Organisation von online geleiteten ABs

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Orik
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Ungelesener Beitrag von Orik » 10.09.2020 10:21

Hallo zusammen,
Ich habe eine Frage an diejenigen unter uns, die schon mal offizielle Abenteuer, welche nur als PDF vorliegen, online gemeistert haben oder dies bereits planen: Wie habt ihr die Verwaltung des Abenteuers gehandhabt? Habt ihr die PDF ausgedruckt und euch daneben gelegt, habt ihr einen zweiten Bildschirm und scrollt wie wild nebenbei?

Ich selbst hab es bei meinem letzten AB per Ausruck gemacht und durch Tackern zugehörige Seiten in Abschnitte aufgeteilt, per bunten Markierer wichtige Proben oder Infos hervorgehoben. War auch ganz ok. Aber eben nicht die beste Lösung, insbesondere nicht, da ich (derzeit) auf dem Sofa oder im Bett sitze, wenn ich leite. Da ist nicht viel Ablagefläche und schnell verliert man sich im Suchen, weil die Helden plötzlich doch schon den Alrik gefunden haben, der erst später dran gekommen wäre. Digital besteht dieses Problem nicht - doch neben roll20, Discord und diversen Regelwerken (habe diese NUR) digital) auch noch das AB in einem PDF-Tab geöffnet zu haben, stelle ich mir nicht wirklich als Arbeitserleichterung vor.

Irgendwelche Ideen oder Erfahrungen eurerseits? Wie löst ihr das Problem in euren (Online-) Runden?

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Vanni Fucci
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Ungelesener Beitrag von Vanni Fucci » 10.09.2020 10:29

Also aufgrund der aktuellen Lage leite ich mit Discord. AB PDFs finde ich grausam! Ich leite aus einem physischen Buch. Und habe damit keine Probleme. Ich kenne das Layout des Buches und der Infos durch lesen und vorbereiten (auch wenn manche Infos doch manchmal 'verschwinden' und sich in Boxen oder dem Fließtext verstecken, obwohl ich weiss, sie sind da ;) ).

Für meine Piratenkampagne im Süden habe ich zudem angefangen, den Discord mit für die Organisation zu nutzen: Charaktere, Orte, Ereignisse und Kommunikationsmöglichkeiten für die Charaktere sind vorhanden. Und zusätzlih das Wiki, sowie Avespfade genutzt. Und wenn ich mal Bilder oder die Handouts brauche, dann, aber eigentlich auch nur dann, nutze ich die PDFs als digit. Gegenstücke, da ich dann das Material habe und nach Discord ziehen muss (oder im Fall von Nachrichten schreibe ich diese als seperate Datei, mit schönem und passendem Font, zum herunterladen).

Was du in diesem Sinne, während der Vorbereitung machen könntest, wäre dir einen privaten Kanal anzulegen, wo nur du Zugriff und Sichtbarkeit hast. Dann kannst du dort neben der PDF oder dem Buch Zeit leisten, Charts oder was auch immer ablegen. Navigiert sich vll leichter.
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Madara Thiralion
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.09.2020 12:38

Ich händle das folgendermaßen:
PDF 2x öffnen, ein Mal im Acrobat Reader, einmal im Browser, beide auf jeweils einem Bildschirm, der eine auf Kartenmaterial, der zweite auf die Stelle im Abenteuer, an der die Helden gerade sind. Insbesondere bei Dungeons ist das unglaublich hilfreich.
Zusätzlich habe ich am Handy noch meine Notizen als einfache Textdatei offen.
Roll20 oder Discord-Bots für's Würfeln, Discird für Kommunikation, Helden-Software für den Überblick über Fähigkeiten meiner Gruppenhelden.
Shinxir vult!

Galliad
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Ungelesener Beitrag von Galliad » 10.09.2020 12:42

aus PDF meistern würde ich nicht. Da druck es dir lieber aus. Aber ich meistere meistens eigenes Zeug. Wenn ich ein Abenteuer meistere, dann hab ich das meist als Print vor mir liegen. Entweder ausgedruckt von einem meister Spieler, der es gemeistert haben will, oder gekauft. Regelwerke hab ich alle digital bekommen, größtenteils von meinen Mitspielern.
Aber ich bemühe mich, das, was ich brauche rauszuschreiben und vor mir liegen zu haben.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 10.09.2020 12:45

TABS.

