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von Herr der Welt
25.02.2017 11:40
Forum: Abenteuerbewertungen
Thema: VA12 Die silberne Wehr (Theaterritter-Kampagne)
Antworten: 17
Zugriffe: 4203

Re: VA12 Die silberne Wehr (Theaterritter-Kampagne)

Folgendes ist eher ein Rundumschlag die Kampagne betreffend, passt aber insofern, als die wesentlichen Informationen dazu erst mit diesem Band offenbar wurden. Sollte es irgendwann einen Sammelbewertungsthread für die Theaterritter-Kampagne geben, werde ich den Beitrag wahrscheinlich dorthin verschieben.

Ohne das Abenteuer en detail bewerten zu wollen - dafür müsste ich es erst einmal ganz lesen -, erscheint mir der sich nun endlich entfaltende Kampagnenrahmen - Meisterinformationen: Namenlose Truppen drohen vom Ehernen Schwert einzufallen; die Natur- und Feenwesen stemmen sich dagegen, was sich als "Erwachen des Bornlandes" darstellt; unter den Menschen versucht der namenlos unterlaufene Korsmalbund den Weg zu bereiten und das Land zu destabilisieren; die Rolle der Erwählten des Kor - ziemlich brauchbar und hat Potential eine richtig gute Kampagne zu ergeben. Allerdings geht dem aus meiner Sicht (das bezieht sich auf die vorhergehenden Abenteuer) zu viel Bornland-Sightseeing voraus, dass man auch ja alles und jeden gesehen hat, was Rang und Namen hat oder in irgendeiner Mysteria et Arcana aufgetaucht ist. Darunter leidet das Geschehen und das Gefühl für kohärente Zusammenhänge.
Wahrscheinlich wäre eine Anlage als Trilogie sinnvoller gewesen, um sich in weniger Kleinigkeiten zu verzetteln. Am besten wäre eine Übersicht über das gesamte Kampagnengeschehen im ersten Band gewesen, so dass auch der Spielleiter den Fluchtpunkt kennt (es ist ja anzunehmen, dass das bei den - glücklicherweise gleichbleibenden - Autoren der Fall war).
Man hätte evtl. weniger Fokus darauf legen sollen, dass die jeweiligen Szenarien auch als Einzelabenteuer gespielt werden können, also mehr oder minder geschlossen erscheinen, und stattdessen ein konzentriertes Gesamtgeschehen einfassen sollen: Von den ersten Spuren der Verschwörung des Korsmalsbundes bis zur Involvierung des gesamten Adels und den übernatürlichen Kräften. Dafür weniger: Schnitzel- und Artefaktjagd, unmotivierter Einsatz irgendwelcher Drachenreiter und Verzweigung über zig Kleingeschichten, die vor dem eigentlichen Kampagnenkontext (und da geht schon recht Heftiges vor sich) schlicht unter den Tisch fallen können.
Es wird der Eindruck erweckt - ähnlich wie ihrer Zeit bei der Drachenchronik (wenn auch weit weniger unorganisiert) -, dass die SC in ein erschütterndes Geschehen hineingeraten, dem sie eigentlich ganz und gar nicht gewachsen sind, weswegen sie über einen Großteil der Zeit mit nebensächlichen Szenarien abgespeist werden. Der Plan der Bösen muss dann auch hinreichend dysfunktional sein, damit sie am Ende aufgehalten werden können. Hier bleibt natürlich der finale Band abzuwarten.
Ui, das DSA5-Kampagnen-Format scheint ja nicht sehr gut zu laufen, wenn nach 2 Monaten nicht mal eine Stimme abgegeben wird.
Im Verlagsforum liest man auch wenig. Zur 'Silbernen Wehr' finde ich spontan lediglich einen Verweis auf Engors Dereblick und einen Thread, in dem lediglich das Cover diskutiert wurde...