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von Sarafin
11.07.2020 14:19
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

"Sieht großartig aus, danke!" findet auch Oreal und nickt dem Wirt zu.
"Habt ihr schon Zimmer gemietet?" erkundigt sie sich dann - wo ja praktischerweise der Wirt gerade neben ihnen steht - bei den anderen.
"Und wo sind denn die anderen beiden?" will sie noch wissen, während sie sich an dem gereichten feuchten Tuch die Hände abwischt.
von Sarafin
09.07.2020 17:02
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - öffentlicher Bereich

Kurz bevor sie den Tempel verlässt, hält Oreal nochmal inne und wendet sich zum Altar um. Für einen kleinen Augenblick schließt sie die Augen und lässt ihre Gedanken zu ihrem alveranischen Herrn fahren.
Phex, altes Schlitzohr.
Danke, dass du uns beigestanden bist. Bitte halte deine Hand weiter über meinen Bruder, bis er sich selbst wieder schützen kann. Es wäre eine Schande, wenn es ihn nun doch noch erwischen würde, nachdem wir so viel aufgewendet haben, um ihn zu retten. Außerdem dient er dir lebendig sicher besser als tot.
Und ich hoffe auch, dass die Seelen der Glücksritter aus diesem Höllenhaus gut bei dir angekommen sind. Ich bin ziemlich sicher, dass sie zu dir gehören.

Kurz huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.
Bitte hilf uns auch weiterhin. Verberge uns in deinen Schatten, lass uns dein Glück zuteil werden, hilf uns listiger zu sein als der Feind. Die haben Jahrhunderte mehr Erfahrung mit dem, was sie tun. Wenn das Menschenmögliche nicht reicht, werden wir ohne deine Hilfe scheitern. Und es soll wahrlich dein Schaden nicht sein. Jeder wird wissen, dass es deine Diener waren, die die Welt gerettet haben. Wer ist schon dieser Kiu?
Wieder ein Grinsen.
Pass bitte auf die Leute auf, die nicht wissen, was auf sie zukommt. Ich hasse den Typen, aber bitte hilf auch Rohayo, damit das Vieh keine Unschuldigen mehr tötet.
Sie öffnet die Augen wieder und pustet sich ein paar lose Strähnen aus der Stirn, bevor sie den Tempel verlässt.


Straßen von Ragath

Mittlerweile ist es spät, so dass Oreal nicht hoffen kann, dass sie noch Heilkräuter bekommt.
Dann eben morgen in der Frühe. Wer braucht schon Schlaf?
Etwas missmutig mustert sie den Himmel und dessen Farbe, den Stand von Mond und Sternen, um die Uhrzeit abzuschätzen. Für einen Moment bleibt ihr Blick an den Sternen hängen.
Eine merkwürdige Signatur. Wer hat ihm diesen Brief geschrieben? Es klang ganz nach jemanden von unserer Kirche ... Phenia war es aber nicht, die hätte das anders geschrieben. Er schien ja auch zu wissen, wer ihm da schreibt. Und es war jemand, dem Rohayo einen Gefallen geschuldet hat ... vielleicht der Wiesenläufer? Hm ... das würde passen, der ist ja auch Vogtvikar eines Handelstempels. Aber dieser Kommentar mit den Sternen ... vermutlich eine geheime Losung.
Wieder pustet sie sich frustriert eine Strähne aus den Augen.
Noch mehr Geheimnisse. Als wenn es bisher noch nicht gereicht hätte.


Gasthaus Almadaner Stuben - Schankstube

Eine ganze Weile nachdem sie sich vor der Tür verabschiedet hat, kommt Oreal endlich durch die Tür hinein. Sie wirkt recht nachdenklich, aber ausnahmsweise nicht streitlustig. Da drei ihrer Reisegefährten gemeinsam an einem Tisch sitzen, macht sie sich auf den Weg dorthin.
"So, da bin ich wieder. Habt ihr schon gegessen? Ich habe einen Bärenhunger", meint sie und setzt sich einfach auf einen freien Platz.
von Sarafin
09.07.2020 16:05
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Aufmerksam die Handbewegungen musternd bereut Oreal es nun doch, dass sie nicht mehr erzählt hatte. Wenn er sie überhaupt gelassen hätte ... Aber immerhin schickte er sie nicht mit leeren Händen davon.
Ihre eigene Überheblichkeit war es, die sie hatte davon ausgehen lassen, dass er nichts wusste. Sollte sie es nicht besser wissen, als sich von ihrer eigenen Abneigung in ihrer Einschätzung beeinflussen zu lassen? Die Antwort ist ein schlichtes Nicken. An den Vogtvikar und Phex. Sie hatte verstanden.


Phextempel - öffentlicher Bereich

In Oreals Gesicht zuckt es ungut. Mancher mochte meinen, sie hätte ihre Berufung verfehlt, denn Oreal hasste es wie die Pest, wenn man ihr ganz offensichtlich Informationen vorenthielt. Gleichzeitig half ihr diese Einstellung auch so gut zu sein in dem, was sie tat.
Gerade noch hatte sie beinahe freundlich von Rohayo gedacht, nun lodert unvermittelt Zorn in ihren Augen auf. Sie richtet sich auf und strafft die Schultern.
"Glaube nicht, dass es so endet", flüstert sie und dreht sich ohne ein weiteres Wort um, um den Tempel zu verlassen.
von Sarafin
09.07.2020 14:48
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Oreal schaut etwas irritiert, als der Vogtvikar ihr empfiehlt nach Gareth zu gehen.
Gareth? Was soll ich in Gareth? Spaßvogel ... erstmal geht's nach Hause nach Punin, wenn diese Leute in Falado hochgenommen worden sind. Gareth ... Wenn ich so lange wegbleibe, brennt hier doch die Hütte, wenn ich wiederkomme!
Doch ihre Mundwinkel zucken amüsiert, als er meint, dass man sie wohl in die Archive nicht einlassen würde. Fast schon tat es ihr ein bisschen leid, dass sie ihn dazu gebracht hatte ihr Hausverbot zu erteilen. Das mit Rohayo hatte wirklich Potential eine wundervolle Hassliebe zu werden.
"Wenn ihnen meine Nase nicht passt, wundert es mich, dass dein Wort bestand hat", gibt sie spöttisch zurück und spielt darauf an, dass man ihrer beider Nase die Brüche der Vergangenheit ansieht.

