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von Sarafin
19.08.2019 20:34
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan, der da sitzt, eine Hand am Stab, die andere am Kinn, auf dem Oberschenkel abgestützt, blickt auf, als Phexis ihn anspricht.
"Hm? Was meinst du? Nein, der Stab verbrennt nicht." Er lächelt.
"Das Ding ist ja nicht nur ein Stecken, den ich irgendwo im Wald gefunden habe und nun als Wanderstab benutze. Das ist mein Zauberstab", erklärt er.
"Magier haben so etwas. Ich habe meine Jugend auf einer Magierschule verbracht und am Ende habe ich mit einem Handwerker zusammen diesen Stab gebaut. Siehst du, der hat Kappen oben und unten und ist hier in der Mitte mit Leder umwickelt. Die Kappen sind aus Mondsilber und Eisen und das Leder ist von der Haut einer Schlange", führt er aus.
"Der Stab ist magisch. Er ist auch sozusagen unzerstörbar. Das Feuer, das da heraus kommt, ist ein Zauber, den ich mit dem Stab zaubern kann. Dafür verbrennt nichts anderes - das ist ganz reines Zauberfeuer, das brennt auch ohne Holz."
Dann schüttelt er bedauernd den Kopf.
"Aber beibringen kann ich dir das leider nicht, so praktisch es auch ist. Der Stab gehört zu mir, ich habe etwas von meiner Zauberkraft an ihn gebunden, damit das so ist. Darum kann nur ich ihn benutzen. Und darüber hinaus müsstest du ohnehin auch eine Magierin sein, um diesen Zauber benutzen zu können."
Der Zauberer schmunzelt.
"Beantwortet das deine Frage?"
von Sarafin
13.08.2019 16:10
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer gibt sich derweil Mühe mit der Flamme seines Stabes das feuchte Holz zu entzünden. Er schmunzelt, als er Phexis so aufgeweckt sieht.
Ich sollte sie wohl mal untersuchen ... nicht, dass sie nachher Nasenbluten von der Magie in der Luft hat ...
Während er so vor sich hingrübelt beginnt das Holz zu rauchen. Curthan seufzt.
"Na komm schon ... ich weiß, es ist nass ..." redet er dem Feuerchen gut zu.
Es dauert dennoch ein ganzes Weilchen, bis das Holz knackend und rauchend so aussieht, als würde es brennen. Als Curthan die Flamme des Stabes wegnimmt, raucht es aber nur mehr.
"So wird das vermutlich nichts. Ich lasse das Feuer unter dem Kessel. Vielleicht brennt es dann irgendwann ..."
Er bemüht sich eine Kuhle zu schaffen, in die Yeshinna und Calhenheri den Kessel stellen können. Anschließend bleibt er daneben sitzen, eine Hand am Stab, den unter dem nassen Holz und dem Kessel begraben. Das wird dauern, bis es kocht. Zumindest haben sie mit Plane und Zelt etwas Wind- und Regenschutz.
von Sarafin
06.08.2019 13:55
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan sammelt derweil totes Holz ein - hier etwas von den Bäumen zu brechen erscheint ihm doch etwas zu riskant - und stapelt es auf. Es ist nass, das wird nicht gut brennen, aber im größten Notfall würden sie das Wasser eben auf seiner Stabfackel kochen.
Irgendwie auch unwürdig, aber was will man machen?
von Sarafin
05.08.2019 14:52
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Ja, das klingt gut", bestätigt auch Curthan das Angebot bezüglich der Teekräuter.
Dann besieht er sich etwas verwundert Phexis.
"Bist du denn überhaupt nicht müde?" fragt er das Mädchen.
"Hm ... ob die Nähe zu Feenwelten auf Kinder anders wirkt?" wundert er sich dann.
"Nicht auszuschließen ... hmm ... ich denke aber dennoch, dass wir erstmal hier bleiben und uns ausruhen."

Nachdem die Plane und das Zelt aufgebaut sind, macht sich der Zauberer daran etwas Feuerholz zu sammeln. Mit der Stabfackel sollte sich auch das nasse Holz anzünden lassen, so sein Plan.
"Ich mache Feuer - mag schon mal jemand den Kessel mit Wasser für Tee füllen?"
von Sarafin
11.07.2019 13:07
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer macht an der Quelle erstmal Platz für die anderen. Sein Hut bleibt aber auf den Steinen liegen.
Curthan sieht den anderen beiden Männern beim Aufstellen des Zeltes zu. Er selbst sucht eine geeignete Stelle, um die Plane aufzuspannen, damit man darunter ein Feuer entzünden kann. Blöder Regen. Mittlerweile war wirklich alles so blöd klamm und feucht, egal wie wetterfest der Mantel war.

