Wie geht's Euch grad 2?

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Denderan Marajain
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 05.09.2019 15:30

Ivar Solgison hat geschrieben:
05.09.2019 13:06
Denderan Marajain hat geschrieben:
05.09.2019 07:03
Sippenhaftung
Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner? Vielleicht benutzt man das Wort in Österreich allgemein anders, aber ich kenne es eigentlich nur in Zusammenhang mit der NS-Zeit.
Ivar komm runter. Man muss nicht alles extrem lesen

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 05.09.2019 15:41

Genau, in Nordkorea benutzen sie das Wort heute noch!

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Denderan Marajain
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 05.09.2019 15:50

Fenia_Winterkalt hat geschrieben:
05.09.2019 15:41
Genau, in Nordkorea benutzen sie das Wort heute noch!
Und viele andere Länder benutzen es ohne irgendwelche Verbindungen zur Nazizeit... so what :rolleyes:

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Raskir
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Ungelesener Beitrag von Raskir » 05.09.2019 16:00

Assaltaro hat geschrieben:
05.09.2019 13:42
Zu dem Lernen als Kind... Irgendwie haben da besonders Einzelkinder Probleme mit. Hab das öfter bei Klassenkameraden erlebt.
Es gibt genauso viele Geschwisterkinder, die arschig sind ... das ist eine Erfahrung von mir.
Mit solchen Verallgemeinerungen sollte man vorsichtig sein.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 05.09.2019 16:03

Ich sagte ja nicht dass alle Einzelkinder so sind, aber meiner Erfahrung nach im Durchschnitt mehr
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

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Loirana
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Ungelesener Beitrag von Loirana » 05.09.2019 16:52

Apropros Einzelkind :rolleyes:

Ich darf stolz verkünden zum dritten Mal Vater geworden zu sein :lol: Kind kam am 22.08 auf die Welt, ist gesund, munter und alles Bestens :-)

Schlafmangel hat mich aber dann doch irgendwie vergessen lassen man Bescheid zu sagen :lol:
Laugh hard! Run Fast! Be Kind!

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Alecto
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Ungelesener Beitrag von Alecto » 05.09.2019 16:57

hexe hat geschrieben:
05.09.2019 09:10
Hab ihr schon den 'Schrecklichen Strecken des Schreckens' gefunden? Oder den 'Mächtigen Schlegel des Stoßens'? Aber die Perlen der deutschen Übersetzungen werden wohl an Euch vorüber gehen...
Um die Kommunikation zu erleichtern habe ich die Spielsprache auf Englisch umgestellt. Momentan machen wir gemeinsam Hatz auf Maghda, meist als Barbar + Sorceress. Wenn sie Zeit hat dann haben wir noch relativ oft eine Dämonenjägerin mit an Bord. Suzu ist leider meist zu sehr eingespannt um sich zu beteiligen - Böse Zungen (also Schwesterchen) würden auch behaupten das läge daran dass die Charakterklasse "Maus" fehlt.

@Loirana : Herzlichen Glückwunsch!

@topic: Der letzte Tag vor dem Urlaub ist abgeschlossen. Die Sprechstunde war betriebsam. Ich habe pünktlich heute noch eine Super-Katastrophen-Patientin eingekauft/operiert bei der sich jetzt die lieben Kollegen um die weitere Versorgung kümmern müssen. Außerdem haben wir noch den Schreibtisch unseres Ex-Kollegen fertig ausgeräumt. Neben noch mehr Damenunterwäsche haben wir auch noch seine "vergessenen" Alkoholvorräte gefunden. Was hat der nur im Dienst gemacht?

Jetzt sollte ich mich ans Packen machen und die Wohnung auf Vordermann bringen
They don't like to be called demons. They are "mortally challenged"!

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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 05.09.2019 17:08

@Loirana Glückwunsch!
Für die Freunde der kleinen Geschuppten: Von den kleinen Drachen
"I am 87% confident you will burst into flames." Kimiko Lockeweaver, Bayesian Empirimancer
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Gorbalad
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 05.09.2019 17:14

@Loirana Herzliche Glückwünsche und alles Gute!

