Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

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Lithuasil
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Lithuasil » 21.02.2015 02:32

Sibylla hat geschrieben: Und mal ehrlich - Praiosgeweihte sind spieltechnisch Spaßbremsen, ich finde, da muss man sich kleine, nette Möglichkeiten schaffen, im Spielfluss integriert zu bleiben. :P

Warum eigentlich? Praktisch jeder hier geht davon aus, das Praioten mit der Weihe zur Spaß- und Spielflussbremse werden, und überhaupt nur spielbar sind wenn die Gruppe sich darauf ausrichtet den Spielverderber mit einzuladen.

Aber das muss doch gar nicht sein.Vor allem wenn so etwas wie Gerechtigkeitswahn etc dazu nimmt, und es mal ein Bisschen menschlich interpretiert, gibt es jede Menge raum für gutes Rollenspiel (tm) und Interaktion mit praktisch jeder nicht tiefschwarzen Gruppe.

1) Auch Praioten wägen permanent ab; Es reicht schon das ein Adliger mal gegen das Gesetz verstößt. Schon gibt es zwei unterschiedliche Schützenswerte Güter und man muss abwägen. Noch offensichtlicher wird es - man stelle sich vor irgendein hungriges Kind klaut dem Adligen in der Taverne was vom Teller. Das verstößt gegen das Gesetz und bedarf sicher Ahndung - aber wenn der Adlige dem rennenden Kind mit der Armbrust hinterherschießen will, dann wird ein vernünftiger Praiot sich dazwischen stellen, oder mindestens deutlich davon abraten. Weil ein Rechtsgut eben schützenswerter ist als ein anderes, und oft genug ist da individueller Spielraum

2) Missionsgedanke - Klar, wenn man südländischen Magier vor sich hat, mag es sein das man den mal ermahnen muss. Aber: Eine solche Person komplett zu vergraulen, fort vom Willen des Götterfürsten, oder ihn unnötig zum Verbrecher zu machen, weil er im Kampf vielleicht ein Bisschen zu weit geht, das ist bestenfalls ein kleiner Sieg, wenn nicht gar ein Gewinn für die dunklen Zwölf. Wenn man dagegen tatsächlich mit gutem Beispiel und guten Worten zu jemandem durchdringt, dann erreicht man vielleicht das jemand der, im Süden geboren und als Kind in der Akademie abgeliefert, nie die Chance hatte sich der wahren Ordnung des Götterfürsten zu zu wenden, das doch noch tut. Und das wäre dann ein gewaltiger Sieg für die Zwölf.

3) Auch ein Praiot (unterhalb von 25 Entrückung) ist nicht synonym mit dem Praios-Handbuch. Selbst wenn es mal Karma kosten mag, die sind auch zuerst Menschen, und dann ihr Profession/Die nummern auf dem Blatt. Nur die allerwenigsten würden sich hinstellen und sagen "Ist mir egal ob das Waisenhaus samt Insassen nieder brennt, dein Reversalis Brenne-toter-Stoff ist Borbaradianisch, der wird nicht gewirkt. Wenns keine andre Möglichkeit gibt, ist das eben Praios' Wille das die Kinder verbrennen."

Mit anderen Worten -vor dem Noviziat waren die Praioten alle mal Menschen. Gesteht ihnen auch nach der Weihe noch ein Bisschen Menschlichkeit und den Willen zum Guten zu. Lasst sie mit gutem Beispiel voranleben statt nur an anderen zu nörgeln. Und dann ist in fast jeder Paktierer-freien Gruppe raum für einen Praioten, der zumindest für interessante Philosophische Gespräche am Lagerfeuer sorgen kann.

(Außer natürlich der Meister kommt an, und sagt "Nein, du hast Moralkodex, du musst jetzt den Paragraphenreiter spielen und nichts anderes." Dann habt ihr meine Erlaubnis, und höfliche Bitte dem betreffenden SL den Stuhl wegzuziehen. Oder über. :P )
Suche Gruppe oder Mitspieler im Raum Mainz/Wiesbaden für Dsa und andere systeme!

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Sibylla
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 22.02.2015 15:36

Lithuasil hat geschrieben: Warum eigentlich? Praktisch jeder hier geht davon aus, das Praioten mit der Weihe zur Spaß- und Spielflussbremse werden, und überhaupt nur spielbar sind wenn die Gruppe sich darauf ausrichtet den Spielverderber mit einzuladen.
Ich denke Du hast mit sehr vielem Recht, was Du schreibst. Ich spiele gerade eine Praiotin und ja - es macht durchaus Spaß. :) Aber nicht bedingungslos.

Aber ich denke, ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Ich empfinde es durchaus so, dass man mit einem Praioten nicht alles bedingungslos machen kann, ihn mit Taktgefühl spielen und in manchen Situationen zurücknehmen sollte. Geht die Gruppe zur örtlichen Hexe, in eine der schwarzen Magier-Akademien oder sucht in den Wäldern nach einem Druiden mit zweifelhaftem Ruf, sollte meiner Ansicht nach der Praiot in der Stadt gelassen werden. Sonst müsste er ein paar unangenehme Fragen stellen, die dem gegenwärtigen Abenteuer vielleicht nicht so dienlich sind. Für mich ist das kein Problem, es ist eher immer wieder sehr amüsant zu sehen, wie meine Gruppe versucht mich abzulenken, wenn sie sich nicht sicher sind, ob die geplante Aktion mit dem Glaubenskanon meines Chars kompatibel ist :)

Ja Du hast Recht - Praioten sind Menschen und haben vor ihrer Weihe und Ausbildung ein normales Leben geführt, gesunken, gelacht, getanzt und vielleicht auch das eine oder andere Mal so über die Stränge geschlagen, dass sie nach ihrer Weihe schamerfüllt bei dem Gedanken daran rot anlaufen würden. Und sie würden mit Sicherheit nicht mehr betrunken auf einem Wirtshaustisch tanzen, so dass die Robe fliegt :D Oder könnte Ihr Euch das vorstellen? ;)
Aber klar, warum sollte man einen Praioten nicht auch als heiteren, offenen Menschen ausspielen, der sehr nah am Volke ist und sich in erster Linie um das Seelenheil seiner Schäfchen sorgt?

