Einen Veteranen spielen

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Zeitenschiffsegler
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Ungelesener Beitrag von Zeitenschiffsegler » 17.02.2021 20:24

Hallo liebes Forum,

ich könnte etwas Unterstützung bei der Biografie meines Draconiters brauchen. Meist starten Charaktere ja sehr jung ins Abenteurerleben und sind dementsprechend unbeschriebene Blätter. Bei diesem Charakter, Hexander vom Tal, habe ich mich für ein deutlich höheres Startalter entschieden. Mit 52 und einer langen Zeit als Hesindegeweihter und ab 1012 Draconiter hat er bereits einiges mitgemacht. Folgend der Start seiner Biografie:

"Geboren am 5. Hesinde 988 auf dem Gut der Edlen vom Tal in der Nähe des albernischen Winhall, Sohn des Alrik vom Tal und seiner Frau Cairbre vom Tal. Ein älterer Bruder, Bormund vom Tal, trat später das Erbe des Geschlechtes an, eine jüngere Schwester, nach der Großmutter Alreanne genannt, fällt 1012 In der Schlacht bei Otterntal auf der Seite der Fürstentreuen.
Schon von Kindesbeinen an fiel Hexander durch seine große Neugier und Wissbegierde auf, wohingegen er mit dem Kämpferhandwerk nicht viel anfangen konnte. So gab man ihn zur Ausbildung an den kleinen Hesindetempel im Havener Stadtteil Unterfluren. Dort wurde er 1006 BF zum Priester geweiht. Weil Havena nicht eben für seine ausgedehnte Hesindeverehrung bekannt ist ließ er sich an den Pentagon-Tempel in Gareth versetzen, dessen Katakomben nahezu unendliches Forschungspotenzial für einen Jünger der Allweisen bieten. Dort verbrachte er auch die folgenden fünf Jahre, schnupperte etwas Garether Luft und genoss die Gesellschaft anderer Geweihter. 1011 BF gründete Erynnion Quendan Eternenwacht den Sacer Ordo Draconis, dem sich Hexander noch im gleichen Jahr anschloss und mit Begeisterung den Garether Erzhort, die Madaburg, mit aufbaute. Es sollte jedoch noch zwei Jahre bis zur offiziellen Anerkennung des SOD dauern, zumal das Projekt keinesfalls ungeteilten Beifall in der Hesindekirche fand. Neben dem Aufbau des Ordens, in dem er jedoch nie höhere Ränge anstrebte, konnte er sich dennoch weiterhin der Erforschung der Katakomben widmen."

In der Spielrunde taucht er 1038 BF am Beginn von "Die Quelle des Nagrach" auf, und zwar als Draconiter am Erzhort Telki Elutarkis in Festum. In unserer Runde fungiert mein Charakter meist als "Lore-Dispenser", da sich nicht alle in der Gruppe gut mit Aventurien auskennen. Dank hoher Werte in entsprechenden Talenten kann Hexander da meistens aushelfen, auch wenn er sich gern im Schwafeln verliert. Besonders mit unserem Haudrauf, einem Neersander Widderordenskrieger, führt das gern zu kleinen Schlagabtauschen. Insgesamt nimmt der Char etwas die Rolle des Gruppenopas ein, der oft verpeilt ist, aber schon viel erlebt hat.

Jetzt muss ich irgendwie die Lücke zwischen 1013 und 1038 füllen. In die Zeit fällt natürlich der größte Teil der lebendigen aventurischen Geschichte und ich überlege wo Hexander denn dabei gewesen sein könnte ohne es zu übertreiben. Sowohl in der dritten Dämonenschlacht als auch auf dem Mythraelsfeld war der SOD beteiligt, beide Male mit heftigen Verlusten. Darum würde ich ihn dort einsetzen, traumatische Erfahrungen inklusive.

Die Frage ist: Wo könnte er noch dabei gewesen sein? Und was könnte ein Draconiter in Gareth (und ab 1034 in Festum) getrieben haben?

