Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Andwari
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Andwari » 09.12.2017 23:47

@Rhonda Eilwind
Du weißt ja nicht, wie unendlich laaaaang meine PN an Freakyfrog war ;-)

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 10.12.2017 00:33

@Andwari

Eigentlich schade, wäre vielleicht generell interessant gewesen? - Oder war das zu speziell auf seinen Charakter oder gar seine Spielrunde gemünzt?

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bLa9000
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 10.12.2017 10:33

Die Antworten bisher spiegeln sehr gut wieder was mir im Kopf rumgeht^^
Aber ich bin auch der Auffassung, dass Kor unter Spielern ein viel zu schlechtes Bild hat... In meinen Augen steht er auch für die die nicht wissen wohin mit ihrem Schwertarm. Jene die Tätigkeiten ausführen für die sich der normale Soldat, Feldwebel, Baron, etc zu fein ist. (Beispiel: Warum beten ihn Henker an?)

Auch kann Kor Anworten geben wenn sich ein Krieger von Rondra verlassen fühlt
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Na'rat
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 10.12.2017 11:03

bLa9000 hat geschrieben:
10.12.2017 10:33
Auch kann Kor Anworten geben wenn sich ein Krieger von Rondra verlassen fühlt
Welche?

Henker ist wieder so ein Beispiel, will man wirklich einen Henker der Spaß bei der Arbeit hat? Oder warum sei der südaventurische Nischenkult für die interessant.

Freakyfrog
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Freakyfrog » 10.12.2017 11:28

Ich danke euch zwei für die Anregungen und ausführlichen Sichtweisen auf das Thema.

Meine knappe Zusammenfassung wie ich mit dem Thema weiter umgehen werde:
SpoilerAnzeigen

Mir war wichtige mögliche Entwicklungsrichtungen für den Charakter zu bewerten.

Kor ist für mich eine Möglichkeit gewesen, aber ich stimme zu, wirklich schlüssig ist sie nicht.
Rondras Ideale wird er sich auch weiterhin zu den eigenen machen, jedoch vermutlich immer weniger zaudern wenn er sich über diese hinwegsetzen muss weil die Situation es erfordert.
Eine Charweiterentwicklung werde ich innerweltlich durch den Abbau von Autoritätsgläubigkeit anstoßen. Das Befehlshaber nicht unfehlbar sind und teils schnell Entscheidungen treffen müssen ist ihm klar, dennoch glaubt er das er einige davon besser getroffen hätte (Silkwiesen sich wiedersprechende Befehle der Obrigkeit, Marcians merkwürdige Denkweisen und dann dieses Götterurteil gegen eindeutig mit Dämonen hantierende abtrünnige Reichsverräter zuzulassen). Vom Duckmäuser zum Anführer wäre hier jetzt das Motto .

Da er durch andere Hintergrundgeschichten Efferd und der Efferdkirche schon sehr verbunden ist, überlege ich noch sein wankelndes Gemüt gleich damit zu verbinden (keine Weihe erstmal). Aber nach ein paar Meditativen Tauchgängen dürfte er die Welt wieder klarer sehen und sich weniger Gedanken machen.

Vielen Dank, drüber reden hilft ja meistens und zeigt einem Sinn/Unsinn der eigenen Ideen auf :)

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bLa9000
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 10.12.2017 12:24

Henker üben eine tätigkeit aus, die im aventurischen alltag quasi täglich durchgeführt wird, je nach region natürlich. Aber an wen wendet sich so ein Mensch? Rondra? Nachdem man einen gefesselten wehrlosen Menschen getötet hat wohl kaum. Noch dazu wird er für seine Dienste bezahlt. Die auswahl wird da schon recht dünn...
Aber auch der Söldner hat Rechte, aber für so ein ehrloses gesindel will auch niemand einstehen. Haben diese Leute die vllt durch höhere Gewalt in ihr schicksal gezwungen wurden nicht auch das recht dass sich jmd ihrer annimmt?