"Vielleicht kochen wir uns etwas Wasser auf? Für einen Tee? Diese feuchte Kälte macht uns nur wieder krank ..." meint er dabei in die Runde.
von Sarafin
09.07.2019 12:44
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan trocknet sich gerade das Gesicht, als er verblüfft innehält und zu Calhenheri sieht. Diesmal scheint der Elf den Humor des Magiers zu treffen, denn er beginnt herzlich zu lachen.
von Sarafin
06.07.2019 15:34
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Unterwegs

Der Zauberer schüttelt auf Sandros Erklärung zum Thema Feenwelten etwas bedauernd den Kopf.
"Es ist leider genau so, wie Geron sagt", meint er dazu.
"Kosmologisch betrachtet sind Feenwelten andere Welten, in denen die Zeit anders verlaufen kann. Manchmal schneller, manchmal langsamer als hier. Außerdem gelten auch manch andere Regeln unserer Welt nicht. Auch wenn Feenwesen nichts Böses wollen - man sieht sie in der Tat als Gefolge der jungen Göttin - so können diese Welten jedoch leider wirklich schädlich für Körper, Geist und Seele eines Menschen sein. Vor allem auf Dauer.
Wir Menschen gehören eben einfach hierher und nicht in irgendwelche Feenwelten, so hübsch sie auch sein mögen."

Die Miene des Zauberers ist weiterhin bedauernd, so als müsse er ein paar Kindern erklären, dass die wunderschönen und schmackhaften Beeren, die sie gefunden haben, leider ziemlich ungenießbar sind.

An der Quelle

Der Zauberer schaut sich zufrieden um.
"Also das schaut mir doch nach einem guten Platz für eine Rast aus. Was meint ihr?"
Curthan geht die paar Schritte zum Wasser. Seinen Hut legt er auf einen Stein neben sich und wirft sich dann eine kleine Ladung Wasser ins Gesicht, um die juckenden Regentropfen abzuwaschen.
von Sarafin
26.06.2019 22:27
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan schüttelt beruhigend den Kopf.
"Nein, das glaube ich nicht. Wir haben ja das herrliche weidener Wetter zurück, da werden wir wohl vor allem Zeuge von etwas ... hrm, wie sagen wir das ... Effekthascherei auf Seitens der Ritterin geworden sein."
Der Zauberer grinst verschmitzt und sieht sich anschließend nochmal um.
"Wenn ihr die Geschichten über Feenwelten kennt, in denen Leute verschwunden sind, dann wisst ihr ja auch, dass Feenwelten nicht von jedem betreten werden können? So ein Tor lässt nicht jeden durch." Er lächelt nochmal aufmunternd.
"Ich denke, dass wir immer noch in einem derischen Wald sind. Meine Meinung dazu ist, dass Pandlaril sich die Nähe zu einer Feenwelt zunutze macht, um es ungebetenem Besuch unmöglich zu machen sie zu erreichen", versucht er mit einer Erklärung dem Gaukler etwas die Furcht zu nehmen. So richtig zufrieden ist er damit aber nicht.
"Hmm ... stellt es Euch vor wie ein Tuch, dass einen Durchgang versperrt. Man kann nicht hindurchsehen und kann auch nicht hindurchgehen ohne Erlaubnis. Dahinter geht das Haus aber ganz normal weiter."
von Sarafin
26.06.2019 21:29
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Gerons verdutztes Gesicht lässt den Griesgram dann doch wieder schmunzeln.
"Das war wohl ... Ma~gie~!" antwortet er mit einer großen Geste, die er wohl für Schausteller-Manier hält, und lächelt Geron an.
von Sarafin
26.06.2019 21:00
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Hrmpf", macht der Zauberer und wirkt etwas ungehalten.
"Es ist zu schade, dass Menschen oftmals jede Grundlage von Höflichkeit vergessen, wenn sie sich über das Gegenüber erhaben befinden", urteilt er über das etwas ruppige Verhalten der Ritterin und ihr plötzliches Verschwinden.
Curthan schüttelt sich, als der Regen wieder einsetzt.
"Na, wer weiß, wie viel von ihrem Verhalten dem dauerhaften Kontakt zu einer Feenwelt zuzuschreiben ist ... das kann doch auf Dauer nicht gesund sein für einen menschlichen Geist", brummelt er unzufrieden.
Er sieht sich kurz um, ob noch alle da sind und bereit weiter zu gehen, bevor er sich wieder auf den Weg macht.
Diesen Durchgang kann ich auch auf dem Rückweg noch analysieren. Wer weiß, wofür ich meine Kraft noch brauche.
von Sarafin
20.06.2019 01:02
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Anscheinend weiß sie längst, warum wir hier sind ... schließt Curthan aus der Äußerung der Ritterin.
Nun waren sie offensichtlich ja wieder alle gefragt, also strafft sich der Zauberer. Das schien so etwas wie eine moralische Prüfung zu sein.
"Jedes Wesen, das im Angesicht solcher Not etwas tun kann und die Hilfe versagt, dem gaben die Götter ein Herz aus Stein", urteilt er.
"Daher sollte man doch eher die Frage stellen: Warum bei allem, was gut und heilig ist, sollten wir nicht versuchen ihm zu helfen?" Er zieht eine Braue hoch und lässt nur eine kurze Pause, ehe er weiterspricht.
"Ich bin ein Zauberer. Und die Götter wollten es so, dass mir neben der Möglichkeit etwas zu tun, kein Herz aus Stein gegeben ist. Also bin ich hier. Wie ich schon an vielen Orten war, wo Magie furchtbare Dinge angerichtet hat. Aus Pflichtbewusstsein. Und aus Nächstenliebe könnte man wohl sagen."
Sein Mundwinkel zuckt nachsichtig.
"Ich verspreche mir davon, dass die Welt im kleinen ein besserer Ort wird. Ein klein wenig mehr Licht gegen die Bastionen der Finstenis."
In einer angedeuteten Verbeugung neigt Curthan das Haupt, um zu zeigen, dass er gesagt hat, was er sagen wollte.
von Sarafin
19.06.2019 10:54
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Während der Pause

Der Zauberer kann gar nicht kochen. Er erzählt ein bisschen davon, wie das Essen in Khunchom so ist. Es brauchte eine Weile, bis er sich daran gewöhnt hatte. Vor allem an das viele scharfe Zeug ...
Nachdem man fertig ist wartet er mit dem Zusammenpacken der Plane, bis Yeshinna sich gewaschen hat. Falls sie sich umziehen möchte, kann sie es so im Trocknen tun, so dass sie eine Chance hat, dass die unteren Schichten der Kleidung trocken bleiben.

