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DSA5 Vergleichswerte zu Beginn einer Heldenkarriere

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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elMatto
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Vergleichswerte zu Beginn einer Heldenkarriere

Ungelesener Beitrag von elMatto » 26.02.2018 18:02

Garoschem meine Freunde!

Nachdem ich mich mit meiner Gruppe nun bereits durch ein paar Spieleabende gekämpft und gequatscht habe, stellen sich mir noch ein paar Fragen. Dabei geht es insbesondere um Fertigkeiten bei DSA5, ich schätze mal, dass sich das von DSA4.1 in der Hinsicht wieder unterscheidet.

Ich kann als Neuling schlicht schlecht einschätzen, was genau mein Charakter gut und weniger gut kann. Ich habe mir zu Beginn einen Zwergen zusammengeschustert, er kann ein wenig Kämpfen und hat beispielsweise "Kraftakt" auf Stufe 9 und einen Wert von 5 in Holzbearbeitung. War mir schlicht nicht so wichtig, ich dachte aber, dass ein paar wenige Punkte da nicht schaden können. Wir alle haben unsere Charaktere nach dem DSA5 GRW auf der "Erfahren" Stufe gebaut.

Gleichzeitig haben wir einen Charakter in der Gruppe, der quasi keine physischen oder Kampftalente hat. Dafür aber alle möglichen Gesellschaftstalente mit Fertigkeitswerten von 10 und teilweise darüber. Wenn es jemanden zu bequatschen gilt, macht er also quasi immer das Rennen und kann in der Hinsicht mehr oder weniger alles erreichen, was im möglich ist.

Könnt ihr mir vielleicht helfen, hier ein paar Vergleichswerte zu bekommen? Ich habe das Gefühl, dass ich einfach noch nicht einschätzen kann, welche Werte jetzt wirklich gut sind. Bin ich mit einem Fertigkeitswert von 9 in der Fähigkeit schon ein "Held" oder einfach nur ein Bauer, der nunmal zufällig auch weiß, wie er einen Baum zu fällen hat? Sind Werte von über 10 in den Talenten einigermaßen normal, auch bei relativ "frischen" Helden?

Ich hoffe ihr versteht mein Anliegen und könnt mir helfen :)

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bluedragon7
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Vergleichswerte zu Beginn einer Heldenkarriere

Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 26.02.2018 18:39

In DSA5 hat es Maximalwerte je nach Erfahrungsgrad. Dinge die für den Char wichtig sind solltest du auf oder zumindest nahe diesem Maximum haben ansonsten kann man Sachen auf 4+ überhaupt erst nutzbringend, weil QS1 ja nur gerade eben geschaft ist. Solide Kenntnisse sind dann 8 plus, das geht unerschwert kaum noch daneben.
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X76
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Vergleichswerte zu Beginn einer Heldenkarriere

Ungelesener Beitrag von X76 » 26.02.2018 23:55

Eine offizielle Einstufung gibt es meines Wissens nach nicht. Letztendlich muss aber sowieso jede Gruppe für sich festlegen, wie "gut man mit einem bestimmten Wert" ist.

Die Maximalwerte bei der Heldenerschaffung (Tab. RW S. 39) würde ich dazu jedoch nicht heran ziehen. Diese Werte zeigen meiner Meinung nach aber ganz gut, welche Werte ein Held der entsprechenden Erfahrungsstufe in seinen Kernfähigkeiten haben sollte und deshalb sind wichtige Fertigkeiten etc. bei unseren Helden bei der Generierung eigentlich fast immer am erlaubten Max. für die Generierung (Max der Tabelle, also nicht Max Fertigkeitswert (= höchster EW+2) ).

Auch wenn theoretisch FW gleich FW sein sollte, gilt das praktisch nicht. Kampftechniken brauchen durch ihre "1W20" Art der Probe in vielen Spielgruppen höhere Werte (viele Spieler mögen keine Angriffe die häufig misslingen) als Fertigkeiten (3W20 und Ausgleichspunkte).

Bei den Fertigkeiten muss man meiner Meinung nach außerdem drei verschiedene Typen unterscheiden:

1. Talente bei denen es vor allem auf "geschafft und nicht geschafft" ankommt (-> es reicht wenn der FW hoch genug ist, damit Proben halbwegs zuverlässig gelingen)
2. Talente bei denen es spezielle Regeln gibt (z.B. Herstellung, diese Talente "verlangen" z.T. hohe Werte, um gut zu funktionieren)
3. Talente bei denen man überwiegend vergleichende Proben würfeln muss

Bei 3. sind besonders hohe FW ratsam, da man die Differenz zwischen den Ergebnissen bildet und nur mit einem hohen FW kann man überhaupt gute Leistungen erbringen. Das gilt ganz besonders für Fertigkeiten die aktiv geprobt werden (z.B. Verbergen), da diese bei Gleichstand den Kürzeren ziehen. Ein Dieb hat im Idealfall also einen (deutlich) höheren FW im aktiven Wert (z.B. Verbergen) als die Wache im passiven Wert (z.B. Sinnesschärfe).

