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von Nova
20.05.2019 11:06
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Aufgabenbereich eines Hofzauberers
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
19.05.2019 23:07
ja. eine Magierausbildung dauert 9 Jahre. Sprich, wenn der Lehrkörper großteils wegbricht, dauert es mindestens 18 Jahre, bis man wieder das vorherige Niveau erreichen kann... "Train the trainers (first)", wenn du es mit einem pädagogischen Schlagwort haben willst...
Aber es gibt keinerlei Anzeichen dass "der Lehrkörper wegbricht". Die Magier, die 1020 an den Akademien gelehrt haben, werden auch schön auf ihren Akademien geblieben sein. Es gibt null Beschreibungen die andeuten was du sagst. Alle Akademiebeschreibungen in 4.0, also direkt nach der Dritten Dämonenschlacht, gehen von einem normalen Akademiebetrieb aus.

Was es gibt ist aber eine Erklärung warum Adelige keinen Hofmagier wollen könnten: Der starke Praiosglaube der Region, und entsprechend Arkanophobie. Die könnten schon Magier kriegen; sie wollen schlichtweg nicht, nichtmal von der Weißen Gilde. Da braucht man über den Grund nicht zu spekulieren, wenn der schwarz auf weiß angegeben ist!
chizuranjida hat geschrieben:
20.05.2019 03:47
Nova hat geschrieben:
15.05.2019 18:10
Rein statistisch dürfte auf jede Baronie so ungefähr ein Vollzauberer mit Beherrschungs-/Beeinflussungssprüchen kommen.
Eher mehr, oder? War das nicht mal ca 1 magiebegabtes Kind auf 100 oder 150 unmagische? Okay, bei einigen verkümmert die Gabe wieder völlig, andere werden Magiedilettanten. Aber auf 5.000 Leute oder was so eine Baronie so hat?
Ich hab jetzt eher so mit 2.000 Einwohnern pro Baronie gerechnet. Selbst Retogau in der dichtest besiedelsten Region des Reiches hat gerade mal 8.000 Einwohner, und das dürfte mal mindestens doppelt der Durchschnitt sein - eher würde ich, wie gesagt, viermal den Durchschnitt annehmen. Außerdem ist dieses "jeder 100ste" oder "jeder 150ste" nur das rein magische Talent; die meisten Magiebegabten bleiben unentdeckt und werden Magiedilletanten. Es wurde auch mal festgelegt dass nur jeder tausendste ein Gildenmagier ist.

Also, Milchmädchenrechnung:
2.000 Einwohner. Jeder tausendste ein Gildenmagier sind 2. Alle anderen Magietraditionen zusammen werden vielleicht nochmal so viele sein, also nochmal 2, macht 4 Voll- und Halbzauberer (Scharlatane sind nur halbe, hatte ich ganz vergessen...). Und Beherrschungs- und Beeinflussungssprüche dürfte so jeder vierte Spruchzauberer können - also statistisch einer pro Baronie. Wobei, natürlich, sich Magier vor allen in Städten und natürlich insbesondere in Akademien tummeln werden, aber die Gefahr ist ja dass einer mal vorbeikommt, sozusagen, also ist das eher egal.

Von daher, rein statistisch, rund ein Spruchzauberer mit Beherrschungs- oder Einflusszauberern pro Baronie.
(Und da Aventurier sicherlich genauso genusssüchtig sind wie Erdlinge, wo wir gerade beim Animatio sind: damit gehen auch gewisse rhajanische Spielzeuge ... Es sollte ja der tiefe Süden sein, nicht?) :ijw:
Wobei da natürlich auch bei der Materialauswahl achtsam sein muss (Plastik gibt's ja nicht...), dass da keine, err, unangenehmen Komplikationen passieren :censored:

Aber volle Zustimmung was Heilung als eine primäre Aufgabenquelle angeht. Was natürlich in der Tat heißt Hofmedici sind überflüssig, aber das ist ja so ein generelles Problem bei DSA...
von Nova
19.05.2019 22:16
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Aufgabenbereich eines Hofzauberers

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
19.05.2019 22:11
was nach der G7 für die vielen vakanten Hofmagierstellen in Garethien/zentralem MR ausschlaggebend sein dürfte ist der Mangel an Nachwuchs. Ziemlich viele 1016 amtierende dürften als Reichsmagier für die Kämpfe in Tobrien eingezogen worden sein - und haben das dann nicht überlebt.
JdF dürfte dann nochmal ähnlich verheerend sein.
1) Eine Magierausbildung dauert 9 Jahre. Damit wäre jeglicher Mangel schon um 1030 ausgeglichen.
2) Hofmagierstellen sind so mit das beste was einem Magier passieren kann. Sollte es Engpässe geben, würde man das zunächst bei den einfachen Lohnmagiern spüren.
3) Es gibt eigentlich, gelinde gesagt, zuviele Gildenmagier - einer in ein Tausend heißt dass jedes kleine Landstädtchen und jede Baronie mindestens einen hat. Engstellen sind daher unwahrscheinlich.

