Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

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DnD-Flüchtling
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 18.10.2019 18:06

Marty mcFly hat geschrieben:
18.10.2019 17:24
eide sind aber soweit ich weiß nicht unter "Wie exotisch darf's denn sein?" aufgeführt, oder irre ich mich da?
Mit "exotisch" ist nicht gemeint "wie unplausibel" oder "wie selten", sondern "wie geeignet für das Spiel" ;)

Ein Zwergenmagier, von denen es in ganz Aventurien vielleicht eine Handvoll gibt? Nicht exotisch. Ein Ork-Krieger, von denen es Zigtausende hat? Exotisch.

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Ares
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Ares » 18.10.2019 19:16

Marty mcFly hat geschrieben:
18.10.2019 17:24
Ares hat geschrieben:
18.10.2019 17:10
Ein Wort zu Hexen:
Ich nehme für mich in Anspruch in einem gleichberechtigten Aventurien auch Hexer zu spielen - s*****egal ob die Autoren das in den Ultra-Exotenkorb gepackt haben. Druidinnen gibts schließlich auch.
Hexer sind seltener als Hexen, ja. Druidinnen meine ich sogar noch seltener als Druiden. Beide sind aber soweit ich weiß nicht unter "Wie exotisch darf's denn sein?" aufgeführt, oder irre ich mich da? Geodinnen gibt's z.B. gar nicht.
Druidinnen werden im WdH explizit als "wenige" benannt - weil der Ausbilder Hochbegabung erkennt. Ein entsprechender Passus fehlt bei den Hexen. Hexer werden erst im WdZ und als "sehr selten" erwähnt.
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von hexe » 18.10.2019 20:20

Kommt wahrscheinlich darauf wann man eingestiegen ist.
Die Magie des Schwarzen Auges (1994), p41 hat geschrieben: [...]sind neun von zehn Hexen Frauen. (Die sehr selten vorkommenden männlichen Hexen werden 'Hexer' genannt[...])
Sind 10% sehr selten?
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Madalena » 18.10.2019 20:31

Bei an sich recht eindimensionalen Konzepten (Söldner, Trollzacker etc. - wobei es ja stark subjektiv ist was eindimensional ist) würde ich dann den Reiz drin sehen, ihnen auf meine eigene Weise mehr Tiefgang zu verschaffen. Der Söldner ist nicht nur Söldner, sondern kann auch darüber hinaus eine Persönlichkeit/Hintergrundgeschichte haben, die Spannung reinbringen.

Und bei potenziell stark aneckenden bis nervenden Chars (Tsa- oder Praiosgeweihte, Schelme, ...) würde ich meinen Gehirnschmalz da rein stecken, wie sich das Konzept plausibel so interpretieren lässt, dass es trotzdem in die Gruppe passt und Spielspaß reinbringt. Macht natürlich keinen Sinn, dir Praiotin mit den finsteren, beschwörerischen Gesetzesbrecher zu kombinieren. Oder den Schelm mit Firun- und Borongeweihtem sowie Ferkina.

Würde man von mir erwarten, den Alriknormalvertreter seiner Klasse zu spielen, wäre das natürlich was anderes. Dann würde ich auch bei vielen Konzepten das Interesse verlieren.

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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 18.10.2019 20:32

hexe hat geschrieben:
18.10.2019 20:20
Sind 10% sehr selten?
Frauen werden immer wieder als Minderheit bezeichnet obwohl sie 50% (oder sogar mehr) der Bevölkerung ausmachen :grübeln: nach der Logik sind 10% nicht nur sehr selten sondern eine ganz ganz spezielle Einhornunterart die man auf gar keinen Fall in seinem Spiel auftauchen lassen sollte ;)
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.10.2019 20:41

Schön, dass du die Hälfte weglässt. Frauen werden ja nur in bestimmten Gruppierungen als Minderheit geführt z. B. in technischen Berufen.

Aber die Anzahl der Hexer ändert sich ja auch von Edition zu Edition. In irgendeiner Tabelle in DSA3 wars noch bei ner 20 auf den W20 ist die Hexe männlich. Wobei ich mir ja nicht von einem Würfel vorschreiben lasse welches Geschlecht mein SC hat.
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Tiger » 18.10.2019 21:01

Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen? "Könntet" kann sich darauf beziehen,

dass ihr glaubt das nicht gut rüber bringen zu können, - Boronis (wegen der Schweigsamkeit)
oder dass ihr regeltechnisch überfordert wärt. - Beschwörer
Oder ganz schlicht und einfach: Dass ihr damit partout keinen Spaß hättet. - Vampire und Namenlose (zu unabänderbar böse)

