DSA4 Phexgeweihter Messerstecher?

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Grakhvaloth
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Phexgeweihter Messerstecher?

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 22.08.2019 12:22

Dazu noch der Moralkodex, die Verpflichtungen und die Tatsache, dass man noch 25 (oder noch mehr?) oder so GP gutmachen muss. Da kommt am Ende ein Char raus, den ich zumindest nicht mehr spielen wollen würde.

Verpflichtungen sind 12 GP wert. Es kommt natürlich immer darauf an was die Gruppe draus macht, aber ein Nachteil sollte es schon sein

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Ungelesener Beitrag von barret » 22.08.2019 12:45

Grakhvaloth hat geschrieben:
22.08.2019 12:22
Dazu noch der Moralkodex, die Verpflichtungen und die Tatsache, dass man noch 25 (oder noch mehr?) oder so GP gutmachen muss.
Dass er eh ein Phexgeweihter wird, dachte ich steht fest. Den Moralkodex hat er also ungeachtet des BgBs eh. Sich das Hinterteil mit Nachteilen vollzuballern ist nicht jedermanns Sache. Aber da von Optimierung gesprochen wurde dachte ich würde sich das von selbst verstehen. Inwieweit das mit dem eigenen Rollenspiel kompatibel ist, das muss natürlich jeder selber wissen.
Grakhvaloth hat geschrieben:
22.08.2019 12:22
Verpflichtungen sind 12 GP wert. Es kommt natürlich immer darauf an was die Gruppe draus macht, aber ein Nachteil sollte es schon sein
Das kommt immer drauf an, wie man Nachteile sieht. Was ein Nachteil für meinen Charaker ist, muss ja kein Nachteil für mich sein. Wenn er dann hin- und hergerissen ist zwischen den beiden Gruppen, denen er verpflichtet ist und dann Gewissenskonflikte hat. Das ist für mich halt eher die Gelegenheit für richtig cooles Rollenspiel. Daher ist meine Devise auch, je mehr stimmige Nachteile desto besser. Definiert den Charakter.

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Auralian
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Ungelesener Beitrag von Auralian » 23.08.2019 00:00

barret hat geschrieben:
22.08.2019 11:49
Dass man die teure BGB selbst zahlen muss ist ein Vor- und kein Nachteil. Die meisten Vorteile sind mist und komplett overpriced. Die Liste der wirklich lohnenswerten Vorteile ist kurz. Je mehr GP man ohne Probleme in AP umsetzen kann, desto besser mMn. Aber ich habe schon häufiger mitbekommen, dass da viele anderer Ansicht sind.
Wenn man nach Standard-Regeln generiert, lohnt sich die Kombination GP-technisch einfach nicht. Phex-Geweihter plus BgB Schwertgeselle (Marwan Sahib) kostet halt 40 GP. Mit Mindestwerten kommt man auf Kosten von 129 GP. Da sind die 1450 AP aus der BgB auch nichts Wert, da man die meisten SFs nicht nutzen kann, weil man deren Voraussetzungen nicht erfüllt.
Da man aber immer möglichst 100 GP auf die Eigenschaften verteilen sollte (v.a. als Hybrid-Charakter), müsste man 30 GP durch Nachteile dazukaufen - und das bei Auto-Nachteilen im Wert von 48,5 GP. Und man wäre trotzdem "nur" ein phexgeweihter PW-Kämpfer, bei dem die AP hinten und vorne nicht reichen.
barret hat geschrieben:
22.08.2019 12:45
Dass er eh ein Phexgeweihter wird, dachte ich steht fest. Den Moralkodex hat er also ungeachtet des BgBs eh. Sich das Hinterteil mit Nachteilen vollzuballern ist nicht jedermanns Sache. Aber da von Optimierung gesprochen wurde dachte ich würde sich das von selbst verstehen. Inwieweit das mit dem eigenen Rollenspiel kompatibel ist, das muss natürlich jeder selber wissen.

[..]

Das kommt immer drauf an, wie man Nachteile sieht. Was ein Nachteil für meinen Charaker ist, muss ja kein Nachteil für mich sein. Wenn er dann hin- und hergerissen ist zwischen den beiden Gruppen, denen er verpflichtet ist und dann Gewissenskonflikte hat. Das ist für mich halt eher die Gelegenheit für richtig cooles Rollenspiel. Daher ist meine Devise auch, je mehr stimmige Nachteile desto besser. Definiert den Charakter.

Man darf nicht vergessen, dass Nachteile nur dann GP geben, wenn diese auch regeltechnische Nachteile sind. Man sollte es sich also gut überlegen, ob 50 GP die Einschränkungen Wert sind.
Zuletzt geändert von Auralian am 23.08.2019 09:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von barret » 23.08.2019 08:44

Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 00:00
Da sind die 1450 AP aus der BgB auch nichts Wert, da man die meisten SFs nicht nutzen kann, weil man deren Voraussetzungen nicht erfüllt.
Warum sollte man die Voraussetzungen nicht erfüllen? Klar GE 15 muss man sich später noch steigern um PW machen zu können, aber wüsste nicht warum man alle weiteren Voraussetzungen nicht erfüllen sollte. Allerdings muss man bei solch einem Hybrid Abstriche machen, da man durch die Phexschiene mehrere Eigenschaften hoch haben muss wie CH und FF. 14 Punkte in alle Kampfeigenschaften zu stecken ist da nicht mehr drin. Aber die meisten für den Kampfstil nützlichen SFs kann man sich mit KK, MU und IN 12 kaufen.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 00:00
Da man aber immer möglichst 100 GP auf die Eigenschaften verteilen sollte (v.a. als Hybrid-Charakter), müsste man 40 GP durch Nachteile dazukaufen
Dass man 100 GP in Eigenschaften investiert ist eine glasklare Sache, das hat auch nichts mit Hybrid-Charakter zu tun, jeder Charakter, der jemals erstellt wurde muss 100 GP in Eigenschaften stecken. Alles andere ist erstellungstechnisch Quatsch. Man müsste aber nur 30 GP durch Nachteile reinholen. Man hat standardmäßig 110 GP.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 00:00
Man darf nicht vergessen, dass Nachteile nur dann GP geben, wenn diese auch regeltechnische Nachteile sind. Man sollte es sich also gut überlegen, ob 50 GP die Einschränkungen Wert sind.
Den ersten Teil habe ich nicht ganz verstanden. Natürlich bekommt man nur GP wenn man sich regeltechnische Nachteile kauft, man kann sie sich ja nicht einfach aufschreiben. :lol: Aber nur weil sie von den Machern "Nachteile" genannt werden, heißt das ja nicht, dass sie Einschränkungen sein müssen. Versteh mich nicht falsch, es gibt definitiv Nachteile, die sehr einschränkend sind. Bspw. alle Ein-xige Nachteile (Einbeinig, Einarmig, etc.) sind sehr einschränkend. Aber gerade schlechte Eigenschaften, wenn sie passen, sind für das Spiel das genaue Gegenteil von Einschränkung, da sie einem erlauben gutes Rollenspiel zu betreiben. Ich habe schon Charaktere gesehen, die sich vielleicht 10 GP durch Nachteile geholt haben, das waren dann mMn sehr flache Charaktere ohne Ecken und Kanten. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mit einem Charakter nicht die 30 GP aus schlechten Eigenschaften mitgenommen habe. Zum einen will ich natürlich die GP gerne haben möchte, aber zum anderen halte ich es auch für realistisch. Ich glaube, wenn die meisten realen Menschen sich über das DSA System selbst erstellen würden, dass sie eine Bandbreite guter und schlechter Eigenschaften hätten.
Mein derzeiter almadanischer Schwertgeselle ist bspw. eitel, größenwahnsinnig, verschwendungssüchtig und verwöhnt. All die Nachteile funktionieren sehr gut zusammen und fühlen sich nicht gezwungen an. Ist mein Charakter dann eingeschränkt, wenn wir im Wald schlafen müssen? Ja sehr. Fühle ich mich als Spieler dadurch eingeschränkt? Im Gegenteil, es auszuspielen macht super viel Spaß.

