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von X76
17.07.2018 00:43
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Nachteil Widerwärtiges Aussehen und wie es dazu gekommen ist
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Nachteil Widerwärtiges Aussehen und wie es dazu gekommen ist

Adarrio hat geschrieben:
13.07.2018 23:03
Die gute Seele soll er zumindest nicht werden da habe ich schon einige Vorstelungen. Er wird viel mit Einschüchterungen arbeiten und gelernt haben sich zu nehmen was er braucht, wenn er es braucht. Weswegen er sich auch den kaperfahrern angeschlossen hat.
Du solltest trotzdem darauf achten, dass er irgendwie "akzeptabel" bleibt. Das abstoßende Ekel, das innen genauso schlecht wie äußerlich ist, hat in vielen Heldengruppen keinen guten Stand. Ist schon schlimm genug, dass man täglich seine "Hackfresse" sehen muss und dazu das ständige Anecken mit den Leuten egal wo man hinkommt, kann eine Gruppe ziemlich belasten.

Eine rote Linie, die ihn trotz des Ballastes über Wasser hält z.B. feste Prinzipien können in der Wahrnehmung durch die Gruppe und im Spiel viel ausmachen (und in der Regel verbessern). Es muss nicht die gute Seele der Gruppe sein. Mit Tugenden wie "Loyalität" (ohne funktioniert keine gute räuberische Schiffsmannschaft) kommt er gleich weniger schlimm daher und findet sicher leichter Anschluss in der Gruppe. Durchaus passend sind auch weniger offensichtliche Prinzipien (z.B. der Schutz der Schwachen "Gnade" - ohne hätte er selbst nicht überlebt) und ähnliche Prinzipien, die auf seiner Geschichte fußen und für den Helden mehr als einfache Worte sind.

"So abstoßend und finster er auch ist, er wird uns sicher nicht in den Rücken fallen".

Einfach zusammengefasst: Wo viel Dunkelheit ist, ist ein Lichtblick umso wichtiger!
von X76
13.07.2018 22:26
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Nachteil Widerwärtiges Aussehen und wie es dazu gekommen ist
Antworten: 27
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Nachteil Widerwärtiges Aussehen und wie es dazu gekommen ist

Warum entstellst Du den Helden nicht einfach zusätzlich zu den Malen? Im Prinzip hat man dann den Bösewicht Two Face (aus dem Batman Universum), welcher je nach Künstler oftmals wirklich "widerwärtig" trotz der guten Hälfte verdient. Die Male selbst würde ich als Stigma "Dämonenmale" abhandeln.

Meiner Meinung nach solltest Du die Geschichte gar nicht so genau ausarbeiten. Kein Druide etc. sondern einfach nur ein Mann. Wirklich nur ein Mann? Da war dieses unbeschreibliche, nicht fassbare... oder doch nur die Phantasie eines zu Tode geängstigten Kindes? Warum hat der Unbekannte eine Seite verdorren lassen und was haben die Male, die an Dämonenmale erinnern damit zu tun? Oder hat er in Wirklichkeit das Kind von der ausbreitenden Verderbnis gerettet?

Den Mann sollte auch nicht das Kind töten, sondern er kam eines Tages einfach nicht mehr zurück (warum? Das wird vielleicht eines Tages der SL mit Leben erfüllen). Ob sich der geschwächte Junge selbst befreit oder von jemanden gerettet wird, ist Dir überlassen. Ich persönlich würde aber den Retter wählen. Dieser gibt dem traumatisierten und stigmatisierten Jungen wenigsten etwas Halt und evtl. auch eine Zukunft (z.B. als Ziehvater). Da dazu auf jeden Fall eine große Portion Offenheit und Lebenstreue gehört, ist ein starker Tsaglaube passend. Das dieser möglicherweise auf den Jungen abgefärbt hat ebenfalls. Das "Biest" mit der guten Seele ist schon ein fast märchenhaftes Konzept :wink: und macht den Widerling gleich mal spielbarer!

Lass den Held im Unklaren und die Geschichte offen. Gerade weil die Startbedingungen schlecht sind (überall erschwerte Proben, Ausgrenzung und Ablehnung) ist es besonders wichtig, dass der Held besonders "gut" ist.

Statt einem ausgebildeten Zauberer oder Ähnlichem, wie es angedacht ist bietet sich hier natürlich ein Laienprediger (Tsa) an. Dazu vielleicht noch der Magiedilletant mit einigen merkwürdigen Zaubern und/oder magischen Vor- und Nachteilen "mysteriöses Erbe". Besonders spannend ist natürlich der unentdeckte Dilettant, so dass sich die Fähigkeiten erst nach und nach im Spiel offenbaren.

Warum manifestieren sich die Kräfte z.B. nur wenn Praios nicht mehr am Himmel ist (Nachteil Fluch der Finsternis) oder ähnliches.

So hast Du einen Helden bei dem Du selbst noch viel zu entdecken hast und viele Anknüpfungspunkte für den SL. Vor allem aber kann er als "gute Seele" der Gruppe dienen und sich so einen wichtigen Platz sichern. Ob er irgendwann vom SL vielleicht magisch aufgewertet wird oder er am Ende Priester wird oder sein Leben eine ganze andere Richtung einschlägt ist völlig offen. Das ist der große Vorteil einer wenig ausgeprägten Profession (im Gegensatz z.B. zu einem Vollzauberer oder Geweihten). Für den Laienprediger ist z.B. der Ausrufer eine gute Grundlage, aber auch der Barde (Erzähler) passt. Das Meisterhandwerk im Haupttalent (z.B. Bekehren) hilft dabei die Nachteile zu überwinden, dazu noch ein Blick auf wichtige Talente des Tsageweihten und fertig ist ein vielseitger Held mit ungewöhnlichem Hintergrund und viel Rollenspielpotential.