Andergaster Ritter

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Vasall
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 08:22

Hm, wenn er vom Gutsherren herkommt, sollte er vielleicht eher Amtsadelig (Schultheißenamt/Vogt) sein, statt auf adelige Abstammung zurückblicken zu können.

Ansonsten ganz passend BIS auf Unfähigkeit Fernkampf.
Das geht bei nem Andergaster Ritter meiner Meinung gar nicht. Ritter stellen hier das Rückgrat des Heeres dar, bestimmt 80% der Kämpfe gehen um befestigte Orte und ein professioneller Kämpfer der noch dazu seine Lanze und Waffenknechte zu befehligen hat und bei Hofe seinen Mann stehen muss macht sich einfach lächerlich wenn er in einer kompletten Waffengattung dieser Bedeutung versagt. Der Ritter ist Hauptmann und Ausbilder der Burgmannschaft/Lanze in einem, kein Lehensherr in Andergast kann hier einen Totalausfall gutheißen, adelige Abstammung hin oder her es gibt militärische/polizeiliche Notwendigkeiten. Auch wüsste ich nicht welcher Schwertvater in Andergast das seinem Knappen durchgehen ließe.

Naja sicher hast Du da eine gute Erklärung für, und Evtl. könnte der Nachteil bei einem Ritter dann aber mehr Punkte einbringen. Das beschränkt ihn zwar nicht unbedingt im Abenteurerleben, im Hintergrund aber ja schon sehr arg.

Der Andergaster Turnieritter im Basisregelwerk hat übrigens Unfähigkeit Handwerkstalente, da finde ich Deinen Bodenständigen Gegenentwurf sehr gut! :)

Ich hab einen Schultheißensohn aus dem Weidner Land, dessen Vater sich als Sarjant die Sporen im Dienst in der Burgmannschaft verdient hat. Der ist handwerklich auch recht fit und hat als Reminiszenz noch Infanteriewaffen sehr hoch und kämpft gerne mal mit Stangenäxten :)

Grüße!

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BenjaminK
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 09:05

Ich finde die Kombination Ritter und Bauer(Gutsherr) ausgesprochen gelungen :) so funktioniert es ja eigentlich in einem Lehnssystem. Hier sollte auch kein Amtsadel eingesetzt werden, wenn der Ritter sein eigenes Gut verwaltet und eben nicht Verwalter statt des Lehnsnehmers ist.

Unfähigkeit Fernkampf bedeutet ja auch keinen Totalausfall, sondern nur "tut sich schwerer damit als andere". Hier wird der Ritter aber sicherlich einen guten Schützen unter den Seinen rekrutieren können, der eben an seiner statt die Schützen ausbildet. Bei der Jagd als Sport des Adels sollte sich der Ritter dann aber eher an Fallen und gute Treiber oder Falken halten, denn mit der Armbrust tut er sich ja etwas schwerer.

Was FF angeht; Bei MinMax würde ich hier senken, so weit es geht. Rechnerisch macht es mehr Sinn einen Wert auf 8 und einen auf 14 zu haben, als zwei Werte auf 11. Was den Fluff angeht würde ich aber FF und IN hoch halten. Meister der Improvisation fordert eine FF von 12? Dann bleib bei 12. Bei IN würde ich eventuell auf 13 runter gehen um GE auf 12 zu bekommen. Die FF finde ich aber fluffig gut. In einem dünnen, rückständigen Land wird auch der hohe Herr persönlich die ein oder andere Ausbesserung an seiner Kleidung durchführen und kann sich wohl auch keinen Vogt zur Verwaltung leisten, oder gar dass nur seine Untertanen die Ländereien bewirtschaften und auch dort mit anpacken.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 30.09.2015 09:12

Der wahre Ritter geht auch bei der Jagd in den Nahkampf, mit Saufeder und Hirsch-/Eberfänger!

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 10:36

Der wahre Ritter geht auch bei der Jagd in den Nahkampf, mit Saufeder und Hirsch-/Eberfänger!
:lol: :lol: da tun mir Truthahn und Reh ja jetzt schon leid... :wink:
BenjaminK hat geschrieben: Hier sollte auch kein Amtsadel eingesetzt werden, wenn der Ritter sein eigenes Gut verwaltet und eben nicht Verwalter statt des Lehnsnehmers ist.
Klar, erst dadurch dass die Familie über Generationen hinweg stolze Freibauern waren bekommen sie doch überhaupt erst das Privileg Schultheißen/Verwalter ihres Dorfes zuwerden. Dieses Amt ist dann erst ihr Ticket sich aus reiner Ministerialität zu lösen und in die Adelswelt aufgenommen zu werden, wenn sie sich (heirats-) politisch und/oder militärisch geschickt anstellen.

