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von Hotzenplotz
28.04.2017 09:34
Forum: Romanbewertungen
Thema: R032: Das letzte Lied
Antworten: 1
Zugriffe: 854

Re: R32: Das letzte Lied

ACHTUNG, ENTHÄLT EVENTUELL SPOILER ZUM ORKENSTURM

Kurzrezi mangels Zeit (ich hoffe, ich komme die Tage dazu, das zu erweitern):

Ein guter Roman im oberen Level der DSA-Romane mit vielen Blickwinkeln auf ein zentrales Ereignis bei der orkischen Eroberung des Svelltlandes.

Stil: Nach meinem Dafürhalten für einen DSA-Roman sehr gut.

Protagonisten: Klassische Heldengruppe. Durch die Vielzahl der Protagonisten ist die Beleuchtung einzelner Personen stark eingeschränkt. Überhaupt wirken die Grüppchen mangels weiterer Erklärung zu ihrer eigenen Geschichte relativ lieblos zusammen gewürfelt.
Die Liebesgeschichte fängt zwar mit der Holzhammer-Methode an, entwickelt sich allerdings gut.
Positiv sei noch anzumerken, dass es ein Roman ist, in dem auf Zwerge, insbesondere Geoden, stellenweise gut eingegangen wird.

Story: Eigentlich ist die Story sehr simpel, was dem Roman allerdings nicht schadet.
Dass die ganze Umrazim-Geschichte etwas nach "die Zwerge haben zu tief gegraben" a la Moria klingt, kann man aufgrund der bereits vorher erfolgten Setzung der Autorin nicht so wirklich anlasten.
Übrigens ist das ein Teil der aventurischen Historie, zu der es nicht die eine offizielle Geschichte gibt, sondern in den unterschiedlichen Publikationen verschiedene Hergänge genannt werden. Ich mag die hier gewählte Hintergrundstory gerne, allerdings ist sie weder sonderlich überraschend, noch komplex.

Bezug zur Spielwelt: Sehr gut. Das kann man ja nun nicht von allen DSA-Romanen behaupten, aber hier gelingt es der Autorin, das Gefühl für Aventurien zu transportieren und auch in den vielen Details aventurisch-stimmig zu bleiben.

1 Punkt Abzug durch insbesondere im letzten Teil zu sehr detailverliebte Darstellung der (übernatürlichen) Ereignisse in der Zwergenbinge.

4 von 5 Kaffeemühlen für "Das letzte Lied".