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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Benutzer 19802 gelöscht
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 08.02.2018 22:10

Hallo liebe Community,

ich habe lange darüber nachgedacht ob ich die Frage hier stellen soll aber weil viele von euch mir in der Vergangenheit mit ihren guten Ideen weiter geholfen haben würde ich es trotzdem gerne versuchen.

Es geht darum dass ich merke dass ich Schwierigkeiten mit der Darstellung bekomme wenn ich versuche ein Charakterkonzept darzustellen bei der es sich um jemanden handelt der über niedrige Werte in Gesellschaftstalenten verfügt oder bei dem Etikette nicht einmal aktiviert wurde, der aber gleichzeitig absolut nicht dumm und primitiv ist (Klugheit 12, Garethi 15, Kusliker Zeichen 7, Rechnen 7, Geografie 10).

Ich hatte mir für die Verhaltensweise eigentlich Snufkin aus den Romanen von Tove Jansson als Inspiration und Orientierung ausgesucht, musste aber leider feststellen dass dies so nicht wirklich funktioniert.

Weil Snufkin sehr freiheitsliebend ist, Autoritäten ablehnt und nach dem Motto lebt "Jeder darf von mir aus machen was er will so lange er mich nicht nervt und mir keine Befehle erteilt" eckt mein Charaktere sehr stark bei Adligen an weil er ihnen nicht den Respekt, die Ehrfurcht und die Autoritätsgläubigkeit entgegenbringt die sich diese von ihm wünschen.

Er beruft sich immer darauf der freie Bürger einer Stadt zu sein und kein Unfreier oder Leibeigener und gesteht Adligen keine Befehlsgewalt und keine Weisungsbefugnis zu wenn diese etwas von ihm verlangen.

Es ist nicht so dass mein Charakter auf irgend eine Weise gegen Gesetze verstoßen würde oder kriminell wäre, es ist eine rein passive Ablehnung von Autoritäten.

Der Charakter wurde in Lowangen geboren und bei den wortkargen, raubeinigen, mürrischen und firungefälligen Svelltländern bekommt er da wenige Probleme mit seinem Lebensmotto aber innerhalb von Feudalgesellschaften wie dem Mittelreich oder Nostria bekommt er mit seinem Verhalten logischerweise Probleme.

Ich hoffe dass ihr vielleicht Ideen habt wie man das Konzept entschärfen könnte, rein von den Charakterwerten funktioniert der Charakter gut, es ist nur der Fluff der nicht richtig funktioniert.

Mir fällt es auch schwer die richtige Balance in der Ausdrucksweise zu finden damit es nicht zu gestelzt und vornehm klingt aber trotzdem nicht zu bäuerlich und primitiv, denn er ist ja schließlich nicht dumm.

Und wenn sich einige von Euch nun die Frage stellen warum ich denn überhaupt so jemanden spiele kann ich dazu nur sagen dass die deutliche Mehrheit meiner Charaktere alle einen hohen Sozialstatus haben, sehr hohe Talentwerte in Gesellschaftstalenten und sich so gewählt und vornehm ausdrücken wie Gräfinnen zur Zeit der Renaissance, ich möchte nicht immer das gleiche Konzept mit minimalen Abwandlungen spielen, ich mochte mein Raubein eigentlich immer aber leider verursacht mein Raubein mir Kummer.

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Farmelon
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Farmelon » 08.02.2018 22:38

Wenn der Charakter nicht dumm ist, oder genügend Lebenserfahrung hat, sollte er wissen das man bei der herrschenden Klasse oder andere Autoritäten nicht aneckt. Im Mittelreich macht man keine Adeligen blöd an und sagt ihnen was man über sie denkt, im orkisch besetzen Gebiet macht man die herrschende Kaste nicht blöd an, in Südaventurien macht man Granden nicht blöd an, in Fasar nicht die Erhabenen, man wirft einem Praiosgeweihten in Greifenfurt nicht an den Kopf das man seinen Gott verabscheut weil er den Adel stützt und so weiter.
Man kann freiheitsliebend sein und darauf hinweisen das wer auch immer keine direkte Befehlsperson über einen ist, aber man haut denen verbal keine runter. Das gibt immer ärger.

DSA ist nicht die reale Welt, bis auf Ausnahmen gibt es keine Demokratie und die meisten Leute einer Region und Kultur finden es gut so wie es läuft. Zumindest der überwiegende Teil welcher genügend Einfluss und Macht hat das es sich nicht ändert. Mit Mächtigen legt man sich nicht direkt an wenn es nicht unbedingt sein muss, wenn man nicht mit dem Echo umgehen kann. Also klappe halten und mal was runterschlucken, ist besser für die Gesundheit. Das weiß man auch ohne Etikette.

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RoiFirdayon
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von RoiFirdayon » 09.02.2018 11:12

Ich sehe in dem Konzept kein Problem. Der Nachteil "autoritätsgläubig" - bezogen auf DSA 4.0/ 4.1 - kann ja nicht umsonst gewählt werden. Und gerade unter den SC sind Chars, die Autoritäten ablehnen, nicht eben selten. Man sollte allerdings dann damit rechnen, dass man hier und da aneckt, Ärger hat oder auf die Fr ... bekommt - bis man eben merkt, mit wem man sich besser nicht anlegen sollte. Im Übrigen sind auch die Svelltaler mit ihren Erfahrungen nicht frei von Autoritäten. Abgesehen von den Orks sind da noch Stadtherren und so weiter, und wer sich mit ihnen anlegt, weiß um die Konsequenzen. Will sagen, ein Char aus dem Svelltland wird nicht deswegen mittelreichische Adlige angehen, nur weil es bei ihm wenig Adlige gibt, die mehr zu sagen haben als andere. Und dass ein Svelltaler nicht wissen sollte, dass "nebenan" Adlige die nominelle Macht innehaben, halte ich für ausgeschlossen. Wer da dann die Grenzen des schlechten Tons überschreitet, darf sich nicht wundern, wenn er mindestens vor den Kadi gezerrt wird, von den Bestrafungsmaßnahmen im Bornland mal ganz zu schweigen ...

Man kann also ein Großmaul spielen, muss dann aber mit den Konsequenzen leben. Innerhalb der Gruppe mag der Char noch weniger Gegenwehr haben als im Verhältnis zu den NSC, aber selbst das hängt davon ab, wie intensiv der adlige SC gespielt wird. Wie @Farmelon schon gesagt hat, DSA ist eben nicht die mitteleuropäisch-demokratische Welt von heute.

Da ich außerdem die FAB ein bisschen verfolgt habe: Die Probleme da sind vorrangig nicht deswegen entstanden, weil ein nicht adliger SC gegenüber einem adligen SC das Maul aufgemacht hat, sondern das hatte ganz offensichtlich andere Gründe.