Browser für roll20, Discord und Open Office bei selbstgeschriebenen ABs, PDF Reader für offizielle ABs.

Das ist gar nicht nal so aufwendig - - im Gegenteil: Da man bspw. Ein Dokument mehrfach öffnen kann, kann man Plotteil und Kampf Werte gleochzeitig offen haben und muss nur einen Klick tun, anstatt dauern zu blättern.

Ein zweiter Bildschirm wäre nazürlich ein geiler Luxus.
"Ich verachte niemanden. Mein Hass trifft jene, die verachten" - Bertolt Brecht.

"Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet" - Jesus Christus.

Wir brauchen mehr (N)SCs wie Lata Hirschkind! >3

Bitte bleibt höflich in euren Kommentaren.

Ein Herz für Liebesbeziehungen zwischen SCs und das Anspielen romantischer Szenen. 💕

Alle Generierungsstile sind gleichwertig.

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Orik
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Ungelesener Beitrag von Orik » 10.09.2020 15:04

Danke für die Anregungen. Papierformat habe ich ja bisher ebenfalls gemacht und bin nicht gänzlich zufrieden. Ich werde mal die digitale Version mit euren Vorschlägen versuchen:

-roll20 im Browser für Karte und Würfeln
-Diskord nur für Kommunikation, nicht aktiv genutzt
-PDF mehrfach öffnen (evtl Browser und PDF?), danke für die Idee!
- Avespfade im gleichen Browser wie roll20, evtl. ergänzende Seiten (Preise etc.)
- Heldensoftware zur Verwaltung der Spielerhelden! Super Idee, werde ich mal versuchen! Mache das bisher über roll20, da öffnet sich ja jedes mal ein neues Fenster, was sehr unübersichtlich wird.

Mal sehen ob es so besser klappt :)

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Lafayette
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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 10.09.2020 15:53

Ich drucke mir die PDF am liebsten aus.
Die meisten Infos habe ich dann aber bereits in der roll20 Kampagne als GM-Infos hinterlegt.
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Hummelpilot
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Ungelesener Beitrag von Hummelpilot » 10.09.2020 19:50

Ich habe das ganze folgendermaßen (vieleicht nicht 100% adaptierbar da wir DSA3 spielen):

Roll20 sehr weit vorbereitet: Alle offiziellen Karten des Abenteuers, Skizzen der erwartbaren Orte und nach und nach Pflege ich gerade Skizzen üblicher Orte ein, ne Höhle, Wachturm, 2-3 Layouts von Häusern und ähnliches die ich dann bei Bedarf recht schnell anlegen kann
Die Helden habe ich in einer Exceltabelle im Onedrive wo auch die Spieler zugreifen können
Abenteuer als pdf offen aber ich mache mir immer sehr umfangreiche Notizen mit Seitenangaben und kann im Regelfall das Abenteuer zumindest zum großen Teil auch ohne pdf leiten. Allerdings habe ich Online noch keine Kampagnen geleitet, da wird das vieleicht anders. Wenn ich die Wahl habe nehme ich aber auch lieber das Abenteuer als Heft.
Wenn ich das Abenteuer nur als pdf habe drucke ich zumindest die Karten aus um mir da Notizen zu machen da ich viel der Umwelt abseits des Plots improvisiere, und da landen dann Namen etc an Häusern und so.

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bluedragon7
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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 10.09.2020 22:26

Ich mache mir durchaus Notizen in die pdfs, gerade von Dingen die ich auf einer Seite brauche die aber ganz woanders stehen, wie z. B. Kampfwerte eines NSCs. Auf zweimal 27” und zusätzlich 1 iPad verteile ich dann Roll20, discord, numbers und diverse pdfs, manche auch mehrfach offen oder bestimmte Stellen als Bild/Screenshot extra. Dazu ggf AvesPfade und Wiki.
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Der Geier
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Ungelesener Beitrag von Der Geier » 11.09.2020 00:48

Ich kann nix ohne meine drei Bildschirme.

