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von Madalena
26.11.2019 19:08
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Thema: Cross-gender im Rollenspiel
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Cross-gender im Rollenspiel

Aber bei wenig Rollenspiel fällt doch tendenziell auch weniger auf, was für ein Geschlecht jemand verkörpert. Wenn es nur darum geht wie viel TP man macht, ist es ja bei Alrik und Alrike gleich. :wink:
von Madalena
26.11.2019 15:02
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Thema: Cross-gender im Rollenspiel
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Cross-gender im Rollenspiel

Ilandria hat geschrieben:
26.11.2019 14:53
So wie ich das aktuell erlebe, ist das CG ein Problem, wenn der/die Spielerin nur wenig Rollenspiel betreibt. In meiner Gruppe sind 3 verhaltene Spieler, die wenig Rollenspiel betreiben und da fällt der Mann, der ne Frau spielt, doch noch mal deutlich negativer auf, als die beiden anderen, obwohl die auch nicht mehr oder weniger Rollenspiel betreiben.
Inwiefern ist das denn ein Problem durch wenig Rollenspiel, bzw. was würde mehr Rollenspiel daran besser machen?
von Madalena
20.11.2019 10:13
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Thema: Cross-gender im Rollenspiel
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Cross-gender im Rollenspiel

Assaltaro hat geschrieben:
20.11.2019 09:41
Gut ich glaub meine Abenteuer sind zu neu, in denen werden eher die hübschen Heldinnen Angebaggert.
Ich hab beim Meistern halt gemerkt, dass mir CG nicht gut liegt. Klar ich versuche auch die Männer so gut es geht darzustellen, aber die Frauen fallen mir doch deutlich leichter. Wenn ein NSC die Gruppe länger begleiten soll, nehme ich lieber eine Frau (aber nicht immer) Daher bin ich froh, dass der Haupt NSC der Theaterritter eine Frau ist, aber als ich sie zuerst gespielt habe, fand ich es dann schade, dass der Flirt zwischen Leudara und unserem Ritter über eine einzige Betören Probe abgehandelt wurde. Langsam glaube ich, es liegt daran weil der SL CG betreiben musste.
(ich mag es halt auch nicht, wenn man einen NSC mit nur einer Betören Probe ins Bett bekommt...)
Ich finde Flirten als Mann aber auch viel schwieriger (musste ich die Tage erst bei einem NSC), ich hatte das Gefühl mir fallen nur grausige Groschenroman-Schnulzereien ein. Vielleicht, weil (OG übernommen) halt meist mehr Initiative vom Mann erwartet wird (= mehr Potenzial, sich in die Nesseln zu setzen)? :grübeln:

@Heldin als willenlose Puppe: Bääh...
von Madalena
20.11.2019 08:19
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Cross-gender im Rollenspiel

Wenn jemand Frau-sein als Downgrade empfindet, warum sollte gerade der dann CG spielen? ;)
von Madalena
20.11.2019 00:23
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Cross-gender im Rollenspiel

Ich bin eigentlich selbst gar nicht so die begeisterte Cross-Gender-Spielerin, das sorgt bei mir tendenziell für eine gewisse Verfremdung (im Sinne von "kann nicht so richtig in die Figur eintauchen"), und trübt den Spielspaß. War halt lange Zeit die ungeliebte Pflichtübung. Heute warte ich auf den Moment, wo ich einfach aus Lust darauf und ohne Druck einen Mann spiele, aber diese Hemmschwelle ist offenbar nach wie vor vorhanden.

Das mit dem "Ich will meinen Char hübsch/attraktiv finden" ist eine interessante Theorie. Früher mag das bei mir wohl gestimmt haben (auch verstärkt für weibliche Chars). Heutzutage denke ich hätte sich das ziemlich eingeebnet. Was ich zu "Frauen sind das schöne Geschlecht blabla" denke schreib ich besser nicht aus, kann mir denken in welche Richtung die Diskussion führen würde. Und für männliches gutes Aussehen hätte mir halt früher schlicht die Vorstellung gefehlt. Wüsste jetzt nicht was dagegen spräche, einen hübschen jungen Mann zu verkörpern. Vielleicht bin ich ja einseitig oberflächlich. ;)
von Madalena
19.11.2019 21:17
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Cross-gender im Rollenspiel