Grüße, Zeitenschiffsegler

smarrthrinn
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 17.02.2021 20:55

Ein Draconiter wird Außenstehenden ganz sicher nicht einfach so erzählen, was er im Geheimdienst ihrer Göttlichkeit getrieben hat. Wichtig ist vielleicht (aber auch nur für dich), auf welche Seite er sich beim Zwist des Ordens (1026-1027 BF zwischen Satori/Pastori) gestellt hat.

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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 17.02.2021 23:19

Zeitenschiffsegler hat geschrieben:
17.02.2021 20:24
Jetzt muss ich irgendwie die Lücke zwischen 1013 und 1038 füllen.
Wie viele AP stecken denn in dieser Zeitspanne? Das sagt schon sehr viel darüber aus, ob es eher ruhige oder abenteuerliche/erlebnisreiche Jahren für den Held waren.

Unabhängig davon bietet es sich an, ein Abenteuer zu nehmen, dass Du gespielt hast (egal mit welchem Held) und das ihr nicht mehr spielen werdet (es aus Eurer aktuellen Zeit in der Vergangenheit liegt). Du kannst den Held dann so spielen, als wäre er "als der Held in der anderen Gruppe" dabei gewesen und hätte das Abenteuer erlebt. Viel "Fluff und Geschichten" sind dann automatisch dabei (was Du auslassen musst, weißt Du am Besten).

Wenn Du viele AP kapern musst, dann kannst Du auch eine Mischung aus mehreren Abenteuern und allgemeinem Geweihtendienst machen. Auch Agenten leben nicht ständig am Limit, sondern machen oft nur ihren Job.

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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 18.02.2021 15:22

also, der Draconiter soll 25 Jahre lang im "Ruhestand" gewesen sein, ohne besonders viel bewegt zu haben, und dann reaktiviert werden?

a) Gareth ist ein extrem schlechter Ort dafür. Da ist in diesen 25 Jahren ständig was passiert. Direkt am Anfang stehen die Orks vor der Stadt, die nur knapp der Vernichtung entgeht. Dann kommt der erste Kronstreit (Answin - Brin), dann die ganze Geschichte mit Borbarad (die ja v.a. das Mittelreich trifft), dann das Jahr des Feuers (in dem Teile der Stadt eingeäschert werden), dann die Wildermark vor der Haustüre, der nächste Kronstreit (Rohaja - Selindian), die langsame Rückeroberung von Wildermark und Tobrien (wo ja viel von Gareth aus seinen Anfang nimmt oder zumindest dort Fäden zusammenlaufen). Wer da auch nur ein Drittel davon mitgemacht haben will, dürfte im AP-Bereich der Gezeichneten sein. Und wenn nicht: warum dann Gareth?

b) Wenn er aus Albernia kommen soll, wäre eigentlich die Sektion Westlande für ihn zu ständig, mit Ordensburg in Salza. Ganz ruhig war es da zwar auch nicht (Thorwaler, Kriege mit Andergast,...), aber der Ort würde mMn viel besser zu so einem Archivlümmel passen.

c) Eine andere Alternative wären mMn Kuslik (wenn er politisch gewandter sein soll) oder vielleicht Thegun. Mitte der 1020er Jahre aus Forschungsgründen auf die Waldinseln gezogen (oder vielleicht nach Altaia), hat dort eine kleine Niederlassung aufgebaut, und wurde dann ca. 1034 zum stellvertretenden Leiter des Festumer Hauses befördert.

d) Hatte in der Zeit natürlich Frau und zwei bis drei Kinder, von denen das letzte kürzlich aus dem Haus ist.

e) Pflegt umfangreiche Brieffreundschaft mit allen möglichen Gelehrten und Hesindegeweihten, und ist so (und über das regelmäßige Lesen von Hesindespiegel u.a.) natürlich über die wesentlichen Geschehnisse Aventuriens informiert.