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Ungelesener Beitrag von Auralian » 23.08.2019 13:08

barret hat geschrieben:
23.08.2019 08:44
Warum sollte man die Voraussetzungen nicht erfüllen?
Ich bin hier von Mindestwerten ausgegangen. Das ist natürlich kein Problem, wenn man es schafft mehr GP auf die Eigenschaften zu verteilen.
barret hat geschrieben:
23.08.2019 08:44
Dass man 100 GP in Eigenschaften investiert ist eine glasklare Sache, das hat auch nichts mit Hybrid-Charakter zu tun, jeder Charakter, der jemals erstellt wurde muss 100 GP in Eigenschaften stecken. Alles andere ist erstellungstechnisch Quatsch.
Nicht jeder Charakter kann sich das leisten, ohne sich mit Nachteilen zuzumüllen. Das oben genannte Konzept müsste allerdings genau das tun.
barret hat geschrieben:
23.08.2019 08:44
Den ersten Teil habe ich nicht ganz verstanden. Natürlich bekommt man nur GP wenn man sich regeltechnische Nachteile kauft, man kann sie sich ja nicht einfach aufschreiben. Aber nur weil sie von den Machern "Nachteile" genannt werden, heißt das ja nicht, dass sie Einschränkungen sein müssen.
Doch genau das heißt es:
Wege der Helden, S. 259 hat geschrieben: Nachteile müssen, damit sie als solche gewertet werden, dem Helden auch spieltechnische Nachteile (erschwerte oder verbotene Proben, verminderte Werte, Lernerschwernisse) oder deutliche Einschränkungen seines "freien" Rollenspiels (wie spürbare soziale Ächtung, strenge Ordensregeln ö.ä.) bringen.

barret hat geschrieben:
23.08.2019 08:44
Aber gerade schlechte Eigenschaften, wenn sie passen, sind für das Spiel das genaue Gegenteil von Einschränkung, da sie einem erlauben gutes Rollenspiel zu betreiben.
Zu den Schlechten Eigenschaften schreibt WdH:
Wege der Helden, S. 268 hat geschrieben: Schlechte Eigenschaften repräsentieren die kleinen oder größeren Probleme, die ein Held damit hat, die Realität seiner Gedankenwelt anzupassen. Da in den meisten Fällen die Realität stärker ist, treten beim Charakter entsprechende Ängste, Zwangsvorstellungen und der gleichen auf, die sich von ihm nicht bewusst kontrollieren lassen (im Gegensatz etwa zu Prinzipientreue). [...]
(Hervorhebung durch mich)

Der Spieler kann schlechte Eigenschaften nicht nach Belieben ausspielen, da der Held diese nicht bewusst kontrollieren kann. Der Meister gibt Situationen vor, bei denen die SE triggern und man entweder satte Erschwernisse hinnehmen muss oder zu einer bestimmten Tat gezwungen wird. Das schränkt das Rollenspiel eher ein als es zu bereichern.
Außerdem wird man von niemanden daran gehindert, seinen Helden einfach neugierig zu spielen, anstatt sich Neugier 5 als Nachteil dazuzukaufen (dazu gab es vor einiger Zeit einmal einen Thread hier im Forum, vielleicht finde ich den Link dazu noch).

barret hat geschrieben:
23.08.2019 08:44
Man müsste aber nur 30 GP durch Nachteile reinholen. Man hat standardmäßig 110 GP.
Stimmt. Hab ich oben korrigiert, danke.
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 23.08.2019 14:36

Man kann auch einen Charakter zu start mit Nachteilen "vollmüllen". Im ersten Abenteuer hat er dann einen lebensverändernden moment und springt über seinen Schatten. Die ersten 500AP werden dafür benutzt um Nachteile ab zu bauen. Mit bgb hat man schon gute Talente.

Der Charakter startet z.B. mit Goldgier 10 und merkt im ersten Abenteuer welche schlimmen Konsequenzen das haben kann.
Ich bin der Meinung richtige Helden bauen ihre schlechten Eigenschaften sowieso ab. Am Anfang kann man die noch haben aber ein erfahrener Held sollte nicht mit Eitelkeit, Arroganz oder Jähzorn rum laufen.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Ungelesener Beitrag von barret » 23.08.2019 15:55

Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 13:08
Der Spieler kann schlechte Eigenschaften nicht nach Belieben ausspielen, da der Held diese nicht bewusst kontrollieren kann.
Das hab ich auch nie behauptet, ich rede nicht davon, dass man sich aussucht oder nicht aussucht, einen Nachteil auszuspielen. Wenn man eitel ist, ist man eitel, auch wenn es gerade ungelegen kommt. Von Spielern, die sich Nachteile notieren aber nicht ins Rollenspiel einfließen lasse, halte ich gar nichts und lasse ich als Meister auch nicht zu.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 13:08
Das schränkt das Rollenspiel eher ein als es zu bereichern.
Und hier sind wir einfach komplett unterschiedlicher Meinung. Nachteile schränken vielleicht deine Wahl- oder Handlungsmöglichkeiten ein, aber sie bereichern dein Rollenspiel immens. Nehmen wir das Beispiel Prinzipientreue. Ich habe in meinem Leben bestimmte Prinzipien und ich bin mir sicher du auch. Diese Prinzipien schränken mich in gewissen Situationen ein, ich kann z.B. nicht einfach den 10 Euro Schein nehmen und in meine Tasche stecken, wenn ich weiß, wem sie gehören, weil es meinen Prinzipien widerspricht. Aber nur weil Entscheidungsfreiheit eingeschränkt ist, ist das doch kein Nachteil von mir. Im Gegenteil meine Prinzipien machen mich aus, meine Prinzipien sagen wer ich bin und wie mich von anderen unterscheide, ich bin stolz auf meine Prinzipien. So verhält es sich auch bei DSA. Prinzipientreue ist ein regeltechnischer Nachteil und bringt dir GP. Aber er ist auch ein rollenspieltechnischer Vorteil, er hilft dir, dass deine Figur lebendig wird, dass er sich unterscheidet, dass er Charakter bekommt und er ermöglicht dir das Ausspielen einer wahren Persönlichkeit anstelle einer charakterlosen Hülle. Und so verhält es sich mit allen stimmigen Nachteilen. Dass stimmige Nachteile das Rollenspiel beeinträchtigen, davon wirst du mich nie überzeugen können, es sei denn du definierst ein reiches Rollenspiel darüber, dass dein Charakter immer gut dasteht und niemals versagt, zweifelt oder Schwäche zeigt.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 13:08
Außerdem wird man von niemanden daran gehindert, seinen Helden einfach neugierig zu spielen, anstatt sich Neugier 5 als Nachteil dazuzukaufen
Klar kann man, aber welchen Grund gäbe es die 5 GP nicht mitzunehmen, außer man will den "Nachteil" selektiv spielen, wann immer es einen passt? Und das ist mit oder ohne GP Bonus inkonsequentes Charakterspiel für mich.
Rasputin hat geschrieben:
23.08.2019 14:36
Ich bin der Meinung richtige Helden bauen ihre schlechten Eigenschaften sowieso ab. Am Anfang kann man die noch haben aber ein erfahrener Held sollte nicht mit Eitelkeit, Arroganz oder Jähzorn rum laufen.
Ich bin völlig anderer Meinung. Ein wahrer Held sollte korrumpiert sein, so wie wir alle und sein heldenhafter Charakter sollte sich darüber definieren wie er mit der Korrumpiertheit umgeht und nicht darüber dass er keine Schwächen hat. Das ist wohl auch der Grund, warum ich Boromir schon immer viel geiler fand als Aragorn. Bormir war ein Held und ein guter Mensch, aber gleichzeitig hatte er auch Schwächen und Fehler und Teil seiner Persönlichkeit war es mit diesen Schwächen zu kämpfen, ihnen teilweise zu erlegen und dann aber doch über sie hinauszuwachsen und seinen wahren Charakter unter Beweis zu stellen. Das ist für mich ein wahrer Held und nicht so eine engelsgleiche Figur ohne Schwächen oder Abgründen. Wenn ich einen Aragorn bei DSA spielen müsste, würde ich vor Langeweile vom Stuhl fallen.

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Ungelesener Beitrag von Auralian » 23.08.2019 19:52

barret hat geschrieben:
23.08.2019 15:55
Das hab ich auch nie behauptet, ...


Da wir gerade ziemlich vom Thema abkommen, will ich mich kurz halten: in dem Moment, in dem das Regelwerk mir vorschreibt, wie ich meinen Charakter zu spielen habe, bin ich in meiner rollenspielerischen Freiheit eingeschränkt.
Bei Nachteilen wird mir eine Aktion vorgegeben oder ich bin dem W20 ausgeliefert. Dadurch wird regelmäßig für Situationen gesorgt, in denen Zusammenhalt in der Gruppe gefragt ist oder alternative Lösungswege gefunden werden müssen. Diese Situationen kann ich aber als Spieler auch ohne Nachteile herbeiführen, indem ich selbst bestimme, wie mein Charakter (re-)agiert.
Ein Held mit Totenangst wird sich wehren in eine Gruft hinabzusteigen, was zu einer Diskussion unter den SCs führt. Genauso gut kann aber auch ein Held ohne Totenangst Bedenken haben in eine dunkle Gruft zu gehen ("Was, ihr wollt da rein?! Sind wir dafür überhaupt ausgerüstet, da unten könnte alles mögliche rumkriechen.") Beide Gruppen können sich dazu entscheiden, lieber am Eingang zu warten und die bösen Grabräuber abzufangen, wenn sie schwer beladen aus der Grabstätte rauskommen.

Um aber wieder zurück zum eigentlichen Thema zu kommen. Ich denke, dass es sinnvoller ist, das Charakterkonzept noch einmal zu überdenken. Unabhängig von den GP-Kosten, hat der Charakter nämlich noch ganz andere Probleme. Zum einen wird er seine Waffen selbst weihen müssen, da außer der Rondra-, Kor-, Ingerimm-, und Boron-Kirche eigentlich keine andere Kirche Waffen weiht (andere Geweihte starten zwar auch mit geweihten Waffen, diese sind aber eher Standessymbol und nicht wirklich zum Kampf geeignet). Zum anderen verfügt die Phexkirche nur über wenige kampfrelevante Liturgien.
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Ungelesener Beitrag von barret » 23.08.2019 20:38

Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 19:52
in dem Moment, in dem das Regelwerk mir vorschreibt, wie ich meinen Charakter zu spielen habe, bin ich in meiner rollenspielerischen Freiheit eingeschränkt.
Das ist ein Trugschluss. Das Regelwerk schreibt dir in erster Linie nicht vor, wie du deinen Charakter zu spielen hast. Das Regelwerk gibt dir lediglich einen Rahmen, mit dem du die "negativen" Besonderheiten deines Charakters abbilden kannst. Bspw. heißt es bei Eitelkeit: "Ein eitler Held versucht, in jeder beliebigen Situation gut auszusehen und Eindruck zu schinden. Das macht ihn leichter manipulierbar, da dieses Bedürfnis durchaus auch den ‘vernünftigen’ Rahmen sprengt. Zudem versucht er, Situationen zu meiden, in denen sein Aussehen leiden könnte, und er verbraucht einen guten Teil seiner Zeit mit Körperpflege." Wie du versuchst gut auszusehen, wie du versuchst Eindruck zu schinden, wie seine Fluchtstrategien sind, um Leid des Aussehens zu vermeiden, da bist du als Spieler gefragt. Das ist dann Rollenspiel.
Ich gebe aber auch zu, dass viel Körperpflege zu betreiben eine ziemlich konkrete Beschreibung ist, wo nicht viel Interpretationsspielraum herrscht.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 19:52
Bei Nachteilen wird mir eine Aktion vorgegeben oder ich bin dem W20 ausgeliefert. Dadurch wird regelmäßig für Situationen gesorgt, in denen Zusammenhalt in der Gruppe gefragt ist oder alternative Lösungswege gefunden werden müssen. Diese Situationen kann ich aber als Spieler auch ohne Nachteile herbeiführen, indem ich selbst bestimme, wie mein Charakter (re-)agiert.
Was ist denn schlimm daran, wenn Zusammenhalt in der Gruppe gefragt ist oder alternative Lösungswege gefunden werden (müssen)? Und meine Frage stelle ich erneut: Warum würde man einen neugierigen Helden spielen wollen, der aber nicht den Nachteil Neugier hat? Für mich gibt es da nur einen wirklich Grund nämlich dass man immer die Freiheit haben will, ihn einfach mal nicht neugierig zu spielen, wenn es einem nicht in den Kram passt. Das ist dann aber einfach inkonsequent, Neugier zeigt sich nun einmal nicht nur dann, wenn es einem in den Kram passt, Neugier tritt nun einmal auch dann auf, wenn es gerade unpassend ist oder im Weg steht. Diese Situationen vermeiden zu wollen, bedeutet für mich einen Charakter zu spielen, der keine wirklichen Schwächen hat. Und das bereichert das Rollenspiel nicht sondern beschränkt es mMn. Regeltechnische Nachteile sind bereichernd, weil sie uns Spieler dazu anhalten unsere Charaktere charaktergetreu zu spielen, auch wenn wir es am liebsten nicht täten. Und ich verstehe nicht, warum man dem aus dem Weg gehen wollte.
Auralian hat geschrieben:
23.08.2019 19:52
Zum anderen verfügt die Phexkirche nur über wenige kampfrelevante Liturgien.
Das fände ich persönlich nicht so schlimm. Die Stärke eines Hybriden ist es ja eben, dass er in mehreren Bereichen gut aufgestellt ist und nicht, dass die beiden Hälften des Hybris auf einander aufbauen. Dazu kommt, dass die meisten kampfrelevanten Liturgien eh nicht besonders gut sind, weil sie einfach zu lange brauchen. Und dass man mit dem Konzept nicht zum Rondrageweihten wird, ist denke ich klar.