Aber es stellt sich für mich bei dieser Diskussion auch die Frage, wie die Welt auf einen Praioten reagiert. Ich denke, der "Otto-Normalbürger" Aventuriens bekommt beim Anblick der roten Robe mit dem Sonnensymbol als erstes ein schlechtes Gewissen und denkt an all die kleinen Notlügen im Alltag, die nicht ganz so im Sinne des Herrn Praios waren. Da ist meiner Ansicht nach ein menschliches Verhalten, was ganz normal ist.
Doch führt das meiner Ansicht nach oft dazu, dass die NSCs dem Praioten mit Distanz entgegentreten, so dass man als Spieler nicht ganz aus der Bandbreite der vollen Möglichkeiten schöpfen kann. Ein Praiot kann sich nicht als was anderes ausgeben, lügen, Halbwahrheiten erzählen oder tricksen, um an Infos zu kommen. Er bleibt seinem Gewissen und Glaubenskanon treu und sagt die Wahrheit, auch wenn sich der Rest der Gruppe in dem Moment vor Ärger die Hände gegen die Stirn schlägt ;)
LG,
Sibylla

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Na'rat
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.02.2015 22:58

Sibylla hat geschrieben: Ich empfinde es durchaus so, dass man mit einem Praioten nicht alles bedingungslos machen kann, ihn mit Taktgefühl spielen und in manchen Situationen zurücknehmen sollte.
Jain, das klassische Abenteuer sieht die Spielercharaktere als die welche gegen das System arbeiten. Da wird gemordet, gestohlen, betrogen dass es nur so kracht.
Mit einem Praiosgeweiten geht dies nicht. Der arbeitet mit dem System. Dies verschließt mindestens so viele Türen wie es öffnet. Wenn man sich darauf einlässt kann man das System für einen arbeiten lassen.
Verlangt natürlich Spieler welche sich darauf einlassen und entsprechende Charaktere.

Die örtliche Hexe, Druide und Schwarzmagier sind ein anderes Problem. Das offizielle Aventurien ist so tolerant dass es an Gleichgültigkeit grenzt. Hexe, Druide und Schwarzmagier genießen seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden Rechtsschutz. Was die offizielle Praioskirche kommentarlos abnickt.
Konstruiert man hier ein Spannungsfeld, eher schwierig bei den geringen Lobbykräften dieser Gruppen, macht es gerade Spaß einen Praiosgeweihten zu spielen.

Die Hexe, der Druide und der Schwarzmagier muss damit rechnen, dass schon allein das Wort eines Praiosgeweihten, die Aussagen von Geweihten haben eh schon Beweiskraft, sie in größte Schwierigkeiten bringen kann oder auch aus diesen heraushelfen kann.
Den Praiosgeweihten kann man dann getrost mitnehmen und, je nach Praiosgeweihten, Drohkulisse oder das Gegenteil davon aufbauen. Welchen besseren Beweis der Rechtschaffenheit gäbe es denn, als mit einem Praiosgeweihten zusammenzuarbeiten? Vielleicht wird dann der Schwarzmagier auch mal in die Zunft aufgenommen und kann ehrlich sein Geld verdienen oder die Hexe wird zumindest geduldet wenn sie auf dem Markt ihre Kräuter vertickt.
Sibylla hat geschrieben: Für mich ist das kein Problem, es ist eher immer wieder sehr amüsant zu sehen, wie meine Gruppe versucht mich abzulenken, wenn sie sich nicht sicher sind, ob die geplante Aktion mit dem Glaubenskanon meines Chars kompatibel ist
Ob das auf die Dauer Spaß macht ist so die Frage. Auch ist es nicht der Glauben eines Praiosgeweihten sondern allgemeine Vorstellungen von Recht und Ordnung mit denen die anderen Charaktere scheinbar nicht kompatibel sind.
Sibylla hat geschrieben: Und sie würden mit Sicherheit nicht mehr betrunken auf einem Wirtshaustisch tanzen, so dass die Robe fliegt :D Oder könnte Ihr Euch das vorstellen?
Aber sicher, anschließend wird man dann irgendwo hin versetzt wo es nicht sonderlich schön ist. Sich im Rahmen des gesellschaftlich akzeptierten zu vergnügen ist hingegen gänzlich problemlos. Auch wenn der Geweihte aus Al'Anfa oder die Geweihte aus Aranien schon mal schneller irgendwo aneckt.
Sibylla hat geschrieben: Aber klar, warum sollte man einen Praioten nicht auch als heiteren, offenen Menschen ausspielen, der sehr nah am Volke ist und sich in erster Linie um das Seelenheil seiner Schäfchen sorgt?
Seelsorge sollte die oberste Priorität eines jeden Priesters sein. Wie sich diese im Alltag zeigt steht auf einem anderen Blatt. Das kann der Menschenflüsterer sein oder auch der Dr. House von einem Geweihten.
Sibylla hat geschrieben: Aber es stellt sich für mich bei dieser Diskussion auch die Frage, wie die Welt auf einen Praioten reagiert.
Richtig. Aber hier gibt es gewaltige Unterschiede. In Greifenfurt sind es die welche tatkräftig mit anpacken, in Beilunk die welche ganz zweifellos von ihrem Herren erwählt worden sind - da würde ich dann auch deine Ansicht am ehesten wiederfinden, in Zorgan die an welche man sich wenden sollte wenn man irgendwas messen will, die in Al'Anfa wenn man irgendeinen Gesetzestext erörtert haben will usw.
Wichtig dabei, Praios ist ein Gott, ein für alle Menschen wichtiger, schließlich ist es Praios der die Sonne scheinen lässt, aber eben nur einer von 12. Genauso sieht es bei seiner Kirche aus.
Die von dir beschriebene Situation könnte und sollte genauso auf Traviageweihte münzen, oder auf jede andere Geweihtenschaft. Da fallen auch die Gelegenheiten ein, bei denen man der Magd gepflegt in den Ausschnitt gestarrt hat oder wie man einen Gast abgewiesen hat.
Bei DSA wird immer gerne vergessen, dass jeder Geweihte persönlich von einem Gott berufen wurde.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2015 01:04

Praios zum Gruße,

nachdem ich mir selbst noch einmal Gedanken gemacht habe über meinen Praios-Geweihten, während ich auch eure Kommentare weiter laß und mich die 20Fragen an den Helden vorgenommen habe - und schließlich auch endlich noch einmal mit meinem Meister gesprochen habe, kommt nun folgendes heraus:

Das mit den Verbindungen oder erhöhten SO ist mir doch irgendwie zu viel und zu kompliziert: Das Rechtfertigen der Verbindungen, aus welcher Baronie die aber doch irgendwie unwichtig ist soll ich dann stammen, was nützen mir die Verbindungen abseits von Gareth/Garethien...