"Eine Sache noch", sagt sie, bevor sie den Raum verlassen.
"Sagt dir Nehilum etwas?" erkundigt sie sich knapp. Sie blickt kurz zu Rohayo, ob das Wort bei ihm irgendeine Reaktion hervorruft.
"Das ist eine ihrer Losungen, auch wohl nicht erst seit gestern. Wenn dir das also unterkommt, hat es vermutlich mit diesen Leuten zu tun und ich würde höllisch aufpassen. Kannst dich ansonsten an Punin wenden, die erzählen dir vielleicht mehr."


Phextempel - öffentlicher Bereich

Die Geweihte wartet ruhig ab, was der Vogtvikar ihr gibt. Sie runzelt etwas irritiert die Stirn, als er ihr das Bündel reichen lässt. Er hatte die ganze Zeit neben ihr gesessen und sie hätte es doch bemerkt, wenn er eine entsprechende Anweisung weitergegeben hätte. Wie und wann hatte er also diesen Brief vorbereitet?
"Danke ..." meint sie etwas überrumpelt und zieht eine Braue hoch, während sie den Inhalt des Bündels mustert. Noch immer mit hochgezogener Braue sieht sie wieder zu Rohayo, während sie den geöffneten Brief mit der freien Hand an sich nimmt und öffnet, um ihn anschließend rasch zu überfliegen. Irgendwas hier stank gewaltig - wurden sie womöglich beobachtet und Rohayo konnte nicht frei sprechen?
Über die plötzliche Besorgnis vergisst sie sogar eine Spitze zurück zu geben.

Edit: Bündel, nicht Schatulle.
von Sarafin
06.07.2020 15:56
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Ganz wie erwartet reagiert Rohayo mit Gegenfragen. Oreal mustert ihre Fingernägel.
"Ich habe noch nie verstanden, wie man dieses nordische Modegetränk einem guten almadaner Wein vorziehen kann", kommentiert sie die Frage nach ihrer Zurechnungsfähigkeit. "Das Zeug taugt maximal für eine ordentliche Stichflamme. Das trinkt man doch nicht." Sie schmunzelt.
"Was diesen Kult betrifft ... ja, da weiß ich noch etwas mehr." Im Stillen seufzt sie. "Aber ernsthaft: Dieser Kult existiert offenbar seit Jahrtausenden, wenn der gute Raul nicht neben seinem Verstand sein komplettes Zeitgefühl eingebüßt hat. Davon zu sprechen sie auszumerzen, bevor sie Wurzeln schlagen ist da doch etwas naiv, mein Bester."
Oreal schmunzelt, dann sieht sie von einem Augenblick auf den nächsten sehr erschöpft aus.
"Ich kann deine Fragen beantworten, aber ich weiß nicht, ob ich es tun sollte. So oder so würden dich die Antworten nicht glücklich machen und ich weiß nicht, ob ich dich da mit hineinziehen sollte ... diese Leute gehen über Leichen und hätten gestern fast einen unserer Brüder getötet", beginnt sie zögerlich und wirkt resigniert. Sie mustert Rohayo und scheint zu überlegen, was sie erzählt.
Was würde Phenia tun? Würde sie ihm vertrauen? Ich meine, ich finde er ist ein Kotzbrocken, aber misstraue ich ihm?
Eigentlich nicht. Und vielleicht hat er ja sogar Informationen ohne es zu wissen? Gleichzeitig sollte das alles nicht zu sehr die Runde machen ...
von Sarafin
02.07.2020 17:25
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Oreal grinst zufrieden, als Rohayo der Abmachung zustimmt.
Als er "die Drachentöterin" erwähnt, nickt sie.
"Jep, die kenne ich."
Sie macht eine Geste vage in Richtung der Hauptstadt Almadas.
"In Punin sind noch drei Leute, die die Konfrontation mit dem Vieh überlebt haben. Vielleicht sind die bereit zu helfen - fragen kostet nichts. Einer davon ist ein Bruder, den du ziemlich sicher über die Fähe ausfindig machen kannst."

Bei der Frage nach der Ausrüstung nickt Oreal.
"Ja, ich nehm's gleich mit. Bin morgen vermutlich schon nicht mehr in der Stadt."
Dann lehnt sie sich zurück und seufzt tief.
"So, und nun zu dem wahren Kern der Geschichte um die Bestie im Moor", beginnt sie und sucht in Gedanken die Informationen zusammen.
"Also erstmal: Der Junker Raul von Trutzbach war kein Mensch. Der Typ war ein uralter Elfenvampir, der sich mit Magie als Mensch getarnt hat." Sie schmunzelt Rohayo an, so eine Aussage ist vermutlich schwer zu glauben.
"Woher ich das weiß? Von ihm selbst. Er war recht gesprächig, bevor wir uns mit ihm geprügelt haben."
Das Schmunzeln liegt immer noch auf Oreals Zügen. "Er ist tot", fügt sie hinzu, als sei das die logische Folge davon, sich mit ihr anzulegen.
"Ich kann die Konfrontation mit so einem Vieh allerdings nicht empfehlen."
Oreal blickt kurz auf den Tisch und grübelt. "Alles, was ich dir erzähle haben meine Leute oder ich mit eigenen Augen gesehen, von ihm erfahren oder aus seinen Tagebüchern, die er bei sich herumliegen hatte", erklärt sie die Quellenlage. Quellen zu schützen ergab nur Sinn, wenn es etwas zu schützen gab - und wenn man unglaubwürdigen Kram erzählte, war es definitiv sinnvoller sie offenzulegen.