Deshalb kann man eigentlich auch nicht generell sagen, dass z.B. FW X = gut, FW Y = sehr gut.... ist.

Trotzdem ist die QS (RW S. 23) meiner Erfahrung nach die beste Instanz um Werte irgendwie universell ein zu ordnen.

QS 1 stellt einen Minimalen Erfolg dar, QS 6 ist hingegen das bestmögliche Ergebnis (offizielle Einstufung).

QS2 ist bei uns deshalb auch ein "solala" Ergebnis - also alles andere als beeindruckend, ein "geht so". Eine solide Leistung fängt bei QS 3 an, während QS 4 schon ein achtbares Ergebnis darstellt. QS 5 ist hingegen schon wirklich gut, während QS 6 wahre Meisterleistungen sind.

Das QS 5+ von uns als "besondere Leistung" interpretiert wird und die Leistung oft nicht linear ausgewertet wird, liegt vor allem an den AP Kosten: diese steigen nämlich ab FW 13 rapide an und deutlich höhere Kosten sollten meiner Meinung nach auch deutlich berücksichtigt werden.
Leider gibt es bei den offiziellen Auswertungen (bei einzelnen Fertigkeiten, Zaubern etc.) oft keine einheitliche Linie und viel zu oft heißt es einfach "QS3+" (z.B. bei Tierkunde).

Aus der erreichbaren QS ergibt sich dann auch die "Einstufung" des FW (der FW sollte immer etwas höher liegen als die angepeilte QS, denn schließlich muss man häufiger mal Punkte zum Ausgleich nutzen).

Wenn also QS 3 (=7-9 erzielte FP, siehe RW S. 23) "eine solide Leistung" ist und der Held "solide Leistungen in diesem Gebiet bringen soll", dann sollte er ca. FW 9-10 haben. Minimum ist natürlich die Untergrenze - im Beispiel also FW 7 (da ab hier QS3 möglich ist).

Deshalb kann man grob sagen:

FW 1-4 ist irgendwo zwischen "Noob" und ambitionierter Amateur, 4-7 zeigt eine gewisse Erfahrung in dem Bereich, mit FW 7-10 wird man zunehmend kompetent, während man mit 10-13 langsam in den Profibereich kommt, mit 13-16 gehört man in die Meisterklasse und ab 16 fangen echte Champions an (natürlich spielen hier auch die Eigenschaften eine gewisse Rolle -> deshalb auch grobe Einschätzung). Zwar ist bei QS 6 Schluss, aber wahre Großmeister schaffen diese Qualität natürlich auch dann noch, wenn die Umstände schwierig sind.

Womit wir bei der zweiten Orientierungshilfe sind: der Routine (RW S. 184)

Diese ist bei uns sehr beliebt, denn sie erspart nicht nur viel Würfelei sondern zeigt auch sehr deutlich welche Leistung ein Held/NSC "im Alltag" im entsprechenden Talent erbringt und mit welchen Problemen er dabei fertig werden kann. Der Schlüssel zum Verständnis sind die Mods (RW S. 24).

Wenn -1 "eine schwierige Probe darstellt", so zeigt ein Routinewert von -1: der Kerl ist so gut, dass ihn selbst kniffelige Situationen nicht ins Schwitzen bringen (schwierige Probleme schafft er in der Regel ohne Probe). Er ist also auf jeden Fall erfahren in dem was er tut und hat außerdem auch noch gute Eigenschaften (was auch ein wichtiger Punkt ist, denn gute Eigenschaften sorgen für gute Probenchancen). Unter dem Strich ist er also schon sehr routiniert auf diesem Gebiet!

Insbesondere wenn man wie wir mit der Optionalregel (RW S. 185) Kasten spielt, sagen die Routinewerte (für die es eine extra Spalte auf dem Heldendokument gibt -> R!) auf den ersten Blick sehr viel über den Helden und sein Können aus. Oft mehr als der eigentliche FW!

Inzwischen generieren und steigern viele Spieler ihre Helden bei uns sogar ganz gezielt unter dem Gesichtspunkt "Routine". Ein Held hat also nicht nur einen guten FW in wichtigen Talenten, sondern möglichst auch wenigstens 13 in den beteiligten Eigenschaften (fehlende Punkte im EW kann man auch durch einen höheren FW ausgleichen). Zielwert ist dann auch nicht ein bestimmter FW, sondern die Höhe der Mod die man in R! haben möchte.

"Ich möchte R +/- 0 in Verbergen" statt ich möchte "FW 10" haben. Der automatische Bogen rechnet R! ja bequemer Weise automatisch aus. Entsprechend reicht es einfach den Wert so lange hoch zu setzen, bis man das R! hat das der Held haben soll.

Da sich FW und R! in weiten Teilen decken, kommt man ein weiteres Mal zu der oben genannten Einteilung. Sie ist also nicht zufällig oder aus dem Bauch heraus gewählt. Natürlich ist das nur unsere Einteilung "Einstufung" und keine offizielle (sie beruht aber auf einer offiziellen Basis).

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