Lehrmeister vs Charakter

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Knorrnase
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Lehrmeister vs Charakter

Ungelesener Beitrag von Knorrnase » 16.11.2020 20:49

Seid mir gegrüßt, werte Individualschwarmlinge!

Ich stehe vor einer recht interessanten Frage. Leite gerade die Phili und es gibt einen Helden, dessen Spieler angekündigt hat, er wolle sich danach erst mal seine angeeigneten Reichtümer bei einem Lehrmeister zu TAW umarbeiten lassen.

Nun dagegen spricht ja an sich nichts. Bis auf den Charakter an sich. Diesen möchte ich euch kurz darlegen:

Trollzacker Rochaz, Kultur Mittelreich, da ausgesetzt worden und von Bauern groß gezogen, Soldat.
Aus Armee geflogen, auf Abenteuer ausgezogen. Hat mit SO 3 gestartet. Ist aktuell auf SO4. Das könnte die erste Hürde sein. Denn die Lehrmeister haben ja gewisse Vorstellungen, wem sie etwas beibringen. Und alles, was nicht Rang und Namen hat, müsste zumindest in irgend einer Weise rechtschaffen sein oder gewissen Maßstäben entsprechen. Zumindest denke ich so.

Nun geht es weiter mit Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn. Meiner Meinung nach ist so ein Charakter doch gar nicht geeignet, sich etwas von einem Lehrmeister beibringen zu lassen. Ich denke, hier gehen Spieler und Charakter auseinander.

Ein Lehrmeister für Anderthalbhänder (Waffe der Krieger und Adeligen, daher hohes Ansehen, nicht wie z.B. ein Streitkolben), wird sich doch nicht die Blöße geben und jemanden, der zwar Teil einer berühmten Mannschaft war, allerdings sich selbst und seine Interessen als Zentrum aller Dinge sieht, zu unterrichten. Zumindest laut meiner Logik.

Jetzt die Frage an der Stelle, gibt es Lehrmeister, die sich auf so etwas einlassen würden? Die offiziellen wie z.B. die Adersins kann man da ja toasten. Ich denke, es ist gerade dank der Wahl des Talents Anderthalbhänder schwierig. Ich will da tatsächlich nicht dem Spieler die Welt limitieren, aber ich sehe nicht unbedingt eine sinnvolle Möglichkeit. Selbst wenn man eine Quest erfindet, in der er sich das Privileg erwirbt, oder annimmt, dass der Phili Abschluss dafür ein guter Aufhänger wäre - wobei das ne Thorwalerqueste ist, die Anderthalbhänder im Mittelreich geführt und gelehrt werden - stellt sich der Charakter des Charakters doch als "problematisch" dar. Bei der Kombination der Nachteile Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn muss ich doch davon ausgehen, dass man sich nichts von anderen erzählen lässt. Selbst wenn man erkennt, dass andere das besser können, heißt das ja nicht, dass man dann zum "Bittsteller" wird und seelenruhig und gelassen jede Lektion verfolgt, wenn man es ja eh besser kann, der größte ist und dauernd streiten muss - und das aufgrund jähzorn auch tut. Selbst wenn man viel Geld für die Lektionen zahlt (wozu man IG nicht automatisch bereit wäre, weil wozu denn, man kanns ja), das gibt sich doch kein Würdenträger, der den Besten der Besten (Adligen) Unterricht in der Kunst des Anderthalbhänderkampfes erteilt.

Gibts von eurer Seite irgend eine Idee, vielleicht sogar ein AB, das da eine gewisse Möglichkeit schafft, oder sollte ich erst ein mal darauf bestehen, dass der Spieler seine Nachteile senkt? Für mich ist die Sache eigentlich relativ klar, kann aber ja sein, dass ich da zu restriktiv, einseitig oder sonstwie befangen denke. Wenn es irgendwo irgendwie ins Konzept passt, kann mans ja zulassen. Nur kenne ich die einzelnen Lehrmeister nun auch nicht alle (wobei es nicht so viele gibt laut offiziellen Quellen)

Bin also mal gespannt, was ihr da zum Besten gebt. Auch ähnliche Erfahrungen helfen weiter.

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Nightcrawler
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Ungelesener Beitrag von Nightcrawler » 16.11.2020 22:44

Wenn er 1,5 Jahre sich in eine Mannschaft einfügen konnte und auf die Befehle des Kapitäns hörte, und vermutlich auch schon davor mit seinen Kameraden auskam, ohne dass sie ihn zum Teufel gejagt haben, würde ich annehmen, dass er sich auch bei jemanden, von dem er was möchte, zusammenreißen kann.

Um welche TaW geht es denn, für die ein Lehrmeister gesucht wird? Das limitiert oder erweitert ja Lehrmeister-Optionen, weil es für ab z.B. TaW 20+ weniger Lehrmeister gibt als ab für TaW 15.

