Robin Hood

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Herzblut
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Herzblut » 05.05.2010 11:20

also Robin Hood sehe ich absolut nicht als ein Must-See ...


o.O

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ore
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von ore » 05.05.2010 11:22

@Demus, Jetzt hab ich ein fast schlechtes Gewissen. Ich hab nichtmal Pocahontas gesehen weil der nicht so toll sein soll und für die damaligen Zeiten gehyped wurde.


Robin Hood werde ich mir trotzdem angucken, ich mag solche Filme wo auf Story manchmal zugunsten Monumentaler Schlachten verzichtet wird, wie bei HdR 2 und 3. Oder Königreich der Himmel.
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Demus
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Demus » 05.05.2010 12:36

Ist doch egal, ob man den kennt oder nicht...such dir ne beliebige Zusammenfassung des Films und tausch die Namen aus ;)

Oder ums kurz zu machen: http://fun.drno.de/pics/english/poca2u.jpg
Zuletzt geändert von Demus am 05.05.2010 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Gaukler und sein Äffchen
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Der Gaukler und sein Äffchen » 05.05.2010 23:46

Ich muss mal eben den Klugscheißer raushängen lassen, aber eine 1:1 Umsetzung, kann das gar nicht sein. Ich glaube nicht, dass die bei Pocahontas Raumschiffe und "Flugsaurier" hatten!
There is a war coming. Are you sure you're on the right side?

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Shadow-chan
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Shadow-chan » 05.05.2010 23:57

Aber bei Avatar haben die bestimmt nicht so tolle Lieder gesungen wie bei Pocahontas! :P
(Ich gestehe hiermit: Ich habe den Film nie gesehen und habe auch nie das geringste Bedürfnis danach verspürt)

@Topic: Hmm... mir fällt grad auf, dass ich keinen einzigen Robin Hood-Film bisher gesehen habe.. aber auch gar keinen.
Ins Kino muss ich jetzt deswegen aber trotzdem nicht. Hört sich für mich sehr nach einem "Kann man sich mal im Fernsehn angucken"-Film an.
Und wie immer hat Lexaja recht.

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Schelmina
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Schelmina » 06.05.2010 08:46

Shadow-chan hat geschrieben:Aber bei Avatar haben die bestimmt nicht so tolle Lieder gesungen wie bei Pocahontas! :P
Pocahontas ist toll, um das mal klarzustellen. John Smith (der, der sich in den Stamm einschleust) ist der perfekte Held. "Ach, ich war schon in schlimmeren Situationen. Mir fällt zwar grad keine ein, aber da gab es sicher welche." :lol:
Und die Titelmelodie beruht auf "Aus der neuen Welt" von Dvorák.

Aber die Idee Pocahontas = Avatar scheint wohl allgemein anerkannt zu sein ;)

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ore
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von ore » 06.05.2010 11:09

@Shadow-Chan:

Keinen einzigen Robin-Hood-Film? Also Helden in Strumpfhosen muss man sich mal angetan haben, gerade als Rollenspieler ist der so eine tolle Vorlage für blöde Kommentare...


"Er wird dann ziemlich tot sein. Ja, genau: T-O-H-T!"
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Schelmina » 06.05.2010 12:59

ore hat geschrieben:"Er wird dann ziemlich tot sein. Ja, genau: T-O-H-T!"
"Und ich werde dafür büßen müssen!"
*Zustimmendes Nicken*
"IHR werdet dafür büßen müssen!"

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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Thanee » 06.05.2010 22:31

Schelmina hat geschrieben:Aber die Idee Pocahontas = Avatar scheint wohl allgemein anerkannt zu sein ;)
Hat Cameron doch auch selbst gesagt, dass er (unter anderem) von Pocahontas inspiriert wurde (vor etlichen Jahren schon, wo er mit dem Projekt angefangen hat).

Er behauptet von sich ja auch nicht, ein großer Storyschreiber zu sein. ;)

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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Finarfin » 10.05.2010 22:49

das beste war doch immer noch das Batique-Shirt vom ollen Alec Guinness als Priamos
War das nicht Peter O'Toole?

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Demus
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Demus » 13.05.2010 02:31

Also ich war vorhin drin und ich muss sagen, ich fand den Film echt gut. Einziges Manko war mMn, dass sein Leben als Gesetzloser nicht wirklich ausführlich dargestellt wurde...aber das kommt vllt noch in nem zweiten Teil (was nicht heißen soll, dass es einen geben wird).
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Iwanomi » 25.05.2010 11:20

Hallo zusammen,

also ich habe mir den Robin Hood am Wochenende auch angetan ;-)

Ganz nett, die Story zu erzählen bevor Robin Hodd zu der Legende wurde - finde ich.

Allerdings hatte der Film doch einige Schwächen, weshalb ich Ihn allenfalls, als Mittelmäßig einstufen würde.