Einen Schelm spiele ich in unserer Gauklerrunde sehr erfolgreich. Das Konzept ist aber auch leicht abgewandelt und geht mehr Richtung Pan.
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 18.10.2019 22:09

Ich kann ganz, ganz viele Charaktere nicht gut verkörpern und lasse es deshalb wo ich nur kann als SC auch bleiben.
Die beiden größten Gruppen davon wären:

1) Exoten
Dazu zähle ich fast alles, was nicht menschlich ist. Ich kann mich nur extrem schwer in Elfen hinein denken, ebenso in Zwerge, Echsen, Orks, Goblins oder sonstige andere Rassen. Klar kann ich sowas auch mal kurzfristig darstellen, aber es fällt mir sehr schwer ihnen Tiefe zu geben UND noch daran Spaß zu haben.

2) Chars ohne Schwächen
Meine Charaktere brauchen ihre liebevollen Macken, ihre Eigenheiten und ja, ganz definitiv auch ihre Schwächen. Ich finde nur ganz wenige Dinge langweiliger als perfekte, glatte Chars die immer optimal reagieren, optimal steigern und völlig schmerzfrei sind, egal ob körperlich oder geistig. Meine Chars machen mir erst Spaß, wenn sie deutliche Schwächen besitzen und diese auch zum Tragen kommen!

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Ungelesener Beitrag von hexe » 18.10.2019 22:12

Assaltaro hat geschrieben:
18.10.2019 20:41
In irgendeiner Tabelle in DSA3 wars noch bei ner 20 auf den W20 ist die Hexe männlich.
Die Tabelle steht auf Seite 42 statt 41. Das Geschlecht kann man auswürfeln. 1-2 männlich auf dem w20, deckt sich also mit den 10%. Und die 10% passen eigentlich immer noch gut auf die weiteren Beschreibung der nächsten Editionen. Also so wirklich hat es sich nie geändert.

Bei Druiden kann man das Geschlecht übrigens ebenso auswürfeln: 17-20 weiblich auf den w20. Mehr weibliche Druiden als männliche Hexen. Aber Druiden sind in der Spielerschaft nicht so beliebt.
Eadee hat geschrieben:
18.10.2019 20:32
Frauen werden immer wieder als Minderheit bezeichnet obwohl sie 50% (oder sogar mehr) der Bevölkerung ausmachen
Frauen werden eher wie eine Minderheit behandelt statt eine zu sein. ;)
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Assaltaro
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.10.2019 22:23

Cherrie hat geschrieben:
18.10.2019 22:09
Ich kann ganz, ganz viele Charaktere nicht gut verkörpern und lasse es deshalb wo ich nur kann als SC auch bleiben.
Die beiden größten Gruppen davon wären:

1) Exoten
Dazu zähle ich fast alles, was nicht menschlich ist. Ich kann mich nur extrem schwer in Elfen hinein denken, ebenso in Zwerge, Echsen, Orks, Goblins oder sonstige andere Rassen. Klar kann ich sowas auch mal kurzfristig darstellen, aber es fällt mir sehr schwer ihnen Tiefe zu geben UND noch daran Spaß zu haben.

2) Chars ohne Schwächen
Meine Charaktere brauchen ihre liebevollen Macken, ihre Eigenheiten und ja, ganz definitiv auch ihre Schwächen. Ich finde nur ganz wenige Dinge langweiliger als perfekte, glatte Chars die immer optimal reagieren, optimal steigern und völlig schmerzfrei sind, egal ob körperlich oder geistig. Meine Chars machen mir erst Spaß, wenn sie deutliche Schwächen besitzen und diese auch zum Tragen kommen!
Das mit den Schwächen geht mir auch so. Ich hab nur bei mir selber gemerkt, dass ich aufhöre sie auszuspielen, wenn kein anderer SC darauf reagiert, aber meist spiel ich dann da eh nicht mehr lange mit.

Dazu kommt bei mir noch, dass ich keine völlig durchoptimierten Charaktere spielen kann. Mir hat ein Spieler mal gezeigt wie er meine Amazone gebaut hätte bzgl Vor- und Nachteilen... Und ich fand sie langweilig.
Zum anderen hab ich keine Lust mir ewig zu überlegen wann ich was Steiger.
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 18.10.2019 22:55

hexe hat geschrieben:
18.10.2019 20:20
Kommt wahrscheinlich darauf wann man eingestiegen ist.
Die Magie des Schwarzen Auges (1994), p41 hat geschrieben: [...]sind neun von zehn Hexen Frauen. (Die sehr selten vorkommenden männlichen Hexen werden 'Hexer' genannt[...])
Sind 10% sehr selten?
Als Minderheit sind 10% ziemlich viel; wenn du sie mit einem W20 auswürfeln muss ist es verdammt wenig.