Dazu hast Du als SL den Charakter mit all diesen Nachteilen und der Waffe zugelassen. Dann einfach zu bestimmen: "Nein, du findest keinen Lehrmeister, der Bock auf deine Art hat (nicht bevor Du Dich nicht sehr viele AP in Senkung schlechter Eigenschaften gesteckt hast)" ist dann auch nicht die feine Art, finde ich. Zumal ja Schlechte Eigenschaften nicht über Nacht verschwinden, sondern die nennenswert abzubauen sehr viel Zeit benötigen sollte.
Wenn er jetzt nicht gleich bei Adersins (die im offiziellen Aventurien zur der Zeit noch gar nicht am AHH unterrichten, da noch Teenager, aber das kann man ja für sich auch einfach anpassen) oder einem Rondra-Tempel oder sonstig hoch angesehenen Lehrmeistern anklopft, soll er es doch zumindest ausprobieren können. Zumal ja auch irgendwo doch auf so etwas wie Ansehen und guten Leumund verweisen kann (auch wenn fraglich ist, wie sehr ein Leumundsschreiben von einem Thorwaler Kapitän irgendwen außerhalb Thorwals interessiert). Dann spielt ihr das zwischen den Sitzungen aus und dann wird sich ja zeigen, ob der Charakter sich zusammen nehmen kann und wird. Mal sich zwischendurch z.b. aufzuregen ist allein ja auch nicht tragisch.
DAS *Avatar* ist ein Enduriumschwert. *g*

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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 16.11.2020 22:58

Meine Frage an dich ist eher: Warum suchst du Gründe, deinem Spieler keinen Lehrmeister zu gönnen?

Irgendein guter Kämpfer, der das passende Talent hat, etwas von Lehren versteht und dringend Geld braucht (und ihm daher so ein zufälliger Schüler mit viel Geld gerade recht kommt), müsste sich doch finden lassen ... Ich sehe da jetzt keinen Logikbruch mit der Welt, sondern eher eine sehr restriktive SL-Auslegung.

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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 16.11.2020 23:14

Nightcrawler hat geschrieben:
16.11.2020 22:44
Dazu hast Du als SL den Charakter mit all diesen Nachteilen und der Waffe zugelassen.
Das finde ich den entscheidenden Punkt. Wie mit schlechten Eigenschaften umgegangen wird unterscheidet sich sehr von Spielrunde zu Spielrunde. Die eher strenge Auslegung, wie du sie oben postulierst finde ich legitim. Aber wusste der Spieler das bei der Erstellung auch? Oder wart ihr euch da nicht einig, ohne es zu wissen?

Zumal das Können eines Lehrmeisters und sein Prestige unterschiedliche Dinge sind. Lehrer, die viel können, aber aus eher unteren Schichten stammen gibt es auch, vor allem unter Söldnern und einfachen Soldaten(-veteranen). Und da sollte der Char ja einigermaßen Zugang haben.

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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 16.11.2020 23:22

Da haben meine Vorredner schon Recht. Wenn du den Charakter zu lässt musst du ihm auch die Anerkennung geben nach einer gewonnenen Questes die Belohnung zu erhalten.
Wäre der Typ ein Druide der seine Druidenfärtigkeiten verbessern möchte, müsstest du im doch auch die Möglichkeit einräumen seine Questbelohnug in seiner Fähigkeiten zu investieren. Oder würdest du beim DUDU anfangen auszuwürfeln ober er einen Lehrer findet oder nicht?

Legst du deinem Mitspieler diesbezüglich Steine in den weg, ist er sicher gefrustet und das soll doch nicht geschehen. Vergiss bitte nicht das auch wenn du am öftesten oder sogar immer meisterst, spielt ihr das Spiel doch gemeinsam.
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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 16.11.2020 23:32

Hmm ich sehe da einiges an deinen Gedankengängen.
Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Und alles, was nicht Rang und Namen hat, müsste zumindest in irgend einer Weise rechtschaffen sein oder gewissen Maßstäben entsprechen.
Wieso? Nicht jeder Lehrmeister ist auch ein nobler, rechtschaffener Geselle. Das Schwert mit dem langen Griff war historisch durchaus bei Söldnern und Soldaten verbreitet, da diese Führungsform (um die es sich eigentlich handelt) sich meines Wissens nach zum Umgang mit gerüsteten Gegnern entwickelt hat. Es war an sich also vor Allem für professionelle Waffengänger interessant, weniger für Repräsentation und Angeberei.
Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Nun geht es weiter mit Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn. Meiner Meinung nach ist so ein Charakter doch gar nicht geeignet, sich etwas von einem Lehrmeister beibringen zu lassen. Ich denke, hier gehen Spieler und Charakter auseinander.
Yo, an sich ist so jemand zu gar nichts geeignet außer zum höheren Management. Aber andererseits hätte man sowas extrem wichtiges dem Spieler auch gleich zu Anfang sagen sollen, es geht ja, wenn man allgemein keine Lehrmeister nutzen kann, um hunderte und tausende an AP.
Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Gibts von eurer Seite irgend eine Idee, vielleicht sogar ein AB, das da eine gewisse Möglichkeit schafft[...]?
So jemanden zu unterrichten bedingt schon einen gewissen Willen. Aber Möglichkeiten gibt es im Dutzend. Der Lehrmeister könnte:
- Geld brauchen bzw goldgierig sein
- gezwungen werden
- die Herausforderung suchen, den Unbelehrbaren zu belehren
- sich von Fürsprechern überreden lassen
- vorher nicht wissen, worauf er sich einlässt und dann aber zu seinem gegebenen Wort stehen
- trotz all dessen Fehlern romantische Gefühle für den Charakter hegen
- selber arrogant und größenwahnsinnig sein und diesem Jungspund zeigen wollen, dass ER der verdammt nochmal größte Fechter am Tuzakmesser von Aventurien ist

Pfeif auf die offiziellen Lehrmeister, das sind nicht die einzigen da draußen.