@Rhonda Eilwind kann gut sein. Ist jetzt wirklich keine von mir repräsentativ überprüfte These. ;)
von Madalena
19.11.2019 14:25
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Cross-gender im Rollenspiel

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
19.11.2019 13:33
So rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass CG im reinen Forenspiel deutlich leichter umsetzbar ist, weil weder Ad Hoc-Schauspielleistungen verlangt werden (im Gegenteil, gerade die Zeitversetztheit machen so etwas ja schon leichter) noch die RL-Erscheinung (also Aussehen, Stimme, Gebaren) die Suspension of Disbelief strapaziert. Ich meine, seien wir ehrlich: Auch wenn bei den meisten Postern das Geschlecht bekannt ist, wäre es trotzdem theoretisch gesehen denkbar, dass man die ganze Zeit hinter die Fichte geführt wurde und eigentlich alle hier als Foristen des entgegengesetzten Geschlechts RP'en
Mag alles sein. Aber mich nimmt es dann Wunder, warum es in die eine Richtung stärker stattfindet. Wären ja alles Gründe, die auch für Männer spielende Userinnen-Accounts klappen würden.
von Madalena
19.11.2019 13:06
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Cross-gender im Rollenspiel

Ich finde die Feststellung aus den Forenabenteuern interessant, dass anscheinend viel mehr Männer als Frauen CG spielen (vielleicht fällt es ja auch nur dort besonders auf, weil dort der Frauenanteil höher ist).

Ist das auch für Tischgruppen eine allgemeine Erfahrung? Macht es allgemein mehr Spaß, Frauen zu spielen (fände ich völlig nachvollziehbar. :ijw: )? Oder ist das der Reiz, weil gerade DSA weiblichen Chars mehr Räume bietet?
von Madalena
15.11.2019 18:02
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Cross-gender im Rollenspiel

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
15.11.2019 11:40
Da liegt ein Missverständnis vor - was ich meinte, war, dass der Umstand, dass die Mitspieler darüber entscheiden, was sie annehmen und was nicht, das Argument "crossgender ist doch auch nix anderes als crossrace" aushebelt.
Und, seien wir ehrlich: Die Frage "CG oder nicht" ist wohl so alt wie das Rollenspiel-Hobby, und kommt als Diskussion immer wieder auf. Die Frage "nur Menschen oder doch auch andere Rassen" bzw. "lieber ohne Priester/Magiekundige spielen" dagegen? Die dürfte in der RPG-Debatte bei weitem nicht so häufig angeschnitten werden, und wenn doch, ist es deutlich leichter, sich darauf zu einigen, dass man halt unterschiedlich spielt.
(Das ist übrigens auch ein Unterschied zum CG-Thema: Ein Veto für CG-Chars ist ja kein generelles Moratorium auf weibliche oder männliche Charaktere; wer dagegen zB Schelme nicht mag, verbannt die idR komplett als SCs.)

Bei der Haltung zum Thema CG dagegen handelt es sich offenbar um eine Grundsatzfrage von ganz anderer Bedeutung, die deutlich stärker - auch emotional - aufgeladen ist. Kaum jemand befürwortet ernsthaft in einem Fantasy-RPG einen kollektiven Bann von Nichtmenschen oder Zauberern oder was auch immer (und ich wage zu behaupten, dass es für die meisten Spieler einen Reiz des PnP ausmacht, diese Option zu haben), aber wenn es um das CG-Thema geht, gibt es wohl eine Mehrheit, die es zumindest wenig bis gar nicht reizt, und eine signifikante Gruppe, die es sogar ablehnt.
Insofern würde ich auf jeden Fall sagen, dass es sich hierbei um was anderes handelt. (und, seien wir ehrlich: Wenn es das nicht wäre, gäbe es nicht immer wieder solche ausgiebigen Diskussionen um das Thema.)
Klar - wenn CG nicht für so viele ein Thema wäre, wäre es kein Thema. ;)