Aus der Dienstbarkeit des Vasallen folgen die Adelsprivilegien, so läuft's im Lehenssystem. Allein sein Eigengut zu verwalten reicht nicht, denn das wirft nicht genug ab um sich Roß und Waffen zu leisten, sonst wär ja jeder Freibauer Ritter und man bräuchte kein Lehenssystem.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 30.09.2015 10:40

Natürlich sucht er sich auch angemessen wehrhaftes Wild, z.B. Wildschweine oder Bären.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 30.09.2015 10:50

Deshalb heißt es "Saufeder".
:wink: Ich verweise auf meine diversen Pamphlete zu "Abschaffung der MUT15-Voraussetzung bei Auflaufenlassen mit Speeren und Saufedern"
TT wünscht allen Spielern jeweils das DSA, das ihnen am meisten gefällt.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 11:52

...und dennoch ist der Ritter bereits Ritter, hat also den Ritterschlag erhalten und ist daher nicht amtsadelig :)

Der andergaster Ritter mag rückständig sein, aber nicht doof *G* ein Falke ziemt sich bei der Jagd ebenso, wie Treiber, die ihm das Wild vor die Nase treiben; Truthahn und Reh *G*
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 12:10

BenjaminK hat geschrieben:...und dennoch ist der Ritter bereits Ritter, hat also den Ritterschlag erhalten und ist daher nicht amtsadelig :)
Amtsadel IST Adel. Es gibt zahlreiche Beispiele von amtsadeligen Rittern im Hintergrund. Amtsadel ist überhaut erst die Dienstgrundlage für die vielen Dienstritter die in SdR beschrieben werden. Es ist der Türöffner für die ganzen Krieger die im Dienst als Panzerreiter in den Amtsadel und irgendwann gar in den Hochadel aufsteigen können. Der Dienst adelt und diese Dienstverhältnisse findest Du z.B. auch wenn Du in AgF oder in DrK nach "Ministerialen" suchst. Anders würde das Lehenssystem wie in HdR beschrieben ja auch gar nicht funktionieren.
Der andergaster Ritter mag rückständig sein, aber nicht doof *G* ein Falke ziemt sich bei der Jagd ebenso, wie Treiber, die ihm das Wild vor die Nase treiben; Truthahn und Reh *G*
Nun das mag einer Jagdszenen in Garetien entsprechen.
In Andergast dient die Jagd durchaus auch noch dazu bei Hofe seine Fähigkeiten an der Waffe unter Beweis zu stellen.

Ein inkompetenter Hauptmann wird bei einer Belagerung eben äußerst Schnell in Frage gestellt und der Schützenspezialist den er sich in die Mannschaft hohlen muss, weil er selbst seine Knechte nicht unterrichten kann wird der erste sein der ihm Paroli bietet...

Aber mal sein was der Themenersteller meint. Sicher hat er seine Vorstellungen, nur würde ich dann halt über etwas mehr Punkt für diesen Nachteil nachdenken, weil der meinem Empfinden nach in Andergast schon heftig ist.
Zuletzt geändert von Vasall am 30.09.2015 12:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 12:16

WdS S.246, Definition von Adliger Abstammung, Amtsadel und Adligem Erbe hat geschrieben:Ebenfalls als Adlige Abstammung gerechnet wird der 'klassische' Ritterschlag, auch wenn dieser Titel nicht übertragbar ist*.
*)Es gibt jedoch auch den Adelsrang des Ritters (unter dem des Junkers), der nicht zwangsläufig Knappschaft und Schwertleite erfordert, und von diesem auch erbliche Varianten.
Da im weiteren steht, dass Amtsadel eigentlich nicht für Spielerhelden zur Verfügung steht, spricht beides dafür, einen handelnden SC-Ritter mit adliger Abstammung zu erstellen.

Was die Unfähigkeit für Fernwaffen angeht, bleibt immernoch bestehen, dass er kein Versager ist. Das Können wird über den TaW abgebildet und die Steigerungsschwierigkeit gibt eben an, wie schwer sich jemand beim Lernen tut. Wenn besagter Ritter einen TaW Belagerungswerk (wobei der Ritter wohl eher die Kavallerie anführen wird oder die schwere Infanterie) hat und er ausreichend hoch ist, dann wird er genau so gut Belagerungswaffen einsetzen können, wie jemand mit Begabung Belagerungswaffen und gleichem TaW - er musste nur viel mehr Hausaufgaben und Übungen machen um an gleiche Kenntnisse zu kommen.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 12:30

Es ging doch um den Hintergrund Ritter-Bauer.

An den Ritterschlag ist aus welchen Gründen auch immer regeltechnisch Adelige Abstammung gebunden OHNE dass es im Hintergrund eine Adelige Abstammung gibt ;) Das versuche ich ja gerade zu beleuchten.

Mir geht es um die Hintergrundverhältnisse in Andergast, wie man evtl. an der Argumentation merkt ;)
Wenn das für den Charakter nicht von Interesse ist, dann bitte ignorieren. Wollte nur helfen.