Nachdem sie Rohayo einen kleinen Augenblick Zeit gegeben hatte, um diese Information zu verdauen, beginnt sie zu erzählen.
"Also dieser Typ ist von seiner Angebeteten Aramandel - ja, genau deselbe Name wie die Perainegeweihte aus San Therbun - in einen Elfenvampir verwandelt worden. Dafür gibt es auch noch einen anderen Namen in der Elfensprache, aber den habe ich vergessen. Wie dem auch sei, die Geschichte ist offenbar unendlich lange her.
Raul kam mit Aramandel in das alte Quirod und übernahm da die Herrschaft. Wie das genau abgelaufen ist: Keine Ahnung. Aramandel hat ihn nach einer Weile sitzen lassen. Sie suchte nach der Kette aus der Geschichte.
Dann kommt der erste Teil des Märchens, der stimmt: Ein Mädchen aus dem Dorf hat Raul von dem sprechenden Bären erzählt. Er ist also hin, hat das Tier kalt gemacht und den Stein an sich genommen, um ihn für seine geliebte Aramandel aufzubewahren, bis sie wieder da ist.
Nach einer Weile tauchte das Bärenmonster aus der Geschichte auf und wollte die Kette. Raul hatte sie aber versteckt, also zerriss das Monster ihn in kleine Fetzen und zog ab. Als Vampir hat ihn das aber nicht umgebracht, er hat stattdessen drei Tage gebraucht, um sich wieder zusammen zu setzen."
Sie schüttelt den Kopf bei der Erinnerung an die Erzählung des Vampirs.
"Und weil das unangenehm war und er das nicht wieder wollte, hat er in der Folge einen magischen Steinkreis um das Haus gezogen, der ihn schützen sollte. Und nun kommt das Merkwürdige an der Geschichte: Der Schutzkreis sollte ihn vor den Angehörigen eines Kultes schützen, dem auch seine Geliebte Aramandel angehörte - oder angehört. Er kam wohl irgendwie zu dem Schluss, dass die Kette Aramandel und ihrem Kult nicht in die Hände fallen darf. Wie er zu diesem Schluss kam, keine Ahnung, das hat er nicht gesagt. Und warum er trotzdem auf Aramandel wartete, wissend dass sie ihn gar nicht finden kann ... ergibt keinen Sinn. Selbst als wir ihn auf diese grobe Unstimmigkeit angesprochen haben, hat er dazu keine sinnvolle Erklärung geliefert." Wieder schüttelt Oreal den Kopf.
"Aber er ist auch ansonsten irgendwie arg neben sich gestanden. Ich kann mir das so erklären, dass er über die Jahrhunderte den Verstand verloren hat. In der Kette war nämlich der Geist des Bären gefangen, den er ermordet hat. Der hat ihm all die Jahrhunderte lang finstere Dinge zugeflüstert, da kann man sich vorstellen, dass er etwas meschugge geworden ist." Sie tippt sich bekräftigend an die Stirn.
"Was halt auch der Beweis dafür ist, dass das Bärenmonster und der Bär zwei ... äh ... Wesen sind. Raul hat dem Bären sogar das Fell abgezogen. Der war schlicht tot. Und hatte auch nichts mit dem Kult zu tun ... Weil der Kreis wirkte auch gegen das Bärenmonster. Das kam ihn nämlich auch noch ein paar Mal besuchen - wann das war, dazu hat er aber keine Angabe gemacht. Raul galt auf jeden Fall ab dem Zeitpunkt als tot und hat das Märchen von der Bestie im Moor verbreiten lassen, damit niemand sich dem alten Quirod mehr nähere. Das sollte ihm Plünderer vom Hals halten. Hat auch wohl ganz gut geklappt. Wer sich dennoch dorthin getraut hat um nach Schätzen zu suchen, den hat er umgebracht. In dem Haus sind einige Leute gestorben. Wir haben nur noch ihre skelettierten Überreste gefunden, aber auch Unmengen an getrocknetem Blut ..." Sie schüttelt sich etwas.
"Raul selbst war die meiste Zeit in so einer Art Winterschlaf ... er sah wohl aus wie ein vertrockneter Toter, konnte sich davon aber regenerieren, so dass er wieder wie ein junger Mann aussah. Er ist wohl unsterblich gewesen, aber ... hat irgendwas gefaselt davon ... also er sagte, dass Aramandel auf jeden Fall noch lebe, weil er es spüren würde, wenn sie stirbt. Weil ... sie seine Freiheit beschränke, irgendwie so etwas. Hat er nicht genauer ausgeführt." Sie zuckt mit den Schultern.
"Wir haben ihn unschädlich gemacht - gegen Elfenvampire helfen übrigens nur Silber und Mondlicht, also solltet ihr euch möglichst auch mit Silberwaffen bewaffnen, falls ihr Aramandel über den Weg lauft oder das Bärenmonster ein weiterer Elfenvampir sein sollte. Am Ende haben wir die Hütte mit geweihtem Feuer niedergebrannt. Ich habe außerdem den Scheiterhaufen gesegnet, damit die Seelen den Weg zum dunklen Bruder finden können."