Und zu solchen Ansichten kann ein Krieger auch durchaus kommen...
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Na'rat
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 10.12.2017 13:03

Du beantwortest meine Frage mit einer Gegenfrage und vermischst diese dann mit meinem Beispiel, um darauf zu antworten. So ein Henker kann sich wenden an:
Praios - Leuten ganz rechtmäßig Gewalt antun.
Boron - ist für alles rund um Tod zuständig.
Ingerimm - ein (schmutziges aber) notwendiges Handwerk.
Phex - so lange es Stil hat...
Kor - Spaß bei der Arbeit...

Innerhalb der Rondrakirche ist es übrigens kein grundsätzliches Problem als Henker aufzutreten, al'anfansiche Rondrageweihte machen es vor.

Noch einmal, welche Fragen beantwortet der Korkult? Was bietet der deinen Krieger?

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Advocatus Diaboli
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 10.12.2017 16:27

Ich dächte es wäre offizielle Setzung, dass Kor auch Gott der Henker ist. Ich finde aber in WdG nichts dazu. Weiß jemand, wo was dazu steht?

Edit: Hab ins Vademecum geschaut, da gibts Raskorda, Alveranierin Kors "des strafenden Blutgerichts", die von Scharfrichtern angebetet wird. /Edit



Was die Diskussion um Kor und Rodra angeht und wo sie sich unterscheiden... ebenso kann man fragen, wo sich Nandus und Hesinde unterscheiden. Ich stelle diese Frage jetzt nicht, weil dann sicher sehr ausführliche Antworten kommen und andere dann andere Antworten haben und wir eine Diskussion haben, die definitiv nicht in diesen Thread gehört.
Worauf ich hinaus will: Kor ist nach Zwölfgöttlicher Lehre ein Sohn Rondras und nach outgame Setzung eine Abspaltung der göttlichen Entinität Rondra... natürlich überscheiden sich die Aspekte hier! Seit wann ist das ein Problem? Irgendwie wird das nur immer und immer wieder in Bezug auf Rondra und Kor kritisiert. Dabei waren Abgrenzungen zwischen den Göttern nie streng - in Aventurien nicht und in sämtlichen irdischen Pantheons auch nicht. Das hat eine ganz simplen Grund: Die wenigsten Leute haben sich einem Gott zugehörig gefühlt, weil er in Abgrenzung zu anderen Göttern exakt die eigene Betätigung abgebildet hätte. Götter waren i.d.R. erstmal einem Ort/Stamm/Volk zugeordnet. Durch Austausch mit anderen Stämmen/Völkern hat man sich entweder bekriegt, um zu sehen, welcher Gott toller ist, oder sich geeinigt, dass wahrscheinlich beide Götter ihre Existenzberechtigung haben. Dann hat man die jeweils hervorstechenden Aspekte der Götter mehr hervorgehoben, um sie von anderen abzuheben. Auf diese Weise haben einige Götterfiguren sehr krasse Wandlungen durchgemacht im Laufe ihrer Anbetungsgeschichte. Das lässt sich auf Aventurien bzw. Dere schwer übertragen, da die Götter hier de facto real sind und somit begrenzt wandelbar (auch wenn einige Wandlungen sogar beschrieben sind... Praios und Magie z.B.). Dieses Wissen hilft uns aber soweit für Aventurien, dass wir uns doch von der Vorstellung verabschieden können, die Götter hätten alle denkbaren Aspekte streng unter sich aufgeteilt und anhand dessen könne jeder Aventurier sich den passenden Gott erwählen. Die Götterwahl sollte doch auch in Aventurien viel stärker davon abhängig sein, wo man lebt und wessen Götteranhänger einem vorrangig begegnen bzw. welchen Eindruck sie auf einen machen. Die richtigen Götterwunder sind selten. Darum zählt doch das Verhalten ihrer "Stellvertreter" viel mehr, ob uns ein Gott sympathisch ist oder nicht.