@Alecto Getrunken hat er wohl nicht, sonst wären die Vorräte ja weg - oder? :grübeln:

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 05.09.2019 17:45

Loirana hat geschrieben:
05.09.2019 16:52
Apropros Einzelkind :rolleyes:

Ich darf stolz verkünden zum dritten Mal Vater geworden zu sein :lol: Kind kam am 22.08 auf die Welt, ist gesund, munter und alles Bestens :-)

Schlafmangel hat mich aber dann doch irgendwie vergessen lassen man Bescheid zu sagen :lol:
Herzlichen Glückwunsch! Auch an die Frau Mama und die Geschwister! :)

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Alecto
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Ungelesener Beitrag von Alecto » 05.09.2019 18:16

Gorbalad hat geschrieben:
05.09.2019 17:14
Getrunken hat er wohl nicht, sonst wären die Vorräte ja weg - oder?
Ein guter Teil der Flaschen war leer, ein Teil angebrochen. Das beantwortet mal wieder die Frage wie andere mit dem Streß in der Klinik umgehen. Meine eigene Methode ist auch nicht unbedingt die beste, aber viel besser scheinen die der Kollegen auch nicht zu sein.


Gerade habe ich mir noch zahlreiche Ermahnungen von Suzu zur Reise angehört, Schwesterchen will wissen ob in Polen auch Kinderschokolade verkauft wird und von Kaori habe ich eine Liste polnischer Kuchenspezialitäten bekommen mit der Bitte um Stellungnahme durch praktische Überprüfung. Dann kann ja nicht mehr viel schiefgehen.
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 05.09.2019 19:16

@Loirana
Herzlichen Glückwunsch, auch an Frau und alle Kinder. Mit dem Geniessen der Vaterfreuden hast du ja schon mannigfaltige Erfahrungen gemacht.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 05.09.2019 20:39

@Loirana Der/dem Kleinen alles Gute und viel Gesundheit!

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 05.09.2019 21:33

Loirana hat geschrieben:
05.09.2019 16:52
Ich darf stolz verkünden zum dritten Mal Vater geworden zu sein :lol:

Gratuliere! :)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Alecto » 05.09.2019 22:03

So, die Wohnung ist geputzt. Das Packen ist abgeschlossen. Dann kann ich mich morgen in aller Frühe auf den Weg zum Flughafen machen für zwei Wochen Rundreise mit Schwerpubertierbaren. Lasst in der Zwischenzeit das Forum heile. Sollte ich Internetzugriff haben schaue ich auch zwischendurch mal 'rein.
Sollten "Quotes & Famous last Words" gewünscht sein, dann notiere ich wieder mal mit.

Bis bald

Alecto
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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 05.09.2019 22:07

Loirana hat geschrieben:
05.09.2019 16:52
Apropros Einzelkind :rolleyes:

Ich darf stolz verkünden zum dritten Mal Vater geworden zu sein :lol: Kind kam am 22.08 auf die Welt, ist gesund, munter und alles Bestens :-)

Schlafmangel hat mich aber dann doch irgendwie vergessen lassen man Bescheid zu sagen :lol:
Glückwunsch! Drei Kinder, ich bewundere jeden, der dazu die Energie hat!