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Ungelesener Beitrag von B.O.B. » 18.10.2019 23:32

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
18.10.2019 22:55
hexe hat geschrieben:
18.10.2019 20:20
Kommt wahrscheinlich darauf wann man eingestiegen ist.
Die Magie des Schwarzen Auges (1994), p41 hat geschrieben: [...]sind neun von zehn Hexen Frauen. (Die sehr selten vorkommenden männlichen Hexen werden 'Hexer' genannt[...])
Sind 10% sehr selten?
Als Minderheit sind 10% ziemlich viel; wenn du sie mit einem W20 auswürfeln muss ist es verdammt wenig.
Das Problem der Hexer-Minderheit ist nicht die 10% Quote sondern die typische Kenngröße der sozialen Einheit unter Hexen.

Ein Hexenzirkel hat üblicherweise 7, 12, 21 oder (selten) 49 Mitglieder. Das bedeutet, in den kleineren Zirkeln ist der Hexer statistisch alleine unter Frauen. Bei 21 Mitgliedern sind statistisch zwar 2 Hexer anwesend aber das ist immer noch im Rahmen einer "Du, ich und 19 Frauen"-Wahrnehmung an Stelle einer Gruppenbildung. Erst in den seltenen großen Hexenzirkeln finden sich genug Männer, um möglicherweise als Subgruppe wahrnehmbar zu sein.

Würden sich regelmäßig 200 Hexen gemeinsam treffen wären 10% Hexer eine kleine aber deutlich wahrnehmbare Minderheit. Aber in der Praxis der vergleichsweise kleinen Hexenzirkel als Bezugsgruppe sind Hexer oft eben keine Minderheit sondern tatsächlich der eine Außenseiter. Und dem ist Statistik völlig egal.

Wenn ich der ein Hexer in einem Zirkel aus 7 bin, hilft es mir nicht die Bohne, daß Hexer 14% dieses Zirkels ausmachen. Ich bin dann trotzdem einfach nur der eine, der anders ist.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 19.10.2019 00:11

Vom Regeltechnischen her kann ich seit DSA4 keine kampflastigen Professionen mehr spielen, weil ich das Kampfsystem absolut nicht verstehe.

Rollenspielerisch gesehen:

Mit sehr schweigsamen Helden hätte ich ein Problem, dafür rede ich am Spieltisch zu gerne. Darum keine Borongeweihten, Golgariten oder sowas.

Helden, die hauptsächlich aus Charme bestehen und jedem sofort sympathisch sein und einen Gebraucht-Streitwagen andrehen können sollten, sowas würde ich andererseits auch nicht schaffen. Sei es Streuner, Händlerin, Phex- oder Rahjageweihte. Der eher diebische/verschlagene Streuner ginge, aber der pure Charmebolzen nicht.
Rahjageweihte auch aus anderen Gründen nicht; ich mag nicht viel Sex oder Erotik im Rollenspiel haben.

Firungeweihte und Fjarninger mit ihrem falsch verstandenen Darwinismus vom Überleben der Starken und Verrecken der Schwachen würde ich nicht spielen wollen.

Spätestens seit während der G7 die Rondrakirche der größte Klotz am Bein war möchte ich auch keine Rondrageweihte oder Amazone mehr spielen. Rondragläubiger Krieger oder Ritter mag noch gehen, aber direkt selber die Spaßbremse spielen, die jeden Hinterhalt oder Fern-Angriff unterbindet und dann Meistergnade für eigentlich zum Scheitern verurteilte Manöver einfordert - nein. :visierzuw:

Die meisten Elfen wären auch nichts für mich, vor allem Hardcore-Waldelfen nicht. Ich habe eine Zeit lang eine Auelfe gespielt, das ging so leidlich. Aber die ganz esoterischen Elfen, die sich eigentlich von Menschen und Abenteuern fernhalten müssten weil Badoc, in denen sich alles sträubt, ein Dorf oder gar eine Stadt zu betreten, die gleichzeitig sanft mit den Einhörnern dem Licht entgegentanzen und raubtierhaft ohne Vorwarnung aus dem Hinterhalt auf Eindringlinge schießen sollten? Und das ganze Paket auch noch in gruppen- und abenteuertauglich? Nein.