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 08:06

barret hat geschrieben:
23.08.2019 15:55
Ich bin völlig anderer Meinung. Ein wahrer Held sollte korrumpiert sein, so wie wir alle und sein heldenhafter Charakter sollte sich darüber definieren wie er mit der Korrumpiertheit umgeht und nicht darüber dass er keine Schwächen hat.
Das kann er meinetwegen mit Werten auf 1-3 sein. Jeder Held mit Werten darüber ist mMn näher an Antihelden wie dem Punisher, Spawn, der Comedian oder Rorschach.

Davon abgesehen halte ich die die OT aktion "AP zum senken von schlechten Eigenschaften" für das IT-Äquivalent von "mit der Korrumpiertheit umgehen".
Ein Held der seine SE nicht senkt geht mit seiner Korrumpiertheit nicht um. Er schiebt sie unter den Teppich und wird immer der gleiche bleiben. Ein Held der mit einer SE von X beginnt und später noch immer X hat, hat null an sich gearbeitet.

Jemand mit Goldgier 0 ist kein Mönch der alle weltlichen Gelüste abgelegt hat. Jemand mit Goldgier 0 kann immer noch extrem auf Gold abgehen. Er ist aber jemand der sich nicht von seiner Gier beherrschen lässt. Goldgier 0 ist der Standard.
Jemand mit Goldgier 0 verhält sich vielleicht wie jemand mit Goldgier, nur dass er in den entscheidenden Momenten, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen mal das richtige macht. Jemand mit Goldgier macht das nicht (unbedingt).
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Ungelesener Beitrag von barret » 24.08.2019 15:10

Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 08:06
Das kann er meinetwegen mit Werten auf 1-3 sein. Jeder Held mit Werten darüber ist mMn näher an Antihelden wie dem Punisher, Spawn, der Comedian oder Rorschach.
Werte von 1-3 sind keine Korrumpiertheit, das ist höchstens eine kleine Macke. Ich bin ja nicht dagegen Nachteile langsam abzubauen, aber für mich klang es bei dir eher danach, dass Nachteile am besten gleich komplett weggekauft werden sollten. Das ist nicht mit der Korrumpiertheit umgehen, sondern die Korrumpiertheit beseitigen. Und das kommt für mich einem absolut reinem Wesen gleich, einem Engel, und keinem menschlichen Helden. Ein Charakter ohne schlechte Eigenschaften ist für mich kein Mensch.
Würdest du Boromir zu einem Antihelden zählen? Selbst wenn man den Einfluss des Rings berücksichtigt, würde ich sagen, dass seine schlechten Eigenschaften über 1-3 hinaus gingen, wenn man ihn versuchen würde irgendwie in DSA darzustellen. Boromir stellt für mich das Idealbild eines echten Heldens dar. Game of Thrones Charaktere bieten sich für den Vergleich ebenfalls gut an. Selbst die reinsten Helden wie Ned und Jon hatten ihre schlechten Eigenschaften, die sie selbst am Zenit ihrer Heldenhaftigkeit nicht überwinden konnten. Ganz zu schweigen von Charakteren wie Tyrion, Jaime, Catelyn, Stannis, Oberyn, etc. die eine Bandbreite von stark ausgeprägten schlechten Eigenschaften hatten. Die würde ich nicht einfach alle als Antihelden abstempeln, sondern einfach als Menschen.
Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 08:06
Jemand mit Goldgier 0 ist kein Mönch der alle weltlichen Gelüste abgelegt hat. Jemand mit Goldgier 0 kann immer noch extrem auf Gold abgehen. Er ist aber jemand der sich nicht von seiner Gier beherrschen lässt. Goldgier 0 ist der Standard.
Das kannst du so nicht sagen, denn ein Mönch hätte ja Goldgier 0. Da es keine negativen Werte bei schlechten Eigenschaften gibt ist 0 der beste Wert den man in einer solchen Eigenschaft haben kann, also das Ende des Spektrums. Ich denke der Standard liegt eher so bei 1-3 nur leider lässt das Regelwerk nicht zu, dass man dem Charakter viele leichte schlechte Eigenschaften gibt.

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 15:19

Die Dinger heißen "schlechte Eigenschaften" und nicht "kleine Macken". Davon abgesehen kann man mit seinen Start AP auch Goldgier von 5 auf 3 senken. Alle Klassen und Rassen die mit einer SE starten können die sogar zum start weg mit GP senken. Mein Thorwaler ist mit 2 Punkten weniger Jähzorn gestartet.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 15:10
Und das kommt für mich einem absolut reinem Wesen gleich, einem Engel
Ich glaube da ist dein Denkfehler. Der Standard ist 0. Alles darüber hinaus ist quasi per Definition krankhaft. Sonst würde jeder Charakter zum Start 1 Goldgier, 1 Jähzorn, etc. bekommen. Das ist aber nicht vorgesehen. Jemand mit einer schlechten Eigenschaft ist (zum Teil) schlecht.

Und 90% der aventurischen Bevölkerung hat Goldgier 0. Das bedeutet aber nicht, dass das alles Anarcho-Kommunistische Hippies sind. Das sind ganz normale Leute de gerne so viel Gold wie möglich hätten.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 15:10
Würdest du Boromir zu einem Antihelden zählen?
Da kann ich wenig zu sagen. Ich fand Herr der Ringe nie so extrem gut. Ich habe mich zu wenig damit beschäftigt um eine qualifizierte Aussage treffen zu können, vor allem da der Ring eine schwierig zu berechnende Variable ist.