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AngeliAter
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 09.02.2018 12:43

Schaust du dir die Serie "Games of Throne" an?
Falls ja, dann wäre der Bluthund Sandor Clegae sicherlich ein passendes Vorbild, klug genug um so ziemlich alles zu überleben aber auch so verdammt grob das man ihn eigentlich eine Zeit lang tot sehen wollte.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

Benutzer 19802 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 09.02.2018 19:53

AngeliAter hat geschrieben:
09.02.2018 12:43
Schaust du dir die Serie "Games of Throne" an?
Falls ja, dann wäre der Bluthund Sandor Clegae sicherlich ein passendes Vorbild
Ich kenne die Serie bisher leider nur von Erzählungen aber ich werde mir einige Folgen anschauen um zu sehen ob Sandor ein besseres Vorbild für mein Raubein ist als Snufkin. Vielen Dank für den Tipp.

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WeZwanzig
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 09.02.2018 21:46

Etikette nicht aktiviert heißt ja erstmal nur, dass er die genauen Umgangsformen, die von ihm erwartet werden, nicht von sich aus kennt. Wenn er aber klug ist, dann wird er sich dessen bewusst sein und versuchen (möglichst unauffällig) herauszufinden, wie er sich zu benehmen hat. Wenn man gerade gemeinsam beim Bankett sitzt, dann wartet er vielleicht kurz und beobachtet seine Tischnachbarn, wie sie ihr Essen zu sich nehmen, bevor er selber das passende Besteck in die Hand nimmt. Oder er hört zu, wie seine Freunde den Baron ansprechen und wird dann auch das "Euer Hochgeboren" nachplappern. Dabei kann es natürlich zu Missgeschicken kommen, etwa wenn er sich mit zwei Magiern unterhält, die sich gegenseitig mit "Collega" anreden. Wenn er dann selber "Collega" statt "Hochgelehrter Herr" nutzt, dann ist er halt ins Fettnäpfchen getreten.

Wichtig ist, dass er dabei bei jeder Situation aufs neue Überlegen muss, wie er sich zu verhalten hat. Wenn er irgendwann anfängt Muster zu erkennen und auch mal von sich aus die richtige Anrede findet, dann ist es an dir, das Talent langsam zu aktivieren und zu steigern.
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Borbarad-Moskito
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Borbarad-Moskito » 09.02.2018 22:29

Sehe grundsätzlich auch kein Problem bei einem solchen Charakter, in der Tat verfügt er gar über eine im Mittelalter recht gängige Ansicht ("Stadtluft macht frei"). Ich würde den Charakter ohne Etikette jetzt vielleicht nicht in eine horasische Gesellschaftskampagne mitnehmen, aber ansonsten kann man so ein Konzept in der klassischen Heldenkampagne doch gut spielen.

Wenn du ihn entschärfen willst: Verpass' ihm doch einen Feind, oder Gesucht I, weil er mal einen Adeligen blöd angemacht und bloßgestellt hat. In entsprechenden Situationen kann er sich dann daran erinnern (Frei nach dem Motto: "Oh Moment, Baron Alrik fand das damals nicht so gut, als ich ihm meine Meinung über Autoritäten aufgedrückt habe...") und posaunt dann nicht einfach seine Ansichten raus.

Wenn du eh meinst, er lehnt Autorität eher passiv ab, dann würde ich versuchen, mit ihm entsprechende Situationen zu vermeiden, oder in selbigen einfach mal zu schweigen. Der Char verfügt ja auch über nicht wenig Intelligenz und Bildung, ihm sollte ohnehin bewusst sein, dass im Zweifelsfall überleben/ungeschoren davonkommen über die Mitteilung seiner Meinung geht. Alles andere würde ich über eine Prinzipientreue ablaufen lassen, denn für die Äußerung der Ansichten schwerwiegende Konsequenzen in Kauf zu nehmen, ist meines Erachtens nicht weit von Tugenden Geweihter entfernt. :)

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vanDyck
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von vanDyck » 10.02.2018 13:02

Grundsätzlich ist ein Charakter der in Gesellschaftformen nicht so firm ist bzw. davon keine Ahnung nicht so das Problem. In der Gruppe lässt man halt den mit Ahnung reden und hält sich bedeckt. Ist ja nicht so das dein Charakter Bukanier ist mit Weltfremd (Obrigkeit) oder so ähnlich und als vermeintlicher "Hinterwäldler" bekommt man meist etwas Nachsicht. Vor allem wer öfters mit Thorwalern zu tun bekommt (die duzen ja eh alles) ist da vermutlich schon einiges gewohnt. Wenn natürlich der eitle Horasier mit krankhaftem Ehrgefühl daherkommt könnte es natürlich interessant werden..., aber welcher Held eckt nicht hin und wieder an. Selbst mein horascher adeliger (SO 11) Stabsfähnrich schreibt regelmäßig Beschwerdebriefe ans nächste Konsulat wenn er mal wieder nicht standesgemäß behandlet worden ist, das wars dann aber auch, ist eh hoffungslos mit den ganzen Barbaren da draußen....^^
Ich würde mir halt gut überlegen wir er in gewissen Situationen regiert wenn er mit Autoritätspersonen konfrontiert wird, besonders auch wenn jene das Recht haben dir Anweisungen zu erteilen. Kriminell soll er ja auch nicht werden, hält man sich dann murrend an die Anweisung, diskutiert man (ohne überreden etc. schwer), versucht man sich zu entziehen oder sucht man den Konflikt?
Je nach dem könnten sich ein paar Punkte ich Rechtkunde lohnen damit man weiß wie weit man gehen darf bzw. sollte bevor es echt unangenehm wird, oder doch ein wenig Menschenkenntnis damit ich erkennen kann wie weit ich noch gehen darf. Ist eigentlich eh ne Schande eine Sprache so gut zu beherrschen und sie dann nicht als "Waffe" verwenden zu können...^^ Ich tu mich immer sehr schwer Charaktere zu spielen die nicht zumindest rudimentäre Fähigkeiten in Überrden zu haben. Ich spiel einfach zu gern mit Sprache.

Faras Damion
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 16.02.2018 12:56

Ich kenne die Figur leider nicht.

Ich würde die Ausprägung sehr davon abhängig machen, wie sie in die Geschichte passt.

Wie würde eine zeitgenössige Romanfigur, die keine Polizei anerkennt und keine Steuern zahlen will, ankommen? Das wäre in New York deutlich anders als auf einer abgelegen Farm im mittleren Westen. Beides können aber interessante Geschichten ergeben.

Genauso sehe ich es in Aventurien. Es gibt Regionen, in dem seine Weltanschauungen überhaupt kein Problem sind und sogar von vielen geteilt werden, z.B. Svelltal oder Thorwal. Und es gibt Regionen, in denen das arg gegen die Grundsätze von 99% der Bevölkerung verstößt und die Weltanschauung als gefährlich erachtet wird.