Nuanaä-Lie (diese Nivesen, die sich einbilden, Wolfsrudel imitieren zu können) gehen auch nicht.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 19.10.2019 01:26

B.O.B. hat geschrieben:
18.10.2019 23:32
Ein Hexenzirkel hat üblicherweise 7, 12, 21 oder (selten) 49 Mitglieder. Das bedeutet, in den kleineren Zirkeln ist der Hexer statistisch alleine unter Frauen. Bei 21 Mitgliedern sind statistisch zwar 2 Hexer anwesend aber das ist immer noch im Rahmen einer "Du, ich und 19 Frauen"-Wahrnehmung an Stelle einer Gruppenbildung. Erst in den seltenen großen Hexenzirkeln finden sich genug Männer, um möglicherweise als Subgruppe wahrnehmbar zu sein.

Würden sich regelmäßig 200 Hexen gemeinsam treffen wären 10% Hexer eine kleine aber deutlich wahrnehmbare Minderheit. Aber in der Praxis der vergleichsweise kleinen Hexenzirkel als Bezugsgruppe sind Hexer oft eben keine Minderheit sondern tatsächlich der eine Außenseiter. Und dem ist Statistik völlig egal.

Wenn ich der ein Hexer in einem Zirkel aus 7 bin, hilft es mir nicht die Bohne, daß Hexer 14% dieses Zirkels ausmachen. Ich bin dann trotzdem einfach nur der eine, der anders ist.
Das ist korrekt, aber mir gings mehr um die aventurienweiten Zahlen im Sinne von "sind männliche Hexen derartige Exoten, dass sie quasi nicht existent sind"? Und da sind sie nunmal relativ zahlreich mit immerhin mehreren hundert - auch wenn die sich selber auf individueller Ebene sehr alleine vorkommen mögen.
Ein outgame Problem würde es dagegen dann, wenn du es händisch auswürfeln müsstest.

chizuranjida hat geschrieben:
19.10.2019 00:11
Spätestens seit während der G7 die Rondrakirche der größte Klotz am Bein war möchte ich auch keine Rondrageweihte oder Amazone mehr spielen. Rondragläubiger Krieger oder Ritter mag noch gehen, aber direkt selber die Spaßbremse spielen, die jeden Hinterhalt oder Fern-Angriff unterbindet und dann Meistergnade für eigentlich zum Scheitern verurteilte Manöver einfordert - nein. :visierzuw:
Details pls :ijw:

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Ungelesener Beitrag von Nicolo Bosvani » 19.10.2019 11:26

hexe hat geschrieben:
18.10.2019 22:12
Die Tabelle steht auf Seite 42 statt 41. Das Geschlecht kann man auswürfeln. 1-2 männlich auf dem w20, deckt sich also mit den 10%. Und die 10% passen eigentlich immer noch gut auf die weiteren Beschreibung der nächsten Editionen. Also so wirklich hat es sich nie geändert.

Bei Druiden kann man das Geschlecht übrigens ebenso auswürfeln: 17-20 weiblich auf den w20. Mehr weibliche Druiden als männliche Hexen. Aber Druiden sind in der Spielerschaft nicht so beliebt.
10 % Hexer, 20 % Druidinnen. Aber in Mysteria Arkana (auch DSA3 wie die Würfeltabelle) steht, dass es ca. 3.500 bis 4.000 Hexen gibt und ca. 1.000 Druiden.

Das heißt, es gibt mehr männliche Hexen (350 bis 400) als weibliche Druiden (200). Das passt dann auch wieder dazu, dass man unter Spielercharakteren häufiger auf Hexer trifft als auf Druidinnen. Geoden liegen übrigens bei ca. 100.

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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Witchblade » 21.10.2019 10:22

Ivar Solgison hat geschrieben:
18.10.2019 17:48
Ich könnte alles spielen.
Die Sache ist ich neige nicht zu "dem Strahlemann"

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 21.10.2019 13:01

Nicolo Bosvani hat geschrieben:
19.10.2019 11:26
Geoden liegen übrigens bei ca. 100.
Womit die notorisch nichtmagischen Zwerge trotzdem gar nicht soviel seltener Vollzauberer hervorbringen als Menschen.

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Rosencrantz
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Rosencrantz » 25.10.2019 04:44

Meiner Meinung nach nicht bespielenswerte Charaktere, in keiner bestimmten Reihenfolge:

- Kor-Geweihte: Belhalhar-Paktierer in Disguise. Umempathisch, keine Teamplayer, potentiell gefährlich für die Gruppe. Mischt sich mit meiner Abscheu gegen Alpha-Männer / Frauen. In meinen Augen ist ein Kor-Geweihter immer zu einem gewissen %Satz ein Trump in Aventurien. Der Kult möchte Schwäche ausmerzen, hat eine völlig verdrehte Moralvorstellung, ist asozial. Egal wie das Vadamecum versucht hat einige Stellen aus WdG aufzuweichen: Korgeweihte: "there's only me on my road to victory or death".

