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von ocz
13.08.2019 16:10
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Sind Pferde nutzlos?
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Sind Pferde nutzlos?

Hinweis: Post ist Offtopic

@Grakhvaloth:
Zu Thema anstrengend (in der Runde). Problematisch wird der Hinweis "bitte menschlicher zu spielen" allerdings dann, wenn du das regelmäßig machen musst. So eine Regel wie, "Ihr schafft zu Fuß 30 Meilen pro Tag.", wird dagegen anstandslos geschluckt. Weil sie eine Richtlinie ist, macht sie das Spielen auch für Spieler einfacher.
Klar macht eine Regel, wie, "Das Pferd schafft 50 Meilen, aber wenn ein Lauf verletzt ist oder fehl, schafft es nur noch 1,27 Meilen, nach Rechenregel A.2 des Kapitels "Pferdewohl und -verletzungen", keinen Spaß und ist langweilig und anstrengend. Aber eine kurze Regel, die regelt, wie etwas offensichtliches im RL im Spiel mal schnell gehandhabt wird, die ist gar nicht lang genug, um langweilig zu werden. Und sie ist längst weniger anstrengend, als nicht zu wissen, ob der Trip, den man letzte Woche noch ohne Probleme geschafft hat, einen plötzlich erschöpfen wird oder nicht.
"Kein Pferd, kein abendliches lernen und dafür Füße hochlegen.", ist da viel intuitiver und unkomplizierter, weil verlässlicher. :ijw: Regeln können echt super sein, wenn sie kurz und knapp und logisch sind.

Also eine Aussage wie, "Regeln sind generell anstrengend und langweilig.", kann ich überhaupt nicht teilen.
Regeln dürfen von mir aus ausgiebig und anstrengend sein, wenn sie in seltenen Fällen (alle 5-15 Spieleabende) angewandt werden und dann bitte auch nur von einem in der Gruppe, so nebenbei, während der Rest der Gruppe was anderes macht. (Ein Alchemist+Alchimie-Regel oder sowas.) Wenn eine Regel, die ständig benutzt wird, anstrengend wird, weil zu langatmig, oder dutzende Regeln zu einer Situation nachgeschlagen werden müssen (DSA4.1 Reiterkrampf von oben), dann sind die Regeln falsch geschrieben.
von ocz
07.08.2019 17:11
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Sind Pferde nutzlos?
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Sind Pferde nutzlos?

Assaltaro hat geschrieben:
07.08.2019 10:35
Ich finde es braucht dafür nicht die zu detaillierten Erschöpfungsregeln wie in 4.1, ich glaube die wurden ja auch gestrichen, weil sie fast keiner benutzt.
Ich kenne DSA 4.1 ja leider nicht, aber ich habe ja schon gehört, dass es sehr Detailverliebt ist. Ist wohl seine größte Stärke und sein Fluch. Ich finde DSA5 von den Regeln her sehr gut zu merken und trotzdem noch vielseitig genug. Der Ansatz mit den Fokus- und optionalen Regeln, die man weglassen kann, ist super. Wir spielen heufig mit Fokusregeln, aber es ist schon vorgekommen, dass wir einige verwendete Regel für einen Abend wieder wegfallen lassen, weil wir mit dem Abenteuer gerade genug zu tun haben. Wenn es mehr Spaß macht mit ihnen zu spielen, um etwas schön auszuspielen, tun wir das und wenn die Stimmung am Abend sagt heute mal nicht, dann nicht. So ist es fast immer launig.

Ich will auch keine halbe Seite voll mit Regeln zum Wandern, die fast alle Sonderfälle umfasst. Aber so ein kleine Absatz im GRW, wie ich "anstrengend" ausspielen kann, wäre schön gewesen. Die Staten als Lösung zu kommen (wie es wohl gedacht ist), ist ja auch etwas Arbeit, die sich kaum jemand macht, da es (trotz Übersichtlichkeit) am Anfang genug andere Regeln zu merken gibt. Nur enden wir dann dabei, dass die SC wie Videospielfiguren in einem alten VRPG ohne ein Anzeichen der Erschöpfung von einer Location zur nächsten ziehen und keine Pferde brauchen. :)
Assaltaro hat geschrieben:
07.08.2019 10:35
Wer ohne Pferd reist bekommt z.b. eine Stufe Betäubung bis zur nächsten Nachtruhe, etc.
Man muss nur manchmal gucken, was einem das Regelwerk schon anbietet an Mechanismen und die kreativ nutzen.
Zusätzlich zur Stufe Betäubung würde ich sogar noch ein Verbot des schweren/kreativen Arbeitens und Lernens nach einem Tagesmarsch. Die Charaktere haben jetzt keinen Kopf mehr dafür. (Das habe ich schon oben geschrieben und ist aus den Fokusregeln zur Überanstrengung geklaut. Kann man aber auch so einfach anwenden.)
Jetzt weiß ich auch, was ich mit den Belastungsregeln, wenn jemand zu viel Gepäck hat, zu tun habe. Für jede Stufe drüber, erleidet der SC eine zusätzliche Stufe Betäubung. Bei Belastung 3 bricht er nach dem Tages(Todes)marsch zusammen.

Mit einem Packesel+Karren kann dann allgemein die Stufen Betäubung (oder Überanstrengung, wenn man damit spielt) vergessen werden, da man das schwerste Gepäck nicht selber trägt. Und wer im Wagen oder auf einem Pferderücken reist, der darf halt noch handwerkeln oder lernen.
von ocz
07.08.2019 09:01
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Thema: Sind Pferde nutzlos?
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Sind Pferde nutzlos?