Ich habe mich nun doch eher für einen schlichten, jungen Praioten entschieden, der der bisher unbekannten/unwichtigen adelsfamilie "von Zeel" aus Gareth entspringt.
Wie er zu den Traditionen der Praioskirche steht, bleibt gleich und die Gründe seiner Reise sind noch ergänzt worden, dass ich als jemand, der sich gut mit Dämonologie, Besessenheit und schwarzer Magie auskennt (und die Liturgien Wort der Wahrheit und Exorzismus, so wie goldene Rüstung und Blendstrahl aus Alveran beherscht) aufgrund von Gerüchten über Schwarzmagische oder gar dämonische Umtriebe (mit denen die Heldengruppe sogar tatsächlich Kontakt hat und einige lebensbedrohliche Probleme) in den nicht gerade von (kompetenten) Praiosgeweihten überfluteten Norden geschickt wird, um die hiesige Praioskirche bei ihrem Kampf gegen das Böse zu unterstützen.

Außerdem Soziale Anpassungsfähigkeit erschien mir ohne die Verbindungen auch nur mäßig sinnvoll, sodass ich das auch rauswerfen konnte.
Mir war ohnehinn mulmig dabei, 50GP durch Nachteile zu erlangen, sodass ich nun einen etwas entspannteren Helden habe, denke ich:



110GP Guthaben

(N)RKP = 13GP
Name: Praiodan Jergan von Zeel
Rasse: Mittelländer (0GP)
Kultur: Mittelländische Städte/Städtischer Adel/Städte mit wichtigen Tempel/Pilgerstätte (3GP)
Profession: Geweihter: Praios (10GP)

Vorteile = 31GP
Adlige Abstammung (7GP)
Geweiht [zwölfgöttliche Kirche] (Durch Profession)
Gutes Gedächtnis (12GP)
Prophezeihen (12GP)

Nachteile = -35GP
Eingeschränkter Geruchssinn (-5GP)
Eingeschränkter Tastsinn (-5GP)
Geiz: 6 (-3GP)
Moralkodex [Praios-Kirche] (Durch Profession)
Neugier: 6 (-6GP)
Unfähigkeit für [Talentgruppe] Natur (-10GP)
Verpflichtungen (Durch Profession)
Weltfremd bzgl. ländliches Leben 6 (-6GP)


Wichtige Talente (560 + 150AP)
Körper
Selbstbeherrschung 7

Gesellschaft
Etikette 8
Menschenkenntnis 7
Überzeugen 7

Wissen
Geschichtswissen 7
Götter und Kulte 10
Heraldik 7
Kryptographie 0
Magiekunde 7 (Dämonologie)
Rechtskunde 8
Sprachenkunde 4
Staatskunste 7

Sprachen und Schriften (alle)
Alt-Imperial/Aureliani 4
Bosparano 8
Garethi 12
Rogolan 4
Tulamidya 4
---
(Alt-)Imperiale Zeichen 4
Kusliker Zeichen 10

Handwerk
Heilkunde Seele 7

Liturgiekenntnis
Liturgiekenntnis (Praios) 9

Hinzugekaufte Liturgien
Blendstrahl aus Alveran
Exorzismus
Goldene Rüstung
Schutzsegen (II)
Schutzsegen (III)
Objektsegen (II)



Auch die Speisegebote habe ich rausgeworfen, da mir ein allzu asketischer Held doch etwas zu anstrengend wäre, Einschränkungen in der (Qualität und Menge der) Nahrung und Getränke ergeben sich dann aus dem Geiz.
Außerdem finde ich tatsächlich auch, dass ein lebensnaher und auch hin und wieder mal ein Bier oder ein Glas Wein trinkender Geweihter doch gleich viel gelassener und sympatischer wirkt, als ein Asket und genau das soll auch zu meinem Priester gehören.

Er soll zwar u.a. ein Mystiker sein, der durch einen Aufmerksamen Blick in die Welt, Studien von Schriften, Gebete (und den Vorteil/die Gabe Prophezeihen) versuchen Praios Spirituell besonders nah zu kommen: Schließlich sucht er das ewige Licht auf seine Art und Weise.

Zu seine mystischen Natur in Kombination mit der Suche des ewigen Lichtes gehört aber auch, dass er sich (philosophische bzw. theologische) Fragen nach der Wahrheit stellt.
Klar, es wurde dieses und jenes Gelehrt und an bestimmte Dinge glaubt auch er (relativ unerschüttert) und bestimmte Rechte will und muss er durchsetzen (so wie z.B. das Zwölfgötteredikt und die Praiosgewollte Ständeordnung).

Aber wie verhält es sich denn nun im Detail mit der Magie?
Muss man sie vernichten, weil jedes Wirken die Gefüge der Welt durcheinander bringt, oder muss man nur ihren Gebrauch in Praiosgefällige Bahnen lenken und dafür Sorgen, dass die Menschen mit der Magie keinen Schaden anrichten und sich nicht selbst zu Göttern aufwerfen?
Ist es nicht Praios höchst selbst, der die derische Ordnung schafft und erhält?
Und wie nur könnte man dann glauben, dass Menschen mit ihrer Magie die Ordnung und damit das Wirken des Herrn Praios selbst bedrohen können?
Wie viel Gnade sollte vielleicht doch einmal einem Verbrecher zuteil werden, insofern er denn wirkliche Reue zeigt?
Wie soll man mit Reisenden umgehen? Sind sie die Helden der Sagen oder Verbrecher, die versuchen, die Ständeordnung zu durchbrechen?

Wie konnte das heilige Licht verschwinden?
Ist es eine Strafe Praios an seine Kirche, weil sie zu dekadent ist?
Oder ist es ein Zeichen, dass Praios wieder mehr Macht durch seine Prieser auf Dere haben möchte?
Wird es Zeit für weniger politische Einmischung oder eher für eine neue Priesterkaiserzeit?

Was sind die Probleme des (einfachen) Volkes?
Sind sie durch ihre Arbeit Praiosgefällig oder können sie seinen wahren Willen gar nicht erkennen geschweige diesem Folgen, weil sie für die geistigen Gaben des Herren Praios gar keine Zeit haben?

Wie steht es denn mit gewürzten Speisen und mit Alkohol und Weihrauch oder Pfeifen?
Können ihre Einflüsse auf die Sinne, wie die Boronkirche es meint, den Kontakt zu den Göttern stärken, oder benebeln sie den Geist und legen einen Schleier um den Verständ des Menschen, sodass das Licht des Herren praios nicht mehr zu ihm durchscheint?




