsordnung, dass nicht der älteste sondern der dienstälteste Parlamentarier Alterspräsident wird. Ich frage mich immer, liebe Parteien, warum so wenig selbstbewusst? Seid doch mutig und nehmt das Ergebnis als Herausforderung. Und schaut euch einfach mal Debatten von früher an, als sich Koryphäen der Polemik wie Wehner und Strauss verbal bekämpft haben.

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Talron
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Ungelesener Beitrag von Talron » 25.09.2017 08:18

Ach ja und Tegel soll offen bleiben. Finde ich übrigens toll wie die Presselandschaft auf den Berlinern herumhackt. Die sind blöd, die wissen nicht was sie tun, die sind emotional/hysterisch.... Naja, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nach den Pleiten und Pannen von BER auch nicht darauf wetten wollte, dass der mit voller Kapazität fertig wird. Und ich glaube dieses Vertrauen fehlt eben einer Menge Berliner.

Oberes gelöscht: Es ging nicht um Tegel, sondern darum das ein Artikel (bin mir nicht sicher ob es Spiegel oder Fokus war) sagte 1/4 hätten bei der Bundestagswahl kein Kreuz auf dem Wahlzettel gemacht. Was mich massiv gewundert hat, da ich eine solche Protestkultur eigentlich nur aus Frankreich kenne (leeren Wahlzettel abgeben)...
Aber anscheinend haben die einfach alle Nichtwähler gezählt. Was für mich nicht wirklich ersichtlich war, weil sie erstdavon geredet haben, dass 75% zur Wahl gegangen wären und dann mit aber fast ein viertel hätte kein Kreuz gemacht.... Finde den Artikel gerade nicht mehr. Aber in der Welt war ein Artikel der die selben Zahlen verwendet und dort wird direkt von Nichtwählern geredet...
Zuletzt geändert von Talron am 25.09.2017 09:14, insgesamt 1-mal geändert.

Zorni
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Ungelesener Beitrag von Zorni » 25.09.2017 08:23

Talron hat geschrieben:
25.09.2017 08:18
Was mir richtig sorgen macht ist der Umstand, dass anscheinend 1/4 der "wählenden" ungültig Gewählt haben. Das ist für Deutschland extrem hoch.
Der Bundeswahlleiter sagt aber 1,3% bei Erst- und 1% bei Zweitstimmen seien ungültig. Wie kommst Du auf 25%?

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 25.09.2017 08:35

@Talron
Woanders war auch noch Bundestagswahl, nicht nur Tegel-Abstimmung ;-)

Das mit den ungültigen Stimmen ist wohl eine falsch gelesene Meldung: Bei 75% Auszählungsstand ... viele Ungültige
Die im verlinkten Artikel (Stand heute Nacht) erwähnten 27000 von 1,2 Millionen sind 2% und damit viel aber nicht völlig außergewöhnlich.

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