Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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RvB
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von RvB » 22.02.2021 22:27

Hallo zusammen!
Was meint ihr, wie würde wohl eine Praios-Geweihte darauf reagieren, (auf neutralem Boden) den Patriarchen von Al'Anfa zu treffen?
Es könnte sein, dass mir das demnächst bevor steht und ich bin nicht ganz sicher, wie ich (in der Rolle meiner geweihten Sonnenlegionärin) damit umgehen soll. Sie ist einerseits autoritätsgläubig, aber die ganze "Götterfürst"-Sache könnte wohl durchaus zwischen ihnen stehen, schätze ich... :rolleyes:

Wisst ihr, wie die Praios-Kirche zur al'anfanischen Boron-Kirche steht? Sind die offiziell als Ketzer abgestempelt und klar Feinde? Oder ist es ein grummelndes Ignorieren beiderseits?
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Satinavian
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 22.02.2021 22:36

Die Praioskirche arbeitet in Al'Anfa problemlos mit der Boronkirche zusammen und ist dort die zweitmächtigste Kirche.

Aventurienweit passt man sehr auf, dass das Schisma der Boronkirchen sich nicht auch zu einem Schisma der Praioskirch ausweitet, sondern Boronintern bleibt. Man stößt also auch die südländischen Praiosgläubigen, die Boron als Göltterfürst betrachten, nicht vor den Kopf sondern tut so, als wäre man eine große, glückliche, zwölfgöttergläubige Gemeinschaft.

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RvB
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von RvB » 22.02.2021 22:39

Satinavian hat geschrieben:
22.02.2021 22:36
Die Praioskirche arbeitet in Al'Anfa problemlos mit der Boronkirche zusammen und ist dort die zweitmächtigste Kirche.

Aventurienweit passt man sehr auf, dass das Schisma der Boronkirchen sich nicht auch zu einem Schisma der Praioskirch ausweitet, sondern Boronintern bleibt. Man stößt also auch die südländischen Praiosgläubigen, die Boron als Göltterfürst betrachten, nicht vor den Kopf sondern tut so, als wäre man eine große, glückliche, zwölfgöttergläubige Gemeinschaft.
Ah okay, also schön scheinheilig den Konflikt verleugnen! :lol: Ist ja nicht unbedingt untypisch.... Dann muss ich dem Impuls vielleicht widerstehen, mich als "Dienerin des Götterfürsten" vorzustellen, hm? :ijw: Sondern diplomatisch respektvoll sein.
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X76
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von X76 » 22.02.2021 22:46

Da es in Al Anfa nicht nur einen pompösen Praiostempel gibt, sondern dieser auch Sitz eines Wahrers der Ordnung ist, kann das Verhältnis nicht allzu angespannt sein. In offiziellen Gesprächen wird man wohl meist einfach das Thema "Wer ist der Götterfürst?" nicht ansprechen.

Solche hohe Politik steht aber ohnehin weit über der Gehaltsklasse Deiner kleinen Geweihten, aber in ihrer persönlichen Meinung ist sie natürlich frei.

Allgemein ist der Patriarch auch ein weltlicher Herrscher hohen Ranges und alleine deshalb gebühren ihm natürlich alle damit verbundenen Dinge (Respekt, Ansehen, Titel, Höflichkeit, Etikette etc.). Wenn es nötig ist, wird man Deine Heldin schon vorher von Oben zu Recht stutzen (ihren eigenen Vorgesetzten schuldet sie auf jeden Fall gehorsam) im Sinn von "Verursache keinen diplomatischen Zwischenfall und benimm Dich der Etikette entsprechend!" und auch einen "Schnellkurs: Al Anfanische Kultur" wird man ihr sicherlich verpassen (Unwissenheit kann gewaltigen Schaden anrichten!).

Das sie frei Schnauze und ohne Vorbereitung und Anweisungen auf den Patriarch losgelassen wird, halte ich in der Praioskirche für ausgeschlossen. Sollte sie ungeeignet für diese Aufgabe sein, wird man sie nicht fürs Gespräch aussuchen, sondern einen Praiosgeweihten mit passenderen Fähigkeiten schicken (oder wenn es unbedingt die Heldin sein muss, einen höherrangigen PG mitschicken, der ihr notfalls den Mund verbietet und anschließend den Schaden begrenzt). Sollte das passieren, hat die Heldin erfolgreich ihre weitere Karriere in den Sand gesetzt. :wink:

Letztendlich ist der Patriarch auf Augenhöhe mit dem Boten des Lichts und das weiß man auch in der Praioskirche. Intern gibt es in der Praioskirche dazu aber sicher ganz unterschiedliche Sichtweisen. Offiziell ist er Kirchenoberhaupt und weltlicher Fürst und wird auch so behandelt.

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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 22.02.2021 23:25

Dazu etwas Kontext: 1984, als das Pantheon gestaltet worden ist, war Boron das, was einem "bösen" Gott am nächsten kam - seine Diener konnten Untote beschwören oder zumindest kontrollieren, sein Kult war in weiten Teilen Aventuriens verboten (!) oder halblegal und seine Priester bewegten sich in klandestinen Sektenkreisen. Die Al'Anfaner waren also quasi die erste Gemeinschaft von Heretikern, die es in DSA (outgame) gab.

Diese frühen Absonderlichkeiten wurden später dann zurückgenommen (vor allem die mit Kultverbot für Boron) und so behandelt, als wären sie nie ein Thema gewesen; der Anspruch, dass Boron der Götterfürst sei, ist allerdings bestehen geblieben.

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Felix Möller
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Felix Möller » 22.02.2021 23:28

Ich für meinen Teil würde ihn als höherrangigen Geweihten und, als Kirchenoberhaupt, mow. direkt Vorgesetzten behandeln, gleichzeitig aber als politischen Gegner. Höflichkeit und Aufgeschlossenheit sollten also Pflicht sein, aber achte auf deine Antworten (und evtl. Versprechen),
ein Praiot, der sich "dem Götterfürsten Boron" unterordnet ist sicher denkbar, könnte aber zu Konflikten und Problemen für den Helden führen.
(Vergleich es vllt mit FBI-Agent, der an der Grenze zu Mexico auf den CIA-Direktor trifft; jeder hat seine Jurisdiktion, aber kein CIA-Direktor wird sich von einem einfachen Agent ans Bein pinkeln lassen wollen)
Ilarist, aber nicht nur im Herzen...