Dass sich so viele dran stören ist recht offensichtlich. Ich halte aber das Argument mit den Äußerlichkeiten für aufgesetzt, und denke es geht den meisten eher um was anderes: Die (unterstellten oder tatsächlichen) Motive, die man dem crossdressenden Spieler unterstellt. Und natürlich die eine oder andere ungute Erfahrung.
von Madalena
15.11.2019 17:10
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Cross-gender im Rollenspiel

Das Topic "ne Runde Nerds, von denen mindestens die Hälfte keinen Erfolg bei Frauen hat" kenne ich eigentlich eher aus den Teenie-Zeiten, aber das hat sich dann wohl nach und nach ausgewachsen. Und die Männer, die gerne mal Frauen spielen sind nach meiner Erfahrung jetzt auch nicht die Marke "frustrierter Dauersingle".

Ich schätze, da gibt es sehr verschiedene Erfahrungen.
von Madalena
15.11.2019 10:25
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@Vasall D.h. Immersion fällt dir bei manchen Spieler-Rollen-Kombinationen leichter als bei anderen, aber du findest es wichtig dass die Leute trotzdem das spielen können, was sie OG nicht verkörpern.

Verstehe ich das richtig?
von Madalena
15.11.2019 09:30
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Vasall hat geschrieben:
15.11.2019 09:22
Wie gesagt, es geht nicht um 0/1 !
Das ist klar. Aber das ist ja kein Hinderungsgrund. Herbert darf den Krieger spielen, auch wenn du ihn Ralf eher abnehmen würdest. Und Franziska darf den Mann spielen, auch wenn du ihn Stefan eher abnehmen würdest.
von Madalena
15.11.2019 09:15
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@Vasall Ich schätze, du möchtest nicht dafür plädieren, dass nur Kampfsportler Kämpfer spielen dürfen? Und KDV immer Pazifisten darstellen müssen?
von Madalena
15.11.2019 08:21
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DnD-Flüchtling hat geschrieben:
14.11.2019 14:19
Das ist letztlich aber auch ein Aspekt, der das Gegenargument mit dem Elf und dem Zwerg aushebelt: Man lässt sich einfacher von einem dicklichen Mädel mit Brille überzeugen, dass sie eine elegante Elfe spielt, oder vom zwei Meter-Lauch, dass er einen stämmigen Zwergen verkörpert, einfach deswegen, weil das der generelle Konsens ist, ohne den zumindest Tabletop RP nicht funktioniert - zum einen gilt, dass keiner Elfen oder Zwerge oder Barbaren kennt und deswegen komplett auf seine Fantasie zurückgeworfen ist, wenn es um die Visualisierung geht, und zum anderen wäre alles andere auch extrem problematisch: Wenn ich von jedem Barbaren erwarte, dass er in die Muckibude geht, und nur schöne schlanke Menschen Elfen spielen lasse, werden sich die Optionen für das gemeinsame Spiel sehr schnell erschöpfen.
Bei der CG-Frage ist es dagegen weniger kompliziert - jeder kennt Männer und auch Frauen und hat deswegen eine klare Vorstellung von ihnen; und CG kann da die Immersion durchaus strapazieren. Und, was im Grunde noch wichtiger ist: Die CG-Option auszuschließen macht das Rollenspiel nicht vollkommen unmöglich; wenn ich Leute aber nur solche SCs führen lasse, die ihnen auch im RL ähneln, sieht es ganz anders aus.
Nein, das hebelt das Gegenargument nicht aus. Denn selbstverständlich funktioniert Rollenspiel auch dann noch, wenn man Elfen und Zwerge ausschließt. Es funktioniert auch dann, wenn man gewisse Geweihte, Schelme, Helden mit Blutrausch, Magiebegabte im Allgemeinen, Exoten oder zu starke oder zu schwache Helden ausschließt. Es funktioniert auch dann noch, wenn man eine Themengruppen aufstellt ("Ihr spielt alle Waldmenschen aus dem gleichen Dorf"). Oder wenn ich dem sprachlich eher unbeholfenen Spieler den wortgewandten Höfling untersage. Es funktioniert sogar dann noch, wenn man im Extremfall jedem Spieler einen Char vorgibt. Und natürlich funktioniert es auch dann noch, wenn man CG ausschließt.