Zu den Fernwaffen. Sicher Wenns und Abers gibt es da viele (außer dass der Ritter bei der Belagerung die schwere Kavallerie oder Infanterie anführt ;) ) irgendwas sollte man sich aber überlegen und nicht einfach über diesen Nachteil hinweggehen, sonst ist der ein Nobrainer.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 30.09.2015 12:51

Vasall hat geschrieben:An den Ritterschlag ist aus welchen Gründen auch immer regeltechnisch Adelige Abstammung gebunden OHNE dass es im Hintergrund eine Adelige Abstammung gibt ;) Das versuche ich ja zu beleuchten.
DAS ist etwas, das mich ehlich gesagt auch SEHR irritiert.
Es steht ausdrücklich beschrieben, dass Ritter ausschließlich aus adligem Hause stammen (abgesehen vielleicht vom Horasreich, wo Ritter eher ein Ehrentitel als ein Stand ist).

Daher frage ich mich, warum der Vorteil nicht in die Profession mit eingebunden ist.

Wenn man natürlich dahingehend argumentiert und außerdem das im Forum gerne angebrachte Argument mit hinzunimmt, dass der Ritter im Vergleich zum (Balihoher) Krieger wertetechnisch nicht das darstellt, was er er soll, nämlich die Crème de la Crème der adligen Kämpferschaft, mit speziellem Augenmerk auf Reiterkampf und Etikette.

Überhaupt scheint die Profession nur deshalb so teuer zu sein, weil so viel in Kampftalente, Reiten und die Verbilligungen einiger Sonderfertigkeiten inestiert wurde.


Lange Rede, kurzer Sinn:
Eigentlich müsste man mit diesen Argumenten als Unterstützung ganz lieb beim Meister betteln und entweder, falls man einen weidener Ritter spielen möchte erlauben, dass man einen (Balihoher) Krieger spielt und dann auf dem Heldenbogen Krieger durchstreichen darfund Ritter hinschreiben

Oder wenn man einen Andergaster Ritter spielen will (bei dem man im Prinzip 6GP für RPG und Meister der Improvisation bezahlt), bettelt, dass man den Vorteil "Adlige Abstammung" geschenkt bekommt.

Dann sähe das ganze, die Überlegungen zu Finte etc. miteinbeziehend, beispielsweise so aus:

Rasse: Mittelländer (0GP)
Kultur Andergast, Landadel, Teshkalien (13GP)
Profession: Ritter/Ritter alten Schlages + BGB Bauer: Gutsherr (35GP)

Eigenschaften (100GP)
MU 14
KL 10-11
IN 14
CH 11-12
FF 10-12
GE 12
KO 13
KK 14

Vorteile (15GP)
Adlige Abstammung (Geschenkt weil durch Profession Impliziert)
Begabung für [Talent] Schwerter (6GP)
Besonderer Besitz: Erfahrenes Reitpferd mit Sattelzeug und Lanze (nur 2GP durch BGB)
Eisern (7GP)

Nachteile (-43GP)
Aberglaube 6 (-6GP)
Autoritätsgläubig 6 (-3GP)
Niedrige Magieresistenz 1 (-2GP)
Neugier 6 (-6GP)
Prinzipientreue 12 (-2GP)
Selbstgespräche (-3GP) (Brauchte noch 3GP, hatte aber schon 30 aus schlechten Eigenschaften)
Sucht Alkohol (6) (-6GP)
Verpflichtungen (durch Profession)
Vorurteile gegen Nostrianer und Nostria 12 (-6GP)
Vorurteile gegen Zauberer und Zauberei 6 (-3GP)
Weltfremd bzgl. städtischen Lebens 6 (-6GP)

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 12:59

Ich hab die Nummer mit "Ritter ist nicht erblich, aber um Knappe zu sein, muss man aus dem Adel stammen" immer so für mich verarbeitet, dass der Ritterschlag nicht an den Adel des Knappen gebunden ist, sondern die Ausbildung zum Knappen an den Adel des Vaters. M.a.W. schickt Papa Ritter seinen Sohn zu Onkel Ritter und dann wird aus ihm Sohn Knappe. Wenn Sohn Knappe dann so weit ist, schlägt Onkel Ritter ihn zu Sohn Ritter und er darf sich als Adliger erheben. Bis dahin ist er aber "nur" Bürger aus gutem Hause. Der Lehnsherr von Papa Ritter verspricht daraufhin dann Sohn Ritter, dass das Gut, was Papa Ritter verwaltet, nach dessen tot an den Sohn übergeben wird.

Bei Familien, die irgendwo Grafen und Barone stellen, lässt sich sicherlich die Nummer einfacher regeln, weil die Abstammung ja schon adlig ist. Aber bei Rittern, die nur ihren Rittertitel haben, der sonst nicht erblich ist, gibt es irgendwie immer Hirnschwurbel.