Bei der Ritterin

Ah, das wird dann wohl diese Silberritterin sein, von der Siegfried in seinem Brief gesprochen hat, schlussfolgert der Zauberer, als er die Gestalt sieht. Beeindruckend ... aber einen Odem würde sie vermutlich als Affront auffassen, denkt er sich mit einigem Bedauern.
Da Sandro ihn vorstellt, lupft er bei seinem Namen den Hut. Der Rest lässt ihn jedoch erstaunt und auch etwas gerührt blinzeln. Er stammte ja nicht aus Weiden, wenn auch schon aus dem Mittelreich - und mit so einem unnötigen Zwischenruf würde er sicher nicht das liebe Kompliment beschmutzen, dass Sandro ihm da gemacht hat.

Dass die Ritterin sich ausgerechnet an Phexis wendet, lässt Curthan die Brauen heben. Vermutlich würde das Mädchen sich von der Ritterin doch nur fürchten ... warum wandte sie sich nicht an jemand anderen. Doch ihre Worte lassen ihn verstehen.
Ein reines Herz ... wenn die wüsste, was das arme Ding mitgemacht hat ... Kann ein Herz da unschuldig bleiben, bei solchen Schrecken? Hm ... aber ein reines Herz ist ja nicht dasselbe wie ein unschuldiges Herz. Sonst müsste sie wohl am ehesten Yeshinna fragen.
So oder so wartet er mal ab, wie sich das so entwickelt. Irgendwie ahnt er, dass seine eigene Diplomatie - so geübt sie auch sein mag - bei dieser Dame eher auf Granit beißen würde.
von Sarafin
10.06.2019 15:18
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer überlässt Yeshinna Sandro und lässt auch Geron mal machen. Er kümmert sich stattdessen darum den Lagerplatz etwas gemütlicher zu machen. Am meisten stört sicherlich der Regen, daher nimmt er sich die Plane und spannt sie zwischen ein paar Bäumen auf, so dass man darunter etwas geschützter vor dem Wetter wäre. Anschließend kehrt er darunter mit dem Fuß Steine zur Seite und testet wie nass das Moos ist. Ziemlich nass. Naja, unter den Bäumen ist zumindest weniger Matsch ...