Aber es sind immer Einschränkungen, die die Spieler subjektiv mehr oder weniger stark einschränkend empfinden. Am Ende ist eben die Frage, ob die Spielräume bestehen, das jeder für sich das passende findet.

Und da zu sagen "CG ist die Einschränkung, mit der man zu leben hat" ist eine willkürliche Grenzziehung. Wenn ein Spieler, der selbst null Lust auf CG hat anderen Spielern erzählt dass es auch ohne CG zu gehen hat, hat das was als würde ich im Restaurant meiner Begleitung erklären wie ihnen ihr Essen zu schmecken hat. Aber Menschen sind eben nicht gleich, und was für den einen gut funktioniert, mag eben für den anderen nicht so klappen.
von Madalena
10.11.2019 15:13
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Timonidas hat geschrieben:
10.11.2019 15:08
In Aranien gibt es aber keine gleichberechtigung. Ich weiss jetzt nicht wie geschlechterspezifisch das Schminken in Aranien bewertet wird, aber vielleicht wird man dort auf geschminkte Männer ähnlich reagieren wie man in Andergast auf eine Frau mit Rüstung reagiert.
Stimmt, das war ein etwas schiefes Beispiel, was Gleichberechtigung angeht. Aber ich denke es gibt Kulturen in Aventurien wo Schminken zumindest ebenfalls männlich besetzt sein kann (keine Ahnung, wie da offizielle Setzungen sind).

Aber vielleicht bewegen wir uns da wieder etwas vom Thema weg, mea culpa.
von Madalena
10.11.2019 14:15
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Avessandrina hat geschrieben:
10.11.2019 13:40
Und eine Gruppe oder ein Spieler, der "erstmal Makeup auflegt", bevor seine (oder ihre) Kriegerin kämpft (überspitzt übernommen) scheint mir doch sehr wenig Fanatsie und Mühe in die Darstellung seiner Charaktere zu legen und wäre wahrscheinlich niemand, der überhaupt einen Charakter in der Welt oder von sich interessant und differenziert darstellt.
Balayanim nach Ishanna al'Kira könnte ich mir bspw. sehr gut mit Make-up im Kampf vorstellen. Umgekehrt würde es wohl auch niemand unstimmig finden, wenn der Waldmenschen-Stammeskrieger Kriegsbemalung auflegt (auch letztlich eine Form des Make-up).

Könnte in einer gleichberechtigten Welt natürlich auch der geschminkte Aranier sein. Aber da sind wir Spieler*innen wieder alle mehr oder weniger Kinder unserer Sozialisierung. Da würden manche Spieler wohl doch drüber stolpern und das unmännlich finden (egal ob von Mann oder Frau gespielt).
von Madalena
10.11.2019 07:05
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knppel hat geschrieben:
10.11.2019 05:28
dass wir (als irdische Gesellschaft) Männer schlicht mit mehr Mist durchkommen lassen
Von Männern erwartet man halt nicht so viel Intelligenz wie von normalen Menschen.

*duck-und-weg* :gardianum:
von Madalena
19.10.2019 20:31
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Bei Liebesgeschichten habe ich übrigens eine starke CG-Schwelle. Ob SC oder NSC, oder ob der andere Part männlich (IG oder OG) ist, tut meinem Spielspaß keinen Abbruch. Aber als männlicher SC zu flirten und zu romantisieren, da hat bei mir nie die Immersion gepasst.

Also, so für mich selbst. Wie andere das halten soll jede(r) so machen wie es gefällt.
von Madalena
18.10.2019 22:23
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Assaltaro hat geschrieben:
18.10.2019 20:58
Ich finde mittlerweile Rollenspiel ohne tiefe Beziehungen zwischen den SCs ja langweilig. Leider finde ich doch eher selten Gruppen wo Romanzen und ähnliches in der Art vorkommen wie ich das gern mag.
Da bietet DSA ja auch schöne Möglichkeiten. Nehmen wir o.g. Hexe von mir, die irgendwann in einer Beziehung (später Ehe) mit einem Mithelden gelandet war.