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RvB
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von RvB » 23.02.2021 00:16

X76 hat geschrieben:
22.02.2021 22:46
Das sie frei Schnauze und ohne Vorbereitung und Anweisungen auf den Patriarch losgelassen wird, halte ich in der Praioskirche für ausgeschlossen. Sollte sie ungeeignet für diese Aufgabe sein, wird man sie nicht fürs Gespräch aussuchen, sondern einen Praiosgeweihten mit passenderen Fähigkeiten schicken (oder wenn es unbedingt die Heldin sein muss, einen höherrangigen PG mitschicken, der ihr notfalls den Mund verbietet und anschließend den Schaden begrenzt). Sollte das passieren, hat die Heldin erfolgreich ihre weitere Karriere in den Sand gesetzt. :wink:
Praios bewahre, meine arme Aurora ist keinesfalls von ihrer Kirche auf einer diplomatischen Mission, mit dem Patriarchen zu reden. :ijw: Da hätte man definitiv geeigneteres Personal gefunden als eine hochrangige Leibwächterin.
Aber wie das im Heldenleben halt manchmal so ist... Sie ist im Rahmen der Borbarad-Kampagne mit den Gezeichneten unterwegs (was ihr schon seeehr viel Anpassungsleistung und gewissenstechnische Abwägung abverlangt) und die Gruppe ist in Khunchom im Palast. Aus Plot-Gründen für Bastrabuns Bann. Nun ist eine Besprechung mit hochrangigen tulamidischen Politikern und plötzlich verkündet ein Herold die Ankunft des Patriarchen von Al'Anfa. Bumm, da steht er auf einmal im Raum und der Spieleabend ist vorbei.
Die Sonnenlegionärin ist glücklicherweise gerade nicht mit in diesem Raum, sondern nur meine Hesinde-Geweihte. Aber da er sich im selben Gebäude aufhält (warum und wie lange auch immer, das ist uns ja noch nicht klar), besteht zumindest die Chance, dass er auch der Sonnenlegionärin oder auch unserem puniner Boroni noch über den Weg laufen könnte... Da frage ich mich eben, ob die Sonnenlegionärin ihn als Feind bzw. Ketzer sehen würde. Wenn nicht (was ja offenbar so ist), würde sie ihm natürlich mit gebührendem Respekt gegenübertreten.
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2021 00:38

Der Al'Anfaner Ritus geht auf Namekath zurück, der den damaligen Horas stürzen und den Brajanoskult als ersten Staatskult ablösen wollte.

Ketzer sind die Al'Anfaner also allemal.
Politisch sind die AAs Abtrünnige, die sich illegalerweise vom MR losgelöst haben.

Wie man nördlich der Ratschul-Drol Linie von Al'Anfa denkt, zeigt der Khom Krieg, wo das Mittelreich den immerhin 12G Gläubigen Al'Anfanern die Wacht angesagt und sich auf die Seite der ketzerischen Novadis geschlagen hat.

Aber Etikette ist für Praiosgeweihte mega wichtig und als Aspekt Ordnung sollten die kein Interesse daran haben, an einem Krieg Schuld zu sein.

Sprich: Ich halte es für plausibel, dass aus der persönlichen, theologischen Perspektive deines Helden mit dem Patriarchen einer der größten Ketzer des Kontinents vor ihm steht, aber Etikette und Diplomatie das äußere Verhalten deines Helden bestimmen werden.
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von FrumolvomBrandefels » 23.02.2021 07:36

In solch Situationen sollte man auch nicht die Persönlichkeit die einem gegenübersteht vergessen. Amir ist jetzt nicht dafür bekannt unfreundlich zu sein. Du solltest ausserdem eher auf deine Hesinde Geweihte aufpassen, sodass sie nicht mit ihm in der Kiste landet. Er ist ausserdem streng gläubig.

Es wäre also nicht unwahrscheinlich/unschlüssig, dass deine Geweihten große Fans von ihm werden. Würden mehr Menschen im Mittelreich den 12-G Glauben so wehement vertreten wie Amir, würds vermutlich das Big-B Problem nicht geben.

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Herr der Welt
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 23.02.2021 08:10