Wer also für seinen Char einen Gesinnungswandel wünscht, lasse ihn unfähigen Geweihte des Gottes treffen, dem er sich zugehörig fühlte oder vielleicht nie zugehörig fühlte, in dessen Lehren er aber erzogen wurde... und lasse ihn fähige Geweihte des Gottes treffen, zu dem er outgame finden will.
Das gilt umso mehr bei einem Gott wie Kor, dessen Bild im Großteil der Bevölkerung schwankt von: "Kor? Nie gehört." über: "Ach, dieser blutrünstige Sohn Rondras?" zu: "Dieser Kriegsdämon!" Kein Krieger wird völlig von sich aus auf die Idee kommen, jetzt nur mehr Kor statt Rondra anzurufen.
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Vasall
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Vasall » 10.12.2017 17:51

In WdG wir als Beiname Kors auch "Rondras Scharfrichter" aufgeführt. Vielleicht meinst Du das?
Und Rondra selbst wird ja auch als Richterin aufgeführt und Kor ist ihr Kettenhund. Auch Rondra wendet sich oft ihrem Sohn zu und entfesselt den Gnadenlosen, wenn es nicht anders geht. Und sie ist es die ihn wieder bindet.
Passt zu dem Aspekt den Du und zuletzt Na'rat in die Diskussion brachte, dass die Zuständigkeiten sich überlagern und auch kein Gott für sich allein alles abdeckt.

Der Tugendkanon der Ritter bezieht sinnvollerweise ja auch ALLE 12 Götter ein. Krieg ist eben mehr als nur Kampf.

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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 10.12.2017 20:21

Der Kor-Kult kann eine alternative für Krieger sein, denen die rondrianische Kampfweise nicht pragmatisch genug ist.Man will die zwölfgöttliche ordnung schützen, aber sich nicht so sehr einengen lassen wie es viele rondrianische Kämpfer tun.

Das Problem ist aber dass einige hier Kor-Anhänger nur als blutgeile psychopatische Irre ansehen, die für gold alles tun. Aber diese Personen haben sich auch den Schutz der göttlichen Ordnung auf die Fahnen geschrieben. Nur sind ihre Wege und Mittel nicht immer die edelsten...

Auch könnte es sein, dass ein Kämpfer Probleme hat einfach blind Befehle eines Vorgesetzten auszuführen der seine Truppen bequem vom Zelt aus befehligt. Und diese mit rondrianischem Ehrgefühl zu motivieren versucht...
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Advocatus Diaboli
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 10.12.2017 20:41

Danke, @Vasall. Ja, wahrscheinlich war es das plus diese Alveranierin, die mir da im Kopf schwebten. Rondra als Richter, Kor als Henker - passt ins Bild. Wobei Praios ja für Gerechtigkeit steht... ja, es geht vorne und hinten nicht auf bei diesen Göttern.

Darum baue man sich sein eigenes Bild des bevorzugten Gottes und bespreche mit dem SL, dass er einem NPC vorsetze und/oder Erlebnisse liefert, die dem SC dieses Bild des Gottes nahe bringen. Ich denke, ein bisschen hat eh jeder Geweihte sein persönliches Götterbild, nur sind die Unterschiede oft nur minimal. Bei einer Kirche wie von Kor, die aus lauter spätgeweihten Individuen verschiedenster Herkunft besteht, können die Unterschiede auch groß sein. Da können viele dabei sein, die auch gute Rondrageweihte abgegeben hätten, die aber halt an dem einen Tag nach der einen Schlacht nem Kori statt nem Ronnie über den Weg liefen, als sie über Leid und Schmerz des Krieges sinnierten.
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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 10.12.2017 22:24

bLa9000 hat geschrieben:
10.12.2017 20:21
Auch könnte es sein, dass ein Kämpfer Probleme hat einfach blind Befehle eines Vorgesetzten auszuführen der seine Truppen bequem vom Zelt aus befehligt. Und diese mit rondrianischem Ehrgefühl zu motivieren versucht...
Ist das aber gleich ein Grund, auch Rondra den Rücken zu kehren?

