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von chizuranjida
14.05.2019 22:43
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Apostasie und Glaubenswechsel
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Apostasie und Glaubenswechsel

Zaraphine Charazzar hat geschrieben:
14.05.2019 18:29
Ich stelle mir aber die aventurische Begründung schwierig vor, weshalb ein ehemaliger Rondrageweihter weiterhin Liturgien der Rondrakirche wirken könnte.
Wie würde das denn vonstatten gehen? Ruft er weiterhin Rondra an? Ist es nicht etwas vermessen? "Ich trenne mich von dir, aber im Notfall nehme ich dich wieder in Anspruch!
Das sehe ich nicht als großes Problem. Die 12 Segnungen sind ja auch je einer Gottheit zugeordnet. Beim Tranksegen erbittet man (zumindest in der Formulierung aus KKO) immer auch Efferds Segen, beim Speisesegen Travias, etc.
Es ist also normal, dass eine Rondrageweihte auch zB mal Boron anruft (Grabsegen für Gefallene). Warum sollte ein Korgeweihter, der vorher Rondrianer war, nicht die eine oder andere Rondra-Liturgie wirken und dabei auch Rondra preisen (immerhin nach Kirchenlehre Kors Mutter)? Solang halt der Effekt dieser Liturgie nichts ist, was die neue Kirche des Helden ablehnt (Tsageweihter im Kampfrausch wie du sagst).
von chizuranjida
28.04.2018 03:45
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Apostasie und Glaubenswechsel
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Apostasie und Glaubenswechsel

Andwari hat geschrieben:
27.04.2018 11:25
Beim Zwölfgötterglauben haben die DSA-Macher besonders in der Frühzeit einen quasi-Monotheismus betont, d.h. der normale Aventurier würde sich für "seine" Gottheit entscheiden, als "Rondragläubige" oder "Perainegläubiger" durch sein Dorf laufen usw. - und bei Geweihten ist diese ansonsten in der Folge ziemlich abgeschwächte Sicht durch die exklusive Karmavergabe auch geblieben. Ansonsten sind im Brevier der Zwölfgöttlichen Unterweisung vmtl. zwölf Kapitel und die Geweihten kriegen nicht nur ein "Boron-Only-Heft".

Dabei ist klar, dass ein solcher strikter Zwölftel-Monotheismus den Geweihten als Priester umgehend in Erklärungsnöte bringt: wenn der Schmied mit dem Flusskahn nach Ferdok muss, ist es ziemlich klar, dass auch der den zuständigen Efferd braucht
Das sehe ich ähnlich. Der Zwölfgötterglaube ist kein wirklich offener Polytheismus, aber es ist schon ein Glaube an mehrere Götter und Halbgötter, die alle dazugehören.

Man kann einen Efferdgläubigen zu Ingerimm bekehren, aber wozu zum Geier? Das sind Aspekte innerhalb des selben Glaubenssystems.
Einem Tsageweihten zu verbieten, Rondrianer zu werden, liegt vielleicht auf dem Niveau, wie wenn ein Zisterzienser zum Malterserorden wechseln wollte. Schon sehr seltsam, aber kein Abfall vom Glauben.
(Oder von Krishna zu Shiva, oder was auch immer.)
von chizuranjida
27.04.2018 04:02
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Apostasie und Glaubenswechsel
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Apostasie und Glaubenswechsel

Wie die Kirchen das sehen kann ich bestenfalls raten. Das muss noch nichtmal überall gleich sein.
Rondrianer in Al'anfa haben vermutlich weniger gegen Korianer (oder zumindest weniger Mögllichkeiten, Antipathien auszuleben) als im Mittelreich oder Bornland.
Im Tulamidenland mag Radscha Uschtammar (Rhaja) mit Rondra oder Kor gut zusammengehen, von wegen Rausch->Kampfrausch, im Horasreich vielleicht gar nicht.

Da stellt sich natürlich auch die Frage, wie dogmatisch und zentralisiert eine Kirche ist. Wenn das Schwert der Schwerter oder der Lichtbote sagt, wo's lang geht, ist da weniger zu machen als wenn schon gesetzt ist, dass es große regionale Unterschiede gibt.
Cifer hat geschrieben:
27.04.2018 01:51
Der regeltechnische Fakt bleibt ja, dass du die Karmaquelle wechselst und die alte LK nicht mehr steigern kannst, weil du tatsächlich von deiner alten Gottheit abgeschnitten bist.
Würden Aventurier das so sehen? Ist für Tsa-Priester so eindeutig klar, das Peraine oder Travia eine von Tsa verschiedene Wesenheit ist, abgesehen davon, dass sie das so im Noviziat gelernt haben?
Muss eine Tsa-Geweihte, die in Aranien zu Peraine wechselt weil bessere Infrastruktur, auf die Idee kommen, dass ihre Karmaquelle nun eine andere ist?
Kann einem Nandusgeweihten nicht wurscht sein, ob seine KE von Nandus, Hesinde oder Phex kommt?

Der Zwölfgötterglaube (inclusive Halbgötter) ist kein echter Polytheismus und relativ dogmatisch nach allem was ich weiß, aber er hat doch ein Pantheon von mehreren Göttern, die man als irgendwie zusammengehörig ansieht und nicht als einander ausschließend.
Wenn die Aspekte so gar nicht zusammengehen (Efferd+Ingerimm) oder die Kirchen gar nicht miteinander können (Praios+Phex?), hat man ein Problem. Sonst aber nicht unbedingt.

Was solls denn werden, von den Kirchen her, falls ich fragen darf?
von chizuranjida
26.04.2018 22:24
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Apostasie und Glaubenswechsel
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Apostasie und Glaubenswechsel

Meinst du einen Wechsel innerhalb der Zwölfgötterreligion, so wie oben Eadees Beispiel mit Firun und Rondra? Das würde ich nicht Apostasie nennen.
Von Rondra zu Brazoragh, oder Firun zu Rastullah, das schon eher.

Oder willst du eine karmaspendende Gottheit außerhalb der Zwölfgötterreligion einbeziehen? Sagen wir, Kor -> Namenloser? ("Ja nu, der Finger is halt ab, bei Kor.") :)
Boron->Tairach? Hochschamane der Waldmenschen mit KE -> Tsa?
Oder was Myranisches dabei?

Innerhalb der Zwölfgötterreligion wird es darauf ankommen, wie viele Aspekte die betreffenden Götter teilen, wie die Kirchen zueinander stehen und wie mächtig sie sind.
(Öh - außer es merkt gar keiner. Praios -> Phex, geheime Weihe ... :lol: )

Gleichzeitig Tsa und Peraine geweiht zu sein geht womöglich problemlos und wird wohl niemand "Abkehr vom Glauben" nennen. Hesinde&Nandus mag auch gehen.
Rondra&Kor regelt man vermutlich mit einem Zweikampf, der leider wohl jedesmal zu wiederholen wäre, wenn das Schwert der Schwerter zum Schwertzug ruft und dieser Geweihte meint "geht nicht, stehe woanders unter Vertrag". Den wird man zumindest so weit degradieren wie geht.

Efferd&Ingerimm? Eher nicht. Nur so als Beispiel.