Des weiteren würde ich mir überlegen, wie viel Raum diese Anschauungen nehmen sollen. Man kann locker eine ganze Kampagne darum spielen, aber wenn ihr vorgefertigte Abenteuer "runter"spielen wolt, stört es.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass niedrige Gesellschaftstalente halt bedeuten, dass die Figur Menschen schlecht einschätzen kann, sie schlecht von etwas überzeugen kann und Schwierigkeiten mit üblichen Gepflogenheiten hat. Da nützt hohe Klugheit nicht gegen.

Ein paar Ideen:
- Spielt in abgelegenen Regionen, vielleicht möchte er seiner Gruppe ja seine Heimat zeigen.
- Lass ihn mit den Ideen der Braniborier in Kontakt kommen (Adel hat auch Pflichten).
- Steigere die Gesellschaftstalente und lasse ihn erkennen, wann er sich in Schwierigkeiten bringt und wen er mit welchen Argumenten überzeugen kann, ihn in Ruhe zu lassen.
- Lass ihn Firun-Akoluth werden, damit er etwas geschützt ist.

Darilon
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Ungelesener Beitrag von Darilon » 23.03.2018 16:13

Eigentlich intelligent, aber sozial unterbelichtet ist ein typisches Klischee von (Computer-)Nerds. Ich würde versuchen das Sozialverhalten von Sheldon aus Big Bag Theorie nach DSA zu übertragen. Das würde auch deinem Wunsch entgegen kommen das es nicht so rau sein soll.

Jeordam
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 23.03.2018 17:14

Niedrige Gesellschaftstalente bedeutet nicht antiautoritär und streitsüchtig, was du da beschreibst, sondern peinlich und zum schämen. Nicht "will nicht" sondern "kann nicht", auch in anderen Situationen.

Hier wird der Unterschied ein bisschen thematisiert.
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Benutzer 19802 gelöscht
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 23.03.2018 18:20

Jeordam hat geschrieben:
23.03.2018 17:14
Hier wird der Unterschied ein bisschen thematisiert.
Vielen Dank für den Link aber irgendwie werde ich aus dem Text nicht so wirklich schlau.

Es ist auch nicht so dass seine beziehungsweise ihre Gesellschaftstalente alle vollständig fehlen oder alle niedrig sind. Sie verfügt zumindest über Betören 3, Menschenkenntnis 10 und Überreden 7. Der Rest wurde nicht aktiviert.
Jeordam hat geschrieben:
23.03.2018 17:14
Niedrige Gesellschaftstalente bedeutet nicht antiautoritär und streitsüchtig
Nicht automatisch aber sie ist nun mal antiautoritär und betrachtet unterwürfiges Verhalten und Autoritätsgläubigkeit als Charakterschwäche. Die Persönlichkeitsmerkmale eines Charakters darf man sich zum Glück selbst aussuchen, sie werden nicht ausschließlich von den jeweiligen Talentwerten vorgeschrieben.

Jeordam
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 23.03.2018 18:43

Jillian ist antiautoritär und streitsüchtig, so wie du deinen SC beschreibst, aber mit einem hohen Etikettewert. Sie verstösst wie dein Charakter absichtlich dagegen, um zu provozieren. Don King übertreibt das noch mehr, um ihr diesen Unterschied klar zu machen.

Jemand mit niedriger Etikette sagt zum Beispiel zu der Frau im schwarzen Kleid auf einer Beerdigung, das ihr die Farbe gut steht, und hat es als ehrliches Kompliment gemeint.
Mit hoher Menschenkenntnis wird er dann zwar merken, dass das wohl irgendwie das falsche war, aber nicht warum. Und wird die Entschuldigung wieder in unangebrachter Weise rausklotzen.


Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, das Etikette bzw. soziale Talente auf der einen Seite und die beschriebene antiautoritäre, streitsüchtig Einstellung vollkommen unabhängig voneinander sind und die Gleichsetzung aus dem ersten Post deswegen nicht funktioniert.
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 23.03.2018 18:46

@Jeordam: Danke für die Erklärung, jetzt habe ich es kapiert.

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Rhonda Eilwind
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 23.03.2018 23:20

Jeordam hat geschrieben:
23.03.2018 18:43
Jemand mit niedriger Etikette sagt zum Beispiel zu der Frau im schwarzen Kleid auf einer Beerdigung, das ihr die Farbe gut steht, und hat es als ehrliches Kompliment gemeint.
Mit hoher Menschenkenntnis wird er dann zwar merken, dass das wohl irgendwie das falsche war, aber nicht warum. Und wird die Entschuldigung wieder in unangebrachter Weise rausklotzen.
Entschuldige, dass ich hier so reinsenfe, aber du hast mir gerade einen echten Aha-Effekt beschert, denn das hätte ich (also, im RL) sein können.

Jetzt nicht auf einer Beerdigung, dafür bin ich zu sehr Landei, um da nicht zu wissen, wie man sich so im Wesentlichen verhält... aber sonst... :ups:

Oder um mal (allerdings ist das schon etwas länger her, frau ist ja lernfähig) meinen entnervten Ehegespons zu zitieren: "Mir dir unter Menschen ist es manchmal echt nur peinlich, weißt du das?" :oops:

"Gesellschaftliche Leichen pflastern ihren Weg..."

Und ja, es ist genau so, wie du es beschreibst: Alle scheinen "zu wissen", was hierzulande "höflich" und "angebracht" ist, was man fragt oder sagt und was besser nicht - nur ich irgendwie nicht.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Skyvaheri
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Darstellungsprobleme und Kompatiblitätsprobleme von Raubeinen mit niedriger Ettikette

Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 24.03.2018 07:16

Ich glaube den einen oder anderen "Sozial Black Out" hatte jeder schon mal in seinem Leben - meist wenn man über das eigene Handeln nicht wirklich nachgedacht hat.

@Rhonda Eilwind Wichtig ist dabei ja insbesondere, dass man um sein Defizit weiß - dann kann man dran arbeiten. Und wenn Eigeneinschätzung und Fremdeinschätzung mehr oder weniger deckungsgleich sind, ist das schon ein guter Fortschritt. Ich kenne den einen oder die andere, wo ich mir nicht sicher bin, ob es diesen Personen bewusst ist, wie sie auf andere wirken... :grübeln:

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Alle Infos zu Sky's DSA-Runde gibt es hier:

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Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 24.03.2018 15:24

Eine charismatische und intuitive Heldin mit passabler Menschenkenntnis, evtl. sogar passender Kulturkunde aber nullkommanix Etikette?
=> Wird bemerken, wie sie beim Gegenüber ankommt und dass jetzt diese oder jene Reaktion erzeugen müsste - aber das "wie" ist nicht vorhanden.