Ich würde den Spieler durchaus auch mal auf die Nachteile würfeln lassen und ihm bei entsprechenden Ergebnissen die Lernzeit rauf setzen, die Kosten steigen lassen und solche Schikanen, immerhin hat der Spieler bewusst das Drecksack-Paket bei der Charaktererstellung gewählt, aber verweigern würde ich ihm den Lehrmeister nicht.
“I sound my barbaric yawp over the roofs of the world.”

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 16.11.2020 23:48

Hm. Person A (ein jähzorniger Vagabund und Pirat vom Rand Aventuriens) zieht zwei Jahre lang durch (Gesamt-)Aventurien, vollbringt alle möglichen Heldentaten, bereichert die Gelehrte Welt um enorm viel Wissen bzgl. der alten Elfen, und erwirbt durch diese Reise den Titel "König der Meere". Person B (ein Halbbarbar vom Ostufer Aventuriens, aber immerhin MR) reist mit diesem, ist an den ganzen Heldentaten beteiligt, und bekommt kein bisschen vom Ruhm ab? Wirklich? Und kann sich mit den angesammelten Reichtümern dann wahrscheinlich nicht nur potentielle Lehrmeister leisten, sondern auch ein bisschen Lebensstandard (was sich wiederum in SO niederschlagen sollte), vielleicht sogar ein eigenes Schiff (wenn er anschließend in Thorwal bleiben will).

Einen Lehrer für AHH zu finden dürfte nicht so schwierig sein: die gibt es in jedem Rondratempel (u.a. in Thorwal und Prem, glaube ich, wo As Name/E sicherlich zieht), bei den (Exil-)Maraskanern, bei allem was Bastardschwerter führt, bei diversen Söldnerregimentern,... Und die (früher mal) privilegierte Waffe für Ritter und Krieger war der Zweihänder, nicht der Anderthalbhänder... Abgesehen davon: ein Lehrer könnte ihn vielleicht auch drauf stoßen, an seiner Psyche zu arbeiten (oder das sogar selbst machen).

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 16.11.2020 23:51

Jeder Schwertgeselle hat von Berufswegen her Arroganz und Eitelkeit (siehe Professionspaket), die einschlägigen Lehrmeister sind es also gar nicht anders gewöhnt als selbstverliebte Egomanen zu unterrichten, nein sie erziehen ihre Schüler sogar dazu. Da sollte ihnen das gehabe dieses Charakters keine Probleme machen, vielleicht brüstet sich sogar jemand was für einen wilden Schüler er doch hat (immerhin ist Rondra ja auch nicht für ihre ruhige Natur bekannt).
In der Rondrakirche wird man sicherlich auch nicht abgeneigt sein jemanden in den Tugenden der Göttin zu unterrichten wenn er eine Gegenleistung bringt, da wird die Arroganz vielleicht noch eher problematisch als bei den Schwertmeistern.
Von den von dir genannten Nachteilen ist auch keiner ungeeignet für Schwertgesellen.

Sicher, in die höchsten sozialen Ränge wird er wohl kaum aufsteigen in seiner Lehre, aber wenn das Geld stimmt findet er bestimmt wen.
Hier könnte ihre Signatur stehen.

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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 16.11.2020 23:56

Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
er wolle sich danach erst mal seine angeeigneten Reichtümer bei einem Lehrmeister zu TAW umarbeiten lassen.
Wobei die angesparten AP im Abenteuerverlauf fehlen (der Held ist also im laufenden Abenteuer schwächer, um später dafür einen Bonus zu bekommen). Alleine schon deshalb solltest Du ihm nicht zu viele Steine in den Weg legen. Wenn er keine AP spart, dann kann er am Ende auch nicht allzu viele AP per Gold "aufblasen". Das gleicht sich also von alleine aus.

Hinzu kommt natürlich beim Tausch "Gold gegen AP", dass das "Gold" weniger wird und dafür hätte er sich auch andere Spielerleichterungen (bessere Waffen, Artefakte, Heiltränke oder was auch immer) kaufen können.

Unabhängig davon bin ich auch der Meinung, dass es keine Probleme mit dem Lehrmeister geben sollte, wenn der Held bisher auch keine Probleme im Spiel hatte. Sicher nimmt ihn nicht jeder Lehrmeister an, aber das kann dem noblen Krieger genauso passieren.