Damit ist er aber auch recht bald fertig. Mit einladenden Gesten bietet er den anderen das halbwegs trockene Plätzchen an. Vor allem Yeshinna, die ja gerade schon wieder auf dem Boden gelegen hatte ... eine Wanne wäre super, in die man sie eintunken könnte ... aber hier ist nur der Fluss. Und das hatten sie ja schon mal.
von Sarafin
03.06.2019 20:48
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer zuckt in Calhenheris Richtung mit den Schultern.
"Ein Feuer habe ich immer dabei, daran soll es grundsätzlich nicht scheitern. Und ich wüsste nicht, was die Feen gegen Feuer haben sollten. Totes Holz ist totes Holz. Wenn man nun einen lebenden Baum anzünden würde, sieht die Sache anders aus, aber nasses Holz brennt ohnehin bescheiden, warum sollte man das also tun?"
Bei der Aussicht auf die Speisen, die Geron da in Aussicht stellt, huscht aber ein Lächeln über Curthans Gesicht.
"Also ich finde das klingt ganz hervorragend!"
von Sarafin
29.05.2019 20:37
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Auf Yeshinnas Gebrabbel, dass sie alles im Griff habe, schüttelt der Zauberer nur seufzend den Kopf. Er nimmt das nicht ernst - wer würde das in seiner Situation auch schon. Als die junge Geweihte dann jedoch von Siegfried anfängt, betrübt sich seine Miene.
Er will gerade etwas sagen, als sie offenbart, dass sie schon Namen für ihre Kinder hatte. Etwas ungläubig blinzelt er. Wäre das hier nicht so ernst, er hätte sicherlich gelacht. So schüttelt er stattdessen nochmal den Kopf.
Liebe Güte ...
Er sagt aber nichts dazu. Curthan entspannt sich jedoch sichtlich, als Sandro etwas unternimmt. Bereitwillig macht er dem Geweihten Platz.
Den Göttern sei Dank, es ist harmlos ...
Er stört die stille Eintracht der beiden Geweihten dann nicht weiter und sieht stattdessen die anderen an.
"Also gut ... ich bin kein guter Koch - ist sonst jemand hier mit diesem Talent gesegnet? Und wollen wir ein Feuer machen?"
von Sarafin
24.05.2019 19:01
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Keine Magie, stellt der Magier mit einiger Bestürzung fest. Gegen Magie hätte er etwas tun können, doch hier ...
Etwas hilflos sieht er sich um. Dass seine Kameraden sich allen Ernstes darüber unterhalten, inwiefern diese Sache in der Geschichte erzählt werden sollte, verschafft ihm wieder das ein oder andere graue Haar.
Erkennt denn keiner von ihnen den Ernst der Lage?!
"Ich habe leider keine Ahnung", teilt er etwas verspätet auf Sandros Frage mit.
"Es wirkt so, als sei sie in einer Art Rauschzustand. Es gibt viele psychotrope Substanzen, die vergleichsweise harmlos sind und nur vorübergehende bewusstseinserweiternde Wirkung haben ... Alkohol und Cithabar gehören wohl dazu. Halluzinationen sind da auch nicht ungewöhnlich ... Aber ich habe leider keine Ahnung, ob das hier so ein Fall ist und ob es einfach von allein aufhört. Oder ob das nur eine Vorstufe ist und sie später kollabiert ... Ich meine, es gibt verdammt viele giftige Pilze ..."
Der Zauberer sieht zu Sandro und schluckt.
"Je nachdem, was passiert, kann ich nicht sagen, ob ich in der Lage bin ... das Schlimmste zu verhindern ... Ich bin kein Heilzauberer ... ich könnte ihr Kraft geben, aber wenn das Gift weiter wirkt, könnte das einfach gar nichts helfen ... Habt Ihr durch die Kraft der jungen Göttin vielleicht irgendwelche Möglichkeiten?" fragt er hoffnungsvoll.
von Sarafin
20.05.2019 20:54
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Magier hat seine Konzentration gerade auf die Einhornhaare gerichtet, als Geron nach der Umgebung fragt. Er nickt zu den Befürchtungen des Gauklers. Das Sandro hier mit Göttervertrauen argumentiert, überrascht ihn nicht.
"Die meisten Feen sind von ihrem Wesen her nicht bösartig. Aber sie verstehen die Menschen auch nicht wirklich ... erinnert Euch nur an Rübe. Die ist bei Kobolden aufgewachsen, das sind auch Feenwesen, da habt Ihr also einen guten Eindruck davon, wie sich ein Mensch verhält, der meint er sei eine Fee."
Gerade will er weiter darauf eingehen, welche Möglichkeiten er sieht bezüglich einer ungewollten Reise in eine Feenwelt, da bemerkt er die Geschichte mit Yeshinna und dem Pilz. Seufzend schlägt er sich mit einer Hand vor die Stirn.
"Herrin Hesinde, schmeiß' Hirn vom Himmel und nimm' den Bedürftigen die Schirme weg ..." poltert er etwas ungehalten.
"Kennt sich jemand mit Vergiftungen aus?" fragt er in die Runde, während er Yeshinna am Arm packt.
"Ganz ruhig, setzt Euch hier hin", dirigiert er sie erstmal zu Boden, damit sie nicht stürzt und sich verletzt.
"Essen von einem Feenwesen anzunehmen ... ist denn nicht einmal mehr der gute alte Aberglauben verbreitet, dass wer ihre Speisen isst, ihre Welt nicht mehr verlassen kann?" fragt der Zauberer niemand bestimmten. Er ist aufgebracht, doch mal wieder eher um seine Hilflosigkeit zu verbergen.
"Moment, das Pilzmännlein war magisch, vielleicht ist es der Pilz auch ... vielleicht keine Vergiftung, sondern Magie, vielleicht ... Odem Arcanum."
Der Zauberer wirkt ziemlich hektisch in dem, was er tut. Das Einzige, was er über Vergiftungen weiß, ist, dass man sich beeilen muss.
von Sarafin
16.05.2019 19:27
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer seufzt, nachdem er sich umgesehen hat.
"Wie ich befürchtet habe ... wir sind hier offenbar nahe an einer Feenwelt."
Er reibt sich die Augen.
"Wir sollten aufpassen, dass wir nicht versehentlich ganz darin landen ..."
Anschließend geht auch er zu dem Büschel Goldhaar. Curthan hebt eine behandschuhte Hand und untersucht ebenfalls die Struktur des Haars.
"Ja, das würde ich auch sagen ... Einhornhaar", bestätigt er die Einschätzung des Elfen.
Anders als Phexis ist er aber nicht so zurückhaltend, was das Einsammeln angeht. Der Zauberer holt eine Phiole aus seiner Tasche und beginnt damit von dem Haar einzusammeln, was er finden kann.
"Ja, für Musikinstrumente ist das bestimmt sehr gut geeignet. Und der ein oder andere Alchemist oder Artefaktbauer könnte auch interessiert sein. Gunelde freut sich bestimmt ebenso. Und das Einhorn braucht sie nicht mehr, insofern ... Möchte noch jemand sich etwas einpacken?"
Und wenn ich es verkaufen kann, kommt am Ende dieser Reise vielleicht doch noch etwas mehr heraus, als Miese.
von Sarafin
15.05.2019 21:19
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer lässt die Diskussion um das Haar dann auch gut sein. Seine Stimmung ist etwas mürrisch ob es Wetters und der ganzen Situation. Als die Umgebung beginnt sich zu verändern, schaut er sich nicht etwa staunend, sondern äußerst kritisch um. Als dann die Pilzmännchen sie grüßen, schüttelt er mit verkniffenem Gesicht den Mund.
"Also bei aller Liebe, aber ist das hier überhaupt noch Weiden?" fragt er eher unwillig.
"Moment, das haben wir gleich ... Odem Arcanum!"
Sagt es, konzentriert sich kurz, macht ein paar Gesten und sieht sich dann in der Umgebung um.
von Sarafin
13.05.2019 21:58
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan hatte auf Gerons Worte noch genickt.