Oreal lehnt sich zurück und verschränkt die Hände über dem oberen der untergeschlagenen Knie.
"Das wäre es so grob. Hast du noch Fragen?"
von Sarafin
29.06.2020 12:38
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Oreal hat aufmerksam zugehört, während Rihayo ihr berichtet, was von der Geschichte wahr ist. Als er dann fallen lässt, wie geheim diese Informationen waren, lacht sie herzlich auf.
"Nee, ernsthaft? So geheim war das? Und das ist alles, was du dazu in deinen Akten hast?"
Sie grinst ihr Haifischgrinsen.
"Ich kann die Lücken noch ein ganzes Stück weiter auffüllen", stellt sie in Aussicht und sie ist offenbar davon überzeugt, dass da der Wahrheit entspricht. "Das wäre aber schon ein enormes Entgegenkommen. Da müsstest du mir auch noch etwas entgegenkommen, dafür dass ich eure Arbeit mache", kommentiert sie schelmisch. Sie grübelt einen kleinen Moment - aber nur vorgeblich. Eigentlich weiß sie schon sehr genau, was sie möchte.
"Hmm ... also dafür, dass ich dir die Hintergründe der Geschichte erzähle, möchte ich im Gegenzug wissen, was ihr in der Zwischenzeit herausgefunden habt, wenn ich auf dem Rückweg nach Punin wieder hier vorbeikomme." Sie grinst den Vogtvikar an.

"Für den Kampf gegen das Vieh würde ich Schützen mit Gift empfehlen. Oder Magie. Das Vieh ist riesig und hat gewaltige Kraft. Am besten macht man es aus der Ferne unschädlich und lässt es nicht zu nahe an sich heran", gibt sie ihre Empfehlung für ein Vorgehen.
"Habt ihr hier nicht ein paar Zwerge in Ragath? Vielleicht haben die ja noch einen Drachentöter im Keller, den sie immer schon mal ausprobieren wollten." Sie grinst erneut, wird jedoch schnell wieder ernst.
"Und sonst würde ich es auch so machen, wie du vorschlägst. Augen und Ohren aufsperren und erstmal versuchen das Vieh zu finden." Sie zuckt mit den Schultern.

Die Information über die Druidin nimmt sie mit erfreut blitzenden Augen zur Kenntnis.
Eine Druidin? Hm. Darauf kann man das Spitzohr ansetzen. Vielleicht kennt sie die ja sogar - so von Baumkuschler zu Baumkuschler, überlegt sie.
Vielleicht könnte das sogar die Frau gewesen sein, die die Blumen sprießen ließ?
Schon jetzt ist sie sehr zufrieden. Oreal hatte nicht damit gerechnet überhaupt mit neuen Informationen zurück zu kehren und nun sammeln sich doch ein paar Dinge an, die ihre Begleitung brennend interessieren dürften.
von Sarafin
22.06.2020 12:52
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Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Oreal ist wenig überrascht, dass der Vogtvikar schon von der Zerschlagung der gefiederten Natter gehört hat. Kurz überlegt sie, ob sie von den flüchtigen Mitgliedern berichten sollte, doch behält die Information erstmal zurück. Es war die Bußqueste ihres Bruders, die sie hier fortführte, das ging den fremden Geweihten doch einen Scheiß an.

Sie schmunzelt bei der kleinen weiteren Giftspitze Rohayos. Wie sie es liebte, diese gegenseitige Herabwürdigung und unterschwellig bissigen Kommentare. Leider antworteten die wenigsten Leute in einer Weise, die sie glücklich machte. Sie würde den alten Konkurrenten wirklich öfter besuchen müssen.
Die Erwähnung des Märchens kommentiert sie mit einem Zucken der Brauen.
Aber war der Bär aus der Geschichte nicht dieser Eboreus? Hm ... Nee stimmt, das war anders ...
Nun erinnert auch sie sich wieder, dass auch in der Geschichte schon dieses Wesen aufgetaucht war. Sie nickt.
"Ja, die Geschichte", stimmt sie zu. "Was dieses Märchen angeht ..." Sie schmunzelt.
"Meinen Informationen zufolge ist es etwa 300 Jahre alt und in weiten Teilen wahr. Ob du mir glaubst oder nicht, dass musst du selbst wissen, wenn ich dir sage, dass der getötete Bär und das Bärenmonster zwei Wesen sind.
Du weißt so gut wie ich, dass es in den letzten 300 Jahren hier keine Angriffe des Bärenmonsters gab - sonst hätte man davon gehört. Oder?"
Sie sagt es und beobachtet ihr Gegenüber genau, ob der vielleicht ja doch von solchen Überfällen gehört hat.
"Die Frage ist, warum es jetzt wieder auftaucht. Du hast ganz recht, dass sich jemand die Legende zunutze machen könnte, indem der sich für das Monster ausgibt. Die andere Möglichkeit ist, dass es sich um dasselbe Wesen handelt, das - aus welchen Gründen auch immer - nun wieder unterwegs ist, nachdem es jahrhundertelang untergetaucht war. Da wäre dann die Frage, warum jetzt?"
Grübelnd legt sie einen Finger ans Kinn.
"Das humanoide Wesen hatte wohl eine Halskette, an der ein Stein aufgeleuchtet hat, als es sich wieder in den Bären verwandelte. Klingt für mich nach einem Artefakt. Hmm ..."
Plötzlich weiten sich ihre Augen in einer stillen Erkenntnis, bevor sie wieder ruhiger dreinblickt.
Das würde Sinn ergeben. Das ist plausibel. Ich muss unbedingt mit den anderen darüber sprechen. Und ich sollte Rohayo nicht zu viel davon erzählen.
"Vielleicht dient dieses Ding ja der Verwandlung in den Monsterbär und es hat einfach jemand nach all den Jahren dieses Artefakt gefunden?" stellt sie in den Raum und hebt ratlos die Schultern. "Dämonischen Einfluss habe ich an keiner Stelle gespürt", fügt sie dann noch hinzu.