In älteren Editionen von DSA hat man etwas das Gefühl, dass es nur noble Krieger, Rondrageweihte etc. als Meisterlehrer für Waffen gibt, die nur ebenso edle Schüler unterrichten. Dem ist aber nicht so (in DSA 4 war z.B. der Schwertmeister Marwan Sahib einer der weniger "schwarzen Schafe" die es ins Regelbuch geschafft haben) und inzwischen findet man immer mehr offizielle Schwertmeister, die völlig auf edle Prinzipien pfeifen (ein gutes Beispiel ist Sarvinio della Monte https://ulisses-regelwiki.de/index.php/ ... Stil.html ). Schon beim Überfliegen seines Stils wird sehr deutlich, wie sehr es der Schwertmeister mit Anstand und ehrenhaften Verhalten hat.

Hinzu kommen natürlich auch die unzähligen Schüler diverser Meister, die auch nicht unfehlbar sind und oft nicht so hohe Ansprüche stellen wollen oder können (sie brauchen auch Geld für ihren Lebensunterhalt) wie ihre vielleicht selbstlosen und ehrenhaften und wesentlich besser situierten Lehrer.

Kurzum so lange man nicht irgendetwas lernen möchte, dass nur ein paar wenige ausgewählte NSC beherrschen, kann man davon ausgehen, dass man das schon früher oder später irgendwo lernen kann. Das sich Krieger (Akademien), Geweihte (Kirche, Orden) etc. unter Umständen manchmal etwas leichter tun, ist auch verständlich (müssen dafür aber auch tiefer in die Tasche greifen oder ihre Weste mal wieder reinigen lassen :wink: ).

Der AHH im Speziellen ist kein wirkliches Problem, da es sich nicht einmal eine privilegierte Waffe handelt. Der AHH ist außerdem eine typische Waffe des leichten Fußfolks diverser Söldnereinheiten (z.B. WDH S. 116). Die lernen ihr Handwerk auch von irgendwelchen Meistern und das sind wohl auch keine Krieger oder Rondrageweihten.

Völlig unabhängig von all dem:

Ich würde es dem Spieler nicht schwerer als anderen Spielern machen an Lehrmeister zu kommen.

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Baal Zephon
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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 17.11.2020 07:56

Wie weit durch die Phili ist die Gruppe schon? Wenn sich der Charakter freunde in Maraskan gemacht hat (eventuell wurde sogar einer aufgegabelt/gerettet) sollte sich spätestens dort ein Lehrmeister für den Kampf zu Anderthalbhand gefunden haben. Bei persönlicher Beziehung sollte es leicht fallen über ein paar menschliche Schwächen hinweg zu sehen.

Wo die Empfehlung Phileasons was bringen könnte wäre in Albernia, da ja viele albernische Adelsgeschlechter von dreckigen Piraten Thorwalern abstammen könnte sich dort durchaus ein Waffenmeister finden der einem Helden einer Saga gerne ein paar Tricks mit dem Bastardschwert beibringt.
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Strippenzieher
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Ungelesener Beitrag von Strippenzieher » 17.11.2020 08:57

Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Nun geht es weiter mit Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn
Das ist für mich das eigentliche Problem. Aber eines, das - wie hier schon gesagt wurde - bei der Generierung geschaffen wurde. Ich vermute auch, dass ihr die Nachteile nicht besonders offensiv ausspielt, sonst würde so jemand vermutlich am Baum oder in der Zelle landen, aber nicht in einer Heldengruppe in der Phili. Dann später - und vielleicht für den Spieler unvorhersehbar - auf den Nachteilen zu bestehen halte ich für problematisch.

ANDERERSEITS verstehe ich deinen Ansatz total. Und Nachteile, die keine Nachteile haben, sind keine solchen.

Daher ein Kompromissvorschlag: ein Lehrmeister (je nach TaW) wird sich für Geld schon auftreiben lassen. Wenn der SO bei 4 steht wird ein SG vielleicht was mehr verlangen, um sich mit dem Pöbel zu schlagen. Aber Geld regelt das schon. Dann würde ich nach den Regeln WdS 167 zu gegenseitigem Lernen eine Lehren-Probe verlangen. Das braucht jemand mit Lehren 7 normalerweise nicht (was ich komisch finde und bei uns auch anders gehandhabt wird), aber das ist ja auch kein normaler Schüler. Je nach Lehrmeister ist die Lehren Probe ohnehin schon erschwert (ein selbst eitler und arroganter SG muss sich vielleicht erst etwas überwinden). Den SC würde ich dann auf die 3 schlechten Eigenschaften Proben lassen. Misslingt die Jähzorn-, Arroganz- oder Streitsucht- Probe, ist die Lehren Probe um diesen Wert erschwert. Alternativ kann man auch die Lehren-Probe pauschal um Summe der schlechten (relevanten) Eigenschaften / 2 erschweren.

Wird sie nicht geschafft (die wenigsten Kämpfer-Lehrmeister haben gute Eigenschaften für Lehren), misslingt das Lehren und es dauert vor dem nächsten Versuch 1W6 Tage länger - das ist Regel nach WdS. Natürlich fallen die Kosten für den Unterricht trotzdem an. Dadurch wird es uU deutlich zeit- und kostenintensiver, was bei so einem Problemschüler aber auch kein Wunder ist.

