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von Adanos
04.01.2019 02:43
Forum: Romanbewertungen
Thema: R057: Das zerbrochene Rad: Nacht
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R057: Das zerbrochene Rad: Nacht

Wobei es auch nicht gerade für die ehemalige Mitarbeiterin spricht, das Ganze 10 Jahre nach dem Tod von Herrn Kiesow öffentlichkeitswirksam in diesem Forum auszuschlachten (hat es ja sogar ins wiki geschafft)...

Habe den Roman kürzlich auch wieder gelesen und würde maximal 3 Punkte vergeben. Die langatmigen Passagen sind z.T. schlicht überflüssig. Was muss den Autor geritten haben, dass er sich seitenweise über die Gedankenwelt eines Dachses auslässt?
Sonst das übliche Problem: zu viele unwichtige Nebenfiguren, die kaum etwas zur Handlung beitragen. Zu viel Namedropping von Figuren von Kiesow und seinen friendoes (Thesia, Nahema, Mirhiban von Pervin, Arvid von Geestwindskoje, Gerion und Selissa, Gilia von Kurkum, Waldemar der Bär...).

Cheesyness bei der Szene mit dem Karmoth ("Jeder hatte Karmoth gerufen"), der arme Kerl, der "noch nie einen Kampf verloren hat", muss dann schließlich gegen Kiesows Dreamteam ins Gras beissen. Nur der arme Waldi schafft es nicht.

Die UK Figuren sind dabei wirklich öde dargestellt. Entweder supercool oder super nobel oder beides. Arvid, der bornische Bronnjar (ihr wisst schon, die die ihre Leibeigenen mit harter Hand beherrschen) ist ein ausgesprochener Gutmensch. Seine Frau, eine ehemalige Stallmagd ebenso, setzt sich gegen die "ungerechte" Bestrafung eines Diebstahls ein...der ausführende Gutsverwalter ist dann natürlich ein Schurke und wird gechasst.
Da hat man nicht das Gefühl über das Leben im Bornland zu lesen, sondern zu sehr modern neuzeitlich gerecht geprägte Vorstellungen als in der Spielwelt valide verpackt zu bekommen. Naja. Nicht desto weniger gefielen mir manche Szenen, daher "zufriedenstellend". Muss man aber nicht unbedingt gelesen haben. Auch für die Borbarad-Kampagne nicht. So wichtig ist der Nebenschauplatz Bornland da nun auch wieder nicht.