Bei einem gutwilligen Chari wäre es nachvollziehbar und die einfachste harmonische Lösung, baldmöglichst "Umgangsformen" zu lernen.

Das "antiautoritär" ist ein davon mMn komplett zu trennender Aspekt. Rebellisches Verhalten wird inneraventurisch vmtl. als "Kinderkrankheit" wahrgenommen, für die es Heilung gibt - ein sozial niedrig stehender Held wird da von der Mehrheit halt rausgeworfen, als nächste Eskalation verprügelt/eingesperrt und wenn er es nicht lernt oder überzieht halt in den Steinbruch oder an die Galgeneiche entsorgt. Dem hochgestellten "Taugenichts" lässt man vllt. erst mal was durchgehen, schickt ihn mit Aufpassern auf Tour (Drôl, Mengbilla, Chorhop = geile Party) aber auch da ist vmtl. eine echt konservative Familie da, die irgendwann die Reissleine zieht.

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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 24.03.2018 18:28

Andwari hat geschrieben:
24.03.2018 15:24
Bei einem gutwilligen Chari wäre es nachvollziehbar und die einfachste harmonische Lösung, baldmöglichst "Umgangsformen" zu lernen.
Wenn ich zu viele AP in Gesellschaftstalente investiere unterscheidet sich meine Prospektorin aber irgendwann nicht mehr von meiner Hofkünstlerin und meiner Großhändlerin in ihren Umgangsformen und in ihrer sozialen Vorgehensweise. Es ging mir ja darum mal jemanden zu spielen der gesellschaftlich unbeholfen ist.
Andwari hat geschrieben:
24.03.2018 15:24
Rebellisches Verhalten wird inneraventurisch vmtl. als "Kinderkrankheit" wahrgenommen, für die es Heilung gibt - ein sozial niedrig stehender Held wird da von der Mehrheit halt rausgeworfen, als nächste Eskalation verprügelt/eingesperrt und wenn er es nicht lernt oder überzieht halt in den Steinbruch oder an die Galgeneiche entsorgt.
Na ja, ihr freches Mundwerk kann ihr jemand mit genügend Einfluss sicherlich stopfen aber ihre Meinung gegenüber Feudalgesellschaften kann man ihr nicht so leicht nehmen. Aventurien ist nicht das reale und historisch korrekte Mittelalter, der Adel kann sich nicht darauf berufen dass es überall so ist, keine Alternativen existieren und dass die Monarchie angeblich die einzige gottgewollte Herrschaftsform ist. Jemand mit genügend Talentpunkten in Geografie und jemand der viel herum gekommen ist weiß dass es in Thorwal, im Svelltland, in Al Anfa und bei den Elfen auch anders geht.

Aventurien ist auch nicht Nordkorea, es wird nicht jeder am Galgen entsorgt der auf passive Art Feudalgesellschaften und den Adel ablehnt. Bei einer SO 3 Tagelöhnerin interessiert sich vermutlich niemand dafür wenn sie verschwindet aber ich bin mir sicher dass es keine gesetzliche Grundlage gibt meine SO 7 Prospektorin aus Lowangen mit SO 9 Verbindungen zu exekutieren nur weil sie auf passive Weise Feudalgesellschaften ablehnt.

Abgesehen vom Bornland vielleicht wo jeder kleine Baron die gleiche Macht wie in anderen Regionen ein König hat und nach belieben irgendwelche Gesetze erfinden kann um seine Untertanen zu tyrannisieren und jeden exekutieren zu lassen der seine Meinung nicht teilt.

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Desiderius Findeisen
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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 24.03.2018 19:39

Märzhäsin hat geschrieben:
24.03.2018 18:28
Wenn ich zu viele AP in Gesellschaftstalente investiere unterscheidet sich meine Prospektorin aber irgendwann nicht mehr von meiner Hofkünstlerin und meiner Großhändlerin in ihren Umgangsformen und in ihrer sozialen Vorgehensweise. Es ging mir ja darum mal jemanden zu spielen der gesellschaftlich unbeholfen ist.
Ich würde da einen Mittelweg gehen: Einfach setzen, dass dieser Charakter halt eben Probleme mit dem Erlernen von Umgangsformen hat (als eine Art leichter Fall von "Sheldonitis" ;) ) und diese Werte eben nur langsam erhöhen. 3 bis 5 sollte reichen zumindest den "Kopf-ab-Fettnäpfchen" zu entgehen und trotzdem noch wenig genug für reichlich peinliche Momente zu haben.
Wobei (wie weiter oben schon erwähnt) nicht aktivierte Etikette ja kein Synonym für Dummheit ist.
Für die Freunde der kleinen Geschuppten: Von den kleinen Drachen
"I am 87% confident you will burst into flames." Kimiko Lockeweaver, Bayesian Empirimancer
"I do not help, Mr. Bogan. I oppose." Mathias Melchior, Dept. of Opposition

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 25.03.2018 00:49

Andwari hat geschrieben:
24.03.2018 15:24
Eine charismatische und intuitive Heldin mit passabler Menschenkenntnis, evtl. sogar passender Kulturkunde aber nullkommanix Etikette?
=> Wird bemerken, wie sie beim Gegenüber ankommt und dass jetzt diese oder jene Reaktion erzeugen müsste - aber das "wie" ist nicht vorhanden.
Ja, ganz genau. Ich zB merke eigentlich immer sofort, wenn ich in den Fettnapf gesprungen bin - aber leider weiß ich darum noch lange nicht, wieso. ;)

UNd weil es manchmal für die anderen ganz grundlegende Dinge sind, verstehen die gar nicht, dass sie mir das jetzt erklären müssten und ich sie nicht nur veralbere.

Ich schreib das jetzt mal für @Märzhäsin auf, wie es sich so lebt als gesellschaftlicher Trampel, vielleicht hilft es dir ja weiter... :D

Erstmal ist es tatsächlich so, dass sich das ganze da, wo ich aufgewachsen bin, nicht so stark auswirkt. Das ist mein normales Umfeld, da bin ich daheim, das hat meine Umgangsformen beeinflusst, und da ist mehr von dem, was ich intuitiv tue, in Ordnung als anderswo. (Ich denke, das geht jedem so... ich bin aber auch da schon mindestens spleenig. Nur eben etwas weniger stark.)

Ein Punkt ist dieser: Ich komme aus Niedersachsen, so richtig vom Dorfe. Da ist man sehr redselig - jeder will von allen alles wissen und erzählt auch freigebig über sich selbst... ;) - und wenn einen etwas stört, spricht man das freundlich, aber direkt an. Ist ja nichts dabei, man kennt sich ja. Also: Ein Nachbar zum anderen: "Hör mal - du könntest auch mal wieder deine Hecke schneiden... neulichst hat's mich auf dem Radweg fast vom Rad gehauen, so weit ragen die Zweige da schon rüber!" - "Jau, alles klar, mach ich nächstes Wochenende. Kannste mir deine Säge leihen, Alter?"