Dann geht sie aber auf seine Befürchtungen für den Handel ein.
"Das Vieh hat in Quirod den Wildhüter angegriffen und in San Therbun wurde es gesehen. Und ich habe keine Ahnung, wo vielleicht noch überall. Ich denke die Nachricht wird sich in den nächsten Tagen wir ein Lauffeuer verbreiten", gibt sie ihre Einschätzung preis und verschweigt dabei ganz nonchalant dass sie mit dem Hinweis an den Bettler vor der Tür des Tempels auch genau darauf abgezielt hat.
Was für eine widerliche Idee. Die Gefahr zu verheimlichen und Menschenleben zu riskieren, nur um den Handel nicht zu gefährden? Wem dienen wir? Dem Profit oder den Menschen?
Ihr Mundwinkel zuckt voller Abscheu, was er aus dem Kontext gerissen durchaus falsch interpretieren mag.
von Sarafin
19.06.2020 15:35
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Als Vogtvikar Rohayo erzählt, was er ihr bieten kann, nickt Oreal erfreut.
"Das klingt perfekt!" gibt sie zu.
"Also gut, hör zu", meint sie dann, als würde ihr der andere Geweihte nicht längst aufmerksam zuhören.
"Ich bin vor zwei Tagen aus Punin die Reichsstraße hoch gekommen. In Quirod habe ich meine derzeitige Reisegruppe getroffen, die mir erzählt haben, dass sie im Wald von einem Bärenmonster angegriffen wurden. Es hat den Wildhüter in Quirod schwer verletzt - er hat jetzt nur noch einen Arm. Aber er lebt dank ihres Eingreifens - sie hatten ihn im Wald gesucht."
Sie atmet tief durch und denkt scharf nach, was die anderen ihr über das Aussehen des Wesens berichtet haben.
"Ich habe es also selbst nicht gesehen, traue aber ihren Beschreibungen und ihrem Urteil - vor allem von denen die zaubern können. Das Ding ist auf allen Vieren zwei Schritt groß und etwa drei lang - ziemlich riesiges Vieh. Die Gestalt erinnert an einen Braunbären, aber es hat zwei Hörner und sechs Beine. Außerdem zwei paar Augen, ein Paar in grün, eins in rot."
Oreal verzieht das Gesicht.
"Das Ding kann wohl auch sprechen. Und ist in Wirklichkeit eine humanoide Kreatur, die einen Zauber nutzt, um sich zu verwandeln. Leider war es nicht möglich herauszufinden wie das Ding in menschlicher Gestalt aussieht - weder welches Geschlecht es hat, noch ob es überhaupt ein Mensch ist."
Erneut atmet die Geweihte durch.
"Das Ding hat sie nicht nach Quirod verfolgt, das nicht. Es scheint also nicht so erpicht auf gesonderte Aufmerksamkeit zu sein. Aber es lauert im Schatten. Und dank der Fähigkeit zur Verwandlung könnte es potentiell jeder sein."
Sie nickt wie zur Bestätigung.
"Was es will, ist ebenfalls klar: Etwas, das meine Reisegruppe besitzt. Gleichzeitig ergibt es vor diesem Hintergrund keinen Sinn, dass es den Wildhüter Quirods angegriffen hat. Vielleicht - sehr wahrscheinlich - verfolgt es noch andere Ziele. Ich habe auch nicht die leiseste Ahnung, wo es auf einmal hergekommen ist. Früher habe ich das Vieh hier in der Gegend nie getroffen und auch nie davon gehört. Ein Schutzsegen hat übrigens nicht dagegen gewirkt."
Sie zieht eine Braue hoch bei der letzten Bemerkung. Eine recht zentrale Information für den Kampf gegen das Biest.
"Ich glaube das war alles, was ich über das Vieh weiß. Das Gift ist natürlich für den Kampf gegen das Biest. Punin ist schon informiert. Und du jetzt auch."
Oreal streckt sich.
"Ansonsten habe ich noch Neuigkeiten von der gefiederten Natter - aber die sind schon ein paar Tage alt, keine Ahnung, ob du davon schon gehört hast?" Sie schmunzelt und sieht Rohayo wieder an.
von Sarafin
18.06.2020 19:09
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Ein kleines, zufriedenes Schmunzeln zuckt durch Oreals Mimik, als der Vogtvikar ihr in dem Spiel den Punkt zubilligt.
"Ich brauche Gift. Irgendwas, das lähmt oder einschlafen lässt. Stark genug, um etwas von der Kraft und dem Körperbau eines Ochsen ... oder Bären ... lange außer Gefecht zu setzen ... Am besten so viele Portionen, wie ich kriegen kann. Heilmittel wären auch sehr annehmlich", erklärt sie im Anschluss ruhig.
"Und vielleicht ein paar weitergehende Informationen, wenn du sie hast - wobei es am Ende bei denen in unserem gegenseitigem Interesse sein könnte, wenn ich sie erfahre", stellt sie in Aussicht und meint das ganz ernst. Offenbar hat auch sie keine weiteren Spielchen geplant.
Aber sie wartet erstmal ab, ob Rohayo ihr in der Kategorie Alchemika überhaupt weiterhelfen kann oder sie sich womöglich doch an die örtlichen Alchemisten wenden muss.
von Sarafin
17.06.2020 10:39
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Als ihr Gegenüber von einer angemessenen Unterstützung spricht, bricht ein heiteres Lachen aus Oreals Kehle.
"Man Rohayo, dass du wenig von mir hältst, das wusste ich ja, aber dass du wirklich glaubst ich wäre so blöde, das trifft mich sogar fast ein bisschen!" kichert sie.
"Ich bin für gewöhnlich keine Informationshändlerin, das weißt du", sagt sie dann mit einem Grinsen und funkelt den Vogtvikar keck an.
"Was ich von dir will, kann ich zur Not auch andernorts bekommen. Ich bin vor allem hier, weil wir beide Diener desselben Gottes sind und meine Informationen in deinen Ohren vielleicht Menschenleben retten."
Sie blickt in herablassender Manier auf ihre Fingernägel.
"Das", sie sieht ihm wieder in die Augen, "ist die Verhandlungsgrundlage. Dass ich mich überhaupt auf dein Spielchen einlasse, obwohl ich nicht zwingend müsste, sagt dir sicher, wie ernst es ist. Immerhin hast du den Posten, den du hast, und Vogtvikar wird man nicht, wenn man ein Dummkopf ist."
Ihr Lächeln hat einen boshaften Zug. Natürlich spielt sie auf ihren Streit an, der ihm die Umgestaltung seines Gesichts eingebracht hat.
von Sarafin
16.06.2020 17:52
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel - Hinterzimmer