Dass ein Lehnsherr bei Bedarf seinen Vogt zum Dienstritter aufsteigen lässt, das ist auch ein tolles Konzept, wenn man vom Gutsherrn zum Ritter will. Vom Ritter zum Gutsherren oder quasi "Duale Ausbildung: Gutsherr UND Ritter" sind dann aber schwierig über den Umweg Amtsadel (Hintergrund) zu machen.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 30.09.2015 13:49

Nun, mir kommt getade die Überlegung, dass gerade im von den Orks ständig bedrohten Teshkal vielleicht eher nur der Erbe des Guts eine spezielle zusätzliche Gutsherrenausbildung erhält, während die anderen Söhne sich auf Ritterturnieren, bei der Jagd und vor allem bei Verteidigung des Länderein nützlich machen sollen oder vielmehr müssen.
Dann muss man sih auch nicht auf die SF Meister der Improvisation einhauen.

Sprich: BGB Gutsherr kommt raus und wird durch die handwerklich gut bestückte RKP Kombination grundlegend abgedeckt. Außerdem, bei allem Fluff, dütt is doch GP-technisch schon ziemlich teuer :D

Eine abgespecktere Version wäre also:

Rasse: Mittelländer (0GP)
Kultur Andergast, Landadel, Teshkalien (13GP)
Profession: Ritter/Ritter alten Schlages (21GP)

Eigenschaften (100GP)
MU 14
KL 11
IN 14
CH 12
FF 10
GE 12
KO 13
KK 14

Vorteile (15GP)
Adlige Abstammung (7GP)
Begabung für [Talent] Hiebwaffen (6GP)
Besonderer Besitz: Erfahrenes Reitpferd mit Sattelzeug und Lanze (nur 2GP durch BGB)
Eisern (7GP)

Nachteile (-38GP)
Aberglaube 5 (-5GP)
Autoritätsgläubig 6 (-3GP)
Eitelkeit 5 (-5GP)
Neugier 5 (-5GP)
Prinzipientreue 12 (-2GP)
Sucht Alkohol (6) (-6GP)
Verpflichtungen (durch Profession)
Vorurteile gegen Nostrianer und Nostria 12 (-6GP)
Weltfremd bzgl. städtischen Lebens 6 (-6GP)

Durch RKP, entsprechende Entscheidungen bei den auswählbaren Talenten und der Begabung startet man mit

Hiebwaffen 10
Lanzenreiten 7
Reiten 11

Muss also eigentlich anfänglich nichts machen (außer evtl lanzenreiten auf 10 + Kriesgreitere).
Traditionell angesehen und zum Jagen geeignet ist das Wurfspeer (TaW 5-10) vielleicht ganz gut RPG-technisch einzubringen.

Mit einem Raufen und Dolche Wert von 5-7 sind diese Seitentalente auch grundlegend abgedeckt.

Größte Priorität hat jedoch Rüstungsgewöhnung II, da laut Arsenal EIGENTLICH unter Kettenhemden immer ein Gambeson oder wenigstens wattierte Unterkleidung gertagen werden sollte, damit Abschürfungen vermieden werden.

Als Waffe bietet sich der Streitkolben an, da er schon ab KK 14 1W+5 Schaden macht und vom Pferd nochmal Boni auf AT oder TP hat, soweit ich weiß.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 14:16

Ich mag den Streitkolben. Persönlich finde ich das immer sehr fluffig, wenn nicht das Schwert gewählt wird. Ich selbst hab auch einen andergaster Knappen und hab auch bei der Waffenwahl gezögert. Für mich ausschlaggebend waren dann aber Ausfall und Klingensturm/-wand, auf die man mit der Hiebwaffe verzichtet. Stattdessen habe ich mich für den Morgenstern entschieden um Schildkämpfer zu knacken. Ich mag die Finte nicht, weil der Tausch 1:1 ist und ich so also einen Punkt besser zu treffen mit einem Punkt schlechter zu treffen bezahle. Das Ignorieren des Schild-WM und zusätzliche Erschwernis auf die Gegner-PA machen sich da mehr bezahlt :) gerade weil auch der traditionelle Ritter die Kettenwaffen zur Auswahl hat, finde ich sie an der Stelle echt gut :)

Mit BGB Bauer(Gutsherr) hat es mir fluffig besser gefallen. Zudem sind mehr Start-AP auch gleichzeitig eine Möglichkeit, um mit dem Krieger etwas gleichzuziehen.
Was man sich wirklich mal durchrechnen sollte; Warum bezahlt man für die Kultur Andergast so viel? Man bekommt doch eigentlich kaum was dafür :( der garetische Ritter hat mehr Zivilisation und kostet 5 Punkte weniger, was beinahe der Unterschied zwischen Adel oder Bürger ausmacht.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von pseudo » 30.09.2015 14:30

DSA4.1 ist eben vorn und hinten verbuggt. Schön detailreich aber ungerecht an allen Ecken und Enden. Schau dir mal die Regeln zur Selbsterstellung von Rassen usw. an. Da kostet das Holzbearbeitung 1 im Paket eben genauso viel wie der 7te Talentpunkt, weswegen Pakete mit vielen Talentpunkten schnell so teuer werden. Wenn du günstig wegkommen willst, nimm R/K/P Kombinationen, die alle die selben Talente beinhalten oder solche, die möglichst wenig Punkte verteilen, wie z.B. Mittelländische Städte.
DSA 5 hat das Richtige gewollt und nur leider jämmerlich versagt.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 14:51

Mir hat das mit BGB-Bauer(Gutsherr) auch besser gefallen.