@Kollektivstrafen
Das wichtigste bei dieser Art von Strafe, ebenso wie bei den meisten anderen Arten von Strafe und Belohnung auch, sind zwei Punkte.Erstens, dass die Kinder bereits vorher wissen, was sie erwartet. Sie müssen vorher wissen "mache ich X, so erwartet mich Y". Zweitens darf es keine Ausnahmen geben. Kein "aber heute habe ich gute Laune, also gibt's heute mal keinen Ärger" und auch kein "du hast heute Geburtstag" oder sonstwas. Die Regeln gelten immer für alle. Und, das ist WIRKLICH wichtig: sie gelten auch für mich. Auch ich lasse mein Handy im Unterricht in der Tasche, auch ich esse keine Chips im Unterricht, auch ich korrigiere meine Klassenarbeiten innerhalb von einer Woche. Und wenn ich darin versage (das mit dem Korrigieren...), dann kann ich mich schlecht selbst bestrafen, aber dann kriegen die Schüler eine Wildcard. Dann kann die Klasse gemeinsam einmal sagen "nee heute keinen Vokabeltest" oder "ja, Jorge hat zum dritten Mal über Dobromiras Antwort gelacht, aber wir ziehen die Wildcard und kommen ungeschoren davon". So eine Wildcard ist eine tolle Sache, weil sie die Schüler zusammen schweißt. Sie haben ein Machtmittel gegen mich in der Hinterhand und da sie als Gruppe meistens alles andere als doof sind, musste ich kaum jemals tatsächlich eine Kollektivstrafe durchziehen weil sie sich die Wildcard genau für sowas aufsparen. Zumindest wenn sie einmal alle wegen einem arbeiten mussten.
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Ungelesener Beitrag von hexe » 05.09.2019 23:15

Und damit sie eine kriegen, kannst Du Dir einmal mehr Zeit mit dem Korrigieren lassen. 8-)

Merry
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Ungelesener Beitrag von Merry » 06.09.2019 06:02

Alecto hat geschrieben:
05.09.2019 18:16
Ein guter Teil der Flaschen war leer, ein Teil angebrochen. Das beantwortet mal wieder die Frage wie andere mit dem Streß in der Klinik umgehen. Meine eigene Methode ist auch nicht unbedingt die beste, aber viel besser scheinen die der Kollegen auch nicht zu sein..
Vielleicht ist das anders, wenn man in einem großen Betrieb wie einem Krankenhaus arbeitet, aber die Kollegen müssen es doch bemerken, wenn da einer mit einer Fahne umherläuft und ständig gemeinsam mit einer Person des anderen Geschlechts für eine Stunde in sein Büro verschwindet?
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 9587 gelöscht » 06.09.2019 07:18

Beruflich bin ich schon etwas rumgekommen, vor allem in Firmen 800+ Mitarbeiter.
In keiner gab es Strukturen, die einen vernfünftigen Umgang damit ermöglicht hätten für die Kollegen: Untergebene haben sowieso nie was gesagt, weil sie Rache fürchteten; Leute auf gleicher Ebene nicht, weil sie den Vorwurf des "Ausstechens" fürchteten, bzw. den Ruf des "Kollegenschweins" und die meisten Vorgesetzten hatten Angst, dass es auf ihre Führungsqualität zurückfallen könnte.
Wirklich qualifizierte Ansprechpartner gab es auch nirgends.

Vor etwa 2 Jahren hab ich ein Projektteam bei einem großen EComler geführt, dort hatte ich eine mir zugeteilte Person, diese fiehl ca. 1,5 Tage in der Woche aus, an durchschnittlich einem Tag die Woche schickte ich sie Heim wegen offensichtlichem Mischkonsum.
Alle Gesprächsangebote hat die Person verweigert bzw. direkt abgebrochen; ohne jeden Persoenenbezug bei der Personalabteilung nachgefragt ob es betriebliche Hilfsangebote gäbe in solchen Fällen. Das wurde verneint, mit aber direkt gesagt "Ach, du bist der neue Chef von XY - da ist noch nie was passiert."
Es gab dann eine ganze Reihe von Abmahnungen, bis die Personalabteilung ihr OK zur Kündigung gab.
Danach war ich der Böse, schlieslich hatte man die Person vor meiner Zeit 5 Jahre so gewähren lassen...

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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 06.09.2019 07:44

hexe hat geschrieben:
05.09.2019 23:15
Und damit sie eine kriegen, kannst Du Dir einmal mehr Zeit mit dem Korrigieren lassen.
Ach das brauche ich gar nicht ;-) Ein wenig Druck war bei mir immer schon nötig, so wegen Motivation und so und das ist eine Methode, mir selbst ein wenig Druck zu machen.