Der Grund für die "fehlenden" Hofmagiertellen wird in HdR auch genannt - Praios- und Ingerimm-gefällige Arkanophobie. Es ist nicht so dass diese Barone und Grafen keine Magier finden würden; sie wollen keine Magier haben.
von Nova
18.05.2019 15:27
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ChaoGirDja hat geschrieben:
18.05.2019 15:03
Und gegen den "ein oder anderen" Zauber zum Zwecke der Beratung (oder Lebensrettung) hat oft auch niemand was. Wobei das auch sehr darauf ankommt, wo man ist. Im eher magiefeindlichen norden Aventuriens, sieht man selbst einen BALSAM nicht gerne.
Naja, wobei sich solche Leute wohl schlichtweg keinen Hofmagier halten werden. HdR weißt extra darauf hin, dass in Garetien nicht alle möglichen Hofmagierstellen besetzt sind, eben gerade weil viele Grafen und Barone schon aus Prinzip keinen Hofmagier haben. Solche Adeligen werden anstatt dessen einfach einen Gelehrten am Hof haben; die gibt's ja gerade im Herzen des Reiches ja auch genug.

Ich denke weiterhin dass man sich einen Magier, anstatt eines Gelehrten, primär für die Magie einstellt. Klar, wenn die eh schon am Hof sind, dann werden die da auch die typischen Gelehrtenaufgaben übernehmen (je nachdem - wenn sie denn vollzeit am Hof sind, was auch nicht gegeben sein muss). Aber wenn man eine Hofstelle nur dafür will, dann nimmt man einen normalen Gelehrten.
von Nova
16.05.2019 16:24
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BenjaminK hat geschrieben:
16.05.2019 09:35
Klar könnte man an einem Gelehrten und einem Magier denken,
Naja, woran ich dachte ist eher dass es bei vielen Baronen wohl eher nur einen Gelehrten, anstatt eines Magiers gibt...
Jadoran hat geschrieben:
16.05.2019 10:38
Die einzige gangbare Methode dazu ist, Magie deutlich seltener zu machen, als sie im kanonischen und erst recht den meisten mir bekannten bespielten Aventurien ist.
BenjaminK hat geschrieben:
16.05.2019 12:01
Oder du haust irgendwelchen Berufsethos oder weiche Verbote als Krücke dazwischen;
Weiche Verbote machen es in gewisser Hinsicht nur noch schlimmer. Denn, klar, die kann man nutzen um ganzen Gesellschaften einen gewissen Schliff zu geben - aber eben nicht Individuen. Wozu natürlich auch SCs gehören. Ich halte sowieso wenig von der hin und wieder anzutreffenden Idee dass jeder Spieler doch bitte schön einen Archetypen seines Volkes oder seiner Profession zu sein hat. Helden sind alles Individuen, und demnach auch als Individuen, mit ganz individuellen Einzeleinstellungen, zu handhaben.

Will im Endeffekt heißen: Wenn man solche weiche Verbote hat, die magisch Begabte aus gewissen Sphären quasi "rausdrängen", dann fallen die Heldengruppen a la "Fünf Leute und davon mindestens zwei, wenn nicht gar alle, magiebegabt" noch mehr aus dem Rahmen. Das ist dann, gewissermaßen, das Gegenteil einer Lösung...

Es gibt noch eine dritte Variante: Die Magie verdammt noch einmal weniger mächtig zu machen, so dass sich auch rein mundane Charaktere lohnen. Oder rein mundane Hofmedici, was das angeht.
von Nova
15.05.2019 18:10
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Overator hat geschrieben:
15.05.2019 14:47
Prinzipiell stelle ich mir den Hofmagus in etwa so vor wie einen Measter im GoT-Universum.
Jadoran hat geschrieben:
15.05.2019 14:49
Er ist der Hofgelehrte.
Leta hat geschrieben:
15.05.2019 16:03
sich die wirkliche gewirkte Magie in Grenzen hält, weil primär seine Expertise als Gelehrter gefragt ist.
Najaaa... Schlussendlich, wenn man einen Hofmagier hat, dann wird der auch solche Aufgaben übernehmen. Aber ich möchte mal anzweifeln ob das wirklich der primäre Beschäftigungsgrund ist.

