Hilfe/Rat für einen SL in seinen anfängen

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Arrow201510
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Ungelesener Beitrag von Arrow201510 » 20.04.2022 22:58

Die Zwölfe zum Gruße,

ich bin ein eher unerfahrener DSA Master, ich leite gerade zum 2. mal ein Abenteuer, bzw. die zweite Kampanie einer selbst geschriebenen Geschichte, meine Gruppe besteht aus 3 Damen und 3 Herren, was ich als eine sehr angenehme Mischung empfinde.

In unserer letzen Sitzung kam dann ein paar fragen auf, mit denen ich überfordert war.

1. Der Zwerg der Gruppe "Wie verhält es sich mit dem Bergbau, Wieviel bekommt man und wielange dauert das?"
[ja mir ist bewusst das er das roherz erst mit zbsp. Gesteinskunde lokalisiern muss und dann mit berbau abbauen kann, danach erst kann daraus ein barren "reines" Erz geschaffen werden. ]

2. Kann man in einem Abenteuer 2 Charaktere von einer Person mitspielen lassen?
[Rahmen bedingungen sind hierfür das sich die beiden Charaktere nicht treffen. Zudem würde der eine eine fast permanente aufgabe haben und es geht nur darum das die Proben gewürfelt werden. Zbsp. ein Zimmermann der das handelsschiff der gruppe repariert, während die eigentliche gruppe andere besorgungen / missionen erledigt.]

3. gibt es in dsa die mögichkeit "tief" zutauchen, zbsp. mit einer art Tauchglocke?

schon mal vielen dank euch.

Haketau
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Ungelesener Beitrag von Haketau » 20.04.2022 23:32

1. Als selbständiger Bergmann dauert es sehr lange bis Geld verdient wird. Schürfrechte müssen organisiert werden, Ausrüstung und Betriebsmittel müssen eingekauft werden, Handelsbeziehungen sind aufzubauen und irgendwann kann man dann -mit Glück- auch Erz verkaufen. Ein Bergwerk funktioniert nur solange, wie der Zwerg nicht auf Abenteuer geht.
Ansonsten kann der Zwerg als Zeitarbeiter oder Berater bei einem bestehenden Bergwerk anheuern. Da er dann ein besserer Tagelöhner ist, würde ich ein niedriges Facharbeiter-Einkommen ansetzen. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten und diversen Steuern verbleibt etwa 1 Taler am Tag.

2. Ja, wenn ihr das so wollt. Ihr müsst halt austesten ob es die Immersion stört.

3. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. In einem alten Abenteuer gibt es eine Tauchglocke.
Es gibt Dämonenarchen (spezielle Dämonen die wie U-Boote eingesetzt werden können).
Dann gibt es noch Kräuter und Alchemistische Mittel, die vorrübergehend das Atmen unter Wasser ermöglichen.
Weiterhin gibt es Verwandlungszauber, die Helden vorübergehend in Wasserlebewesen verwandeln können.

Maed
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Ungelesener Beitrag von Maed » 20.04.2022 23:43

1. Die meisten hier haben sich "DSA ist keine Wirtschaftssimulation" über das Steißbein tätowiert :lol: Am besten lässt du dir von dem Spieler sagen was er genau vorhat und legst dann etwas fest. Er muss es lokalisieren(Gesteinskunde), abbauen(Bergbau) und dann in einem Hochofen verhütten(Hüttenkunde). Wenn er nur genug Eisen für ein Schwert ausgraben will, leg einfach eine Sammelprobe für jeden Schritt fest. Wenn er eine Mine graben und betreiben will (und die anderen Spieler nicht), beißt sich das eher mit einem Abenteurerleben.
Wenn ihr große Pausen zwischen euren Abenteuern habt und alle Spieler gerne Unternehmungen für die Offtime hätten, musst du dir überlegen wie viel Gold du ihnen geben willst. Wenn er einen Barren(8S)/Tag schaffen würde, wäre er bei einem guten Handwerkerlohn, da sollte er schon mindestens einen TaW von 7-10 überall haben denke ich.
2. Nur die Proben kann man schon machen, aber alles andere zerstört finde ich die Immersion zu sehr.
3. Es gibt verschiedene Zauber und Elixire mit denen man Unterwasser atmen kann. Von Tauchglocken weiß ich nichts, aber bauen könnte man sie sicher.