Leider waren die beiden zu sehr damit beschäftigt, Borbarad zu bekämpfen. Und leider hatte sie den Fehler begangen, ihre Gabe Prophezeien auf ihren Mann anzuwenden, und wusste daher, dass es kein Happy Ending geben würde für sie zwei... Hach, Drama! Aber wenn man auch vor lauter weltbewegendem Zeugs nie Flitterwochen oder mehr als Augenblicke für sich haben kann: Wofür beherrscht frau den Traumgestalt auf 15, wenn nicht kurze Verschnaufpausen zu nutzen um an Orte zu gehen, die man physisch nie erreichen könnte? Orte, die es real vielleicht gar nicht gibt? :heart:

Oder, wo der Schwertgeselle (SC) seine Liebste (NSC) mit frischen Blumen überrraschen wollte, aber wir in einer kargen Einöde waren: Meine Tsa-Geweihte hat ihm da gerne geholfen. Ihre Göttin hatte hoffentlich Verständnis für diesen KE-Einsatz, schließlich könnte das irgendwann zu Nachwuchs führen. :)

Wer will darf das albern finden, manche haben daran vermutlich auch gar kein Interesse. Aber Romantik ist ja nicht umsonst ein Dauerbrenner in Film, Literatur, Musik und anderen Kunstformen!
von Madalena
18.10.2019 08:01
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Im Filmwesen wird ja allgemein stark nach äußerlichen Kriterien gecastet (natürlich nicht nur danach). Eine Person, die den allgemeinen Schönheitskriterien nicht entspricht wird wohl kaum für eine Rolle gecastet, die überaus attraktiv wirken soll (bei Männern vielleicht noch eher, weil bei denen Attraktivität nicht so stark an der Optik festgemacht wird). Und Danny DeVito würde wohl auch nicht den Zuschlag für Conan kriegen.

Umgekehrt hat z.B. eine Tilda Swinton schon des Öfteren Männerrollen besetzt.
von Madalena
17.10.2019 20:04
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Ich glaube das einzige mal, wo wir im Spiel über Klogang gesprochen haben, war als wir nachts geweckt wurden:

S1: "Ich habe meine Rüstung an."
SL: "Ihr habt geschlafen, du hast sie nicht an."
S1: "Ich habe nicht gesagt, dass ich sie ausziehe."
SL: "Das ist selbstverständlich, auch wenn du es nicht sagst."
S1: "Geht nie davon aus dass ich selbstverständlich etwas mache, wenn ich es nicht sage."
S2: "Du hast noch nie gesagt, dass du auf Toilette gehst [ich glaube, die tatsächliche Wortwahl war etwas vulgärer]. Du bist geplatzt!"
S1: "Dann bin ich halt geplatzt. Aber MIT RÜSTUNG!"

Sorry fürs OT. :ijw:
von Madalena
17.10.2019 17:53
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Cross-gender im Rollenspiel

Mir ist ja zehn mal lieber, wenn jemand am Spieltisch die sexuellen Bedürfnisse seines Chars thematisiert, als seine Ausscheidungsbedürfnisse.

Aber in beiden Fällen kommt es auf den Detailgrad an:

Spieler*in: "Wir verschwinden dann auf dem Zimmer und kommen grinsend zurück." <- OK

Spieler*in: "Ich gehe mal in die Büsche und verrichte mein Geschäft [idealerweise mit Spielbezug, z.B.: um mich der Situation zu entziehen]." <- OK

Wenn mensch da unbedingt mehr Details ausmalen muss soll mensch es um meinetwillen machen. Aber bitte unausgesprochen im Kopf.
von Madalena
16.10.2019 00:43
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Assaltaro hat geschrieben:
15.10.2019 21:32
Ja ich glaube Männer sind da untereinander grausamer. Wenn ich mal einen Lesbischsein Charakter spiele (so als OT Hetero Frau) kamen da noch nie komische Reaktionen irgendeiner Art oder ich hab da einfach immer tolerante Gruppen erwischt.
(Nur einer der Spieler fand es doof, weil dadurch sein männlicher SC nicht bei ihr landen konnte :rolleyes:)
Ich muss ja sagen, dass mich die Diskussion über paarungsfreudige und/oder lesbische Charaktere nachdenklich macht.