- Mittelreicher aus langweiligen Regionen: das geht in Richtung Bauerngaming-Sparte, die schon angesprochen wurde. Einige Provinzen sind super, da kann man ein paar tolle Charaktere entwickeln; Almada, Tobrien. Meinetwegen kann man Gareth (als Stadt) zu der Liste dazupacken, weil sehr divers und interessant. Sonst: Weiden, großer Fluss, Garethien (allgemein) - finde ich eher langweilig, entspricht nicht meinem Fantasy-Setting. Prototypen aus diesen Regionen (Krieger, Standardgeweihte, Streuner) finde ich kann man fast nur so eindimensional aufziehen, dass ich sie wohl nicht spielen würde.

- Orks: ein paar Figuren sind interessant, im Allgemeinen aber auch zu stereotypisch. Kaum in Gruppen integrierbar, kaum in Abenteuern verwendbar. Unter den Exoten nicht mal so exotisch - steht zu sehr zwischen den Stühlen. Goblins würde ich explizit mal spielen. Bei Festumer Ghettogoblins muss ich unbewusst an die Kobolde aus Harry Potter denken, das wäre mal was. Aber der Rest der Haudrauf-Kulturen, die in früheren Versionen von RPGs einfach als Kriegerfutter dienten haftet einfach nach wie vor dieser Ruf an.

- Bukanier, Zahori: damit wüsste ich irgendwie nicht wirklich etwas anzufangen.

- Maraskaner: furchtbare Kultur. Automatisch arrogant und besserwisserisch, ohne es wirklich sein zu wollen. brüderlich und mütterlich in der Bevormundung anderer Charaktere, sodass man ihnen nicht mal wirklich böse sein kann. Irgendwie Kandidaten für einen klassischen Dunning-Kruger-Effekt; 'hab ich doch gesagt, dass das so geht, hättest mal auf mich hören sollen' [ich merke an: ich habe eine sehr vorurteilsbelastete Meinung, bei kaum Kenntnis. Ich würde mich gerne von einem guten Spieler vom Gegenteil eines sympathischen Maraskaners / einer Maraskanerin überzeugen lassen, hat aber bisher nicht so geklappt].

- Borongeweihte mit hartem Schweigegelübde: als Meisterfigur interessant, am Spieltisch: was soll ich noch machen? Der perfekte Charakter für Leute, die sich gerne sechsstündige Filme anschauen. :P

- Charaktere, die nichts auf dem Kasten haben: liegt ebenfalls nah an der Bauerngaming-Sparte. Charaktere, die nur für das Flair existieren und ein Vehikel sind, um Stimmungen zu vermitteln oder Akzente zu setzen sind ebenfalls klassische Meisterfiguren. Als Akteuren in einem Plot mit Spannungsbogen fällt es den Helden zu, zu agieren - Charaktere die wirklich keinerlei 'Edge' haben wären für mich furchtbar langweilig und auch irgendwo unnütz. Dabei würde ich mich nicht als Powergamer bezeichnen - Charaktere, die die 'Farbe' der Gruppe prägen ohne gleich das Zugpferd in Bereich Magie, Heimlichkeit, Kampf oder Soziales zu sein finde ich sogar sehr spannend. Aber irgendeine (wertetechnische) Projektionsfläche sollte schon vorhanden sein.

- Khelbara ay Baburia: noch schlimmer als Nahema. Finger weg!

Galliad
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Galliad » 06.11.2019 09:47

hochgrading bösartige Dämonenbeschwörer aus den Schattenlanden mit Blutmagie. Musste in den erstellten Charakter etwas grau reinmischen, weil er sonst absolut zu krass ist.
Was ich garnicht kann sind ordnungsfanatische Praioten und selbstmörderische Rondrajünger. Und Frauen. Der Praiot, den ich mal gemacht habe, musste moralisch moderat sein.

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Skalde
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.11.2019 10:58

Gesellschaftscharaktere: Weniger aus Unwillen sondern eher, weil ich selbst nicht so der gesellige Typ bin. Das könnte ich nicht glaubwürdig rüberbringen.

Nicht-Draufgänger: Erstens ist eine gewisse Unbedachtheit gegenüber möglichen Gefahren quasi die Grundbedingung fürs Heldendasein, zweitens ist eine leichte Risikoblindheit offenbar so tief in mir verankert, dass ich meine Helden gar nicht anders spielen kann. Ist dann doof, wenn man im Eifer des (buchstäblich) Gefechts vergisst, dass man grade nicht den Krieger mit Zweihänder, sondern den schwächlichen Gildenmagier mit Parade 8 spielt.

