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von chizuranjida
10.10.2019 21:38
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Gewaltdarstellung im Rollenspiel
Antworten: 58
Zugriffe: 3204
Geschlecht:

Gewaltdarstellung im Rollenspiel

Grakhvaloth hat geschrieben:
10.10.2019 09:00
chizuranjida hat geschrieben: ↑
10.10.2019 01:01

Und es gibt Frauen, die grundsätzlich keine weiblichen Charaktere spielen. Mitunter aufgrund der Erfahrung, dass die erste Heldin an jedem Stadttor von den Wachen vergewaltigt wurde, weil der Meister konnte und das für sich unterhaltsam fand.

Entschuldige bitte, wer macht denn sowas? Wenn das ernsthaft vorkam (kann ich mir kaum vorstellen), dann sich der entsprechende Meister völlig disqualifiziert. Und das nicht nur als SL.
Eine Mitspielerin, die neu in meine Runde kam, erzählte, dass sie aufgrund dieser Erfahrung grundsätzlich und seit vielen Jahren nur noch Männer spiele, das sei bei uns hoffentlich kein Problem. War es natürlich nicht.
Bis dahin hatte ich auch nicht ernsthaft mit sowas Extremem gerechnet.
von chizuranjida
10.10.2019 01:01
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Gewaltdarstellung im Rollenspiel
Antworten: 58
Zugriffe: 3204
Geschlecht:

Gewaltdarstellung im Rollenspiel

Vergewaltigung gehört ganz selbstverständlich zu DSA.

Es gibt Sklaverei. Es gibt Harems. Es gibt Orks. Selbst wenn man den mittelländischen Standard-Hintergrund ausnimmt und mittelländischer und thorwalscher Soldateska rahjagefälliges Benehmen unterstellt, halten sich Tulamiden, Ferkinas, die sonstigen Sklavenhaltergesellschaften, sowie die Orks da noch lange nicht dran, nichtmal in Friedenszeiten.
Oder sollte etwa jede junge, neu gekaufte Sklavin eines khunchomer Kaufmanns mit ihrem Los zufrieden sein, zu tun, was auch immer der von ihr verlangt? Oder die von ihrem Vater zwangsverheiratete Tochter des thalusanischen Geschäftspartners?

Wobei sicherlich auch die mittelländischen Gesellschaften ihre Zwangsheiraten auf Druck der Familien kennen werden, genau wie auch ein aranischer oder norbardischer Mann nicht unbedingt mitzureden hat, welchen/r Frau(en) er auf Geheiß der Frau Mama nun ins Bett zu folgen hat. Aber das ist ja egal; das kommt halt nur noch hinzu, wenn man das einbeziehen mag.

Ich möchte aber auf etwas anderes hinweisen:
Es gibt Runden, die "Crossgender" verbieten. Gern mit der seltsamen Begründung, selbstverständlich könne ein Menschenmann einen Achaz oder Waldelfen spielen, als Meister auch einen Gott oder eine Blütenfee, aber doch keinesfalls eine Menschenfrau. Das ist zu fremdartig.
Es gibt Männer, die grundsätzlich keine Frauen spielen.
Und es gibt Frauen, die grundsätzlich keine weiblichen Charaktere spielen. Mitunter aufgrund der Erfahrung, dass die erste Heldin an jedem Stadttor von den Wachen vergewaltigt wurde, weil der Meister konnte und das für sich unterhaltsam fand.

Wenn man Vergewaltigung jenseits von "Häuptling Brazorkh hat auch zwei Menschensklavinnen" einbauen will, muss man sich bei Spielerinnen in der Runde schon sehr sicher sein, dass ganz klar ist, dass man nicht diese Sorte Meister hat, denke ich mal. Und da verlässt sich, wer solche Erfahrungen gemacht hat, vielleicht nicht so gerne drauf. Oder auch nicht wer davon gehört hat und ernsthaft damit rechnet.