Auf dem einen ist Discord offen, auf dem zweiten die Notizen (sprich: Das eigentliche Abenteuer) und die Heldensoftware, auf dem dritten diverses, zB wiki aventurica, wikipedia, avespfade und pdf regelwerke ...

Eigentlich bräuchte ich noch einen vierten Monitor für unsere Online Battlemap. Aktuell benutzen wir Minetest dazu, früher wars das battlemap feature unseres bots in einem Browser. Allerdings kämpfen wir eher selten und da wirds dann halt irgendwo anders aufgemacht.
http://www.heldenbund.de - DSA-Spielerbörse, Heldenverwaltung, Gruppenforen etc.

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Orik
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Ungelesener Beitrag von Orik » 11.09.2020 19:08

Mehrere Bildschirme wären für mich Luxus pur, da ich aber über Notebook spiele, wird das nichts. Tablet als Unterstützung wäre aber eine Überlegung wert...danke für das Input!

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Amaryllion
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Ungelesener Beitrag von Amaryllion » 20.10.2020 20:11

Ein zweiter Bildschirm jedweder Art ist Gold wert. Wiki Aventurica hilft sehr beim improvisieren. Discord läuft meist minimiert, Roll20 offen für Würfel, Chat und selten Karten. PDFs habe ich manchmal auch doppelt geöffnet, meist spielen wir aber ohnehin Selbstgebrautes. Ein Fenster ist noch für unser privates Wiki offen, da kann man z.B. Veränderungen der Gruppenkasse schnell on the fly nachhalten. Das macht aber meist ein Spieler.
Amaryllion im Wiki Aventurica
Aurentian bei orkenspalter.de
amaryllion bei Artbreeder

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Ungelesener Beitrag von Xoltax » 20.10.2020 20:43

Es gibt apps für tablets um das tablet als weiteren Bildschirm zu verwenden.
Nur weil du einen Laptop hast kannst du ja trotzdem noch weitere Bildschirme anschließen.

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Janko
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Ungelesener Beitrag von Janko » 20.10.2020 21:06

Nachricht der Moderation

@Orik

Ich habe das Thema mal aus Abenteuer & Kampagnen in den Bereich Rollenspiel & Spielwelten verschoben, da es nicht um ein spezielles Abenteuer geht und du hier vermutlich mehr Leserschaft und Aufmerksamkeit findest.

Weiterhin fleißiges Diskutieren und viel Spaß im Forum.

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Lafayette
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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 21.10.2020 11:19

Ich habe jetzt auch das erste längere Abenteuer mit Discord und roll20 geleitet.
Als closed room sandbox war da der zweite Bildschirm plus das Abenteuer als physische Kopie sehr, sehr hilfreich.

Was mir noch aufgefallen ist, seitdem ich online leite:
Ich hample beim "schauspielern" der NPCs noch mehr herum, als ich es am Tisch tun würde, um mich hineinzufinden. Also ich setze mich anders hin, stehe auf, laufe durch den Raum usw.
Da braucht man dann natürlich ein gutes Headset für.
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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 21.10.2020 13:33

Ich habe zur Zeit 2 online Runden und wir spielen über Hangouts und Skype. Ausrüstung bei mir ist ein Headset, eine Webcam und zwei Monitore. Auf den Monitoren habe ich, am Beispiel der Vampire-Runde, offen:

Bildschirm 1 (im Wechsel, je nachdem, was ich gerade brauche):
Word Dokument mit den Notizen zum Abenteuer
Ich leite eigentlich nie Kaufabenteuer aber wenn doch, dann ist da natürlich das Abenteuer als pdf offen
die Charakterbögen der Spieler in pdf
Die Regelbücher in pdf

Bildschirm 2:
Ein Browser
Hangouts/Skype (Skype hat den Vorteil, dass ein kleines Fensterchen mit dem Videostream auch dann eingeblendet wird, wenn Skype minimiert ist)
Roll20