Wir hatten damals einen Lehrer, der Alkoholiker war. Ich habe insgesamt in der 12. und 13. mehr als ein Halbjahr kein Mathe gehabt. War wirklich ärgerlich, weil er ein ziemlich guter Lehrer war, bei dem hatte sogar ich in Mathe meine 3, nicht weil er so nett bewertet hat (er war recht streng) sondern weil er einfach so gut erklärt hat und auch eine gute Lehrerpersönlichkeit hatte.
Er war angestellter Lehrer, Abmahnungen und Kündigung wären möglich gewesen, aber, und so hart muss man es leider sagen, auf dem Rücken von uns Schülern wurde er gehalten. Hätte man ihn rausgeworfen, hätten wir und die Jahrgänge um uns herum die volle Oberstufe hindurch Mathe gehabt, so gibt es ein paar Themen (zugegeben, welche ohne jede Relevanz für mein Leben), die ich noch nichtmal im Unterricht hatte.
Ich hätte es scheußlich gefunden, wäre ihm gekündigt worden und es wäre für ihn sicher eine Katastrophe. Aber ist die Alternative, dass auch heute noch ganze Jahrgänge große Stücke vom Unterricht einfach nicht kriegen, richtig? Ist meiner Meinung nach eine echt schwierige Frage, wobei ich auch nicht wirklich über Alternativen informiert bin. Also ob es Möglichkeiten gäbe, dass er eine Kur macht und dafür ein Vertretungslehrer kommt oder sowas. Heute haben wir bei mir das Problem nicht und unsere damalige Schulleitung war... naja, sagen wir einfach, dass sie an ihrem letzten Tag nichtmal vom vollen Kollegium richtig verabschiedet wurde.
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Benutzer 9587 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 9587 gelöscht » 06.09.2019 08:04

Es gibt für Suchtkranke durchaus eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten, ganz normal mit Fehlzeiten über Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Am Fang steht idR eine 10-tägige "Entgiftung" unter stationären Bedingungen, dann gibts sog. Tageskliniken zur Überbrückung bis zur Langzeittherapie, diese dauern normalerweise 3 Monate, in Einzelfällen bis zu 12 Monate und werden meines Wissens nach dann als Reha-Maßnahme von der Rentenversicherung getragen.

Problem ist aber immer: Der Betroffene muß es auch wollen. Patienten die unfreiwillig in die Entgiftung kommen, sind meistens weniger als 2 Stunden nach Entlassung wieder an ihrem Suchtmittel dran.

Sicherlich wird ein häufiger Grund fürs Schweigen/Deckung gewähren im beruflichen Umfeld auch sein, dass sich Leute einreden"Vielleicht stürzt der Betroffene dann entgültig ab." Aber dieses Denken konserviert ja nur die dysfunktionale Situation und bestärkt den Betroffenen in seinem Verhalten - und ist für mich daher eine Ausrede.
Tatsächlich glauben Suchtkranke oft, niemand würde etwas merken, weil eben niemand etwas sagt, dabei weiß wirklich jeder im Umfeld Bescheid.

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Ungelesener Beitrag von Dajin ibn sharif al'Alan » 06.09.2019 08:05

@ Loirana
Herzlichen Glückwünsch :)
@Sucht: Im Betriebsrat haben wir drei Leute die ein wenig Empathie besitzen (ich nicht ;) ) ein wenig schulen lassen. Die verscuhen Kollegen "zu bequatschen" . Der Betriebsarzt wird hinzugezogen. Es gibt da verschiedene Eskaltionsstufen und die Firma geht sehr sozial mit solchen Leuten um. Die letzte Eskalationsstufe ist eine Kündigung, mit einer Wiedereinstellungsgarantie wenn die Person einen Entzug gemacht hat. Das hat bisher schon zwei mal geholfen, auch wenn einer der beiden leider 1,5 Jahre später an Leberversagen gestrorben ist ...
Bei Alkohol wird es ja noch manchmal erkannt, aber wir hatten auch schon einmal einen recht jungen Mann der an einer Überdosis (was auch immer) gestorben ist, da hat keiner geahnt, oder zugegeben, das er süchtig war ... :(