Der Vorteil daran ist: Es ist transparent, warum was passiert. Es stützt sich weitgehend auf vorhandene Regeln. Und bleibt ein Anreiz die schlechten Eigenschaften zu senken. Zugleich hemmt es die Entwicklung des SC aber durch das Verweigern von Lehrmeistern nicht weitgehend. Binäre Lösungen finde ich bei sowas selten gut.

Knorrnase
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Ungelesener Beitrag von Knorrnase » 17.11.2020 17:57

Wäre der Typ ein Druide der seine Druidenfärtigkeiten verbessern möchte, müsstest du im doch auch die Möglichkeit einräumen seine Questbelohnug in seiner Fähigkeiten zu investieren. Oder würdest du beim DUDU anfangen auszuwürfeln ober er einen Lehrer findet oder nicht?
Beim Druiden sehe ich das Problem nicht. Die gibts in Thorwal, sogar in der Akademie und da sind die Verbindungen von Phili oder auch vom Charakter selbst hin, nachdem er diese Dinge für die Thorwaler vollbracht hat, kein Problem. Nur hat die gesamte Gruppe keinerlei Verbindungen im Mittelreich und wie gesagt, laut offiziellen Quellen sind die wirklich guten Lehrmeister (wir sprechen von Char TAW 15 oder 16, den er ja steigern will) dann eben nicht überall zu finden und offiziell so wie die Adersins.

Die "Ruhm"-Sache sehe ich nun mal auch eher auf Thorwal beschränkt. Für die meisten Mittelreicher sind Thorwaler ja eher plündernde Piraten, die vor allem einen Wal verehren. Zumal auch nicht alle Details aus der Wettfahrt wirklich Ruhm versprechen (siehe Enqui bzw verbünden mit maraskanischen Piraten und Widerständlern usw). Tatsächlich habe ich vor, Ihre "Taten" dann in der ein oder anderen Form zu verewigen, aber dennoch ist es eben die "Phileasson Saga", die Geschichte, die Ohm Folker erzählt, wird vor allem den Kapitän in höchsten Tönen loben. Klar, sind die Helden da inbegriffen. Aber im Mittelreich weiß jeder, dass jede Thorwalergeschichte maßlos übertrieben ist. Warum sollte es diese also nicht sein? Ich denke nicht, dass das eine automatische Eintrittskarte darstellt.

Maraskan ist tatsächlich ne nette Idee. Sie haben dort nicht wirklich viel kennen gelernt, aber generell sehr gut möglich.

Zum "Problem bei der Generierung" - dem Spieler war das absolut bewusst, er hat eine sehr tiefe Regelkenntnis und weiß was er tut. Er hat genau diese Kombo bewusst gewählt. Auch den Soldaten mit SO3. Der ist ja mittlerweile schon um 1 hoch. Ist ja nicht so, dass er dafür keine Vorteile hätte. Den Charakter habe ich aus diesem Grund zugelassen: weil ich das Gefühl habe, der Spieler weiß, was er tut. Nun wollte ich einen kollektiven Rat, damit ich das schöner vorbereiten kann. Es ist nicht alles schwarz weiß und ich habe schon oft hier von Gruppen gelesen, die da interne Machtkämpfe ausfechten. Das ist nicht so, ich gebe mir eben Mühe, das alles sinnvoll zu gestalten.

Nein, es wurden kaum AP aufgespart. Daher ist er nicht "schwächer", sondern eher der kampfstärkste. Das stört mich aber keines Wegs, ich erstelle mir selbst gerne auch Helden, die nicht erst ab 10k AP vom Dullie zum Helden werden. Sie spielen nicht mehr soo lang, bis zum Abschluss der Queste kriegt er aber noch mal was, das dann schon einiges bringen sollte.

Nur um das klar zu machen: Ich möchte dem Spieler hier nichts reinwürgen. Es geht darum, dass die Gruppe nie wirklich außerhalb thorwalscher Gefilde war, keinerlei Verbindungen hat und ein Charakter, der schon aus dem Militär geflogen ist und dann Heldentaten vollbringt, nicht unbedingt ja und amen zu jedem Ratschlag sagt - genau so wie nicht jeder so jemanden ausbilden möchte. In den offiziellen Quellen gibt es nur sehr wenig dazu, daher hab ich mich hier her gewandt, um eine sinnvolle Brücke zu bauen. Es ging sozusagen um das Prinzip dahinter, nicht darum "wie halte ich den Charakter auf?"

Für die, die schon mal eine "traditionelle Kampfkunst" trainiert haben - wenn ihr da etwas von eurem Trainer oder gar von einem reisenden Lehrgangsveranstalter gesagt bekommt, dann bringt ein "ich mach das so, weil ..." oder "meine Variante ist viel besser" nichts. Und genau diese Richtung sehe ich hier eben potentiell. Zudem: Je höher man kommt, um so mehr liegt der Fokus auf Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Und sowas schlägt sich dann zumindest in längerer Zeit fürs gelehrt werden nieder.