Ein Krieger von einer der mittelreichischen Kriegerschulen ist freilich auch als Vogt stimmig. Die Kriegerakademie Baliho z.B. ist nichts anderes als eine Art wenig exklusive Knappenschule in der die Söhne des Adels als Krieger für die Anstellung als Panzerreiter und Nachschub für die Dienstritterschaft / Ministerialität ausgebildet werden.

Vielleicht nochmal kurz zum Vogt/Amtsadel, damit könntest Du auch ein paar GP-Punkte sparen.

Den sollt man nicht unterschätzen, das Beispiel in WdH ist vielleicht nicht besonders gut gewählt, und ich glaube, Benjamin, auch Du hast ein eher negatives Bild vom Vogt.
Das hier z.B. funktioniert ja nicht:
BenjaminK hat geschrieben:Der Lehnsherr von Papa Ritter verspricht daraufhin dann Sohn Ritter, dass das Gut, was Papa Ritter verwaltet, nach dessen tot an den Sohn übergeben wird.
Der eine Hof des Papa Ritters reicht ja eben nicht aus um einen Ritter auszustatten und einsatzbereit zu halten. Deswegen wurde ja erst das Lehenssystem und noch älter der Amtsadel erfunden um hier einem Bauern zugriff auf die einnahmen mehrerer Bauernhöfe zu ermöglichen und sich so zum Ritter aufzuschwingen. Dazu sind Lehenssystem als auch die Amtsadeligkeit da.

In WdH wird v.a. der Hausvogt/Kämmerer beschrieben aber v.a. in Ländern wie Weiden und Andergast kommt hier ja noch das militärisch/polizeiliche Aufgabenfeld hinzu. Hier muss ein Vogt in der Regel Ritter sein um seine Aufgaben überhaupt wahrnehmen zu können. Offensichtlich wird das beim Burgvogt der vor allem auch militärisch die Führung auf der Burg inne hat, oder gar dem Burgvogt einer ganzen Stadt (Eine Vogtei die oft dem Hochadel angediehnt wird)!
Der Vogt eines Dorfes hat analog aber eben auch verschiedene Hofgemeinschaften unter seiner Weisung, ist ihr militärischer und polizeilicher Führer und ihr Richter in niederer und mittlerer Gerichtsbarkeit.
Die Verwaltung seines Gutshofes ist da nur ein Teil seiner Aufgaben und die Abgaben der übrigen Höfe sollen ihm ja erst den Dienst als Panzerreiter ermöglichen.

Daher gibt es:
  • - Regierende Ritter: Herrschen über Eigengut und ein Lehen, dass erblich weitergeben wird und ihren Unterhalt und ihren Heerschilddienst, samt der notwendigen Ausstattung ermöglicht

    - Dienstritter: Dienen unmittelbar einem Herren in dessen Namen und Verwalten dessen Besitz. Sie haben nur einen Gutshof oder eine Unterkunft bei Hofe und das Amt bringt die zusätzlichen Einnahmen (Abgaben aus der Vogtei/sonstige Einnahmen im Amt); Dienst-/Sachleistungen bei Hofe; Geld) die nötig sind um Aufwand und Ausrüstung für Hof- und Heerfahrt leisten zu können. Nur das Rittergut allein reicht eben nicht für den Unterhalt des Vasallen als einsatzbereiten Ritter aus!

    - Fahrende Ritter: Suchen nach Dienstverhältnissen, Taten, Erfolgen um ihre Ausrüstung und Aufwendungen zu sichern. Kein geregeltes Einkommen.
Dienst und Treue, Amt und Adel, Vasall und Herr das ist in meinen Augen nicht zu trennen.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 30.09.2015 15:08

Kommt der Vogt mit einer (regeltechnischen) adligen Abstammung daher, sprich; Ist er bereits Ritter, Graf oder Kaiser, dann bringt ihm die Amtsadeligkeit nur die formelle Kontrolle über die Verwaltungssache. Wenn der Bruder des Barons die Stadt als Vogt verwaltet, dann ist der Vogt eigentlich nur Bürgermeister und seine Privilegien speisen sich aus der Verwandtschaft mit dem Baron.
Wenn der Vogt das nicht vorweist, dann wird er zum Adel gezählt, erhält manche Rechte des Adels, solange er sich in seinem Rahmen verhält. ein Vogt, der einen Vogt bestellt, weil er auf Abenteuer will, kommt sicherlich nicht gut an.

