DSA4 Abrundung meines Auelfen

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Pfeiltänzer
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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 06.06.2019 21:05

Sanyasala werte Foristas,

ich hätte eine Frage zur Abrundung meines Chars, eines auelfischen Kämpfers.
Dazu sei gesagt, dass ich ihn seit ungefähr 10 Jahren spiele in einer Runde, die sich drei bis vier mal im Jahr trifft (davon einmal das ganze Pfingstwochenende :ijw: ). Als ich ihn erstellt habe, hatte ich gerade eine 12 Jahre währende PnP Abstinenz hinter mir und wollte den Helden meiner jugendlichen DSA Erfahrungen generieren. Gesagt, getan und daher spiele ich Alarion Pfeiltänzer, Kämpfer vom Volk der Auelfen, ein super Typ mit zwei Schwertern und Elfenbogen, ein wenig neugierig und arrogant, ansonsten eher mit Nachteilen versehen, die GP geschunden haben :grübeln: und bei hart (und outgame langwierig) erspielten 8000 AP.
Ich spiele ihn schon sehr elfisch, nach wie vor etwas weltfremd, immer darum bemüht, nicht zu badoc zu werden, immer mal wieder in Gestalt seines Seelentieres tageweise verschwindend, mit einer großen Portion Heimweh nach seiner Sippe. Auch die Musik spielt eine große Rolle, neuen Kulturen versucht er immer über ihre Musik näher zu kommen (wir hatten schöne Szenen in einem Zahori Lager vor Punin beispielsweise).
Alles in allem bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Char, aber in letzter Zeit (wir haben vor ein paar Wochen gespielt und jetzt wieder morgen bis Montag) fällt mir auf, dass mir etwas fehlt. Die ein oder andere Ecke und Kante, vielleicht ein Hobby, ein Spleen, irgendetwas, das ihn nicht so total heldenhaft-glatt wirken lässt. Vielleicht hat ja der ein oder andere kurzfristig einen Vorschlag?
Viel zu lernen du noch hast, junger thara.
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Witchblade
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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von Witchblade » 06.06.2019 21:10

Also ich möchte mal sagen, dass der Charakter in meinen Augen schon sehr rund ist und er hat schon Kanten nur sind sie nicht hinderlich.
Das müssen Kanten aber auch nicht sein. Ich würd ich so lassen, geh noch mehr Rollenspieltechnisch in die "bitte nicht Bardoc werden"-Geschichte
zwangsläufig durch viel erlebtes. Wünsch dir mal von deinen Kameraden ein bisschen Auszeit oder Urlaub in Auelfischen Siedlungen auch da ist für das ein oder andere AB Platz und es unterstreicht wie sehr er sich dagegen wert, was ihm aber aufgrund der Reisen wie gesagt irgendwann so und so einholt .

smarrthrinn
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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 06.06.2019 21:58

Lass vielleicht die Lieder Deines Elfen etwas trauriger/melancholischer werden - eben weil er schon so lange weg ist von daheim. Oder erspiele(erfinde) Deinem Charakter ein neues Elfenlied, welches hilft, in der Fremde nicht badoc zu werden und vielleicht auch das Gefühl des Miteinanders im Salassandra ein klein wenig aufrechterhält in der weiten Welt.

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Pfeiltänzer
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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 06.06.2019 23:07

DAnke ihr beiden, das kann ich gut umsetzen denke ich und es würde auch zu ihm passen.
Für weitere Vorschläge bin ich natürlich nach wie vor offen und dankbar.
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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 06.06.2019 23:57

Pfeiltänzer hat geschrieben:
06.06.2019 21:05
und bei hart (und outgame langwierig) erspielten 8000 AP.
Nach solchen Strapazen immer noch frei von Andenken und Beeinflussungen zu sein, ist doch auch eine Besonderheit "eine erhebliche Ecke". Aber vielleicht hast Du ihn auch etwas zu erhaben und unveränderlich aus den Erlebnissen gehen lassen?

Nachträglich und plötzlich würde ich ihn trotzdem nicht neu gestalten. Er ist ein Held, der gewachsen ist und der sich auch weiterhin spielerisch entwickeln sollte.

Da Dir als Spieler jedoch etwas fehlt, solltest Du vielleicht in Zukunft den Erlebnissen (im Spiel) mehr Beachtung schenken und genauer darüber nachdenken, ob diese wirklich keinerlei Auswirkungen auf den Helden haben. Hast Du einen Wendepunkt identifiziert, kannst Du diesen als neue "Kante" aufbauen.

Da der Held viele Nachteile hat, kann es außerdem sein, dass Du manche noch gar nicht in der vollen Tiefe ausgelotet hast. Gerade Nachteile wie "Neugier" können durchaus einen Helden auch auf andere Wege führen (z.B. das er sich für neue Dinge begeistern lässt).

Aber auch ohne Nachteile kann ein Held ausgetretene Pfade verlassen. Ein Elf tut sich damit sicherlich schwerer, aber gerade deshalb ist es für Elfen typisch sich in größeren Abständen neu zu erfinden (und z.B. einer anderen Profession nachzugehen). Vielleicht ist genau jetzt der Zeitpunkt gekommen, dass auch dem Elfen klar wird: "Mir fehlt etwas!", schließlich scheinen seine Kameraden ein sehr viel "reicheres" Leben zu führen.