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.09.2019 09:47

Djembo hat geschrieben:
06.09.2019 07:44
Ich hätte es scheußlich gefunden, wäre ihm gekündigt worden und es wäre für ihn sicher eine Katastrophe. Aber ist die Alternative, dass auch heute noch ganze Jahrgänge große Stücke vom Unterricht einfach nicht kriegen, richtig? Ist meiner Meinung nach eine echt schwierige Frage, wobei ich auch nicht wirklich über Alternativen informiert bin. Also ob es Möglichkeiten gäbe, dass er eine Kur macht und dafür ein Vertretungslehrer kommt oder sowas.
Natürlich ist so etwas möglich. Wie es bei Zeitverträgen ist, weiß ich allerdings nicht. Wir hatten (an der Hochschule) vor einigen Jahren die Vorgaben, dass Zeitverträge von Mitarbeitern, die wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfielen, auslaufen gelassen wurden und nicht wieder mit demselben Mitarbeiter besetzt werden durften, solange der nicht arbeitsfähig war.
Darwosch hat geschrieben:
06.09.2019 08:04
Sicherlich wird ein häufiger Grund fürs Schweigen/Deckung gewähren im beruflichen Umfeld auch sein, dass sich Leute einreden"Vielleicht stürzt der Betroffene dann entgültig ab." Aber dieses Denken konserviert ja nur die dysfunktionale Situation und bestärkt den Betroffenen in seinem Verhalten - und ist für mich daher eine Ausrede.
Nein, das ist keine "Ausrede" - sehr vielen Leuten ist nicht bewusst, dass sie durch das Mittragen demjenigen nicht helfen.

Wir hatten, als ich noch studierte, einen Dozenten, von dem es bekannt war, dass er regelmäßig hackedicht im Hörsaal stand. (Das war auch nicht zu überhören - der sprach schon extrem verwaschen.)
Nur: Es hat keiner was gesagt, weil er auch in hackedichtem Zustand ein hervorragender Dozent war, einen guten Job gemacht hat, nie einen Tag gefehlt hat und generell seine (unkündbare) Position hervorragend ausgefüllt hat.

Auch wenn er mittags durch die Mensa taumelte und an der Kasse das Tablett stumpf vom Laufband schob oder sonstwas machte.

Ich fand das nachgerade tragisch. Im Grunde hat das ganze Institut, ja, die ganze Hochschule das mitgetragen und unternommen wurde nix, solange er funktionierte (und er vermutlich darum selbst meinte, dass das nicht nötig sei.)
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.09.2019 10:53

Das ist sehr komplex. Natürlich soll man einschreiten und etwas tun. Aber das mit dem Abstürzen ist auch nicht völlig falsch, denn es gibt ein paar sehr hässliche gesellschaftliche Prozesse, die sehr oft anlaufen, wenn es "formal öffentlich" wird. "Endgültiges Niedertreten" ist die unwissenschaftliche Umschreibung, die mir da einfällt, und solange das herrschende Umfeld - also etwa die Chefs und die Kollegen - signalisieren, dass er/sie trotz der Probleme "einer/eine von uns" ist, läuft der Stiefelkreis nicht an, weil sich die Ratten dann nicht aus ihren Löchern trauen.
Solche Probleme zu lösen ist meist auch nicht einfach mit einem Besuch der anonymen Alkoholiker getan, denn gerade Menschen, die viel leisten, werden nicht durch simple Haltlosigkeit zum Alki. Meist steckt da ein Problemhaufen dahinter, den man als Aussenstehender kaum übersehen und noch viel weniger in Angriff nehmen kann. Und wenn es nur Beziehungsprbleme sind... da kann man als Dritter meist so was von gar nichts machen...
Als Chef kann man nur die klaren Regeln in Erinnerung rufen und durchsetzen. Wenn sowas bei uns im Hobelwerk passierte, konnte es kein Pardon geben: Gabelstabler, Bandsägen, Kappsägen und Hobel sind absolut gnadenlos gegenüber Unachtsamkeit. Aber damit wurde dem Mann dann nicht geholfen, er wurde nur nach mehreren Abmahnungen entlassen... (Was immer noch besser ist, als wenn er sich ein paar Finger runterhobelt, aber...)
Dreck vorbeischwimmen lassen