Kurz darauf kam Yeshinna zurück und ... dem Zauberer klappt bei ihrem Anblick die Kinnlade herunter. Blinzelnd starrt er Yeshinna einen Augenblick an. Es dauert eine kleine Weile, bis er sich wieder fängt und die Starre abschüttelt.
"Aber ..." beginnt er, ruft sich dann aber innerlich selbst zur Ordnung. Es ging ihn verdammt nochmal nichts an, was sie mit ihrem Haar tat.
"Ich meine: Ja, wir können aufbrechen", meint er nickend und versucht sich dann an einem zaghaften Lächeln. Curthan mustert Yeshinna aufmerksam auf der Suche nach weiteren Hinweisen auf ihren Gemütszustand. Nicht, dass er am Ende doch noch einschreiten müsste.
von Sarafin
10.05.2019 21:24
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Als er näher kommt, nickt der Zauberer erstmal Sandro dankbar zu. Dann wendet er sich an Calhenheri.
"Wie man es nimmt", antwortet er, immer noch betroffen.
"Ich bin nicht sicher, dass sie nicht noch ein paar einsame Tränen vergießen will ... aber ich denke der Schock ist vorüber."
Gedankenverloren wirft Curthan einen Blick zu dem Gebüsch, hinter dem Yeshinna verschwunden ist.
"Nun ..." meint er dann mit einem Seufzen und dreht sich wieder zu den anderen um.
"So wie es aussieht, hat Ritter Siegfried von Tollingen beschlossen kein Ritter der Fee mehr zu sein ... Wohin es ihn auch verschlagen mag, zu uns zurück wird er nicht kommen", erklärt er den anderen zunächst nochmal die Fakten.
"Ich schätze wir müssen also ohne ihn auskommen."
Er hebt die Hand mit dem etwas in Mitleidenschaft gezogenen Brief.
"Glücklicherweise hat er uns neben Abschiedsgrüßen auch eine Richtung hinterlassen, in die wir uns wenden können. Er schreibt, dass wir dem Weg folgen sollen, dann komme man zu einer großen Linde. Dort mögen wir die sogenannte Silberritterin treffen - ich tippe sie ist eine weitere, vielleicht höherrangige Ritterin seines Ordens. Auf jeden Fall soll die Dame uns weiter zur Fee führen können", fasst er zusammen.
Er macht ansonsten aber keine Anstalten jemanden sonst den Brief lesen zu lassen.
von Sarafin
09.05.2019 22:20
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Es freut Curthan zu sehen, dass Yeshinna sich langsam fängt. Phexis Worte lassen bei ihm jedoch jede Alarmglocke schrillen. Zum Glück ist die junge Geweihte selbst eine stabile Persönlichkeit, so dass sie nicht erneut in Tränen ausbricht, als Phexis ungewollt den Finger in die Wunde legt.

Der Zauberer sieht Yeshinna mitfühlend an. Was er sagen konnte, hat er gesagt. Er nickt, als sie darum bittet einen Moment allein zu sein.
"Selbstverständlich", erklärt er und legt Phexis eine Hand auf die Schulter, um sie zurückzuhalten, aber auch um ihr zu signalisieren, dass alles in Ordnung ist.
"Nehmt Euch alle Zeit, die ihr braucht. Wir werden hier warten."

Mit diesen Worten wendet er sich auch ab, um Yeshinna ganz demonstrativ ihre Privatsphäre zu gestatten. Er bedeutet Phexis ihm zu Sandro und den anderen zu folgen.
"Na komm, gönnen wir Ihrer Gnaden einen Moment Ruhe. Wir besprechen derweil mit den anderen, wie es jetzt weitergeht", stellt er dem Mädchen in Aussicht.
von Sarafin
08.05.2019 21:35
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer sieht sich die Bescherung an, welche die Tränen aus Yeshinnas Schminke gemacht haben, und wittert nun doch die große Stunde seines Taschentuchs. Behutsam zieht er das Stoffstück wieder aus seinem Ärmel, schlägt es mit einer Bewegung aus dem Handgelenk auf und hält es Yeshinna so hin, dass sie sich damit sofort die Augen trocknen kann.
"Ich weiß", sagt er sanft. Nicht, dass er sie darin bestätigen will, dass sie eine Idiotin ist, sondern dass er sie versteht.
"Eure Wünsche und Hoffnungen sind nicht albern oder dumm", meint er dann und streicht Yeshinna fürsorglich über das Haar.
"Jeder, der gesehen hat, wie ihr beide einander anhimmelt, war der gleichen Meinung", erklärt er und nickt nochmal.
"Darum trifft es uns alle genauso überraschend. Es tut mir aufrichtig leid, Yeshinna. Ich hätte es euch beiden gewünscht. Aber das Herz ist ein komisches Ding manchmal und Siegfried hat sich anders entschieden."
Er seufzt.
"Bitte macht Euch keine Vorwürfe. Ihr habt ganz sicher nichts falsch gemacht.
Wenn Ihr bei ihm gewesen wärt, was hätte das geändert? Wenn dies der Weg ist, den er gehen möchte, wäre er ihn früher oder später gegangen. Vielleicht hättet Ihr ihn diesmal davon abgehalten ... aber vermutlich wäre es früher oder später doch dazu gekommen. Und dann ist ein Ende mit Schrecken doch besser, als ein Schrecken ohne Ende."

