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von Herr der Welt
06.02.2020 19:22
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Seraphen | Engel Implementierung
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Seraphen | Engel Implementierung

Mythrael hatte ich irgendwie zu den Heiligen geordnet, aber er ist wohl tatsächlich ein von Rondra geschaffener Sendbote und somit der Engel-Ähnlichste unter den Alveraniaren. Als (Erz-)Walkür ist er sogleich Bindeglied zu den polytheistischen Religionen, auch wenn man die Alveranischen Heerscharen, die mit dem Begriff gemeint sind, wohl nicht mit den gleichnamigen Totengeistern, die man in Myranor beschwören kann, verwechseln sollte.
von Herr der Welt
05.02.2020 18:04
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Seraphen | Engel Implementierung
Antworten: 20
Zugriffe: 2769

Seraphen | Engel Implementierung

Es gibt meines Wissens zumindest den Begriff des Cherub in DSA: In Myranor gibt es bestimmte Elementare, die so genannt werden.
Man sollte ferner noch die typischen Fantasy-Serpahim (wie es sie bspw. in D&D gibt), welche einfach nur aussehen wie ikonische Engel und vlt. auch bestimmten, meist guten Göttern nahestehen, unterscheiden vom Konzept des irdischen Engels (ob nun Seraphim oder Cherubim) als Senboten Gottes (in den monotheistischen Religionen). Und davon nochmals zu trennen sind weitergehende mystische bis esoterische Konzepte. Konkreter sollte man differenzieren zwischen dem typischen Äußeren eines Engels (Geflügelte assoziiert man leicht mit dem Himmel und das Himmlische wiederum mit dem Göttlichen) und dem inneren Wesen und den Kräften, die Engel auszeichnen sollen (da wird es theologisch schon verzwickter, weshalb es ja den ganzen mystischen/apokryphischen/esoterischen Anhang gibt).
Die myranischen Cherubim entsprechen dem erstgenannten Phänotyp am ehesten (und mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht).
Als Sendboten der Götter gibt es Alveraniare, besser: bestimmte Alveraniare, weil der Begriff das gesamte Gefolge eines Gottes umfasst, also mitunter auch sogenannte Halbgötter. Nun ist Nandus als Phex zugehörig aber zu unterscheiden von irgendeinem Phex-Heiligen, ebenso ist Yalsicor wohl von der Heiligen Dythlind zu trennen. Und St. Quanion ist etwas anderes als ein Greif. Alles dies sind aber Beispiele für Alveraniare.
Meines Erachtens passen als Engel am besten die Heiligen und bestimmte heilige Wesen, nicht aber jene Alveraniare, die selbst entweder göttlich sind (wie Nandus) oder gottähnliche Wesen (wie Yalsicor o.a. hohe Drachen). Greifen entsprechen zwar äußerlich am ehesten dem Bild der himmelsnahen Geflügelten, ihnen haftet durch ihre Dauerpräsenz in der dritten Sphäre aber auch etwas Götterfernes an (im Sinne einer fehlenden Transzendenz, die man Engeln zweifellos zuschreibt). Diese allzu profane Anmutung mag auch aus anderen Fantasy-Welten rühren, wo Greifen lediglich magische Mischwesen sind - oder von den irdischen Vorbildern, die ebenso daherkommen. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass Greifen durchweg von Autoren als engelsgleiche Kreaturen verstanden werden, sondern manchmal eher als karmale, menschlich intelligente Tiere mit Praioskomplex (zugespitzt ausgedrückt). Das raubt ihnen die Würde, die Engel ausstrahlen sollten.
Ebenso wie die Heiligen (jedoch anders als die umfänglich oder quasi-göttlichen Alveraniare) sind Greifen keine genuin göttlich erschaffenen Sendboten, sondern erfüllen diese Aufgabe verdientermaßen. Wo die Heiligen als Märtyrer o.Ä. auftraten, erwiesen sich die Greifen als Volk für würdig. Darin liegt ihre mythologische Verwandtschaft zu Sphingen und Irrhalken als jeweils kategorisch andere Wesenheiten. Das ist ein bedeutsamer Unterschied zu den irdischen Buchreligionen, in denen Engel und Heilige sehr klar unterschieden sind. Es zeigt überhaupt die durchlässigen Grenzen, die Seelen in DSA vollziehen können: nach unten gen Niederhöllen (wo sie Dämonen werden), nach oben in die Paradiese (in denen sie aufgehen könne, auch wenn sie nicht als Heilige zu Alveraniaren werden). Insofern würde ich von orignären göttlichen Sendboten nicht so viel halten, es entrückt die Götter weiter in Sphären, die besser zu einem allmächtigen Ein-Gott passen.

Kurzum: Alles unterhalb der Göttlichkeit (bzw. unterhalb der primordialen Entitäten), was gleichsam in jenseitigem göttlichen Dienst steht (also keine Priester, die das diesseitig tun) und sich für gewöhnlich darum sehr verdient gemacht hat, würde ich als Engel durchgehen lassen. Eigentlich würde ich auch nur solche Wesen als Alveraniare bezeichnen, schon allein, weil man einen passenden DSA-Begriff hat.