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qeqar
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Ungelesener Beitrag von qeqar » 21.04.2022 07:18

2. wenn es nur um Wuerfeln geht, wuerde ich den als NSC lassen. Und eher das finden eines Zimmermans von den Helden machen lassen und je nach spiel/erfolg ist er halt besser oder nicht.
Ausser es ist ein exsitierender Held der von dem Chars woanders gespielt wird/wurde und er zufaellig im richtigen Hafen und wurde von den aktuellen Helden angeworben, dann kann das der spieler wuerfeln.

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 21.04.2022 07:43

1) Als Minenbesitzer verdient man in der Regel sehr anständig, als einfacher Bergknappe nicht unbedingt aber es bleibt genug zum leben. Bergbau ist aber in aller Regel auch keine Ein-Personen Unternehmung sondern mehr ein Großprojekt, jetzt mal Goldschürfer außen vor, da kann man auch alleine was rausholen. Ansonsten schließe ich mich an, lass dir erklären was er machen möchte, lege die Probe dafür nach gutdünken fest und er bekommt X Dukaten/Silbertaler (je nach dem wie knapp ihr spielt, ich persönlich finde abrechnungen in Silber meistens eher als lächerlich für Helden) je übrigen TP. Wenn der Spieler*in unbedingt etwas belastbares haben will mit komplexer Würfelmechanik dahinter, sag ihm/ihr sie soll sich was ausdenken und ausarbeiten und das korrigierst du dann entsprechend. Du musst als SL nicht alle Arbeit machen, deine Spieler dürfen sich durchaus selbst beteiligen wenn sie Extrawürstel haben wollen.

2) Können tut man prinzipiell viel, aber wenn es nur darum geht dass Nebencharakter X eine langwierige aufgabe/probe im Off macht würde ich dass auf einen Würfelwurf reduzieren und das wars. Das Spotlight soll da liegen wo gerade Action/Drama/Storry ist.

3) die möglichkeiten wurden schon genannt. In der Antalogie "Stromschnellen" war glaube ich ein entsprechendes Szenario mit Taucherglocke drinnen, kann auch sein dass es in "Fluch des Flussvaters" war. Vielleicht bekommst du da noch ein PDF
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Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 21.04.2022 16:03

Zu 3. Leonardo der Mechanicus hat eine Taucherglocke erfunden. Sie befindet sich in Havena und taucht in verschiedenen Abenteuern auf.
Als Zauber gibt es den Wasseratem bzw. Wasseratem.
Alchemistisch: Purpurwasser
Zuletzt geändert von Leta am 22.04.2022 12:49, insgesamt 2-mal geändert.

Maed
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Ungelesener Beitrag von Maed » 22.04.2022 08:54

An das naheliegenste denkt man natürlich nicht :dunkelheit: In Efferds Wogen gibt es mehrere Seiten wo die hier genannten Möglichkeiten ausgeführt werden plus weitere. Für Unterwasserabenteuer ist das generell sehr zu empfehlen, falls du jemanden kennst, der es hat.

Towe
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Ungelesener Beitrag von Towe » 22.04.2022 11:58

Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
1. Der Zwerg der Gruppe "Wie verhält es sich mit dem Bergbau, Wieviel bekommt man und wielange dauert das?"
Da scheint mir eine Sichtweise aus diversen Computerspielen dahinter zu stecken:
Nämlich dass man solche Arbeiten 'nebenbei' erledigen kann.

Die Bergleute in DSA sind eher welche die das Hauptberuflich betreiben. Die Bergbaukenntnisse eines Zwerges sind weniger dafür gedacht selbst groß Rohstoffe abzubauen, sondern dazu zB in einem Dungeon einsturzgefärdete Stellen oder andere Besonderheiten zu erkennen, sie können auch eingesetzt werden um gefundenes zu analysieren oder in einer Downtime kleinere Ausbesserungsarbeiten durchzuführen.