Zunächst einmal die Kinder, die von daheim weglaufen um als Wilderer in den Wäldern zu leben => Soweit, sogut.
Nur warum die dann die Vorräte des "eigenen" Dorfes plündern und wie die sonst Überlebensfähig sein sollen ist doch mehr als schmal.

Auch die Landung der Franzosen und die Schlacht, die komplett von Soldat J.R. abgekupfert wurde war doch eher schlecht.

Der Film gliedert sich in eine bessere erste Hälfte und hat meiner Meinung nach in der zweiten Hälfte ganz stark nachgelassen.

Gruß
Iwanomi

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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Kerstion Lewe » 26.05.2010 11:24

Finarfin hat geschrieben:
das beste war doch immer noch das Batique-Shirt vom ollen Alec Guinness als Priamos
War das nicht Peter O'Toole?

Exakt, es war Peter O'Toole. Die beiden neige ich zu verwechseln, weiss auch nicht warum...

Habe den Robin immer noch nicht gesehen...

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Kerstion Lewe
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Kerstion Lewe » 01.06.2010 01:30

Aber jetzt!

Ich bin mit null Erwartungen reingegangen, die Vorschauen hatten mich eigentlich eher abgeschreckt denn hineingezogen, aber da ich ja jeden Film dieser Art sehen MUSS... war ich heute drin. In Versailles lief ab 21.45h die OF.

Der Film hinterlässt mich zwiegespalten. Da ich Filme mit historischem Thema sehr stark nach authentischen Gesichtspunkten beurteile, will ich mich hier einmal nicht auf die Geschichte und den Spannungsbogen oder ähnlich dramatisches stürzen, sondern ausschließlich darauf, was meiner Ansicht nach historisch vertretbar ist und was mich wirklich gestört hat.

Negativ war:

1. verdrehte historische Geschichtchen:
-so viel verdrehte Historie vermischt mit überlieferten Begebenheiten ist nur schwer zu differenzieren.
-falsch: französische Truppen in England, die Steuern eintreiben oder überhaupt irgendwanneinmal englischen Boden im Mittelalter betreten hätten
-der frz. König, der in Sichtweite seiner Truppen abdreht und sonst England erobert hätte
-Prinz bzw. König John wird John Lackland („Johann Ohneland“) genannt, da er die Besitzungen der englischen Krone auf dem Festland (ganz Westfrankreich und Teile des Nordens) nicht halten konnte, aber einem Krieg mit Frankreich auf eigenem Boden mußte er sich nie stellen

2. Ausrüstung, Sachkultur, Rüstung, Kleidung:
-schon ziemlich schlimme Klamotten an die Leute, aber nicht sooo schlimm wie ich befürchtet habe
-Schaller gibt es erst im 14. Jhd - im 12.Jhd ist der Nasalhelm und der einfache Visierhelm ohne Nackenschutz angesagt
-Wappen bilden sich erst gerade heraus, sind sehr einfach gehalten (dienen eher als Erkennungszeichen auf dem Schlachtfeld bei Rittern, die einen Visierhelm tragen)
-keine gescheiten Kettenhemden für die Zeit, aber immerhin haben sie uns plattitüdische Plattenrüstungen erspart
-Die Rüstung von Robin im Endkampf ist sowas von Fantasy, ich konnte es kaum glauben
-Damen im Herrensitz auf dem Pferd
-Schnitte der Klamotten durchgehend falsch, sie sind nur mittelalterlich "angehaucht", aber das ist ja in Filmen leider immer so (ich warte noch auf Männer in Bruche und Wollbeinlingen, auf Schuhe ohne Absätze, auf einfache leinene Unterhemden unter wollenen oder seidenen Cotten und Surcots - aber das ist ein Traum, der sich nie erfüllen wird)
-die Coife (also nicht das von einem Schapel gekrönte nonnenartige Kopftuch, sondern später im Film das Läusekäppi), die Eleonore von Aquitanien trägt, ist KEINE Frauenkopfbedeckung, sondern für Männer und hat zudem den falschen Schnitt

3. Kriegsführung im Mittalter des ausgehenden 12. Jhds:
-Invasion der Cornwall-Steilküste (à la 1944 Normandie, sogar mit ähnlichen Landungsbooten, welch ein Schwachsinn)
-viele Reiter, keine Ritter? Wo waren denn eingelegte Lanzen zu sehen? Ich habe keine gesehen... Schade, auf das Hauptkampfmittel der damaligen Kriegsführung so ohne Weiteres zu verzichten in einem schlachtenlastigen Film

-etc. etc. etc. (wird so langsam spät hier, keine Lust mehr)


Positiv war:
1. immerhin gab es historische Begebenheiten, die so stimmen:
-Richard Löwenherz bei einer Belagerung in Frankreich von einem Pfeil getroffen und daran gestorben - wenn auch erst nach tagelangen Qualen
-John hatte mit Adelsaufständen wegen finanzieller Belastungen zu kämpfen UND mit den schließlich von Erfolg gekrönten Bemühungen des frz. Königs, ihm sein Land in Frankreich abzunehmen
-die Magna Charta Libertatum, das Dokument, das John unterzeichnen soll, gab es wirklich und er hat es schließlich unterzeichnet, sie gilt als der Anfang der englischen Parlamentvertretung. Allerdings gab sie nur Baronen bzw. Hochadligen Mitspracherechte bei der Regierung. Vom einfachen Volk war dieses Dokument Lichtjahre entfernt.