Man sollte sich überlegen, was es denn für die Kirche und die Geweihten bedeutet, dass Praios im Zwölfgötterkult gemeinhin als Götterfürst gilt. Ich möchte mit einer steilen These starten und behaupten: gar nichts.
Tatsächlich hat Praios in Alveran jene bestimmende Position bzw. Verantwortung inne, die es laut H.A. schon immer gab. Aber für die aktuellen aventurischen Verhältnisse spielt eigentlich keine Rolle. "Fürst" impliziert eine Hierarchie, ein Herr-Knecht-Verhältnis, das es so weder in Alveran gibt, noch wird es in Aventurien angenommen. Die Bedeutung von Praios als Götterfürst ist fast gänzich symbolisch transzendiert, denn Praios steht als Gott des Lichts, der Sonne, der Wahrheit und Gerechtigkeit schlicht für Herrscher- oder Fürsten-Eigenschaften. Aber er steht nicht als Fürst über den anderen Göttern - so wie auch die Praios-Geweihten gleichberechtigt neben den anderen Zwölfgötter-Dienern stehen. Die Heilige Inquisition ist gerade keine zwölfgöttliche Institution, die über alle Kulte richten kann, der Bote des Lichts ist kein zwölfgöttlicher Papst, sondern eben einer von zwölf (falls es nicht sogar mehr gibt) Kirchen-Patriarchen. Naturgemäß - im Sinne: vom Wesen seines Kultes und Gottes her - hat er mehr Einfluss als der Weiße Mann. Die Rondrianer, die ähnlich großen politischen Einfluss haben, kämen sicherlich nicht auf die Idee, Praios über Rondra oder dessen Geweihten anders als neben sich zu dulden.
Dass das derisch auch anders ausgelegt werden kann, zeigen die Priesterkaiserzeit sowie das Bosparanische Reich, da der Horas immerhin nominell auch Bote des Lichts war. Historisch gesehen waren das einfach keine Erfolgsmodelle, die jeweils auch sehr klare Negationen erfahren haben: Jeweils eine Bestätigung der Trennung von weltlicher und geistlicher Gewalt. Die Praioskirche als echte Herrscherkirche hat zu oft versagt, als dass die anderen Kirchen ihr diese Rolle noch einmal zukommen lassen würden. Und die Quanionsqueste hat bestätigt, dass sich der Praioskult lieber andere Schwerpunkte suchen sollte.
Wenn eine Praiosgeweihte einem al'anfaner Boroni gegenüber als Dienerin des Götterfürsten auftritt, wird dieser daraus keinerlei hierarchischen Anspruch ableiten, sondern findet lediglich ein Bekenntnis zu im Norden verbreiteten Glaubensvorstellungen. Problematisch wird das in der Tat nur dadurch und erst dann, wenn der theologische Disput irgendeinen Zweifel an der Legitimität des al'Anfaner Patriarchen aufkommen lässt, was bei einer formalen Theokratie durchaus der Fall sein kann. Relevant hierfür ist das der reine Widerspruch dem Patriarchen gegenüber, nicht primär das Götterfürsten-Dogma. Man kann seine Überzeugungen
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
22.02.2021 23:25
Dazu etwas Kontext: 1984, als das Pantheon gestaltet worden ist, war Boron das, was einem "bösen" Gott am nächsten kam - seine Diener konnten Untote beschwören oder zumindest kontrollieren, sein Kult war in weiten Teilen Aventuriens verboten (!) oder halblegal und seine Priester bewegten sich in klandestinen Sektenkreisen. Die Al'Anfaner waren also quasi die erste Gemeinschaft von Heretikern, die es in DSA (outgame) gab.
Überbleibsel davon finden sich eher im Nischenkult des Lowanger Dualismus (gerade mit Praios als Antipode) sowie an andere Kulte/Zeiten (Visar in den Dunklen Zeiten) und Totengötter (Tairach) sowie Dämonen (TGT, Nirraven) ausgelagert. Dass Al'Anfa lange Zeit die Antagonistenrolle übernahm, mag zwar ebenfalls damit zusammenhängen, aber das lag schon nicht mehr am Boron-Glauben.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 00:38
Wie man nördlich der Ratschul-Drol Linie von Al'Anfa denkt, zeigt der Khom Krieg, wo das Mittelreich den immerhin 12G Gläubigen Al'Anfanern die Wacht angesagt und sich auf die Seite der ketzerischen Novadis geschlagen hat.
Das zeigt eher, dass die verantwortlichen Autoren größere Fans von "Laurance von Arabien" waren, als dass sie sich überlegt hätten, was sich aus den politischen Konstellation ergeben müsste. Dazu nur Stichworte: Kaiser des Mittelreichs mit Al'Anfanerin verheiratet, Al'Anfa als natürlicher Verbündeter gegen einen viel wichtigeren Abtrünnigen in Vinsalt, absehbare Bedrohung Südalmadas durch das Kalifat (damals auch noch gegen den aranischen Reichsteil in Gorien), sehr viel größere Ferne des Rashtullah-Glaubens vom mittelreichischen Zwölfgötterkult.
Besser ist es, den Khômkrieg, so wie er publiziert ist, zu ignorieren. Der für den Thread entscheidende Punkt ist: Der Khômkrieg ist keinerlei Zeugnis dafür, wie man im Mittelreich über den al'anfaner Glauben denkt.

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Grumbrak
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Grumbrak » 23.02.2021 08:41

RvB hat geschrieben:
22.02.2021 22:27
Sie ist einerseits autoritätsgläubig, aber die ganze "Götterfürst"-Sache könnte wohl durchaus zwischen ihnen stehen, schätze ich...
Das Konfliktpotential sehe ich auch klar. Die fRage sit: Umschiffen beide Geweihte die Diskussion, wer König der Götter ist (falls es diese Festlegung der Götter für selbige überhaupt gibt).
RvB hat geschrieben:
22.02.2021 22:39
Ah okay, also schön scheinheilig den Konflikt verleugnen! :lol: Ist ja nicht unbedingt untypisch....
Hmm wird oft gemacht, aber es heißt ja in der Praioskirche auch: Warheit soll nicht verschwiegen werden.
RvB hat geschrieben:
22.02.2021 22:39
Dann muss ich dem Impuls vielleicht widerstehen, mich als "Dienerin des Götterfürsten" vorzustellen, hm?
Vielleicht kann ja eine kleine gezielte Riposte auch hilfreich sein? "Wir dienen beide dem Fürsten der Götter, doch wer Recht hat wissen wir wohl erst im Jenseis, lasst uns nicht im Diesseits streiten, über Antworten, die wir hier nicht finden."
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 00:38
Aber Etikette ist für Praiosgeweihte mega wichtig und als Aspekt Ordnung sollten die kein Interesse daran haben, an einem Krieg Schuld zu sein.
Als wenn ein kleiner popliger Geweihter einen Krieg auslösen kann... das nicht, aber er kann dem Patriarchen durchaus Trümpfe in die Hand spielen die dieser liebend gerne aufnehmen würde. Eine offizielle Beschwerde über das ungebührliche Verhalten bringt die Praioskirche dort in die politsiche Defensive.
Herr der Welt hat geschrieben:
23.02.2021 08:10
Man sollte sich überlegen, was es denn für die Kirche und die Geweihten bedeutet, dass Praios im Zwölfgötterkult gemeinhin als Götterfürst gilt. Ich möchte mit einer steilen These starten und behaupten: gar nichts.
Schöne These, ich möchte diese ergänzen: Was bedeutet es den Göttern, ob sie und in welcher Stadt sie als Fürst verehrt werden?

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Satinavian
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 23.02.2021 08:41

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 00:38
Der Al'Anfaner Ritus geht auf Namekath zurück, der den damaligen Horas stürzen und den Brajanoskult als ersten Staatskult ablösen wollte.
Also Nemekath war, bevor es einen Zwölfgötterglauben gab. Und er war zwar ein wichtiger Prophet für die Al'Anfaner, hat aber deren Kirche nicht gegündet, das ist erst viel später passiert. Mit dem geutigen Status hat das nicht viel zu tun.
Wie man nördlich der Ratschul-Drol Linie von Al'Anfa denkt, zeigt der Khom Krieg, wo das Mittelreich den immerhin 12G Gläubigen Al'Anfanern die Wacht angesagt und sich auf die Seite der ketzerischen Novadis geschlagen hat.
Ja, währen sie gleichzeitig ihren Kaiser mit einer Al'Anfanerin vermählt haben, um die Allianz zwischen Mittelreich und Al'Anfa zu festigen, die sogar ihre eigenen Geweihten mitgebracht hat. Viel von der frühen DSA-Politik ergibt nicht besonders viel Sinn.