Jetzt lebe ich am Niederrhein, und unsere Nachbarn würden mich beim selben Anlass, bw haben das schon, in ein weitschweifiges Gespräch darüber verwickeln, wie stark im Frühjahr die Büsche doch wachsen, und dass sie demnächst schon wieder ihre Hecke schneiden müssten und jetzt einen Gärtner hätten, und dass man in ihrem Garten ja kaum noch am Gebüsch vorbei gekommen sei..." - Meine Hecke, der Radweg und mein Garten würden mit keiner Silbe erwähnt.

Ich habe mir das und ähnliches jahrelang angehört und höflich genickt und was dazu gesagt, bis mir aufging, wie das eigentlich gemeint war. Und wenn nicht eine Nachbarin ihren Mann vorgeschickt hätte, der sich irgendwann tausendmal entschuldigte, eher er mir direkt sagte, dass wir dringend unsere Büsche schneiden müssten, weil sie sein Garagendach anheben - mit den fatalen Worten: "Meine Frau meinte, sie habe Ihnen das schon mehrmals gesagt, aber es muss jetzt wirklich gemacht werden, und ich kann das selbst nicht mehr!" - dämmerte es mir. :uhh:

Ergebnis: Meine Nachbarn halten mich für freundlich, aber mit den ignorantesten Mensch auf Gottes weiter Erde! - Und nebenbei manchmal auch rücksichtslos, weil ich immer noch direkt sage, was mich stört. Natürlich mit 1000 Entschuldigungen, aber das ist nicht ganz das gleiche wie dasd hier übliche "von hinten druch die Brust ins Auge". Das kann ich aber nicht.

Ein weiterer Punkt ist Religion bzw. kirchliche Etikette. Ich wurde nie getauft. In meiner Kindheit war das damals dort, wo ich wohnte, noch sehr ungewöhnlich. Vieles, was also bei gleichaltrigen zur Allgemeinbildung gehört, beherrsche ich nicht oder nur sehr rudimentär. Das was ich über Kirche weiß, ist zudem rein evangelisch geprägt. In meiner Schule gab es in allen 3 Oberstufenjahrgängen zusammen 11 Katholiken, und die waren alle aus Süddeutschland zugezogen.

Jetzt lebe ich im katholisch geprägten Rheinland. Da ist schon deutlich anders, und zwar nicht nur in Sachen Gottesdienste, bestimmte Kirchenlehren usw., sondern auch so von dem, was für schicklich gehalten wird, worüber man Witze macht und worüber besser nicht.

Nun ist der Katholizismus hier recht liberal unterwegs. Und nachdem ich da so einiges begriffen hatte, dachte ich, ich wüsste nun, wie, was und wo so etwa ginge.

Mein Mann ist katholisch, und hat mich durchaus vorgewarnt, das sei nicht überall so. Nunja - die Familie meiner Schwägerin kommt aus dem Münsterland, ist wirklich erzkatholisch, und nein, wer im Rheinland dieses Feld nur noch mit kleineren Blechschäden zu navigieren gelernt hat, kann das im Münsterland noch lange nicht... :devil:

Zu "rebellisch" kann ich auch noch was beitragen... ich stamme nämlich zu alle Überfluss auch noch aus einer traditionell querulantischen Familie.:P

Ich habe mich schon in der Schule wenig von der Position von jemandem beeindrucken lassen. Wenn ich dachte oder wusste, ich habe Recht, habe ich das gesagt - ohne Rücksicht auf Verluste, die Konsequenzen für mich, aber auch auf die Konsequenzen für die andere Person, die sich so unter Umständen als ahnungslos bloßgestellt habe.

Das macht einen nicht unbedingt beliebt. Und es ist auch nicht immer produktiv, weil jemand, der sich bloßgestellt fühlt, unter Umständen den Argumenten gar nicht mehr zuhört.

Und - man muss als gefühlter Rebell auch durchaus aufpassen, dass man nicht, statt Kritik zu üben, obwohl der andere eine Autoritätsperson ist, das Haar in der Suppe sucht, weil der andere eine Autoritätsperson ist.

Der macht in der Regel auch nur seine Arbeit und kann nichts dafür, dass man selbst hierarchische Strukturen nicht mag.

Heute bin ich bei solchen Gelegenheiten extrem sachlich und unpersönlich. Das funktioniert etwas besser. Es hilft auch, den eigenen Fehlern gegenüber ebenso offen zu sein und Kritik nicht schon darum als unberechtigt abzuschmettern, weil sie "von oben" kommt und bestimmt "unfair" ist.

Dann sind die Leute meiner Erfahrung nach zwar immer noch irritiert, aber jemand, der mit sich selbst umgeht wie mit anderen, ist niemand, der aus der Deckung zuschlägt, der ist einfach so, wie er ist. Ein bisschen grobschlächtig, aber ehrlich.

Das wurde zumindest auf der Arbeit später dann, zumindest von meinem letzten Chef, durchaus geschätzt, weil man von mir eben immer meine Meinung zu hören kriegte, nicht die von anderen. Und wenn ich eine Idee mies fand, habe ich das gesagt und es begründet. Wenn ich sie gut fand, ebenso.

Das wäre vielleicht eine realistische Entwicklung von jemandem, der erstens keine Etikette kennt und zweitens keine Feudalsysteme mag. Als aufrechter, moralisch integrer Berater würde derjenige vielleicht auch da seine NIsche finden können.

(Alternativ, weniger nett, als eine Art Hofnarr... :P )
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 25.03.2018 13:42

@rebellisch & Co.
Bei einem "passiven" Charakter, der immer brav nickt und mitmacht, ggf. rechtzeitig schweigt oder Lippenbekenntnisse ablegt usw. ist es nach außen völlig egal, was der an obrigkeitslästerlichem Zeug denkt und fühlt - merkt ja keiner. Die aventurisch - ggf. funktionierende (!) - Gedankenpolizei hat genug damit zu tun all die zu bearbeiten, die eben nicht nur rebellisch fühlen - sondern daraus irgendwelche Handlungen ableiten oder das vmtl. demnächst tun werden. Es gibt genug NL-Kultisten, Paktierer, Verschwörer, Dämokraten, die wirklich irgendwelche "bösen" Dinge planen und in dieser Vorbereitungsphase auch schon mal was böses tun.

"Passive" Kritiker sind keine Kritiker.

