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von Herr der Welt
31.12.2017 15:27
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Kriegsgott prä G7
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Kriegsgott prä G7

Die Rondrakirche hat mehrere Liturgien, die ausdrücklich für Schlachten (und solche führt man in Kriegen) gedacht sind: Angefangen mit der Liturgie, die die Kirche in den Kriegszustand versetzt, ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Kultes - und offenkundig ur(st)tulamidischer Herkunft. Großer Weihesegen der Waffe, Segen des Heiligen Hlûthar, Segnung der Schlacht wären weiterhin zu nennen. Freilich gibt es auch genug Einzelkämpfer-Fähigkeiten. Aber auch das sind oft nur P-Varianten der PPP-Liturgien: entweder einer (am besten der Geweihte selbst) oder tausend (aventurisch also: ein Heer). Das sind die beiden wesentlichen Betätigungsfelder der Kirche. Der Geweihte tut sein Bestes, um seinen göttinnnengewillten Auftrag, den Schutz der Schwachen, zu erfüllen. Dass er sich aus Kriegen heraushalten soll - abseits seiner Einzelkämpfertätigkeit in einem solchen -, weil Rondra meint, nach ein paar Jahren Schwarze-Lande-Gefechte keine Lust mehr auf Krieg zu haben, ist neu und unerhört.
Dass auch andere Götter ihren Anteil am Themenfeld "Krieg" haben, sollte nicht über Rondras besondere Rolle und Verantwortung bzw. die ihres Kultes hinwegtäuschen. Man möchte eher glauben, dass die Aktion nach einer der ersten nennenswerten erfolgreichen Aktionen in den Schwarzen Landen durch die Rondrakirche überhaupt nur ein Vorwand ist, um den Boronis und Praioten in Sachen Lehnshortung Konkurrenz zu machen (dass es eine solche gibt, erklärt die Spielhilfe Schattenlande).
Die Alternativen sind rar: Kor ist bestenfalls ein Söldnergott, sicher aber kein Garant für einen regulierten Krieg. Da können sich genauso gut Partisanen bis zur Vernichtung beharken, Hauptsache sie werden anständig bezahlt. Eine Schwäche und Schwache verachtender Gott/Kult ist da ellenfalls zynisches Substrat. Shinxir spielt weder prä-, noch post-G7 eine Rolle und wurde bezeichnender Weise gerade von den Rondrianern als Kriegsgott abgesetzt, es sei denn, man will rückwirkend erklären, man hätte nur den Kriegsgott schlechthin ausgeschaltet, um sich der Geißel des Krieges zu entledigen. Das hätte nämlich reichlich schlecht funktioniert. Praios kann vielleicht noch für einen Gott des geordneten Krieges stehen, hat aber nach Feststellung eines trifftigen casus belli kaum noch etwas im vormodernen Krieg - ganz ohne Landkriegsordnung - zu tun. Der Hofgeweihte berät vielleicht den Herrscher, steht aber nicht in der Schlacht, um für Ordnung zu sorgen - und hat dafür auch gar nicht die Mittel.