[Edit]
Jetzt wo ich drüber nachdenke, ist "Anarcho-Kommunistischer Hippie" sogar ein anderer Nachteil namens "Weltfremd bzgl. Währung". Bei mir sind die meisten Thorwaler ähnlich aggressiv wie die Klingonen aus "Star Trek" wobei es auch nicht ganz so extrem ist.
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Ungelesener Beitrag von barret » 24.08.2019 15:47

Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 15:19
Ich glaube da ist dein Denkfehler. Der Standard ist 0. Alles darüber hinaus ist quasi per Definition krankhaft.
Ich glaube da ist eher dein Denkfehler. Wenn der Standard 0 ist würde das bedeuten es gibt keine Möglichkeit den Unterschied zwischen einem Mönch und einem normalen Menschen abzubilden. Und du hast recht, das Regelwerk gibt diese Möglichkeit leider nicht, das heißt aber nicht, dass es der echten oder aventurischen Realität entspricht. Und ich sehe nicht wie du darauf kommst, dass es per Defenition krankhaft sein muss. Die Dinger heißen schlechte Eigenschaften und nicht (psychische) Krankheiten. Und eine sehr leicht ausgeprägte schlechte Eigenschaft ist das was ich eine kleine Macke nennen würde.
Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 15:19
Sonst würde jeder Charakter zum Start 1 Goldgier, 1 Jähzorn, etc. bekommen.
Das nicht unbedingt, es gibt ja Menschen, die wirklich 0 goldgierig sind. Aber ich fände es sehr gut, wenn jeder am Anfang 5 Punkte auf schlechte Eigenschaften seiner/ihrer Wahl verteilen müsste. Das wäre realistisch.
Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 15:19
Jemand mit einer schlechten Eigenschaft ist (zum Teil) schlecht.
Ganz genau!! So wie wir alle zum Teil schlecht sind und zum Teil gut. Eine Gestalt, die zu keinem Prozentsatz schlecht ist, ist ein Engel.

Vielleicht liegt die Meinungsverschiedenheit einfach darin, dass ich eine Realität abbilden will, die das Regelwerk nicht hergibt. Wahrscheinlich versuchst du die genau gleiche Realität abzubilden und nutzt dafür die Mechanismen, die das Regelwerk bereitstellt. Das ist jedenfalls der Schluss den ich aus unserer Diskussion gezogen habe. Das Problem, was ich einfach dabei habe ist, dass es Spieler leider dazu einlädt, diese leichten Macken nur dann auszuspielen, wenn es keinen Nachteil für ihren Charakter bedeutet. Aber genau so wie wir Menschen nicht entscheiden können, dass unsere schlechten Eigenschaften nur in günstigen Situationen zum Vorschein kommen, sollte das auch nicht bei einem Rollenspiel der Fall sein. Deswegen finde ich es wichtig, dass sowas in den Regeln verankert ist. Und dann ist meine Devise lieber eine Bandbreite von stärker ausgebildeten Nachteilen haben als auf diesen Mechanismus komplett zu verzichten.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 24.08.2019 15:50

Also wenn es wirklich immer krankhaft wäre und nicht nur eine kleine Macke, kann ich mir kaum vorstellen, dass eine ganze Rasse krankhaft jähzornig sein kann.
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.08.2019 15:52

Die Diskussion über schlechte Eigenschaften und wie unterschiedlich Spieler sie auslegen, hatten wir schon an anderer Stelle, in einem eigenen Thread. Wo wir daüber diskutiert haben, dass es irgendwie die aventurischen Gildenmagier, die standardmässig Neugier 7 haben, es schaffen, durch den Tag zu kommen, ohne sich aus Neugier den eigenen Bart anzuzünden.
Da fast alle Professionen schlechte Eigenschaften im Paket haben, scheint die Summe der SE beim Durchschnittsaventurier nicht 0 zu sein. Null ist die niedrigste mögliche Ausprägung. Der normale Schwertgeselle hat sich etwa Eitelkeit 5 und Arroganz 5 antrainiert. Jeder Fernhändler beginnt seine Karriere entweder mit Neugier 5 oder Goldgier 5. Alle Zaubertänzer haben mindestens Eitelkeit 5 am Start.

Jemanden mit einer schlechten Eigenschaft als (teilweise) schlecht zu bezeichnen, lädt in meinen Augen das Spiel unnötig moralisch auf. ("Sünder!") Aber wie gesagt: Wenn wir das diskutieren wollen, dann noch mal im zugehörigen Thread. :)
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Phexgeweihter Messerstecher?

Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 15:57

Ich kann den thread hier empfehlen. Da wurde das durch diskutiert: Auswirkungen schlechter Eigenschaften
Jadoran hat geschrieben:
24.08.2019 15:52
Da fast alle Professionen schlechte Eigenschaften im Paket haben, scheint die Summe der SE beim Durchschnittsaventurier nicht 0 zu sein.
Nicht die Summe aber ich rede von vereinzelten Eigenschaften. 90% der aventurier haben Goldgier 0. Und die Anzahl der Helden in Aventurien ist gering. Das lässt sich super mit dem Regelwerk vereinbaren.

Meine Interpretation der SEs basiert auf den Regeltexten die bei den SEs dabei stehen. Worauf basiert eure Grundlage?
Jemand mit Geiz riskiert lieber sein Leben als für Medizin zu bezahlen. Jemand mit Brünstigkeit, kann sogar in einem Kampf um sein Leben nicht von den Hupen der angreifenden Amazone ablassen. Das sind die Regeltexte.
Jadoran hat geschrieben:
24.08.2019 15:52
Der normale Schwertgeselle hat sich etwa Eitelkeit 5 und Arroganz 5 antrainiert. Jeder Fernhändler beginnt seine Karriere entweder mit Neugier 5 oder Goldgier 5. Alle Zaubertänzer haben mindestens Eitelkeit 5 am Start.
Richtig, der 16 Jährige Draufgänger der noch nicht viel vom Leben kennt. Gibt einen Grund warum Jugendliche in Kriminalstatistiken so weit überrepräsentiert sind. Jeder normale aventurier arbeitet an sich und wird das gesenkt haben. So auch die Thorwaler.

Außerdem bin ich der Meinung, dass Ängste in Aventurien sehr verbreitet sind. Allerdings sind das auch keine Abenteuer. Jemand mit "Platzangst 10" hat eine 50% chance all seine Freunde sterben zu lassen weil er nicht in die Höhle möchte. Für einen Bauer ist das kein großes problem. Für einen Held schon. Stellt euch mal vor Herr der Ringe hätte bei der Spinne geendet weil die Spinnenangst oder Platzangst von Sam geproct ist.

Wie gesagt, es gibt Menschen, die jemanden verbrennen lassen weil sie Angst vor feuer haben. Es gibt Menschen die jemanden umbringen für ein bisschen Geld. Das sind aber keine Helden. Und ja, Helden sind selten, manch behaupten sogar so etwas wie "Helden gibt es nicht". Das liegt daran, dass kein Mensch perfekt ist und in uns allen etwas böses schlummert.