Wahrlich, mein praiot soll kein dekadenter, arroganter, eitler Wichtigtuer sein der meint, er habe Warheit und Weisheit mit Löffeln gegessen.
Er ist ein Suchender und will sich somit auf der Seite derer sehen, die noch viel weniger Einblick in den Willen Praios haben als er: Das Volk.

Mein praios Geweihter will ihnen und sich selbst klarmachen, dass man nurch durch Wahrheit (nicht lügen), durch Aufrichtigkeit, durch einen starken Glauben und durch die Praiosgefällige (Stände)Ordnung göttergefällig leben und sein Seelenheil und sein derisches Glück sichern könne.
Doch Wahrheit und Unwahrheit voneinander zu scheiden kann mühselig sein, Gnade vor Recht ergehen zu lassen um das Recht manches Mal besser zu legitimieren manchmal notwendig sein...und dann gibt es da die Tugenden der anderen elf Götter, die wie Praios zu den unteilbaren Zwölf gehören.

Da kann man es auch einem Praiosgeweihten nicht verübeln, wenn er man einen großen krug Bier zu sich nimmt und Teilhat an den schönen Seiten des Praiosgefälligen Lebens für das er streitet.

Vor allem aber ist (m)ein Praiosgeweihter dieses: Ein Ausgewählter von Praios selbst, der als Vorbild für das Volk durchs Leben schreiten muss.
Die Bauern muss muss er an die Treue erinner, die Händler zur Fairnis ermahnen (wohl wissend, dass er damit in konflikt mit der Phexkirche kommen kann, was sein Leben nicht leichter macht) und die Adligen und Herrscher zu Besonnenheit hinlenken, aufdass sie nicht herrschsüchtig und egozentrisch sondern zum Wohle ihres ganzen herrschaftsbereiches mitsamt aller Einwohner Handeln, denn der Baron von und Zu Brothausen ist genauso durch Praios Weisheit und Gnade auf den Herrschertron gesetzt worden, wie Bauer Alrik, von dem der Baron abhängig ist, da Alrik ihn mit Nahrung versorgt.


Aufrecht, wahrhaftig; zwar nicht unterhalb seiner Verhältnisse aber im rahmen dieser bescheiden; stark im Glauben aber nicht fanatisch; Gerecht und neutral seiend aber immer ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen aber auch die Freuden der Gläubigen habend: So soll mein Praiot sein.
~ Der Threadnekromant.
PG FTW: Wenn ein Krieger zwei linke Hände für Fernkampfwaffen hat, ist dem halt so!

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Zyrrashijn
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Zyrrashijn » 23.02.2015 07:58

Schutzsegen II & III musst du nicht kaufen.
- Wer dem Licht dienen will, darf die Schatten nicht scheuen -

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Sibylla
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 23.02.2015 08:15

Na'rat hat geschrieben: Die örtliche Hexe, Druide und Schwarzmagier sind ein anderes Problem. Das offizielle Aventurien ist so tolerant dass es an Gleichgültigkeit grenzt.
Bedingt, das empfinde ich nicht ganz so - oder zumindest nicht zu jeder Zeit. In vielen abgelegenen oder rückständigeren Gegenden sind Druiden und Hexen ein fester Bestandteil der Bevölkerung. Schaut Euch kleine Dörfer in Finsterkamm oder Andergast an. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein junger, enthusiastischer Praiosgeweihter ordentliche Probleme bekommt, wenn er im Feuereifer nach einem Scheiterhaufen kräht, um die alte Hexe, die Dutzenden von Kindern auf die Welt, ebenso viele Frauen auf dem Kindbett gerettet und hunderte von Wunden sowie Knochenbrüchen der örtlichen Holzfäller geheilt hat und hin und wieder mal ihr Heim mit einem Krähenruf gegen Orks verteidigt, zu bringen.
Ich denke, dann wird der Praiosgeweihte mit Mistgabeln aus dem Dorf gejagd. ^^

Na'rat hat geschrieben:
Hexe, Druide und Schwarzmagier genießen seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden Rechtsschutz.
Konstruiert man hier ein Spannungsfeld, eher schwierig bei den geringen Lobbykräften dieser Gruppen, macht es gerade Spaß einen Praiosgeweihten zu spielen.
Oh, das wusste ich nicht. Wer außer der örtlichen Bevölkerung sollte Lobbyarbeit für diese machen?
Na'rat hat geschrieben:
Was die offizielle Praioskirche kommentarlos abnickt.
Das sehe ich nicht ganz so bzw. das habe ich bisher immer anders aufgefasst. Die Existenz von Hexen und Druiden ist bekannt und wird zähneknirschend geduldet, sofern sie nichts Böses tun und keinen Schaden anrichten. Schwarzmagier müssen gildenzugehörig sein und dem Codex Albyricus entsprechend gewandet sein und sich verhalten, dann ist alles gut. Aber das bedeutet für mich nicht, dass ihre Existenz so hingenommen wird.

Ich habe das bisher immer so interpretiert, dass ihre Existenz der Praioskirche durchaus ein Dorn im Auge ist. Freie Magie bei magiebegabten Hexen udn Druiden ist gefährlich und birgt Chaos, da nicht von einer Gilde kontrolliert. Und Chaos ist wider der praiosgefälligen Ordnung.

Um aber auf meine oben stehenden Worte zurück zu kommen, dürfte die Praioskirche eben wissen, dass diese Magiebegabten nun mal zu den örtlichen Sozialstrukturen gehören und dort auch geschätzt sind, sofern sie sich für die Menschen einsetzen.
Na'rat hat geschrieben:
Die Hexe, der Druide und der Schwarzmagier muss damit rechnen, dass schon allein das Wort eines Praiosgeweihten, die Aussagen von Geweihten haben eh schon Beweiskraft, sie in größte Schwierigkeiten bringen kann oder auch aus diesen heraushelfen kann.
Kommt für mich auch drauf an, wo man sich gerade befindet. Auch die Bannstrahler dürften die Augen verdrehen, wenn ihnen eine Anzeige vorliegt, dass im letzten Bergdorf des Finsterkamms eine Hexe mittels Beherrschungs- oder Beschwörungs-Magie wie Große Gier oder Krähenruf einen Vergewaltiger vertrieben und ein junges Mädchen vor der Entehrung gerettet hat. Ja- da kam ein Mann evtl. zu schaden aber ja- wurde Magie eingesetzt, um jemanden zu retten und nein- es liegt keine Gildenzugehörigkeit vor.