Fakt ist zumindest, dass die Praioskirche die Al'Anfaner nicht als Ketzer betrachtet - das Mittelreich hingegen tut das sehr wohl und stellt sich klar auf Punins Seite. Al'Anfanische Geweihte dürfen im Mittelreich nicht von bestimmten Ausnahmen abgesehen, nicht als Geweihte praktizieren. Die Praioskirche ist aber eine kontinentweit operierende Kirche, keine Institution des Mittelreichs.

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Grumbrak
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Grumbrak » 23.02.2021 08:46

Satinavian hat geschrieben:
23.02.2021 08:41
Fakt ist zumindest, dass die Praioskirche die Al'Anfaner nicht als Ketzer betrachtet - das Mittelreich hingegen tut das sehr wohl und stellt sich klar auf Punins Seite.
Genau das ist doch der Knackpunkt: Ramonas Geweihte ist MR'in.

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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Laske Hjalkason » 23.02.2021 08:55

Herr der Welt hat geschrieben:
23.02.2021 08:10
Man sollte sich überlegen, was es denn für die Kirche und die Geweihten bedeutet, dass Praios im Zwölfgötterkult gemeinhin als Götterfürst gilt. Ich möchte mit einer steilen These starten und behaupten: gar nichts.
Hm... das Halte ich für eine gewagte These. Die irdische Kirche zeigt doch schön wie um religiöse Autorität sogar Kriege gefochten wurden und Gegenpäpste aufgestellt wurden. Allein die Frage ob der Papst den Kaiser krönt und damit ihm übergeordnet sei hat mehrere Generationen beschäftigt und Hunderttausende ins Grab befördert.
Die Praioskirche wird immer theologisch politische Wege suchen Autorität über andere Kirchen zu erlangen. Sie sind ja redegewandt genug um einem das als “Beratung” zu verkaufen.
Zuletzt geändert von Herr der Welt am 23.02.2021 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Falsche Zitatangabe korrigiert
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Jeordam
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Praios-Kirche <--> Al'Anfaner Ritus

Ungelesener Beitrag von Jeordam » 23.02.2021 09:28

Zuallererst: Die Praioskirche ist in Al'Anfa gut vertreten, hochangesehen und hat nicht die geringsten Probleme mit der Vormachtstellung der Boronkirche. Der Wahrer der Ordnung Meridiana sitzt in Al'Anfa und wird innerhalb der Praioskirche auch nicht kritisiert.

Desweiteren kommt es sehr darauf an wie man Götterfürst definiert. Im Kontext mittelreichischer Kultur:
- Auf der Ebene Recht/Richter? Praios.
- Auf der Ebene Schirm und Schutz? Rondra.
- Auf der Ebene Herrschaft (als solche)? Namenloser.
Aus dem Eck kam auch der Konflikt zwischen (aufkommenden) Priesterkaisern und Rondrakirche. Da sollte man auch mit Ansprüchen ganz vorsichtig sein, es gibt bei solchen Diskussionen immer noch regelmäßig tote Geweihte, insbesondere wenn Sonnenlegionnäre und Ardariten aufeinandertreffen oder es nahe am Erntefest ist.

Innerhalb der horasischen Kultur hat auch Hesinde mit Wissen/Weisheit einen etablierten Anspruch, in Meridiane eben Boron als Herr über Leben und Tod.
Eine gebildete Sonnenlegionnärin weiss das und akzeptiert die entsprechende theologische Argumentation als kulturellen Unterschied, wie es die Praioskirche im Ganzen auch tut.
Eine Sonnenlegionnärin näher am Bannstrahl... siehe Ardariten, Erntefest.
Kann also in beide Richtungen gehen. Eine davon ist aber für die Vorgesetzten ziemlich peinlich.
Für alle meine Aussagen bezüglich des Kampfsystems von DSA 4 gelten folgende Axiome:
1. Ein professioneller Kämpfer kann die in seiner Ausbildung gelernten Sonderfertigkeiten sinnvoll einsetzen.
2. Die Stochastik von DSA-Würfelergebnissen entspricht der Stochastik gleichverteilter Würfel.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2021 10:06

Jeordam hat geschrieben:
23.02.2021 09:28
Zuallererst: Die Praioskirche ist in Al'Anfa gut vertreten, hochangesehen und hat nicht die geringsten Probleme mit der Vormachtstellung der Boronkirche. Der Wahrer der Ordnung Meridiana sitzt in Al'Anfa und wird innerhalb der Praioskirche auch nicht kritisiert.
Auch hier gibt es laut Dschungel Meridianas die juristische und die personelle Ebene.
Die PK insgesamt ist in der Tat die zweitmächtigste Kirche in Al'Anfa, die sich sogar auf judikativer Ebene irgendwelche Rechte aus der PKZ sichern konnte.

Personell ist der WdO Meridiana genau so intrigant, wie jeder Al'Anfaner und arbeitet (bisher vergebens) daran, der PK wieder den Platz an der Spitze des Pantheons in Al'Anfa zurückzuholen.
Satinavian hat geschrieben:
23.02.2021 08:41
Also Nemekath war, bevor es einen Zwölfgötterglauben gab. Und er war zwar ein wichtiger Prophet für die Al'Anfaner, hat aber deren Kirche nicht gegündet, das ist erst viel später passiert. Mit dem geutigen Status hat das nicht viel zu tun.
Ich denke, dass das sehr viel miteinander zusammenhängt.

Die Vorstellung, dass der Rabe den Greifen abgelöst habe als Fürst der Götter (Namekath) hängt eng mit den MAchtphantasien (Imperator des Südens) der Honaks und der dadurch angestrebten Unabhängigkeit vom Mittelreich und dem Khomkrieg zusammen.