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Zeitenschiffsegler
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Ungelesener Beitrag von Zeitenschiffsegler » 18.02.2021 16:13

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
18.02.2021 15:22
also, der Draconiter soll 25 Jahre lang im "Ruhestand" gewesen sein, ohne besonders viel bewegt zu haben, und dann reaktiviert werden?

a) Gareth ist ein extrem schlechter Ort dafür. Da ist in diesen 25 Jahren ständig was passiert. Direkt am Anfang stehen die Orks vor der Stadt, die nur knapp der Vernichtung entgeht. Dann kommt der erste Kronstreit (Answin - Brin), dann die ganze Geschichte mit Borbarad (die ja v.a. das Mittelreich trifft), dann das Jahr des Feuers (in dem Teile der Stadt eingeäschert werden), dann die Wildermark vor der Haustüre, der nächste Kronstreit (Rohaja - Selindian), die langsame Rückeroberung von Wildermark und Tobrien (wo ja viel von Gareth aus seinen Anfang nimmt oder zumindest dort Fäden zusammenlaufen). Wer da auch nur ein Drittel davon mitgemacht haben will, dürfte im AP-Bereich der Gezeichneten sein. Und wenn nicht: warum dann Gareth?

e) Pflegt umfangreiche Brieffreundschaft mit allen möglichen Gelehrten und Hesindegeweihten, und ist so (und über das regelmäßige Lesen von Hesindespiegel u.a.) natürlich über die wesentlichen Geschehnisse Aventuriens informiert.
Danke für die umfangreiche Antwort! Grade der Punkt mit Gareth ist sehr gut, der ist mir bisher nicht so präsent gewesen. Klar, da ist alles mögliche passiert. Gebaut ist der Charakter mit 1100 AP auf DSA5, um ihn nicht gegenüber den anderen Gruppencharakteren zu bevorteilen.
Vermutlich ist es besser, wenn ich ihn nach ein paar Jahren Aufbauarbeit in Gareth für viele Jahre nach Thegun versetze mit Expeditionen und Außeneinsätzen in den Fällen, wo praktisch der gesamte Orden gefragt war. Auch eine Haltung im Richtungsstreit der Kirche werde ich noch ausarbeiten, vermutlich hat er wie der größte Teil des Ordens eine Mittelposition eingenommen.

Die Ordensburg in Salza hätte ich aus der Gleichung weitgehend rausgenommen, da er aufgrund eines Familienzwistes meistens einen Bogen um Albernia macht.

Zur Motivation: In dem Alter sitzen die meisten Hesindegeweihten wohl in ihren Stuben und edieren eine Gesamt ausgabe bosparanischer Choräle oder unterrichten Tempelschüler. Hexander allerdings ist schon sein Leben lang nicht nur von Neugier sondern von einer gewissen Rastlosigkeit getrieben. Vielleicht hat er sich ja mal mit einem Lolgramoth-Dämonen angelegt? Darum denkt er auch nicht daran sich als "Archivlümmel" zur Ruhe zu setzen und hat auch nicht wirklich eine Familie gegründet.

Schlussendlich schlägt sich die ganze Biografie nicht so in seinen AP nieder wie sie es eigentlich tun müssten. Aber diesen Zwiespalt bin ich durchaus willens auszuhalten. :D

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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 18.02.2021 17:21

Zeitenschiffsegler hat geschrieben:
18.02.2021 16:13
Vielleicht hat er sich ja mal mit einem Lolgramoth-Dämonen angelegt? Darum denkt er auch nicht daran sich als "Archivlümmel" zur Ruhe zu setzen und hat auch nicht wirklich eine Familie gegründet.

Schlussendlich schlägt sich die ganze Biografie nicht so in seinen AP nieder wie sie es eigentlich tun müssten. Aber diesen Zwiespalt bin ich durchaus willens auszuhalten. :D
Vorschlag:
Die vielen ruhigen Jahre, in denen nichts passiert ist, wurden jäh durch die Begegnung mit dem Dämon beendet und haben in ihm das Feuer des Abenteurers und Helden entzündet. Das passt viel besser zu mageren 1100 AP (die hoffentlich fast ausschließlich in Bücherwissen stecken!).

Denkbar ist allerdings eine blühende Fantasie (Realiätsverlust, in DSA 4 Nachteile Einbildungen bzw. Wahnvorstellung, in DSA 5 auch gut als Persönlichkeitsschwäche umsetzbar): Er glaubt bei vielen "Abenteuern" und Ereignissen, dabei gewesen zu sein. In Wirklichkeit kennt er diese Dinge jedoch nur aus Büchern und Zeitungen. Vermutlich ist diese "Macke" eine Folge der Dämonenbegegnung (Trauma)!