Egomanen:
Ein bisschen auf den eigenen Vorteil schielen ist ja kein Problem, aber ich will schließlich einen Helden spielen. Dazu gehört für mich auch, grundsätzlich für die gute Sache(tm) einzustehen, seine Kameraden nicht im Stich zu lassen und die Kollateralschäden auf ein Minimum zu begrenzen.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Avesgeweihter mit Kriegskunst 0, neuzeitlich

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Horasischer Vagant
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 06.11.2019 11:17

Was ich nicht (dauerhaft) spielen könnte sind:

dumme, unnötig brutale oder böse Charaktere.
Sowie Einzelgänger oder Charaktere ohne Hintergrundgeschichte und/oder Tiefe.
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 06.11.2019 13:44

Schelme! Weil Schelme!
Ich habe es in jungen Jahren mal probiert und auch schon gemeistert. In beiden Fällen bin ich schnell darüber gestolpert, dass es üblicherweise sehr fraglich ist, warum der Schelm Teil der Gruppe bleiben sollte und das er im Normalfall dem Meister extrem viel mehr Arbeit abverlangt als jede andere Figur in der Gruppe.
Ich habe ansonsten bisher nur von einem gut dargestellten Schelm gehört. Erlebt habe ich es nicht, aber ich kenne des Spieler und würde es ihm zutrauen, einen solchen Gruppen-hilfreich und doch auch schelmisch-verdreht darzustellen.

Ansonsten gibt es wenig, was nicht geht, aber ich tendiere in den meisten Fällen zu chaotisch-guten (um mal die D&D-Gesinnung als Beispiel heranzuziehen) Charakteren und/oder (un)freiwilligen Anführern. So Typus "weißer Ritter" aus Überzeugung, nicht qua Gesetz.
Ich tue mich da dann auch recht schwer, nicht die Führung zu übernehmen, wenn es nicht andere führungsstarke Spieler/Charaktere in der Gruppe gibt. Und selbst dann kann es manchmal schwer fallen ;)
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Ungelesener Beitrag von Der löbliche Pilger » 06.11.2019 15:27

Ich stelle mir die Frage, was ich nicht spielen möchte und was ich nicht spielen könnte.

Was ich nicht kann:
- Da ich kein Freund von cross-gender bin, traue ich es mir auch nicht unbedingt zu, dauerhaft und überzeugend eine Frau darzustellen, die nicht einem Stereotyp folgt. Interessanterweise ginge eine Elfin oder Goblin-Schamanin da schon eher, da man diese wahrscheinlich weniger facettenreich erwarten würde.
- Redegewandte Charaktere aus den Tulamidenlanden würden mir schwer fallen. Ich bin zwar nicht auf den Mund gefallen und auch bei Rollenspiel eher kommunikativ, aber ad hoc blumige Anreden, Redewendungen und Metaphern zu erfinden, wie sie den Aranis, Tulamiden oder Novadis in den Mund gelegt werden, dazu fühle ich mich echt nicht imstande.
- Gleiches gilt auch für den klassischen Maraskaner, der gerne Kladj betreibt. Quasseln ist ebensowenig eine Eigenschaft, die ich einfach so abrufen kann.

Was ich nicht möchte:
Für einen One-Shot würde ich alles einmal ausprobieren, warum auch nicht. Da habe ich auch kein Problem damit, wenn mir der SL einen seiner Archetypen vorlegt und ich soll den mit Eigenschaft X, Y und Z mit Leben füllen. Dauerhaft würde mir das aber (wahrscheinlich) keine Freude bereiten.
- Kor-Geweihte
- Schelme
- Hexer

Weil es hier bereits als No-Go genannt wurde: Am meisten Spaß von allen Charakteren die ich je gespielt habe (!), hat mir ein Goblin gemacht, mit welchem ich die Kampagne https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Erbe ... rzen_Eises bestritten habe.

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Madalena
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Madalena » 06.11.2019 17:43

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
06.11.2019 13:44
Ich tue mich da dann auch recht schwer, nicht die Führung zu übernehmen, wenn es nicht andere führungsstarke Spieler/Charaktere in der Gruppe gibt. Und selbst dann kann es manchmal schwer fallen
Oh, da sagst du was. Ich tue mich mit Anführerfiguren eher schwer. Überfordert mich eher. In einer Gruppe allerdings hat das überraschend gut geklappt. Vielleicht, weil es zum Char gepasst hat, bin mir aber nicht sicher.