Damit sind eigentlich alle Bedürfnisse erfüllt, mein Schreibtisch ist eh zu überfüllt, als dass ich da noch Bücher drauf stapeln könnte. Außerdem habe ich ganz gerne, wenn ich Spieler bin, eine Fingerbeschäftigung nebenbei, zum Beispiel Warhammerfiguren zusammen bauen, Handgelenkswärmer basteln, Arbeitsbögen für den Unterricht basteln etc.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 25.10.2020 16:53

Ich hab einen Schnellhefter mit Klarsichthüllen, in diesen packe ich immer meine ausgedruckten pdfs rein.

Aus ner digitalen Datei leiten geht (für mich) gar nicht. Nicht wegen Platzmangel sondern weil ich schnell hin und herblättern können muss.

Der Modus hat bisher bei Onlinerunden genau so gut funktioniert wie bei Tischrunden.
Hier könnte ihre Signatur stehen.

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Bluthandel
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Ungelesener Beitrag von Bluthandel » 26.10.2020 16:08

Zum Online-Spielleiten nutze ich roll20, in dem wir immerhin seit Corona-Start 5 verschiedene Abenteuer/Kampagnen mit annährend 400 h Spielzeit bespielt haben. Da die roll20 Videofunktion nicht immer für alle gut funktioniert, nutzen wir für den Videochat idR Hangouts/Meet.

Zum Spielleiten an sich:

Aus meiner Sicht ist es online wahrlich bequemer geworden. Hatte ich früher immer eine Tonne von ausgedruckten Materialien/Büchern bei mir, die ich aufwändig um mich herum drapiert habe (man weiß ja nie, was man vielleicht noch spontan brauchen wird), entfällt das jetzt quasi komplett.

Für das Online-Spielleiten ist ein zweiter, am besten hochauflösender Bildschirm wirklich Gold wert. Auch für Laptops gibt es schon relativ günstige Docking-Stationen, über die man schnell einen zusätzlichen externen Bildschirm verbinden kann.
Ich habe in einem Fenster roll20 offen und im anderen die Videos, diverse Wiki-Browserfenster sowie die gängigen PDFs plus den Explorer, falls ich mal schnell was suchen muss.
Mittels Screenshot Funktion kann ich so auch z. B. on-the-fly noch schnell ein Handout-Bild aufnehmen und per Drag und Drop direkt auf dem Bildschirm meiner SpielerInnen erscheinen lassen - klasse.
Die umfangreiche, mehrkanalige Sound/Musikkulisse, die ich auf roll20 kreieren kann, hilft mir und den anderen, gut in Stimmung zu kommen. Sounds hole ich mir bei https://freesound.org und https://soundbible.com oder editiere auch mal was selbst mit Audiacity.
Für die Musikuntermalung kann man bei https://incompetech.com gute Stücke lizenzfrei bekommen; ansonsten nutze ich fast ausschließlich Musik aus Computerspielen, die passt sich immer sehr gut im Hintergrund ein.
Für Bildmaterial nutze ich alles aus der Wiki, mitunter auch Screenshots aus vorhandenen Abenteuern/Quellenbänden und ansonsten ist https://deviantart.com oder https://artstation.com eine sehr gute Quelle für Bilder zum online Spielleiten. Ich nutze prinzipiell nur von Hand Gezeichnetes, da ich denke, es klickt besser mit der Phantasie eines jeden Einzelnen...

Vorab mache ich mir in PDFs eigene, digitale Notizen, das geht mit den meisten Tools (nutze Foxit Reader 5.45, aka aus der pre- Bloatwaree Ära). Ansonsten werden einfach schnell TXT Dateien oder - wenn es mehr strukturierter Content sein muss - Office-Dokumente mit geistigen Ergüssen gefühlt. Auch mit Mindmaps für umfangreiche Übersichten von Fraktionsverstrickungen habe ich gearbeitet.