Abgesehen davon dass man alleine wahrscheinlich erstmal Monate graben müsste bis man zur Erzader gelangt stellt sich immer die Frage: Wenn es möglich wäre mal auf gschwind etwas Erz für die neue Axt zu schürfen warum werden dann aufwendig Minen betrieben...
Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
2. Kann man in einem Abenteuer 2 Charaktere von einer Person mitspielen lassen?
Auf jeden Fall, man sollte nur darauf achten dass sie nicht zu einem Charakter mit 2 Körpern verkommen.
Dem Spieler würde ich empfehlen sich 2-3 markante Unterschiede zu überlegen die man gut Darstellen kann.
Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
3. gibt es in dsa die mögichkeit "tief" zutauchen, zbsp. mit einer art Tauchglocke?
Efferds Wogen ist in der Tat der beste Ratgeber für Unterwasserabenteuer.
Weil das aber DSA 4 und deshalb wahrscheinlich vergriffen ist hier eine Liste:
Zauber: Wasseratem, Leib der Wogen, Adlerschwinge, Bärenfell (Salander)
Liturgien: Tiergestalt, Gruss des Versunkenen, Elementwandlung
Anderes: Kajubo, Carlog, Wasserodem, Purpurwasser, Ifirnstrunk, Krakonier-Schwimmblase, Neckerhaube, Kuss einer Nixe und natürlich Leonardos Taucherglocke

Alrik Schwarzleser
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Ungelesener Beitrag von Alrik Schwarzleser » 22.04.2022 16:01

Towe hat geschrieben:
22.04.2022 11:58
Efferds Wogen ist in der Tat der beste Ratgeber für Unterwasserabenteuer.
Weil das aber DSA 4 und deshalb wahrscheinlich vergriffen ist
Efferds Wogen gibt es als pdf und dürfte tatsächlich die beste und umfangreichste Quelle zu Reisen und Abenteuern über und unter Wasser sein.
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Mikal Isleifson
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Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 24.04.2022 20:40

Towe hat geschrieben:
22.04.2022 11:58
Abgesehen davon dass man alleine wahrscheinlich erstmal Monate graben müsste bis man zur Erzader gelangt stellt sich immer die Frage: Wenn es möglich wäre mal auf gschwind etwas Erz für die neue Axt zu schürfen warum werden dann aufwendig Minen betrieben...
Vielleicht hilft auch folgende Betrachtung: historisch hat man Eisen mit einem Rennofen hergestellt. Ich glaube nicht, dass wir bei DSA schon bei den Puddelöfen angelangt sind. Dazu kann man folgende ungefähre Richtschnur nehmen: Für ca. 2kg Eisen benötigte man ca. 100kg Kohle (meist Holzkohle) und 20kg Eisenerz. (Gesehen im Lehrfim "Vom Erz zum Stahl). Während der Verhüttung muss stehts Luft in den Ofen eingeblasen werden, so dass ich denke, das war eine schweißtreibende Tätigkeit und es ist vielleicht nicht wirklich ein Problem, 1-2 Eimer Eisenerz aus einer ergiebigen Ader zu schlagen und in eine Eisenhütte zu bringen, sondern eher, genug Kohle vom Köhler zu haben oder zur Hütte zu bringen bzw. an einem Tag zu verarbeiten.

Minen hat man womöglich deswegen gegraben, weil an der Oberfläche nix zum sammeln mehr da war und man an einem Berg eine Ader sah und sich dann in den Berg grub. Richtig tiefer Bergbau mit Grundwasser im großen Stil abpumpen und kilometer tief in die Erde, ist wohl was für Zwerge.

Dann stellt sich ein weiteres Problem, Eisenerz und Eisen müssen transportiert werden - wie viel kann man denn auf den Wagen laden, bis die Achse - auf aventurischen Straßen - bricht?