Ganz ernst: ich wüsste auf Anhieb nicht, wie meine Inquisitorin ad hoc entscheiden sollte. Ich würde sie wahrscheinlich so ausspielen, dass sie mit der Hexe ein sehr, sehr ernstes Wort spricht und den Dorfältesten aufgibt, sie gut im Auge zu behalten. Aber wenn die Frau sonst nichts tut, um zu schaden, würde die Praioskirche nur die Dörfler gegen sich aufgringen, wenn die Hexe verbrannt wird.
Ich denke, das ist schon eine Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnisses für den Ruf der Kirche und wie weit ihr Arm in manchen Gegenden reicht.
LG,
Sibylla

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.02.2015 08:50

@Seidoss-Amina von Seelenheil
Bei der letzten Zusammenstellung kriege ich irgendwie die Punkte nicht auf die Reihe: Ausgegeben sind (bei 100 Eigenschaften?!) 144-35=109 GP. Was sind die +150AP?

Eingeschränkter Geruchs- und Tastsinn = ziemliche Niete in handwerklichen Dingen. Da wäre eine Unfähigkeit Handwerk für mich das logischere - dass Du dann Heilkunde Seele vor Spielbeginn nicht steigern kannst, wäre die einzige Einschränkung, ansonsten tust Du dich damit halt auch etwas schwerer (Spalte C), was ja nicht heißt, dass Du das nicht bis TaW 20 steigern kannst.

Bei der jetztigen Zusammenstellung frage ich mich "wo ist da der Adelige?" - ein einfacher Praiosgeweihter ist sowiso herrschafts-affin. Einem Karrieristen käme natürlich ein entsprechender Hintergrund zugute. Du baust hier aber gerade einen Mystiker, der mMn wohl eher durch Kritik an den Strukturen auffallen wird.

@Sibylla
Na'rat meint das Gesetz des Reichsbehüters Rohal, welches Hexen usw. dadurch vor Verfolgung schützt, als es sowohl "Hexe-sein" erlaubt (incl. deren sonderbare Glaubensvorstellungen). Deren Magie wird nur durch Gildenmagier-Privilegien eingeschränkt, die nur denen Verkauf von magischen Dienstleistungen erlaubt.
Schwarzmagier als Mitglied der Gilde und der aus seinem Turm ausgeräucherte "Schwarzkünstler" sind zweierlei - auch wenn der Volksmund anderes behauptet, sind die von Helden ausgehobenen Schurken selten aus Fasar oder Al'Anfa zugezogen um im MR mal so richtig Mobbing zu erleben, wo sie daheim fast Magokraten sein könnten.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 23.02.2015 09:00

@ Andwari

Dank Dir für den Hinweis, das ist wirklich gut zu wissen. Habe ehrlich gesagt noch nicht vom Reichsbehüters Rohal gehört. :oops: Wann wurde das erlassen?
LG,
Sibylla

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.02.2015 09:19

Rohal der Weise! Er vertrieb die Priesterkaiser, herrschte von 466 BF bis 589 BF und legte dann sein Amt als Reichsbehüter (d.h. quasi-Kaiser) nieder und verschwand.

Sowohl die, welche die Priesterkaiser ganz toll fanden, als auch jene, die sein plötzliches Abtreten nicht gut fanden (=> Magierkriege, Garether Pamphlet), kritisieren ihn - für viele andere ist seine Regentschaft ein Goldenes Zeitalter voller Frieden, Rechtssicherheit und Fortschritt.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 23.02.2015 09:25

Sibylla hat geschrieben:Ich kann mir schon vorstellen, dass ein junger, enthusiastischer Praiosgeweihter ordentliche Probleme bekommt
Warum, er kommt aus einer Rechtstradition in der derlei seit Jahrhunderten geduldet und gefördert wird
Sibylla hat geschrieben:Wer außer der örtlichen Bevölkerung sollte Lobbyarbeit für diese machen?
Das ist eben die Frage. Ein paar Bauern haben mehr Einfluss auf die Herrschaft als die Praioskirche?
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Aber wie verhält es sich denn nun im Detail mit der Magie?
Die Kirche nimmt dazu eine ultraliberale Haltung ein. Magie, das Produkt von Madas Frevel gegen die Weltordnung, ist nunmehr lediglich ein Werkzeug, wie ein Hammer.
Das Dogma des Magiebannes existiert praktisch nicht mehr.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Wie viel Gnade sollte vielleicht doch einmal einem Verbrecher zuteil werden, insofern er denn wirkliche Reue zeigt?
Gnade findet sich bei Praios nicht. Recht hingegen schon und seit neuem Gerechtigkeit. Gnade ist also das Produkt von Recht und dem was man für Gerechtigkeit hält.
Zumal das aventurische Strafsystem nicht dafür da ist die Täter irgendwie zu rehabilitieren.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Sind sie die Helden der Sagen oder Verbrecher, die versuchen, die Ständeordnung zu durchbrechen?
In aller Regel schon, so ein Pack gehört eingesperrt, dann an den Pranger und oder ein Arbeitslager.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:Wie konnte das heilige Licht verschwinden?
Kompliziert. Die offizielle Version von einer Prüfung halte ich nicht für sinnvoll. Da mit dieser Dämonisches zu Agenten von Praios Willen werden und die aktuelle, abgestrafte, Kirche extrem schlecht bei wegkommt. Passender scheint da eine Sichtweise, bei der das Licht im Zuge kosmischer Auseianndersetzungen verschwunden ist.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:Oder ist es ein Zeichen, dass Praios wieder mehr Macht durch seine Prieser auf Dere haben möchte?
Wird es Zeit für weniger politische Einmischung oder eher für eine neue Priesterkaiserzeit?
Noch weniger Einfluss geht kaum.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Was sind die Probleme des (einfachen) Volkes?
Steuern, Nachbarn, die Herrschaft, das Wetter. Nicht unbedignt in dieser Reihenfolge.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:Wie steht es denn mit gewürzten Speisen und mit Alkohol und Weihrauch oder Pfeifen?
Was soll damit sein?

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 23.02.2015 10:01

Na'rat hat geschrieben:
Sibylla hat geschrieben:Ich kann mir schon vorstellen, dass ein junger, enthusiastischer Praiosgeweihter ordentliche Probleme bekommt
Warum, er kommt aus einer Rechtstradition in der derlei seit Jahrhunderten geduldet und gefördert wird
Was meinst Du gerade? Meinst Du, die Praioskirche fördert Hexen und Druiden?
LG,
Sibylla

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 23.02.2015 10:26

Fördern im dem Sinne, dass sie mit ihren Praktiken seit Jahrhunderten Rechtsschutz genießen und weitestgehend vollständig in die zwölfgöttliche Gemeinschaft integriert sind. Ungläubige Adlige sind keinerlei Problem.

