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von Hotzenplotz
28.06.2020 15:48
Forum: Novizen & Eleven
Thema: Offizielle Abenteuer - Wie angehen?
Antworten: 8
Zugriffe: 660

Offizielle Abenteuer - Wie angehen?

TaCqz hat geschrieben:
27.06.2020 14:42
Dort stehen tonnenweise Informationen über die Umgebung und die Leute, sowie Hintergrundinfos, in diesem Beispiel zum Konflikt zwischen Andergast und Nostria. Wie geht ihr Offizielle Abenteuer an? Erzählt ihr euren Mitspielern die Hintergrundinfos oder sind diese nur für den Meister gedacht? Und die tatsächlichen Stellen, welche den Spielern vorgelesen werden sind recht kurz. Arbeitet ihr die Beschreibungen der Umgebung dann weiter aus?

Grüße,

TaCqz
Hi und willkommen,

zu deiner Frage gibt es m. E. zwei simple Tipps:

1. Überlade deine SpielerInnen nicht mit Informationen

2. Show, don´t tell.


Grundsätzlich sollten die SpielerInnen die Dinge aus der Region wissen, die eine Rolle für sie spielen (können), und das ist ruhig eng gefasst zu verstehen. Aber für die Stimmung, für die Immersion, letztendlich das Rollenspiel ist es schon interessant für die Runde zu wissen, was sozusagen den Rahmen der Handlung bildet, nämlich das Setting. Orientiere dich dabei an Filmen und Büchern. Bei Filmen ist es ja oft so, dass es eine Kamerafahrt über die Region gibt und dann 1-2 Sätze im Screen auftauchen (z. b. "England im Jahr 1022, der Earl von Shootmedead ist ein grausamer Herrscher und nur die Schlumpfis aus dem Darkwood sind bisher seinen Häschern entgangen"). Sowas ähnliches, also ein Teaser, in deinen Worten, über die Region, sollte schon drin sein. Je nach Erfahrung und Wissen der SpielerInnen (wichtig: Es geht hier um Wissensvermittlung an die SpielerInnen, nicht die SC!) würde ich da so maximal 5-10 Minuten veranschlagen, ruhig mit Rückfragen.

Aber, ganz entscheidend: Viel schöner ist es, nach dem Grundsatz "show, don´t tell" vorzugehen. Zusätzlich zu o. g. Teaser könnten die Häscher des Earl in der ersten Szene auftauchen und ungeheuer brutal gegen die Dorfbevölkerung vorgehen. Dann spürt die Gruppe viel stärker, was Sache ist. Das gilt auch für allgemeines Settingwissen. Lass den Wirt vom Fällerstüberl abfällig über die Nostrianer Blindflanschen sprechen oder den Nostrianer Vater seine Tochter Ohrfeigen, weil die sich mit einem Andergaster eingelassen hat... Die Wirkung einer miterlebten Szene zur Definition des Settings ist ungleich stärker gegenüber Vorlesetexten und dergleichen.