@Alternativen:
"Dann geh doch zu Netto den Elfen!" Der gebildete Aventurier weiß, dass die in entlegenen Gebieten in der Wildnis leben, nichtelfischen Fremden oft sehr abweisend gegenüber stehen (ziemlich die einzigen Rassisten in der Welt überhaupt), sie wenigstens als störend empfinden und gesellschaftliche Organisation in Sippen stattfindet, in die ein Mensch nicht mal eben aufgenommen wird - die reden dann irgendwas, dass dem die Fähigkeit zu salasandra fehle.

Was genau soll an den Obrigkeiten in Al'Anfa, Fasar, Khunchom, Charypso, Thorwal, Belhanka oder sonstwo besser sein? Klar, in Thorwal darfst Du eine Meinung haben - aber wenn dich das zum Aussenseiter macht, erfrierst und verhungerst Du demnächst oder kannst am Einsiedlersee eine Hütte bauen. Ansonsten sind gerade die Thorwaler ziemlich rigoros, dass nach einer Entscheidung alle in der Ottajasko mitmachen - da kann nicht einer mal eben woanders hin rudern. In Al'Anfa ist man oben, weil man auf dem Silberberg geboren wurde oder in ganz seltenen Fällen durch sympathische Speichelleckerei dahin "aufgestiegen" ist. In den Tulamidenlanden ist man oben, weil man Geld und Macht hat, in Charypso weil man den schicksten Piratenkapitänshut auf hat.

In einigen der Gebiete dreht sich das Machtkarrusell vllt. schneller als im MR - in dem ganz schön Bewegung ist, wenn man all die Reto-Kumpels und Brin-Vertrauten in Machtpositionen sieht, deren Großeltern noch unter-ferner liefen. Aber nirgendwo schätzen die Mächtigen Nörgler.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 25.03.2018 16:00

Andwari hat geschrieben:
25.03.2018 13:42
@rebellisch & Co.
Bei einem "passiven" Charakter, der immer brav nickt und mitmacht, ggf. rechtzeitig schweigt oder Lippenbekenntnisse ablegt usw. ist es nach außen völlig egal, was der an obrigkeitslästerlichem Zeug denkt und fühlt - merkt ja keiner. Die aventurisch - ggf. funktionierende (!) - Gedankenpolizei hat genug damit zu tun all die zu bearbeiten, die eben nicht nur rebellisch fühlen - sondern daraus irgendwelche Handlungen ableiten oder das vmtl. demnächst tun werden. Es gibt genug NL-Kultisten, Paktierer, Verschwörer, Dämokraten, die wirklich irgendwelche "bösen" Dinge planen und in dieser Vorbereitungsphase auch schon mal was böses tun.
Dabei stellt sich aber immer das Problem, dass Charaktereigenschaften oder ähnliches, die nicht thematisiert werden, vollkommen uninteressant sind. Also wenn der Charakter eben seine Vorurteile gegenüber Adel etc nie auslebt, kann er sie gleich weglassen. Ähnliches gilt über irgendwelche Geheimnisse die nie ans Licht kommen sollen oder dürfen. Also muss da irgend ein Mittelweg her, der ist aber echt schwer zu finden.
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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 25.03.2018 21:36

Andwari hat geschrieben:
25.03.2018 13:42
"Dann geh doch zu Netto den Elfen!"
Da ist sie doch bereits, sie stammt aus einer verweltlichten Sippe im Elfenviertel in Lowangen. Es ging mir um rollenspielerische Tipps für die Zeit in der das Eichhörnchen unterwegs ist um Geld zu verdienen und den Leuten denen sie begegnet zu helfen.
Andwari hat geschrieben:
25.03.2018 13:42
Der gebildete Aventurier weiß, dass die in entlegenen Gebieten in der Wildnis leben
Der gebildete Aventurier weiß aber auch dass mehr als ein Drittel aller Auelfen in Enklaven und Vierteln innerhalb menschlicher Städte leben, siehe hierzu das Kapitel über Siedlungselfen in Aus Licht und Traum. Das Buch geht sogar so weit zu sagen dass viele Stadtbürger nicht einmal wissen dass es Elfen gibt die in wilden Sippen leben und nur ihre vertrauten städtischen Spitzohren kennen, was meiner Meinung nach vollkommen plausibel klingt.

Gegen die Lebensphilosophie dieser Elfen wird in absolut keiner Weise gesetzlich vorgegangen obwohl sie gemäß Seite 84 in Aus Licht und Traum nicht unter den Tralloper Vertrag fallen sondern als geschäftsfähige und heiratsfähige Stadtbürger gelten.

Dermaßen hart, streng und gnadenlos gegenüber Andersdenkenden kann Aventurien also nicht sein, die Regionalbände vermitteln insgesamt eher ein relativ liberales Bild wenn man es mit dem realen Mittelalter vergleicht.
Andwari hat geschrieben:
25.03.2018 13:42
Was genau soll an den Obrigkeiten in Al'Anfa, Fasar, Khunchom, Charypso, Thorwal, Belhanka oder sonstwo besser sein?
Dort gibt es sehr gute Aufstiegschancen. In Al Anfa könnte eine Plantagenarbeiterin durchaus zu einer angesehenen und reichen Tuchhändlerin aufsteigen, in eine Feudalgesellschaft ist das nicht möglich da wird man nur danach bewertet als was man geboren wurde. Da heißt es einmal Erntehelfer, immer Erntehelfer.
Andwari hat geschrieben:
25.03.2018 13:42
Klar, in Thorwal darfst Du eine Meinung haben - aber wenn dich das zum Aussenseiter macht, erfrierst und verhungerst Du demnächst oder kannst am Einsiedlersee eine Hütte bauen.
Ich bezweifle dass man in Thorwal sofort verbannt wird nur weil man eine Meinung äußert die nicht der Mehrheit entspricht. Darum gibt es ja in Thorwal Demokratie und Abstimmungen. Seine Meinung zu äußern sollte kein Problem sein, die Frage ist nur ob die anderen sie umsetzen wollen und dafür stimmen oder nicht.
Assaltaro hat geschrieben:
25.03.2018 16:00
Also muss da irgend ein Mittelweg her, der ist aber echt schwer zu finden.
Mir wurden ja bereits viele sehr gute Vorschläge gemacht für eine bessere rollenspielerische Darstellung.

Eine weitere Idee die ich hätte wäre sie mehr wie eine schrullige Hippie-Tante darzustellen die ihre Kritik gegenüber dem Adel in eher passive Sätze einbettet wie "Ich finde wir alle sind gleich viel wert und keiner sollte einem anderen Vorschriften machen oder seine Harmonie stören."

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.03.2018 22:26

Ich würde das Ablehnen von Autoität als solcher und das Ablehnen von konkreten Personen mit Autorität trennen. Das macht es einfach. Die Dörfler können eher damit leben, wenn man den Büttel als faule, fette Wachtel ablehnt, die ihren Dienst ohnehin nicht ordentlich macht sondern abends immer schon besoffen ist.