Erwerbsregel 98 der Ferengi: Jeder Mann hat seinen Preis. (Aber nicht jeder hat Goldgier)
Goldgier ist nicht notwendig um bestechlich zu sein. Man kann auch kleine Macken haben ohne dafür eine SE zu nehmen. SEs sind nur für Krankheiten.

Wenn dich eine 3m große Spinne angreift oder ein Löwe oder "nur" ein Mensch, dann ist Angst normal. Oder gebt ihr all euren Charakteren "Angst vor Löwen"?
Eine schlechte Eigenschaft geht über das normale hinaus.

Es fehlt einfach der Vorteil "Hat niemals Angst" der einen zum Beispiel immun gegen Schreckgestalt macht.
Vorteile und Nachteile gehen in DSA per Definition über das "normale" hinaus.

Wenn ihr einen "normalen" Max Mustermann spielen möchtet, dann nehmt ihr weder Vorteile noch Nachteile. Das ist kein Engel oder Mönch sondern ein normaler Mensch. Er ist ggf. bestechlich und wird wütend wenn man mit seiner Frau schläft. Auch ohne Goldgier oder Jähzorn.
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Phexgeweihter Messerstecher?

Ungelesener Beitrag von barret » 24.08.2019 18:02

Rasputin hat geschrieben:
24.08.2019 15:57
SEs sind nur für Krankheiten.
Du kannst doch nicht wirklich davon ausgehen, dass jeder 16jährige Schwertgeselle krank ist. Arrogant zu sein ist doch keine Krankheit, vor allem nicht auf Stufe 5. Das ist eine Interpretation von SEs deinerseits, die sich mir komplett entzieht. Das ist der Unterschied zwischen Arroganz und krankhafter Reinlichkeit, was tatsächlich sowas wie eine Neurose abbilden soll.

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 18:34

barret hat geschrieben:
24.08.2019 18:02
Du kannst doch nicht wirklich davon ausgehen, dass jeder 16jährige Schwertgeselle krank ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Narzissti ... %C3%B6rung
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Ungelesener Beitrag von barret » 24.08.2019 18:38

Der Nachteil nennt sich aber nicht narzistische Persönlichkeitsstörung sondern Arroganz. Hälst du jeden arroganten Menschen, dem du im echten Leben begegnest, für krank und gehst davon aus, dass er eine Persönlichkeitsstörung hat?

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.08.2019 19:35

Die Herangehensweise, von der umgebenden "Mehrheitsgesellschaft" unerwünschtes Verhalten als krank wahrzunehmen, erschwert Toleranz und Akzeptanz von Andersartigkeit. Und kann zu sehr unerfreulichen Verhaltensweisen führen. Vor allem, wenn schon Werte von 5 auf der 1-20 Skala (die man normalerweise erst ab 5 betreten darf) als "krank" eingeordnet werden.
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 19:58

Ich halte psychologische Beeinträchtigungen die dafür sorgen, dass man die Kontrolle über sich verliert für krank.
Ich halte den typen der jeden auf Maul haut der ihn dumm anguckt für genau so krank wie jemanden der es nur jedes 20. mal macht.

SEs lassen den Charakter die Kontrolle verlieren und das ist eine schwerwiegende psychologische Störung.

Aber so wie es die meisten Gruppen spielen (nicht nach Regelwerk) ist es manchmal echt nur eine kleine Macke. Laut Regewerk riskiert z.B. der geizige Charakter eher eine HK:Wunden Probe bei -7 LeP als einen Heiltrank zu verschwenden.

Vor allem behauptet das halbe Forum Schelme mit Unfähigkeit für Humor werden nach 3 Abenteuern geköpft weil sie den falschen verarscht haben aber der jähzornige Charakter verdrischt komischer weise niemals den Falschen. :dance:
Nachteile müssen, damit sie als solche gewertet wer-den können, dem Helden auch spieltechnische Nachteile (erschwerte oder verbotene Proben, verminderte Werte, Lernerschwernisse) oder deutliche Einschränkungen seines ‘freien’ Rollenspiels (wie spürbare soziale Ächtung, strenge Ordensregeln o.ä.) bringen.
Wenn ein arroganter Charakter nicht sozial geächtet ist, kann man argumentieren, dass der Nachteil "falsch" ausgespielt wird. Zum Beispiel drehen sich alle in der örtlichen Taverne weg und denken sich "nicht schon wieder dieser arrogante Hampelmann mit seinem Schwert."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.08.2019 21:01

Der Typ mit Jähzorn 5, bei dem der Jähzorn greift, haut aber dem Typ, der ihn schräg anschaut, nicht einfach aufs Maul. Das ist Deine höchsteigene Zwangssteuerung eines Spielerheldens. Er kann ebensogut laut losmotzen. "Ey, was guggst Du!?"

Die aventurische Welt ist voller Leute, die eitel, goldgierig arrogant oder abergläubisch sind, die Generierungspakete für Helden lassen es vermuten. Und trotzdem sind die meisten Aventurier sozial "funktional" und brauchen keinen Arzt. Längst nicht alle Schüler einer Magierakademie versuchen in den Giftschrank einzurechen, um da die verbotenen Bücher zu lesen. Obwohl sie Neugier 7 haben.

Die von Dir beschworenen Regeln sind bekanntermassen voller Widersprüche. Du kannst sie in Deiner Runde auslegen, wie es der Runde gefällt, aber bei Dir würde ich niemals einen Helden spielen, der auch nur eine einzige schlechte Eigenschaft, irgendeinen Nachteil hat. Denn ich wüßte genau, das ist dann nur ein Henkel für Dich, um zu sagen. "Dein Held macht jetzt genau dies und jenes!"
Wie machst Du das eigentlich mit NSC? Bringen die sich am laufenden Band um, weil ihre SE's, die sie laut AB haben, greifen? Oder gelten diese Regeln nur für Spielerhelden? Dimiona etwa dürfte ein Wrack sein, zu keiner koordinierten Handlung fähig: Arroganz 10, Eitelkeit 12, Brünstigkeit 6, Goldgier 8... die triggert doch dauernd...
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.08.2019 21:16

Jadoran hat geschrieben:
24.08.2019 21:01
Dimiona etwa dürfte ein Wrack sein
Ich kenne den Charakter nicht aber ja, ihre Kurzbeschreibung hört sich so an:
Wiki Aventuria hat geschrieben:Dimiona von Zorgan war das zweite Kind Sybia al'Nababs. Sie schloss sich Borbarad an, erhielt den Belkelel-Splitter aus der Dämonenkrone und gründete als Dimiona von Oron das Moghulat Oron. Kurz bevor ihr Körper am Ende des 35-Tage-Krieges getötet wurde, tauschte sie ihre Seele mittels Seelenwanderung mit der von Eleonora von Aranien. Unbemerkt konnte Dimiona den Belkelel-Splitter weiterhin nutzen und führte die oronische Verschwörung im Mhaharanyat Aranien und den Tulamidenlanden an. 1037 BF wird der Seelentausch schließlich bemerkt und rückgängig gemacht.
Definitiv nicht gesund. Hört sich eher nach Paktierer an. Definitiv nicht heldenhaft.
Zuletzt geändert von Rasputin am 24.08.2019 21:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Auralian » 24.08.2019 21:30