SCs werden in der Heldensoftware erstellt, dann aber manuell in das DSA4 Plugin von roll20 eingepflegt. Umständlich, aber die Mühe zahlt sich dann im Spielbetrieb aus, wenn man aus ausgepoppten Browserfenster den Charakter direkt vor Augen hat und auch direkt inklusive Erschwernissen/Erleichterungen und Regelunterbau würfeln kann.
Ausgedruckt wird genau GARNIX mehr!

Mit Bodenplänen arbeite ich nach wie vor nur rudimentär, da ich ein Metaspiel möglichst vermeiden will. Aber natürlich hilft roll20 auch sehr bei der Visualisierung von Umgebungen und Distanzen. Entsprechend habe ich die "fog of war" Komfortfunktionen etc noch garnicht genutzt.
In der Regel nehme ich einfach quick&dirty ein passendes Hintergrundbild, auf das ich dann schnell Skizzen schmiere. Nicht schön, aber wirksam. Spielfluss geht vor Technikverliebtheit und ich finde auch, eine gute Spielleitervorbereitung geht vor allem effizient mit den Ressourcen des SLs um...

Wir pflegen zusätzlich einen Online-Webspace mit Ressourcen zu unseren Runden, auf dem u. A. Spielberichte, Karten u. Ä. stehen - praktisch.

Was nervt sind jedoch Mitspieler mit ruckelnden Potato-PCs und knirschenden, rückkoppelnden Laptop Mikros. Aber wir arbeiten beständig daran, allmählich jeden im Jahr 2020 ankommen zu lassen, via Teamviewer-Session, indem zu Geburtstagen Webcams oder Headsets verschenkt werden oder Ausweichgeräte wie z. B. Handys zur Videokommunikation herangezogen werden.

Bild
Beispiel "hilfreiche" Umgebungssizze der Spielleitung (braucht nur 20 Sekunden und extra viel Phantasie! :D)
Bild
Der sprechende NSC am Schreibtisch wird durch ein Bild aus der Wiki zusätzlich zum RP mit etwas Leben gefüllt.
Bild
Beispiel für ein digitales Handout aus paint.net, in das sogar mal richtig Zeit investiert wurde. Pergament von pixabay.
Bild
Spielerperspektive; der SL dieser Kampagne setzt auf Echtphotos (findet man z. B. bei Pixabay.de)

Der klare Vorteil von online geleiteten ABs ist neben dem deutlich erhöhten Komfort (endlich würfeln auch alle gleich "gut" oder "schlecht" ...), dass ich die Aufmerksamkeit meiner SpielerInnen durch passende Bildschirm- und Audioinhalte sehr gezielt fokussieren kann. Via "Crosstalk" können Informationen außerdem im getippten Chat weitergegeben werden (auch "geflüstert") während parallel über etwas Anderes gesprochen wird. So kann der Nachteil der online nur sehr sequentiell möglichen Kommunikation etwas aufgebrochen werden.

Fehlen tut natürlich neben der echten Sozialkomponente, dem freien, ungezügelten Trashtalk und dem Kater auf dem Schoss ausserdem noch das Quäntchen Bewegung, wenn man sich aus dem eigenen Dungeon hinüber zu FreundInnen bewegt. Deshalb freue ich mich trotz allen Komforts auch auf eine Zeit, in der man sich zum Spielen wieder real trifft.
Meistere:
I. Postapokalyptisches DSA (Spielberichte im Forum), 2 Gruppen
II. Al Anfa vs Horasreich (wechselnde SL)
Spiele:
VeG, QuanionsQueste

Mendor
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Ungelesener Beitrag von Mendor » 01.11.2020 17:57

Wir spielen seit März mit Roll20. Angemeldet hab ich mich zwar schon mal 2016, aber dann nicht weiterverfolgt, da einige Spieler nicht dazu bereit waren.
Vor ca. 10 Jahren hab ich mal mit Fantasy Grounds eine Spielrunde gestartet. Auch diese verlieft damals, auf Grund schlechter Inet Anbindung im Äthersand. Die Funktionen von FGII waren gut, leider lief es lange Zeit nur unter Windows.