Der Topos der Hexenverfolgung funktioniert in Aventurien schlicht nicht. Was so wohl gut, Hexenverfolgung ist eher eine neuzeitliche Angelegenheit, als auch schlecht, größte Beliebigkeit, ist.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2015 13:16

Zyrrashijn hat geschrieben:Schutzsegen II & III musst du nicht kaufen.
Gekauft ist vielleicht der falsche Ausdruck: Ich habe beide für 0GP/AP Kosten aktiviert/aktivieren müssen.
Andwari hat geschrieben:@Seidoss-Amina von Seelenheil
Bei der letzten Zusammenstellung kriege ich irgendwie die Punkte nicht auf die Reihe: Ausgegeben sind (bei 100 Eigenschaften?!) 144-35=109 GP. Was sind die +150AP?
Habe ich mich denn irgendwie verrechnet?
Ich habe 100GP in Eigenschaften
Und habe die 50GP aus Nachteilen nicht gänzlich ausgeschöpft (-35GP aus Nachteilen).
Der eine GP der dir noch fehlt kommt so zustande, dass ich die Talentspezialisierung Magiekunde (Dämonologie) für 1GP gekauft habe, anstatt für AP.

Die +150Ap kommen so zu stande: Die Gruppe in die mein Praiot integriert werden wird hat schon ein bisschen gespielt, sodass mein Meister mir zusätzlich zu den Start-AP aus IN und KL noch mal 150AP draufgegeben hat.

Andwari hat geschrieben:Eingeschränkter Geruchs- und Tastsinn = ziemliche Niete in handwerklichen Dingen. Da wäre eine Unfähigkeit Handwerk für mich das logischere - dass Du dann Heilkunde Seele vor Spielbeginn nicht steigern kannst, wäre die einzige Einschränkung, ansonsten tust Du dich damit halt auch etwas schwerer (Spalte C), was ja nicht heißt, dass Du das nicht bis TaW 20 steigern kannst.
Nee, das mit Unfähigkeit für Handwerk lass ich sein.
Schlechter Geruchssinn mag zwar in bestimmten Situationen ein klarer Nachteil sein (ein wirklich genussvolles Leben wir mein Praiot definitiv nicht führen können), aber dafür schmeckt auch billiges Bier nicht allzu schlecht (weil es quasi nach nichts schmeckt).
Ob ich den Eingeschränlten Tastsinn noch versuche auszutauschen, darüber mache ich mir tatsächlich noch Gedanken.

Andwari hat geschrieben:Bei der jetztigen Zusammenstellung frage ich mich "wo ist da der Adelige?" - ein einfacher Praiosgeweihter ist sowiso herrschafts-affin. Einem Karrieristen käme natürlich ein entsprechender Hintergrund zugute. Du baust hier aber gerade einen Mystiker, der mMn wohl eher durch Kritik an den Strukturen auffallen wird.
Vielleicht habe ich das etwas zu krass formuliert: Mein Geweihter ist sich schon bewusst, welche gesellschaftliche Rolle er als Adliger und als Praiosgeweihter zu füllen hat: Natürlich steht er über dem Bauernjungen ind er Nahrungskette, so hat Praios es schließlich gewollt.
Meinen Hang zum Mystizismus so wie die eher nach Warheit suchende Natur anstatt des alles (besser) wissenden entnehme ich u.a. Texpassagen aus WdG S. 312-314 zur Quanionsqueste, Zitat S. 313 (aus dem Kasten):
"[...]Die Phase des Umbruchs und der Neubesinnung des Praioskultes ist der Hintergrund, vor dem Sie viele Abenteuer ansiedeln können. Die Begegnung mit Sinn suchenden Praios-Geweihten gibt ihren Spielern die Möglichkeit, die Priester nicht als befehlende Störfaktoren zu erleben, sondern als ernsthafte, nach tiefgründiger Wahrheit und Gerechtigkeit suchende Diener ihres gottes kennen zu lernen.
[...]Gehen sie davon aus, dass die Mystiker innerhalb der Gemeinschaft des Lichts großen Zulauf erhalten[...],während der Typus des Herrschaftspriesters seltener wird und in den Hintergrund tritt. Spielen sie Geweihte des Götterfürsten im großen und Ganzen bescheidener: Sie befinden sich nun selbst auf der Suche nach Wahrheit, anstatt die Weisheit gepachtet zu haben.[...]"


Das, was also vielleicht auf den ersten Blick etwas "unadlig" oder "unpraiotisch" klingt, habe ich also vermutlich einfach nur etwas zu krass ausgedrückt, denn wie man sieht berufe ich die Mentalität meines Praioten auf offizielle Textstellen :)

Na'rat hat geschrieben:
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:Wie steht es denn mit gewürzten Speisen und mit Alkohol und Weihrauch oder Pfeifen?
Was soll damit sein?
Siehe im weiteren Textverlauf:
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:Wie steht es denn mit gewürzten Speisen und mit Alkohol und Weihrauch oder Pfeifen?
Können ihre Einflüsse auf die Sinne, wie die Boronkirche es meint, den Kontakt zu den Göttern stärken, oder benebeln sie den Geist und legen einen Schleier um den Verständ des Menschen, sodass das Licht des Herren praios nicht mehr zu ihm durchscheint?
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.02.2015 13:56

Ich meinte die Unfähigkeit Handwerk eigentlich als Ersatz für Unfähigkeit Natur.

"Gnade vor Recht" ist besonders für einen aufrichtigen Praioten ein ganz heikles Thema. Er verstößt damit gegen seinen Glauben, der eben "Recht" vorsieht. "Gnade" können nur die dazu Auserwählten gewähren - und das sind Könige usw. nicht der kleine Praiot. Zwei Möglichkeiten:
- mittels Rechtskunde ein möglichst altes Beispiel finden, wo irgendwelche Herrscher so entschieden haben, wie von ihm gewünscht.
- den Herrscher (oder seine Tochter) weichkauen, damit er den Bauern begnadigt.