Zudem sehe ich es eben auch so, dass es nun ein mal Nachteile sind, die zu Nachteilen im Spiel führen können. Das muss nicht unbedingt heißen, dass es so kommt, es kann aber. Auch Jähzorn und Streitsucht brechen nicht direkt aus, wenn einem einer von der Mannschaft mal nen Streich spielt. Einer der Nachteile allein, von mir aus auch zwei würden jetzt nicht das Kraut fett machen. Aber der Charakter hat nun wirklich alles in der Richtung, was man haben kann. Daher nehme ich einfach mal mit, dass die Alternativen dazu nicht unbedingt nur offiziell sein sollten. Da gibt es einfach sehr wenig.

Tatsächlich frage ich den Spieler gerade, wie er sich das denn vorgestellt hat. Ich wollte nur den Punkt nicht mit ihm OT diskutieren, wenn er das auch ausspielen kann. Wenn er von sich her sagt, dass er z.B. nach Maraskan geht und dort jemanden sucht, dann juckts mich nicht. Aber z.B. zu den Adersins (oder zeittechnisch anderen Äquivalenten, danke für den Hinweis) fände ich schon seltsam.

Das mit der Lehrenerschwernis kam mir auch in den Sinn, aber da da laut Regelwerk keine Probe nötig ist, hat das keinen Sinn gemacht. Ich werde hier wohl eine ähnliche Lösung finden. Das mit dem Lehrer, der dazu anhält, die Charakterschwächen anzugehen finde ich auch gut.

In jedem Fall finde ich es dumm, ihn einfach auf genau die gleiche Schiene zu packen wie jeden anderen Charakter. Von wegen "ja steiger halt einfach hoch mit Lehrmeister und zahl die Dukaten ab" - Die Kombination spricht stark dagegen und hat auch nichts mit Rollenspiel zu tun.

Danke für die vielen Antworten in der kurzen Zeit jedenfalls.

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Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 17.11.2020 18:33

Eine Idee wäre mir noch gekommen, es ist die Phili, da hat man Kontakt zu einem Zauberland... Er könnte ja jemanden auf den Inseln finden (weiß nicht, vielleicht wen der seit ein paar hundert Jahren den Kampf mit einem schmalen Schwert zu Anderthalb Hand perfektioniert hat) dem könnte er irgendwie retten und zu einem Besuch in Aventurien überreden, vielleicht wäre dieser Lehrmeister so ehrgeizig und arrogant dass er sich in den Kopf setzt dass er sogar diesem blinden, tumben Trampel etwas beibringen kann... Der Lehrmeister muss dann halt so cool sein dass der Schüler es freiwillig über sich ergehen lässt
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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 17.11.2020 23:03

In Thorwal ist Jähzorn ja ein allgemeines gut mit dem jeder Thorwaler umzugehen gelernt hat. Es ist ja schließlich ein Nachteil der Rasse, wie auch bei dem Trolling. Warum laden ihn die Swafnirgeweihten den nicht ein um wie auch die Walwütigen Swafnierkinder seine Probleme in den Griff zu bekommen. Das wäre mMn auch ein Schritt in die richtige Richtung. Und Gold/Silber können diese Institutionen auch brauchen. evtl kannst du ihm ja diesen weg schmackhaft machen.

Edit: Das ganze kann so aussehen das er 1. seine Nachteile senken kann,
2. oder er lernt einen weg seine Nachteile durch Selbstbeherrschung auszukontern.

den 2. Weg ( Selbstbeherrschung Maximieren) fände ich sogar noch besser, weil er seine Persönlichkeit behält. Und wenn es hart auf hart kommt doch mal ausrasten kann. Die gefährlichkeit eines Raubtiers zeichnet einen Trolling doch auch aus.
Zuletzt geändert von Ugo Baersgarjew am 17.11.2020 23:22, insgesamt 2-mal geändert.
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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 17.11.2020 23:18

Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Aus Armee geflogen, auf Abenteuer ausgezogen
Dann wird er es im Mittelreich ziemlich schwer haben, einen Lehrmeister zu finden, sobald irgendjemand das erwähnt, dass er unehrenhaft aus der Armee entlassen wurde, nehme ich an.

Es sei denn, er findet irgendwen, dem das ähnlich ergangen ist, und der inzwischen als Doppelsöldner, Raubritter oder sowas seine Fähigkeiten perfektioniert hat und gerade deswegen gleich hilfbereit ist. Aber da müsste er irgendwie erstmal von genau dem Richtigen hören und dem begegnen, und die sollten sich spontan leiden können. Oder so ähnlich.
(Wobei, rein theoretisch: Raidri Conchobair höchstpersönlich wird auf den jungen Abenteurer aufmerksam, der diese dolle Wette eingegangen ist, von der die Skalden singen, und hat gerade wieder horrende Schulden vom Boltanspiel abzuzahlen und braucht Kohle.) :lol:
Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Ein Lehrmeister für Anderthalbhänder (Waffe der Krieger und Adeligen, daher hohes Ansehen, nicht wie z.B. ein Streitkolben), wird sich doch nicht die Blöße geben und jemanden, der zwar Teil einer berühmten Mannschaft war, allerdings sich selbst und seine Interessen als Zentrum aller Dinge sieht, zu unterrichten.
Hatte Thorwal nicht auch ein oder zwei Kriegerschulen? Prem und Thorwal-Stadt oder so? Die müssten den Umgang mit Jähzornigen doch geübt sein. Ein Sieger der Wettfahrt wäre da auf jeden Fall willkommen. Fragt sich nur, ob sie gerade einen guten Lehrer für Anderthalbhänder da haben. (Umschulen auf Barbarenstreitaxt kommt nicht in frage?)