Aber zurück zum Problem: der Axtkopf wiegt vielleicht wirklich um die 2-3 kg. Wenn man es schafft, ca. 20-30kg Erz zu sammeln oder aus dem Berg zu schlagen (Gesteinskunde erforderlich, nicht jeder weiß, in welchem Stein Eisen drin ist und ob das viel ist), ca. 150kg Holzkohle ergattert (kaufen oder Berufsgeheimnis: Köhlerei, dauert glaube ich mehrere Tage, bis fertig) und sich dann mit Lehm einen Ofen zimmert (Töpfern) und einen funktionierenden Blasebalg hat (Lederbearbeitung, Holzbearbeitung, Mechanik, der kann dann mit Hammer und Amboss und einer Esse (wir brauchen mehr Kohle) sicherlich Eisen aus Erz gewinnen, um anschließend einen Axtkeil zu schmieden (Grob- oder Waffenschmied). Ob da Großväterchen Obramolosch's verzierte Familienaxt aus Zwergenstahl draus wird, ist nochmal eine andere Frage.

Würde ich vielleicht so erklären und dann sieht der Spieler ein, dass sein Unterfangen als wandernder Held eher unpraktisch ist oder will es WIRKLICH wissen.
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Towe
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Ungelesener Beitrag von Towe » 26.04.2022 09:45

Danke für die ausführlichen Ausführungen, aber:
Mikal Isleifson hat geschrieben:
24.04.2022 20:40
es ist vielleicht nicht wirklich ein Problem, 1-2 Eimer Eisenerz aus einer ergiebigen Ader zu schlagen und in eine Eisenhütte zu bringen
Wie stellst du dir das vor? Minen die frei zugänglich sind wirds ja (im Unterschied zu Computerspielen) kaum geben...

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Mikal Isleifson
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Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 26.04.2022 14:18

Also wenn man mal mit wachem Auge in der Natur in hügligem Land wandern geht, kann man durchaus an Stellen, wo der nackte Fels ist, evtl. Mineraladern erkennen. Das Problem ist einfach die heutige Sicht: Heute ist schon alles abgebaut worden, was man offensichtlich an der Oberfläche fand, deswegen glauben wir fest daran, dass man nur unterirdisch graben muss. Die Erdverwerfungen, die uns die Tektonik beschert, (oder Mutter Sau aus Puur Mulla nach oben gräbt), sorgen ständig dafür, dass an manchen Stellen Mineralien nach oben gelangen - oder das Gegenteil. Es ist halt ein so langer Pozess, dass die geologische Welt für uns statisch erscheint.

Überleg doch mal, Kupfer hat der Mensch als eines der ersten Metalle entdeckt - wahrscheinlich, weil seine Erze, wie der Malachit grünlich-blau sind und das voll auffällt, wenn man es wo findet. Heute, 2000 bis 3000 Jahre später ist alles abgegrast. Aber wie könnte es noch in der Jungsteinzeit in unberührter Natur ausgesehen haben. Und Eisenerz ist z.T. rötlich, das könnte durchaus auffallen, wenn sich da rote Streifen durch den Stein ziehen. Wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Grassodenerz hat man auch in der Lüneburger Heide gesammelt - ob es da noch viel an der Oberfläche git, steht auf einem anderen Blatt...
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 26.04.2022 14:46

Mikal Isleifson hat geschrieben:
26.04.2022 14:18
Und Eisenerz ist z.T. rötlich, das könnte durchaus auffallen, wenn sich da rote Streifen durch den Stein ziehen. Wenn man weiß, wonach man suchen muss.
Das gibt es in Slowenien heute noch. Da ist der relativ oberflächliche Abbau nur darum Anfang des 20. Jh. eingestellt worden, weil das Erz modernen Qualitätsanforderungen nicht genügte.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Towe » 28.04.2022 12:11

Mikal Isleifson hat geschrieben:
26.04.2022 14:18
Also wenn man mal mit wachem Auge in der Natur in hügligem Land wandern geht, kann man durchaus an Stellen, wo der nackte Fels ist, evtl. Mineraladern erkennen. Das Problem ist einfach die heutige Sicht: Heute ist schon alles abgebaut worden, was man offensichtlich an der Oberfläche fand, deswegen glauben wir fest daran, dass man nur unterirdisch graben muss. Die Erdverwerfungen, die uns die Tektonik beschert, (oder Mutter Sau aus Puur Mulla nach oben gräbt), sorgen ständig dafür, dass an manchen Stellen Mineralien nach oben gelangen - oder das Gegenteil. Es ist halt ein so langer Pozess, dass die geologische Welt für uns statisch erscheint.