Curthan versucht sich an einem aufmunternden Lächeln.
"So ein Luftikus, der nur bereit ist, bei Euch zu bleiben, wenn Ihr an seinem Rockschurz hängt ... so einer hat Euch doch gar nicht verdient", versucht er es in einem anderen Licht darzustellen.
von Sarafin
06.05.2019 20:10
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Shhhh ..." macht Curthan wieder, nachdem Yeshinna sich darauf eingelassen hat sich trösten zu lassen und hält sie einen Augenblick einfach im Arm.
Mit bekümmerter Miene nimmt er ihr wortlos den Brief ab, als sie ihm diesen reicht. Einen Arm hat er immer noch lose um ihre Schulter gelegt. Seine grauen Augen huschen über das Schriftstück. Am Ende seufzt er tonlos durch die Nase.
"Es ... tut mir leid", sagt er dann zu der jungen Geweihten, die Stimme etwas brüchig.
"Ich kann nur hoffen, dass er sich bei seinem Orden die Zeit genommen hat, diese Entscheidung sorgfältig zu überdenken ... und sich geistigen Beistand gesucht hat."
Die Hand des Zauberers ist etwas zittrig, als er sie um den Brief schließt.
Er wirkte doch, als sei er über den Berg ... wie ... wie konnte das nur geschehen ... ich ... hätte ich es sehen müssen? Wie schlecht es ihm geht? Hätte ich zulassen dürfen, dass er allein geht?
Curthan schluckt und sieht Yeshinna wieder an. Neben der Betrübnis gesellt sich gerade ein schlechtes Gewissen in seine Augen.
"Ich ... es tut mir so leid", wiederholt er und das Bedauern ist echt.
"Als er ging ... er wirkte so entschlossen ... ganz der Alte ... ich dachte ... ich dachte es wäre alles gut ... das ... das hätte mir nicht passieren dürfen ... dass ich mich so täusche ..."
Der Zauberer atmet einmal tief durch. Er wirkt eher erschüttert als aufgebracht.
"Verdammt ... das ist meine Schuld ... oh man ..."
Curthan legt die um den Brief geschlossene Faust an die Stirn und schließt die Augen einen Augenblick.
"Verflucht ..."
Doch bevor er sich in Selbstvorwürfe ergehen kann, reißt er sich am Riemen.
Dazu ist später noch Zeit! Jetzt braucht Yeshinna dich.
Dabei bemerkt er nun auch, dass Sandro die anderen der Gruppe etwas zurückgehalten hat. Er schenkt dem Tsageweihten ein dankbares Lächeln, bevor er wieder aufmerksam zu Yeshinna blickt, wie es dieser gerade geht.
von Sarafin
03.05.2019 19:34
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer macht einige beruhigende Laute und hebt die Arme. Seine Miene ist weiterhin betroffen.
"Shhh, shhh, nicht doch ... Ihr tut Euch weh", meint er, während sie auf ihn einprügelt. Er unternimmt nicht noch einen Versuch den Brief an sich zu nehmen. Stattdessen bringt er geschickt das Taschentuch in Sicherheit, indem er es mit einer Drehung aus dem Handgelenk in den Ärmel schiebt. Sanft fängt er ihre Fäuste auf, damit sie nicht mehr auf seinen Oberkörper trommelt. Eigentlich will er ihre Hände festhalten, doch das gelingt ihm nicht. Etwas zu sagen spart er sich, das erreicht sie gerade ohnehin nicht.
Als die junge Frau vor ihm zusammensackt, greift er nach, greift ihr um die Schultern, fängt sie auf. Damit hatte er schon gerechnet. Statt sie sich selbst zu überlassen, schließt er sie in die Arme, falls sie sich nicht entwindet. Er wiegt sie etwas und lässt zu, dass sie sich an seiner Schulter ausweint, falls sie das möchte. In Kauf nehmend, dass sie dabei ihre von den Tränen verlaufene Schminke in den groben Stoff seines Mantels reiben würde.
"Shhh, shhh", macht er wieder, in der Hoffnung, dass Yeshinna sich etwas beruhigt. Curthan hat keine Ahnung, was eigentlich los ist, was sollte er auch sonst sagen?
Ich hoffe nur seine Gründe sind gut ... bittet er im Stillen.
von Sarafin
01.05.2019 21:10
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Die Reise zum Bärnwald

Der Magier ist in den kommenden Tagen etwas spröde. Er sagt er ist müde, schläft schlecht, nichts worüber man sich sorgen müsse. Vielleicht auch nur das Wetter in den Knochen.
Insgeheim ist er besorgt. Besorgt um diese bunte Gruppe, die hier durch die Lande zieht. Besorgt, ob sie das Ziel ihrer Queste erreichen können. Besorgt, dass man zurück zur Hexe in die Berge müsste. Besorgt auch um Siegfried und um das Schicksal Arlindes - hatte der Ritter erreichen können, was sie sich alle wünschten?
Der Zauberer ist besorgt wegen allem und jedem. Doch er bemüht sich es sich nicht anmerken zu lassen. Und Yeshinna heiterte sie alle mit ihrer liebenswerten Art auf, so dass ihm das nicht allzu schwer fiel. So blieben die dunklen Stunden und die Sorge drückt ihm im Schlaf.