Wie das neue Leben aussieht und wie groß die Veränderungen sind, musst Du entscheiden.

Wäre das mein Held würde ich jedoch erst einmal mit offeneren Augen durchs nächste Abenteuer gehen und mich häufiger fragen: "Wirkt dies oder das nach?" "Kann sich der Held nicht auch für X begeistern?"

Normalerweise sollte es genug Erlebnisse geben, die sich als Weggabelungen herausstellen.

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Ungelesener Beitrag von Wizkatz » 07.06.2019 07:15

X76 hat geschrieben:
06.06.2019 23:57
Nach solchen Strapazen immer noch frei von Andenken und Beeinflussungen zu sein, ist doch auch eine Besonderheit "eine erhebliche Ecke".
Genau derselbe Gedanke kam mir für Elfen auch. Kurzlebige Menschen werden vielleicht schnell von Ereignissen geprägt, aber ein Elf, der im Zweifelsfall Jahrhunderte leben kann und wird, empfindet eure (ingame vielleicht einige Jahre dauernde) Abenteuer-Legende vielleicht nur als einen kurzen Spaziergang in die Welt hinaus, bevor er sich wieder anderen Dingen widmet? So wie ein Mensch aus der Oberschicht, der mal für ein Wochenende "slummen" geht und währenddessen auch nicht plötzlich ein komplett anderer Mensch wird, weil die Zeit einfach zu kurz ist? Vielleicht macht sich der Elf ja mittlerweile Sorgen, dass seine menschlichen Mitstreiter sowieso bald das zeitliche segnen werden, wie ein Rudel freundlicher Hunde, die dann doch leider irgendwann den Weg alles Weltlichen gehen werden - und da muss man sich dann als Elf leider schon die Gedanken machen, ob man sich nach einem neuen Rudel Hunde umschaut oder einfach doch erstmal wieder für ein Jahrhundert nach Hause geht...

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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von Lorlilto » 10.06.2019 13:22

Du könntest die schleichende Beeinflussung in Richtung badoc evtl noch weiter erkunden.

Bei meinem G7-Waldelf war das aufgrund der Ereignisse die er miterlebte irgendwann ziemlich krass. Selbst relativ verweltlichte Elfen (die Elfen um Gräfin Naheniel Quellentanz) konnten irgendwann kein Salasandra mehr mit ihm ertragen. Eine neue (friedliche) Gemeinschaft fand er dann in der Rahja-Kirche, nur war das eben nicht elfisch sondern nur Ersatz. (nur mal so als Extrembeispiel)

Bei dir dürfte es weniger drastisch ausfallen, aber anhand der Musik könntest du das trotzdem thematisieren: Vielleicht stellt er irgendwann fest, als er gebeten wird, etwas "typisch elfisches" zu spielen, dass ihm das nicht mehr auf Anhieb gelingt. Dass der viele Kontakt mit den Menschen ihm ganz langsam und schleichend doch den Bezug zu seiner Herkunft verbaut. Und dann mag er sich Gedanken machen, ob er nicht mal ein wenig Abstand zu den Menschen halten sollte, und "plötzlich" wirkt er für seine Mitabenteurer (wieder?) abgehoben und distanziert.

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Abrundung meines Auelfen

Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 23.06.2019 11:07

Danke nochmal für die Tipps. Das Pfingstwochenende ist ja jetzt auch schon wieder eine Weile her und es war super. Laut SL sind wir zu 2/3 mit dem Basiliskenkönig durch.
Ich habe tatsächlich festgestellt, dass der Elf sich beim Spielen eigentlich gar nicht so unfertig anfühlt, wie ich im Vorfeld nach der Spielpause befürchtet hatte. Insgesamt habe ich versucht, den Fokus stärker auf die beiden Aspekte Heimweh nach der Sippe und Angst vor badoc gelegt. Dabei hat Alarion festgestellt, dass er noch lange nicht so verweltlicht ist, wie beispielsweise dein Waldelf @Lorlito. Er hat sogar Naheniel hin und wieder belehrt :) . Ich bin aber mal gespannt, wie das weiter geht, wir haben auch vor, die G7 zu spielen (was bei unserem Spieltempo wohl rund 20 Jahre dauern wird :lol: )
Außerdem haben sich super rollenspielerische Szenen mit unserem Zahori ergeben. Der Spieler ist noch nicht lange dabei und es hat sich ingame herausgestellt, dass er wegen einer Vendetta seine Sippe verlassen hat. Auf dieser gemeinsamen Basis haben die beiden dann viel miteinander musiziert und Alarion hat versucht, ihm das elfische Verständnis davon zu vermitteln.
Wizkatz hat geschrieben:
07.06.2019 07:15
und da muss man sich dann als Elf leider schon die Gedanken machen, ob man sich nach einem neuen Rudel Hunde umschaut oder einfach doch erstmal wieder für ein Jahrhundert nach Hause geht...
Den Punkt habe ich auch mal umzusetzen versucht, habe aber festgestellt, dass es für mich nicht ganz stimmig war. Die Gruppe ist schon so lange beisammen und hat schon so viel erlebt, dass ich mir Alarion einfach nicht so distanziert vorstellen kann. Mag aber sein, dass das noch kommt, wenn die anderen Ingame zu altern beginnen :grübeln:
Allen nochmal danke für die Beiträge :)
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