Überleg doch mal, Kupfer hat der Mensch als eines der ersten Metalle entdeckt - wahrscheinlich, weil seine Erze, wie der Malachit grünlich-blau sind und das voll auffällt, wenn man es wo findet. Heute, 2000 bis 3000 Jahre später ist alles abgegrast. Aber wie könnte es noch in der Jungsteinzeit in unberührter Natur ausgesehen haben. Und Eisenerz ist z.T. rötlich, das könnte durchaus auffallen, wenn sich da rote Streifen durch den Stein ziehen. Wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Grassodenerz hat man auch in der Lüneburger Heide gesammelt - ob es da noch viel an der Oberfläche git, steht auf einem anderen Blatt...
Du hast mit vielem Recht, aber wir haben auch in Aventurien eine lange Geschichte des Erzabbaus, die Situation mit der Jungsteinzeit zu vergleichen erscheint mir doch sehr übertrieben.
Natürlich kann man argumentieren dass der Abbau in Europa in der Neuzeit alles davor in den Schatten stellt und Aventurien trotz über 10000 Jahren kulturschaffender Siedler da nicht mithalten kann, aber bevor wir uns da zusehr verstricken wiederhole ich lieber meinen Einwand von weiter oben:
Wenn Erz derart leicht zu finden ist dass es ein Abenteurer so nebenbei abbaut, warum werden dann mit großem Aufwand Minen angelegt?

Übrigens wurde Kupfer nicht unbedingt als erstes entdeckt, es wurde als erstes verarbeitet weil die Verhüttung im Vergleich zu zB Eisen deutlich einfacher ist.

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Ungelesener Beitrag von Maed » 28.04.2022 13:32

Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
Wenn Erz derart leicht zu finden ist dass es ein Abenteurer so nebenbei abbaut, warum werden dann mit großem Aufwand Minen angelegt?
Zum Beispiel weil es vom Himmel fällt :lol: In der Kampagne Orkengold kann jeder Held der möchte nebenbei ein bisschen Erz ausgraben. (inklusive Regeln)

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Ungelesener Beitrag von Leta » 28.04.2022 20:53

In meinem Aventurien herrscht wie in der Realität eine durchaus ziemlich spezialisierte Gesellschaft. Auch wenn der Schmied vielleicht Erz abbauen und verhütten könnte wird er das nur im Notfall machen. Die Leute die das Hauptberuflich machen können es einfach viel besser und dadurch wird die Qualität des gekauften Metalls in aller Regel deutlich höher sein als das was der Schmied selber zusammenklöppelt.

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Ungelesener Beitrag von Kendor » 09.05.2022 17:17

Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
1. Der Zwerg der Gruppe "Wie verhält es sich mit dem Bergbau, Wieviel bekommt man und wielange dauert das?"
[ja mir ist bewusst das er das roherz erst mit zbsp. Gesteinskunde lokalisiern muss und dann mit berbau abbauen kann, danach erst kann daraus ein barren "reines" Erz geschaffen werden. ]
Damit überfordert zu sein ist auch volkommen normal.

Meine Antwort an den betreffenden Mitspieler wäre:

"Du, da habe ich gar keine Ahnung von. Da gibt es auch keine Spielhilfe zu. Vielleicht arbeitest du einen Vorschlag aus und wir reden dann bei Gelegenheit mit der Gruppe darüber?"

Ich persönliche würde dazu auch noch ergänzen, dass ich so gar keinen Spaß an Bergbausimulation im Rollenspiel hätte.

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Ungelesener Beitrag von Zorro » 09.05.2022 21:08

Arrow201510 hat geschrieben:
20.04.2022 22:58
2. Kann man in einem Abenteuer 2 Charaktere von einer Person mitspielen lassen?
Lasst euch nicht kirre machen und probiert's einfach aus. Wenn's am Anfang nicht so recht klappen will, ist das auch kein Beinbruch. Das liegt manchen Leuten ganz und gar nicht und anderen dagegen sehr - man braucht nur Zeit, herauszufinden, zu welcher Fraktion man gehört.

