DSA5 Welcher Charaktertypus passt am besten dazu?

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Warrior_Angel
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Welcher Charaktertypus passt am besten dazu?

Ungelesener Beitrag von Warrior_Angel » 16.03.2018 13:39

Hallo liebes Forum,
ich hab lange überlegt was ich mir für unsere Heldengruppe erstellen will und hatte eine Idee.
Allerdings hapert es mir etwas bei der Umsetzung.

Die Idee wäre folgende:
Ich hoffe das ich es einigermaßen verständlich schreiben kann.

Mein Gedanke war ein Junger Adeliger der sozusagen ein Doppelleben führt einerseits das eines Adeligen und andererseits das eines Einbrechers/Diebes. Da er in der hohen Gesellschaft verkehrt bekommt er auch viel von den Intrigen mit und vielleicht war sein Haus/Familie auch schon mal davon betroffen. (Das weiss ich bis jetzt noch nicht) auf jedenfall stiehlt er nicht um des Geldes wegen, dass würde er sogar eher den ärmeren und Phex überlassen. Sondern um ein Zeichen zusetzen, also sozusagen ein Diebstahl der nicht das Leben ruiniert, sondern von emotionalen Wert sein könnte.

Man könnte sogar ein klein wenig das Prinzip von Rondra reinbringen.
Ich nehme dir soviel wie du denjenigen genommen hast, der es nicht verdiente.

Meine Frage nun dazu wäre:
1. Welche Profession würde den passen? Ich dachte an Adeliger oder Höfling (Adelsspross) evtl. mit Visionär (Phex) oder an einen Geheimagenten. Evtl. auch einen Phexgeweihten.
2. Welche Vorteile wären noch wichtig zu Adelig und Reich? Gutaussehend, Vertrauenerweckend, evtl Flink oder Zwergenase?
3. Welche Talente würdet ihr noch dazu steigern?
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DesertRose
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Ungelesener Beitrag von DesertRose » 16.03.2018 16:56

Warrior_Angel hat geschrieben:
16.03.2018 13:39
1. Welche Profession würde den passen? Ich dachte an Adeliger oder Höfling (Adelsspross) evtl. mit Visionär (Phex) oder an einen Geheimagenten. Evtl. auch einen Phexgeweihten.
2. Welche Vorteile wären noch wichtig zu Adelig und Reich? Gutaussehend, Vertrauenerweckend, evtl Flink oder Zwergenase?
3. Welche Talente würdet ihr noch dazu steigern?
1.) In DSA5 bist du (nicht mehr?) an die Professionen in den Regelwerken gebunden. Steigere einfach die (nur) Talente, von denen du denkst, dass sie zum Held passen.
Zu einem Adeliger passt z.B. Tanzen, Bekehren & Überzeugen, Etikette und Rechtskunde. Betören, Einschüchtern, Menschenkenntnis, Überreden und Willenskraft falls er im Ränke- und Intrigenspiel gut ist. Reiten, Fährtensuchen und Bögen wenn er häufiger an Jagden teilgenommen hat.
Zu einem Einbrecher passt z.B. Klettern, Selbstbeherrschung, Sinnesschärfe, Verbergen, Gassenwissen, Verkleiden, Mechanik und Schlösserknacken.

2.) Wenn nicht nur allein auf Streifzüge geht macht Soziale Anpassungsfähigkeit Sinn, ansonsten kann der Held nicht ungezwungen mit dem gewöhnlichen Volk reden und fällt zwangsläufig auf. Fuchssinn wäre auch zu empfehlen, da er ja, so wie es sich anhört, häufig auch reiche Personen bestiehlt, die sich ausgefallene und gefährliche Überraschungen für Einbrecher leisten können. Ohne diesen Sinn wäre er womöglich längst geschnappt oder sogar getötet worden.
Vorteile wie Gutaussehend und Vertrauenerweckend sind spieltechnisch gesehen sinnvoll, ob man die jedoch schlussendlich nimmt solltest du daran abhängig machen, ob du diese Vorteile für den Helden, den du erstellst und spielen willst stimmig sind.

3.) Siehe 1.)

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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 16.03.2018 18:34

Geeignete Vorlagen sind natürlich die Professionen Adeliger (http://www.ulisses-regelwiki.de/index.p ... dlige.html) und Streuner (http://www.ulisses-regelwiki.de/index.p ... euner.html) mit den Varianten Dieb bzw. Einbrecher. Dort gibt es genug Vorschläge für Vor- und Nachteile und auch passende Talente.

Generell sind Einbrecher und Dieb zwei völlig verschiedene Kriminelle. Während ein gewöhnlicher Taschendieb schlimmstenfalls ein Verbrecher ist, befindet sich ein Einbrecher in der Regel im Bereich der Schwerverbrechen und darf meist, wenn er auf frischer Tat ertappt wird einfach erschlagen werden.

Dein Held sollte also gute Gründe haben, warum er sein Leben und den Ruf seiner Familie riskiert. Eine einfache Möglichkeit wäre "die Jagd nach dem Kick" und er wäre nicht der erste gut situierte Bengel der Mist baut (das sind dann aber eher Taugenichtse und keine professionellen Kriminellen mit hohen und spezialisierten Werten).

Für höhere Ziele braucht es dann aber auf jeden Fall eine tiefer gehende Vorgeschichte - aus dem Nichts entwickelt ein Adeliger ganz sicher kein Herz für irgendwelchen armen Pöbel und auch mit Phex hat man im Alltag eher nichts zu schaffen. Adelige und der Rest leben in verschiedenen Welten und von der anderen Welt und ihren Bewohnern hat man so gut wie keine Ahnung.

