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von Strippenzieher
31.10.2019 13:59
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?
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Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?

Und es ist auch ein Unterschied, ob man einen Vertrag "clever", dh einseitig begünstigend, formuliert (deshalb der Rat an alle: beim Phex Geweihten aufs Kleingedruckte achten) und einen Vertrag erkennbar gegen den beiderseitigen Vertragszweck auszulegen, dh ihn zu brechen. Das ist auch für mich der Unterschied zwischen Phex und Tasfarelel.

Das angewendet auf das Ausgangsbeispiel:
"Ich übergebe das Buch EINEM (meistbietenden) Hesinde Tempel und übergeben heißt auch nicht, dass ich es umsonst dort lasse" wäre mE listig und hart an der Grenze, aber okay (hat der andere einfach nicht dran gedacht)
während
"ich nehme das Buch wieder an mich und habe das Versprechen trotzdem erfüllt, denn übergeben heißt ja nicht auf Dauer dort lassen" läuft erkennbar gegen die Vereinbarung und wäre - Wortlaut hin oder her - für mich nicht phexgefällig
von Strippenzieher
29.10.2019 22:33
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?
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Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?

Rasputin hat geschrieben:
29.10.2019 22:25
Es ist halt klar dass ich eine OT-Unaufmerksamkeit des Spielleiter hier IT ausnutze.
So, wie du den Auftrag geschildert hast, war es keine Unaufmerksamkeit. Inhalt der Kommunikation war klar.

Und die Diskussion wurde ja deshalb eher grundsätzlich, weil Du davor ein ganz anderes Beispiel für eine Reaktion deines SL auf so eine Wortklauberei gebracht hast

Aber wenn das alles unter Banbaladin geschah: wie viel ist so ein erzwungenes Wort wert? Weiß dein Char von dem Zauber? Wäre das nicht eher ein Ansatzpunkt?
von Strippenzieher
29.10.2019 22:15
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?
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Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?

Rasputin hat geschrieben:
29.10.2019 22:11
Ich vermute halt, dass es bei einem Buch welches man nur einmal im Jahr, am ersten namenlosen Tag, zu Gesicht bekommt, kein Buch ist, welches ein Kor-Akoluth einfach so einer Verbrecherkönigin übergibt.
Was aber ein schöner Konflikt für ihn sein könnte, dem er sich - Hand aufs Herz - nicht durch die abwegige Auslegung "finden reicht doch" entziehen kann :rolleyes:
von Strippenzieher
29.10.2019 22:11
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?
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Legitime List oder ein destruktives Verhältnis zum SL?

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
29.10.2019 21:57
Hier geht es ja weniger um die Möglichkeit von Wortbruch und Betrug, sondern darum, dass man sich durch Tricks vor den Folgen schützen kann.
Aber das kann man eben nicht. Es ist ein weit verbreiteter (und auch hier geteilter) Irrglaube, dass Juristen und andere Vertragsvampire Abmachungen streng nach Wortlaut auslegen würden. Das stimmt exakt NICHT. Abmachungen werden so ausgelegt, wie die Abmachenden sie verstanden haben bzw. nach ihrem jeweiligen Standpunkt verstehen konnten. Der Trick "ich lege den Vertrag gegen den erkennbaren Sinn und Zweck so aus, wie er mir am günstigsten ist, solange der Wortlaut dem nicht glasklar entgegen steht" funktioniert also - jedenfalls im echten Leben - nicht. Sorry :ijw:

Und damit zum Problem: ein Charakter, der das trotzdem versucht; Geschäftspartner übers Ohr haut und sich hinterher mit geschwellter Brust hinstellt und sagt: "war doch alles Okay" ist nett zu spielen und kommt vielleicht mit Dreistigkeit und Chuzpe gut durch Aventurien. Aber darum geht es ja nicht, sonst käme es nicht zu Verstimmungen am Spieltisch.

Zu 1):
Hätte der gewitzte Charakter gesagt: ich muss es ja nicht DIESEM Tempel (gegen Geld) geben. EIN Tempel reicht - das wäre für mich noch okay gewesen. Zu behaupten das Versprechen sei erfüllt, weil man nicht versprochen habe es auch da zu lassen ist offenbarer Unsinn. Man kann die Reaktion sehr hart finden, aber dass Hesinde sich nicht ver*** lässt, ist jedenfalls nachvollziehbar. Vielleicht wollte der SL ja damit auch ein Zeichen setzen.

Zu 2):
Auch hier ist die Auslegung "wir sollten es nur finden" - entschuldige - nicht haltbar. Es ist allen klar gewesen, was gemeint war. Wortlaut hin oder her. Und dass natürlich die Auselgung des Mächtigsten in Aventurien die Ansicht des anderen schlägt - geschenkt. Das wird also ein holpriger Ritt.

Grundsätzlich ist es nicht "clever" eine Abmachung so zu verbiegen, dass sie einem hilft, wenn der Wortlaut das so gerade zulässt, sondern - wie Herr der Welt schon geschrieben hat - Wortbruch, wenn es für alle Beteiligten erkennbar anders gemeint war. Es gibt Charaktere, die das als Element haben und vielleicht sogar den ein oder anderen gewitzten wortbrüchigen Rechtsgelehrten, der sich da raus argumentieren kann. Aber das ist alles ingame. Man sollte nicht vom SL outgame erwarten, dass - wenn der Wortlaut nicht entgegen steht - keine negativen Konsequenzen drohen.