Liebesbrief an Feder & Schwert - Dresden Files

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Loirana
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Liebesbrief an Feder & Schwert - Dresden Files

Ungelesener Beitrag von Loirana » 06.06.2019 13:14

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Warum ich als Reinblut-DSAler den Uhrwerkverlag unterstützen möchte

Ich habe vor wenigen Jahren mit dem Pen&Paper-Rollenspiel angefangen, die Liste der Spielsystem die ich aktiv bespiele bzw. je bespielt habe beläuft sich auf satte 2: DSA und Shadowrun, wobei DSA bei weitem überwiegt. Die Nachricht, der Uhrwerkverlag hätte Insolvenz angemeldet, hat mich also nicht sonderlich betroffen, da ich nie mit denen zu tun hatte. Dachte ich zumindest im ernsten Moment...

Denn Feder & Schwert hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich überhaupt in die ganze Rollenspielszene eingetaucht bin, wenn auch indirekt. So habe ich vor vielen Jahren (man bin ich alt) meinen ersten Urban Fantasy Roman in den Händen gehalten, okay den zweiten wenn man "Harry Potter" mitzählt: "Die dunklen Fälle des Harry Dresden". Eine nicht ganz jugend- oder gewaltfreier Romanreihe über Magie in der heutigen Welt, im Detektivromanstil. Der Stil hat mich dermaßen gefesselt, dass ich noch heute ein brennender Fan bin, jeden Roman der Reihe gierig verschlinge und auch regelmäßig neu lese. Viele in meinem Freundeskreis haben auch schon Kopien der Romane als Geburtstagsgeschenk von mir erhalten :lol: Meine Liebe zum Fantasy Genre wurde hierdurch erst so richtig erweckt und ist bis heute ungebrochen.

Worum geht es?
In den dunklen Fällen des Harry Dresden geht es um den gleichnamigen Magier, der in Chicago lebt - und der der einzige Magier ist, der als solcher im Telefonbuch steht. Nebst Exorzismen und Wiederfinden von verlorenen Gegenständen arbeitet er nebenbei auch für die Sonderabteilung der Polizei, die sich mit "merkwürdigen" Fällen auseinandersetzt. Magie und Monster gibt es natürlich nicht, weiß ja jeder, und man kann nicht in einen Polizeibericht reinschreiben "Opfer wurde von einem Vampir getötet" - auch wenn genau das geschehen ist. So setzt sich Harry mit dem Übernatürlichen auseinander, welches versteckt vor der Allgemeinheit existiert. Vampire, Werwölfe, Ghoule, sie alle leben irgendwo versteckt und bereitem dem Protagonisten Probleme.

Die einzelnen Romane sind im Detektivromanstil geschrieben, in vielerlei Hinsicht hat es etwas von einer alten Detektiv-Noir-Geschichte. Ein kleines Büro, der grimmige Privatdetektiv - nur mit Magie. Die Fälle sind gut geschrieben und meist ist es nicht sonderlich offensichtlich, "wer der Mörder ist" oder welchem Problem auch immer sich Harry stellen muss. Die Charaktere wirken sehr lebendig und wachsen einem schnell ans Herz. Darüber hinaus ist Harry auch einfach ein sehr charmanter "Idiot", und kommt aus den meisten Situationen nur mit einer gehörigen Portion Glück und vielen blauen Flecken heraus. Ich kann jedem Fantasy Fan diese Buchreihe empfehlen!

Feder und Schwert ist somit der deutsche Verleger meiner absoluten Lieblingsromanreihe. Das alleine ist schon Grund für mich dazu aufzurufen, den Verlag zu unterstützen und aus der Insolvenz zu retten! Ohne Feder&Schwert wäre ich nämlich eventuell sonst garnicht hier :-)

Darum Danke @Uhrwerk-Verlag!
Laugh hard! Run Fast! Be Kind!

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Derya Eulenhexe
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Liebesbrief an Feder & Schwert - Dresden Files

Ungelesener Beitrag von Derya Eulenhexe » 30.06.2019 17:36

Da bringst du was zum Klingen, @Loirana. Auch wenn ich mich Uhrwerk vor allem als Nanduriatin verbunden fühle und aufgrund dem ein oder anderen Kontakt zu tollen Leuten, ist das Gefühl Feder & Schwert gegenüber mindestens genauso schmerzlich. Denn wie bei dir sind auch ihre Bücher indirekt dafür verantwortlich, dass ich am Ende beim Rollenspiel gelandet bin.

Nur waren es bei mir die Forgotten Realms und nicht die Dresden Files. Wobei, wenn ich so meine Bücherregale durchstöbere, finde ich auch ein paar von denen. Allerdings damals noch von Knaur aufgelegt und die fehlenden Bücher von Feder & Schwert waren bzw. sind eigentlich auf dem Stapel der irgendwann mal geplanten Bücher, gleich neben dem Lesestapel... :grübeln:

Aber zurück zum Bücherregal: Da sehe ich ganz viel Ulisses (das meiste DSA), ein wenig Uhrwerk (wobei das schon besser ist, als viele andere), mehrere D&D-Verlage und dann ganz viel Feder & Schwert. Und deren Logo ziert vor allem ganz viel Forgotten Realms. Von ihren Büchern rund um Faerun fehlte mir am Ende meiner Erinnerung nach nur ein Buch - Tiefwasser 4: Totenstadt. Was war ich ihnen dankbar, dass sie diverse Romanreihen aus Faerun auf deutsch heraus gebracht haben. Ihre Übersetzungen der Rollenspielbücher aus den Vergessenen Reichen waren da irgendwann nur vertiefender Beifang. Aber ein paar Jahre später der Ursprung des Beschlusses für den Einstieg ins Rollenspiel. Und wie sehr hat es dann somit geschmerzt, als mit D&D4 sowohl die Rollenspielbücher aber vor allem die Forgotten Realms-Romane bei Feder & Schwert einen langsamen Tod starben. :cry:

Insofern hoffe auch ich inständig, dass beide Verlage auch in Zukunft unsere Welt mit ihren Büchern bereichern. Zudem, ganz egoistisch, möchte ich nicht wirklich das Feder & Schwert-Logo und die Uhrwerk-Eule vermissen. Sie sind zwar nur Kleinigkeiten neben den betroffenen Mitarbeitern, Kunden und Büchern, haben in ihrer Symbolik aber trotzdem den Alltag dieser Eulenhexe bzw. rollenspielenden Bibliothekarin bereichert.

Danke auch dafür und für vieles mehr.
Nandurion
Winter is coming, owls!
La sorcière chouette est une chouette sorcière.

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