Ich glaube, einen lesbischen SC habe ich noch nie erlebt. Mir fallen allerdings drei Heldinnen ein, bei denen Bisexualität ein Thema war.

a) Brünstig obendrein, vögelt sich durch die Weltgeschichte.
b) Nicht brünstig, aber herausragendes Aussehen. Hatte keinen ausgespielten Sex, aber ausgespielten Sexappeal.

Beides Konzepte, wo bei einem männlichen Spieler sofort die Alarmglocken für viele losgehen würden. Waren allerdings beides Spielerinnen (eine ebenfalls bi, die andere keine Ahnung). Gestört hat sich da nie jemand dran. Im Gegenteil, gerade bei der brünstigen Heldin ist es manchmal auf völlig unerotische Weise sehr lustig in was sie so rein schlittert. ;)

c) Gutaussehend, satuariagefällig nun auch kein Kind von Traurigkeit. Ebenfalls von einer Spielerin gespielt. Von mir... allerdings damals noch unter OG männlicher Tarnidentität. Und irgendwie macht mir das gerade echt Angst, dass diese Figur komisch gewesen sein könnte. Habe ich damals etwas "ausgelebt"? Bedenkt man, dass ich OG einen heterosexuellen Mann verkörpert habe, ohne eines von beiden zu sein: Ja, das war wohl meine Form von Escapismus. Habe ich mich dran aufgegeilt sie zu spielen? Nein... mich mit einer Horde Leute an einen Tisch zu setzen zu denen ich mich durch die Bank nicht hingezogen fühle, um irgendwie mein Lustzentrum zu stimulieren erscheint mir ein sehr merkwürdiges Konzept.

Andererseits: Keine Ahnung, es ging um einen Themenkomplex der mich damals sehr verunsichert hat. Wäre nicht das erste mal, dass ein nicht mit sich selbst im Reinen befindlicher Mensch ungut rüber kommt, wenn es dann auch noch um das Thema Sex geht. Also... Ich hoffe wirklich, dass das keine unangenehme Situation geschaffen hat, falls doch bitte ich die Mitspieler innerlich um Verzeihung. :grübeln:

(Wobei die Figur hinterher noch eine tolle Liebesgeschichte hatte, bei der es am Spieltisch um die romantische, nicht die sexuelle Ebene ging.)
von Madalena
15.10.2019 22:29
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Shirwan hat geschrieben:
15.10.2019 21:58
Da hast du mich völlig falsch verstanden. Diese Leute spielen ihre Charaktere "lesbisch" weil sie den beschriebenen Schlampenchar spielen wollen und dabei (weiterhin) ingame Frauen anbaggern wollen (so wie Garry halt...).
So habe ich dich auch verstanden. ;) Ich habe deinen Beitrag nur als Anknüpfungspunkt für meine eigenen Gedanken genommen, weil mir das beim Lesen eingefallen ist.
von Madalena
15.10.2019 21:09
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Cross-gender im Rollenspiel

Shirwan hat geschrieben:
15.10.2019 15:11
Sämtliche so gespielte Chars waren bi- oder homosexuell
Ich kann mir vorstellen, dass es für Männer tatsächlich manchmal schwieriger ist, einen homo-/bisexuellen Charakter des eigenen Geschlechts zu spielen.