Wie in einem anderen Thread zur Rabenkriegkampagne und dazugehörigen Romanen besprochen wurde, scheint ja der aktuelle Patriarch politisch weniger interessiert und eher (wie witzigerweise auch der aktuelle Lichtbote in Gareth) ein frommer Mystiker zu sein.
Wer weiß, vllt. würden die beiden sich bei einem guten Glas Kräutertee ja sogar gut verstehen und sich gar nicht so sehr dafür interessieren, wie genau die hierarchischen Verhältnisse in Alveran sind, sondern Fragen des Seelenheils und der Stabilität der Sphären im Kampf gegen die Dämonen und den NL und die Bewahrung des 12G-Pantheons gegen die emporkommenden Götzen im anbrechenden Karmakothäon unterhalten?

@RvB Ich entnehme den bisherigen Kommentaren, dass du sowohl aus der Perspektive einer Praiotin, als auch einer Mittelreicherin empfinden kannst und dass du dir überlegen darfst - und musst, was dir für deine Rolle plausibel ist und ob du eher harmonistisch oder puristisch-offensiv sein willst, was auch immer deinem SPielspaß und dem der Gruppe dient, und was du als gutes RP empfindest :)

Aber es scheint von einem bannstrahlerischen Fanatismus bis hin zu einem diplomatisch durchrdungenen "der glaubt an die 12, also ist er kein Ketzer, die restlichen theologischen Spitzfindigkeiten müssen andere klären" alles möglich zu sein.
"Ich verachte niemanden. Mein Hass trifft jene, die verachten" - Bertolt Brecht.

"Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet" - Jesus Christus.

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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 23.02.2021 10:22

Grumbrak hat geschrieben:
23.02.2021 08:46
Genau das ist doch der Knackpunkt: Ramonas Geweihte ist MR'in.
Ja, aber sie ist auch Praiosgeweihte und hat da der Kirchenpolitik zu folgen. Zusätzlich findet das Treffen in Khunchom statt, nicht im Mittelreich, was die Gesetze des Mittelreichs dazu sagen, ist dort eher egal.

Persönlich kann sie gerne die Ansicht der Puniner teilen und die Al'Anfaner für Ketzer halten. Aber sie darf das nicht mit der Autorität einer Praiosgeweihten so verkünden, wenn die offizielle Kirchenlehre da auf Neutralität setzt. Und während sie im Mittelreich durchaus darauf bestehen könnte, dass mittelreichisches Gesetz eingehalten wird und ein potentiell besuchender Patriarch nicht predigt und öffentliche Messen hält, kann sie in Khumchom nicht mal das tun.

Man sollte auch bedenken, dass die Götterfürstsache gar nicht zentraler Punkt des Schismas ist. Das scheint Punin ziemlich egal zu sein. Die echten Streitigkeiten drehen sich eher um Selbstmord, gewisse Heilige, Rauschkräuter und Bestattungsriten.

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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 23.02.2021 10:36

Laske Hjalkason hat geschrieben:
23.02.2021 08:55
Die irdische Kirche zeigt doch schön wie um religiöse Autorität sogar Kriege gefochten wurden und Gegenpäpste aufgestellt wurden. Allein die Frage ob der Papst den Kaiser krönt und damit ihm übergeordnet sei hat mehrere Generationen beschäftigt und Hunderttausende ins Grab befördert.
"Die irdische [katholische] Kirche" gibt es seit mehr als tausend Jahren, an Hand derer sich viel zeigen ließe. Die Frage ist doch, welche irdisch-historischen Analogien als Inspirationen zu welchen DSA-Welt-Gegebenheiten passen. Den Konflikt zwischen Schwert und Stab gab es in Aventurien - und er ging aus mit dem Ende der Personalunion aus Horaskaiser und Bote des Lichts einerseits sowie dem Verbot weltlicher Herrschaft für Geweihte nach dem Ende der Priesterkaiserherrschaft andererseits. So wie der Konflikt zwischen Kaiser und Papst um eine universelle Christenherrschaft irdisch sich auf die Zeit des späten 11. bis in das späte 13. Jahrhundert konzentrierte (und mit der relativen Bedeutungslosigkeit beider Parteien nicht nur in dieser hochgegriffenen Frage endete), so gehört der Konflikt auch aventurisch der fiktiven Vergangenheit an, auch wenn er etwa in Beilunk oder anderen "Kirchenmarken" neu aufscheint, dies freilich keineswegs aber in vergleichbarer Heftigkeit oder Bedeutung, sondern in vielerlei Hinsicht als klare Ausnahme.
Es steht im Mittelreich nicht einmal annähernd zur Debatte, dass Geweihte, geschweige denn der Bote des Lichts die wesentliche weltliche Gewalt in Händen halten könnten oder sollten. Selbst in der Praioskirche gibt es keine entsprechende Strömung (wenn, ist sie mir nicht bekannt und vermutlich so relevant wie die Sonnenstarrer). Da sind faktische Magokratien in den Tulamidenlanden oder im Horasreich die viel relevanteren Streitpunkte - oder besser gesagt: Sie wären es, wenn sich irgendwer darum kümmern würde oder sich daran stören könnte).
Laske Hjalkason hat geschrieben:
23.02.2021 08:55
Die Praioskirche wird immer theologisch politische Wege suchen Autorität über andere Kirchen zu erlangen. Sie sind ja redegewandt genug um einem das als “Beratung” zu verkaufen.
Natürlich hat der Hofpraiot faktisch Einfluss, ebenso wie der Hofrondrianer, Hoftravianer oder Hofboroni - oder ein Hofmagier. Das ist der Effekt von Herrschaftsnähe, nicht aber die Durchsetzung eines Herrschaftsanspruchs seitens der Praiospriester.
Daneben gibt es natürlich auch den Kampf um Einfluss der einzelnen Kirchen. Auch hier hebt sich die - historisch geschulte - Praioskirche nicht besonders hervor. Wie gesagt: Zuletzt beschäftigte sie sich mehr mit sich selbst und erweiterte ihr dogmatisches Portfolio in eine ganz andere Richtung, die nicht dem Herrschafts- sondern dem Gerechtigkeitsaspekt untergeordnet ist. Praios ist eben nicht nur Götterfürst und Herrschergott. Und die aktuell weithin dominierenden (eigentlich: alle) Kirchenströmungen haben sich schwerpunktmäßig eher anderen Aspekten zugewandt: Gerechtigkeitsfragen an der "unteren" Basis (Braniborier), mystische Sinnsuche im Zentrum (Bote des Lichts), Staatsgottheit mit Magie-Koketterie an der Peripherie (Horasreich) - und letzteres ganz und gar nicht mit irgendeinem Herrschaftsanspruch der Praioskirche, sondern alles im Schatten der kaiserlichen Halbdrachens. Selbst die Priesterherrscherin in Beilunk tritt zwar dezidiert gegen die Richtung auf, die Gareth vorgibt, entstammt aber selbst der kirchlichen Rechtsschule und herrscht auch so, protegiert ansonsten von den Nachwehen eines göttlichen Wunders. Im Mittelreich liest man viel von praiostreuen Herrschern, aber doch nichts von herrschfreudigen Praioten. Auch relevante Versuche, die anderen Kirchen unter einer zumindest dogmatisch-theologischen praiotischen Oberhoheit zu vereinen, kann ich nicht erkennen. Im Gegenteil: Die Kirche vertritt die zwölfgöttliche Ein- und Gleichheit der Kulte ebenso wie die anderen Kirchen auch.
Satinavian hat geschrieben:
23.02.2021 08:41
Fakt ist zumindest, dass die Praioskirche die Al'Anfaner nicht als Ketzer betrachtet - das Mittelreich hingegen tut das sehr wohl und stellt sich klar auf Punins Seite.
So viel zur Autorität der Praioskirche in ihren (quasi) Domänenlanden selbst in theologischer Hinsicht.
Offenkundig gibt die weltliche, rechtsetzende Autorität der Deutung der hauseigenen Boronkirche den Vorrang gegenüber einer diese an Einfluss wohl kaum überbietende Praioskirche. Die andere Lesart wäre, dass der Praioskirche diese Spaltung einer der anderen Kirchen egal wäre, was noch mehr über die eigene Autorität in theologischen Fragen, den gesamten Zwölfgötterkult betreffend aussagte.