Nachsichtig amüsiert beobachtet er ihre Bemühungen um ein hübsches Aussehen, an dem Tag, wo sie Siegfried wieder treffen sollen. Wenigstens einige seiner Sorgen sollten heute ausgeräumt werden.
"Ihr seht liebreizend aus, Euer Gnaden", sagt er ihr, nachdem sie endlich aufbrechen können.

Im Bärnwald

Umso mehr erschüttert ihn der Anblick der aufgelösten Yeshinna.
"Aber ... aber ..." fällt es ihm nur wenig geistesgegenwärtig ein zu sagen und er macht ein betroffenes Gesicht. "Nicht doch!" fasst er sich dann recht schnell und lässt fallen, was er in den Händen hält - nur seinen Stab, der mit einem dumpfen Geräusch zu Boden fällt - und greift nach Yeshinnas Schultern.
"Aber was ist denn? Ein Brief?" erkundigt er sich, etwas überfordert mit der Situation.
"Was steht denn darin? Darf ich sehen?" fragt er und fischt ein Taschentuch aus seinem Robenärmel, das er der jungen Geweihten reicht. Die ganze Zeit schwebt seine Miene zwischen Betroffenheit und Überraschung.
von Sarafin
29.04.2019 20:32
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer schüttelt den Kopf und winkt ab.
"Lassen wir es gut sein und uns darauf einigen, dass wir uneins sind. Ihr werdet mich nicht davon überzeugen, dass etwas, das man nur durch das Brechen eines Gesetzes erreicht, etwas Gutes ist. Wenn es etwas Gutes ist, erreicht man es auch durch das Befolgen von Regeln. Denn das ist die Natur der Ordnung. Alles andere ist Chaos und das ist das Wesen der Anderen, wie Ihr sie nennt."
Curthan lockert die Schultern.
"Die 'schlechten Herrscher' sind ein beliebtes Argument gegen jede Form von Herrschaft. Ist die Ausnahme der Regel ein Grund das System anzuzweifeln?" Er mustert den Geweihten, bevor er fortfährt: "Ich sage nein.
Über die genannten Zahlen habt Ihr Eure Überzeugungen und ich die meinen. Keiner von uns hat eine verlässliche Statistik zur Hand, insofern ist es mühselig darüber zu diskutieren."

Er reibt sich die Augen.
"Aber ich bin wirklich müde, bitte entschuldigt mich."
Es ist das höfliche 'sich entschuldigen', das nur die Bitte ist das Thema zu wechseln.
von Sarafin
24.04.2019 23:12
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Magier winkt ab.
"Verzeiht, Euer Gnaden. Ich schätze Eure Expertise in anderen Bereichen, aber über Rechts- und Gesellschaftskunde mit jemandem zu streiten, der von beidem nach eigener Auskunft wenig versteht, ist mir zu dieser späten Stunde zu mühsam", erklärt der Zauberer müde.
"Es ist einerlei, ob Ihr ein Gesetz versteht oder für rechtens haltet. Ihr habt darüber nicht zu entscheiden, weder seid Ihr in diesem Bereich kundig, noch besitzt Ihr die Gewalt etwas zu entscheiden. Das von Praios geschenkte Gesetz - wenn wir schon bei Aspekten der Götter sind, dann möchte ich daran erinnern, dass einer der ureigenen Aspekte Praios' eben das Gesetz ist - in Frage zu stellen, in Frage zu stellen, ob eine Kirche wirklich dem Willen ihres Gottes folgt ... all das ist nicht mehr als die Saat von Häresie und Anarchie. Ist Euch das eigentlich bewusst? Wie viele Leute haben die Prediger von Umbruch und Wandel mit ihren Worten ins Unglück gestürzt? Sicher, manchen gefällt das, was Ihr sagt. Doch macht es sie am Ende wirklich glücklicher? Wie viele haben ihr sicheres Heim verlassen aufgrund von solchen Worten und sind - wenn überhaupt - gebrochen und desillusioniert zurückgekehrt?
Macht Wissen wirklich glücklich? Bringt es inneren Frieden sein eigener Herr zu sein? Ich will einräumen, dass der ein oder andere eine Ausnahme darstellt - wie Arlinde, das sagte ich schon. Doch für die weitaus meisten Menschen gilt das nicht.
Und die Verzweiflung, die daraus entsteht ... ist wie ein Nährboden für die Heptsphärischen."

Curthan seufzt.
"Ich zitiere gerne Rohal den Weisen dazu: Was ist wohl das Wahrere: Sich zu erheben, Kultur zu schaffen, zu stürzen und Weisheit zu erwerben – oder sich zu bescheiden in Weisheit, glücklich zu sein und niemals zu wissen, was hätte sein können?
Man sagt, er hat das über die Elfen gesagt. Doch es ist im Grunde wahr für jedes denkende und fühlende Wesen."