Oreal bemüht sich, sich die Erleichterung, dass Perinyo Rohayo ihre Begründung ausreicht, nicht anmerken zu lassen. Stattdessen zieht sie vergnügt einen Mundwinkel hoch.
In dem Hinterzimmer lässt sie sich unelegant auf den Stuhl fallen.
"Da wo ich herkomme, gibt es keine Leistung ohne Gegenleistung - und schon gar kein 'ich schau dann hinterher, was es mir wert ist', eh", erinnert sie ihn an die goldene Regel der gemeinsamen Kirche.
"Aber vermutlich sagst du mir gleich, dass mich nicht rausgeworfen zu haben schon ein enormes Entgegenkommen war, wie?" bohrt sie noch etwas nach und steckt sich. Der Tag im Sattel steckt ihr doch in den Knochen.
von Sarafin
16.06.2020 17:14
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Im Phextempel

Oreal öffnet den Mund für eine wütende Entgegnung, klappt ihn dann jedoch nach einer Schrecksekunde wieder zu.
Ach scheiße, warum haben sie ausgerechnet diesen Mistkerl zum Vogtvikar gemacht?
Sie braucht kaum einen Wimpernschlag um zu erkennen, dass sie hier unterlegen ist, egal was sie tut. Rohayo sitzt am längeren Hebel.
"Na schön", beginnt sie und knurrt.
"Draußen vor der Stadt treibt ein Monster sein Unwesen, das sich wohl als Mensch tarnen kann, und nicht zimperlich ist, was Menschenleben als Kollateralschäden angeht", rattert sie runter.
"Ich weiß, was es will, aber nicht, ob es vor der Stadt halt macht.
Und du bist zwar ein Arschloch, aber kein verantwortungsloses Schwein"
, beendet sie ihre Begründung und fletscht die Zähne.
Genau wie ich, fügt sie in Gedanken hinzu.
von Sarafin
16.06.2020 16:36
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Phextempel

Als Oreal den alten Bekannten wiedersieht, muss sie unvermittelt grinsen.
"Oh wirklich?" antwortet sie.
"Wenn ich gewusst hätte, dass du mich so sehr vermisst hast, wäre ich eher wiedergekommen."
Ihr Lächeln gerät zu dem Haifischgrinsen, das sie oft spazieren führt, während sie den Blick über die Narbe in seinem Gesicht streifen lässt.
"Aber ich bin nicht hier, um über alte Zeiten zu plaudern. Ich habe Neuigkeiten dabei, die dich interessieren dürften. Außerdem brauche ich ein paar Sachen. Wir sollten ungestört reden."
von Sarafin
15.06.2020 16:10
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Am Phextempel

Bingo! Du willst wirklich dringend, dass wir sie dingfest machen, Herr, oder?
Ein erfreutes Zucken des Mundwinkels kann sie dann doch nicht vermeiden.
"Danke, Kumpel", meint sie und wendet sich schon zum Gehen. Dann dreht sie sich nochmal um.
"Ach und keine Ahnung, ob du es schon gehört hast, aber in der Gegend ist ein Bärenmonster unterwegs. Hat den Wildhüter in Quirod schwer zugerichtet - der hat jetzt nur noch einen Arm. Das Vieh kann sich als Mensch tarnen. Keine Ahnung, wen und warum es angreift."
Gut, das Letzte war jetzt nicht die ganze Wahrheit. Warum es die Gruppe angegriffen hat, das weiß Oreal. Doch nach welchen Kriterien es andere Leute angreift, das weiß sie ja wirklich nicht. Doch diese Warnung als Zugabe hat er sich für den wichtigen Hinweis auf die Gesuchten in ihren Augen verdient. Oreal nickt dem Bettler nochmal zu und macht sich auf den Weg in den Tempel.