Jadoran hat geschrieben:
24.08.2019 21:01
Der Typ mit Jähzorn 5, bei dem der Jähzorn greift, haut aber dem Typ, der ihn schräg anschaut, nicht einfach aufs Maul. Das ist Deine höchsteigene Zwangssteuerung eines Spielerheldens. Er kann ebensogut laut losmotzen. "Ey, was guggst Du!?"
Streng genommen darf er das als Meister, wenn die Jähzorn-Probe gelungen ist. Da bei der Beschreibung des Nachteils auch noch einmal extra steht, dass der Charakter sehr wohl in gefährliche Situationen geraten sollte, würde ich es auch nicht bei einem dummen Spruch belassen.
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Ungelesener Beitrag von barret » 24.08.2019 23:30

Habe spaßeshalber mal zwei Abenteuer bei mir aus dem Schrank genommen (Schloss Strobanoff & Mondenkaiser) und mir die NSCs angeschaut, und in Modenkaiser haben 5 der 7 beschriebenen Meistercharaktere mindestens eine schlechte Eigenschaften und in Strobanoff 23 von 23. Vergiss mal Helden vs. nicht Helden, aber spielst du wirklich in einem Aventurien, in dem 93% der Bevölkerung eine schwerwiegende psychologische Störung hat? Wenn ja, dann ist es ja wiederum nicht so schlimm, denn dann ist psychologisch gestört zu sein ja eher die Norm und du würdest auffallen, wenn du nicht regelmäßig komplett unkontrolliertes Verhalten an den Tag legst. Dann darf das aber auch keine zu großen Konsequenzen nach sich ziehen, weil sonst müsstest du irgendwie erklären, warum 93% der Bevölkerung noch nicht von den Bannstrahlern besucht wurde.

Und nochmal ernsthaft die Frage, gehst du im wahren Leben wirklich davon aus, dass jeder arrogante Mensch eine Persönlichkeitsstörung hat? Oder ist dein Argument, dass wenn du in DSA einen "normal" arroganten Charakter spielen willst, du dir nicht die SE Arroganz holen darfst, weil die nur für Persönlichkeitsstörungen gedacht ist?
Du liest vom Kontrollverlust und gehst davon aus, dass das krank bedeuten muss. Aber jetzt einmal Hand aufs Herz, kannst du in deinem echten Leben immer kontrollieren, wann sich deine eher schlechten Charakterzüge zeigen? Also ich kann dir von mir sagen, dass ich das nicht immer unter Kontrolle habe. Denn wenn ich das könnte, würde ich sie einfach einstellen. Manchmal mache ich was oder sage ich was, was dann auch negative Konsequenzen für mich haben kann und dann denke ich mir im Nachhinein, Mensch hätteste das mal nicht getan. Ist dir das in deinem Leben noch nie so gegangen? Und wenn doch, bedeutet das für dich, dass du psychisch krank bist?

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 25.08.2019 01:38

barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Vergiss mal Helden vs. nicht Helden, aber spielst du wirklich in einem Aventurien, in dem 93% der Bevölkerung eine schwerwiegende psychologische Störung hat?
Kommt drauf an wie man "schwerwiegend" definiert. Sind Ängste "schwerwiegend"? Wie ist es mit Höhenangst? Das scheinen einige hier zu haben. Würde ich eindeutig als "Krankheit" definieren. Glaube aber nicht, dass das heutzutage unbedingt "schwerwiegend" ist.
Ich gehe übrigens davon aus, dass Aberglaube in Aventurien extrem verbreitet ist. Aber ja. Ich werte auch jegliche irrationale Ängste als "krank". So zum Beispiel auch Arachnophobie.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Wenn ja, dann ist es ja wiederum nicht so schlimm, denn dann ist psychologisch gestört zu sein ja eher die Norm und du würdest auffallen, wenn du nicht regelmäßig komplett unkontrolliertes Verhalten an den Tag legst.
Ist halt die frage wie man "schwerwiegend" definiert. Ich glaube aber nicht, dass einen "guten Charakter haben" gleich die Bannstrahler auf den Plan ruft.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Und nochmal ernsthaft die Frage, gehst du im wahren Leben wirklich davon aus, dass jeder arrogante Mensch eine Persönlichkeitsstörung hat?
Ich glaube, dass fast jeder Mensch eine Störung hat, die ein Psychiater analysieren könnte wenn er nur genug Zeit mit dem Patienten verbringt.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Oder ist dein Argument, dass wenn du in DSA einen "normal" arroganten Charakter spielen willst, du dir nicht die SE Arroganz holen darfst, weil die nur für Persönlichkeitsstörungen gedacht ist?
Wenn ich einen "normal" Arroganten Charakter spiele will ich den Nachteil Arroganz nicht. Ich verbiete aber niemanden den Nachteil zu nehmen. Dann soll der Spieler aber nicht mit dem Argument kommen "So würde sich mein Charakter aber nicht verhalten" wenn die Würfel mal schlecht fallen.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Du liest vom Kontrollverlust und gehst davon aus, dass das krank bedeuten muss. Aber jetzt einmal Hand aufs Herz, kannst du in deinem echten Leben immer kontrollieren, wann sich deine eher schlechten Charakterzüge zeigen? Also ich kann dir von mir sagen, dass ich das nicht immer unter Kontrolle habe.
Ich finde Kontrolle über sich selbst ist das was uns Menschlich macht. Kontrolle ist mir extrem wichtig. Wer die Kontrolle über sich verliert, ist mMn oft näher am Tier als am Menschen; und ja, ich blicke innerlich auf so etwas herab und verurteile solche Menschen schnell. Zum Beispiel krankhafte Übergewichtigkeit, die ein starkes Zeichen von mangelnder Selbstkontrolle ist. Ich versuche mich regelmäßig an neue Rekorde der Selbstkontrolle und Disziplin zu bringen. Zum Beispiel Schmerz so lange wie möglich aus zu halten (geht beim Krafttraining gut) oder durch langes Fasten bis zu 2 Wochen an denen nur Wasser und Kaffee zu einem genommen wird.
Ich habe kein gutes Verhältnis zu Alkohol weil ich erstens viel vertrage und den Kontrollverlust nicht mag und "betrunken sein" für mich nicht angenehm ist.
barret hat geschrieben:
24.08.2019 23:30
Manchmal mache ich was oder sage ich was, was dann auch negative Konsequenzen für mich haben kann und dann denke ich mir im Nachhinein, Mensch hätteste das mal nicht getan. Ist dir das in deinem Leben noch nie so gegangen? Und wenn doch, bedeutet das für dich, dass du psychisch krank bist?
Ist mir auch schon so ergangen. Ich versuche an mir zu arbeiten und diese Schwäche wie ein Gift aus meinem Körper zu bannen. Ich habe zum Beispiel keine richtigen Ängste und versuche mich regelmäßig durch neue Sachen z.B. einen Fallschirmsprung zu testen.