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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 23.02.2021 10:45

Satinavian hat geschrieben:
23.02.2021 10:22
Zusätzlich findet das Treffen in Khunchom statt, nicht im Mittelreich, was die Gesetze des Mittelreichs dazu sagen, ist dort eher egal.
Wichtiger Punkt. Praiosgeweihte sollten Gesetze achten, selbst wenn sie die Gesetze lieber anders hätten. Man kann auf Gesetzesänderungen hinarbeiten, aber darf sie nicht einfach brechen. Sonst droht Chaos. Also sollte praiotischer Moralkodex einen dazu zwingen, anerkannte Herrscher respektvoll zu behandeln - nicht nur, weil er ein Herrscher ist, sondern weil es per Gesetz verboten ist, den Herrscher zu beleidigen.
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2021 11:01

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
23.02.2021 10:45
Satinavian hat geschrieben:
23.02.2021 10:22
Zusätzlich findet das Treffen in Khunchom statt, nicht im Mittelreich, was die Gesetze des Mittelreichs dazu sagen, ist dort eher egal.
Wichtiger Punkt. Praiosgeweihte sollten Gesetze achten, selbst wenn sie die Gesetze lieber anders hätten. Man kann auf Gesetzesänderungen hinarbeiten, aber darf sie nicht einfach brechen. Sonst droht Chaos. Also sollte praiotischer Moralkodex einen dazu zwingen, anerkannte Herrscher respektvoll zu behandeln - nicht nur, weil er ein Herrscher ist, sondern weil es per Gesetz verboten ist, den Herrscher zu beleidigen.
Das stimmt.

Die Strömungen der Traditionalisten und Legalisten bemühen sich, Gesetze zugunsten der PK in Bewegung zu bringen, Respektlosigkeit oder Umstürze sind aber tabu.

Denn nach der Lehre der Praiosgeweihten, ist das lehensförmige Herrschaftsprinzip (das es mit Granden und Fanas ja zumindest angelehnt auch in AA gibt) unter einem 12G Gläubigen Herrscher ja keine Despotie weniger über viele, sondern die gerechte Herrschaft, die 'Ordnung' auch als kosmologische Kraft stärkt und die Sterblichen somit den Göttern Alverans dabei helfen, die Spphären stabil und Dere vor dem Einbrechen der Dämonen zu bewahren.

Und abgesehen von der Akzeptanz der schwarzmagischen Akademie sind die 12G gläubigen Al'Anfaner ja auch aktiv im Kampf gegen Dämonen und Untote.
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Ungelesener Beitrag von Twoflower » 23.02.2021 11:33

Es wurde ja (wenn ich es richtig verstanden habe) auch erwähnt, dass die Praiosgeweihte einen Puniner Boroni in ihrer Gruppe hat. Wenn die Charaktere einigermaßen eng befreundet sind und regelmäßig theologische Diskussionen führen, ist es zumindest denkbar, dass der Charakter auch gewisse persönliche Sympathien für die Puniner Position und Antipathien gegenüber dem Al'Anfaner Boronkult hegt.
Wobei das nichts mit der offiziellen Position der Praios-Kirche zu tun hat.
So oder so würde ich (als Meister, aber auch als Gruppe) das "Spotlight" in der Interaktion mit Herrn Honak eher dem Puniner Boroni geben, denn das kann wirklich interessant werden :devil:
(gerade im Kontext der Borbarad-Kampagne muss aber auch die Konfrontation nicht zwingend zu offener Feindseligkeit führen, da es in den Nekromanten der entstehenden Schwarzen Lande ja einen für beide schlimmeren gemeinsamen Feind gibt)

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Ungelesener Beitrag von RvB » 23.02.2021 12:24

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:
23.02.2021 07:36
Du solltest ausserdem eher auf deine Hesinde Geweihte aufpassen, sodass sie nicht mit ihm in der Kiste landet.
:lol: Guter Hinweis, danke! Die Gefahr ist bei ihr als Person nicht so groß, aber nach dem ersten Schreck wird sie sicherlich die (gleichermaßen) Chance und Herausforderung vor sich stehen sehen, die Al'Anfaner für den Kampf gegen Borbarad zu gewinnen - sie ist Trägerin des 2. Zeichens. Aber mal sehen, wie das alles läuft...
Grumbrak hat geschrieben:
23.02.2021 08:41
RvB hat geschrieben: ↑22.02.2021 22:39
Ah okay, also schön scheinheilig den Konflikt verleugnen! Ist ja nicht unbedingt untypisch....