So kannst Du glaubhaft das hohe Alter, die Unerfahrenheit (AP), viel Wissen und die "reiche Vergangenheit" unter einen Hut bringen!

Ein Held der zig Dinge erlebt haben soll, aber ein keine Erfahrung hat ist die deutlich schlechtere Lösung.

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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 18.02.2021 17:43

1100 AP sind die normalen Start-AP, oder? Oder bekommt er 1100 AP zu den normalen Start-AP dazu? IRGENDWAS erlebt zu haben, passt überhaupt nicht zu 0 Zusatz-AP. Das ist ein 16-18jähriger, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat. Selbst der normale Werdegang eines Bürgerlichen, eines Bauern, eines Handwerkers ohne irgendwelche Abenteuer sollte in mehr Lebenserfahrung resultieren, der arbeitet ja schließlich, interagiert mit Menschen,... Die einzig "plausiblen" Geschichten, die mir dazu einfallen würde, wäre dass er (aus Versehen?) ein Artefakt mit einem "Granit und Marmor" o.ä. ausgelöst hat, das ihn 25Jahre hat versteinert sein lassen. Oder dass er sein Gedächtnis verloren hat, sei es durch einen Schwarm Borbarad-Moskitos, durch Talued-Wasser oder durch Borons Gnade.... wobei sowas halt dann schon SEEEHR prägend für das Charakterspiel ist und wahrscheinlich alles andere dominiert.

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 22.02.2021 20:21

Ich verstehe nicht, warum meistens davon ausgegangen wird, dass Helden mit dem Alter auch automatisch besser werden müssen. Regeltechnisch mag das bei SC zu sein. Irdisch sind Menschen für die meisten körperlichen und geistigen Fähigkeiten am fittesten um die 20. Danach wird mehr ab- als aufgebaut. Das gilt nicht nur im Profisport, auch bei denklastigen Tätigkeiten (siehe Weltranglisten im E-Sports oder Schach oder in welchem Alter Genies a la Einstein ihre größten Erfolge hatten). Man wird starrer im Denken und Reflexe lassen nach usw. Klar gewinnt man noch Wissen dazu, aber das ist ja nicht alles, was man mit AP kaufen kann in DSA. Außerdem heißt mehr gemerktes Wissen auch noch lange nicht, dass es einem im richtigen Moment einfällt.

Ich fände einen älteren SC mit viel Wissen und bescheidenen körperlichen Fertigkeiten sehr stimmig. Er kann da ja mal besser gewesen sein. Unstimmig ist dann eher, dass er genauso schnell dazu lernt wie die jungen Helden. Aber dass könnte man der Fairness wegen getrost ignorieren - oder damit erklären, dass seine AP-Steigerungen hauptsächlich das Reaktivieren schon mal beherrschter Fähigkeiten ist. Vielleicht war der Gute in jungen Jahren ein begnadeter Stabfechter? Er hat das Training die letzten zehn Jahre aber zu sehr schleifen lassen und die gute Küche und zu wenig Bewegung generell... aber durch körperliche Ertüchtigung und etwas Training kommt er langsam wieder in Form. Das lässt sich auch auf Wissenstalente übertragen. Auch Wissen im Gedächtnis kann ja einrosten, wenn man es lange nicht abgerufen hat. Aber was mal gespeichert war, ist schneller wieder präsent, als müsste man es neu erlernen. Das könnte doch grob geschätzt ausgleichen, dass junge Menschen tendenziell schneller lernen als ältere. Zumal man auch schneller lernt in Bereichen, in denen man schon viel gelernt hat (siehe Erlernen Fremdsprachen).

Also wenn man schon weiß, was man grob steigern will mit dem Char, kann man ja leicht festlegen, worin er mal sehr gut war. Vieles muss man ja auch nicht festlegen. Er kann ja in allen Wissensbereichen mal Ahnung gehabt haben, steckt aber gerade nicht mehr so drin bzw. halt nur in dem Forschungsgebiet, womit er sich die letzten Jahre beschäftigt hat.