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 06.09.2019 11:57

Ohne Einsicht und Mitwirkung des Betroffenen sind da die Möglichkeiten auch sehr begrenzt...

Aber man muss eben bei allen sozialen Erwägungen auch berücksichtigen, wie viel Schaden jemand damit sich und anderen zufügen kann (als Arzt, Lehrer, Maschinenbediener, ...). Und selbst wenn bisher alles klappt: unbehandelter Alkoholismus wird ja selten im Laufe der Jahre besser...

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 06.09.2019 17:31

@Loirana Herzlichen Glückwunsch! :)
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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Ungelesener Beitrag von Djembo » 06.09.2019 21:42

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.09.2019 09:47
Natürlich ist so etwas möglich.
Das, worauf ich hinaus wollte, ist nicht, ob es möglich ist, ihm für einen Entzug oder ähnliches frei zu geben, sondern ob an seiner Stelle eine Vertretungsstelle geschaffen werden kann. Das wäre ja das, was wichtig ist. Ihn mal ein Vierteljahr zur Kur zu lassen, das ging ja wunderbar.
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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.09.2019 22:21

Djembo hat geschrieben:
06.09.2019 21:42
Das, worauf ich hinaus wollte, ist nicht, ob es möglich ist, ihm für einen Entzug oder ähnliches frei zu geben, sondern ob an seiner Stelle eine Vertretungsstelle geschaffen werden kann.
Okay... ich glaube, das hängt davon ab, wie lange er voraussichtlich fehlen würde

Wir hatten in der Oberstufe im 1. Leistungsfach über ein halbes Jahr keinen Unterricht, weil unser Lehrer einen Bandscheibenvorfall hatte, der erst konservativ behandelt werden sollte. Der wurde immer nur für 2, 3 Wochen krank geschrieben, und nochmal 2 und nochmal 2 usw., und aus diesem Grund gab es keine Vertretung. Der Unterricht fiel ersatzlos aus.

Hätte man von vorneherein gesagt: Der Lehrer fällt x Monate aus - wäre es gegangen. Dann hätte die Schule Anspruch auf eine Feuerwehrlehrkraft gehabt.

Das war allerdings vor30 Jahren und in NDS. Mag gut sein, dass das heute bzw. in einem anderen Bundesland anders ausschaut.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 06.09.2019 22:48

Ich hab auch mal einen Alkoholiker als Kollegen gehabt. Der war dann quasi der Fußabtreter für vieles was schief gelaufen ist und man hat es toleriert so lange er funktioniert hat. Waren ca 35 Mitarbeiter, alle wussten es. Wenn mal jemand versehentlich ne Limoflasche von dem erwischt hatte gab es kollektive Lacher, da hat man eben ungewollt mehr als nur Limo gehabt.

So lange er funktioniert hat und Leistung brachte war alles ok, hin und wieder wurde er von der Abteilungsleiterin auch fertig gemacht und war heulend im Lager. Irgendwann ging es ihm dann so schlecht das er ne Einziehungskur machen wollte. Ich glaub seine Mutter war gestorben, oder jemand anderes aus der Familie. Da war auch dieses von wegen x Tage trocken bleiben ehe die richtige Kur beginnen konnte.
Zu der Zeit gab es aber "viel zu tun" und er wurde so lange unter Druck gesetzt bis er wieder angefangen hat zu saufen, weil man ihn ja brauchen würde und er so wichtig wäre. Wie unfair den anderen gegenüber und anderer :kotz: . na ja, gab dann eben keine Kur für ihn und der hat brav weiter gearbeitet wie verlangt.