Phileasson und der Skalde Ohm Follker sind sicherlich schon ein bisschen herumgekommen. Vielleicht können die auch irgendwen empfehlen, den sie kennen, und ihr Mannschaftsmitglied dort vorstellen? Albernia ist ja gut in Reichweite von Thorwal aus; dass einer der beiden dort einen berühmten Schwertmeister zumindest flüchtig kennengelernt hat ist doch nicht abwegig. Womit wir wieder bei Raidri himself wären, der es bestimmt schon immer gerne hatte, wenn Ohm Follker Lieder über seine Taten gedichtet haben sollte. :ijw:

Was sonstige Charakterschwächen angeht: Die sieht der Lehrmeister dem Helden ja nicht an der Nase an. Darauf kann der also erst reagieren, wenn/falls die sich im Unterricht zeigen sollten.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 17.11.2020 23:53

Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Fragt sich nur, ob sie gerade einen guten Lehrer für Anderthalbhänder da haben.
Prem und Thorwal haben Kriegerschulen ja.

Bei der Generierung kann eine Krieger alle Waffenfertigkeit Lernen die er möchte und kann dies bis zu einem TAw von 10 um 2 Stufen niedriger Steigern und als Veteran sogar bis TAW 15. In sofern sollte eine Ausbildung für Akademie fremde bis zu einem Wert von 15 auch in den Thorwaler Akademien möglich sein.
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Darjin
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Lehrmeister vs Charakter

Ungelesener Beitrag von Darjin » 18.11.2020 18:11

Die meisten AHH-Lehrer in Rondratempeln oder Kriegerakademien werden vermutlich feststellen, dass dem Char einiges anderes fehlt (bzw. nach Regelwerk eher zu viel hat) und vielleicht werden sie diese Herausforderung auch annehmen, allerdings die Geheime Kunst der Honinger Schmetterschlags vielleicht als Köder missbrauchen um mit dem Helden auch (wie auch immer im Detail) am Abbauen seiner Nachteile zu arbeiten, bzw. sein Benehmen/SO zu steigern oder ihm Geduld und Demut beizubringen.

Und ist Jähzorn nicht sehr störend wenn man mit AHH kämpft und dabei eigentlich die ganze Zeit auf Finten und Meisterparaden, bzw. Ausfall und Gegenhalten angewiesen ist? Ein guter Lehrmeister würde das vielleicht auch herausstellen und erstmal am Jähzorn arbeiten wollen bevor er andere Dinge am AHH-Kampf weiterentwickelt (wie TaW oder SF).

Ab nem gewissen Punkt ist Lehren einfach sehr viel komplexer als jemanden zu zeigen, an welchem Ende man die Axt anpackt.
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

Usch vüpndhä äß krohszattik vi mahnsche zisch ofenzischdlisch behmühn möhklißt uhnläsorliehsch ßuh chraypen & tahpey ahle Möhklischkaythn mohderna täschnohlogy iehknohrieren!

Knorrnase
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Lehrmeister vs Charakter