Drinnen schaut sie sich kurz um, ob von den Geweihten jemand zu sehen ist.
von Sarafin
10.06.2020 17:50
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Am Phextempel

Als Oreal von dem verrückten Erzmagier hört, zieht sie eine Braue hoch und gackert dann etwas boshaft.
"Dem Erzmagus dürfte vor kurzem die Assistentin weggelaufen sein", erzählt sie dem Informationshändler mit einem Grinsen.
"Aber mich interessieren der Mann und die Frau, die es eilig hatten", meint sie dann und wird wieder ernster.
"Kannst du sie genauer beschreiben? Und wann waren sie hier?"
Sie lehnt sich neben ihm gegen die Wand und sieht sich immer mal wieder flüchtig um, als würde sie auf jemanden warten, damit es nicht so sehr auffällt, dass sie mit dem Bettler spricht.
von Sarafin
10.06.2020 16:18
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Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Am Phextempel

Oreal schmunzelt, als sie Ingrimo da sitzen sieht.
"Nein oder hast du mich etwa gesehen?" antwortet sie mit einem Grinsen auf seine rhetorische Frage.
"Irgendwas, das man wissen sollte im Moment?" fragt sie ihn, während sie ihm eine Münze zuschnippt.
von Sarafin
09.06.2020 18:01
Forum: Abenteuer & Reisen
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Sternenlose Nacht

Draußen

Als Ludolfo mit einer Gegenfrage antwortet, hebt Oreal wieder eine Braue und sieht zu dem Horasier.
"Selbstverständlich plane ich in der nächsten Gasse über meine viel zu großen Füße zu fallen, dort zu liegen und zu weinen, bis Ihr mich retten kommt", entgegnet sie trocken. Ob sie den Ernst in seinen Augen nicht bemerkt oder der Sarkasmus ihre Art ist ihn abzutun, das wird nicht ganz klar.
"Passt Ihr lieber auf, dass die Damen nicht von einem verrückten Zauberer verhext werden", kommentiert sie noch und wenn sie niemand aufhält, schlendert die hochgewachsene Südländerin in die Straßen Ragaths davon.
von Sarafin
09.06.2020 13:11
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Thema: Sternenlose Nacht
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Sternenlose Nacht

Oreal zieht eine Braue hoch, als Ludolfo der Dame einfach so Hochprozentigen gibt, beobachtet aber nur und sagt nichts.
Sie wirft kurz einen Blick auf den Sonnenstand und fischt dann eine Silbermünze aus einer Tasche. Sie schnippt sie in die Luft, fängt sie wieder auf und legt sie auf den Handrücken der Linken - so wie jemand eben eine Münze wirft. Ein Nicken, dann steckt sie die Münze wieder in die Tasche.
"Ich denke ihr kommt hier auch einen Moment ohne mich zurecht", meint sie zu Ludolfo, nachdem die beiden Frauen schon in der Taverne verschwunden sind. Sie reicht die Zügel ihres Pferdes an Lydia weiter.
"Würdest du mein Pferd mit in einem Stall unterstellen? Ich möchte noch ein paar Freunde besuchen - und wo es schon so spät ist, spute ich mich lieber.
Ich treffe euch dann nachher wieder hier."
von Sarafin
05.06.2020 15:34
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Sternenlose Nacht

Bei der Schilderung kraust sich die Stirn der Südländerin.
"Na das klingt mir aber wenig nach dem vollständigen Wahnsinn, den du gerade noch angepriesen hast, sondern eher nach einem Wolkenkopf."
Sie zuckt mit den Schultern und fühlt sich etwas um den - in ihrer Vorstellung - epischen Kampf zwischen der Weißmagierin Larona und dem finsteren Buben in dem Gasthaus betrogen.
von Sarafin
05.06.2020 11:58
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Sternenlose Nacht

Oreal ist mittlerweile von ihrem Pferd abgestiegen - in der Stadt ist es einfacher das Tier zu führen, zwischen den Menschen wird die Stute schnell unruhig und wenn sie unruhig wird, beißt die blöde Ziege von Reitpferd.

Die Geweihte ist einfach erstmal stoisch stehen geblieben, als 'Selma' auftaucht und zu schimpfen beginnt. Sie zieht eine Braue hoch.
"Ein Zauberer?" fragt sie und beginnt dann zu grinsen.
"Welche Sorte Wahnsinn hat ihn denn befallen?" erkundigt sie sich.
Das könnte spannend werden, wenn er auf Larona trifft.
von Sarafin
02.06.2020 18:38
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Sternenlose Nacht

Als die Stadtmauern in Sichtweite kommen, wirkt Oreal kurz nachdenklich.
Ob das bedeutet, dass wir erstmal Ruhe vor dem Bären haben? Oder schlüpft er als Mensch hinter uns durch das Tor?
Sie mustert die Stadtwachen, als diese sie oberflächlich überprüfen.
Nein, diese Leute taugen nicht, um sie zu warnen. Wonach sollten sie auch Ausschau halten?