2. einige nette Alltagsgimmicks, die historisch einigermaßen stimmen:
-Getreide- und Strohgarben auf den Feldern
-Häuser halbwegs ambientisch stimmig
-die kleine Kirche von Nottingham hat mir sehr gefallen
-die allergröbsten Patzer im Alltag haben sie vermieden (z.B. keine Kartoffeln oder Paprika oder Tomaten serviert)
-eher ein stimmiges als unstimmiges Bild, wen auch viele Detailfehler

Fazit:
Ich finde, man kann sich den Film sehr gut ansehen, er bietet gutes Popkornkino. An die letzte große Verfilmung mit Costner kommt er meines Erachtens nicht heran (die Hauptdarsteller sind einfach zu trocken und gehen (durchaus gewollt) eher zynisch durchs Leben; die ganz große Dramatik und die große Spannung fehlt, der Witz der Darsteller sind eher subtil), aber es ist wirklich kein schlechter Film. 3,5 von 5 Punkten.

Historisch gesehen ist die Vermischung von historischen Begebenheiten mit Fiktion zwar bedenklich, doch immerhin hat sich Ridley Scott von der Historie inspirieren lassen, und nicht eine völlige Fantasygeschichte draus gemacht (wie es zum Beispiel bei den meisten Artusfilmen der Fall ist). Also, hier würde ich dem Film vielleicht 2,5 von 5 Punkten geben.

Kostümtechnisch bekommt das Ding 2 von 5 Punkten.

Insgesamt also (2,66=) 3 von 5 Punkten.

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Gefjun
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Re: Robin Hood

Ungelesener Beitrag von Gefjun » 10.06.2010 01:16

Ich habe ihn heute auch gesehen und muss sagen, ich fand ihn gar nicht schlecht, eigentlich eher gut. Ich habe sogar an einigen Stellen sehr herzhaft gelacht und konnte mir ein lautes "Ja!" voller Genugtuung nicht verkneifen, als Eleonore ihrem Söhnchen endlich eine gescheuert hat.

Was mir natürlich besonders negativ aufgefallen ist, dass sie sich offenbar auch von DSA haben inspirieren lassen, denn da ist doch tatsächlich ein Shire Horse aufgetaucht! Wenigtens nicht als generisches Streitross, aber auch auf dem Feld hat das nix zu suchen gehabt zu dieser Zeit.

Zu der Kritik an den Damen zu Pferde im Herrensitz: Das war nur Marian, bei Eleonore konnte man im Hintergrund so einen hübschen "Sattel" mit Brett für die Füße sehen. Und es passt insofern für Marian, als dass sie im gesamten Film nicht einmal auf Edeldame macht, sondern selbst auf dem Feld arbeitet etc.

Was ich außerdem störend fand war Russell Crowes Akzent, den hat er zwischendurch öfter mal gewechselt. Mal kam er aus Nordengland, dann wieder eher aus dem Süden, dann zwischendurch mal aus Schottland, das hat schon etwas genervt.

Was die Klamotte angeht bin eigentlich sehr zufrieden, denn hier können und sollten sich die Filmemacher meiner Meinung nach Freiheiten nehmen, da es ansonsten für den 0815-Zuschauer zu abgefahren wirkt. Das Bild entspricht moderner Ästhetik, nicht damaliger authentischer Klamotte, und das ist schon in Ordnung. Aus dem gleichen Grund kann ich die On-Screen-Musik auch gutheißen, obwohl es sich nicht um mittelalterliche Musik handelt, sondern um Folk. Und das Lied, das sie auf dem Boot singen, ist eigentlich ein Shanty aus den 1940ern, möglicherweise schon im 19. Jahrhundert von Walfängern gesungen.

Aber im Großen und Ganzen kann ich über diese Ungenauigkeiten hinwegsehen und habe einen guten Film zu sehen bekommen, dessen Charaktere mich ansprechen (auch wenn natürlich Liberty, wenn schon nicht FREEEEEDOM!!!, dringend mal vorkommen musste), dessen Bilder in immer eher gedeckten Farben ich mochte und der durch Darsteller wie Cate Blanchet und Max von Sydow unglaublich gewinnt. Mit Robin Hood an sich hatte es nicht so viel zu tun, aber ich rechne fest mit einer Fortsetzung, in der dann Robin Hood stärker thematisiert wird und seine drei (not quite so) Merry Men und der Sherriff auch mal ein bißchen was zu sagen kriegen. Die Fortsetzung wurde ja schon mehr oder weniger durch das Ende angekündigt.

Gruß, Gefjun
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