Die Suche ergab 1 Treffer

von Herr der Welt
16.06.2019 15:42
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: Numenéra - Ein Blick lohnt.
Antworten: 4
Zugriffe: 475

Numenéra - Ein Blick lohnt.

"Numenera" habe ich über das - spielenswerte (v.a. wenn man den Vorgänger im Geiste: "Planescape Torment" mag) - PC-Spiel "Torments: Tides of Numenera" kennen- und schätzen gelernt. Während dieses durchaus Tiefe in das Setting trägt, welches durch für die Bewohner der neunten Welt theoretisch schier unbegreifliche Technik geptägt ist, indem Fortschritt durchaus pessimistisch beleuchtet und nicht nur als (ausstehende) Rettung aller Probleme bejubelt wird, finden sich in den Print-Beschreibungen doch schon häufiger Seltsamkeiten um der Seltsamkeit wegen. Das sollte man mögen und nicht unbedingt die komplexen Zusammenhänge erwarten, die das PC-Spiel (als natürlich stärker narrativ orientiert) liefert.
Es gibt genug Villain-of-the-week-Material für One-Shots. Das ist alles schnell vorbereitet und gut bespielbar. Selbst ein umfangreicherer Szenarienband wie "The Devil's Spine" bietet im Grunde nur Exploration der Neunten Welt samt seiner Eigenheiten anhand durch den Plot vorgegebener Stationen. Jedoch kann man mit etwas Arbeit aus den (teilweise abgefahrenen, meistens aber inspirierenden) Spielweltbeschreibungen, die ihererseits nie zu einengend sind, einiges machen.
Ich empfehle v.a. die Bestiarien, die wahrlich ein Ideen-Sammelsurium darstellen und wo jede der (alle drei Bände zusammengenommen) etwa 450 Kreaturen eine kleine Anregung für ein mögliches Szenario enthält. Auch das Technikkompendium mit seinen vielen Cyphern und Artefakten erwies sich als sehr hilfreich. Vielleicht mag ich aber auch einfach Listenbände.
Wir spielen allerdings weder mit den Cypher-System-Regeln noch bespielen wir die Numenera-Welt im eigentlichen Sinne. Vielmehr nutzen wir eine eigene, von der Neunten Welt inspirierte Welt, die eine stärkere Sci-Fi-Ausrichtung aufweist, wo also - kurz gesagt - bekannte auf unbekannte Sci-Fi-Technik trifft (statt Primitvität auf Technik überhaupt).
Noch weniger kann ich über die quasi zweite Edition seit Destinity/Discovery sagen. Ich vernahm allerdings, dass einige Regelkomplexe mit der angenehmen Simplizität des Cypher-Systems ohne Not brechen. Andererseits hebt sich das (später erschienene) dritte Bestiarium nicht sonderlich von seinen Vorgängern ab und kopiert auch nicht, was die quasi erste Edition bereits darbot.