Oder würde man da nicht eher denken: "Okay, der Mensch hat aber eine sehr merkwürdige Vorstellung davon, Rondras Gebote umzusetzen? - Was bitte ist ehrenhaft daran, von anderen zu fordern, was man selbst nicht leisten will?" (Irdisch: Wasser predigen und Wein trinken.)

In so einem Fall ist doch an den Geboten nicht unbedingt etwas falsch, sondern an dem, der sie einem zu machen versucht!

Oder, in anderen Worten gefragt: Ist es nach neuerer Setzung zwangsläufig so, dass ein Rondrianer (also, Rondra-Anhänger) immer auch "Autoritätsgläubig" (ist der die korrekte Bezeichnung) zu sein hat und die individualistische Ausprägung des Rondraglaubens gar nicht mehr stattfindet?


Die zweite Frage wäre, unabhängig von der Gestaltung des Kor-Glaubens im Einzelnen, wie bekannt in den einzelnen Regionen Aventuriens Kor überhaupt ist, inwiefern er also für einen Krieger aus der Provinz XY zwingend die beschriebene pragmatischere Alternative zu Rondra darstellt, die ihm als erstes in den Kopf kommt.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 10.12.2017 23:09

Vorweg: ich finde den Weg eines Neersander Kriegers zum Kor-Glauben nicht unbedingt naheliegend (auch bei dem was in der bisherigen Diskussion vorgebracht wurde), denn:

a) Der in Neersand gelebte Rondrakult dürfte wenig mit dem "Turnier-Rittertum" zu tun haben. Gareth und Arivor sind weit, der Rand der Zivilisation ist nah. Und man beruft sich auf die Theaterritter, einen militärischen Orden, der das Bornland kolonisiert/erobert hat...

b) Die Soldaten in Neersand (die in den lokalen Kneipen verkehren), werden vor allem Efferd nahestehen; das sind nämlich die Soldaten der Bornländischen Kriegsflotte.

c) Kor hat lokal keinen eigenständigen Schrein und wird höchstens als Halbgott aus dem Gefolge Rondras verehrt. Ich vermute, dass der nächse Kor-Schrein in Uhdenberg steht, der nächste Kor-Tempel in der Prä-Borbarad-Ära irgendwo in Aranien steht, wenn nicht sogar in Fasar oder Khunchom.

d) Kor-Anhänger finden sich eher auf Seiten potentieller Gegner (Al'Anfa; das Gefolge Uriels von Notmark, soweit überhaupt noch Göttergläubig).

Von daher würde ich versuchen, den SC erstmal ans Perlenmeer zu bekommen, wo tatsächlich eine Begegnung mit dem Kult stattfinden kann. Z.B. Kannemünde als Anfang. Und später nach Al'Anfa, wo Kor der deutlich kriegerischere Kult ist und Rondra eine eher zweifelhafte Rolle einnimmt...

Vasall
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von Vasall » 11.12.2017 00:00

bla9000 hat geschrieben:Das Problem ist aber dass einige hier Kor-Anhänger nur als blutgeile psychopatische Irre ansehen, die für gold alles tun.
Ja, das Problem ist, dass sich das für uns beim Lesen des Kor Vademecum leider so darstellt. Entweder sind wir so pingelig, oder das Vademecum versagt tatsächlich dabei Kor-Geweihte auch menschlich darzustellen.

Dabei waren wir schon weiter. Advocatus Diaboli hat ja schön dargestellt, dass auch Kor-Geweihte sich ins Pantheon einfügen müssen. Und Na'rat fragte zuvor, was die Kor-Geweihten ihren Gläubigen nun besonderes geben können , was die anderen Götter nicht schon bieten.

Es ist NICHT pragmatisches Kämpfertum; tut mir leid bla9000 da kann ich nicht mitgehen. Denkst Du wirklich Rondra-Geweihte die in den Schildlanden den Kampf der Ritterschaft gegen äußeres Unbill begleiten seien unpragmatisch? Ich kann mir gegen eine Horde Orks wenig pragmatischeres vorstellen, als eine Schaar Weidener Ritter, die mit den Geweihten der nahen Rondrakirche auf Orkenhatz geht.