Ich habe einmal einen "lebensfrohen" bisexuellen Mann gespielt (was dem outgame repräsentierten Geschlecht entsprach). Als ich einen Mann abschleppte fragte einer der Mitspieler grinsend, ob ich denn dann der kleine Löffel sei. Für mich eine Frage, in der Heldenwissen ausnahmsweise gerne > Spielerwissen sein darf. Statt dessen habe ich mich beeilt, zu verneinen, um von meinem Image zu retten was zu retten war. Finde meine eigene Reaktion aus heutiger Sicht bescheuert, da hat mir definitiv das Selbstbewusstsein gefehlt diesen Char zu spielen. Vielleicht wachsen heutige junge Menschen da entspannter auf (?). Aber wer in den 90ern groß geworden ist, weiß vermutlich ganz gut was ich meine.
von Madalena
14.10.2019 09:29
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Berto hat geschrieben:
14.10.2019 09:04
Als Spielleiter neige ich auch dazu, erstmal alle NSC, die ich auftreten lasse, männlich zu denken. Es sei denn, sie entsprechen stereotypen Rollenbildern - die Schankmaid ist also "natürlich" eine Frau, der Wirt "natürlich" ein Mann. Ein Missstand, der mir erst durch den Thread wirklich bewusst geworden ist und den ich zu ändern gedenke. An starken Frauenbildern in meinem direkten Umfeld hat es mir eigentlich nie gemangelt, aber offenbar scheint meine Sozialisation aus Schule, Subkultur und Medien da schwerer zu wiegen.
Die (relative) Präsenz "bechdeltauglicher" Frauenrollen war für mich von Anfang an Teil der Faszination von DSA. Zusammen mit Astrid Lindgren ein guter Gegenpol zu Karl May (den ich ebenfalls verschlungen habe). :ijw:

Natürlich steckt(e) da trotzdem viel übernommene Rollenerwartung in den Köpfen der Autoren, der Spieler, in meinem Kopf. Ist ja auch verständlich.

Bei der Hintergrundgeschichte eines aktuellen Chars habe ich bei den auftretenden Personen das Geschlecht ausgewürfelt, weil ich mich weder von Vorstellungen im Kopf leiten lassen wollte wer männlich oder weiblich gedacht wird, noch bewusst andersherum "casten" wollte. Außer beim Vater, der war durch den Wurf für die Mutter bereits geschlechtsdefiniert. :wink: Versuche ich bei selbstgeleiteten Abenteuern inzwischen auch so zu machen.

Außerdem habe ich meiner Heldin bewusst ein paar burschikose Elemente in die Wiege gelegt. So als Vorstufe dazu, vielleicht mal irgendwann wieder einen Mann zu spielen.

Ich finde, auf die Weise kann man auch ganz gut mit Rollenvorstellungen im eigenen Kopf experimentieren. :) Ist natürlich kein Muss (viele sagen ja Rollenspiel soll sowas gar nicht leisten), aber für mich eine interessante Möglichkeit.
von Madalena
14.10.2019 08:23
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Vasall hat geschrieben:
14.10.2019 08:13
Ad hominem Argumentation, inklusive Bedanken-Schallverstärker verbessert die Diskussion allerdings auch nicht. :rolleyes:
Besser wäre es, wenn man sich so einen unausgereiften Käse (und man sieht sehr deutlich, dass da keine tiefere Beschäftigung mit dem Thema hintersteckt) komplett sein lassen würde.

Die Diskussion darüber ist hier ja eh unerwünscht, was es schwer macht darauf zu reagieren. Da wäre es nur fair, das Fass von vornherein gar nicht aufzumachen. Insofern danke @Berto, ich fand das auch unschön und wusste nicht, wie ich drauf reagieren soll.
von Madalena
13.10.2019 20:22
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Darilon hat geschrieben:
13.10.2019 19:17
Ich glaube einer der Punkte warum mir Crossgenderspieler anfangs suspekt waren war auch, dass ich damals noch genau das gemacht habe: Ich habe mich selbst mit dem Charakter identifiziert und impizit angenommen andere machen das auch, was bedeutete, dass Crossgenderspieler meiner Vermutung nach gerne tatsächlich das andere Geschlecht sein wollten. Heute bin ich überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit der Crossgendercharakterspieler das nicht tut.
Und für mich war es früher genau die Angst, dass es jemand anders von mir denken könnte. :lol:

Ich glaube aber auch, dass in den allermeisten Fällen der Grund woanders liegt: Konzepte, die im eigenen Geschlecht nicht (z.B. Amazone) oder nur sperrig (z.B. Frau in einer sehr sexistischen Gesellschaft) funktionieren. Dass ein Konzept vor dem eigenen geistigen Auge eben stark männlich/weiblich geprägt ist (z.B. die einfühlsame Heilerin), was zwar in Aventurien theoretisch nicht nötig wäre, aber praktisch sind wir halt Kinder unserer Sozialisierung (zumal ja nicht jede Gruppe mit 100%iger Gleichberechtigung spielt). Sich selbst einfach mal in der anderen Haut ausprobieren. Übernahme eines vorgefertigten SC/NSC. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. ;) (Die unschönen Gründe, aus denen das jemand tun könnte mal außen vor gelassen.)