Tatsächlich hat jeder meiner DSA-Charaktere einen kleinen Teil von mir in sich. Bei meinem aktuellen Kor-Geweihten ist es wohl die Ablehnung von Schwäche und das streben danach jeden Tag besser zu sein als am Tag davor.

Hier eine Zitat welches auch von meinem Kor-Geweihten kommen könnte, welches ich eigentlich noch in meinen Rasputin @ Monologe die von einem Streiter Kors kommen könnten thread archivieren möchte.
Wir alle sind in eine Lüge geboren; Es gäbe die, die gut sind und die, die böse sind. Aber diese Worte sind bedeutungslos. In Wahrheit, ist das einzige Maß der Seele, die Stärke des Willens des Individuums.
Für mich sind die Lehren der Stoa sehr wichtig.
Ich dachte eigentlich es wäre allgemein bekannt, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Mentale Gesundheit nicht gerade groß geschrieben wird. Manche nennen es eine Kriese.
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Ungelesener Beitrag von barret » 25.08.2019 12:01

Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 01:38
Kommt drauf an wie man "schwerwiegend" definiert. Sind Ängste "schwerwiegend"?
Naja du nanntest alle SEs schwerwiegende psychische Störungen. Also sag du es mir. Wo ist der Unterschied für dich zwischen einer schwerwiegenden und einer leichten psychischen Störung, wenn schlechte Eigenschaften nur die schwerwiegenden abbilden?
Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 01:38
Ich glaube, dass fast jeder Mensch eine Störung hat, die ein Psychiater analysieren könnte wenn er nur genug Zeit mit dem Patienten verbringt.
Das war ja nicht die Frage. Glaubst du dass arrogant zu sein immer auch bedeutet eine Persönlichkeitsstörung zu haben?
Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 01:38
Ich finde Kontrolle über sich selbst ist das was uns Menschlich macht. Kontrolle ist mir extrem wichtig. Wer die Kontrolle über sich verliert, ist mMn oft näher am Tier als am Menschen; und ja, ich blicke innerlich auf so etwas herab und verurteile solche Menschen schnell. Zum Beispiel krankhafte Übergewichtigkeit, die ein starkes Zeichen von mangelnder Selbstkontrolle ist. Ich versuche mich regelmäßig an neue Rekorde der Selbstkontrolle und Disziplin zu bringen. Zum Beispiel Schmerz so lange wie möglich aus zu halten (geht beim Krafttraining gut) oder durch langes Fasten bis zu 2 Wochen an denen nur Wasser und Kaffee zu einem genommen wird.
Ich habe kein gutes Verhältnis zu Alkohol weil ich erstens viel vertrage und den Kontrollverlust nicht mag und "betrunken sein" für mich nicht angenehm ist.
Und ich glaube hier ist letztlich der Hund begraben. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, wenn ich sage, dass du ein etwas krankhaftes Verhältnis zu Charakterschwächen hast. Nicht jede schlechte Eigenschaft ist eine Krankheit. Nicht jeder Kontrollverlust bedeutet, dass du eine schwerwiegende psychische Störung hast. Es gibt schlechtes Verhalten und es gibt krankhaft schlechtes Verhalten. Aber du scheinst hier nicht viel zu unterscheiden und projizierst diese fehlende Unterscheidung auf DSA. Das kann man natürlich so machen, aber dann zeichnet man sich ein wirklich trauriges Aventurien, in dem 93% der Bevölkerung schwerwiegend psychisch gestört ist. Klingt für mich nicht besonders spaßig.
Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 01:38
Ist mir auch schon so ergangen.
Und danach hast du dir wirklich selber gesagt, ja ich bin schwerwiegend psychisch gestört, nur weil du mal die Selbstkontrolle verloren hast? Weil wenn ich dich richtig verstanden habe, macht es für dich keinen Unterschied, ob man immer die Kontrolle verliert oder in einem von 20 Fällen. Denkst du nicht, dass du da etwas zu schwer mit dir und deinen Mitmenschen ins Gericht gehst?

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 25.08.2019 18:49

barret hat geschrieben:
25.08.2019 12:01
Wo ist der Unterschied für dich zwischen einer schwerwiegenden und einer leichten psychischen Störung, wenn schlechte Eigenschaften nur die schwerwiegenden abbilden?
Angst vor Wasser ist für einen Fischer schwerwiegend, für einen Wüstenbewohner nicht. Beide sind krank.
barret hat geschrieben:
25.08.2019 12:01
Das war ja nicht die Frage. Glaubst du dass arrogant zu sein immer auch bedeutet eine Persönlichkeitsstörung zu haben?
Ja
barret hat geschrieben:
25.08.2019 12:01
Und ich glaube hier ist letztlich der Hund begraben. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, wenn ich sage, dass du ein etwas krankhaftes Verhältnis zu Charakterschwächen hast.
Du möchtest sagen ich bin ein "Charakterschwächen-Hypochonder" weil ich an mir arbeite und versuche der beste zu sein, der mir möglich ist? :ijw:
barret hat geschrieben:
25.08.2019 12:01
Und danach hast du dir wirklich selber gesagt, ja ich bin schwerwiegend psychisch gestört, nur weil du mal die Selbstkontrolle verloren hast?
Ich habe nie gesagt ich habe die Kontrolle über mich verloren. Nur, dass ich Sachen gemacht habe, die sich später als weniger gut heraus gestellt haben.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Ungelesener Beitrag von barret » 25.08.2019 19:05

Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 18:49
Angst vor Wasser ist für einen Fischer schwerwiegend, für einen Wüstenbewohner nicht. Beide sind krank.
Also korrigierst du dich, dass SEs nicht immer schwerwiegende psychologisiche Störungen sind?
Rasputin hat geschrieben:
25.08.2019 18:49
Du möchtest sagen ich bin ein "Charakterschwächen-Hypochonder" weil ich an mir arbeite und versuche der beste zu sein, der mir möglich ist?
Nein der Teil ist super. Du bist ein "Charakterschwächen-Hypochonder", weil du davon ausgehst, dass jedes Vorkommen mangelnder Selbstkontrolle grundsätzlich bedeutet, dass man schwerwiegend psychologisch gestört ist.

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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 25.08.2019 19:55

Um mal wieder zum Phexgeweihten-bgB-Schwertgesellen zurückzukommen: ich bin ebenfalls der Meinung, dass Nachteile das Rollenspiel bereichern. Aber bei 45 oder mehr wird es eben schwierig, alle davon auszuspielen oder auch nur präsent zu sein. Daher finde ich das problematisch. Außerdem können auch Vorteile das Rollenspiel bereichern, und für diese ist kein Platz mehr.

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