Ungelesener Beitrag von Knorrnase » 19.11.2020 09:36

Die meisten AHH-Lehrer in Rondratempeln oder Kriegerakademien werden vermutlich feststellen, dass dem Char einiges anderes fehlt (bzw. nach Regelwerk eher zu viel hat) und vielleicht werden sie diese Herausforderung auch annehmen, allerdings die Geheime Kunst der Honinger Schmetterschlags vielleicht als Köder missbrauchen um mit dem Helden auch (wie auch immer im Detail) am Abbauen seiner Nachteile zu arbeiten, bzw. sein Benehmen/SO zu steigern oder ihm Geduld und Demut beizubringen.
Meine Rede. Bei den echten "Meistern" eines Faches kommt immer deren persönliche "Philosophie" dazu, was dafür sorgt, dass dann eben entweder etwas an der Einstellung (Nachteile) geändert werden muss und/oder es länger dauert. Naja eine SO "Steigerung" ist in dem Sinne ja nicht direkt möglich, das geht ja nur indirekt. Aber den Fokus auf gesellschaftliche Talente und dergleichen zu lenken ist eventuell auch sinnvoll. Ich hatte das Pferd eben von hinten aufgezäumt. Denn in wirklich hohen Kreisen ist man dann eben mit unpassenden Manieren irgendwo zwischen "belächelt" und "Abschaum". Daher wäre das für mich nicht unbedingt in Frage gekommen. Mein Punkt, warum ein Held sich von jemandem langwierig etwas beibringen lassen soll, obwohl er sich selbst für den größten hält ist ist dennoch nicht ganz aus dem Raum. Aber das wird dann eben Frage des Rollenspiels.
Und ist Jähzorn nicht sehr störend wenn man mit AHH kämpft und dabei eigentlich die ganze Zeit auf Finten und Meisterparaden, bzw. Ausfall und Gegenhalten angewiesen ist? Ein guter Lehrmeister würde das vielleicht auch herausstellen und erstmal am Jähzorn arbeiten wollen bevor er andere Dinge am AHH-Kampf weiterentwickelt (wie TaW oder SF).
Naja bisher hat er sich sehr auf Wuchtschlag und Gegenhalten fokussiert. Hat noch keine Zweihandschwerter, wenige SFs. Daher ist die "reine" Steigerung von AHH auch nicht unbedingt sinnvoll. Das eigentliche Kampfkonzept besteht aktuell aus dem Dasein als Dose + Gegenhalten. Ist ja auch sehr lange, gegen sehr viele Gegner legitim. Ich finde hier Impulsiv auch schwieriger als Jähzorn. Das hat er allerdings nicht.
Bei der Generierung kann eine Krieger alle Waffenfertigkeit Lernen die er möchte und kann dies bis zu einem TAw von 10 um 2 Stufen niedriger Steigern und als Veteran sogar bis TAW 15. In sofern sollte eine Ausbildung für Akademie fremde bis zu einem Wert von 15 auch in den Thorwaler Akademien möglich sein.
Er ist ja bereits bei 15 oder 16. Und da ist es dann eben nicht mehr so leicht. Eine Überlegung zum Lehrmeister habe ich schon. Da Phili ja am Ende Pferde verschenkt, denke ich mir, ich werde den Züchter als einen zugezogenen Ritter nehmen, an den er vermittelt werden kann. Dann würde das einige Fragen klären. Bin gespannt, wie sich das ganze entwickelt.

Im Namen des Namenlosen danke ich für die Resonanz!

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Grakhvaloth
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Lehrmeister vs Charakter

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 19.11.2020 12:50

Eine Kombination aus Kämpfen lernen (TaW erhöhen) und an sich Arbeiten (Selbstbeherrschung erhöhen, schlechte Eigenschaften senken) Kling für mich sinnvoll. Dann seid ihr vielleicht auch beide zufrieden: du, weil seinem schwierigen Charakter Rechnung getragen wurde, und er, weil es trotzdem „vorwärtsgeht“.

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Lehrmeister vs Charakter

Ungelesener Beitrag von Jorge » 29.12.2020 18:56

Knorrnase hat geschrieben:
16.11.2020 20:49
Trollzacker Rochaz, Kultur Mittelreich, da ausgesetzt worden und von Bauern groß gezogen, Soldat.
...

Nun geht es weiter mit Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn. Meiner Meinung nach ist so ein Charakter doch gar nicht geeignet, sich etwas von einem Lehrmeister beibringen zu lassen. Ich denke, hier gehen Spieler und Charakter auseinander.
...
Ich will da tatsächlich nicht dem Spieler die Welt limitieren, aber ich sehe nicht unbedingt eine sinnvolle Möglichkeit. Selbst wenn man eine Quest erfindet, in der er sich das Privileg erwirbt, oder annimmt, dass der Phili Abschluss dafür ein guter Aufhänger wäre - wobei das ne Thorwalerqueste ist, die Anderthalbhänder im Mittelreich geführt und gelehrt werden - stellt sich der Charakter des Charakters doch als "problematisch" dar. Bei der Kombination der Nachteile Arroganz, Jähzorn, Streitsucht und Größenwahn muss ich doch davon ausgehen, dass man sich nichts von anderen erzählen lässt.
...
Gibts von eurer Seite irgend eine Idee, vielleicht sogar ein AB, das da eine gewisse Möglichkeit schafft, oder sollte ich erst ein mal darauf bestehen, dass der Spieler seine Nachteile senkt? Für mich ist die Sache eigentlich relativ klar, kann aber ja sein, dass ich da zu restriktiv, einseitig oder sonstwie befangen denke. Wenn es irgendwo irgendwie ins Konzept passt, kann mans ja zulassen. Nur kenne ich die einzelnen Lehrmeister nun auch nicht alle (wobei es nicht so viele gibt laut offiziellen Quellen)

Bin also mal gespannt, was ihr da zum Besten gebt. Auch ähnliche Erfahrungen helfen weiter.
Ich würde das nicht so einfach gestatten, sondern die Lehrmeistersuche aufgrund genau dieser Nachteile, da sie ja eben Nachteile sind, zumindest ansatzweise ausspielen. Inklusive der Option, dass er es sich aufgrund hart vergeigter Jähzorn- etc. Proben auch mal mit einem Lehrmeister vergeigt und sich dann eben einen neuen suchen muss.
Trollzacker Rochshaz, Stammeskrieger (ohne BGB FasGla). Furchtbar stark, furchtbar groß, aber eher Jäger als Krieger. Versucht, sich in der Welt der Blutlosen zurecht zu finden. Ist auf der Suche nach einer mythischen Waffe, um sein Geburtsrecht zu erstreiten. Hat Ansätze der trollischen Raumbilderschrift gelernt. Ist mal von Rommilys bis Zwerch gerannt ohne anzuhalten.

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