Was "Genussmittel" angeht - nichts davon ist dem Praioten prinzipiell verboten. Er wird es gewöhnt sein, dass sein Essen keine geschmacklose Pampe ist, wie sie aus dem Leibeigenen-Topf kommt. Wein und Vollbier gibt's regelmäßig, an Rauch&Rauschwerk natürlich nur das, was nicht auf dem Wehrheimer Index steht wobei sonderbarerweise kaum ein Spielerheld sich je mit Mibelrohr, Gewürzwein und Samthauch abschießt. Wenig experimentierfreudig, diese jungen Aventurier.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2015 19:51

Andwari hat geschrieben:"Gnade vor Recht" ist besonders für einen aufrichtigen Praioten ein ganz heikles Thema. Er verstößt damit gegen seinen Glauben, der eben "Recht" vorsieht. "Gnade" können nur die dazu Auserwählten gewähren - und das sind Könige usw. nicht der kleine Praiot. Zwei Möglichkeiten:
- mittels Rechtskunde ein möglichst altes Beispiel finden, wo irgendwelche Herrscher so entschieden haben, wie von ihm gewünscht.
- den Herrscher (oder seine Tochter) weichkauen, damit er den Bauern begnadigt
Nun, das bietet sich doch an für meinen Wahrheit, Gerechtigkeit und Weisheit suchenden Mystiker: Sind diverse Rechtssysteme bzw. Bestrafungen überholt und muss nicht zur Legitimation und Sinnstiftung des Rechts (in den jeweiligen Situationen) eine neue Bestrafung oder Zuchtmethode gefunden werden?

Um das Dilemma mal in unsere moderne Welt zu übertragen:
Mein Praiot hat also quasi gelernt: Man geht nicht bei rot über die Ampel.
Geht jemand bei rot über die Ampel, so bestrafe ihn.

Vielleicht fragt sich mein Praiot aber inzwischen: WARUM soll man nicht über die Ampel gehen?
Aha, das scheint etwas mit Verkehrssicherheit zutun zu haben und Dient dem Schutze aller Verkehrsteilnehmer.

Moment, mal, wenn da also jemand ist, der irgendwann zwischen 0-4Uhr Morgens an einer roten Ampel steht, in keinem der Häuser um ihn herum brennt Licht (also schlafen vermutlich alle) und das nächste Auto ist so weit entfernt, dass man es vermutlich nicht einmal hören kann...hat das Gesetz "Geh nicht über Rot" dann in diesem Moment überhaupt einen Inhalt? Hat es also überhaupt Legitimation?
Ist es nicht meine Aufgabe als Praios-Geweihter, Gesetze nicht einfach nur auszuführen und Verstöße gegen sie zu bestrafen, sondern jedes Gesetzt auch auf Inhalt und Sinn zu prüfen?
Muss ich denn nun wirklich diesen Menschen bestrafen, der des Nachts bei rot über die ampel geht, oder hat er den Willen Praios hinter dem Schleier der Welt erblickt und verstanden, warum es Gesetzte gibt und warum man sie (wann) befolgen muss?

So in etwas stelle ich mir meinen Praioten vor: ja zu Gesetz und Ordnung, aber nein zu sinnentlehrten Gesetzen und Dogmen.
Letztendlich wird das Wiederfinden des Ewigen Lichtes (hoffentlich!) Klarheit bringen...
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 23.02.2015 20:09

Der Weg des Praioten:
1. Darauf hinarbeiten, dass jeder der eine Verkehrs-Owi begeht, seine "rechte" Strafe bekommt.
2. Dabei maximal den Ermessensspielraum ausnutzen, den das Gesetz bzw. die Anordnungen der Vorgesetzten erlauben.
3. Bei der zuständigen Instanz beantragen, zu prüfen ob man die Ampel nachts nicht besser ausstellt.

Der Praiot ist dabei nicht der Polizist, sondern irgendwas zwischen Polizei und dem rechtschaffenen Bürger, der genau wegen sowas ständig bei der Polizei anruft und denen die notierten Nummernschilder in die Hand drückt.

Ein "guter" und "heldenhafter" Praiot muss sich also mit wichtigen Dingen beschäftigen, weil ihn sonst diese ganzen Nachbarschaftsstreitigkeiten, Viehverhexung usw. kirre machen.
Zu versuchen, der Problematik auszuweichen, macht keinen "progressiven" Praioten, sondern einen Abnickhansel mit Anspruch, dass seine Launen göttlicher Wille seien.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 23.02.2015 20:17

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: So in etwas stelle ich mir meinen Praioten vor: ja zu Gesetz und Ordnung, aber nein zu sinnentlehrten Gesetzen und Dogmen.
Es steht dem 08-15 Praiosgweihten schlicht nicht zu darüber zu befinden was sinnentleert ist oder nicht.
Das die Kirche quasi alles abnickt ist wieder eine andere Geschichte.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Letztendlich wird das Wiederfinden des Ewigen Lichtes (hoffentlich!) Klarheit bringen...
Schön wäre es...

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2015 20:58

Na'rat hat geschrieben:
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben: Letztendlich wird das Wiederfinden des Ewigen Lichtes (hoffentlich!) Klarheit bringen...
Schön wäre es...
Schhht, ich werd mir die Kampagne Quanionsqueste kommenden Monat kaufen, also nicht Spoilern :D :P.

Aber natürlich glaube auch ich als Spieler nicht daran, aber mein kleiner Praiot wird doch wohl noch dran glauben dürfen, dass mit dem Wiedererlangen des Ewigen Lichts "alles besser wird" :D
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 08:23

Andwari hat geschrieben:Rohal der Weise! Er vertrieb die Priesterkaiser, herrschte von 466 BF bis 589 BF und legte dann sein Amt als Reichsbehüter (d.h. quasi-Kaiser) nieder und verschwand.
Hey, Dank Dir vielmals für die Erklärung! :D Hab was gelernt :D
LG,
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 08:34

Andwari hat geschrieben: Was "Genussmittel" angeht - nichts davon ist dem Praioten prinzipiell verboten. Er wird es gewöhnt sein, dass sein Essen keine geschmacklose Pampe ist, wie sie aus dem Leibeigenen-Topf kommt. Wein und Vollbier gibt's regelmäßig, an Rauch&Rauschwerk natürlich nur das, was nicht auf dem Wehrheimer Index steht
Das sehe ich auch so, immerhin rekrutiert sich ein großer Teil der Geweihten aus dem Adel, wodurch ein gehobenerer Anspruch vorausgesetzt werden könnte.

Aber: ich habe noch keinen Hinweis gefunden, wie sich der Lebensstandard während der Ausbildung der Novizen verhält. Wenn ich mir nun die Praios-Tempel ansieht, kann ich mir kaum vorstellen, dass die jungen Novizen auf nacktem Lehmboden, in einem vor Kälte klirrenden Kämmerchen schlafen müssen. Was gibt es zu essen, wie sehen die Kammern aus, wie verhält es sich mit persönlichen Gegenständen usw.?
Habt Ihr Tippe, wo ich das nachlesen kann? Oder wie stellt Ihr Euch das vor?
LG,
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 24.02.2015 11:15

Für die Hüterklöster Arras de Mott und Karenow gibt es Pläne. Hier teilen sich die Novizen einen Schlafsaal, glaube ich.