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Avessandrina
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Avessandrina » 09.11.2019 12:12

Zum Stichwort stumme Charaktere... ich gehöre selbst eher zu den extrovertierten Labersäcken am Spieltisch, deshalb ist so ein Charakter eine echte Herausforderung. Ich habe dann aber lange Jahre eine Golgaritin gespielt und fand es extrem reizvoll darauf zu achten, soviel Infogehalt wie möglich in so wenige Worte wie möglich zu packen. Das hat nach einiger Zeit echt gut funktioniert (auch wenn es immer Disziplin erforderte) und dank einer guten Gruppenharmonie und -empathie reichten dann schon böse Blicke oder ein Kopfnicken. Wichtig dabei finde ich, den ruhigen Charakter nicht als Ausrede zu nehmen, wenig zu handeln und passiv zu werden. Auch durch Handlungen kann man viel gestalten.

Was ich garnicht spielen kann, sind böse, grausame Charaktere. Als Meister geht das natürlich, aber als meine Charaktere, mit denen ich mich identifiziere und die ich liebe geht mir das einfach zu nahe.

Habe zum Beispiel in einer bösen D&D Runde mal eine Drow gespielt. Aber als es dann dazu kam Leute zu foltern, um Infos zu bekommen, habe ich die Gefangenen direkt getötet mit der fadenscheinigen "waren eh wertlos" IC-Begründung. Eigentlicher Grund war, ich hätte das nicht mit tragen können. Also keine Bösen mehr für mich :)
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von natas666 » 09.11.2019 21:19

Böse Charaktere sind bei mir auch ein no-go.

Einen Boron-Geweihten könnte ich wahrscheinlich auch nicht spielen, Grabreden und/oder Nähe das Todes kann ich auch im RL nicht ertragen (vielleicht kann hier ein Arzt beschreiben, wie der Tod riecht), Friedhöfe sind mir ein Grauen, für mich hat der Tod nichts Tröstliches, sondern hier liegen einfach nur leere Hüllen. Wie sehr sehne ich mich im Angesicht des Todes nach dem lachenden Leben, dem schwatzenden und pulsierenden Leben, das sich durch die Jahrtausende schwindelt...

Einen Wald/Firnelfen würde ich nur mit Widerwillen spielen, da müsste ich mir schon einen passenden Hintergrund/Genese ausdenken. Grundsätzlich sind meiner Meinung nach aber nur Auelfen und Halbelfen SC, Firn-, Wald- und Hochelfen sind nur in Ausnahmefällen mit passender HIntergrundgeschichte/Setting Spielercharaktere...
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Fiieri
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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Fiieri » 12.11.2019 09:15

Als Heldentyp, den ich gar nicht spielen könnte auf Dauer, zählen auf jeden Fall alle KL unter aller Sau Charaktere.

Ein bis zwei Abende geht das bestimmt, aber ich tendiere dazu, wenn ich die vermeintlich Lösung eines Problems outgame gefunden habe, diese auch ingame kund zu tun^^
Und bei einem Char mit KL 8 und weniger ist das einfach unrealistisch, dass der einen Intrigenplot durchschaut oder gar nur nach vollziehen kann.

Ansonsten hab ich Schwierigkeiten mit allen Chars, die auf der Betören/Flirten Linie aufbauen. Ob nun Lustknabe, Kurtisane, Rahjageweihte(r) oder schlicht ein Adelskind mit viel Interesse am anderen Geschlecht, das sind alles Verhaltensweisen die ich quasi nur mit Überlegen und Situationsabwägen nach spielen kann und dann wirkt das einfach nicht^^
Ist auch mit meine größte Schwierigkeit als Meister, NPCs in dem Sinne handeln zu lassen :grübeln: da bin ich regelmäßig eher unzufrieden mit, wie ich Situation X gehandhabt habe

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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 12.11.2019 20:03

Ich bin prinzipiell für alles offen, weil ich schon öfter Überraschungen erlebt habe, was für Rollen plötzlich relativ gut für mich spielbar waren, obwohl ich es nicht erwartet hatte und auch nicht dachte, dass die meinem Charakter oder meinen Fähigkeiten entsprechen.

Aber mit folgenden Rollen bin ich gescheitert, die kann ich offenbar nicht spielen:

- den männlichen, aktiven Verführertypen. Mir fallen einfach keine guten und lockeren Anmachsprüche oder Verführungsszenen ein. Immer wenn ich es versuche, falle ich derbe auf die Nase und mache mich nur lächerlich. Daher gebe ich diese Chars immer wieder schnell auf oder streiche schweren Herzens den Verführercharakterzug. Hrmpf.