Wenn sich aber jemand gegen die geltende Gesellschaftsordnung als ganzes stellt, landet er ganz schnell ausserhalb derselben. Das kann ja spielerisch beabsichtigt sein. Dann fällt allerdings auch ganz schnell der SO durch den Rost - denn der bildet ja das Ansehen innerhalb der Gesellschaft ab.
Ein Handwerksgeselle, der Meistern den Respekt versagt, wird vom Zunftsystem rausgekickt. Dann kann er in einem abgelegenen Dorf oder im zunftlosen Süden seine Werkstatt aufmachen.
Ein Bewaffneter, der die Autorität des örtlichen Machthabers anzweifelt hat damit zu rechnen, dass der Machthaber ihn bestraft, um seine Autorität zu verdeutlichen. (Und ihm seine Waffen abnimmt, damit er dem Machthaber nicht gefährlich werden kann).
Ein Kaufmann, der sich gegen die Marktgesetze und -gepflogenheiten auflehnt, wird innerhalb der Stadt kein Geschäft mehr machen dürfen.

Alle Gesellschaften haben Autoritäten, und diese reagieren mit Sanktionen, wenn man sie verneint. Selbst in Deutschland etwa bekommt man sehr schnell die fette Faust ab, wenn man keine Steuern mehr zahlen will oder behauptet, die Rechtsprechung betreffe einen nicht (Reichsbürger...).

Die gefahrloseste Möglichkeit, die herrschenden Autoritäten zu kritisieren, besteht darin, das dort zu tun, wo sie gerade nichts zu sagen haben (z.B. In eine Halsabschneidertaverne auf die Garde schimpfen), nicht hinhören oder gesellschaftliche Gepflogenheiten es erlauben (Flüsterwitze/Karneval)

Am besten ist aber vielleicht, als Spielerin einfach zu akzeptieren, dass der Held für seine Autoritäten-verärgernde Verhaltensweise Ärger kriegt... die Fusstritte und Backpfeifen also einzuplanen, auch wenn es für den Helden schmerzhaft ist.

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Ungelesener Beitrag von Thymian » 26.03.2018 16:40

Schwierige Sache. Wer klug und gebildet ist, setzt sich fast notwendigerweise mit gesellschaftlichen Strukturen auseinander. Für den genannten Charakter sehe ich im Prinzip drei mögliche Gestaltungsrichtungen:
  • Einen absoluten Nerd; jemand, der so ins Bücherstudium abgetaucht ist, dass er sich einfach nicht mit sozialen Angelegenheiten beschäftigt hat, sondern völlig unbedarft und sozial ungebildet in die Welt hinausgeht. Das ist problematisch, weil er dann eigentlich nichts gegen Autoritäten haben können kann - Sie sind ihm wenn, dann gleichgültig. Abgesehen davon, dass das in Lowangen schwierig zu setzen ist.
  • Ein Verschwörungstheoretiker; jemand, der vielleicht im Umfeld der Ilaristen unterwegs ist oder einer abstrusen Dualisten-Sekte anhängt und dem die zwölfgöttliche Gesellschaftsordnung verdächtig ist. So jemand hätte sich aber recht ausführlich mit Gesellschaftsstrukturen und Machtverhältnissen auseinander gesetzt, so dass seine Unkenntnis darüber fast unplausibel wäre.
  • Ein Aufwiegler und Rüttler an den Festen Alverans; ein Aves- oder Nandusjünger, vielleicht ein halb-offener Ilarist oder ein Gläubiger des Bundes des Wahren Glaubens, vielleicht auch wirklich wieder ein verquer denkender Dualist, der aktiv gegen Obrigkeiten wettert, Demokratie predigt, Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unfreiheit führen möchte. So jemand hätte sich aber erstens mit der Gesellschaft ausgiebig auseinandergesetzt, und wäre zweitens gesellschaftlich kompetenter Charismatiker.
Ein kluger, gebildeter Mensch, der aber über gesellschaftliche Dinge ungebildet ist, ist ein Widerspruch in sich; vielleicht aber wäre ein Elf (gleich welchen Volkes) genau das Oxymoron nach dem Du suchst.
Auch Satinav fragt das Leben nicht, dem er Stunde für Stunde und Atemzug für Atemzug raubt - und doch:
Ohne sein Vorüberschreiten gäbe es kein Wachsen, wäre Leben nicht Leben, sondern Vorhanden-Sein.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 26.03.2018 16:45

Du hast den Teil nicht gelesen dass sie eine Siedlungselfe ist oder?
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Ungelesener Beitrag von Thymian » 26.03.2018 16:55

Assaltaro hat geschrieben:
26.03.2018 16:45
Du hast den Teil nicht gelesen dass sie eine Siedlungselfe ist oder?
In der Tat, das ging aus dem Eingangspost nicht wirklich hervor. :grübeln:
Aber gut - Dann bleibt es trotzdem unplausibel. Ich halte es aber da mit den echten Elfen: Jene, die mit den Menschen leben, sind ihnen bereits ähnlicher als sie es selbst wahr haben wollen. Ein Elf, der in der Stadt geboren und aufgewachsen ist, kann sich nicht verhalten und nicht denken wie die Anarchisten in den Salamandersteinen.
Auch Satinav fragt das Leben nicht, dem er Stunde für Stunde und Atemzug für Atemzug raubt - und doch:
Ohne sein Vorüberschreiten gäbe es kein Wachsen, wäre Leben nicht Leben, sondern Vorhanden-Sein.

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Ungelesener Beitrag von Benutzer 19802 gelöscht » 26.03.2018 19:28

Thymian hat geschrieben:
26.03.2018 16:40
Ein kluger, gebildeter Mensch, der aber über gesellschaftliche Dinge ungebildet ist, ist ein Widerspruch in sich
Ich verfüge über einen IQ von 106, höre ständig von anderen wie gebildet ich angeblich bin und trotzdem sozial komplett inkompetent. Ich sage ständig Dinge die ich für höflich halte und die von mir absolut gut gemeint sind aber andere unbeabsichtigt vor den Kopf stoßen. Mein Verhalten und Benehmen wirkt auf andere bestenfalls wunderlich, schrullig und kauzig.

Auch Dr. Sheldon Cooper ist ein bereits genanntes und meiner Meinung nach sehr gutes Beispiel für solch eine Person.