Das war nebenbei auch die Firma die mich in meinen Burnout und meine Depressionen getrieben hat. Da gab es auch ne ziemlich hohe Mitarbeiterfluktuation. Ich hab in meinen paar Jahren dort drei Filialleiter erlebt, dazu wechselnde Abteilungsleiter in "kritischen" Abteilungen. Und eben viele Moitarbeiter die gegangen sind oder gegangen wurden, immer wieder neue Leute die weniger konnten und noch weniger verdienten als ich selber. Und am Ende mussten weniger als 30 Leute die Arbeit von 35 machen, weil "es geht ja auch so". Auf Kosten von vielen, vielen Überstunden, längeren Arbeitszeiten und dem üblichen Müll eben.

Früher hab ich mir wenig dabei gedacht wie unser Alki immer behandelt wurde. So von wegen man steckt ja selber mitten drin und jeder hat seine eigenen probleme und muss funktionieren, vor allem wenn alle geneinander ausgespielt werden.
Inzwischen weiß ich was er für ne arme Sau war. Freunde würden wir auch heute nicht werden, aber ich seh das inzwischen alles was anders als früher. Wo ich selber noch jünger und dümmer war, selber auf Kosten der eigenen Gesundheit bis zum letzten ausgebeutet wurde.


@Loirana
Glückwunsch! :)

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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 06.09.2019 23:41

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.09.2019 22:21
Okay... ich glaube, das hängt davon ab, wie lange er voraussichtlich fehlen würde
Ja, ich meine auch, dass es irgendwie so sein müsste.

@Farmelon
eine hohe Mitarbeiterfluktuation ist immer ein schlechtes Zeichen. Im günstigsten Falle bedeutet das, dass die Bezahlung einfach zu klein ist, den schlimmsten Fall kennst du offensichtlich selber. In welcher Branche war das denn?

Alkohol ist immer ein schwieriges Thema. Ich bin mal auf einer Oberstufenfahrt gewesen mit eher dem Brande zugeneigten Schülern. Am Ende saß ich mit den heftigsten Trinkern zusammen einfach weil ich nicht wollte, dass die sich so abschießen wie schon andere Lehrer berichtet haben, ohne dass jemand mit erste-Hilfe-Erfahrung dabei ist. Verhindern konnte ich es eh nicht, ich bin in solchen Dingen wie Handynutzung, Alkohol, Gras und so für mein Adlerauge bekannt, aber in der 13. kann man da nicht mehr viel machen. Da kann man nur in der Nähe sein, selber akzeptabel nüchtern bleiben und aufpassen.
Ich bin zu einem gewissen Maß an Alkoholkonsum in der Lage und kann mich auch volltrunken genug zusammenreißen, dass es schon öfter vorgekommen ist, dass Polizisten mich haben weiter fahren lassen (auf dem Fahrrad natürlich, wenn ich trinke [egal, ob nur ein Radler oder mehr] rühre ich nichts motorisiertes an), obwohl ich kaum noch stehen konnte. Aber was diese Schüler in sich hinein geschüttet haben war erschreckend.
Am nächsten Morgen war dann um 7 Uhr Aufstehen, um 8 Aufbruch (wer saufen kann, kann auch arbeiten!) und sie standen Gewehr bei Fuß. Es hat mich alle Mühe gekostet selber den munteren Wanderer zu spielen und ich hab nicht halb so viel getrunken wie die und ich hab im Gegensatz zu denen auch Wasser dazu getrunken. Brav auf die russische Art, ein Wodka, ein Glas Wasser.
Klingt ja wie eine lustige Geschichte, wenn man aber bedenkt, wie lange man schon Alkohol trinken muss, um eine solch extreme Resistenz aufzubauen, dann fand ich das so gar nicht lustig.
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

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