Der Ritter, der ein erbliches Lehen hat, müsste eigentlich ein Junker oder Edler sein und "Ritter" nur seine volksmündliche Tätigkeit oder Berufsbezeichnung.

Das Konzept "Dienstritter", also Ritter auf der Burg oder bei Hofe eines höhergestellten Adligen, finde ich persönlich ausgesprochen interessant. Der (hintergründige) Amtsadel kommt da eigentlich sehr gut hin :)

Dennoch funktioniert ein Feudalsystem über den Lehnsnehmer, der ein Gut und umliegende Ländereien bestellt und im Ernstfall auch noch mit Ross und Harnisch zu seinem Lehnsherren gerufen wird. Wie viel eigener Schweiß jetzt im Acker steckt und wie viel Hofhaltung dabei rumkommt, das ist quasi stufenlos regelbar, finde ich. Der Freiherr vergibt 4 Lehen in der Baronie, davon 3 an seine Ritter und eines an einen Vogt. Er erhält also Abgaben und Lehnseide aus 3 Gütern, sowie die Einnahmen aus einem kompletten Gut für sich. Dazu kann er über ~20 Bewaffnete, also 5 aus jedem Landstrich, und dazu noch 3 Ritter verfügen.

Edit: Und mit Gut ist nicht Hof gemeint. Im Verwaltungsbezirk des Ritter- oder Edlenguts können durchaus mehrere kleinere Höfe und ein Dorf liegen.
Leitet gerade;
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 30.09.2015 15:21

Ja, so ungefähr! :)

Und ist der Vogt sinnvollerweise auch noch Krieger oder Dienstritter hat er sogar 4 Panzerreiter, plus die Dienstritter seiner Burgmannschaft im Gefolge.
Vergibt er alle Ländereien statt als Lehen als Ämter an die Vögte kann er 4 Panzerreiter samt Gefolge stellen und kann die Positionen schnell neu besetzen. Allerdings hat er dann keine eingesessenen adeligen Freiherren im Gefolge die seine Sache auch noch mit Eigengut und mehr Motivation unterstützen, weil sie bei Erfolg ja auch mehr Erbe weitergeben können.

Da muss jeder Baron selbst entscheiden was die richtige Mischung für ihn ist ;)

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 01.10.2015 12:39

Letztlich scheint der Andergaster Ritter wohl der Inbegriff des RPG zu sein, bei dem nichts PG-mäßiges übrig bleibt, insofern man sich strikt an die Regeln halten will.
Denn entweder man lässt:

a) die optionalen Kulturaufsätze Teshkalien und Landadel weg (damit würde man immerhin 7GP sparen).
b) die Kultur ganz weg, da man Wertetechnisch im Prinzip 6GP für nichts (nennensertes außer evtl. Meister der Improvisation und Waldkundig bezahlt, wobei man ersteres nur ab einem FF-Wert von 12 nutzen kann) und nimmt stattdessen einfach mittelländische Landbevölkerung, streicht das durch und schreibt Andergast hin.
c) Man nimmt einen Krieger (aus Baliho, wobei dieser 5GP mehr kostet als der Ritter und daher schon fast wieder nicht wirklich besser ist, außer durch SF-Fertigkeiten, die Akademische Ausbildung und die Startwerte, sodass man schon fast einen Standartkrieger nehmen kann) und ersetzt das Schriftbild auf dem Heldenbogen durch Ritter.

Ferner (mein Meister würde das tatsächlich so gelten lassen) könnte/müsste man schummeln, indem man den Vorteil adlige Abstammung schenkt, da der Ritter eigentlich diesen Vorteil erfordert (oder wenigstens den Amtsadel), aber eben nicht automatisch drin hat und dennoch 21GP kostet für ein paar SF-Fertigkeiten und akzeptable Startwerte in Reiten und einigen Kampftalenten.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Zyrrashijn » 01.10.2015 13:08

Ich habe in unserer Runde durchgesetzt, den Vorteil Adlige Abstammung in die Profession einzurechnen (Kostet dann 23 GP).
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Tiger » 02.10.2015 14:08

Was den Nachteil Gesucht angeht. Als Grund warum ein Ritter keine rondragefällige Gerechtigkeit im Duell sucht viele mir ein, dass der zu fordernde Duellant ein naher Verwanter sein könnte, vielleicht der Vater. Der Ritter weiß, dass der Vater getäuscht wurde und nun seinen Sohn als Verräter ansieht. Er weicht aber dem Duell aufs dritte Blut aus und flieht, um seinen Vater nicht töten zu müssen und gleichzeitig die Mutter und die kleinen Geschwister ins Unglück zu stürzen. Stattdessen versucht er ausserhalb seines Heimatlandes ersmal Gras über die Sache wachsen zu lassen und später die Intrige aufzuklären.