Ich denke, es gibt große Unterschiede zwischen Tempeln; ob groß oder klein, ob in praiosaffinen Gegenden oder nicht, usw.
Nadoret/Notmark/.. wird nur ein bis zwei Novizen haben, Gareth/Elenvina/Greifenfurt Dutzende Novizen.

Persönlich würde ich für die Novizen einen eher kargen aber gesunden Lebensstil sehen, verbunden mit viel aber nicht auszerrender Arbeit (ähnlich der Pagen/Knappen).

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 11:23

@ Faras Damion

Dank Dir! :) Und was denkst Du zum Thema persönlicher Besitz? Dürfen Novizen ein paar persönliche Habseligkeiten behalten / haben oder nicht? In meinen Runden habe ich dazu bei unterschiedlichen SL ganz unterschiedliche Erfahrunge gemacht.
LG,
Sibylla

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 24.02.2015 11:27

Vom Leben in Aventurien enthält ein Kapitel über einen Praios-Novizen (S. 8-10).

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 11:39

@ Gorbalad

Die alten Regelwerke habe ich leider nicht :( Kann man die irgendwo als pdfs bekommen?
LG,
Sibylla

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 24.02.2015 11:40

MWn nicht legal.

Ich kann Dir aber bei Gelegenheit nachschauen, ob da was zu Deinen Fragen drinsteht.

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Sibylla
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 12:02

@ Gorbalad

Sehr, sehr gerne! Da würde ich mich sehr freuen! :ijw:
LG,
Sibylla

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X76
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von X76 » 24.02.2015 12:09

Sachen wie "Gleichheit" (z.B. Puniner Boronkirche) oder "Demut durch Armut" (z.B. Travia oder Peraine) sollte es meiner Meinung nach eigentlich nicht in der Praioskirche geben.

Wer eine hohe Herkunft und entsprechende Mittel etc. hat, hat sie ja als Teil der natürlichen Ordnung. Aufgaben von Dienern zu übernehmen (wie z.B. bei den Knappen, welche ja auch auf alle 12 Götter ausgelegt sind) passt da nicht ins Bild. Auch eine körperliche Abhärtung (durch Verzicht und harte Arbeit) gehört wohl nicht zu den wichtigen Themen einer Geweihtenausbildung.

Ich denke die Aufgaben, Unterbringung etc. der Novizen werden sich weitgehend nach den Möglichkeiten vor Ort richten. Eine Ungleichbehandlung dabei "nach SO" würde sehr gut zur Kirche passen (wobei hier natürlich die Hierarchie der Kirche die größte Rolle spielt). Oft wird es aber einfach gar keine andere Möglichkeit geben als Novizen in Mehrbettzimmern oder Schlafsälen unter zu bringen und wo es keine Diener gibt, müssen die Novizen ihre Aufgaben übernehmen.

Wo es diese jedoch gibt, werden Novizen eher "gehobene Dieneraufgaben" machen, wie z.B. Leibdiener, Bibiliotheksgehilfe etc. statt Putzfrau und Stallknecht.

Jeder hat seinen Platz in der Welt und auch für die angehenden Diener Praios ist der sicher nicht ganz unten. :wink:

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Sibylla » 24.02.2015 12:18

X76 hat geschrieben: Wo es diese jedoch gibt, werden Novizen eher "gehobene Dieneraufgaben" machen, wie z.B. Leibdiener, Bibiliotheksgehilfe etc. statt Putzfrau und Stallknecht.
Was mich wiederum zu der Frage bringt, ob es in Tempeln eigentlich Putzfrauen, Diener usw. als Angestellte gibt.... :???:
X76 hat geschrieben: Jeder hat seinen Platz in der Welt und auch für die angehenden Diener Praios ist der sicher nicht ganz unten. :wink:
Das sehe ich genauso :)
LG,
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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Andwari » 24.02.2015 12:23

@persönliche Dinge
Novizen sind Mündel der Kirche, d.h. genau wie bei Knappen oder Lehrlingen übernimmt der Ausbilder eine Elternfunktion. Wenn da ständig Fresspakete von ihrer Hochwohlgeboren, Tante Alrike, ankommen, muss man das wohl etwas kanalisieren. Die Praioskirche ist kein asketischer Bettelorden. Eine Schmuckausgabe des Breviers, neue, erkennbar gut verarbeitete Kleidung (nach den Vorgaben des Tempels), der eigene silberne Kerzenhalter fürs Nachtgebet - Tante Alrike wird Wege finden, ihrem Schatz was Gutes zu tun.

Viele Novizen sind Adelige, es wäre schlecht für die Kirche, wenn die alle ihren Ausbilder und den ganzen Laden am Ende der Ausbildung hassen. Ein eigenes Bett ist aventurisch für Jugendliche schon ein ordentliches Level, da die Novizen einer gemeinsamen, niedrigen Stufe im Kosmos "Kirche" angehören, kann man auch den Bauernsohn neben die Grafentochter legen - beides Praiosnovizen. Die Kirchen sind Ausnahmeerscheinungen, weil hier Leute niederer Herkunft wirklich hoch aufsteigen können. Da sowiso nur wirklich außergewöhnliche Bauernkinder hier sind, kann man eher zur Disziplinierung der Adligenkinder neigen = Schlafsaal für alle im 1.-3. Jahr. Dann vllt. steigender Komfort, vllt. sogar erfolgsabhängig. Viele selbst hochadelige Eltern würden ein Verhätscheln ihrer Sprösslinge nicht verstehen.

Für heutige Begriffe wird die geforderte Disziplin immer "hart" erscheinen. Wie bei anderen Elite-Ausbildungseinrichtungen gibt es Diener. Ein Verhältnis von 1:1 von Dienstpersonal zu (Geweihten+Novizen+sonstigeHöhergestellte) wäre noch kein Zeichen besonderen Luxus. Da die nicht faul rumlungern werden, sind die Novizen von vielen alltäglichen Handgriffen befreit - wie man Hühner rupft und zubereitet, lernen sie einfach nicht.

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Re: Praios-Geweihter als Spieler-Charakter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 24.02.2015 13:13

Wobei ich mir durchaus auch niederere Tätigkeiten (für Novizen oder gar Geweihte) als Straf- oder Bußdienst vorstellen kann.

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