Passend für den Wohltäter ist z.B. ein anerkannter Bastard, der nicht sein ganzes Leben adelig war (also erst im Lauf seines Lebens anerkannt wurde). Dieser kennt beide Welten und könnte durchaus noch etwas für die Armen empfinden. Besonders in Travia gefälligen Regionen weht ihm oft auch Abneigung durch seine zweifelhafte Herkunft entgegen - also ein Grund mehr es "denen" (die jetzt eigentlich "wir/uns" sind) heim zu zahlen.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 17.03.2018 02:06

Mal anders angesetzt: Welche Kultur als Hintergrund soll es denn sein? "Adel" im Mittelreich, Bornland, auf Maraskan, in AlAnfa oder bei den Tulamiden sind nicht ganz das gleiche. Die Professionenauswahl und die Vorstellung davon, was Adlige tun dürfen und was nicht, oder was phexgefällig ist und was nicht, sind auch ziemlich verschieden.

Vom klassischen mittelreichischen geheimen Phexgeweihten mit Doppelleben über den tetrachen-vewandten maraskanischen Künstler, für den Einbruch eben eine (nicht angemessen berücksichtigte) Kunst ist, den magiebegabten tulamidischen Großkaufmannssohn der immer bei der Konkurrenz nachschaut, bis zu einem al'anfanischen Grandenspross mit abgebrochener Ausbildung bei der Hand Borons ist da vieles vorstellbar.

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Ungelesener Beitrag von Warrior_Angel » 17.03.2018 03:41

Die Geschichte mit den Bastard klingt gut.
Daraus könnte man zumindest sehr viel machen.

Die Kultur die ich mir gedacht habe ist, dass Horasreich.

Die Frage ist aber noch, würdet ihr es über Spätweihe laufen lassen oder mit Geweiht?
Oder die Story nehmen und einen Profanen Charakter daraus erstellen?
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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 17.03.2018 08:49

Die Phexweihe würde es zumindest noch etwas plausibler machen, dass ein Mitglied der Oberschicht zum "Gauner" wird.
Andererseits hast du mit der Weihe natürlich weniger Punkte für weitere Vorteile. Rechne das mal durch und schau, was du an Vorteilen gerne drin hättest und ob das noch mit Weihe passt bzw. ob du die Vorteile mit Liturgien etc. ersetzen kannst.
Grundsätzlich ist es bei DSA5 noch so, dass man als Zauberer und Geweihter für die profanen Talente am Anfang nur wenige AP übrig hat.
Am besten wirklich mal durchrechnen (das geht ja mit den ausfüllbaren Dokumenten schob ganz gut)

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Ungelesener Beitrag von Warrior_Angel » 17.03.2018 10:00

Also, wenn man mit Geweiht aufbaut sieht es ungefähr so aus.

Adelig 1-2, Geweiht, Fuchssinn, Gutaussehend oder Vertrauensweckend und Soziale Anpassungsfähigkeit.

Adelig 1-2, Geweiht, Fuchsinn, Flink, Zeitgefühl, Zwergnase, Soziale Anpassungsfähigkeit

und ohne Geweiht:
Adelig 1-3, Fuchssinn, Zwergnase, Zeitgefühl, Gut Aussehend, Soziale Anpassungsfähigkeit

und dann hat man noch die Möglichkeit:
Je nachdem ob man -Adelig 2 gewählt hat:
64 AP

oder mit Adelig 3
70 AP

Das man Reich oder andere Vorteile noch einbauen könnte.

Das hier wären die Vorteile die ich mir vorstellen könnte...
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Ungelesener Beitrag von Warrior_Angel » 18.03.2018 09:07

Also ich hab mal beide Varianten ausprobiert und es funktioniert deutlich besser ohne Geweiht zu Anfang.

Da man die Profession auch noch mit den Sonderfertigkeiten ausschmücken kann wie Abrollen, Freiklettern und Fallen entschärfen.

Wenn dann noch die Visionen mit kommen wie Vision der Gottheit und/oder Vision der Entrückung + + Vision des Schicksals.

Denke hat man eine gute Basis.
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Ungelesener Beitrag von X76 » 19.03.2018 18:03

Warrior_Angel hat geschrieben:
17.03.2018 03:41
Die Kultur die ich mir gedacht habe ist, dass Horasreich.
Vor diesem speziellen Hintergrund bietet sich eine Abwandlung des Themas an:

Die Mutter des Helden hat es als Gespielin weit gebracht und wurde durch einen Titulartitel in den Adelsstand erhoben. Ob der Titel eine Art Schweigegeld für den Bastard ist oder andere Gründe für die Erhebung ausschlaggebend sind, musst Du entscheiden. Tatsache ist jedoch, dass sich der Adelstand nicht vererbt und das Kind vermutlich als unanerkannter Bastard in guten aber bürgerlichen Verhältnissen groß wird (er also immer nah dran ist am Adel, aber er nicht wirklich dazu gehört).

Das schürt natürlich den Neid und phexisches Treiben.

Statt dem Einstieg über einen Dieb oder Einbrecher bietet sich hier ein etwas "roher" Einstieg über das "Gewerbe" an. Das bedeutet nicht, dass der Held zwangsweise ebenfalls Gespiele war. Er könnte auch als Aufpasser und Schläger (in diesem Fall also grob die Variante Zuhälter), aber auch als Kutscher, Bader, Bote, Diener o.ä. gearbeitet haben - gerade im besseren Feudenbereich, hängen da sehr viele Berufe dran.

Ein Phexgeweihter könnte den Rohjuwel ins Auge gefasst haben und den Werdegang manipulieren (-> möglicherweise bis hin zur Spätweihe). Der Held wäre dann zwar kein Adeliger, aber nahe dran - was ihn vielleicht gerade interessant für die Phexkirche macht.

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