Ich würde Wissen- und Sprachen breit gefächert mit niedrigen FW steigern, weil er sich mit allem mal befasst hatte und nur so ein, zwei Sachen raus picken, die er hoch hat, weil's zuletzt sein Thema war. Evtl. kann man da auch mit der SL aushandeln, dass FW-Maximum für ein, zwei Wissenstalente anzuheben. Muss aber auch nicht sein.

Leute verdrängen wohl gerne, dass wir den größten Teil unseres Wissens verdrängen. Wir werden nicht immer besser. Leider. Naja, die Psyche wird tendenziell gesünder, aber körperlich und geistig fitter halt nicht. Diesen Verfall bilden Rollenspielsysteme kaum ab. Macht ja auch kaum wem Spaß, ohne Progress zu spielen. Aber für diesen Char ist das doch die perfekte Erklärung, warum er nicht hunderte an AP mehr hat als die jüngeren SC. Er hat seine besten Jahre schon hinter sich. Trotzdem will er es nochmal wissen, will nochmal neues erleben, sich wieder jung fühlen. :)
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt, bevor man sie bricht. // 92% MA, 63% ST, 58% TT, 50% PG

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Ungelesener Beitrag von Felix Möller » 22.02.2021 23:52

Ich würde ihm allerdings auch mindestens 100 AP (bei gleichen Limits?) oder gleich auf Meisterlich (Mit Tradition und mehr Eigenschaften sollte er dann etwa so gut sein wie ein Erfahrener Krieger)

Abenteurerleben und dann lange nix klingt für mich nach ab in die Heimat.
Wie steht er denn zu seiner Familie? Vielleicht ist der Große Bruder traditioneller Erbe, aber zu lieb und leichtgläubig/einfach ein schlechter Mensch.
Vielleicht weiß er durch einen Wink der Göttin, dass die Frau, die in die Familie einheiraten will, eigentlich nur aufs Geld aus/Geliebte des benachbarten Barons ist?
Er kommt also zurück in die Heimat, regelt die Familienstreitigkeiten und berät den Bruder in vielen Angelegenheiten. Dafür meldet er einen Hiatus bei der Kirche an und wird als stationär markiert.
Für etwas Abwechslung könnte er abbeordert werden, nach den Unruhen in Nostergast Wiederaufbauhilfe zu leisten und evtl einen Tempel zu errichten (-> AP-Grab in Karmale Fertigkeiten, hohe Weihe, etc?)
Dank zahlreicher Bekanntschaften, u.a. bei den Draconitern, die inzwischen die Ränge aufgestiegen sind, hat er eine genaue Übersicht und berät viele alte Freunde, während er ein ruhiges und geregeltes Leben führt.

Ich bin mir nicht sicher, wie sehr, aber die Hesindekirche hat sicher auch den ein oder anderen Verlust machen müssen in den letzten 20 Götterläufen, weshalb er (dank umfangreichen Wissen über die Geschehnisse) nach Festum beordert wurde, um Aufzeichnungen zu ergänzen.
(alternativ gibt es ein Austauschsystem, um die Geschichts-Protokolle zu vergleichen?)
Ich empfehle hierfür 1400 AP, wenn er immer mal wieder ABs erlebt haben soll, noch deutlich mehr (Investier ruhig in Geheimwissen, auch von dir erfundene). Hierbei sei zu beachten, dass Legendär der höchste Generierungsgrad ist, aber, gerade für Magier und Geweihte, vielleicht geradeso für die Zauberwerkstatt reicht und noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist (und umso mehr, wenn er auch noch zaubern können soll)
Ilarist, aber nicht nur im Herzen...