Der Zauberer verzieht den Mund zu einem schalen Lächeln.
"Ich mag es einfach nicht mehr hören. Wenn einer von hundert nicht an den Platz geboren wurde, den die Götter für ihn vorgesehen haben, ist es das wert das Seelenheil der anderen 99 zu gefährden?" fragt er den Priester.
"Ich habe Vertrauen in das Schicksal, dass es Mittel und Wege finden wird, die Menschen auf den ihnen zugedachten Pfad zu führen."
von Sarafin
19.04.2019 14:32
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan zieht eine Augenbraue hoch.
Tsageweihte ... typisch. Gleich erzählt er mir, alle Menschen sind gleich und jeder sollte für sich selbst Verantwortung tragen.
"Wir sind nicht im Bornland oder Al'Anfa. Die Leibeigenen im Mittelreich sind keine Sklaven. Und werden lange nicht so schlecht behandelt wie im kalten Norden.
Aber sie sind Unfreie. Nein, sie dürfen nicht einfach gehen, wohin sie wollen, denn sie sind an ihre Scholle gebunden und gehören zum Land ihres Herrn oder ihrer Herrin.
Womit würdet Ihr einen Adligen und seine Untertanen denn vergleichen wollen? Ein guter Herr ist zu den seinen wie ein Elter zu seinen Kindern. Sie erfahren Schutz und Hilfe. Jeder Angriff auf einen Unfreien ist ein Angriff auf dessen Herrin und sie wird das entsprechend sühnen. Wenn ihre Felder zu wenig tragen, hat ihr Herr vor den Göttern geschworen sie nicht verhungern zu lassen. Freibauern geht es da schlechter. Unfreie sind unmündig vor dem Gesetz. Ihr Leben lang, egal ob sie erwachsen sind, wann immer das auch eintreten mag. Sie müssen sich keine Sorgen machen, denn dafür haben sie den Adel, der sich um alles kümmert.
Ich weiß nicht, warum es in Euren Reden immer und immer wieder den Anschein macht, als sei die Adelsherrschaft etwas Schlechtes. Das ist die praiosgefällige Ordnung der Dinge. So und nicht anders haben die Götter die Welt geschaffen. Ich halte es für fahrlässig und gefährlich zu fordern, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Ich bin ein studierter Mann und auch ich würde mir nicht zutrauen ein Lehen zu führen. Weil ich das nie gelernt habe. Jeder hat seinen Platz auf der Welt und sollte sein Bestes geben, um diesen auszufüllen.
Und zugleich gibt es immer die Ausnahme. Wenn die Götter jemandem einen anderen Weg vorgezeichnet haben, wie es in unseren Augen bei der lieben Arlinde der Fall ist, werden sie ihr einen Weg geben ihr Schicksal zu erfüllen. Dazu muss aber niemand das Gesetz brechen. Man sollte einfach ein bisschen Vertrauen zu denen haben, welche die Götter in ihrer Weisheit an die Spitze der Gesellschaft gestellt haben."

Der Zauberer seufzt einmal durch die Nase. Er ist nicht aufgebracht, eher ein wenig resigniert.
So, mal sehen, wie lange es dauert, bis sie jemanden als Beispiel anführen, der vor den Göttern und seinem Stand versagt und seine Leute schlecht behandelt hat.
von Sarafin
15.04.2019 20:52
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Magier seufzt leise, als Phexis meint, sie wollte für den Baron Musik machen. Stellt die Antwort darauf jedoch hintenan. Glücklicherweise fängt Yeshinna sich. Seine Hand, die immer noch auf ihrer Schulter liegt, drückt sie sanft.
"Es wird schon alles gut gehen", teilt er seine Einschätzung und schenkt ihr ein aufmunterndes Lächeln.
Dann lässt er sie los und wendet sich an Phexis.
"Seine Hochgeboren ist beim lokalen Baron vorstellig geworden, um darum zu bitten, dass er Arlinde und Albrecht erlaubt seinem Orden beizutreten. Die beiden sind nämlich seine Untertanen und daher ist er für sie verantwortlich wie ein Vater. Du würdest bei einer so wichtigen Entscheidung ja auch erst deinen Vater fragen, nicht wahr?" erklärt er ihr und wirft auch Sandro kurz einen Blick zu.
"Und Ritter von Tollingen ist allein gegangen, weil der Baron genau wie er selbst ein Mann von Stand ist. Ein Adliger. Manchmal ist es einfacher Dinge jemanden zu erklären, der im Leben ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Mir würde es ja zum Beispiel auch viel einfacher fallen einem anderen Magier zu erklären, was wir alles so gesehen haben, als ... sagen wir einem Schmied. Es würde einfach schneller gehen. Während es dem Schmied auch schwerer fallen würde mir begreiflich zu machen, was er in seiner Esse tut. Verstehst du?" Während er sprach, hat der lange, schlaksige Mann sich etwas zu Phexis gebeugt.
"Es wird Ritter von Tollingen leichter fallen den Baron davon zu überzeugen, dass er die beiden mitnehmen möchte, wenn niemand dabei ist, der vielleicht immer wieder nachfragt, wie die Dinge in der Standesgesellschaft beschaffen sind. So können sie auf Augenhöhe sprechen, von einem Adligen zum anderen."
Zur Bekräftigung nickt der Zauberer nochmal und mustert das Mädchen, ob sie verstanden hat, was er ihr sagen will. Da diese Antwort durchaus auch Yeshinna die Sache etwas genauer beleuchten soll, blickt er auch nochmal kurz zu ihr.
Den Kommentar des Elfen ignoriert er erstmal.