Das ist kein übermäßig heroischer, aber dafür ein umso menschlicherer Ansatz, und in Andergast funktioniert das mit den Rollenklisches sogar.
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Vasall
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Vasall » 02.10.2015 14:16

Find den Vorschlag von Tiger prima!

Seidoss, würden Dir nicht eventuell auch ein paar Spezielle Erfahrungen in Absprache mit dem Meister genügen?

Erfahrung ist immerhin das was den Ritter vom Krieger unterscheidet. Wo der Novize in der behüteten Kriegerakademie büffelt und übt, ist der Knappe bereits über Jahre hinweg mit seinem Ritter auf Turnieren, Hoftagen und Jagden und evtl. sogar Scharmützeln und Schlachten unterwegs und sammelt massig praktische Erfahrung.
Die ein und andere lebensbedrohliche oder sonst wie denkwürdige Situationen kann man bei solch einer exklusiven und risikoreichen Ausbildung sicherlich einbauen, die frühzeitig Spezielle Erfahrungen rechtfertigen (Siehe z.B. auch die heftige Knappenzeit von Falk in der Isenborn-Saga).

Außerdem wären SE dabei recht flexibel einsetzbar.

Grüße!

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Tiger » 05.10.2015 11:06

Ich würde für ein RPG nähes Konzept zu a raten: Lass die optionalen Kulturaufsätze weg und kaufe die dort vergeben Talentboni mit AP nach (dann hast du diese Kulturaufsätze auch, nur anders generiert). Zusätzlich würde ich Zyrrashijns Vorschlag nehmen. Den Adel in die Profession einzurechnen ist sogar sehr RAW-nah, denn im Basisregelwerk wurde dies noch genau so gemacht. Leider steht im Basisregelwerk nur der normale Ritter (S. 80) nicht der Ritter alten Schlages, aber in jedem Fall hatten sie dort die Adlige Abstammung in die Profession gerechnen. Du bist also sehr dicht an der ofiziellen Setzung mit dieser Variante.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 05.10.2015 11:16

Tiger hat geschrieben:Ich würde für ein RPG nähes Konzept zu a raten: Lass die optionalen Kulturaufsätze weg und kaufe die dort vergeben Talentboni mit AP nach (dann hast du diese Kulturaufsätze auch, nur anders generiert). Zusätzlich würde ich Zyrrashijns Vorschlag nehmen. Den Adel in die Profession einzurechnen ist sogar sehr RAW-nah, denn im Basisregelwerk wurde dies noch genau so gemacht. Leider steht im Basisregelwerk nur der normale Ritter (S. 80) nicht der Ritter alten Schlages, aber in jedem Fall hatten sie dort die Adlige Abstammung in die Profession gerechnen. Du bist also sehr dicht an der ofiziellen Setzung mit dieser Variante.
Ich finde es amüsant, auf der einen Seite "nachzukaufen", weil das günstiger ist und auf der anderen Seite "reinzurechnen", weil ín diesem Teilbereich das dann wieder günstiger ist.

Auf mich wirkt das dubios...

Dann lieber gleich das Generierungssystem so lassen und mit seinen Schwächen leben
oder
wechseln (Sumaro hat da was ganz gutes)
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Tiger » 05.10.2015 14:11

Auf mich wirkt das dubios...

Dann lieber gleich das Generierungssystem so lassen und mit seinen Schwächen leben
oder
wechseln (Sumaro hat da was ganz gutes)
Der Ritter ist von DSA4-System gedisst, den sollte man stärken, wo man nur kann. Auf Hausregeln umzusteigen ist zwar eine Möglichkeit, aber ich kann ja nicht davon ausgehen, dass Seidoss' Gruppe dies mal eben so macht.
Deswegen versuche ich im Rahmen des von ihm gestellten Regelsystems, und unter den von ihm genannten Möglichkeiten (er will die Profession Ritter und einen möglichst ingame stimmigen Char; der Meister ist bereit ihm den Vorteil Adelig zu schenken) ihm die mMn beste zu raten.

So, wie du es jetzt ausdrückst klingt es in der Tat dubios. Da wir hier aber über die Profession Ritter reden sollte jedem klar sein, dass es eher um Schadensbegrenzung denn um Powergaming geht.

Was die Kulturaufsätze angeht sehe ich sie sowieso nur als Vorschläge, was zu einem enstprechenden Hintergrund passen würde. Jeder muss selbst wissen, ob ihm AP oder GP mehr wert sind. Dementsprechen kauft er sich entweder den Kulturaufsatz für GP, steigert die vorgeschlagen Talente mit AP oder lässt es einfach ganz. Ich bezweifle, dass selbst Spieler, die viel Wert auf sehr stimmige Charaktere legen, sich für einen Horasier aus Kuslik häufig für 10 GP die Kultur Horasreich + Hafenstadt + Städte mit wichtigen Tempeln + an einer wichtigen Handelsroute zulegen. Das ist schließlich nicht umsonst optional. Den Flair erreicht man aber auch, wenn man nur die Talente dort steigert.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 05.10.2015 14:25

Ich hatte deine Meinung zu dem Thema in dem anderen Thread noch nicht gelesen,
mea culpa.