Was die Immersion angeht schadet es sicher nicht, wenn man selbst von Zeit zu Zeit äußerliche Eckpunkte erwähnt, und die Umwelt ggf. auch darauf eingeht (das können ja auch SL/Mitspieler tun). Wenn einfach von Zeit zu Zeit beiläufig erwähnt wird dass das furchteinflößende/exotische/attraktive/... Aussehen eines Helden nicht unbemerkt bleibt, bleibt es eher mal hängen. Beim Geschlecht läuft das ja bereits standardmäßig übers Pronomen ab - wobei Spieler da erfahrungsgemäß sehr ungleich konsequent sind. Ich kenne z.B. jemanden, der grundsätzlich immer alle Helden "er" benennt, unabhängig von Geschlecht in- und outgame.
von Madalena
13.10.2019 16:31
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Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
13.10.2019 14:53
Madalena hat geschrieben:
13.10.2019 11:31
Hast du zufällig ein Beispiel parat, wie du in einer RPG-Situation von dem Verhalten deiner Mutter/Freundin/Frau/... ableitest?
Hmm, typisches Verhalten nach dem Abenteuer.

Die Jungs gehen meistens in die Kneipe oder in den Puff.
Die Dame lässt sich erst mal schön in einem Bad massieren und gönnt sich neue Klamotten/Schmuck, hat sie sich ja verdient.
Der typische Klischee mäßige Beautytag für Frauen mit Geld :lol:
OK, das ist ja jetzt eher harmlos. Welche gesellschaftlichen Faktoren zu dieser Rollenverteilung geführt haben ist nicht schwer zu erklären, aber wohl auch nicht jedem Mann und jeder Frau selbst bewusst. In Aventurien muss das gar nicht gelten, da kann ja auch die Frau problemlos in den Puff. Obwohl ich da auch kein Drama drin sehe, wenn man Spaß hat dieses Klischee auszuspielen. ;)
von Madalena
13.10.2019 11:31
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Cross-gender im Rollenspiel

Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
13.10.2019 11:01
Äh doch, genau so. Ich als Mann kann die Gedankengänge von Frauen bis heute zum Teil nicht nachvollziehen, umgekehrt genauso und wenn ich meinem Vater glauben darf ist das auch ziemlich sinnlos zu versuchen.
Wir sind halt unterschiedlich.

Im Spiel ist es halt immer mal wieder witzig die Überlegung anzustellen: "Wie würde meine Frau, Freundin, Mutter etc., in dieser Situation agieren?".
Es wird aber immer zwangsweise ein Einblick von außen bleiben ohne wirklich das Gedankenspiel das dahinter steckt zu durchschauen. Ist aber auch nicht schlimm, man macht das Beste aus seinem Wissen und erspart sich irgendwelche Hirnakrobatik die am Ende eh nix bringt und den Spielfluss stört.
Also... erlaubt ist, was (dir und deinen Mitspielern) gefällt.

Aber ich fände das doch sehr schade, weil die Figur dann nie wirklich Eigenleben hat, sondern nur Projektionsfläche. Persönlichkeitsentwicklung kann da nicht stattfinden in dem Sinne, dass der Charakter eine Wandlung durchmacht, weil in der Figur nichts ist was das bewirken würde, und weil die äußeren Vorbilder von den Erfahrungen der Heldin unberührt sind.

Außerdem ist so eine Figur immer eine Karikatur. Solange das für euch alle OK ist: Kein Ding. Wenn du mit anderen spielst solltest du dich aber nicht wundern, wenn da dann jemand das nicht so lustig findet.

Hast du zufällig ein Beispiel parat, wie du in einer RPG-Situation von dem Verhalten deiner Mutter/Freundin/Frau/... ableitest?