Ein Widerspruch ist es nicht.
Thymian hat geschrieben:
26.03.2018 16:55
Ich halte es aber da mit den echten Elfen: Jene, die mit den Menschen leben, sind ihnen bereits ähnlicher als sie es selbst wahr haben wollen. Ein Elf, der in der Stadt geboren und aufgewachsen ist, kann sich nicht verhalten und nicht denken wie die Anarchisten in den Salamandersteinen.
Ich finde man kann schlecht davon sprechen dass Siedlungselfen angeblich "unechte Elfen" und wilde Elfen "echte Elfen" sind. Beide sind aus physischer und astraler Sicht vollwertige Elfen.

Der Unterschied besteht hauptsächlich darin dass sie Zugriff zu diversen menschlichen Professionen haben und nur gegenüber einer Sache weltfremd sind im Gegensatz zu Elfen aus wilden Sippen die automatisch gegenüber drei Dingen weltfremd sind.

Natürlich haben sich Siedlungselfen die innerhalb der elfischen Enklaven in Punin, Lowangen, Uhdenberg oder Gareth geboren wurden teilweise an die Vorlieben und die Verhaltensweise ihrer menschlichen Mitbürger angepasst aber sie sind trotzdem eine eigene Kultur die nicht der Kultur der Stadtbürger entspricht die ihre Enklave umgeben und in deren Stadt ihr Lebensraum eingebettet ist.

Aus Licht und Traum verweist mehrfach mit plausiblen Argumenten darauf dass auch Siedlungselfen definitiv keine Menschen mit spitzen Ohren sind. Und nur weil man sich als Elf gut mit der Kultur seiner menschlichen Mitbürger auskennt heißt dass noch lange nicht das man alles davon kritiklos übernehmen muss und seine elfische Lebensphilosophie komplett ablegen muss.

Auch verweltlichte Elfen sind nicht vollkommen Badoc, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Ein Elf der die letzte Stufe des Badoc erreicht verliert gemäß Aus Licht und Traum erst seine Magie, dann seinen Verstand und schließlich seine Lebenskraft.

Diese Stufe erreichen Siedlungselfen aber fast nie, nicht einmal wenn sie über die 5 GP teure Anpassungsstufe "verweltlicht" verfügen wie es bei meiner Prospektorin der Fall ist.

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Ungelesener Beitrag von Thymian » 26.03.2018 21:39

Märzhäsin hat geschrieben:
26.03.2018 19:28
Ich verfüge über einen IQ von 106, höre ständig von anderen wie gebildet ich angeblich bin und trotzdem sozial komplett inkompetent. Ich sage ständig Dinge die ich für höflich halte und die von mir absolut gut gemeint sind aber andere unbeabsichtigt vor den Kopf stoßen. Mein Verhalten und Benehmen wirkt auf andere bestenfalls wunderlich, schrullig und kauzig.

Auch Dr. Sheldon Cooper ist ein bereits genanntes und meiner Meinung nach sehr gutes Beispiel für solch eine Person.

Ein Widerspruch ist es nicht.
Naja... Du weißt aber halt dennoch, wie man sich in einer Polizeikontrolle verhält, dass man Professoren mit Respekt begegnen soll, dass man Steuern zahlen muss, wie man die Frau Bundeskanzler anspricht (mit "Frau Bundeskanzler" nämlich) und dass man im Straßenverkehr auf der rechten Seite fährt. Ein wenig Unbeholfenheit in sozialen Dingen ist etwas anderes als völlige Unfähigkeit.

Und, außerdem: Bist Du deswegen radikal gegen Autoritäten? Oder tangieren die Dich eher nicht?

Märzhäsin hat geschrieben:
26.03.2018 19:28
Ich finde man kann schlecht davon sprechen dass Siedlungselfen angeblich "unechte Elfen" und wilde Elfen "echte Elfen" sind. Beide sind aus physischer und astraler Sicht vollwertige Elfen.

Der Unterschied besteht hauptsächlich darin dass sie Zugriff zu diversen menschlichen Professionen haben und nur gegenüber einer Sache weltfremd sind im Gegensatz zu Elfen aus wilden Sippen die automatisch gegenüber drei Dingen weltfremd sind.
Ein Waldelf würde energisch widersprechen.
Märzhäsin hat geschrieben:
26.03.2018 19:28
Natürlich haben sich Siedlungselfen die innerhalb der elfischen Enklaven in Punin, Lowangen, Uhdenberg oder Gareth geboren wurden teilweise an die Vorlieben und die Verhaltensweise ihrer menschlichen Mitbürger angepasst aber sie sind trotzdem eine eigene Kultur die nicht der Kultur der Stadtbürger entspricht die ihre Enklave umgeben und in deren Stadt ihr Lebensraum eingebettet ist.

Aus Licht und Traum verweist mehrfach mit plausiblen Argumenten darauf dass auch Siedlungselfen definitiv keine Menschen mit spitzen Ohren sind. Und nur weil man sich als Elf gut mit der Kultur seiner menschlichen Mitbürger auskennt heißt dass noch lange nicht das man alles davon kritiklos übernehmen muss und seine elfische Lebensphilosophie komplett ablegen muss.
Ja, schon klar. Aber sie sind den sozialen Umgang mit Menschen und Zwergen gewohnt. Auch in Nordamerika seit Generationen integrierte Iren haben ihre eigene Subkultur, aber wissen, wie die amerikanische Gesellschaft funktioniert.
Märzhäsin hat geschrieben:
26.03.2018 19:28
Auch verweltlichte Elfen sind nicht vollkommen Badoc, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Ein Elf der die letzte Stufe des Badoc erreicht verliert gemäß Aus Licht und Traum erst seine Magie, dann seinen Verstand und schließlich seine Lebenskraft.

Diese Stufe erreichen Siedlungselfen aber fast nie, nicht einmal wenn sie über die 5 GP teure Anpassungsstufe "verweltlicht" verfügen wie es bei meiner Prospektorin der Fall ist.
Naja - Das würde ich dann doch eher ins Reich der elfischen Legenden verweisen. Azaril Scharlachkraut ist extrem badoc - aber sie verfügt über Magie, hat einen rasiermesserscharfen Verstand und erfreut sich bester Gesundheit.

Aber hey - Ich möchte Dir das alles gar nicht ausreden, ganz im Gegenteil! Ich finde das sogar ganz interessant. Du musst Dir eben nur bewusst sein, dass Du da ein Stück weit Gradwanderung betreibst. Die Idee einer leicht im Spektrum befindlichen elfischen Prospektorin, die mit Steinen besser auskommt als mit Menschen und vielleicht auch irgendwie nie gelernt hat, Untertan zu sein - Super! Die leicht im Spektrum befindliche elfische Prospektorin, die Autoritäten ablehnt und das auch vertritt - Eher seltsam.
Auch Satinav fragt das Leben nicht, dem er Stunde für Stunde und Atemzug für Atemzug raubt - und doch:
Ohne sein Vorüberschreiten gäbe es kein Wachsen, wäre Leben nicht Leben, sondern Vorhanden-Sein.

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