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Ungelesener Beitrag von Sternenfaenger » 16.05.2022 08:20

Zu 1.) Es wird halt schnell kompliziert. In meinen Augen ist die Profession "Abenteuerer" in Aventurien - und vielen anderen Systemen - die am besten bezahlte. Geradedie normalen Arbeiter in Minen sind in meinen Augen immer relativ schlecht bezahlt, und zum Teil einfach verheitzt worden. Wie das jetzt in Aventurien wieder ist... Keine Ahnung. Gehört einem eine Mine sieht es bestimmt wieder anders aus, aber da kommen ja auch gleich die Schürfrechte ins Spiel - man darf auch als Zwerg nicht einfach das Buddeln anfangen.

Zu 2.) Ich hatte in meiner aktuellen CoC-Kampagne, dass jeder Spieler 2 Figuren gespielt hat. In der Story gab es einen Moment, wo es sehr wahrscheinlich war, dass ein paar Charakter für einige Sessions ausfallen. Die betreffenden Spieler haben dann neue Charakter gebaut, die mit den alten befreundet waren, und dann nach ihnen gesucht haben. Das hat zwar gut funktioniert, hat aber auch später zu einigen Problemem geführt.
Generell würde ich am Tisch nicht gleichzeitig einen Spieler mehrere Charakter zur gleichen Zeit spielen lassen, von Session zu Session kann es sinnvoll sein. Ausprobieren wäre dd a definitiv iene Option, aber erst, wenn ihr lange genug einzelne Figuren gespielt habt, um das ganze verglichen zu können, ob es positiv oder negativ für euch ist.

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Ungelesener Beitrag von Maed » 16.05.2022 10:41

Sternenfaenger hat geschrieben:
16.05.2022 08:20
Es wird halt schnell kompliziert. In meinen Augen ist die Profession "Abenteuerer" in Aventurien - und vielen anderen Systemen - die am besten bezahlte.
Leider nicht in offiziellen Abenteuern. Ein Handwerker verdient um die 18D im Monat, ein Magier schnell mal 60D, während offizielle Abenteuer gerne großzügig 50D unter allen aufteilen oder die Helden einen warmen Händedruck bekommen und die geliehene Ausrüstung zurückgeben müssen. Deine Variante ergibt aber viel mehr Sinn.

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Ungelesener Beitrag von Towe » 16.05.2022 13:07

Waren die Abenteurer denn einen ganzen Monat beschäftigt?
Gab es keinerlei Loot zu finden?
Das mit der geliehenen Ausrüstung hab ich auch eher selten erlebt...

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Lafayette
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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 18.05.2022 07:31

Maed hat geschrieben:
16.05.2022 10:41
Sternenfaenger hat geschrieben:
16.05.2022 08:20
Es wird halt schnell kompliziert. In meinen Augen ist die Profession "Abenteuerer" in Aventurien - und vielen anderen Systemen - die am besten bezahlte.
Leider nicht in offiziellen Abenteuern. Ein Handwerker verdient um die 18D im Monat, ein Magier schnell mal 60D, während offizielle Abenteuer gerne großzügig 50D unter allen aufteilen oder die Helden einen warmen Händedruck bekommen und die geliehene Ausrüstung zurückgeben müssen. Deine Variante ergibt aber viel mehr Sinn.
Ich würde nicht zu viel auf diese Angaben zu Verdiensten geben.
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Ecthelion
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Ungelesener Beitrag von Ecthelion » 26.05.2022 01:17

Sternenfaenger hat geschrieben:
16.05.2022 08:20
In meinen Augen ist die Profession "Abenteuerer" in Aventurien - und vielen anderen Systemen - die am besten bezahlte.
Im nächsten Leben werde ich Lehrer in Midgard oder Kräuterhändler in Rolemaster.
Aber in keinem System werden die SC dermaßen geizig behandelt, wie in DSA (gemessen an gekauften Abenteuern).
A mighty warrior, Ecthelion was a Captain of Gondolin, the Guardian of the Inner Gate
and one of King Turgon's chief lieutenants. However, he is best remembered for the remarkable feat of slaying
Gothmog, the Lord of the Balrogs, in single Combat. In that epic contest Ecthelion also fell.

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