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von Todeshörnchen
08.01.2019 17:43
Forum: Romanbewertungen
Thema: R057: Das zerbrochene Rad: Nacht
Antworten: 25
Zugriffe: 5172

R057: Das zerbrochene Rad: Nacht

Adanos hat geschrieben:
04.01.2019 02:43
Wobei es auch nicht gerade für die ehemalige Mitarbeiterin spricht, das Ganze 10 Jahre nach dem Tod von Herrn Kiesow öffentlichkeitswirksam in diesem Forum auszuschlachten (hat es ja sogar ins wiki geschafft)...
Hat sie das getan? Wo denn?
von Todeshörnchen
03.01.2019 01:44
Forum: Romanbewertungen
Thema: R057: Das zerbrochene Rad: Nacht
Antworten: 25
Zugriffe: 5172

R057: Das zerbrochene Rad: Nacht

Ich habe das Buch kurz nach seinem Erscheinen das erste Mal gelesen und dann vor zwei Jahren nochmal. Leider ist die Anfangseuphorie ein wenig getrübt. Ich will nur die beiden wesentlichsten Punkte raus greifen. Nahema agiert in dem Roman auf Seite der Guten ohne sichtbare Motivation oder erkennbare eigene Agenda, was für mich eher unbefriedigend ist und sie nur als unschlagbaren Übercharakter zementiert. Der weitere wesentliche Punkt ist der Umgang mit der holden Weiblichkeit. Da gibt es die Szene in der beschrieben wird, wie der Hauptcharakter zu seinem Sohn kommt. Eine wildromantische Nacht mit einer Angestellten, die nicht nein sagen kann oder will. Für mich liest sich das wie eine Vergewaltigung, was ja durchaus in Romanen und dem wahren Leben vorkommen kann, hier aber nicht negativ sondern bestenfalls als Kavaliersdelikt gewertet wird. In dieselbe Richtung geht die Darstellung von Tjeika. Die wird als willenloses Sexobjekt dargestellt. Ein Geschmäckle bekommt es dadurch, dass Herr Kiesows Charakter Thesia gegen die Figur Tjeika einer früheren Mitarbeiterin die Adelsmarschallswahl verloren hat. Das sieht für mich nach später Rache aus und ist an Machismo kaum zu überbieten.