Auf Lydias Empfehlung schmunzelt sie. Dass sie das Gasthaus kennt, kann die Kutscherin ja nicht wissen.
"Klingt gut, kommentiert sie und sieht sich in der Runde um, ob jemand Einwände hat.
von Sarafin
29.05.2020 13:27
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreals breit grinsendes Gesicht auf die Frage 'für wie dumm haltet Ihr mich?' spricht Bände: Für ziemlich dumm.
Seine ehrliche Freude über den Niedergang der gefiederten Natter lässt sie dann jedoch herzlich lachen.
"Wenn Ihr Euch bedanken wollt, spendiert der Stadtwache in Punin doch was Feines", schlägt sie vor.
"Und denkt immer auch an den Grauen, der aus dem Nebel heraus die Fäden des Glücks spinnt oder zerschneidet", fügt sie etwas kryptisch zum Abschied hinzu, bevor sie zusammen mit den anderen die Reise fortsetzt.
"Habt ihr gehört?" wendet sie sich etwas lauter an den Rest der Gruppe.
"Einer von den Typen, die wir suchen, verkleidet sich womöglich als Praiospf-", sie unterbricht sich, "Priester."
Sie schaut kurz einmal hinüber, ob alle mitbekommen haben, was sie gesagt hat.
von Sarafin
27.05.2020 17:14
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreal schmunzelt, als der Händler so schimpft.
"Phex gibt, Phex nimmt", kommentiert sie.
"Nur so ein unverbindlicher Tipp, aber wenn Ihr so unbezahlbare Dinge mit Euch herumschleppt, wäre es vielleicht angebracht ein wenig von den Verkaufserlösen in Wachpersonal zu investieren - dann kann man sie Euch nicht mehr so leicht wegnehmen."
Sie zwinkert dem Zwergen zu.
"Aber dass der Typ plant sich als Praiospriester zu verkleiden ist echt eine gute Information. Danke. Vielleicht freut Ihr Euch im Gegenzug zu hören, dass die Puniner Stadtgarde die gefiederte Natter in einer größeren Aktion mehr oder weniger ausradiert hat. Der Kerl, der Euch überfallen hat, ist einer von dreien, die es noch gibt. Und seine Zähne haben einen wichtigen Termin mit meiner Faust. Höchstwahrscheinlich wird Euch das Gelichter also nicht mehr behelligen."
Sie rollt als unterstreichende Geste die Schultern zurück und schaut etwas grimmig.
"Aber ich glaube das war von meiner Seite dann alles, wenn Euch nicht noch was Spannendes einfällt ziehen wir dann wieder unserer Wege."
Sie blickt kurz noch den Händler fragend an, bevor sie sich zum Weiterreiten wenden würde.
von Sarafin
26.05.2020 11:15
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreal nickt.
"Verstehe."
Sie grübelt einen Moment.
"Was für Stoff hat er geklaut?" erkundigt sie sich weiter, wohl überlegend, warum der Gauner den Überfall riskiert hat.
von Sarafin
26.05.2020 10:58
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreals Augen blitzen hochzufrieden, als der Zwerg ihre Vermutung bestätigt. Dann schmunzelt sie.
Du bist wirklich das allergrößte Schlitzohr, denkt sie an ihren Herrn gewandt. Danke.
"Ach, ich bin einfach gerne gut informiert", flötet die Geweihte amüsiert und für ihre Verhältnisse richtiggehend freundlich auf die Frage hin, woher sie von dem Überfall weiß.
"Schlaksiger Typ ... kurze Haare und eine Narbe unterm Auge?" spezifiziert sie mit einem fragenden Blick die Beschreibung.
"Vor ein paar Tagen ... wann genau?" will sie dann noch wissen, um zu prüfen, ob das mit dem Zeitpunkt zusammenpasst, zu dem die Garde die Bande hochgenommen hat.
von Sarafin
19.05.2020 14:33
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreal schaut kurz etwas verwirrt. Sie hatte mit dem Zwergen doch kaum drei Sätze gewechselt, geschweige denn sich in seine Angelegenheiten gemischt? Aber das schüttelt sie ab. Es ist zwar verführerisch, aber sie ist nicht hier, um sich mit dem Typen zu streiten.
"Wie sah der Mann aus, der Euch überfallen und Euren Stoff gestohlen hat? Das ist meine Frage", pokert sie hoch. Sie war ja nicht dabei, als der Händler von dem Überfall berichtete - er mag glauben die anderen hätten sie darüber aufgeklärt, doch tatsächlich hatte man darüber ja nicht nochmal gesprochen.
"Und was Ihr davon habt sie zu beantworten? Möglicherweise Vergeltung durch unsere Hand."
Ein verschlagenes Grinsen zieht über ihr Gesicht, dass eine ferne Erinnerung an Brutalität mit sich führt.
von Sarafin
19.05.2020 13:54
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Sternenlose Nacht

Straße

Da ist er ja wieder.
Oreal treibt ihr Pferd noch etwas mehr an.
"Schau an, der Herr Tuchhändler", spricht sie ihn an, als sie noch ein paar Schritte entfernt ist.
"Immer noch derselben Straße unterwegs." Falls er zu ihr sieht, grinst sie ihr Haifischgrinsen.
"Ich hätte da eine kurze Frage."
von Sarafin
17.05.2020 13:06
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreal rollt mit den Augen, als Ludolfo schon wieder meint ihr einen Vortrag zu halten.
"Hauptsache das letzte Wort haben ..." kommentiert sie, mehr zu sich selbst, da er sich schon abgesetzt hat. Dass er sie nun in Ruhe lässt, stimmt sie grimmig zufrieden.
Na bitte, geht doch.
Auch sie beobachtet weiterhin die Umgebung und hält Ausschau nach dem Tuchhändler, der irgendwo vor ihnen auf dem Weg sein müsste.
von Sarafin
14.05.2020 08:47
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Sternenlose Nacht

Draußen

Oreal schüttelt bedauernd den Kopf.
"Unter Höflichkeit versteht man im Horasreich wohl was anderes als hier. Muss wirklich ein unkultiviertes Barbarenland sein, wo Ihr herkommt."
Sie nimmt die Armbrust von ihrem Gürtel und legt einen Bolzen ein - es sieht aus, als wäre es ein bestimmter Bolzen, weil sie ein paar davon aus dem Köcher zieht, bevor sie diesen einlegt.
"Süß auch, dass Ihr meint, dass die drei Damen alles wüssten, was vielleicht relevant oder interessant ist", fügt sie währenddessen hinzu.
"Und jetzt werdet ihr die Fresse halten. Hier streift ein Bärenmonster durch die Wälder, das uns jagt und die anderen gestern fast auseinander genommen hat. Wenn das Spitzohr das Vieh überhört, weil Ihr zu selbstverliebt seid um zu kapieren, dass Euer Geseier überflüssig ist, dann fangt Ihr Euch einen Bolzen ein."
Der Blick, mit dem sie ihn bemisst, macht deutlich, dass das ihr voller Ernst ist. Die Armbrust liegt derweil geladen in ihrem Schoß.