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von Alrik Normalpaktierer
29.06.2019 17:38
Forum: Romanbewertungen
Thema: R084: Todeswanderer
Antworten: 2
Zugriffe: 1428

R084: Todeswanderer

Kurzfazit:
Eine ungewöhnlicher Roman, der trotz vieler handwerklicher Schwächen einen gewissen Charme entwickelt.
3/5 Punkten.

Handlung:
Die Handlung ist, wenn man die üblichen Klischees erwartet, relativ unvorhersehbar (schade, dass der Klappentext einen ersten und ziemlich guten Twist vorweg nimmt!). Abenteuer-Erzählung wechselt sich mit Horror-Elementen ab. Während erstere manchmal etwas ausufert und definitiv straffer hätte erzählt werden können, ist letztere gut gelungen, weil die Splatter- und Ekel-Effekte gut mit Verzweiflung kombiniert werden. Die Auflösung beziehungsweise das Schlusskapitel kommt dann allerdings sehr holzhammerig daher und wirkt auch nicht ganz glaubwürdig.
3/5 Punkten

Figuren:
Die Protagonistinnen - Celiska und Gordon - sind erfrischend anders, sehr unterschiedlich und haben mir beide gleich gut gefallen. Sie sind, von wenigen Stellen abgesehen, auch nachvollziehbar angelegt. Leider hat die Autorin nicht auf dieses charmante Gespann vertraut, sondern immer wieder Kapitel aus anderer Perspektive eingeschoben. Die sind dann auch prompt weniger gut gelungen, zumal einigen Charakteren nur die Funktion als Lupus ex machina bleibt und die eigentlich mit einer glaubwürdigen Motivation ausgestatteten Praioten die üblichen Abziehbilder der gefährlichen Fanatiker.
3/5 Punkten

Aventurizität:
Ich müsste die Wertung ehrlich gesagt weglassen, weil ich nicht noch einmal in eine Nivesen-Spielhilfe geblättert habe. Kann sein, dass mir deswegen der ein oder andere Klopper entgangen ist. Im Ganzen sind nach meinem Eindruck keine groben Fehler drin, aber die Darstellung der Dämonen fällt schon etwas anders aus als in kanonischem Material und die Nennung der diversen Städtenamen wird nict mit Atmosphäre gefüllt.
3/5 Punkten

Sprache:
Hier merkt man deutlich, dass der Roman ein Debüt ist. Übermäßig viele Fehler gibt es nicht, wohl aber stilistische Unstimmigkeiten und ein gerüttelt Maß an Wortwiederholungen. Das trübt den Lesespaß erheblich.
2/5 Punkten

Langes Fazit:
Kein souveräner Abenteuerroman, sondern eine sehr eigene Geschichte, die durchaus ihre starken Momente hat. Wirklich empfehlen kann ich es leider weder für die literarischen Qualitäten, noch als Nivesen- oder Bornland-Spielhilfe. Wer viel DSA gelesen hat, aber mal was ganz anderes haben möchte oder sich wie ich ganz grundsätzlich für die Bandbreite interessiert, die die DSA-Romane abbilden, kann mal einen Blick riskieren.