Hmm wird oft gemacht, aber es heißt ja in der Praioskirche auch: Warheit soll nicht verschwiegen werden.
Ja, aber die Wahrheit ist ein hohes Gut! Damit muss man verantwortungsvoll umgehen. Nicht jede Wahrheit ist für jeden Geist bestimmt. :wink:
Grumbrak hat geschrieben:
23.02.2021 08:46
Satinavian hat geschrieben: ↑23.02.2021 08:41
Fakt ist zumindest, dass die Praioskirche die Al'Anfaner nicht als Ketzer betrachtet - das Mittelreich hingegen tut das sehr wohl und stellt sich klar auf Punins Seite.

Genau das ist doch der Knackpunkt: Ramonas Geweihte ist MR'in.
Das stimmt. Aber meine Sonnenlegionärin käme nicht in ihren kühnsten Träumen auf die Idee, dass ihre persönlichen Gefühle in so einer Situation eine Rolle spielen. Ihr Job ist es, sich so zu verhalten, wie der Bote des Lichts es wollen würde.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 10:06
@RvB Ich entnehme den bisherigen Kommentaren, dass du sowohl aus der Perspektive einer Praiotin, als auch einer Mittelreicherin empfinden kannst und dass du dir überlegen darfst - und musst, was dir für deine Rolle plausibel ist und ob du eher harmonistisch oder puristisch-offensiv sein willst, was auch immer deinem SPielspaß und dem der Gruppe dient, und was du als gutes RP empfindest
Ja, so ein Spielraum ist immer gut. :) Aurora wird sich immer dafür entscheiden, so zu handeln, wie es Praios / Jariel Praiotin von ihr verlangen. Da es aktuell aber darum geht, alle Zwölfgöttergläubigen irgendwie dazu zu bewegen, gegen Borbarad zusammenzuarbeiten, wird ihr klar sein, dass Differenzen hinter diesem höheren Ziel im Moment zurückstehen müssen (und die Hesinde-Geweihte wird dazu garantiert nochmal der ganzen Gruppe eine Moralpredigt halten).
Twoflower hat geschrieben:
23.02.2021 11:33
So oder so würde ich (als Meister, aber auch als Gruppe) das "Spotlight" in der Interaktion mit Herrn Honak eher dem Puniner Boroni geben, denn das kann wirklich interessant werden
:lol: Ich bin auch schon seeeehr gespannt, ob da noch was kommt. Der Spieler des Boroni hat auch direkt Puls bekommen, als Amir Honak plötzlich reinkam. Die Spielerin der thorwalschen Efferd-Geweihten aber auch (Nachteil: Vorurteile gegen Al'Anfaner). :ijw: :ijw: :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2021 12:44

RvB hat geschrieben:
23.02.2021 12:24
Jariel Praiotin
Ist Jariel nicht der Vorgänger Hilberians, der die Welt unter dem 12G vereinen will und deshalb Reto, gelinde gesagt, motiviert hat, Maraskan zu erobern?

Da hat deine Sonnenlegionärin nicht gerade einen Vorzeigediplomaten als Oberhaupt und Vorbild 😅😁
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Ungelesener Beitrag von FrumolvomBrandefels » 23.02.2021 12:47

Trotz aller Vorurteile etc. Ist eurer Gruppe bewusst, wer da überhaupt vor euch steht? Der hat vermutlich mehr SO als eure beiden Geweihten zusammen. :lol:

Wenn er euch gestattet mit ihm zu reden - was für Euch eine Riesen-Ehre wäre - würde ich mir gut überlegen was Ihr sagt und wie Ihr es sagt. Amir hat immer die Möglichkeit das Gespräch einfach zu beenden.

Alleine, das er her gekommen ist, und nicht einfach einen Brief geschickt hat - jemand anders soll zu Ihm kommen ist ein immenses Endgegenkommen seinerseits. So jemanden steigt man nicht auf die Zehen. Der Gastgeber ist da sicherlich auch nicht daran interessiert, dass einige dahergelaufene Geweihte seinem Gast nicht den Respekt gewähren den er verdient.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.02.2021 13:20

Dann wäre als borongefällige Begrüßung doch Schweigen und ein höfliches Nicken die einzig angebrachte Begrüßung.
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Ungelesener Beitrag von RvB » 23.02.2021 14:33

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 13:20
Dann wäre als borongefällige Begrüßung doch Schweigen und ein höfliches Nicken die einzig angebrachte Begrüßung.
Das finde ich auch. Der gehört definitiv zu den Personen, zu denen man nicht spricht, sofern man nicht von ihm direkt angesprochen wurde.
In der Situation, in der wir jetzt sind, wird es vermutlich schon darauf hinauslaufen, dass unsere SCs etwas sagen müssen. Ich nehme an, dass Borbarad der Grund ist, warum der Patriarch persönlich angereist ist... dann wird er mit den Gezeichneten reden wollen.
Und da unsere anwesende thorwalsche Efferd-Geweihte die Nachteile "Impulsiv" und "Vorurteile gegen Al'Anfaner" hat, freue ich mich jedenfalls sehr auf den nächsten Spielabend. :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Bergbewohner » 23.02.2021 14:38

Ich denke vom RP her könnte man sich überlegen wie die Person wohl darauf reagiert den Kalifen zu treffen. Die Reaktion dann sozusagen durch zwei oder drei teilen und abschwächen, und voilà :P Der Patriarch ist zwar ein Ketzer, aber immerhin trotzdem noch eine superwichtige Person, und er ist nicht ganz so derb ketzerisch wie ein Novadi. Praios ist ein wichtiger Gott in Al'Anfa (effektiv glaube ich Nummer 2, auch wenn man nach Nummer 1 einen Mischmasch hat), und der Patriarch dürfte einem ja auch den gebührenden Respekt qua seiner Stellung entgegen bringen. Dazu kommt noch dass die Al'Anfaner sich auch im Kampf um die schwarzen LAnde verdient gemacht haben (?) wobei ich die G7 nicht bespielt habe und darum nicht weiß wie das jetzt genau in dieser Situation zeitlich und aventurisch-historisch aussieht.