Nein, da ist Rondra einfach die Richtige. Aber ich denke wo wir alle Zustimmen können ist dieser Satz:
bla9000 hat geschrieben:Man will die zwölfgöttliche ordnung schützen, aber sich nicht so sehr einengen lassen wie es viele rondrianische Kämpfer tun.
Zwar scheitert das Kor-Vademecum meiner Meinung auch daran diesen Punkt zu vermitteln, aber ich denke, das muss die Prämisse für einen funktionierenden Kor-Kult sein!?

Und dann bin ich wieder dabei, dass Kor nicht als Alternative zu Rondra angebetet wird, aber immer dann interessant wird, wenn man sich gezwungen fühlt Rondras Gebote zu missachten. Wohl wissend, dass man sich auf einen Pfad begibt der nichts menschliches an einem übrig lässt. Und von dem man schleunigst wieder abwehren muss, wenn "die Sache" durchgestanden ist, und in der Hoffnung, dass es dann nicht zu spät ist.
Sich das Recht des Stärkeren im Kampf zu eigen zu machen ohne Rücksicht auf Verluste und ohne sein Gewissen zu befragen.
So wie Rondra manchmal ihrem Sohn freien Lauf gibt um die ärgsten Wiedersacher mit Tod und Chaos zu überschütten.

Kor ist also eigentlich ein Gott für die Mächtigsten, die die nur noch ihr Gewissen von ihrem Machtmissbrauch abhält und die sonst keinen Maßstab mehr zur Orientierung haben.

Ich muss dabei die ganze Zeit an Richard Löwenherz denken. Er galt seinen Zeitgenossen als Vorzeigeritter. Ein Ausbund an Kampfkraft, taktischem Geschick und Tugendhaftigkeit. Und doch sah er sich gezwungen für seinen Machterhalt bei der Belagerung von Akkon 2700 Gefangene der Garnison hinrichten zu lassen. Ein Kriegsverbrechen Sondergleichen und doch tat es Richards Ehre nur wenig Abbruch.
Würde ein aventurischer Richard in solch einer Situation wohl auf seine Ritterlich-rondrianische Ehre und auf das Wesen Kors verweisen um sich zu rechtfertigen?

Ich denke Praios oder Firun würden hier nicht wirklich für die Seelenruhe des Ritterkönigs einstehen können, auch wenn sie oft genug Naturrecht über Vernunftrecht stellen.
Das ist doch etwas wo sich Fürsten, Ritter und Krieger ganz im Zeichen Kors finden?

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bLa9000
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Vom Krieger zum Kor-Geweihten

Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 11.12.2017 08:42

Dass das Ganze ziemlich ungewöhnlich und eigentlich nicht die Regel ist, ist mir auch bewusst. Hatte ich am Anfang ja auch schon geschrieben.^^

Aber nach meinem Verständnis des nordischen und vor allem bornischen Kor-Glaubens, lässt sich da ein Übergang finden.

Mein eigentliches Anliegen war ja auch nicht das für und wider zwischen Rondra und Kor zu diskutieren, noch dazu muss mein Char Ingame diesen Weg auch erstmal bestreiten. Aber da mir dies sehr gut gefallen würde, wollte ich ein paar mögliche Wege die er gehen könnte, bzw. ein prägendes Verhalten wodurch sich so ein Weg eher erklären lassen würde.
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Andwari
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 11.12.2017 10:47

Der Sündenfall in DSA liegt mMn woanders: Irgendwann ist für einen Kämpfer eine "Spätweihe" die einzige Möglichkeit, sich noch mal deutlich zu verbessern. Und mit dieser Spätweihe kommt die Not, sich besonders stark für ein Zwölftel entscheiden zu sollen, wo doch jeder Spieler merkt, dass man zwölf Zwölftel braucht.