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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 23.02.2021 10:26

Felix Möller hat geschrieben:
22.02.2021 23:52
Ich würde ihm allerdings auch mindestens 100 AP (bei gleichen Limits?) oder gleich auf Meisterlich (Mit Tradition und mehr Eigenschaften sollte er dann etwa so gut sein wie ein Erfahrener Krieger)
Kriegen Elfen und Zwerge bei dir auch mehr Start-AP? Die sind i.d.R. älter als Menschen zu Spielbeginn.
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Ungelesener Beitrag von Felix Möller » 23.02.2021 10:55

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
23.02.2021 10:26
Kriegen Elfen und Zwerge bei dir auch mehr Start-AP? Die sind i.d.R. älter als Menschen zu Spielbeginn.
Elfen gern, ich glaube, das Problem an Magiern ist, dass sie am anfang gar nichts können und man sie dafür doppelt so lange spielen kann wie profane Chars, was durch die riesigen Traditionskosten nicht leichter wird.
dazu kommt noch, dass es eine Meisterperson ist, die möglichst nie "öh, äh, wer war Baron soundso noch?" stammeln muss, weil (anders als viele etwas stromlinienförmigere Helden) zu fast allen Dingen zumindest etwas Ahnung haben soll.
Geheimwissen erfordert sehr oft Talente mit FW 8-12, wie will ein geweihter Magier die auf erfahren kaufen?
Die Stärke eines Helden ist relevant, weil es mit dem Schwierigkeitsgrad zusammenhängt. Die eines SL-Maskottchens nicht.

aber ich kann verstehen, was du meinst. Der Vollständigkeit halber, meine Helden bekommen nicht AP/Alter, ich bin allerdings ein großer Freund davon (wenn alle einverstanden sind), wenn etwa der Adelsspross (19) mit ehrgeiziger Ausbildung seit er 4 ist oder das Gassenkind (15) aus Fasar, dass sich ein Imperium der Kinderdiebe aufgebaut hat, mehr AP (auch 100-200) haben als der Zwergenschmied(41), der seine Ausbildung und seinen Meister gemacht hat, danach einige Jahre auf Brautschau war und Geld verdient hat, bevor ein Tragisches Unglück ihn zum Abenteurer macht.
(ich glaube, im GRW oder Kompendium I gibts das Beispiel des Ritters mit seinem Gefolge)
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 23.02.2021 11:17

Felix Möller hat geschrieben:
23.02.2021 10:55
(wenn alle einverstanden sind),
Wenn alle einverstanden sind - das ist der wichtige Punkt. Hier hat sich die Gruppe des TE offenbar darauf geeinigt, dem Veteranen nicht mehr AP zu geben. Es gibt genug Möglichkeiten, zu erklären, warum ein Char trotz mehr Lebenserfahrung nicht mehr AP-wertige Fähigkeiten hat als andere Chars. Dieser Char ist fertig erstellt. Der TE fragt nach fluffigem Hintergrund, nicht nach mehr AP. Zugegeben, auch mein Post war dazu OT. Ich finde es aber so... destruktiv, Leuten zu sagen, ihr Char "muss" doch mehr AP haben, wenn er älter ist. Habe das neulich schon in einem anderen Thread gelesen und finde das aus OT-Sicht extrem problematisch. So trägt man u.U. ganz unnötig Zwist in Gruppen oder verleidet Spielenden ihre Charidee, die vielleicht nicht mehr AP haben wollen aber halt einen älteren Char. Ich finde, da "muss" überhaupt nichts. Dass sich OT alle mit der AP-Verteilung wohl fühlen ist viel wichtiger als IT-Logik, die immer in verschiedene Richtungen argumentiert werden kann (siehe was ich zum Vergessen, aus der Übung sein und körperlichem Abbau älterer Menschen geschrieben habe). Ich könnte mich auch hinstellen und fordern, ein Veteran müsste weniger AP kriegen als mein vor jugendlicher Kraft strotzender Held. Ist doch unlogisch, dass der nicht schneller rennen, härter zuschlagen kann als der alte Sack. Sowas sag ich natürlich nicht. Weil man für fast alles IT Erklärungen finden kann, was man OT so haben will.
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Gregorey
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Ungelesener Beitrag von Gregorey » 23.02.2021 17:42

Erfahrungsgrad für abweichende Startalter stehen im Grundregelwerk auf Seite 58. Dort werden auch die unterschiedlichen Lebenserwartungen der verschiedenen Spezies berücksichtigt.

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