Tendenziell denke ich das man einfach ein paar theologische Unstimmigkeiten geflissentlich ignoriert und sich um das Wichtige kümmert weswegen man sich zusammen setzt.

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 23.02.2021 16:16

kurz mal meinen Senf dazu:

a) als Sonnenlegionärin sollte ihre Loyalität einzig der Praioskirche gehören. Ansichten/Politik des MR sind irrelevant. Und für ein Mitglied der Praioskirche auf mittlerer Hierarchieebene steht da erst mal ein 12göttliches Kirchenoberhaupt vor ihr, dem Respekt geschuldet wird, selbst wenn man theologische Differenzen hat (die aber wohl mit jeder anderen Kirche auftreten dürften).

b) Die Praioskirche hat gerade ein Schisma (über Machtpolitik) hinter sich, bei dem die zwei konkurrierenden "Päpste" sich schon auf dem Schlachtfeld gegenüber standen und ein Blutvergießen ganz knapp abgewendet werden konnte. Nicht gerade die Situation, wo man sich in die internen Auseinandersetzungen anderer Kirchen einmischen sollte, oder?

c) keine Ahnung, inwieweit Amir Honak bei Euch schon über die vorkommnisse der letzten Jahre im MR informiert ist, aber bei dem was aktuelle und frühere Mitglieder der Praioskirche (Inquisioren, Sonnenlegionäre,...) an Mist verbockt haben, sollte man als Sonnenlegionär sich sehr bedeckt halten: Wie war das noch mit der Vampirplage in Greifenfurt? Wie war das mit der Vampirplage in Weiden, und dem Vampir der dahinterstand? Was war der nochmal zu Lebzeiten?

d) dass Boron als Herr über Rethon der letzte Richter ist, werden noch nicht mal Praioten bestreiten. Von daher ist es vollkommen logisch, ihn als übergeordneten Fürsten zu betrachten - kann doch in der weltlichen Hierarchie ein Urteil eines Barons oder Grafen auch durch einen höherrangigen Fürsten aufgehoben werden...

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Ungelesener Beitrag von RvB » 23.02.2021 20:27

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
23.02.2021 16:16
als Sonnenlegionärin sollte ihre Loyalität einzig der Praioskirche gehören. Ansichten/Politik des MR sind irrelevant. Und für ein Mitglied der Praioskirche auf mittlerer Hierarchieebene steht da erst mal ein 12göttliches Kirchenoberhaupt vor ihr, dem Respekt geschuldet wird, selbst wenn man theologische Differenzen hat (die aber wohl mit jeder anderen Kirche auftreten dürften).
Absolut! Und es steht einer einfachen Geweihten auch nicht zu, über theologische Details mit einem Kirchenoberhaupt das Diskutieren anzufangen. Nee, meine Sonnenlegionärin wird den genauso respektvoll behandeln, wie sie dem Raben von Punin gegenüber treten würde. (Solange er selbst jetzt nicht provoziert, wovon ich NICHT ausgehe. Nur würde sie halt z.B. nie zustimmen, dass Boron der Götterfürst ist, wenn er sie dazu auffordert. Aber warum sollte er mit ihr diskutieren wollen?).
Wäre er halt aus Sicht der Praios-Kirche ein richtiger Feind, wie ein Paktierer oder so (wusste ich halt nicht, deshalb die Frage eingangs), würde sie halt nicht die Etikette wahren, sondern ein Gespräch verweigern. Den Raum verlassen oder so. Aber nach allem, was ich jetzt weiß, wird sie sich tunlichst benehmen. ;)
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.02.2021 12:44
RvB hat geschrieben:
23.02.2021 12:24
Jariel Praiotin
Ist Jariel nicht der Vorgänger Hilberians, der die Welt unter dem 12G vereinen will und deshalb Reto, gelinde gesagt, motiviert hat, Maraskan zu erobern?

Da hat deine Sonnenlegionärin nicht gerade einen Vorzeigediplomaten als Oberhaupt und Vorbild 😅😁
Naja, den Chef kann sie sich ja nicht aussuchen! :D Ich mir auch nicht. Wir spielen die Borbarad-Kampagne und da ist der gute Jariel nunmal Bote des Lichts. Ist aber witzig: Die anderen Charaktere hatten alle schon mit ihm zu tun und sind entsprechend genervt von ihm, aber meine Sonnenlegionärin idealisiert ihn voll. :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Grabstein » 25.02.2021 00:51

Hier würde ich gerne einwenden, dass in der bisherigen (ziemlich coolen) Diskussion mir der Aspekt der Person, der Heldin, ein wenig zu kurz kommt. Die Beiträge wie sich eine Sonnenlegionärin in der besagten Situation verhalten würde/könnte/sollte sind ja prima. Aber Aurora kommt mir dabei zu kurz. Ohne näheres Wissen, wie weit Ihr in der G7 seid, meine Gedanken: Borbarad ist zurück. Sie reist mit der Zweiten Gezeichneten. Da ich vorraussetze, dass Ihr Euch in der Gruppe austauscht: Sie ist sich der Lage bestimmt irgendwie bewusst. Und weiß, wie wichtig Verbündete sind. Dann wird sie doch bestimmt helfen wollen, diese einzigartige Situation zu nutzen. Kalifat(?), Khunchom und Al´Anfa zusammen überzeugen können, wie dringlich die Bedrohung durch den Dämonenmeister ist (und noch werden wird)! Diese Gelegenheit etwa verpassen? Und zu erleben, wie Aurora versucht, falls sie angesprochen wird, sich nur auf die Aufgabe zu konzentrieren und windet, eventuelles Ketzertum auszublenden ist es doch wert. Genau wie die Auseinandersetzung mit den "Vorgaben" der Kirche/Jariel/Der Sonnenlegion. All die wollen auch gegen Borbarad bestehen, der "Preis" jedoch wird in eben diesen Konflikten erarbeitet (erwürfelt?). Zweifel und Unsicherheit sind doch gerade in der G7 geradezu zwamgsläufig (und gut).

Soweit,
Grabstein

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