Die Kor-Spätweihe liefert dabei noch eine Menge "späte" TaW-Steigerungen (bzw. SE für zweistellige TaW), Verpflichtungen zu einer kaum existenten Individualisten-Kirche und einen lachhaften Moralkodex (3), wo man anderswo zweistellig und mit echten Einschränkungen abgestraft wird.

Ansonsten dürfte nämlich kaum ein Held nach einer schon langen Abenteurerkarriere "einseitig" genug sein, sich überhaupt für eine der zwölfgöttlichen Teilkirchen zu entscheiden. Warum sollte auch z.B. ein Heiler sich jetzt noch expliziter Peraine zuwenden - und damit die Anteile Rahjas, Tsas, Borons, Ingerimms, Hesindes an seinem Hand/Kunstwerks mit hohen Anteilen von psychologischer Betreuung erst mal beiseite schieben (und die Beiträge Travias für ein "gesundes" Miteinander)? Klar fällt das weniger auf, wenn wir von einer sehr toleranten Kirche sprechen.

Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 11.12.2017 11:24

Wo will dein Bornländer denn hin?

Vielleicht täte es ihm ganz gut auf seinem Weg zu Kor einfach auch mal engeren Kontakt zu Baburen/Nebachoten zu bekommen - die Kor als Mittler zur Rondra anbeten. Sicherlich nicht der blutige Söldner/Arena-Gott des Südens (oder Fasars), sondern scheinbar jemand, der die wütende Mutti noch erreicht wenn man selbst das Gefühl hat, dass sie einen total verlassen hat (Fall Nebachots).

Kor- (und Rondra-) geweihte nehmen je nach Region eh sehr unterschiedliche Rollen ein und entsprechend stellt sich dann das Gesamtbild für den Gläubigen dar: Kors Vielseitigkeit wird ja recht spät im Vademaceum dargestellt.

etwas OT: Für Rondra würde ich einfach mal eine ähnliche Liste machen:
Tulamidische Individualist inklusive Blutrituale
Donnerbacher Mystiker
Weidner Adelsberater
Arivorer Politfunktionär

Wovon gerade die Tulamidische Schiene einen bornischen Krieger zu einer Wallfahrt nach Baburin oder Nebachot/Perricum in den Süden führen kann und dort dann mit dem (baburisch/nebachotischen) Kor-Kult in Berührung kommt - gerade Baburin würde sich hier anbieten. Damit würde sich die Möglichkeit geben, dass er als Krieger aus Neersand(exklusiv Adelige) als typisch bornischer Adeliger den bornischen KorKult erstmal etwas als Rondra-für-unadelige belächelt hat. Als ausländischer Reisender in einem Land, wo sich die typische Adels-/Ständestruktur tulamidisiert und er weg kommt von seinen bisherigen Lebensweisen, wird er dann damit konfrontiert, dass dieser Kor auch noch anders kann und vielleicht gibt ihm dass dann eine neue Perspektive auf den heimischen Kor-Kult...

Falls keine Reise nach Aranien geplant ist, kann man ja Aranien als SCs/NSCs vielleicht zum Krieger holen.

Alternative wäre vielleicht die (weitestgehend unadelige) Festumer Kriegerakademie, wo der Krieger irgendwann einsehen muss, dass Gewalt halt in der Diplomatie nicht nur Ultima Ratio sein kann und bei dieser Erkenntnis und einem gemeinen Hintergrund der pragmatische Kor doch deutlich näher liegt als die Adelsgöttin Rondra.
„Man muß uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.“
Michel de Montaigne (1533-1592)

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Ungelesener Beitrag von bLa9000 » 12.12.2017 10:45

@ Darjin
So etwas wie ne Pilgerreise klingt echt gut. Gibt in den Tulamidenlanden ja genug Anlaufpunkte für beide Kirchen, vor allem um auch was aus der Vergangenheit darüber zu erfahren. Da unser Meister auch sehr großen Wert auf gute Story und Entwicklung legt, hätte er da dann auch genug Möglichkeiten etwas einzubauen, je nachdem wie sich der Char entwickeln soll. Denn irgendeine Form von karmaler Entwicklung sollte er schon durchleben :)
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