Mal von den Regionen abgesehen, welche gerade das als Setting haben (Weiden, Tobrien, Bornland, Nostergast...), ist Aventurien ja nicht dunkelstes Mittelalter, wo Magierakademien und Tempel die einzigen Stätten der Gelehrsamkeit sind. Gelehrsamkeit und Gelehrte sind in Aventurien durchaus vorhanden, gerade in den Regionen wo der Großteil der Bevölkerung lebt (Horasreich, Almada, Garetien, Aranien...). Will heißen, wenn man Gelehrte will, dann kann man auch einfach Gelehrte anwerben! Die sind ja durchaus da, und wohl wesentlich häufiger als Magier. Schließlich ist es ja magisches Potential keine Vorraussetzung, gelehrt zu sein.

Wenn man also extra einen Hofmagier anstatt eines Hofgelehrten hat, dann wird man dies wohl schon wegen des Magiers Alleinstellungsmerkmals machen: Der Zauberei. Und in der Tat (da hast du wieder recht, Jadoran), wird sich so etwas nicht jeder Adelige leisten können. Wobei es bei Baronen wohl auch etwas hochtrabend wäre, schon von einem "Hof" zu reden... aber ja, auf jeden Fall sind Barone wohl froh, wenn sie überhaupt einen Magier zu "günstigen Konditionen" kriegen können. Aber gerade deswegen werden sie halt wohl eher einen Gelehrten im Haushalt haben für, nun, Gelehrtentätigkeiten, als einen Magier.

Hofmagier hält man sich, entweder weil es halt erwartet wird (zumindestens von Provinzherren aufwärts), oder weil man halt durchaus Magie braucht. Wie gesagt wurde, magische Feuerwehr. In Aventurien, dass ja nur auf den ersten Blick wirklich low fantasy ist, da kann es schon mal passieren, das alle naselang mal ein magisches Artefakt einfach so auftaucht, oder ein Dämon irgendwo im Land sein Unwesen treibt oder eine magiche Beherrschung/Beeinflussung passiert, etc pp. Rein statistisch dürfte auf jede Baronie so ungefähr ein Vollzauberer mit Beherrschungs-/Beeinflussungssprüchen kommen. Wenn man auch nur eine halbwegs wichtige Persönlichkeit ist, dann kann alleine deswegen schon ein Hofmagier eine gute Investition sein. Und natürlich schlagen Balsam und Klarum Purum jede mundane Äquivalente zur Wundheilung bzw. Entgiftung um Längen.

Von daher würde ich dieses "sich bereit halten bis man gebraucht wird" durchaus als den primären Aspekt eines Hofmagiers sehen. Bis man eine magische Analyse braucht, oder eine magische Bedrohung am Horizont ist, oder sich die tollkühne Grafentochter mal wieder beim Reiten querfeldein das Bein gebrochen hat... solche Sachen halt. Was diese Anfordungen sonst noch alles umfassen, und was man eventuell häufiger für den Adeligen zaubern muss, dass hängt natürlich stark ab welche Zauber man selbst halt.

Von daher ist es durchaus möglich, dass man Hofmagier als Zweitjob macht. Wenn man halt unbedingt eine Koryphäre, wie einige Spektabilitäten es sind, als Hofmagier haben will, schon allein des damit verbundenen Prestigegewinns wegen, dann arrangiert man sich halt damit, dass diese halt gerade in irgendeiner Aktivität stecken mag, wenn man sie braucht. Aber klar, umgekehrt ist es auch genauso möglich dass, wenn man eh schon einen Magier am Hof hat, dass dieser dann auch die Tätigkeiten eines Gelehrten oder, je nach Akademie, auch eines Medicus übernimmt. Wieviel Zeit man dann für seien eigenen Kram hat, hängt halt sehr von dem individuellen Arbeitsverhältnis ab - und das wird sehr stark von der eigenen Stellung abhängen: Wie gesagt, bei einer Spektabilität wird sich der Adelige noch arrangieren, während jemand der gerade von der Akademie abgegangen ist wohl kaum Forderungen stellen kann.

Wobei Forschung durchaus etwas ist, was Hofmagier machen können, wieder je nach "Arbeitgeber". Das wäre dann halt so ähnlich wie Patronage über Künstler. Wenn die Hofmusica eine Melodie komponiert hat, die bald auf allen anderen Höfen nachgeahmt wird, dann wird ein Teil des Ruhmes auf ihren Patron zurückfallen. Das gleiche wird wohl gelten wenn die Hofmaga einen wichtigen wissenschaftlichen Durchbruch zu verzeichnen hat. Mäzenentum halt.