Bei Roll20 gefiel mir die Option, dass es egal ist, welches Betriebsystem installiert wird. Ich selbst nutzte einen iMac 2012 und ein iPad von 2017. Die aktuellsten Browser jedes Systems können Roll20 ohne Probleme unterstützen. Nach ca. drei Monate bin ich in den bezahlten Account gewechselt, da es sich herausstelle, dass es sich nicht mehr so schnell zurück bewegen wird und wir weiterhin auf Distanz zocken werden.

Wir spielen die Borbarad-Kampange adaptiert auf DSA5 und sind mittlerweile in Grenzenlose Macht.
Mir gefällt, dass nun alles ein bisschen visualisiert werden kann. Besonders gefallen hat mir die Arögrotte in Unsterbliche Gier. Die hab ich mit dem dynamic-lightning tool schön darstellen können. Vorteil, wenn die Gruppe sich trennt, kann sie wirklich nicht sehen, was die anderen gerade sehen. Also das finde ich sehr gelungen. Auch der Balken mit Lebensenergie hilft, dass andere Spieler sehen können, wie angeschlagen der Freund gerade ist.

Ich hatte bei den Tisch-Spielrunden immer die Möglichkeit durch Musikstreaming eine tolle Hintergrund Atmosphäre zu schaffen. Leider kann ich die bei Roll20 nicht einbinden. Das sollten die mal hinbekommen, dann wäre es perfekt! So werde ich mal die Hinweise von @Bluthandel benutzten, das hört sich super an.

Da ich seit Beginn von DSA5 alles als PDF gekauft habe, war es für mich immer leicht diese nebenbei auf meinem Rechner offen zu haben. Bei print Medien hab ich dann meine Handykamera genutzt, damit Personen oder Ähnliches digital zur Verfügung stand. Mit der TokenTool.app hab ich dann immer schon mal Gegner oder NSCs in kleine Spielchips umgewandelt.

Vorher hab ich immer ein iPad am Spieltisch gehabt, das auch nun manchmal neben dem Rechner liegt. Da nutze ich dann auch GoodNotes 5. Ich kann diese App auch auf meinem iMac aufrufen und so weiterführen. Sollten wir mal wieder zurückwechseln, könnte ich einfach das iPad wieder an den Spieltisch mitnehmen.

Ich bin insgesamt von Roll20 begeistert und freue mich, dass unsere Spielrunde weiterhin seit nun fast 7 Monaten jede Woche spielen kann. Probiert Roll20 einfach mal aus. Zugegeben, der Meister muss sich kurz in die Materie einarbeiten, aber danach kann es eine sehr gute Alternative sein.

Da Ulisses doch ein, wie ich finde, gelungenes Layout mit tollen Bildern der Monster und Karten hat, wäre ich erfreut, wenn dies auch durch Ulisses in Roll20 angeboten würde. So z.B. als Tokensets oder sogar ganze Abenteuer. Splittermond bietet dies schon an. Bisher hilft es da nur, selbst ist die Frau oder der Mann. :wink:
Roll20 Übersicht.png
Die Übersicht von Roll20, wenn die Helden durch Aventurien reisen.
Arögrotte meister.png
Die Meisteransicht der Arögrotte
Arögrotte Sicht Spieler.png
So sah es für meine Spieler aus :)

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pmd
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Ungelesener Beitrag von pmd » 02.11.2020 12:58

Ein kleiner Tipp zu Roll20: Man kann die SL Ebene nutzen, um sich ein paar wichtige Notizen (Gegner Werte, Namen, etc) zu einer Szene aufzuschreiben, die man dann direkt neben dem entsprechenden Bild/Karte auf dem selben Bildschirm für den SL zu sehen sind, aber für die Spieler nicht.

Was die Organisiation des Abenteuers angeht, habe ich festgestellt, dass (für mich) eigentlich nur gründliche Vorbereitung hilft, so dass ich alles wichtige im Kopf habe. Dazu wenige Stichpunkte von Namen + Gegnerwerte, die direkt parat liegen. Egal ob ich in pdfs, Büchern oder Blättersammlungen blättern muss: Hält alles auf und bremst den Spielfluss.

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