Mein persönliche Meinung ist nur, dass der Ritter-Spieler hier immer noch auf hohem Niveau jammert, denn viele andere Profession (fast durch die Bank weg die profanen) im Vergleich zu Krieger und Co. noch mehr in den Arsch gekniffen sind.

Wahrscheinlich ist der Ritter sogar noch "in der Mitte der Waage".

Zumindest als Anfänger erwartet man intuitiv "ausgeglichene Charaktere".

Später, wesentlich später mag man sich vielleicht öffnen für "Aber Ausbildung XY ist doch viel länger und effektiver und deshalb muss A (Akadememischer Krieger oder Magier) besser sein - auch im Saldo - als B (Bauer, Bettler, Barde, Bäcker, Bader)."*

*Komisch nur, dass diese Argumentation meist eher selten von Handwerker- und Bettler-Spielern kommt...
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Tiger » 05.10.2015 16:10

@TrollsTime: Das Problem, was ich sehe, besteht darin, dass man intuitiv Ritter, Krieger, Schwertgeselle und Amazone in eine Schublade packt (zu den Elitekämpfern). Selbst der Neuling erwartet, dass Soldat und Schließer vergleichsweise schlechter sind, da sie weniger GP kosten. Leider stimmt die Rechnung bei vielen Professionen nicht, z.B. beim Ritter.

Dass Handwerkerspieler sich weniger oft beschweren liegt denke ich daran, dass sie sich im Normalfall mit anderen Handwerkern vergleichen. Die meisten Handwerkerhelden haben dort kein Grund zur Klage, vor allem im Vergleich zu NSC-Handwerkern. Profane Solzialchars (Bettler) haben aber durchaus Grund zur Klage, wenn sie gegen magische nebenbei-Sozialchars abstinken, aber das ist eine andere Baustelle: Alles ist besser mit Magie.

Hier soll es ja um den andergaster Ritter gehen. Warum kommt eigentlich nie ein Ritter aus Nostria? Falls ich jemals einen Ritter spiele, wird es definitiv ein/e nostrische/r Ritter/in alten Schlages, allen Nachteilen zum Trotz!
Die Gerechtigkeitsdiskussion passt wohl besser in den anderen Thread.
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 08:47

@ Tiger
Man könnte ja mal folgenden ketzerischen Vorschlag machen:
Nicht den Ritter auf das Niveau des Kriegers heben.
Sondern Krieger o.ä. auf das Niveau des Ritters "herunterprügeln".

Wäre der Aufschrei groß?

Und nein: Handwerkerspieler vergleichen sich nicht per se mit anderen Handwerkerspielern.

Alles sollte grundsätzlich gleichwertig sein.
Sei es, dass jede Profession sein "BlingBling" bekommt.
(Man hätte Improvisiertes Werkzeug zB spiegelgleich zu Akademischer Ausbildung (Krieger) aufbauen können oder umgekehrt)
Sei es, dass "einfachere Ausbildung" mehr GP frei haben, "um zum Helden zu werden", während es der Krieger vielleicht "per se" schon ist.
(Oder vice versa)

Wenn man dann meint, bestimmten Charakterkonzepten "Zucker in den Arsch zu blasen", dann sollte man das offen im zB Gruppenvertrag tun und nicht im Regelwerk.

Ich bleibe dabei:
Nicht der Ritter ist zu schlecht, sondern der Krieger (Akademie) ist zu gut, also macht den schlechter...
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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 06.10.2015 08:52

Gedankengang zum "stärken" des Ritters:

Man könnte sich überlegen, in den Ritter, zum Professionsrabatt, die "Akademische Ausbildung" reinzurechnen, damit man auch hier die Verbilligungen abgreift.
Natürlich wird ein Ritter nicht an einer "Akademie" ausgebildet, aber das wird auch ein Rondrageweihter für gewöhnlich nicht und von demher ist es bei dem auch schon eine "hat eben extrem viele Kampfbasics gelernt, so dass es ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist" Krücke.

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Re: Andergaster Ritter

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 06.10.2015 09:24

Oder man rechnet bei Ronnie und Krieger die Akademische Ausbildung einfach "raus".

Denkt doch mal andersrum.

Oder man verregelt sie anders und sie erleichtert nur noch das Ausweichen auf andere Kampffertigkeiten, würde dann auch zu Nandusgefälligem Wissen und Improvisiertem Handwerk besser passen.

Warum soll das "Gute" immer in Stein gemeißelt sein?
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