- böse Chars. Wir haben für die Borbaradkampagne mal eine böse Gruppe ausprobiert. Ich habe das mit zwei Helden versucht (ich habe sogar zum ersten und einzigen Mal freiwillig einen Helden dramatisch sterben lassen!) und fand jedes Mal nicht nur meinen eigenen Char scheiße und unsympathisch, sondern auch den Rest der Truppe. Brrr...! Ich bin viel zu moralisch und gutmütig, so dass ich nicht mal im Spiel Fantasiegestalten etwas antun kann, ohne mich echt schlecht zu fühlen. Und beim Rollenspielen will ich mich ja am Ende doch irgendwie gut fühlen. :) Die Gruppe ist dann übrigens mit daran zerbrochen, weil ich die einfach nicht fortsetzen konnte. :/

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Was für Heldentypen könntet ihr nicht spielen?

Ungelesener Beitrag von Wizkatz » 13.11.2019 07:56

Die Charaktere, die man spielen kann und Spaß daran hat, hängen auch sehr von der sie umgebenden Spielwelt ab, denke ich.

In DSA sind meine Charaktere zu großen Teilen irgendwo bei "Neutral Good" einzuordnen, ich spiele meist recht harmoniebedürftige, pragmatische, aufgeschlossene Helden. Aktuell einen demokratieunterstützenden Graumagier, der schon Kopfschütteln für seine Liberalität beim Rest der Gruppe ausgelöst hat. DSA bietet da ja viele Kulturen und Ansätze die ein sortiertes, freundliches, tolerantes Miteinander befürworten.

In anderen Kulturen bzw. dann Spielsystemen kann das eben anders aussehen, wegen lange Anekdote einmal gespoilert:
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Aber in Dark Heresy (Warhammer 40,000) habe ich einmal einen wirklich HOCHGRADIG fanatischen, puritanischen Kleriker des Gott-Imperators gespielt, der aus nichts als brennendem Hass auf alles Andersartige und Verachtung für Abweichler bestand. Die Reaktionen einiger anderer Spieler, die das Universum noch nicht so detailliert kannten, waren teilweise absolut genial und es hat viel Spaß gemacht, diesen Charakter auch über längere Zeit zu spielen, weil das auch eine Suche nach Grenzen ingame war - als zwei Charaktere nach schwerem Gefecht hocherfreut auf einer feindseligen Welt mit zwei Alien-Fahrzeugen zurückkam, hat Kleriker Baldric Helfire als allererstes wutentbrannt eine Rede vor der versammelten NSC-Crew gehalten, dass Xenos-Technologie nur der schleichende Weg in de Ketzerei sein kann und wahre Diener des Gott-Imperators ihren Weg von diesem Planeten auch ohne derart makelbehaftete Artefakte finden werden! ...und dann hat er die Fahrzeuge verbrannt. Der Blick vom machtlosen (SC-)Agenten, der die Fahrzeuge mühsam beschafft hatte und nun mitansehen musste, wie seine Arbeit in Flammen aufgeht, weil er sich selbst schließlich nicht als Häretiker und Alien-Liebhaber brandmarken (und sich damit eine Kugel einfangen) wollte, war schon ein seltener Moment in unserer Gruppe. Vielleicht das einzige Mal, dass ich "PvP" betrieben habe in vielen Jahren. Dieser Kleriker ist dann schließlich von einem meistergeführten NSC hinterrücks mitten in einer Verhandlung abgestochen worden, weil er gerade der übermächtigen Crew aus Piraten und Separatisten, die den (vermeintlich) einzigen Ausweg vom Planeten darstellen, wieder mal ins Gesicht schmeißen wollte, dass ihr mangelnder Glaube und ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Einfluss der verdammten Xenos ihr aller Ende sein wird und dabei schon die Finger Richtung Kettenschwert zuckten. Auch das erste und einzige Mal, dass ein SL bei uns einen anderen Spielercharakter ohne Würfelwurf und ohne Chance zu Gegenmaßnahmen ermorden ließ, im Endeffekt aber eine geniale Szene und ein passendes Ende für einen Charakter, der mit seinemm indoktrinierten Fanatismus so in diesem Umfeld realistisch gesehen keine Zukunft hatte. - Im Endeffekt anstrengend zu spielen gewesen, aber in diesem Setting in diesem Universum eine Gestalt, wie es sie zuhauf gibt und als solche waren die Interaktionen mit SCs und NSCs alle irgendwie stimmig.
Einen solchen Charakter würde ich aber in DSA nie spielen wollen - derartige kompromisslose Fanatiker haben hier einfach kaum irgendwo genug Rückhalt in der Bevölkerung um in den Interaktionen mit NSC und SC längerfristig glaubhaft zu bleiben, habe ich das Gefühl, ganz unabhängig davon, dass es in DSA nur schwer Gründe geben dürfte, länger mit solchen "Helden" eine freiwillige Reisegruppe aus Abenteurern zu bilden.

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