Ich kann jetzt nur bei DSA5 mitsprechen. Da sehe ich das Problem darin, dass es keine richtigen Erschöpfungsregeln fürs Reisen gibt. Klar steht mal hier und da, dass Reisen anstrengend ist. Im Almanach steht da eine sehr schöne Fluffbeschreibung zu den einzelnen Strassen- und Wegtypen, aber im ganzen köcheln die Reise-Regeln nur auf eine Sache zusammen. Wegstrecke pro Zeit (meist Tag). Das reicht nicht um die Anschaffung eines so teuren und unpraktischen (zurücklassen/unterstellen/nur Anbinden, aber was ist mit Wölfen?) "Werkzeugs", das dann auch noch Plotarmor vom SL braucht, zu rechtfertigen.
- Irgendwo Zeitnahe anzukommen ist selten nötig und wenn es mal sein muss, gibt es ja noch Kutschen, die man anmieten kann. Klar sind diese nicht immer verfügbar, aber wenn es wirklich wichtig ist, dann wird der Standard-SL eine Möglichkeit schaffen das Zeitlimit einzuhalten. Darauf verlassen sich wohl die meisten Spieler und damit haben sie wohl auch recht. Zeitdruck ist kein Grund für ein Pferd.
- Vielleicht aber zum Kämpfen? Angriffe auf freier Flur gegen berittene SCs finden meist nur aus der Not heraus(eher selten), in Kriegen oder aus der Luft statt. Hinterhalte findet man meist an Stellen, an denen es nicht möglich ist Leuten aus dem Galopp die Rübe abzusäbeln. (Ich gebe aber zu, die automatische, vorteilhafte Stellung ist nice.) Aber im Großen und Ganzen sehe ich den taktischen Vorteil da auch nicht. Es ist nettes Rollenspiel, aber man muss viel AP investieren, die einem Abenteurer in Höhlen aber nix bringen. Klar dass die Kosten und seltene Brauchbarkeit viele Spieler von einer Nutzung abschrecken, insbesondere wenn der normale Kampf sehr attraktiv ist. Kämpfe sind also auch kein Grund.

Das Zucker bringt also nix. Bleibt eigentlich nur eines. Die Peitsche. Wenn du keine Pferde nutzt, hast du Nachteile. Das funktioniert beim Schwimmen ja ganz gut. Es gibt keine richtige alternative zum Schwimmen. Und wenn du sehr spontan schwimmen musst, es aber nicht kannst, hast du ein Problem. Gut investierte AP. Ich sage jetzt nicht, dass man Reiten zu einem überlebensnotwendigen Talent machen soll, aber es sollte einen deutlichen Nachteil geben, wenn man Pferde nicht nutzt, wenn sie normaler Weise am nützlichsten sind. Und da bin ich wieder beim Reisen.

Schwimmen...
  • ...hat keine (nur wenige/unverlässliche/schwierige) Alternativen. (Versuche mal einen Wasseratem zu Zaubern, wenn du ertrinkst.)
  • ...ist deswegen in Situationen nahezu unausweichlich.
  • ...oder besser gesagt nicht Schwimmen zu können bring in diesen Situationen spürbare Nachteile
Genau das⬆️ braucht die Reise zu Pferd auch. (Nur ohne Todesgefahr.) Am besten mit einer wirklich logischen, einfachen und deswegen attraktiven Zusatzregel.

Aber ich muss jetzt los. Ich editiere den Post hier später, da ich nur bis zur Hälfte gekommen bin.

Nachtrag:
Die Zusatzregeln in den Kompendien sind meist so gestaltet, dass wenn sie Dinge schwieriger oder schlechter machen können, wenn man schlecht gewürfelt hat oder es in einem Talent fehlt, man auch bessere Ergebnisse erzielen kann, wenn man gut würfelt und begabt ist. Leider ist Reisen zu Fuß so vorteilhaft im GRW als RAW angelegt (mit ein bisschen Flufftext "ist anstrengend" garniert), dass man kaum eine Möglichkeit hat, da eine optionale Zusatzregel zu kreiern, die Vor- und Nachteils-technisch neutral ist. Man muss sich auf den Flufftext "anstrengend" verlassen und eine Regel einführen, die nur Nachteilhaft für Fußgänger ist, wenn man Pferde nützlich machen will.

Als Schnellschuss würde ich da Arbeits- und Lernzeiten von den Überanstrengungs- und Lernzeitregeln angehen. Wandern zu Fuß frisst diese....Oh Shi*. Da steht das ja schon. "Ein normaler Tag besteht aus 4 ZE. In diesen ZE dürfen die Helden (Sammel-)Proben nach den üblichen Regeln ablegen, reisen oder andere Handlungen vornehmen."
Reisen ist zwar etwas allgemein, aber ich lese da "reisen zu Fuß". Damit hat sich ja auch wohl das Reparieren von Gegenständen, Lernen aus Bücher und dergleichen nach einer Tagesreise erledigt. Ich würde dann da auch noch eine Stufe Erschöpfung nach 6 Stunden drauf knallen und sagen, dass das Reisen zu Pferd oder Karren nur 1ZE (2 Stunden) Arbeitzeit pro Tag ab 6 Stunden reisen ist und dass man dann trotzdem noch eine 8 Stunden-Arbeit (Trank brauen) ausnahmsweise machen darf. Wenn der SL den Spielern damit konsequent dazwischen grätscht, dann kommen die schnell auf den Trichter, dass Pferde was feines sind.